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Test: RME ADI-2 Pro, AD/DA-Wandler


Die neue Wandler-Referenz?

Der in der Studioszene bekannte deutsche Hersteller hochwertiger Computer- und Pro-Audio-Technik, RME Audio aus Haimhausen, ist seit 1996 aktiv. Zum 20-jährigen Bestehen des Unternehmens hat man sich etwas Besonderes ausgedacht und einen neuen Wandler mit Referenzanspruch auf den Markt gebracht – den RME ADI-2 Pro. Im Vergleich zum derzeit noch verfügbaren Vorgänger ADI-2 verfügt das neu konzipierte und knapp dreimal so teure Gerät über eine ganze Reihe von Verbesserungen und Innovationen.

Seine Eigenschaften dürften es neben der Kernzielgruppe im professionellen Studioumfeld auch für anspruchsvolle Hi-Fi-Enthusiasten interessant machen. Aber jetzt mal der Reihe nach.

Überblick

Der RME ADI-2 Pro kann sowohl als USB-Audiointerface an PC und Mac als auch als komplett eigenständiger Wandler („Standalone“) eingesetzt werden. Ein hoch aufgelöstes Farbdisplay auf der Vorderseite ermöglicht dabei eine komfortable Steuerung aller Funktionen. Die über den Computer vornehmbaren Einstellungen beschränken sich dagegen auf elementare Dinge wie Samplerate und Buffer, verwendet wird der MADIface Treiber. Bekannte und beliebte RME Softwaretools wie Totalmix, Digicheck etc. lassen sich mit dem ADI-2 Pro allein daher nicht verwenden.

Außerdem bietet er einen 2-kanaligen AD- (Analog-Digital) Wandler, 4 Kanäle DA- (Digital-Analog) Wandlung mit 24 Bit, interne 32 Bit Genauigkeit, Samplefrequenzen bis zu 768 kHz, DSD- und USB-Funktionalität, zwei Kopfhörerverstärker mit hoher Leistung sowie Formatwandlung.

Lieferumfang

Im Karton sind neben dem Gerät ein recht kompaktes, weltweit einsetzbares externes Schaltnetzteil mit verriegelbarem Stecker und Netzkabel, ein umfangreiches Handbuch im Ringbuchformat in deutscher und englischer Sprache, eine Schnellanleitung und ein DB-9 Adapter für die digitalen Ein- und Ausgänge.

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    undertheecho

    Hallo Gregor,

    Danke für diesen Bericht. Ich war bis vor einer Weile selber auf der Suche nach einem geeigneten Wandler (DAC) für meine Bedürfnisse. Dabei helfen dann Testberichte und natürlich das Ausprobieren daheim (in einem akustisch optimierter Raum) sehr. Der Grund warum ich mich gegen dieses Gerät entschieden habe, war der Sound und die Featuredichte. Generell sollte man von einem Wandler keine Wunder erwarten, aber im Vergleich zum Crane Song Solaris waren für mich Unterschiede nach längeren Sessions zu hören. Insbesondere die Bässe und tiefen Mitten waren deutlicher zu hören. Hinzu kommt noch die einfache Bedienung des Solaris. Mir ist bewusst, dass der Vergleich etwas hinkt, da der Solaris ein reiner DAC ist. Für mich ist jedoch die die separate Wahl von ADC und DAC auch ein Mittel zur Klangformung.

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    psv-ddv ••••

    Der Titel des Berichts scheint mir doch ein paar Schubläden zu hoch gegriffen.
    Ich habe von RME noch nie einen AD oder DA Wandler gehört, dessen Klang über gutes Mittelmass hinausreichte.
    Was genau macht dieser hier technisch anders? Das billige, externe Schaltnetzteil?
    Für die Einbindung in eine professionelle Digitalumgebung mit Haustakt fehlt mir ein Wordclock Anschluss oder habe ich da was überlesen?
    Das Netzteil ist nicht geerdet, sowas kann in einem Studio mit Erdungskonzept zu Problemen führen wenn die galvanische Trennung aller I/Os nicht 100% korrekt ausgeführt ist. Wurde das getestet?
    Den Preis finde ich dann doch ganz schön happig, trotz schickem buntem Display.

