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Test: T-Bone ST-100

8. Februar 2001

T-Bone ST-100

Großmembran-Röhrenmikrofon
T-BONE ST-1000

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Das ST-1000 bietet zu einem unschlagbaren Preis von DM 888,– einen hochwertigen und unverkennbaren Röhrensound. Die umfangreiche Ausstattung und das komplette Zubehör machen dieses Paket zum absoluten Schnäppchen.

Anläßlich unserer aktuellen Verlosungsaktion eines Röhrenmikrofons von T-BONE wollen wir doch mal sehen, ob sich der Auserwählte auch wirklich über seinen Gewinn freuen darf. Ganz nach dem Sprichwort „.. einem geschenktem Mikro schaut man auf die Röhre…“ (im Sprichwörter Zitieren war ich noch nie sonderlich gut!) – prüfen wir heute das T-BONE ST1000 auf Herz und Nieren (geht doch!). Ewigen Kritikern, die hinter jeder Journalie ein gekauftes Werbeblatt sehen, sei gesagt „noch haben wir kein Problem damit, die Wahrheit zu schreiben – auch wenn es mancher Hersteller vielleicht nicht so gerne hört“.

WHO THE HELL IS T-BONE
Vergessen Sie es – T-Bone Mikrofone kommen nicht aus einer argentinischen Rinderzucht-Familie, die nun angesichts BSE die Verluste mit Mikrofonen auffangen will, sondern ist die Hausmarke des MUSIKHAUS THOMANN. Unter dem Brand T-BONE bietet THOMANN neben preiswerten Mikrofonen auch preiswerte Endstufen an. Lt. THOMANN werden die Mikrofone bei ausgesuchten Herstellern in Südostasien produziert. Skeptiker und Schwarzseher haben längst die Ohren gespitzt und sehen hinter dieser Aussage „schlitzäugige Asiaten“, die heute Rasierapparate und morgen Röhrenmikrofone herstellen und dabei den Unterschied gar nicht bemerken.

Soviel sei jetzt schon verraten – auch das skeptische Tester-Ego wurde spätestens beim Klangtest eines Besseren belehrt.
Beginnen wir also zunächst mit den Vorteilen einer solchen Hausmarke:

Der normale Vertriebsweg für Mikrofone ist in der Regel, dass die Mikros containerweise von den Fabriken zum „Hersteller“ geliefert werden, dann (häufig in kleineren Mengen und per Luftfracht) zum deutschen Vertrieb und dann zum Einzelhändler. Jeder Beteiligte schlägt in dieser Phase seine Gewinnspanne auf den Preis, bis das Endprodukt schließlich beim Kunden landet.
Bei den Thomann-Eigenprodukten liefert die Fabrik die Produkte direkt per Container zu Thomann und von dort aus werden sie an den Kunden verkauft. Das bedeutet, dass die Spanne für den Hersteller und für den Vertrieb wegfällt, sowie einiges an Lager – und Transportkosten.

Ergo: Der Preis ist erheblich günstiger als bei bekannten Markenartikeln. Im Falle des ST-1000 liegt der Preis für das Röhrenmikrofon incl. Netzteil, Spinne, Kabel und Koffer bei DM 888,– incl. MwSt. Ein Hammerpreis im Vergleich zu anderen Röhrenmikros – oder anders gesagt, fast schon zu schön um wahr zu sein.

ÄUSSERLICHKEITEN
Der Postbote brachte das ST-1000 in einem stabilen und schönen Koffer. Ja, schön – der Koffer hat sofort mein Herz erobert.

Weich gebetet in Schaumgummi, befanden sich darin das ST-1000 Mikrofon, eine Spinne zur erschütterungsfreien Montage an einen Mikrofonständer, das Netzteil incl. Stromkabel für die Spannungsversorgung der Röhre (mit Phantomspeisung aus dem Mixer ist da nämlich nichts mehr zu wollen), ein 2,50 Meter langes Kabel zur Verbindung zwischen Netzteil sowie eine zusätzliche Mikrofonstativ-Halterung – ohne Spinne.

Netzteil und Spinne machten einen soliden Eindruck und sollten auch im rauen Studioalltag nicht so leicht zu Bruch gehen. Besonders die Spinne beeindruckte durch ihr Leichtmetallgestell – wo bei manch anderem Hersteller Kunststoff zum Einsatz kommt oder teilweise die Spinne für viel Geld extra erworben werden muss. Das ST-1000 Röhrenmikrofon ist ebenfalls sauber gefertigt und in dezentem matten Silber gehalten. Die komplette Ummantelung ist aus Leichtmetall gefertigt. Auch bei näherer Betrachtung konnte ich keine überstehenden Kanten oder Artefakte entdecken, die auf grobmotorische Fertigung hätten schließen lassen. Die Schalter am Gehäuse funktionierten alle einwandfrei, sind leicht zugänglich und rasteten wunderbar ein.

Das ST-1000 liegt toll in der Hand und sollte auf Grund seiner optischen Ausstrahlung die eitelste Sängerin auch psychologisch auf den bevorstehenden Take einstimmen – auch ohne das Logo mit dem „N“ in der Mitte.

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