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Test: RME ADI-2 Pro, AD/DA-Wandler

14. August 2017

Die neue Wandler-Referenz?

Der in der Studioszene bekannte deutsche Hersteller hochwertiger Computer- und Pro-Audio-Technik, RME Audio aus Haimhausen, ist seit 1996 aktiv. Zum 20-jährigen Bestehen des Unternehmens hat man sich etwas Besonderes ausgedacht und einen neuen Wandler mit Referenzanspruch auf den Markt gebracht – den RME ADI-2 Pro. Im Vergleich zum derzeit noch verfügbaren Vorgänger ADI-2 verfügt das neu konzipierte und knapp dreimal so teure Gerät über eine ganze Reihe von Verbesserungen und Innovationen.

Seine Eigenschaften dürften es neben der Kernzielgruppe im professionellen Studioumfeld auch für anspruchsvolle Hi-Fi-Enthusiasten interessant machen. Aber jetzt mal der Reihe nach.

Überblick

Der RME ADI-2 Pro kann sowohl als USB-Audiointerface an PC und Mac als auch als komplett eigenständiger Wandler („Standalone“) eingesetzt werden. Ein hoch aufgelöstes Farbdisplay auf der Vorderseite ermöglicht dabei eine komfortable Steuerung aller Funktionen. Die über den Computer vornehmbaren Einstellungen beschränken sich dagegen auf elementare Dinge wie Samplerate und Buffer, verwendet wird der MADIface Treiber. Bekannte und beliebte RME Softwaretools wie Totalmix, Digicheck etc. lassen sich mit dem ADI-2 Pro allein daher nicht verwenden.

Außerdem bietet er einen 2-kanaligen AD- (Analog-Digital) Wandler, 4 Kanäle DA- (Digital-Analog) Wandlung mit 24 Bit, interne 32 Bit Genauigkeit, Samplefrequenzen bis zu 768 kHz, DSD- und USB-Funktionalität, zwei Kopfhörerverstärker mit hoher Leistung sowie Formatwandlung.

Lieferumfang

Im Karton sind neben dem Gerät ein recht kompaktes, weltweit einsetzbares externes Schaltnetzteil mit verriegelbarem Stecker und Netzkabel, ein umfangreiches Handbuch im Ringbuchformat in deutscher und englischer Sprache, eine Schnellanleitung und ein DB-9 Adapter für die digitalen Ein- und Ausgänge.

Erster Kontakt

Das weniger als eine Rackbreite und ca. 1 HE hohe Gerät wirkt hochwertig verarbeitet und mit seiner stimmungsvoll ausgewogenen Farbgebung und Beleuchtung nach dem Einschalten futuristisch edel.

Die gesamte Bedienung erfolgt über einen großen und zwei kleine Drehschalter, jeweils mit integriertem Druckknopf, sowie über vier Drucktaster.

Bei längerer Betriebsdauer wird der RME ADI-2 Pro zwar recht warm, aber nie wirklich heiß.

Anschlüsse

Auf der Rückseite finden sich der Netzteilanschluss, eine USB 2.0 Buchse, optischer Digital-Ein- und Ausgang sowie symmetrische analoge Ausgänge im XLR-Format und unsymmetrische 6,3 mm Klinkenbuchsen. Die analogen Eingänge sind symmetrisch und als kombinierte XLR- und Klinkenbuchsen ausgeführt. Über einen DB-9-Anschluss gelangen per mitgeliefertem Adapter auch digitale Signale über symmetrische XLR-Verbindungen (AES/EBU) sowie unsymmetrisch über Cinch-Verbinder (S/PDIF) hinein und hinaus.

Update

Über den USB-Eingang lässt sich die Firmware auf den neuesten Stand bringen. Während der Testzeit erschien dann auch ein umfangreiches Update zur Erweiterung der Funktionalität und Verbesserung der Bedienung des Geräts. Die neue Firmware war fix übertragen und der RME ADI-2 Pro nach einem Aus- und Einschalten sofort wieder einsetzbar.

Bedienung

Die vielleicht zunächst etwas ungewohnte Steuerung über kombinierte Drehknöpfe und Drucktaster stellt sich nach kurzer Zeit als clever und effektiv heraus. Auf dem hoch aufgelösten und von allen Seiten gut ablesbaren IPS-Display findet man sich leicht zurecht. Es ist dabei hell genug für angenehme Lesbarkeit, ohne jedoch in der Studio- oder Hi-Fi-Umgebung zu stören.

