Top News: Allen&Heath Xone:PX5, DJ-Mixer

14. Juli 2016

Der erste Blick, das erste Mal selbst anfassen

Allen & Heath hat mit dem Event-Post auf Facebook für ein neues Gerät mit dem Namen Allen&Heath Xone:PX5 für mächtig Spekulationen gesorgt. Von Midi-Controller bis Nachfolger des Xone:92 war alles dabei.

Am Dienstagabend fand die Vorstellungs-Veranstaltung in der Berghain-Kantine mit einem kleinen Techno-DJ-Lineup einiger Allen&Heath Künstler statt, unter anderem Torsten Kanzler oder Faray. Das ein oder andere bekannte wie unbekannte Gesicht schlüpfte dabei einmal ausserhalb des Wochenendes in einen Club, um das erste Mal Hand anzulegen an dem neuen Produkt.

Zu sehen gab es keinen Controller, auch kein Modell, welches an 92-Nachfolger gehändelt werden könnte, sondern ein 4+1 Kanal Mixer der in seiner Optik stark an die letzten Inkarnationen der Xone-Reihe erinnert, allen voran dem Xone:43.

Analog, aufgeräumt, digitale Effekte - der PX5

Analog, aufgeräumt, digitale Effekte – der PX5 (Foto: Sebastian Meinhold)

Klar wurde in jedem Fall vor Ort: Hier steckt mehr drin als der 43er bieten konnte. Nach wie vor voll analog aber mit einigen Funktionen mehr präsentiert sich der PX5, zugleich wirkt er sehr aufgeräumt, übersichtlich und intuitiv händelbar. Die sicherlich größe Neuheit im Bereich analoger Mixer ist die digitale Effektsektion mit der Allen&Heath die perfekte Kombination aus analogem Signalfluss (und Klang) und digitalen Features schafft.

Ein kleines OLED-Display bietet die Übersicht über 15 Effekte, die klanglich auf dem Level der DB-Serie sind (Xone:DB2 und Xone:DB4), also „Effekte in Studioqualität“, wie man so schön sagt.

Klein aber kräftig: Die FX-Sektion des PX5

Klein aber kräftig: Die FX-Sektion des PX5 (Foto: Adrian Lehmnann / Phable)

Schönes Feature in Kombination mit dem Send-Weg: Man kann nicht nur per Wahlschalter die Effekte auf einen Kanal zuweisen, mehr noch kann man die Effekt-Sektion in den Send-Weg einschleusen und jeden Kanalzug inklusive dem Return-Weg mit einem gewählten Signalanteil in die Effekt-Einheit schicken. Im Klartext: Man kann zum Beispiel halbes Signal Kanal 1 und volles Signal Kanal 2 in die Effekt-Sektion senden, Kanal 3 und 4 dafür gleichzeitig nicht.

Aber auch ein echter Send/Return-Weg, sowie ein Master-Insert die jeweils als Line- aber auch als Hi-Z-Pegel gefahren werden können. Das heißt, dass Allen & Heath damit den Djs, die Gitarren-Effekt-Pedale nutzen unter die Arme greift und das Arbeiten so erleichtert, gleichzeitig ermöglicht der Insert das direkt Einschleifen von Effektgeräten wie zum Beispiel eines Pioneer RMX-500 oder RMX-1000.

Selbstverständlich kann der Send-Weg auch ganz normal als Send genutzt werden, der +1 Kanal linksseitig (3-Band EQ, Filter- und Cue-bar) fungiert als Return-Kanalzug.

Wer sich nicht entscheiden möchte, ob der das Signal aus dem Kanalzug in die interne Effektsektion oder „raus“ über den Send schicken möchte, wird sich über den Duo-Modus freuen, der ermöglicht, dass das Signal gleichzeitig quasi überall hin geschickt wird.

Wie auch die letzten Xone-Modelle besitzt der Xone:PX5 ein Filter,  welches zwischen Hi-Pass, Band-Pass und Low-Pass gewählt werden und auch die Resonanz eingestellt werden kann. Klingt wie zu erwarten und wie immer sehr gut. Vorteil gegenüber dem 92er: Die Crossover-Frequenz beginnt bei 20 Hz, sollte also mal wieder ein DJ vergessen das Filter abzuschalten, geht nicht der komplette Sub-Bass verloren.

Klar strukturiert im Design

Klar strukturiert im Design  (Foto: Adrian Lehmnann / Phable)

Das klingt alles schon super, aber es ist noch nicht Schluss, denn im PX5 wird eine 20-Kanal-Sounkarte (24-bit 96kHz USB2) verbaut, was das Spielen mit dem Laptop natürlich schön vereinfacht, denn man kann sich eine externe Soundkarte und viele nervige Kabel sparen.

Über die interne Soundkarte kann auch der Record-Ausgang direkt und ohne große Einstellungen im Menü abgegriffen werden und so das gespielte DJ-Set direkt und ohne Umwege auf dem Laptop aufgenommen werden.

Der fünfte Kanal kann entweder als Return-, Mikrofon- oder als fünfter Line-Kanal genutz werden; die Lautstärke wird über ein Potentiometer eingestellt. Er besitzt kein volles LED-VU-Meter aber eine Peak-Anzeige um zu sehen ob das anliegende Signal übersteuert.

Der 3-Band-Equalizer vom Xone:43 wurde übernommen: alle Freunde des 4-Band-Equalizers müssen also weiter auf einen Xone:92-Nachfolger hoffen.

Von den Top-Modellen DB2 und DB4 wurde der Allen & Heath exklusive X-Link-Eingang übernommen, mit dem man die ebenfalls hauseigenen Midi-Controller Xone:K2 und –K1 über ein gängiges Netzwerk-Kabel mit dem Mixer verbinden kann.
So spart man sich weitere Kabel und kommt effektiv mit einem USB-Kabel und einem Netzwerk-Kabel aus um mit 4 Decks Traktor und zum Beispiel Ableton Live zu spielen. Nicht schlecht!

Zu unserem jetzigen Kenntnis-Stand soll der Xone:PX5 im September zu einem UVP von 1399€ auf den Markt geworfen werden.

Anfassen und Testen erlaubt am Abend der Präsentation

Anfassen und Testen erlaubt am Abend der Präsentation (Foto: Adrian Lehmnann / Phable)

Forum
  1. Profilbild
    Jojo - Nerc

    Moin, netter Artikel…!!! :) Ich glaube hier sollte das erste DB2 anstatt DB4 heißen –> „…Von den Top-Modellen DB4 und DB4 wurde der Allen & Heath exklusive X-Link-Eingang übernommen, mit dem man die ebenf…“

    Beste Grüße aus Nordhessen

    Jojo

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