
Music Studio 8
Als Amazona-Autor ist man es natürlich gewohnt, brandneue Produkte zu testen. Aber als ich von meinem Chefredakteur gebeten wurde, das neue Mackie Onyx 820i-Pult im Verbund mit Pro Tools M-Powered zu testen, war ich dann doch sehr überrascht: ein neues Onyx-Pult? Teil einer neuen Serie sogar? Wieso findet man darüber nirgendwo Informationen? Nicht einmal auf der Mackie-Homepage wird das Pult erwähnt. Es existiert keine einzige Pressemitteilung. Auch im Ausland ist das Pult noch gänzlich unbekannt. Ein derart neues Produkt für einen Test zu bekommen, ist dann doch sehr ungewöhnlich.
Und überhaupt: Wieso „mit Pro Tools testen?“ Pro Tools läuft doch nur mit Digidesign- und M-Audio-Hardware, das weiß doch jedes Kind. Fragen über Fragen also. Und wir sind stolz, dass Amazona diese Fragen als erstes Magazin WELTWEIT beantworten kann.
Das Pult
Als Testgerät bekam Amazona das kleinste Modell der brandneuen Onyx-Serie: das 820i. Ein Gerät mit so wenigen Eingängen gab es bei der bisherigen Onyx-Serie nicht. Es handelt sich nämlich um ein analoges Mischpult mit 8 Eingangskanälen, die auf eine Stereo-Summe zusammengeführt werden. Busse/Subgruppen sind nicht vorhanden.
Die Kanäle 1 und 2 sind mono ausgeführt, die anderen Eingänge sind jeweils als Stereopaar zusammengefasst (3/4, 5/6, 7/8). Außerdem bringen die Kanäle 1 und 2 jeweils einen Insert-Weg sowie einen hochohmigen Instrumenten-Eingang mit.
Die Onyx-Vorverstärker genießen zu Recht einen guten Ruf, das 820i besitzt derer drei – leider etwas wenig für ein 8-Kanal-Mischpult, aber wohl ein Zugeständnis an den günstigen Preis. Wer mehr Pre-Amps braucht, muss zu einem größeren Modell greifen. Jeder Mikrofonkanal besitzt neben Gain-Regler ein schaltbares Trittschall-Filter sowie individuell zuschaltbare Phantomspannung.
Sämtliche Eingangskanäle verfügen über 2 AUX SENDS (pre/post), PAN- und LEVEL-Regler, SOLO- und MUTE-Button sowie einen „Perkins“-EQ. Der EQ wiederum ist in den einzelnen Kanälen unterschiedlich gut ausgestattet:
Mono-Kanäle 1 und 2 besitzen einen 3-Band-EQ mit semiparametrischen Mitten.
Stereo-Kanal 3/4 besitzt einen unparametrischen 4-Band-EQ.
Stereo-Kanäle 5/6 und 7/8 besitzen jeweils einen unparametrischen 3-Band-EQ.
Kommentar erstellen Kommentare
1. Es gibt nur einen Stereo-Rückweg (von der DAW ins Pult). Analoge Remixe von mehr als zwei Spuren sind nur mit dem Flagschiff 1640i möglich, dass auch über tatsächlich 16 Rückwege verfügt.
2. Falls man eine Stereospur von der DAW nachträglich mit einem Stereo-FX bearbeiten will, kann man sie auf Kanal 7-8 routen. Dort stehen aber nur zwei Mono-Sends (AUX1 und 2) zur Verfügung, die leider nur das summierte Monosignal ausgeben. Also von True-Stereo nicht die Spur!
3. Selbst mit der aktuellen Firmware kommt ein voll asugesteurtes Signal in der DAW mit ca. –3 dB an.
Fazit: Die Firewire-Anbindung ist immer noch buggy und sie könnte vor allem WESENTLICH flexibler sein! Ich schicke die Gurke zurück! Das war gearnotes von myspace.
Liebe Grüße,
Jens
Jens
MfG