Ein zusätzlicher passiver oder aktiver Monitor-Controller wird überflüssig, weil der ADI-2 Pro für die Ausgänge über eine ausgeklügelte Lautstärkeregelung verfügt, die über den großen Drehencoder gut zugänglich ist. Drückt man auf diesen, wird auf den anderen Stereoausgang gewechselt. Zwischen – 96 dB und +6 lässt sich die Lautstärke komfortabel regeln.

Pegel

Vier Referenzpegel sind sowohl für die Ein- als auch für die Ausgänge verfügbar: +4 dBu, +13 dBu, +19 dBu, +24 dBu, jeweils bezogen auf digitalen Vollpegel (0 dBFS). Die Umschaltung erfolgt über Relais.

Eine der vielen intelligenten Eigenschaften ist die bei Bedarf zuschaltbare Funktion „Auto Ref Pegel“ des AD-Wandlers: Kommt es zu einer Übersteuerung, schaltet der Wandler dann automatisch auf einen höheren Referenzpegel.

Wandler

Subjektiv ist der Klangeindruck großartig: Neutral, detailreich, ohne anstrengend zu wirken, sehr gute Räumlichkeit und Tiefe, knackige Bässe und feine Höhen. Mit Sicherheit einer der besten Sigma-Delta-DACS, die ich bislang gehört habe. Auch der AD-Wandler überzeugt.

Filter

Ansonsten eigentlich nur High-End Hi-Fi-Wandlern vorbehalten ist die Möglichkeit der Wahl der Rekonstruktionsfilter der Wandler. Letztere haben einen nicht zu unterschätzenden klangrelevanten Einfluss auf den Frequenz- und Phasengang sowie die Impulsdarstellung des Signals. Je niedriger die Samplerate, desto hörbarer werden die Unterschiede. Bei 44,1 kHz Samplerate liegt die maximal darstellbare Frequenz bei etwas unter 22,5 kHz, also nur noch ein paar Kiloherz vom Hörbereich des menschlichen Ohrs entfernt.

Filter in Wandlern sind immer ein Kompromiss aus Rechenleistung, Latenz (Verzögerung), Aliasing (digitalen Störgeräuschen) und Frequenz- sowie Impulswiedergabe.

Im RME ADI-2 Pro wird ein Teil der beträchtlichen Rechenleistung für die Filter verwendet. Für den AD-Wandler gibt 4 Filtertypen, für die DA-Wandler sogar 5.

Grob gesagt gilt, dass je schneller das Filter arbeitet (je kürzer also die Latenz ist), und je linearer der Frequenzgang, desto schlechter wird die Impulstreue, also das zeitliche Verhalten des Filters.

Auf meinen für Impulsdarstellung optimierten Monitorpaaren kamen die Filter mit der saubereren Impulswiedergabe klar besser weg. Die Unterschiede in der Definition des Signals waren deutlich, mehr Klarheit trotz objektiv weniger Höhenwiedergabe. Am offensten klingt dabei der beinahe radikale NOS-Filter, nach einer Weile allerdings auch etwas anstrengend im Höhenbereich.

Beim Filter die Wahl zu haben, ist in jedem Fall ein großer Gewinn.

Messungen

Beim Frequenzgang gibt es wie bereits erörtert eine gewisse Abhängigkeit vom gewähltem Filtertyp. Bei dem von mir nach längerem Hören bevorzugten „Slow“-Filter zeigt sich in der Messung der bereits erwähnte und praktisch vernachlässigbare leichte Höhenabfall, ein sehr sauberes, fast perfektes Phasenverhalten und ein ebenfalls nahezu perfektes Impulsverhalten.

Harmonische Verzerrungen eines AD-DA Round-Trip bewegen sich beim ADI-2 Pro im unhörbar niedrigen Bereich.

Auch Dynamikumfang und Störabstand sind hervorragend, das Grundrauschen ist kaum auszumachen:

Fest steht: Der RME ADI-2 Pro zählt messtechnisch zur Referenzklasse.

Kopfhörerverstärker

Der ADI-2 Pro verfügt über zwei Kopfhörerausgänge, die auf Wunsch auch als ein symmetrischer Kopfhörerverstärker im sog. „Advanced Balance Mode“ arbeiten können. Die Kopfhörerverstärker haben dank der optional zuschaltbaren „High Power“-Einstellung mehr Leistung, als man vernünftigerweise abrufen sollte. Ausgang PH 1/2 verwendet den selben Wandler wie der hintere Lineausgang. PH 3/4 verwendet den zweiten DAC, weshalb dieser auch als weiterer (aber lediglich unsymmetrischer) Line-Ausgang genutzt werden kann.

