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Feature: MEOM Proberaum Concepte, modulares Proberaumkonzept

Modulares Proberaumkonzept Made In Germany!

12. April 2024
MEOM Proberaumkonzepte Feature

Feature: MEOM Proberaum Concepte, modulares Proberaumkonzept

Es gibt Musikerprobleme, die bereits seit dem Zeitpunkt existieren, als die erste Saite oder das erste Fell zum Schwingen gebracht wurde. Die Rede ist von der Suche nach einem sauberen, bezahlbaren und möglichst ökologisch nachhaltigen Proberaum, der im günstigsten Fall auch noch flexibel in seiner Verwendung ist. Wir unterhielten uns mit Oliver Schulte, seines Zeichens einer der Ansprechpartner der MEOM Proberaum Concepte GmbH und ehemaliger Autor von AMAZONA.de, der mit einem hochinteressanten Modulbausystem frischen Wind in das leidige Thema Proberaumsuche bringen möchte.

MEOM Proberaumkonzepte Aufbau

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Axel:
Woher kommt die Idee zum MEOM Proberaumkonzept?

Oliver Schulte:
Als viel reisender Musiker habe ich die Not der Musiker vielerorts erlebt. Es gibt, egal wo man hinschaut, viel zu wenig Räume, die sich zum Musizieren eignen. Das Angebot schwindet sogar ständig, da oft aufgrund neuerer Bestimmungen wie Brandschutz Gebäude geschlossen werden. Die Räume, die man noch findet, sind sehr oft in einem katastrophalen Zustand. Stellen Sie sich mal vor, eine Bürokraft müsste ohne Tageslicht, mit Schimmelbefall und schlechten Sicherheitsbedingungen den Arbeitstag verbringen! Undenkbar. Musikern wird so etwas tatsächlich oft zugemutet. Es muß etwas passieren, sonst verschwindet die ohnehin schon schwer gebeutelte Musikszene mehr und mehr.

Axel:
Was sind die Ziele der Firma?

Oliver Schulte:
Wir haben uns zum Ziel gesetzt, für mehr nachhaltige, gesunde Proberäume zu sorgen. Räume, in denen Musiker sich wohlfühlen. Ein Ort, auf den sie sich freuen, gerne ihre Zeit dort verbringen, wo Kreativität fließen kann. Ein Ort, wo neue Kontakte entstehen, wo Neues entsteht. Auf diese Weise tragen wir dazu bei, dass mehr Angebot an guten, hochqualitativen Proberäumen entsteht.

MEOM Proberaumkonzepte Feature

MEOM Proberaumkonzepte, Außenansicht

Axel:
Mit wem arbeitet ihr bei MEOM zusammen?

Oliver Schulte:
MEOM, das bin ich, Oliver Schulte, professioneller Schlagzeuger, Gründer und Geschäftsführer, sowie meine Frau Manuela, die sich um Abläufe, Kalkulationen und alles Administrative kümmert. Interessierte Kunden erhalten bei uns eine umfangreiche Beratung zur Konzeption eines MEOM Gebäudes. Der Kunde wird bei allen Fragen an die Hand genommen, von den ersten Überlegungen, wie das Gebäude aussehen kann, bis hin zu übersichtlichen Kostenkalkulationen. Im weiteren Ablauf einer Bestellung eines MEOM Gebäudes sind Planer, Architekten und Zimmerer der Zimmerei Stark involviert. Außerdem arbeiten wir mit Fachleuten für Finanzierungen und einem Fördermittelberater zusammen. Das ist interessant für Vereine, Kommunen oder Musikschulen. Ein auf Proberaum-Vermietung spezialisiertes Unternehmen (PianoMe) kümmert sich um die Beratung unserer Kunden, die planen, einen Proberaumkomplex zu eröffnen.

MEOM Proberaumkonzepte Feature

Axel:
Wo wird das System gefertigt?

