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Test: Reloop RP-7000MK2, DJ-Plattenspieler


Nach dem Guten folgt der Bessere?

Eigentlich hätte ich mich damals fast entschuldigen müssen. Acht Seiten Testbericht über einen, eigentlich zwei, naja, sagen wir eineinhalb Plattenspieler zu schreiben, war selbst für mich im Nachhinein irgendwie verwunderlich. Aber so war es eben, der Reloop RP-7000 und der RP-8000 haben im Test nun einmal Eindruck hinterlassen und der Test so wie die Unterschiede bedurften einiger Worte.
Auch wenn sich der RP-8000 dabei zum Beispiel nicht wirklich durchgesetzt hat, muss man doch sagen, haben die seitlich verbauten MIDI-Einheiten gezeigt, dass da wohlüberlegt entwickelt wurde und eigentlich waren die auch wirklich fett. Der RP-7000 dagegen war die klassische Version, die damals aber auch schon gerade für den Hausgebrauch eine sehr gute Alternative zu einem Technics darstellte. Viele werden das vielleicht nicht hören wollen, aber der Test von damals erklärt umfangreich genug, warum das so ist. Gern noch einmal nachlesen, hier der Link: Test Reloop RP-7000 / RP-8000.
Derweil, gut drei Jahre später, hat Reloop nachgelegt und dem RP-7000 ein Update verpasst. Der Reloop RP-7000MK2 ist dabei nicht nur Facelift, sondern auch technische Überarbeitung.

Ein erster Blick: Reloop RP-7000 MK2 Silver

Ein erster Blick: Reloop RP-7000 MK2 Silver

Während beide Modelle nach wie vor in den Top Ten der Plattenspieler-Charts bei uns stehen, wird es natürlich interessant, welche Unterschiede sich genau finden lassen und ob sich das Update lohnt.

Sicherlich wird der Vorgänger vom Markt der Neugeräte nun verschwinden, die gute Information aber ist, dass der Preis mit dem die MK2-Version in den Markt startet, nicht höher als der des Vorgängers ist.

Reloop RP-7000MK2 – ein erster Blick

Bevor das eigene Testgerät ausgepackt wird, eine erste Info. Es gibt zwei Versionen des RP-7000MK2. Technisch unterscheiden sich diese nicht, der Unterschied liegt tatsächlich alleinig in der Oberfläche. Silver und Black, so wird es angekündigt in der Bezeichnung, classic silver und deep black metallic hat man auch gehört zu den beiden Modellen. Nun, Namen für Farben sind Schall und Rauch, die Bilder aber zeigen, dass man die Oberfläche ein wenig verändert hat. Sowohl das erhältliche Silber auch das Schwarz haben mehr Glanz, so zumindest mein Eindruck.

Zum Testen landete ein Reloop RP-7000MK2 in Silber bei mir auf dem Tisch und den habe ich einmal ausgepackt. Ich würde auch sagen „zusammengebaut“, aber in der Tat kommt der RP-7000MK2 in eigentlich nur drei notwendigen Teilen plus Kabel.
Die notwendigen Teile sind der Plattenteller, Tonarmgewicht und die Nadelbeleuchtung. Gut, Slipmat noch, sind es vier. Das alles wird wohlverpackt mitgeliefert und bedarf keiner Erläuterung für den Zusammenbau.
Sicherlich steht eine in der Bedienungsanleitung, aber das schafft jeder selbst.

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    Franz Walsch AHU

    Richtig gut finde ich den »Phono-Vorverstärker« zu umgehen. So sind die Verbauten oft von schlechter Klangqualität und ziehen so gute Geräte runter. Auch das gute Kabel beiliegen finde ich auch sehr angenehm. Allerdings bedarf es in punkto Verarbeitung noch eines Updates.
    Der Kragen des »Power On-Off« sah auf dem Photo angefressen aus!
    Das mit dem System finde ich nicht so tragisch, denn auch hier wird oft bei beigelegten Systemen gespart und jeder DJ hat ja »Sein« System.

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      Bolle RED

      Angefressen? Das kann ich nicht bestätigen.
      Das mit dem System ist per se ein schlauer Zug, denn wie du schon sagst, jeder hat seinen eigenen Wunsch. Meine Kritik richtete sich dabei dahingehend, dass auf allen Fotos mit einem System „geworben“ wird, welches nicht zum Produkt gehört, da es nicht mitgeliefert wird.

