ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Test: SPL Phonitor mini, Kopfhörerverstärker

(ID: 86803)

Praxis

Während sich die Wahlmöglichkeiten für Mode (Mute, Stereo, Mono) und der Wahl des Eingangskanals (XLR/Cinch) von selbst erklären, bedarf es bei den anderen Wahlschaltern einer etwas ausführlicheren Erläuterung.

ANZEIGE

Hinter dem Begriff Matrix verbirgt sich eine Lautsprechersimulation, die allerdings entgegen manch anderer Geräte auf einer reinen analogen Schaltung beruht. Hintergrund dieser Funktion ist die Tatsache, dass Produzenten ihre Mixe in der Regel ja auf Studiomonitoren mischen, so dass sich die Ohren im besten Fall direkt im „sweet spot“ befinden und das Signal von schräg links bzw. schräg rechts kommt. Hört man dann mit einem Kopfhörer ab, kommt das Signal logischerweise nicht mehr von vorne, sondern wird direkt und geradewegs aufs Ohr gegeben. Dadurch ergibt sich ein anderes Stereobild, was zu Verfälschungen führen kann. Genau da setzt die Lautsprechersimulation an und versucht diesen negativen Effekt auszugleichen.

ANZEIGE
Die Rückseite des Phonitor mini.

Die Rückseite des Phonitor mini.

Beim Phonitor mini aktiviert man mit Hilfe des Matrix-Schalters zunächst die Lautsprechersimulation, während die weiteren Einstellmöglichkeiten Center, Angle und Crossfeed Teil der Matrix sind (das erinnert mich doch an einen Film) und man die genauen Details damit einstellt. Matrix, Center, Angle und Crossfeed gehören beim Phonitor mini somit unweigerlich zusammen.

Mit Hilfe des Crossfeed-Schalters lässt sich das Übersprechen beider Stereokanäle regeln, was abhängig von Lautsprecherpositionierung und Raumgröße auch in normalen Abhörsituationen auftritt. Dieser Effekt kann mit Hilfe der Crossfeed-Funktion simuliert werden. Während man beim SPL Phonitor 2 das in luxuriösen sechs Stufen regeln kann, muss man sich beim Phonitor mini mit den Einstellungen Med, Low und High zufrieden geben.

ANZEIGE
Forum
  1. Profilbild
    meilstone

    Ich würde noch hinzufügen, dass die Matrix-Wirkung auch von der eingestellten Lautstärke abhängt. Das Volume-Poti wirkt da wie ein Distanzregler, der die Abhörposition relativ zu den virtuellen Lautsprechern nach vorn und hinten schiebt. Z. B. funktioniert die Einstellung von Crossfeed=med, Angle=30°, Center=0,6 bis ca. 0 dB wirklich gut. Wenn man das Poti aber voll aufdreht (lt. beiliegender Anleitung erreicht man damit +7dB), verbreitert sich die Stereobühne wieder, sodass man wieder das Gefühl hat, zwischen statt vor den Lautsprechern zu sitzen und sich erst beim Umschalten auf Crossfeed=high und Angle=22° wieder in etwa das ideale Stereodreieck einstellt – so zumindest mein persönlicher Eindruck. Vielleicht hat ja jemand die gleiche Erfahrung gemacht? Anm.: Ich benutze einen Beyerdynamic DT-880 Pro.
    Übrigens hab ich zum Vergleich auch das Beyerdynamic Virtual Studio Plugin geladen und es lässt sich die gleiche Stereobühne erzeugen, allerdings mit etwas räumlicherer Wirkung (die Lautsprecher sind ca. gefühlte 1-1,5 m entfernt, beim Phonitor mini wirken sie näher). Der Vorteil des Phonitor mini liegt meiner Meinung nach im sauberen Klang ohne zusätzlichen Hall.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum, um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Politische Inhalte und Statements werden durch die Redaktion gelöscht.

Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.

X
ANZEIGE X