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Oliver Schulte:
In der Zimmerei STARK haben wir den perfekten Partner gefunden, der unsere Idee großartig umsetzt und auch die erforderlichen Kapazitäten hat, um größere Stückzahlen zu fertigen. Im Werk im bayrischen Auhausen sind mittlerweile über 200 Mitarbeiter beschäftigt. 2024 wurden 30 Lehrlinge eingestellt. Ein vorbildliches Unternehmen, das sehr gut mit seinen Mitarbeitern umgeht und auf allen Ebenen nachhaltig denkt und agiert.

Axel:
Gibt es unterschiedliche Größen bei den Modulen?

Oliver Schulte:
Wir setzen aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Planbarkeit sowie möglichst günstiger Transportkosten auf ein MEOM Idealmaß von 7×3 m. In dieser Modulgröße lassen sich unterschiedlichste Gebäudegrößen planen und realisieren. Durch Aneinanderreihen von zwei und mehr Modulen schaffen wir auch große Räume mit 36 qm, 54 qm etc.

Die Kosten werden niedrig gehalten, da die Planung auf den bereits erprobten Maßen basiert.
 Andere Maße sind mit entsprechender Neuplanung auch möglich.

MEOM Proberaumkonzepte Feature

Fertigung der Module

Axel:
Wo liegen die Herausforderungen bei einem solchen Konzept?

Oliver Schulte:
Bebaubare Flächen zu finden, ist sicher eine Herausforderung. An diesem Punkt raten wir Kunden, Kontakt mit entsprechenden Stellen wie Kulturämtern, Musikschulen oder Musikverbänden aufzunehmen. Wenn alle zusammenarbeiten, kann mehr in kürzerer Zeit entstehen. In einem Projekt stellt eine Kommune ein Grundstück für den Bau einer Musikschule, kombiniert mit Proberäumen, zur Verfügung. Auch Gastronomie kann hier einen Platz finden. Da stellt auch ein Kulturamt oder Bauamt gerne Weichen. Menschen mit guten Ideen zusammenzuführen, ist auch eine Aufgabe, die sich uns immer wieder stellt. Es gibt viele Möglichkeiten, wie Menschen und entsprechende Stellen zusammenarbeiten können, so dass alle am Ende einen großen Nutzen haben: Künstlerszene, Stadt-Image, Gastronomie, Jugendarbeit …

Axel:
Wie ist der preisliche Rahmen eines Moduls?

Oliver Schulte:
Per Quadratmeter Innenraum-Nutzfläche ist zu rechnen mit 2.000 bis 3.000,- Euro netto. Schlüsselfertig! Da ist die gesamte Planung, der Transport und die Aufstellung durch ein vierköpfiges Team enthalten. Der Preis differiert aufgrund der Anzahl der Module, deren Ausstattung und der Lieferwege.
Je höher die Anzahl der Module, desto günstiger der Preis, das liegt an festen Kostenblöcken, die generell immer enthalten sind. Eigenleistungen können gerne erbracht werden, um verschiedene Kosten einzusparen.
Hervorzuheben ist die Planungssicherheit, was sowohl den zeitlichen Ablauf und auch die Kosten betrifft. Durch witterungsunabhängige Fertigung werden MEOM Gebäude immer zum geplanten Zeitpunkt fertig. Anders als bei konventioneller Bauweise entstehen keine unerwarteten Mehrkosten. Unsere Kunden bekommen das Rundum-Sorglos-Paket. MEOM Gebäude sind darüber hinaus erweiterbar und aufstockbar.

MEOM Proberaumkonzepte Feature

Aufbau eines MEOM Proberaums

Axel:
Wie ist die Lüftung und Heizung des Innenraums geregelt?

Oliver Schulte:
Grundsätzlich sind alle gängigen Heizungsarten möglich. Wir setzen auf Klima-Split-Geräte mit niedrigem Stromverbrauch, die als Heizung wie auch als Klimaanlage im Sommer genutzt werden können. Natürliche Kühlung durch Dachbegrünung ist möglich und wird oft angefragt.

