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Test: WALRUS AUDIO MAKO M1, Effektgerät

The HiFi Modulation All-in-one-Box

10. April 2022

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Gitarren, Amps, Saiten, Plektren, Effekte, Zubehör etc. usw.

Man hat als Gitarrist doch sehr oft jede Menge Stuff mit sich zu tragen und bei so mancher Zugreise fragt man sich schon gerne mal, wo man denn an Gewicht sparen könnte, um etwas weniger schleppen zu müssen, aber gleichzeitig ohne dabei Qualität einbüßen zu müssen. All In One Multieffektgeräte lösen das Problem natürlich und man schleppt weniger mit (teilweise sind die Kistenaber auch nicht unbedingt leichter als ein Board) sind aber auch weniger „intuitiv“, bedenkt man doch, die oft recht komplexen Untermenüs, die ein schnelles Hands-on Editing etwas einschränken. Möchte man live Effekte verändern und schnellen Zugriff auf Einstellungen haben, bleiben einzelne Bodentreter immer noch State of the Art. Um dennoch Platz und Gewicht zu sparen, kann es von Vorteil sein, Multieffekte zu nutzen, die mehrere Effekte kombinieren, die man selten gleichzeitig nutzen würde. Zum Beispiel ein Modulationsmultieffekt. Walrus Audio hat hier ein brandneues, vielversprechendes Pedal auf den Markt gebracht – das ein perfektes Pendant zum großartigen MAKO D1 darstellen dürfte:

Walrus Audio MAKO D1 V2

Walrus Audio MAKO D1 V2

Kundenbewertung:
(5)

Let’s unbox the WALRUS AUDIO MAKO M1 High Fidelity Modulation Machine

UNBOXING – Walrus Audio MAKO M1, Effektgerät

Das kompakte Pedal kommt im designten Firmenkarton daher. Eingewickelt in eine kleine Stofftasche (sehr schick). Dem schwarz-goldenen Karton liegen neben dem Effektgeräte eine Garantiekarte, das Firmenlogo als Aufkleber, eine Karte mit Produktpalette von WALRUS, sowie eine ausführliche Anleitung und eine Übersicht mit Preset Settings.

Mal sehen, was in der schicken Kiste so steckt.

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SPECS & FACTS – Walrus Audio MAKO M1, Effektgerät

Das überwiegend in Blau und Weiß designte „Made in USA“ Pedal kommt recht schick aber dezent daher. Die Abmessungen von 12,5 x 6,4 x 6,7 cm sind leicht über „Standard“, aber immer noch absolut „normal“.

Auf dem Geräte findet man oben die sechs Potis: RATE, DEPTH, LOFI, TWEAK, MODUS und TUNE. Darunter befinden sich zwei Three Way Switches zur genaueren Einstellung / Moduswahl von TWEAK und TUNE sowie ein 3-Wege-Schalter zur Auswahl einer von drei Speicherbänken.

Die beiden unten nebeneinander verbauten Fußschalter BYPASS / LOFI und TAP / SKIP (zusammen PRESET) lassen schon erahnen, dass hier mehrere Funktionen hinterlegt sind. Außerdem wurden zwei Statusleuchten oberhalb eingebaut.

Auf der rechten Pedalseite findet man zwei Monoklinkenbuchsen für den Mono/Stereo-Input.

Auf der linken Seite sind neben den zwei Monoklinkenbuchsen für den Mono/Stereo-Output, auch der 9 V DC, 300 mA Stromanschluss und ein Micro-USB-Anschluss für Software-Updates verbaut.

An der Kopfseite des Pedals gibt es noch für die Fernsteuerung eine 5-Pol DIN-Buchse für MIDI In und eine für MIDI Thru.

Der Modus Wahlschalter bietet sechs verschiedene Grundeffekte, die noch mal in je drei Varianten unterteilt sind.

Modus 1: Chorus
Type 1: Traditional Chorus; ein einfacher traditioneller Chorus Sound
Type 2: Series Chorus; der Modus addiert einen zweiten Chorus in seriellem Signalfluss
Type 3: Tri-Chorus; 80s Vibes durch drei parallel geschaltete Chorus Effekte

Modus 2: Phaser
Type 1: 2 Stage Phaser
Type 2: 4 Stage Phaser
Type 3: Univibe Phaser

Modus 3: Trem
Type 1: Optical / bias Tremolo, traditionelle Tremolo Sounds; ändert die Lautstärke des gesamten Frequenzspektrum
Type 2: Warmes Tremolo, ändert die Lautstärken von Höhen und Bässe entgegengesetzt zu einander
Type 3: Rhythmischer/Pattern Tremolo; verschiedene vorprogrammierte rhythmische Pattern

Modus 4: Vibe
Type 1: 60s style Vibrato
Type 2: Record Player
Type 3: Tape (flutter)

Modus 5: Rotary
Type 1: Horn und Drum
Type 2: nur Horn
Type 3: nur Drum

Modus 6: Filter
Type 1: Lowpass
Type 2: Highpass
Type 3: Bandpass

Auswahl der verschiedenen Types:

Die jeweiligen Types lassen sich den Tweak Regler abrufen (Tweak Wahlschalter auf „Type“). Hierbei findet sich immer Type 1 mit Tweak-Regler auf 9 Uhr, Type 2 auf 12 Uhr und Type 3 auf 3 Uhr.

