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Test: RME Fireface UCX, USB 2.0 + Firewire 400 Audio Interface, iPad kompatibel

RME Fireface UCX

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iPad

Ein Novum bei der Klasse der professionellen Audio-Interfaces stellt die Konnektivität zum Apple iPad und iPad2 dar. Bislang gibt es zwar schon eine Reihe von günstigen Interfaces, die USB Audio „Class Compliant“ (eine generische USB Spezifikation für Audio/MIDI-Interfaces) sind und mit dem iPad funktionieren, jedoch ist deren Klangqualität bei weitem nicht mit einem RME Produkt zu vergleichen. So verfügt RME über die Steady-Clock und muss sich nicht die stark verjitterte USB-Clock verlassen.
Um nun das UCX iPad Audio- und MIDI-kompatibel zu machen, muss das iPad erst mal USB-kompatibel sein. Dies erfolgt über das bekannte Apple Camera Connection Kit, an dem sich ein USB-Port befindet. Wichtig ist dabei für einen einwandfreien Betrieb, dass es sich um das original Apple Kit handelt. Das UCX muss darüber hinaus in den so genannten Class Compliant Modus gesetzt werden und wird anschließend vom iPad erkannt. Es meldet sich momentan als 8-Kanal Interface an, wobei die meisten Apps nur zwei Kanäle benutzen. Momentan gibt es nur eine App die 24 Bit unterstützt, nämlich Pocket WavePad HD. Es folgen in Zukunft bestimmt noch mehr.
Spielt man nun ein Audiofile ab, so liegt es parallel an den analogen Ausgängen 1+2, den Kopfhörerausgängen 7+8 und an den ADAT-Ausgängen 1+2 an. Die digitalen Eingänge des UCX werden momentan nicht unterstützt, jedoch die analogen. Zwar kann das UCX vom iPad aus nicht ferngesteuert werden, jedoch ist die Bedienbarkeit der Pegel am Gerät weiterhin gegeben und auch vorher über PC oder Mac konfigurierte EQs und Dynamics bleiben auch im Class Compliant Mode aktiv.

Ich halte dieses Feature nicht nur einfach für eine technische Spielerei, sondern sehe im Zusammenhang mit der richtigen App ernsthafte Anwendungsfälle wie Live- oder Portable-Recording oder Akustikmessungen. Selbstverständlich kommt für diese Anwendungsfälle auch ein Netbook oder ein anderes Laptop in Frage, denn schließlich benötigt das UCX eine Spannungsquelle, womit man ohne dicken Gürtelakku nicht komplett „portable“ ist. Die tolle Bedienung und den Style-Faktor eines iPads kann aber so schnell nichts überholen. Wichtig ist noch, dass das UCX leider nicht am iPhone oder iPod Touch funktioniert!
Die Idee zu einem zukünftigen Class-Compliant Mode für das Babyface zwängt sich hier natürlich auf, zumal es noch weitaus kleiner als das UCX ist. Da das Camera Connection Kit allerdings nicht genug Strom am USB Port liefert, kann das Babyface dort nicht Bus-Powered betrieben werden. Das UFX wird den CC-Modus auf jeden Fall auch erhalten, das UC muss weiterhin ohne ihn auskommen.

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Remote

Mussten bislang noch MIDI-Controller von Fremdfirmen herhalten, um Totalmix fernzubedienen, liefert RME nun gleich eine komplett eigene Lösung aus. Erster Vorteil: Beide MIDI-Ports bleiben für andere Dinge erhalten. Zweiter Vorteil: Das UCX kann im Rack verweilen, während man die Lautstärke bequem am Tisch mit der Remote ändert. Der vom Babyface entliehene Endlosdrehregler stellt die Abhörlautstärke ein. Der Recall-Button lässt die Abhörlautstärke auf einen definierten Pegel springen und der Prog-Taster kann für viele verschiedene Funktionen genutzt werden. Ein Druck auf den Lautstärkesteller schaltet die DIM-Funktion an oder aus. Alle diese Funktionen machen mir direkt Lust auf mehr. Dafür gibt es dann die optionale Advanced Remote Control. Mit mehr programmierbaren Tasten.

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