Umfangreiche Schutzschaltungen und Sensorkontakte sorgen für Sicherheit und Komfort. Das ist praktisch und sinnvoll, so schaltet z.B. der Verstärker nach dem Einstecken des Kopfhörers erst herunter und dann langsam wieder hoch, damit bei übertrieben eingestellter Lautstärke reagiert werden kann, bevor einem die Kopfhörer und im schlimmsten Fall auch die Ohren um dieselben fliegen.

Crossfeed ist eine clevere Funktion, um das Hören über Kopfhörer realistischer erscheinen zu lassen. Dabei werden leicht zeitversetzt Signale des jeweils anderen Kanals eingespeist. Natürlich gibt es auch hier verschiedene Varianten.

Klanglich spiegelt der Kopfhörerverstärker die Einschätzungen zu den Wandlern wieder – neutral, druckvoll, detailliert. Hervorragend und ohne Bedenken für Mastering – Anwendungen geeignet.

Weitere Funktionen

Bei der Vielzahl der Features des RME ADI-2 Pro kann man leicht den Überblick verlieren. Er verfügt über hochwertige Echtzeit Sample-Rate-Conversion. Es gibt einen Analyzer, der auf dem Display ähnlich wie die bekannte Totalyzer-Software einen realistischen Überblick über die Frequenzverhältnisse gestattet. Eine variable Bass-Höhenregelung (Bass/Treble) erlaubt schnelle Anpassungen an unterschiedliche Gegebenheiten. Phase erlaubt das Drehen der Phase um 180 Grad.

Die aus Verstärkern für Hi-Fi Anlagen oder Autoradios bekannte Loudness-Funktion wurde ebenfalls im ADI-2 Pro implementiert und ist überdies umfangreich konfigurierbar. Dabei werden bei leisem Pegel Bass- und Höhen angehoben, weil das menschliche Ohr in diesen Frequenzbereichen eine geringere Empfindlichkeit besitzt.

Der Einsatz von Equalizern zur Korrektur des Frequenzgangs von Raum oder Lautsprechern ist nicht unumstritten. In manchen Fällen ist es aber unumgänglich. Der ADI-2 Pro bietet hier komfortable fünf parametrisierte Bänder mit diversen Einstellmöglichkeiten.

Phase, Bass/Treble, Loudness und Equalizer stehen übrigens separat und jeweils für 6 Kanäle gleichzeitig zur Verfügung. Erst ab Sampleraten von 352,8 kHz und höher reduziert sich diese Anzahl.

Auch der ADI-2 Pro verfügt über die bekannte SteadyClock Technologie zur problemlosen Synchronisation und Jitter-Unterdrückung.

DSD

Insbesondere für die Hi-Fi-Fraktion gibt es eine komplette Unterstützung für das sperrige DSD-Format, auch als „DSD direct“ ganz ohne Zwischenwandlung ins PCM-Format, mit verschiedenen Tiefpassfiltern und bis zu 768 kHz Samplefrequenz.

Mittlerweile existiert auch Software, die ein Abspielen und sogar Aufnehmen ermöglicht. Ausprobieren konnte ich es im Rahmen dieses Testberichts allerdings nicht.

Fazit

Der RME ADI-2 Pro ist ein Ingenieurstraum. Er kann wirklich nahezu alles und das meiste davon gut bis sehr gut. Wer alle Funktionen kennenlernen und ausreizen möchte, muss sich das ausgezeichnete Handbuch mit über 90 Seiten zu Gemüte führen. Trotz der hohen Funktionsdichte ist die Bedienbarkeit übrigens problemlos gewährleistet.

Wer ein Gerät benötigt, das hervorragend klingt und sehr gut durchdacht ist, Messwerte bietet, die es selbst als Messgerät prädestinieren (ebenfalls im Handbuch) und darüber hinaus fast unendliche Möglichkeiten, sollte sich den ADI-2 Pro näher ansehen. Billig ist er nicht, dafür bekommt man aber sehr viel geboten.

