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Über den Autor

Jens Stoffers

Jens Stoffers ist Diplom-Audio-Engineer und war viele Jahre Dozent am SAE Institute Köln. Er arbeitet sowohl als freier Ton-Ingenieur sowie in seinem eigenen Studio (www.das-mobile-tonstudio.de). Als Keyboarder, Songwriter, Produzent und Manager ist er zur Zeit bei der Jazz-Pop Band SIRION VELVET aktiv. Als Autor war er in den vergangenen Jahren schon für verschiedene Fachmagazine tätig (Sound&Recording, Keyboards, SAE-Magazin), schreibt nun aber nur noch für AMAZONA. Da sein Technik-Durst noch nicht gestillt ist, studiert er außerdem seit dem WS 2009 an der FH Köln Elektrotechnik.

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Test: Mackie Onyx 820i

24.08.2009
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Als Amazona-Autor ist man es natürlich gewohnt, brandneue Produkte zu testen. Aber als ich von meinem Chefredakteur gebeten wurde, das neue Mackie Onyx 820i-Pult im Verbund mit Pro Tools M-Powered zu testen, war ich dann doch sehr überrascht: ein neues Onyx-Pult? Teil einer neuen Serie sogar? Wieso findet man darüber nirgendwo Informationen? Nicht einmal auf der Mackie-Homepage wird das Pult erwähnt. Es existiert keine einzige Pressemitteilung. Auch im Ausland ist das Pult noch gänzlich unbekannt. Ein derart neues Produkt für einen Test zu bekommen, ist dann doch sehr ungewöhnlich.

Und überhaupt: Wieso „mit Pro Tools testen?“ Pro Tools läuft doch nur mit Digidesign- und M-Audio-Hardware, das weiß doch jedes Kind. Fragen über Fragen also. Und wir sind stolz, dass Amazona diese Fragen als erstes Magazin WELTWEIT beantworten kann.

Das Pult

Als Testgerät bekam Amazona das kleinste Modell der brandneuen Onyx-Serie: das 820i. Ein Gerät mit so wenigen Eingängen gab es bei der bisherigen Onyx-Serie nicht. Es handelt sich nämlich um ein analoges Mischpult mit 8 Eingangskanälen, die auf eine Stereo-Summe zusammengeführt werden. Busse/Subgruppen sind nicht vorhanden.


Schickes kleines Pult: Mackie Onyx 820i

Die Kanäle 1 und 2 sind mono ausgeführt, die anderen Eingänge sind jeweils als Stereopaar zusammengefasst (3/4, 5/6, 7/8). Außerdem bringen die Kanäle 1 und 2 jeweils einen Insert-Weg sowie einen hochohmigen Instrumenten-Eingang mit.
Die Onyx-Vorverstärker genießen zu Recht einen guten Ruf, das 820i besitzt derer drei – leider etwas wenig für ein 8-Kanal-Mischpult, aber wohl ein Zugeständnis an den günstigen Preis. Wer mehr Pre-Amps braucht, muss zu einem größeren Modell greifen. Jeder Mikrofonkanal besitzt neben Gain-Regler ein schaltbares Trittschall-Filter sowie individuell zuschaltbare Phantomspannung.
Sämtliche Eingangskanäle verfügen über 2 AUX SENDS (pre/post), PAN- und LEVEL-Regler, SOLO- und MUTE-Button sowie einen „Perkins“-EQ. Der EQ wiederum ist in den einzelnen Kanälen  unterschiedlich gut ausgestattet:
Mono-Kanäle 1 und 2 besitzen einen 3-Band-EQ mit semiparametrischen Mitten.
Stereo-Kanal 3/4 besitzt einen unparametrischen 4-Band-EQ.
Stereo-Kanäle 5/6 und 7/8 besitzen jeweils einen unparametrischen 3-Band-EQ.