Axel:
Hat das System einen besonderen Schutz bzgl. Einbruch?

Oliver Schulte:
Wir arbeiten mit Spezialisten für Sicherheitstechnik zusammen, die unsere Kunden zu deren speziellen individuellen Anforderungen beraten und entsprechende Systeme nach Kundenwunsch installieren.

MEOM Proberaumkonzepte Feature

Innenansicht eines Proberaums

Axel:
Gab es Probleme bei der Einführung, z. B. deutsche Normen?

Oliver Schulte:
Nein. Da die Module von Architekten der Firma Stark konzipiert werden, ist die Einhaltung einschlägiger Normen bereits gegeben oder können bei der Neuplanung entsprechend berücksichtigt werden.

Axel:
Darf das System überall aufgebaut werden oder braucht es eine Baugenehmigung?

Oliver Schulte:
In Deutschland ist generell eine Baugenehmigung erforderlich, auch wenn unsere MEOM Module umziehbar bleiben. Eine Übersicht der Schritte zur Erlangung der Baugenehmigung findet sich auf unserer Website.

MEOM Proberaumkonzepte Feature

Innenraum

Axel:
Hat das System einen Verschleiß bzw. müssen Elemente gewartet werden?

Oliver Schulte:
MEOM Module sind grundsätzlich sehr wartungsarm. Wir empfehlen unseren Kunden unempfindliche Materialien wie den robusten Nadelfilzboden. Die Oberflächen der Innenwände sind sehr robust und stoßfest. Die Außenplatten der Fassade lassen sich durch einen Neuanstrich im Intervall von mehreren Jahren gut erhalten oder lassen sich sogar austauschen.

Axel:
Ist das System mobil, sprich kann man es u. U. ab- und wieder aufbauen und wie transportiert man es?

Oliver Schulte:
Dies ist ein weiterer Vorteil des Modulbaus. MEOM Module benötigen lediglich Punkt- oder Streifenfundamente, sie kommen ohne Betonbodenplatte aus. Das macht sie komplett rückbaubar. Genauso wie sie angeliefert wurden, können sie auf einem LKW an einen anderen Ort transportiert werden. Bei einem Umzug nimmst du dein Gebäude also einfach mit.

Axel:
Wer ist der Ansprechpartner der Firma?

Oliver Schulte:
Direkte Ansprechpartner sind Manu Kraft und ich. Unsere Kontaktdaten sind auf unserer Website.

Axel:
Gibt es Einschränkungen z. B. für die unterschiedlichen Instrumente?

Oliver Schulte:
Prinzipiell lässt sich jedes Instrument in einem MEOM Proberaum unterbringen. Frei nach dem Motto: Wenn es durch die Tür passt, kannst du es auch spielen. Auch ein schwerer Flügel kann gut im einem MEOM Modul genutzt werden.

MEOM Proberaumkonzepte Feature

Oliver Schulte

Axel:
Wie ist die bisherige Resonanz?

Oliver Schulte:
Die Resonanz ist seit der Gründung von MEOM durchweg sehr gut. Fast täglich rufen interessierte Musiker, Musikschulen oder kommunale Kulturämter bei uns an oder schreiben uns. Es sind derzeit einige tolle Projekte unterschiedlich weit in der Planung. Bauprojekte benötigen in der behördlichen Planung gerne etwas länger, so dauert es etwas, bis MEOM Gebäude an mehreren Standorten in Deutschland stehen. Bis Mitte 2025 sollten nach derzeitigem Planungsstand vier Standorte an unterschiedlichsten Orten dazu gekommen sein. Unsere Lieferzeiten ab Bestellung sind mit ca. 4 – 6 Monaten sehr kurz. Wenn der Bauantrag steht, geht also alles Weitere schnell.