Plus

  • Klang
  • Messwerte
  • Verarbeitung
  • Features
  • Sicherheits- und Komfortfunktionen

Minus

  • -

Preis

  • Ladenpreis: 1.599,- Euro
Forum
  1. Profilbild
    undertheecho

    Hallo Gregor,

    Danke für diesen Bericht. Ich war bis vor einer Weile selber auf der Suche nach einem geeigneten Wandler (DAC) für meine Bedürfnisse. Dabei helfen dann Testberichte und natürlich das Ausprobieren daheim (in einem akustisch optimierter Raum) sehr. Der Grund warum ich mich gegen dieses Gerät entschieden habe, war der Sound und die Featuredichte. Generell sollte man von einem Wandler keine Wunder erwarten, aber im Vergleich zum Crane Song Solaris waren für mich Unterschiede nach längeren Sessions zu hören. Insbesondere die Bässe und tiefen Mitten waren deutlicher zu hören. Hinzu kommt noch die einfache Bedienung des Solaris. Mir ist bewusst, dass der Vergleich etwas hinkt, da der Solaris ein reiner DAC ist. Für mich ist jedoch die die separate Wahl von ADC und DAC auch ein Mittel zur Klangformung.

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    psv-ddv  AHU

    Der Titel des Berichts scheint mir doch ein paar Schubläden zu hoch gegriffen.
    Ich habe von RME noch nie einen AD oder DA Wandler gehört, dessen Klang über gutes Mittelmass hinausreichte.
    Was genau macht dieser hier technisch anders? Das billige, externe Schaltnetzteil?
    Für die Einbindung in eine professionelle Digitalumgebung mit Haustakt fehlt mir ein Wordclock Anschluss oder habe ich da was überlesen?
    Das Netzteil ist nicht geerdet, sowas kann in einem Studio mit Erdungskonzept zu Problemen führen wenn die galvanische Trennung aller I/Os nicht 100% korrekt ausgeführt ist. Wurde das getestet?
    Den Preis finde ich dann doch ganz schön happig, trotz schickem buntem Display.

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      Llisa  

      Kann mich da nur anschließen…
      ein „Pro“ ohne Wordclock und mit externem Schaltnetzteil ?

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        clamp the crab

        „Auch der ADI-2 Pro verfügt über die bekannte SteadyClock Technologie zur problemlosen Synchronisation und Jitter-Unterdrückung.“ Lesen?

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          Llisa  

          (Etwas harsch… natürlich habe ich das gelesen)
          SteadyClock kann man ja wohl nicht als Ersatz für einen Wordclock Eingang bezeichnen.
          Natürlich funktioniert das aber vielleicht gibt es manche die eine externe Clock benutzen möchten (und dafür gibt es mehr als einen guten Grund). Man kann auch ein ganzes Studio (digital) asynchron betreiben aber viele möchten das halt nicht.
          Es gibt durchaus Clockinglösungen die besser sind.
          Und ein (nicht geerdetes) Steckernetzteil und diese dämlichen Adapter…

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          psv-ddv  AHU

          @crab: „Lesen?“ Wohl eher Wissen. Das Eine (Word Clock Anschuss) ist eine Schnittstelle die in professionellen Digital Umgebungen unabdingbar ist. Das Andere („Steady Clock“) ist ist ein Marketing Name für die bekanntermassen problematische PLL Implementierung von RME. Also eine Technologie die den internen Takt auf externe Takte anpasst bzw. nachregelt. So etwas hat jeder externe Wandler mit Digitalschnittstellen. Daher macht Dein Kommentar leider keinen Sinn.

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    AMAZONA Archiv

    768 MHz Sample Frequenzen, darauf hat die Menschheit gewartet. Ich finde es ja schon super, aber ich hätte gerne 1578 MHz gehabt, damit die Auflösung in den mittleren Frequenzen und natürlich in den Höhen und Tiefen noch etwas besser kommt. Gerade in Mp3 Zeiten zeigt sich, dass man bei dem Megahertz Zahlen nicht sparen darf! Bei dieser Schwundelerregenden MHz Anzahl schaut mich auch schon mal meine Mikrowelle aus der Küche ganz neidisch an. Alles Schwachsinn?

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        Okay hab ich gelesen, jedoch steht dort noch folgendes :

        Die im DSD-Format zu speichernden Datenmengen sind grundsätzlich größer als beim üblicherweise verwendeten PCM-Format, was jedoch nicht zwangsläufig zu wahrnehmbaren Klangverbesserungen führt. Es existiert bisher kein praktischer Nachweis, dass die von Entwicklern und Anwendern behauptete Klangverbesserung von DSD gegenüber PCM tatsächlich existiert.