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        Franz Walsch AHU

        Das mit Verpackung und Inhalt passiert nicht nur bei diesem Modell. Ich kenne das von Photogeräten etc, bis zur CornFlakes Mogelpackung die ein gutes Drittel größer ist als der Inhalt. Schön wäre ein großer Aufkleber auf der Verpackung »Bild entspricht nicht dem Inhalt!«. Ein Fall für den Verbraucherschutz. Aus dem Grund sehe ich gerne vor jedem Kauf »Unboxing Videos«, da sieht man was tatsächlich dabei ist. Auch hilft hier die eindeutige Beschreibung von »T« weiter. So hatte ich in den letzten Jahren kein langes Gesicht beim Auspacken;)).

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    swellkoerper ••••

    Danke für den super fundierten Test! Ist meine Annahme richtig, dass auch dieses Mal keine Abdeckhaube dabei ist? Und ist das Silber so „richtig“ silber oder mit einem Hauch Titan oder Champagner drin wie früher bei HiFi-Bausteinen? Die Bilder sind nicht ganz eindeutig – wie ist denn Verarbeitung der unteren Gehäusehälfte? Auf manchen Bildern sieht alles perfekt gerade aus, auf manchen verzogen. Man könnte evtl. noch anmerken, dass bei Nutzung des Line-Ausgangs kein Auslaufen möglich ist, d.h. beim Abschalten des drehenden Plattenspielers das Signal sofort abbricht (so hab ich`s zumindest beim MK1 gelesen). Gruss

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      Bolle RED

      Das Silber ist so richtig silber mit leichtem Glanz. Nicht in Richtung Champagner, aber auch nicht so rein wie bei einem 1200er ;) Schöner ist es aber, da es nicht so rein wirkt, sondern ein wenig edler.
      Die Gehäuse-Unterseite hatte bei meinem Modell keine Auffälligkeiten bis auf ein paar kleine Klebeüberreste, die leicht abzureiben waren.

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    Marco Korda

    Hallo Bolle,
    ein sehr gelungener Testbericht wie ich finde. Eine Sache habe ich nur nicht ganz verstanden: Warum nur 2 Sterne? Ich finde es zwar gut, wenn man nicht pauschal mit den drei Sternen winkt, aber aus deinem Bericht ist mir der Abzug jetzt nicht ganz deutlich geworden. Kannst Du noch mal deinen Eindruck vermitteln, warum es diesen signifikanten Abzug gab? Danke im Voraus

    • Profilbild
      Bolle RED

      Hi Marco. Eine zugegeben gute Frage. Das Problem ist in dem Fall tatsächlich irgendwie das Verhältnis.
      Was ist ein sehr guter Plattenspieler? Ein 1210er ist ein sehr guter Plattenspieler, da mögen mir sicherlich alle zustimmen. Der mag heute nicht mehr, vom Neuen abgesehen, die Oberliga in der Motorkraft sein, aber hinsichtlich Qualität, Verarbeitung und gerade hinsichtlich Langlebigkeit hat er allen OEM-Modellen die Nase sehr weit vorraus. Und vor allem, das hat er bereits bewiesen. Noch heute ist er der Club-Standard und auch der Pioneer PLX, der den Rang ablaufen wollte, ist heute aus vielen Clubs wieder verschwunden, denn obwohl er gut läuft, hält er dem Klub-Alltag qualitativ nicht so stand wie ein Technics.
      Nun ist die Frage: Ranke ich einen Reloop RP-7000MK2, der ohne Frage ein guter und preislich fairer Plattenspieler ist, gleich dem Technics? Das kann ich nicht tun.

      Nun muss ich zugeben, dass auch Best Buy für den 1210 MK5 nicht mehr zeitgemäß ist und habe nun einmal schnell die Charts überarbeitet.
      Man muss dabei immer im Hinterkopf behalten: Befriedigend ist nicht schlecht, aber sehr gut muss schon aus der Masse herausstechen. Ein befriedigend ist also mehr Wert, als viele denken, ein sehr gut aber schneller vergeben, als es sein sollte.

  4. Profilbild
    Bloom

    Danke für den guten Bericht. Das hat mit meine Entscheidung dafür erleichtert. Ich suche schon seit langem einen nicht zu teuren TT zur Nutzung daheim mit VirtualDJ. Scheint ich bin nun fündig geworden.
    Danke :-)

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Reloop RP-7000MK2

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