Axel:
Wo kann man ein Exemplar besichtigen?

Oliver Schulte:
Derzeit stehen in Auhausen, auf dem Gelände der Zimmerei Stark, in Dillingen an der Saar und demnächst in Gießen MEOM Gebäude, die nach vorheriger Terminabsprache zu besichtigen sind. Weitere werden 2024/25 gebaut.

Axel:
Vielen Dank Oli für das schöne Gespräch. Wir wünschen dir alles Gute für die Zukunft und viel Erfolg!

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Fazit

Das MEOM Probreaumkonzept hinterlässt auf mich einen hervorragenden Eindruck und wird mit Sicherheit viele Probleme lösen, vor denen man im Moment noch in den meisten Fällen kapituliert. Wenngleich der Privatmann unter Umständen kurz den Taschenrechner anschmeißt, sobald er den Preis des Systems hört, sollte er im Gegenzug auch eine Rechnung aufmachen, was er im Laufe einiger Jahre an Miete für einen teilweise deutlich minderwertigeren Raum aufwenden muss, der zudem zumeist klanglich oder von der Konzeption her gar nicht für einen Proberaumbetrieb konzipiert wurde.

Außerdem unterstützt man mit seiner Investition ein vom Entwurf bis zur Umsetzung durchgehendes „Made In Germany“-Produkt, was heutzutage gar nicht hoch genug angerechnet werden kann. Ein hochinteressantes System, von dem man bestimmt noch einiges hören wird.

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Forum
  1. Profilbild
    Anjin Sun

    Ich würde neben dem hochwertigen Zellenpreis vor allem noch zwei Dinge kalkulieren:
    a) Aufstellplatz
    b) Zellenmaß

    a) Wo bitte soll ich denn als Normalo so einen Container aufstellen? Auf dem Balkon, falls ich einen habe?
    b) 3 X 7 Meter? Das weckt in mir persönlich sofort ein akustisches NEIN! UND dat Dingens schwingt doch sicherlich total, Resonanzkörper vorwärts.
    Aber ganz wichtig ist Nachhaltigkeit im Werbetext! 😁
    Ja … nachhaltig die „Glastür“ eingeschlagen und leergeräumt.

    • Profilbild
      iggy_pop AHU

      @Anjin Sun „a) Wo bitte soll ich denn als Normalo so einen Container aufstellen? Auf dem Balkon, falls ich einen habe?“

      Ja, klar — direkt neben das Balkonkraftwerk, dann bist Du autonomer und nachhaltiger Musikschaffender.

      „b) 3 X 7 Meter? Das weckt in mir persönlich sofort ein akustisches NEIN! UND dat Dingens schwingt doch sicherlich total, Resonanzkörper vorwärts.“

      Den Innenausbau kann der Musikschaffende selbst vornehmen nach eigenem Gutdünken. Hanfmatten z. B.

      Im Ernst: Die Idee mit den sog. Asylantencontainern, die man auch als Wohn- oder Studiocontainer zweckentfremden könnte, ist mir auch schon gekommen. Das Problem ist nur: Wo soll man sowas hinstellen? Glücklich ist, wer ein eigenes Grundstück besitzt, aber aus dem Schneider ist er noch lange nicht, denn auch auf dem eigenen Grundstück gelten kommunale Bauvorschriften, was Be- und Entwässerung, Brandschutz, elektrische Einrichtung etc. angeht.

      Diejenigen, die Grundstücke zu vermieten haben — egal, ob auf dem Land oder in urbanen Ballungsräumen –, wissen um den Wert dessen, was sie da feilbieten. Die Erfahrung hat mich gelehrt, daß solche Leute keine Altruisten sind. Die werden sich das fürstlich bezahlen lassen (wie z. B. der Investor, der der Stadt Osnabrück ein Lagerhaus am Hafen abgeschwatzt und zu 20m2-Proberäumen umgebaut hat, die er nun zu Preisen vermietet, zu denen man auch eine ganze Wohnung mieten könnte).