        Und das hat mich dann trotzdem wieder amüsiert.

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          Markus Schroeder  RED

          Für Doktoren die Flohusten kurieren und Beamte die statistische Modelle zur Graswachslärmbelastung aufstellen sicher das perfekte Format. ;)

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      MichBeck  

      Für Klangforscher können 768 kHz schon interessant sein, wenn man Aufnahmen um das 10 fache downpitchen oder verlangsamen, und immer noch ein gutes Frequenzbild haben möchte. Field-Recording halt. Vielleicht daher auch die kompakten Maße … ?

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    Franz Walsch  AHU

    Zweifellos ein gutes Gerät. Aber der Formfaktor bedarf einer Erklärung.
    Das Gerät ist portabel, aber wer trägt seinen Wandler herum?
    Mir ist niemand bekannt und ich würde es auch nicht tun.
    Außerdem wäre dann ein Koffer für alle Komponenten ein muß.
    Beim Babyface hat es RME auch nicht hinbekommen, es gehen nicht alle Komponenten in das Case.
    Besser wäre ein 19“ Gerät. Dort wäre dann auch Platz für das Netzteil, alle Anschlüsse und genug Fläche für passive Kühlung.

  5. Profilbild
    tubeheat  

    Was die Klangqualität anbelangt kann man mit dem ADI-2 Pro mehr als zufrieden sein.
    Im Übrigen bin ich der Meinung, dass man sich Produkte erstmal genauer anhören sollte, bevor man sie pauschal aburteilt.
    Der ADI-2 Pro schlägt sich beispielsweise sehr gut im Vergleich zur Accuphase E-600 / B&W 803 D3 Kombination eines Freundes mit DAC-40 als D/A Wandler. Den ADI-2 Pro fand ich tendenziell sogar ein bisschen besser.
    Auch das UFX+ hat bereits sehr gute D/A Wandler und Kopfhörer Verstärker. Getestet mit Geithain RL906D als Nahfeld Monitor und Audeze LCD-X / LCD-3.
    Die dynamische Loudness Konfiguration für Kopfhörer ist einfach klasse. Oder auch der 5-Band PEQ, mit dem man den Klang von Kopfhörern auch noch nachträglich aufwerten kann, so wie das auch Bob Katz mit seinem Stax gemacht hat, siehe sein Blog auf Innerfidelity: https://www.innerfidelity.com/content/katzs-corner-great-headphone-shootout-part-3. Das was er mit seinem EQ in der DAW geregelt hat, kann man auch gut mit dem 5-band PEQ des ADI-2 Pro hinbekommen.
    Was die „Feature Dichte“ anbelangt: man muss ja nicht alle Features gleichzeitig nutzen. Schlecht wäre, wenn etwas fehlen würde.
    Doch diesbezüglich ist der ADI-2 Pro einfach nur innovativ und sehr gut gemacht. Ich persönlich möchte die Features des ADI-2 Pro auch nicht mehr missen.
    Die Synchronisation über Steadyclock zum UFX+ ist m.E. ausreichend. Der ADI-2 Pro selbst unterstützt übrigens die letzte Steadyclock III Implementierung. Ob „Referenzklasse“ unabdingbar WC erfordert .. vielen wird es so einfach reichen.

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      psv-ddv  AHU

      Wie bereits oben geschrieben ist „Steadyclock“ keine Schnittstelle und ersetzt daher WC nicht. Niemand hat geschrieben ein WC Anschluss wäre für Referenzwandler zwingend. Wohl aber für „Pro“-fessionelle Wandler. Ob das Teil ein guter Kopfhörerverstärker ist, ist mir bei einem Wandler erstmal nicht wichtig. Wenn er nicht gut wandelt bringt mir der eingebaute KHV auch nicht viel. Wenn dich wirklich interessiert wie so eine RME Schachtel klanglich einzuordnen ist, solltest Du einfach mal einen Vergleich mit professionellen Referenzwandlern machen (Prismsound Dream, Lavry Gold, Merging, DAD, Pacific Microsonics, Meitner). Frag mal Bob Katz…