Bedienoberfläche Teil 1


Außerdem bietet das Pult noch ein integriertes Talkback-Mikrofon, 2 Stereo AUX RETURN-Wege, TAPE-Eingänge und Ausgänge (Cinch), einen PHONES-Anschluss, einen CONTROL ROOM Ausgang sowie 2 Stereo-Ausgänge für den MAIN MIX und den Mackie-typischen ALT MIX 3/4, auf dem die gemuteten Kanäle ausgegeben werden.
Das Ganze befindet sich in einem schicken, schlanken Gehäuse. Die Optik der Bedienoberfläche wurde im Vergleich zur „alten“ bzw. noch aktuellen Onyx-Serie leicht überarbeitet, alles sieht aber nach wie vor sehr nach Mackie aus. Das Gehäuse wirkt aber etwas moderner. Die Verarbeitung des Pultes macht einen soliden, guten Eindruck. Und wie es sich für ein ordentliches Stück analoger Hardware gehört, hat das kleine Pult ein durchaus beeindruckendes Gewicht. Nicht so schön finde ich persönlich, dass die LEVEL-Regler als Potis und nicht als Fader ausgeführt sind – ich gehe aber davon aus, dass das bei den größeren Modellen anders sein wird.


Bedienoberfläche Teil 2: keine Fader :-(


Wäre die Feature-Liste hier zur Ende, könnte man Mackie „nur“ eine gelungene, wenn auch unspektakuläre Fortsetzung der Onyx-Reihe bescheinigen. Aber die Highlights kommen ja noch:

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Bewertung

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  • Benutzerbild von gaffer
    gaffer, 01.07.2010 - 19:21 Uhr:
    @ gearnotes: Nicht jeder möchte analog mischen, lange wurden diese Anwender einfach als noch nicht im 3. Jahrtausend angekommene angesehen, nicht unbedingt korrekt wie wir alle inzwischen wissen. Trotzdem würde ich persönlich den Mackie nur zur Aufnahme einsetzen, die Mischung/Schnitt im Rechner, Schnitt sogar ohne externes System machen. Fazit: das könnte schon passen
  • Benutzerbild von ms/gearnotes
    ms/gearnotes, 05.06.2010 - 17:52 Uhr:
    Ist ein typisches Mackiepult. Klingt also ganz ordentlich, aber die Firewire-Anbindung lässt doch manche Wünsche offen.

    1. Es gibt nur einen Stereo-Rückweg (von der DAW ins Pult). Analoge Remixe von mehr als zwei Spuren sind nur mit dem Flagschiff 1640i möglich, dass auch über tatsächlich 16 Rückwege verfügt.

    2. Falls man eine Stereospur von der DAW nachträglich mit einem Stereo-FX bearbeiten will, kann man sie auf Kanal 7-8 routen. Dort stehen aber nur zwei Mono-Sends (AUX1 und 2) zur Verfügung, die leider nur das summierte Monosignal ausgeben. Also von True-Stereo nicht die Spur!

    3. Selbst mit der aktuellen Firmware kommt ein voll asugesteurtes Signal in der DAW mit ca. –3 dB an.

    Fazit: Die Firewire-Anbindung ist immer noch buggy und sie könnte vor allem WESENTLICH flexibler sein! Ich schicke die Gurke zurück! Das war gearnotes von myspace.
  • Benutzerbild von j.stoffers
    j.stoffers, 14.09.2009 - 03:30 Uhr:
    Hallo Bobby, im Test steht sowohl etwas zur Qualität der Mikrofonvorverstärker als auch zur Latenz!

    Liebe Grüße,
    Jens
    • Benutzerbild von Kovalam
      Kovalam, 01.10.2009 - 18:00 Uhr:
      Nun mal eine dumme Frage!Ersetzen die Onyx i Mischpulte auch die Soundkarten,z.B. eine Focusrite Saffire Pro 40,oder sind die Mischpulte nur als Zusatz gedacht?Sind die Wandler von der Qualität mit gängigen Soundkarten vergleichbar?Grüße,Arndt
      • Benutzerbild von j.stoffers
        j.stoffers, 01.10.2009 - 19:51 Uhr:
        Hallo Arndt, es gibt keine dummen Fragen ;-) Das Pult ist als vollwertige externe Soundkarte anzusehen - wer mit der Anzahl der Ein- und Asugänge auskommt, braucht also keine zusätzliche Soundkarte. Und die Qualität der Wandler ist durchaus mit gängigen Soundkarten dieser Preisklasse vergleichbar. Viele Grüße,
        Jens
  • Benutzerbild von bobby
    bobby, 13.09.2009 - 21:16 Uhr:
    Klingt alles schön, aber wie gut sind die Mikrofonvorverstärker im Vergleich z.B. zu RME 400 und wie sind die Latenzzeiten usw. Kann die Redaktion darauf eine Antwort geben?
    MfG

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