      Nette Idee, aber nicht wirklich zuende gedacht.

    • Profilbild
      mort76

      @Anjin Sun Auch Normalos haben oft einfach einen Garten. Ich hätte umsonst Platz für bestimmt zehn von den Dingern…aber ich habe auch einen Keller, und daher keinen Bedarf.

      • Profilbild
        iggy_pop AHU

        @mort76 Für Normalos ohne eigenen Grund und Boden stellen die oben beschriebenen Schuhschachteln keine Lösung dar.

        Egal, ob nachhaltig oder nicht.

        Und wer sie aufstellen und vermieten kann, wird garantiert nicht schüchtern sein, wenn es darum geht, die Investitionskosten wieder rein zu bekommen.

        Und das möglichst schnell.

  2. Profilbild
    Filterpad AHU 1

    Trotz guter Idee bzw. Konzept würde ich das nicht als günstig bezeichnen. Zum Vergleich: In einer heilklimatischen Umgebung wie Oberstdorf, bekannt für satte Wiesen, Berge, Schnee, 4 Schanzentournee und wohlhabender Personenkreis kostet der qm knapp über 3k Eigentumswohnung. 5 köpfige Band, 20 qm fast nicht machbar. Musikkapelle? Undenkbar! In einer Umgebung wo man solch einen Container aufstellen kann, befindet sich bestimmt ein ungenutzter Raum. Sollte ich mich verrechnet haben, bescheid sagen. Aber ich denke die Zielgruppe die solch einen Container wirklich braucht, sind keine erfolgreichen und wohlhabenden Bands. Dennoch ist die Idee sinnvoll weil, wenn es einen Mangel bei Musikern und Kapellen gibt, dann gute Proberäume und natürlich Dirigenten.

  3. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Wir haben unser Häusl einfach etwas größer gekauft, das hat das gleiche gekostet. Aber lässt sich diese Hütte auch als Sauna nutzen? Also mein Equipment hätte da Platzangst! Ich habe 70qm im Häusl reserviert. Ich würde die Hütte aber als Sauna…..

  4. Profilbild
    PitW

    Gibt es keine Angaben darüber, ob das System genügend dämmt, damit eine klassische Rockband darin proben kann?
    Zumindest in meinem Umfeld ist das mit das größte Problem bei der Proberaumsuche, dass der „Lärm“ nach außen dringt ..

  5. Profilbild
    PLan9

    Ich brauche keinen Proberaum mehr. Dank Kopfhörer und Plugins kann ich in der Wohnung spielen wann ich will.

  6. Profilbild
    Kazimoto AHU

    Nicht schlecht. Bei den vielen maroden Schulbauten hat das Konzept bestimmt Abnehmer. Privat macht man sowas selbst oder holt sich den örtlichen Zimmermann.

  7. Profilbild
    pol/tox

    gute Idee, wünsche weiterhin viel Erfolg damit!

    Was im Interview leider nicht angesprochen wird (außer ich habe es überlesen) und mich interessiert, da ich selbst mal als zusätzlichen dritten Raum einen Baucontainer zu einer Aufnahmebooth umgebaut habe:
    Wie gut ist die Schalldämmung zwischen einander angrenzenden Containern?
    Kann mir gerade schwer vorstellen, dass sich die Nachbaren nicht gegenseitig hören.
    Links die Metaler, rechts der Singer/Songwriter, das müsste schon sehr gut gedämmt sein mit evtl. Zwischenwänden zwischen den Containern, nehme ich an?

  8. Profilbild
    der.marder

    Trotz all der Meckerer hier: Ich finde das Konzept echt gut!!
    Und ich hoffe, dass sich dadurch die Situation für Musiker etwas entspannt.