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      Llisa

      Kann mich da nur anschließen…
      ein „Pro“ ohne Wordclock und mit externem Schaltnetzteil ?

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        clamp the crab

        „Auch der ADI-2 Pro verfügt über die bekannte SteadyClock Technologie zur problemlosen Synchronisation und Jitter-Unterdrückung.“ Lesen?

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          Llisa

          (Etwas harsch… natürlich habe ich das gelesen)
          SteadyClock kann man ja wohl nicht als Ersatz für einen Wordclock Eingang bezeichnen.
          Natürlich funktioniert das aber vielleicht gibt es manche die eine externe Clock benutzen möchten (und dafür gibt es mehr als einen guten Grund). Man kann auch ein ganzes Studio (digital) asynchron betreiben aber viele möchten das halt nicht.
          Es gibt durchaus Clockinglösungen die besser sind.
          Und ein (nicht geerdetes) Steckernetzteil und diese dämlichen Adapter…

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          psv-ddv ••••

          @crab: „Lesen?“ Wohl eher Wissen. Das Eine (Word Clock Anschuss) ist eine Schnittstelle die in professionellen Digital Umgebungen unabdingbar ist. Das Andere („Steady Clock“) ist ist ein Marketing Name für die bekanntermassen problematische PLL Implementierung von RME. Also eine Technologie die den internen Takt auf externe Takte anpasst bzw. nachregelt. So etwas hat jeder externe Wandler mit Digitalschnittstellen. Daher macht Dein Kommentar leider keinen Sinn.

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    amazonaman AHU

    768 MHz Sample Frequenzen, darauf hat die Menschheit gewartet. Ich finde es ja schon super, aber ich hätte gerne 1578 MHz gehabt, damit die Auflösung in den mittleren Frequenzen und natürlich in den Höhen und Tiefen noch etwas besser kommt. Gerade in Mp3 Zeiten zeigt sich, dass man bei dem Megahertz Zahlen nicht sparen darf! Bei dieser Schwundelerregenden MHz Anzahl schaut mich auch schon mal meine Mikrowelle aus der Küche ganz neidisch an. Alles Schwachsinn?

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        amazonaman AHU

        Okay hab ich gelesen, jedoch steht dort noch folgendes :

        Die im DSD-Format zu speichernden Datenmengen sind grundsätzlich größer als beim üblicherweise verwendeten PCM-Format, was jedoch nicht zwangsläufig zu wahrnehmbaren Klangverbesserungen führt. Es existiert bisher kein praktischer Nachweis, dass die von Entwicklern und Anwendern behauptete Klangverbesserung von DSD gegenüber PCM tatsächlich existiert.

        Und das hat mich dann trotzdem wieder amüsiert.

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          Markus Schroeder RED

          Für Doktoren die Flohusten kurieren und Beamte die statistische Modelle zur Graswachslärmbelastung aufstellen sicher das perfekte Format. ;)

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      MichBeck

      Für Klangforscher können 768 kHz schon interessant sein, wenn man Aufnahmen um das 10 fache downpitchen oder verlangsamen, und immer noch ein gutes Frequenzbild haben möchte. Field-Recording halt. Vielleicht daher auch die kompakten Maße … 😜

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    Franz Walsch AHU

    Zweifellos ein gutes Gerät. Aber der Formfaktor bedarf einer Erklärung.
    Das Gerät ist portabel, aber wer trägt seinen Wandler herum?
    Mir ist niemand bekannt und ich würde es auch nicht tun.
    Außerdem wäre dann ein Koffer für alle Komponenten ein muß.
    Beim Babyface hat es RME auch nicht hinbekommen, es gehen nicht alle Komponenten in das Case.
    Besser wäre ein 19“ Gerät. Dort wäre dann auch Platz für das Netzteil, alle Anschlüsse und genug Fläche für passive Kühlung.