Weitere Funktionen von TWEAK und TUNE:

TWEAK:

Das TWEAK Poti umfasst noch weitere Funktionen als „nur“ die Auswahl der Types.
Im „DIV“ Modus schaltet das Poti zwischen verschiedenen rhythmischen Unterteilungen um, die dann via Tap Tempo synchronisiert werden können: Viertel, Achtel, Triole etc.
Im „SHAPE“ Mode, lässt sich zwischen den Schwingungsformen des LFO „sine“, „triangle“ und „square“ auswählen.

Hält man den linken Fußschalter gedrückt, so lassen sich die LoFi-Parameter „ENV“, „DRIVE“ und „SPACE“ konfigurieren. Je nach Stellung des TWEAK Drei Wege Schalters.
„ENV“ regelt wie stark der Tone „öffnet“, abhängig von der Anschlagsintensität. Stärkerer Anschlag öffnet den Tone weiter.
„DRIVE“ lässt den Verzerrungsgrad der LoFi-Sounds einstellen und ergänzt eine warme analog-style  Verzerrung.
„SPACE“ addiert dem LoFi-Sound etwas Reverb.

TUNE:

Gleiche Funktionalität, aber mit anderen Einstellungsmöglichkeiten bietet der TUNE Regler und seine drei Settings für je Modulation und LoFi Modus.

Die Modulation lässt sich genauer einstellen in „TONE“, „SYM“ und „X“.
„TONE“ ist, denke ich, selbst erklärend. Man regelt, wie an der Gitarre, den Anteil der Höhen um „darkness“ oder „brightness“ zu erzeugen.
„SYM“ verschiebt die Symmetrie des LFOs (siehe Abb.)
„X“ regelt verschiedene Effekt spezifische Einstellungen, wie beispielsweise die Intensität des Detuning im Chorus Modus oder Cab Simulation im Rotary Modus

Abb.: TUNE Mode „Sym“: Types of Symmetry

LoFi tunen:

Mit gedrückt gehaltenem linken Fußschalter lässt der LoFi Modus genauer tunen in den Attributen „AGE“, „NOISE“ und „WARBLE“.
„AGE“ addiert Filtereffekte, die alte AM Radio Sounds emulieren.
„NOISE“ Der Name ist Programm. Hier lassen sich Vinyl Kratzer oder Bandzischen dem Sound beimischen.
„WARBLE“ dieser Modus schließlich manipuliert die LFO Kurve und es lassen sich unvorhersehbare Modulationen erzeugen.

Klingt erstmal komplex, aber die Umfassenden Funktionen dieses Pedals bieten, mit ein bisschen Übung, schnellen Zugriff enorm viele, sehr nützliche Funktionen um den Sound zu verfeinern und gezielt zu manipulieren.

PRESETS und MIDI – Walrus Audio MAKO M1, Effektgerät

Um verschiedenen Songs/Songteilen andere „Vibes“ (haha ) zu geben, lassen sich im M1 128 (!!!) Presets abspeichern. Die ersten neun davon, lassen sich direkt mit den Fußschaltern und dem A,B,C-Schalter des Pedals abrufen. Alle 128 sind via MIDI-Program-Change-Messages verfügbar.

Über den Preset-Schalter A, B, C lassen die ersten drei Banks mit je drei Presets abrufen. Dann kann man durch die drei (durch Farben markierte) Presets schalten, in dem man beide Fußschalter drückt. Diese liegen nahe genug zusammen, um mit einem Schuh beide zu drücken, aber auch weit genug auseinander, um nicht ständig (versehentlich) beide zu drücken.

Der M1 lässt sich auf einen bestimmten MIDI Kanal einstellen auf dem er MIDI Daten empfängt (wichtig, wenn man mehrere MIDI-Geräte individuell ansteuern möchte), via MIDI-Clock synchronisieren (TapTempo wird dann „überschrieben“) und es lassen sich über MIDI-Program-Change-Befehle alle 128 Presets aufrufen.