    Am Artikel selbst fehlen mir leider auch einige wichtige Informationen: z.B. wie wird ein Instrumentenfreundliches Klima gehalten (also Temperatur und Luftfeuchte)? Wieviel Energie muss ich hierzu aufwenden? Wie schaut es mit den Emissionen nach außen aus (also was hört man draußen noch)? Wie schaut es mit dem Raumklang aus?

    Und nun zu den Meckerern: es ist nicht zielführend sich darüber auszulassen, dass ihr Zuhause einen Proberaum in euer Haus eingebaut habt, der größer ist als manche Wohnung in der die Leser hier wohnen!
    Zum ungenutzen Raum, den man irgendwo findet: Ja den gibt es hier bei mir. Jedoch würde ich da unsere Sängerin nach der Probe nicht alleine heim laufen lassen! Oder die Räume sind in unmittelbarer Nähe zu Wohnungen (Lärmproblem)
    Und auch die Baukosten sind im Rahmen. Die Durchschnittlichen Gestehungskosten für Wohnraum liegen bei 2400 Euro pro qm – soweit ich weiß. Wenn das dann ein ordentlicher Proberaum ist (siehe Fragen oben) finde ich das mehr als in Ordnung!

  9. Profilbild
    Axel Ritt RED

    Ich habe keine Übersicht, ob es bei anderen Artikeln genauso zugeht, aber dies ist zumindest für mich der Artikel, der (bis auf einige Ausnahmen) am meisten mit einer negativen Grundeinstellung in den Kommentaren überzogen wird.

    Ein deutscher Unternehmer entwickelt mit einer Fertigung in Deutschland ein Konzept um einen Missstand zumindest ansatzweise entgegen zu wirken und alles was er zu lesen bekommt sind Kommentare wie „brauche ich nicht“, „funktioniert garantiert nicht“ oder „geh doch in den Keller proben“.

    Wer diese Produkte nicht braucht sollte sich zumindest für andere Musiker freuen, welche nun, ob institutionell oder privat die Möglichkeit haben, eine Alternative in Erwägung zu ziehen.

    Wem das ganze zu teuer ist, kein Problem, einfach nicht kaufen. Wer ein solches System nicht braucht, kein Problem, einfach darüber freuen dass man autark ist. Und vor allem, einfach mal etwas Positives in die Kommentare schreiben und sei es nur Respekt für das unternehmerische Risiko zu zeigen. Wer sich jemals selbst mit solchen Aktionen beschäftigt hat, weiß wie viel Zeit, Geld und Arbeit in der Umsetzung eines solchen Projektes steckt!

    P.S. Dies ist meine private Meinung und hat nichts mit dem Artikel an sich zu tun.

    Beste Grüße!

    • Profilbild
      iggy_pop AHU

      @Axel Ritt Das nennt sich „sich der Kritik stellen“ — damit muß man rechnen, wenn man an die Öffentlichkeit tritt.

      Daß das unpopulär und nicht erwünscht ist, weil es mit der eigenen Sicht der Dinge kollidiert, liegt auf der Hand — wer möchte schon gerne gesagt bekommen, daß man blauäugig ist oder vom eigenen Enthusiasmus für eine scheinbar ideale Lösung übermannt/-fraut ist?

      Von der anderen Seite aus betrachtet ist nämlich genau diese naive Grundhaltung der Anlaß für Kritik und das erste, was draufgeht, wenn sie auf dem harten Boden der Tatsachen aufschlägt:

      Das System ist für Leute, die in einer Großstadt wohnen, rein räumlich nicht umzusetzen, sondern spielt wieder denen in die Hände, die sonst andernorts verschimmelte Bunker zu überhöhten Preisen vermieten: Diejenigen, die über genügend Platz und Geldmittel verfügen, um solch ein Musikercontainerdorf aufstellen zu können. Das sind i. d. R. auch dieselben, die zwei Quadratmeter große Lagerboxen zu Preisen vermieten, für die man beinahe eine ganze Wohnung mieten könnte — wenn es sie denn gäbe. Da steckt eine ganze Industrie hinter — in den USA läßt sich mit dieser Art sozialen Elends trefflich Kohle machen und bis zum letzten Tropfen ausschlachten („Storage Hunters“, schonmal gesehen?).

