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Test: Studiologic – Fatar, VMK-188 Plus, Masterkeyboard

3. August 2011

Masterkeyboard Fatar

Wenn man sich zum Kauf eines Masterkeyboards entscheidet, dann ist das in der Regel eine schwierigere Entscheidung. Man achtet auf ganz andere Dinge als auf den Klang und den Preis. Ein Masterkeyboard hört man nicht und der Faktor „Begeisterung“ nach dem Drücken einer Taste ist nicht mehr auf einen bombastischen Sound oder was für musikalische Möglichkeiten das Gerät bietet zurückzuführen.

1_VMK188vsPiano.jpg

Ein Masterkeyboard muss andere Eigenschaften erfüllen und die Begeisterung muss auf eine ganz spezielle Weise ihren Weg finden.

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Ich hatte auch nicht vor, einen Testbericht über ein Masterkeyboard zu schreiben, sondern ich wollte ein Masterkeyboard in mein Studio integrieren und meine Suche danach, sowie meine Entscheidungskriterien, für welches ich mich entschieden habe, euch mitteilen.

Ich habe bei meiner Suche auf folgende Dinge geachtete und dabei ganz bewusst und nüchtern Punkte abgehakt:

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  • Wie groß soll die Tastatur sein?
  • Brauche ich Controller auf dem Keyboard?
  • Gewichtet, halbgewichtet oder Keyboardtastatur?
  • Für den Transport geeignet, also …
  • Verarbeitung?
  • Gesamtgröße?
  • Anschlüsse?
  • Stromversorgung?
  • Und dann doch noch ein bisschen der Preis.

Und am Allerwichtigsten: Wie spielt sich die Tastatur? Denn damit legt man sich schließlich für die nächsten Jahre bei Produktionen oder Live-Einsätzen fest.

6_vmk188_emo_1.jpg

Die Recherche

Zuerst habe ich meine Lieblingssuchmaschine bemüht und mir Kandidaten, welche meinen Anforderungen entsprechen, herausgesucht. Dann bin ich zu verschiedenen Musikgeschäften gefahren und habe mir einen Eindruck von den Tastaturen verschafft. Da ich sowohl elektronische Musik mit Drums und Bassläufen, seichte Musik und auch klassische Musik produziere, musste die Tastatur quasi allen Ansprüchen entsprechen. Controller sollten auf jeden Fall dabei sein und der Preis sollte mein Budget nicht sprengen. Die Tastatur sollte gewichtet sein.

Nach langem Suchen und Ausprobieren fiel meine Wahl dann auf das Studiologic VMK 188 Plus.
Studiologic ist aus dem Hause FATAR., einem italienischen Hersteller von Musikinstrumenten. Die Tastaturen von FATAR finden sich in verschiedenen namhaften Keyboards anderer Hersteller wieder. Die Produktpalette reicht von einfachen kleinen Keyboardtastaturen über Orgeln bis hin zu Pianos. Und eben auch Masterkeyboards wie dem VMK 188. Fatar sowie Studiologic werden in Deutschland über die Synthax GmbH in Haimhausen (nahe München) vertrieben.

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Forum
  1. Profilbild
    tompisa

    Vorsicht , die Controllereinheit ist nicht nur umständlich , sondern teilweise gar nicht zu programmieren. Allein Programmwechsel innerhalb eines PlugIns zu programmieren ist annähernd verrückt . Es existiert kein Softwareeditor ! Bei einfachen Programmchanges dauert es mitunter eine halbe Sekunde , bis umgeschaltet wird. Die Tatstatur, mittelmässig. Von mir ein absolutes magelhaft bis ungenügend. Das Gerät ist nur so gut wie die verbaute Software und die ist inakzeptabel schlecht aus meiner Perspektive

    • Profilbild
      Andreas Stadelmann  AHU

      Die Controllereinheit ist wirklich ein wenig umständlich zu programmieren und ist auch in manchen Belangen nicht vergleichbar mit einer speziell dafür ausgelegten Controllereinheit. Ich benötige jedoch nur die Controller zur Klangformung, Die Mixereinheiten oder ähnliche reine Midicontrollerdaten. Programmchanges mache ich immer in der Hostsoftware. Ich muss auch nicht zwischen den Einstellungen umschalten, sondern habe mir ein Preset gemacht, welches fast immer bei den VSTs greift (Cutoff, Resonance, ENV ect.). Deswegen fiel das bei mir nicht so ins Gewicht. Allerdings bin ich mit der Tastatur sehr zufrieden. Ins Mittelmaß gehört sie meiner Meinung nach nicht. Im Vergleich ( den ich definitiv über mehrere Stunden bzw. Tage in meinem Musikgeschäft getätigt habe) zu den im gleichen Preissegment ansässigen Masterkeyboards ist sie deutlich besser, aber das ist auch Geschmackssache!!!
      Am Besten selbst probieren, denn das ist immer zu empfehlen, wenn man ein Masterkeyboard kaufen möchte. Software hin oder her, die Tastatur ist wirklich sehr gut zu gebrauchen.