ROUTINGS & UPDATES – Walrus Audio MAKO M1, Effektgerät

Routings

Das M1 lässt sich in drei Betriebsmodi verkabeln:

  1. mono in – mono out
  2. mono in – stereo out
  3. stereo in – stereo out

Je nach Amp Setup und Position im Setup lässt sich so die gewünscht Position realisieren. Beispielsweise „nur“ im FX-Weg eines Amps in Mono.

Nutzt man mehrere Amps/Endstufen, so lässt sich im M1 das Signal splitten (Mono In vom Send des Amps 1) und über die beiden Outs (stereo out) auf zwei Returns von zwei Amps routen.

Hat man noch weitere Stereo-Effekte auf dem Board verbaut und bekommt schon ein Stereo Signal, so lässt sich dieses über die beiden Mono-Klinkenbuchsen (Input Mono-Stereo) auf der rechten Pedalseite verkabeln und danach in Stereo weiterführen.

Updates

Über den eingebauten Micro-USB-Anschluss lassen sich auf der Website des Herstellers verfügbare Updates auf das Pedal laden und installieren. Praktisch.

PRAXISTEST: Sounds – Walrus Audio MAKO M1, Effektgerät

Nach so viel Theorie und Fakten gibt’s noch bisschen was zu hören. So viel darf vorab gesagt sein. Der WALRUS AUDIO MAKO M1 übertrifft die Erwartungen. Die Sounds sind extrem hochwertig und man erhält für einen bezahlbaren Preis ein unglaublich umfangreiches und vielseitiges Modulationseffektgerät. Mit Hilfe der vielen detaillierten Möglichkeiten lassen sich tolle Sounds kreieren, nachbauen oder einfach wild experimentieren. Das Pedal bietet also Sounds für Dienstleistung-Musiker, Soundtüftler, Individualist oder was es sonst noch so alles unter den Sternen gibt.

Alle nachfolgenden Klangbeispiele wurden mit einer Fender Perf MN Stratocaster aufgenommen. Diese ging per Klinkenkabel direkt in Mono in das M1. Das ausgehende Signal aus dem Effektgeräte wurde in Stereo direkt in ein Universal Audio Apollo Twin X geleitet, mit einer Universal Audio Amp-Simulation eines Fender Tweed Deluxe ge-ampt und ohne weiteres Postprocessing in Cubase 12 PRO aufgenommen.

Viel Spaß beim Hören

Chorus Types 1 bis 3:

Phaser Types 1 bis 3:

Vibe Types 1 bis 3:

Rotary Types 1 bis 3:

Filter Types 1 bis 3:

LoFi Mode:

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Fazit

Die Walrus Audio MAKO M1 High Fidelity Modulation Machine ist ein sehr flexibel einsetzbares und unglaublich detailliert einstellbares Multi-Modulations-Effektgerät. Es bietet großartige Features und ist super geeignet, um verschiedene Modulationssounds zu generieren ohne dafür verschiedene Pedale benutzen zu müssen. Die 128 über MIDI abrufbaren oder 9 On-Board-Presets lassen verschieden aufwändige Setups zu. Für den nicht günstigen, aber zahlbaren Preis bekommt ein sehr gutes, flexibles, professionelles Effektgerät. Unbedingt mal ausprobieren.

Plus

  • viele Modulationssounds in einem Pedal
  • sehr genaue Einstellungen möglich
  • 9 Presets
  • 128 Presets via MIDI
  • trotz vieler Einstellungmöglichkeiten relativ übersichtlich und schnell zu erlernen

Preis

  • 349,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    fitzkarraldo

    Scheint ein beeindruckendes Pedal zu sein und an alles gedacht aber warum ein Flanger außen vor gelassen wurde erschließt sich mir nicht und lässt die ultimative Modulationswaffe leider unvollständig.

  2. Profilbild
    Garfield Modular AHU

    Hallo SimonS,

    Herzlichen Dank für den Artikel. Das ist schon ein recht interessantes „Teil“ :-)

    Nur schade das es, wie schon durch Fitzkarraldo erwähnt, den Flanger Effekt fehlt.

    Viele Grüße, Garfield.

    • Profilbild
      Killnoizer

      350,- für ein Gerät das effektiv doch nur einen einzigen Effekt produzieren kann ? Und dann fehlt tatsächlich der Flanger ?

      • Profilbild
        Garfield Modular AHU

        Moin Killnoizer,

        Tja, da hast du eigentlich schon recht ja. Gut es ist Stereo, gute Stereo Pedals sind meistens immer etwas teurer aber ja ganz billig ist das nicht neh…

        Okay dann warten wir halt auf der Mako M1 Mk 2 Version der dann hoffentlich mit Flanger kommt und trotzdem für ’n besseren Preis :-D

        Viele Grüße, Garfield.

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