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    tubeheat

    Was die Klangqualität anbelangt kann man mit dem ADI-2 Pro mehr als zufrieden sein.
    Im Übrigen bin ich der Meinung, dass man sich Produkte erstmal genauer anhören sollte, bevor man sie pauschal aburteilt.
    Der ADI-2 Pro schlägt sich beispielsweise sehr gut im Vergleich zur Accuphase E-600 / B&W 803 D3 Kombination eines Freundes mit DAC-40 als D/A Wandler. Den ADI-2 Pro fand ich tendenziell sogar ein bisschen besser.
    Auch das UFX+ hat bereits sehr gute D/A Wandler und Kopfhörer Verstärker. Getestet mit Geithain RL906D als Nahfeld Monitor und Audeze LCD-X / LCD-3.
    Die dynamische Loudness Konfiguration für Kopfhörer ist einfach klasse. Oder auch der 5-Band PEQ, mit dem man den Klang von Kopfhörern auch noch nachträglich aufwerten kann, so wie das auch Bob Katz mit seinem Stax gemacht hat, siehe sein Blog auf Innerfidelity: https://www.innerfidelity.com/content/katzs-corner-great-headphone-shootout-part-3. Das was er mit seinem EQ in der DAW geregelt hat, kann man auch gut mit dem 5-band PEQ des ADI-2 Pro hinbekommen.
    Was die „Feature Dichte“ anbelangt: man muss ja nicht alle Features gleichzeitig nutzen. Schlecht wäre, wenn etwas fehlen würde.
    Doch diesbezüglich ist der ADI-2 Pro einfach nur innovativ und sehr gut gemacht. Ich persönlich möchte die Features des ADI-2 Pro auch nicht mehr missen.
    Die Synchronisation über Steadyclock zum UFX+ ist m.E. ausreichend. Der ADI-2 Pro selbst unterstützt übrigens die letzte Steadyclock III Implementierung. Ob „Referenzklasse“ unabdingbar WC erfordert .. vielen wird es so einfach reichen.

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      psv-ddv ••••

      Wie bereits oben geschrieben ist „Steadyclock“ keine Schnittstelle und ersetzt daher WC nicht. Niemand hat geschrieben ein WC Anschluss wäre für Referenzwandler zwingend. Wohl aber für „Pro“-fessionelle Wandler. Ob das Teil ein guter Kopfhörerverstärker ist, ist mir bei einem Wandler erstmal nicht wichtig. Wenn er nicht gut wandelt bringt mir der eingebaute KHV auch nicht viel. Wenn dich wirklich interessiert wie so eine RME Schachtel klanglich einzuordnen ist, solltest Du einfach mal einen Vergleich mit professionellen Referenzwandlern machen (Prismsound Dream, Lavry Gold, Merging, DAD, Pacific Microsonics, Meitner). Frag mal Bob Katz…

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        clamp the crab

        Lavry Gold… Wenn man deiner Logik folgt und sich über eine Namensgebung nicht mehr einkriegt… Dann ist Lavry Gold der Beschiss vor dem Herren. Nun gut. Du kennst Bob Katz anscheinend in Person und kannst ihn fragen… mir hat er immer noch nicht geantwortet. Vielleicht war meine Frage ja auch fies. Habe ihn gefragt warum er es besser weiß als die Audiogeeks von z.B. Kraftwerk oder Depech Mode. immerhin hat ein sehr objektiv schreibender User gesagt er wüsste es besser. Man muss halt immer ein 7.500 € Interface mit einem 1.500 € vergleichen. Sehr wichtig. Damit man ein Maß hat…