      • Profilbild
        tompisa

        Tastaturen sind in der Tat Geschmacksache. Da geb ich Dir recht. Aber das Studio Logic ist als Masterkeyboard deklariert. Master steht hier für Steuerzentrale eines Gesamtsetups , z.b. auf der Bühne. Da schlägt die Software- Controller Einheit mit 50 % mit zu buche. However :Preis Leistungsverhältnis einbezogen ist das Fatar sicher ein guter Kompromiss, wenn man für das Studio ein gewichtetes Einspielkeyboard benötigt.

  2. Profilbild
    gaffer  AHU

    Zitat:

    Zu Zeiten als ein DX7 mit seinem sehr unflexiblen Velocity-Bereich und schnellen direkten Tasten als Masterkeyboard diente, waren Produktionen härter und direkter und auch vom Timing her etwas sequenzieller. Mit Roland Keyboards, die bekanntlich weicher greifen, sind oft melodischere Produktionen herausgekommen, bei denen ich auch mehr mit Pads und Basslinien gearbeitet habe.

    Zitat Ende

    Ja da gebe ich dir vollkommen recht. Etwas OT, gebe ich zu, aber in den 80ern wurden irgendwann auch die Zeiten, die der NoteOn Befehl braucht um den Sequenzer zu erreichen gemessen. Da gab es Werte kurz vor 100ms. Man fühlte sich wie der Organist in der Gemeinde, der auch immer schon ein halben Takt vorher spielt, damit das Volk noch mitsingen kann. Dass so ein „Feature“ Einfluss auf das Einspielergebnis haben konnte, sah man am besten bei den GM Sequenzen, die damals Mode waren. Da klangen die 4 Jahreszeiten auf SoundCanvas riesig auf TG 100 sensationell schlecht (nur ein fiktives Beispiel): Der Musiker hatte auf Roland eingespielt. Knallhart reagierende Tastaturen erzeugen öfter knallharte Ergebnisse als die soften – weil sie’s KÖNNEN.

    Fatar Tastaturen finde ich übrigens gut, waren in Ensoniqs, Wersis, Peaveys, Doepfers, Kurzweils. Einige davon galten als Vorzeigegeräte. Software hingegen war nie deren Ding

  3. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Mit einem Masterkeyboard warm zu werden, da sollte man sich schon mal so ein Ding eine Woche lang mit nachhause nehmen und Testen, sonst ist da ein Fehlkauf vorprogrammiert.
    Jedoch habe ich die besten Erfahrungen mit sogenannten e-pianos gemacht. Diese Teile müssen schon im Laden beweisen, daß sie das Gefühl transportieren können.
    Deshalb steht bei mir Zuhause ein Yamaha e-piano welches exakt meinen Fingern folgt.
    Leider fehlt oft das Pitchbendrad. Aber da gibt es immer nochmöglichkeiten, die meisten Leute haben ja noch das „alte“Keyboard ungewichtet zuhause.

    Und hier etwas GANZ wichtiges: Da ich einen grossen Flügel besitze ist es mir rätselhaft, wie die Hersteller immer wieder auf die Idee kommen hier einen Vergleich herzustellen. Eine wirklich gut eingestellte und regulierte Flügeltastatur läuft wie Butter und gibt eine Dynamik wieder – da kann jeder Papplautsprecher einpacken.

    Was die Controller betrifft, würde ich mich nie mehr mit was anderem rumnärgern als Novations Automapunterstütze Controller.

  4. Profilbild
    doktorbeil

    Hallo,

    ich besitze ein VMK 161 und bin eigentlich recht zufrieden mit der Tastatur.

    Mit den Controllern bin ich auch nicht wirklich zufrieden. Was mich aber besonders stört – und das ist auch gleichzeitig meine Frage an die Runde: Ich habe oft das Problem dass die Pedal Hold nicht richtig funktioniert. Geht euch das auch so? Ich habe bereits alle 3 Anschlüsse probiert, auch diverse Pedale, aber es ist immer das gleiche Problem. Mitten im spielen wird die HOLD Funktion aufgehoben. Besonders kritisch reagiert Kontakt 4 und EASTWEST Player. Es ist fast unmöglich normal zu spielen. Andere VST`s reagieren weniger empfindlich aber grundsätzlich haben alle ein Problem.

    Das ist schade denn sonst finde ich die Tastatur recht angenehm und könnte auch mit den lieblosen Controllern leben. Ich möchte mir jedoch eine 88 Tasten Version zulegen und da greife ich wohl lieber doch zu AKAI.

