Test: Reloop RMX-22i, DJ-Mixer

Ausprobiert: Haptik und Verarbeitung

Die große, aufgeräumte Faceplate lässt viel Platz zum Arbeiten. Der Raum zwischen den Reglern ist großzügig bemessen, da haben auch größere Hände keine Probleme. Sämtliche Drehregler-Kappen sind gut gummiert und griffig und über die grellweiß markierte Markierung (grau bei den Gainreglern) deutlich ablesbar. EQ- und FX-Regler besitzen eine gut wahrnehmbare Mittelrasterung, so dass man zur Not auch blind nachregeln kann.

Der Crossfader läuft angenehm leicht und ohne zu wackeln; die Linefader sind (gewollt) eine Spur schwergängiger. Keine Beanstandungen also beim schiebenden Regelwerk. Die Wippschalter rasten gut hörbar und sauber ein, die Taster haben einen angenehmen leichten Druckpunkt und lassen sich auch auf die Schnelle betätigen.

Die Potis: Griffig, gummiert und gut

Die Potis: griffig, gummiert und gut


Ausprobiert: Die Sache mit dem „i“

Mit einem deutlichen „Klack“ meldet der Netzschalter, dass er den Betrieb aufgenommen hat. Das Pegeltrio schickt seine LED-Laufkette einmal zum Anschlag und wieder zurück (so kann man gleich mal checken, ob noch alle Segmente am Start sind), anschließend künden nur die beiden blau strahlenden FX-Anzeigen und der (ebenfalls blau) hintergrundbeleuchtete Filter-Knopf von der Einsatzbereitschaft des Mixers. Reicht ja auch.

Als erstes checke ich natürlich gleich mal die Sache mit dem iPad. Immerhin führt das Pult ja einen „i“ im Namen wie einen Doktortitel, als wolle es ganz besonders auf diese Eignung hinweisen. Zudem wird das Apple Tablet ja auch ausdrücklich bei den Kanalumschaltern – gleichberechtigt mit Phono und CD –  aufgeführt. Da stellt sich nur die Frage: Wie soll denn der Stereo-Kopfhörerausgang des iPads auf zwei Stereokanäle des Pultes gebracht werden? Einfache Antwort: Gar nicht. Wie ja auch schon das beiliegende Adapterkabel (wir erinnern uns: Stereo-Miniklinke auf 2x Mono-Miniklinke) verrät. Zwar kann ich meine Djay2-App auf Split-Output umstellen, erhalte dann aber eben nur je eine Mono-Spur pro Plattenteller. Ist ja eine ganz nette Spielerei, aber sicher nicht das „spannende Feature für alle digitalen DJs, die mit ihrer DJ-App ihr Setup erweitern wollen“, wie es Reloop auf seiner Produktseite anpreist. Denn – digital, aber mono – das ist nicht wirklich spannend.

RMX-22i mit iPad: Kann man machen. Muss man aber nicht.

RMX-22i mit iPad: Kann man machen. Muss man aber nicht.

„Aber der Mic/Aux-Kanal zeigt doch auch eine iPad-Markierung im Signal-Eingangsschalter“ – erinnert sich jetzt vielleicht so mancher. Richtig – darüber kann ich dann entweder die beiden Mono-Kanäle gleichzeitig schicken, also das Vorhör- und das Mastersignal. Oder ich deaktiviere den Split-Cue in der App und erhalte wieder die Stereosumme aus dem iPad – kann dann aber nicht mehr die Kanalfader und andere Nützlichkeiten nutzen, sondern nur noch die Regler des Aux-Kanals.

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