Test: Pioneer HDJ-2000, DJ-Kopfhörer

18. April 2013

Heavy Metal

Das Topmodell Pioneer HDJ-2000 soll als High End-Modell rundum auftrumpfen, so die Werbeversprechungen. Ob diese alle eingelöst werden, wird der Test bei Amazona zeigen.

hdj 2000 main

Im Karton warten der Kopfhörer selbst, das Kabel und ein samtiger Tragebeutel darauf, dass der Besitzer sie in Empfang nimmt. Soweit, so klassenüblich. Das Spiralkabel ist ungespannt 1,2 Meter lang und lässt sich auf knappe 3 Meter ausdehnen. Der vergoldete Klinkensteckeraufsatz lässt sich, wie bei den meisten Konkurrenten auch, abschrauben, um einen 3,5 mm kleinen Stecker freizulegen. Positiv fällt mir der am anderen Ende verbaute Mini-XLR-Stecker auf. Somit ist im Schadensfall die Wartungsmöglichkeit durch den Nutzer gegeben. Die Verriegelung ist dabei fest und das Kabel muss mit etwas Kraft herausgezogen werden. Soviel Betriebssicherheit erfreut mein DJ-Herz.

Stecker

Die Bauweise des Hörers ist wie bei vielen Mitbewerbern auch: geschlossene, ohrumschließende Muscheln mit 50 Millimeter großen Treibern bei 290 Gramm Nettogewicht. Die überraschend weichen, weit ausgeschnittenen Kunstleder-Ohrpolster und das Kopfband sorgen für bequemen Sitz. Das Profil des Bügels scheint wie für Eierköpfe gemacht, was seine Vorteile hat.

Eierkopf

Ohne groß auf meinen Ohren oder dem Kopf zu drücken, sitzt der HDJ-2000 fest an Ort und Stelle und lässt sich auch nicht durch Headbangen nennenswert aus der Position bringen. Unbeabsichtigtes Verstellen des Kopfbandes kommt quasi nicht vor, dafür sorgt die fest greifende Umhausung. Die Wärmeentwicklung an den Ohren über einen längeren Tragezeitraum ist auszuhalten, da habe ich schon unangenehmere, ähnlich gebaute Modelle benutzt.

Für den sehr hohen Preis wirft Pioneer auch die Metallbauweise in die Waagschale auf der Haben-Seite. Die Schlagzeile „Heavy Metal“ ist hier ein wenig irreführend, denn es handelt sich dabei um leichtes Magnesium. Dies ist an allen von außen sichtbaren silberfarbenen Elementen sowie dem verborgenen, zweiachsigen Drehgelenk verbaut. Außerdem kommen reichlich Metallschrauben zum Einsatz. Anders als bei vielen älteren Fullsize-Modellen so ziemlich aller Hersteller, die sich eine brüchige Mechanik vorwerfen lassen müssen, bin ich hier zuversichtlich wie bei kaum einem anderen Konkurrenten, dass der Apparat auch unter Stress viel Belastung mitmacht.

Metall

Die Faltmechanik schlabbert nicht, sondern hat zwei Einrastpunkte für die normale Hörform sowie die zusammengefaltete Parkposition. Die Verkleidung des Kopfbands und der Innenseite der Metallelemente ist aus Kunststoff. Die schwarzen Elemente sind dabei leicht gummiartig bzw. samtig im Gefühl. Die Materialanmutung dort ist gut, aber nicht überragend.

Prägeschrift

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