    Viele Grüsse

    • Profilbild
      Alfonso

      Ich habe mich wegen der Tastatur gegen ein MPK88 und für das VMK entschieden. Außerdem haben beim getesteten AKAI immer die Buttons beim spielen mitgerasselt, was mich schon im Laden gestört hat. Allerdings bringt mich das VMKauch zur Verzweiflung. Wenn Logic 9 läuft (PLAY oder RECORD), verschluckt es gerne mal die ersten gespielten Töne und nach längerer Benutzung, stellt es seinen Dienst dann komplett ein. Sobald die DAW gestoppt ist, funktioniert es wieder einwandfrei. Außerdem springt das Expression-Pedal im unteren Bereich wild durch die Werte. Kenn das vielleicht einer ?

    • Profilbild
      JensV.

      Hallo doktorbeil,
      ich bin seit zwei Wochen Besitzer eines VMK-161 Plus Organ und hatte bislang das selbe Problem: mal funktioniert das Sustainpedal, mal nicht, egal, ob das eigene alte Einfach-Pedal vom Music Store oder das mitgelieferte Fatar PS-100 eingestöpselt ist, egal in welcher Buchse. Per Google bin ich nun hier gelandet:

      http://for.....hp?t=15492

      Zum Glück hatte ich ein passendes Netzteil hier (9V/500 mA, T=+). Seitdem das VKM am Stromnetz angeschlossen ist, habe ich kein Problem mehr! Testweise habe ich nun wiederholt einige Male ohne Netzadapter (nur mit USB) gespielt, bis wieder die Pedal-Fehlfunktion auftrat >> Netzschalter auf ON = Pedal funktioniert wieder! Nebenbei ist auch noch die Displaybeleuchtung heller…

      Bis jetzt hat’s der Netzadapter also gebracht – hoffentlich bleibt’s so…

  5. Profilbild
    Klaus Joter  

    Ein Masterkeyboard ist für mich zu allererst eine Tastatur, alles andere ist erst einmal sekundär. Und da man zwischen den beiden Klangbereichen Klavier und Synthie/Hammondsounds etc. unterscheiden muss und beide Bereiche andere Tastaturen erfordern, könnte ich nicht mit einem einzigen Masterkeyboard leben.
    Wenn ich z.B. auf meinem Flügel ein Daumenlegato (also 1 – 1 im Legato) spielen möchte, dann ist das Glückssache, aber selbst bei positivem Ausgang zu unkontrolliert. Das geht eben nur auf einer leicht- oder ungewichteten Tastatur, auf der dann aber das Klavierspielen unmöglich, bzw. zur Qual wird.
    Was für eine Tastatur ist denn nun das VMK? Die Antwort bleibt der Test schuldig.
    Desweiteren: Die größte Schwäche aller sog. simulierten Hammermechaniken ist die ungenügende Repitierfähigkeit, d.h. die Tasten kommen zu spät hoch. Wirklich sehr schnelle Triller habe ich noch auf keiner Tastatur dieses Genres hinbekommen – im Gegensatz zu meinem Flügel. Wie steht es also beim VMK damit?

    • Profilbild
      Andreas Stadelmann  AHU

      Hallo Klaus,
      die Tastatur spielt sich langsamer als ein Keyboard. Wie ich ausfühlich geschrieben habe, lassen sich bei ca. 120 BPM schon 16tl Noten nicht mehr sicher einspielen. Ich würde das VMK 188 Plus also eher einer Klaviertastatur, als einem Keyboard zu ordnen. Das ist aber für eine Mastertastatur völlig in Ordnung. Wie hier schon jemand geschrieben hat, ist es für bestimmte Produktionen also sehr von Vorteil, wenn man sich noch ein zusätzliches Keyboard oder für Drums etwas mit Pads zulegt. Allerdings muss ich sagen, dass Drumspuren, welche ich mit der VMK eingespielt habe, viel reeler klingen, als mit einem Keyboard, weil die Tasten physikalisch ja schwer sind und somit die Dynamik besser rüberkommt. Alles was schnell eingespielt werden müsste und nicht richtig ist korrigiere ich dann „bei mir“ im Cubase. Was das Spielen angeht hier mal ein paar Listungen:
      Drums normal -> gut spielbar
      Drums 16tel ab 110 BPM nur mit Quantisierung
      Orgelsounds -> gut spielbar
      Klavier/Flügel -> gut spielbar aber bei sehr schnellen Repitationen wie bei Chopin,Liszt oder Rachmaninoff würde ein Pianist auch eher etwas anderes bevorzugen ;-).
      Für mich im Studio und auch im Preis Leistungsverhältnis gesehen, ist das VKM echt in Ordnung.

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