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          psv-ddv ••••

          Was ist denn am Lavry Gold Beschiss, wenn man den Namen ernst nimmt? Die Frontplatte ist mit echtem Gold beschichtet. Ganz so clever war Dein Kommentar dann wohl doch nicht. Können wir jetzt das Niveau bitte wieder etwas anheben?
          Die Erwähnung von Bob Katz bezog sich auf den Kommentar von tubeheat. Deine Frage an Ihn macht leider keinen Sinn, daher kam wohl auch keine Antwort. Weder Kraftwerk noch Depeche Mode haben klanglich besonders gute Alben abgeliefert (ich meine nicht die Musik oder die Instrumentalklänge, sondern den Klang der Alben) und trotzdem immer schon Mastering Experten wie Mr.Katz bemüht.
          „Referenz“ beschreibt nunmal das marktübliche Optimum und solange sich das eher Richtung 10k€ als 1k€ befindet wird man mit hochpreisigen Wandlern vergleichen müssen, wenn man über Referenzwandler schreibt. Ganz einfach. Ich empfehle: Erst Hören, dann kommentieren.

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    tubeheat

    @Gregor: vielen Dank für Deine interessante Review. Mir ist aufgefallen, dass sich auf Seite 1 ein Fehlerteufelchen eingeschlichen hat. Der ADI-2 Pro unterstützt sehr wohl DIGICheck (Windows + MacOS X). Somit steht u.a. auch Global Record zur Verfügung. Wäre nett, wenn Du das noch berichtigen könntest, dankeschön.

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    Stephan M. RED

    Sicher haben solche Produkte vereinzelnd Vorteile, vor Allem im professionellen Umfeld. Nur wer seine Ergebnisse letztendlich in iTunes vermarktet oder auf CD, sollte immer bedenken, dass all diese Vorteile im Endprodukt dahin sind. Ich habe auch schon viel mit Elektronik experimentiert und würde von mir behaupten, auch mitunter Gras wachsen zu hören. Aber ich habe auch die eigenen Illusionen kennen gelernt, denen ich unterlag. Ich würde heutzutage für Elektronik und erst recht einen Wandler im HiFi-Segment nicht mehr als 500 Euro ausgeben, weil sich das schlichtweg nicht lohnt und bestenfalls für die Emotionen gut ist. Damit meine ich nicht, dass man nicht im ausschweifenden Direktvergleich über Wochen Unterschiede hören kann. Ist nur die Frage, wie essenziell diese sind und ob mir diese auffallen würden, wenn ich einen A-B-Vergleich mit einem Monat Urlaub dazwischen mache. Sprich ich höre mit Wandler A, fahre weg, komme wieder und höre mit Wander B. Unterschiede sind mit Schallwandlern überdeutlich hörbar, mit Elektronik hingegen kaum. Und es bleibt polarisierend, man vermarktet Bluetooth mit aptX als CD-Qualität und diskutiert dann über Klangunterschiede bei Wandlern jenseits des Durchschnittseinkommens. ;) Ich bin da klar für den Mittelweg. Wenn die Hardware Geld einbringt, sieht es natürlich noch etwas anders aus.

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      tubeheat

      Hol Dir einfach was Anständiges. Sowohl was HW als auch Content anbelangt. Und dann macht solch ein Wandler auch wieder Sinn.

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    0x2102

    @Gregor Scherer: schoenes Review des ADI-2 Pro

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    Mein Kommentar zu den Kommentaren:

    Wie heißt es so schön:

    Ein Ahnungsloser kann in 5 Minuten mehr Unfug behaupten, als 10 Gelehrte in ihrem Leben widerlegen könnten.

    WorldClock Klang
    Wandler Klang
    Schaltnetzteilklang
    RME Schachtel Klang
    Bob Katz

    und dann die Empfehlung man solle doch bitte selber hoeren.

    herrlich ;-)

    Btw, ich nutze selbe ein RME ADI-2 Pro.

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RME ADI-2 Pro

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