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        clamp the crab

        Lavry Gold… Wenn man deiner Logik folgt und sich über eine Namensgebung nicht mehr einkriegt… Dann ist Lavry Gold der Beschiss vor dem Herren. Nun gut. Du kennst Bob Katz anscheinend in Person und kannst ihn fragen… mir hat er immer noch nicht geantwortet. Vielleicht war meine Frage ja auch fies. Habe ihn gefragt warum er es besser weiß als die Audiogeeks von z.B. Kraftwerk oder Depech Mode. immerhin hat ein sehr objektiv schreibender User gesagt er wüsste es besser. Man muss halt immer ein 7.500 € Interface mit einem 1.500 € vergleichen. Sehr wichtig. Damit man ein Maß hat…

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          psv-ddv  AHU

          Was ist denn am Lavry Gold Beschiss, wenn man den Namen ernst nimmt? Die Frontplatte ist mit echtem Gold beschichtet. Ganz so clever war Dein Kommentar dann wohl doch nicht. Können wir jetzt das Niveau bitte wieder etwas anheben?
          Die Erwähnung von Bob Katz bezog sich auf den Kommentar von tubeheat. Deine Frage an Ihn macht leider keinen Sinn, daher kam wohl auch keine Antwort. Weder Kraftwerk noch Depeche Mode haben klanglich besonders gute Alben abgeliefert (ich meine nicht die Musik oder die Instrumentalklänge, sondern den Klang der Alben) und trotzdem immer schon Mastering Experten wie Mr.Katz bemüht.
          „Referenz“ beschreibt nunmal das marktübliche Optimum und solange sich das eher Richtung 10k€ als 1k€ befindet wird man mit hochpreisigen Wandlern vergleichen müssen, wenn man über Referenzwandler schreibt. Ganz einfach. Ich empfehle: Erst Hören, dann kommentieren.

  6. Profilbild
    tubeheat  

    @Gregor: vielen Dank für Deine interessante Review. Mir ist aufgefallen, dass sich auf Seite 1 ein Fehlerteufelchen eingeschlichen hat. Der ADI-2 Pro unterstützt sehr wohl DIGICheck (Windows + MacOS X). Somit steht u.a. auch Global Record zur Verfügung. Wäre nett, wenn Du das noch berichtigen könntest, dankeschön.

  7. Profilbild
    Stephan M.  RED 1

    Sicher haben solche Produkte vereinzelnd Vorteile, vor Allem im professionellen Umfeld. Nur wer seine Ergebnisse letztendlich in iTunes vermarktet oder auf CD, sollte immer bedenken, dass all diese Vorteile im Endprodukt dahin sind. Ich habe auch schon viel mit Elektronik experimentiert und würde von mir behaupten, auch mitunter Gras wachsen zu hören. Aber ich habe auch die eigenen Illusionen kennen gelernt, denen ich unterlag. Ich würde heutzutage für Elektronik und erst recht einen Wandler im HiFi-Segment nicht mehr als 500 Euro ausgeben, weil sich das schlichtweg nicht lohnt und bestenfalls für die Emotionen gut ist. Damit meine ich nicht, dass man nicht im ausschweifenden Direktvergleich über Wochen Unterschiede hören kann. Ist nur die Frage, wie essenziell diese sind und ob mir diese auffallen würden, wenn ich einen A-B-Vergleich mit einem Monat Urlaub dazwischen mache. Sprich ich höre mit Wandler A, fahre weg, komme wieder und höre mit Wander B. Unterschiede sind mit Schallwandlern überdeutlich hörbar, mit Elektronik hingegen kaum. Und es bleibt polarisierend, man vermarktet Bluetooth mit aptX als CD-Qualität und diskutiert dann über Klangunterschiede bei Wandlern jenseits des Durchschnittseinkommens. ;) Ich bin da klar für den Mittelweg. Wenn die Hardware Geld einbringt, sieht es natürlich noch etwas anders aus.

    • Profilbild
      tubeheat  

      Hol Dir einfach was Anständiges. Sowohl was HW als auch Content anbelangt. Und dann macht solch ein Wandler auch wieder Sinn.

  8. Profilbild
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    @Gregor Scherer: schoenes Review des ADI-2 Pro

    ——————————————-

    Mein Kommentar zu den Kommentaren:

    Wie heißt es so schön:

    Ein Ahnungsloser kann in 5 Minuten mehr Unfug behaupten, als 10 Gelehrte in ihrem Leben widerlegen könnten.

    WorldClock Klang
    Wandler Klang
    Schaltnetzteilklang
    RME Schachtel Klang
    Bob Katz

    und dann die Empfehlung man solle doch bitte selber hoeren.

    herrlich ;-)

    Btw, ich nutze selbe ein RME ADI-2 Pro.

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