      Diejenigen, die sich hier mit reichlich Platz im eigenen Heim brüsten, werden sich gewiß keinen Container in den Garten stellen — wozu auch, sie haben doch den Platz.

      Außerdem gibt es dieses System nicht für lau, wie ich vermute — darüber findet man weder hier, noch auf Herstellerwebsite eine nähere Angabe, getreu dem Motto „wer erst nach dem Preis fragen muß, kann ihn sich sowieso nicht leisten“.

      Wer kann heute noch von seiner Musik leben? Hast Du, glaube ich, mal einen Aufsatz drüber geschrieben, hier auf diesen Seiten. Der zeichnete ein ziemlich ernüchterndes Bild.

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      @Axel Ritt Es ist klar dass die Idee vielleicht cool klingt, ein Proberaum einfach kaufen für bissl Geld aus der Portokasse wie ein kleines Gartenhäusl schnell ein Stück vom Rasen geopfert. Aber für die meisten Menschen von uns, eine eher frustriertende Situation, dass weder Kleingeld noch Bauamt mitmacht….. Mich wundert es nicht, dass die paar Reichen und Schöne (vielleicht) hier schon heimlich bestellt haben während die anderen ihren Unmut hier äußern. Die derzeitige Lage in der Welt ist auch noch mal etwas was einem zusetzt, wo man nicht weiß ob unsere Regierung unser Vermögen nicht auch noch verpulvert….. Da stehen so Ideen wie Proberäumchen kaufen vs Strom und GAS Rechnung begleichen etc. Im krassen Gegensatz. Was erwartet man denn für positive Kommentare in solchen Zeiten? 🤟Haltet durch!!!

  10. Profilbild
    svebur

    Ich finde das Konzept interessant. Privat wäre es wohl nichts für mich (kein Platz, kein Geld, die behördlichen Auflagen usw.).

    Aber für Kommunen oder Schulen ist das vielleicht eine Alternative. Wenn ich mich an meine Schulzeit und den Musikunterricht zurückerinnere, fällt mir da immer dieser eine Tag ein, an dem wir eine Referendarin als Vertretung hatten.

    Im Musikraum standen Xylophone, Congas und ein Klavier (und viele Stühle). Bis auf das Klavier, das unserem Musiklehrer vorbehalten war, durften wir an den anderen Kram ab und zu unter Aufsicht und nur unterrichtsbezogen etwas spielen.

    Sie wirkte da erstmal verloren („Klavier kann ich leider nicht…“) und öffnete mit einem der Schlüssel die Tür zum Nebenraum. Da standen dann wohl sortiert ein Schlagzeug, E-Bass, E-Gitarre, diverse Konzertgitarren und in den Regalen eine erlesene Ausahl an Percussion-Instrumenten.

    Sie griff sich eine Konzertgitarre und wir konnten uns was aussuchen.

    Danach sahen wir das Innere des Nebenraums nie wieder. Ich kann nur hoffen, dass es anderen Generationen nicht so ergeht. Und wenn sowas wie im Artikel dazu beiträgt – warum nicht?

  11. Profilbild
    Modellwelle

    Bei Modulbau werd ich hellhörig. Klar ist man von den optimalen Transportmaßen und dem, was der Kran heben kann, bei den Modulen abhängig, aber durch’s kombinieren mehrer Module lassen sich doch gute Räume erzeugen und auch die Raumhöhe (geschätzt an der Höhe des Mikroständers) sieht in Ordnung aus. Ich komm vom Wohnungsbau in Massivbauweise und da ist Schallschutz ein ganz wichtiges Thema. Wenn man es hier geschafft hat, die einzelnen Proberäume selbst bei hohem Schall zu entkoppeln, hab ich echt Respekt vor den Planern!

