Top News: Technics 1210 MKII Modifikation Part 2

25. November 2016

Der Mod geht in Runde 2

Nicht besonders lang ist es her, April dieses Jahres um genau zu sein, als wir über ein standalone Digital-Vinyl-System auf Basis eines Technics 1210 MKII berichteten. Auflegen mit einer Time-Code-Vinyl wie mit Traktor Scratch oder Serato ist nun, zumindest mit dem Mod, kein Problem mehr – aber komplett ohne Rechner. Das Ganze wird von einer SD-Karte im Inneren des Plattenspielers gespeist, die wenigen Tasten, die der Technics bietet, können genutzt werden, um verschiedene Funktionen der Software zu steuern, Track-Auswahl, Track-Search, sogar Hot-Cues und Loops sind möglich.

Der Mod von Tüftlern aus Russland sorgte damals verständlicherweise für Begeisterung bei allen technisch interessierten DJs und Kollegen. Die Idee lag fast auf der Hand, es hat nur keiner gemacht. Die Lösung kam etwas unerwartet und zeigte, dass die ganze Geschichte sehr durchdacht und funktionell technisch gut umgesetzt wurde. Ein Blick in den kleinen Bericht von damals sei empfohlen, hier ist er zu finden.

Nun wirkt es so, als hätten die Bastler hinter dem System entweder die Gedanken gelesen oder haben, vermutlich eher das, das ganze System logisch weiterentwickelt.

Das Update nun bringt mit sich, was eigentlich jedem als noch fehlend zu Gedanken wie „geiles Teil“ aufgefallen ist: Ein kleines OLED-Display.
Nun taucht ein neues Video auf, zeigt die Version 2 des Mods und die bringt in der Tat ein kleines Display mit sich.

Ein genauer Blick auf das kleine Display

Ein genauer Blick auf das kleine Display

Das kleine Display, das in der Ausbuchtung für den 7-Inch-Adapter seinen Platz findet, bietet trotz der geringen Größe einige der notwendigen Funktionen. Neben Ordername, Track-Titel und Nummer findet sich die Zeit in doppelter Form: Elapsed und Remain. Damit noch nicht Schluss, auch die Waveform wird angezeigt, ebenso der Pitch-Wert. In der Waveform können sogar die Positionen von Hot-Cues angezeigt werden.

In der kleinen Ausbuchtung findet sich das kleine Display

In der kleinen Ausbuchtung findet sich das kleine Display

Das Ganze passiert natürlich auf sehr engem Raum, dennoch dem Video nach zu urteilen recht übersichtlich.

Mitgedacht und gut gemacht: Das kleine Display ist um 360-Grad drehbar und kann somit der Positionierung des Plattenspielers angepasst werden – Classic- oder Battle-Modus. Weiterhin kann es herausgenommen werden. Versorgt wird das Display durch eine kleine Öffnung in der Mulde und von einer dort drunter liegenden kleinen Platine.

Ein Blick auf "dahinter". Hier sitzt die Anschlussstelle für das Display

Ein Blick auf „dahinter“, hier sitzt die Anschlussstelle für das Display

Ebenfalls zeigt das Video eine Software-Lösung, mit der der Tüftler Andrei Anantsko Tracks analysiert und Wellenformen erzeugt, ebenfalls Hot Cues setzen und auf die SD-Karte übertragen kann.

Offenbar hat hier jemand nicht locker gelassen und das ganze System weiterentwickelt und bringt damit den standalone DVS-Turntable auf ein ganz neues Niveau in einer nahezu professionellen Art und Weise.

Man kann jetzt wohl gespannt sein, ob die Industrie irgendwann auf den Zug aufspringt.

Hier gibt es das Video mit dem Mod Part 2:

Forum
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      Bolle  RED 1

      Hi Florian. Ja, ich hab eine bekommen. Der Rest wird Zeit kosten, denn so detailiert sie ist, vieles fehlt auch :)

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