    Stark bietet ja auch Module für viele andere Nutzungen an. da lässt sich doch bestimmt auch zB ein Jugendtreff oder ein kleines Wochenendhaus mit Proberaum aus deren Modulen bauen. Finde die Idee der fertigen Proberaumzelle aus der Fabrik sehr gut und bin gespannt, wie sich das entwickelt. 👍

  12. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Es ist klar dass die Idee vielleicht cool klingt, ein Proberaum einfach kaufen für bissl Geld aus der Portokasse wie ein kleines Gartenhäusl schnell ein Stück vom Rasen geopfert. Aber für die meisten Menschen von uns, eine eher frustriertende Situation, dass weder Kleingeld noch Bauamt mitmacht….. Mich wundert es nicht, dass die paar Reichen und Schöne (vielleicht) hier schon heimlich bestellt haben während die anderen ihren Unmut hier äußern. Die derzeitige Lage in der Welt ist auch noch mal etwas was einem zusetzt, wo man nicht weiß ob unsere Regierung unser Vermögen nicht auch noch verpulvert….. Da stehen so Ideen wie Proberäumchen kaufen vs Strom und GAS Rechnung begleichen etc. Im krassen Gegensatz. Was erwartet man denn für positive Kommentare in solchen Zeiten? Dazu kommt, dass mich die Bauweise eher an einen Baucontainer oder an eine Notunterkunft wie man sie derzeit überall sieht erinnert, mir gefällt das überhaupt nicht. Ich hätte da etwas mehr Charme erwartet 🤟Haltet durch

  13. Profilbild
    Stephan Schmitt

    Oliver hat da mMn was cooles auf die Beine gestellt. Statt das direkt kleinzureden, sollten wir der Kreativität und dem Mut, neue Wege zu gehen Respekt zollen. In anderen Ländern wird so ein Unternehmergeist oft gefeiert – da könnte man sich hierzulande ruhig eine Scheibe abschneiden.

    Die MEOM-Module sind nicht nur eine kluge Antwort auf das sich stetig verschärfende Problem von fehlenden und teuren Proberäumen, sondern sie sind auch flexibel und nachhaltig. Wer sich selbst ein Bild machen will, kann die Teile ja direkt bei der Firma Stark begutachten. Da sieht man dann was Sache ist, sowohl in Sachen Sound als auch Aufbau und muss nicht spekulieren.

    Statt Oliver Naivität zu unterstellen und selbst nur bis zum eigenen Gartenzaun oder Geldbeutel zu denken, könnte man auch einfach mal ein bisschen Visionär spielen. Im Interview werden ja Vereine, Kommunen und Musikschulen genannt. Meiner Erfahrung nach brauchen gerade Kommunen oft Anstöße von außen, wenn sich was bewegen soll. Wenn Oliver derjenige sein sollte, der dafür sorgt, dass es demnächst wieder mehr Proberäume gibt statt neuer Hiobsbotschaften, dann sollte uns das jawohl recht sein.

    Einige User scheinen ziemlich frustriert zu sein und lassen ihren Unmut recht deutlich und emotional an der Idee von MEOM aus, mein vollkommenes Unverständnis dafür. Preise stehen übrigens im Text und nein, leisten kann ich mir das auch nicht, aber da kann Oliver ja nichts für.

    • Profilbild
      Tyrell RED 11

      @Stephan Schmitt Danke dir. Stimme dir zu. Und preislich richtet sich das eher an Kommunen und Gemeinden – und die können schon wenn sie wollen.

  14. Profilbild
    Tyrell RED 11

    Mega Oli. Drück dir sowas von die Daumen. Bitte Bescheid geben wenn das erste Objekt im Einsatz bei einem Kunden ist, dann berichten wir wieder darüber.

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