Baloran The Pool, Hardware-Synthesizer aus Frankreich

3. April 2021

Baloran: Nach THE RIVER folgt THE POOL

baloran the pool synthesizer

Baloran The Pool Synthesizer

Der neue Synthesizer von Laurent Baloran macht deutliche Fortschritte. Baloran The Pool wurde zuerst unter dem Projektnamen The Machin vorgestellt.

Baloran The Pool Synthesizer

Doch inzwischen zeigt Laurent, wie Bauform, Hardware und Technik schlussendlich aussehen werden und demonstriert in verschiedenen Videos, wie The Pool klingt. Die Erläuterungen sind zwar komplett in Französisch, doch anhand der Klänge versteht man auch ohne entsprechende Sprachkenntnisse genug, um sich ein erstes Bild machen zu können.

Ab hier die Meldung vom Februar 2021

Baloran The Pool Synthesizer

Der Prototyp lässt nun einiges erkennen

Anhand eines besseren Bildes werden nun einige Details des neuen Baloran-Synthesizers The Pool ersichtlich. Vielleicht kommt ja auch bald der Klebezettel weg, der momentan noch den wahren Namen von „The Machin“ verbirgt.

Das blaue Display, vielleicht der Namensgeber THE POOL?

Der Synthesizer besitzt vier Oszillatoren, zwei klassische analoge VCOs mit Triangle, Saw und Pulse (PWM), die auch über Sync und FM verfügen, und zwei digitale Oszillatoren, bei denen sich offenbar eine Wave auswählen lässt, es aber auch Funktionen wie FM, ADD (additiv?) und A2D gibt.
Über zwei Mixer können die Oszillatoren in zwei Filterpaare geleitet werden. Die Konfiguration scheint recht flexibel zu sein. Die VCOs gehen in beide Filterpaare, Digit 1 und Digit 2 sind jeweils einem Paar zugewiesen. Es ist nicht klar zu ersehen, ob man die Filterpaare auch wechselseitig ineinander schicken kann.
VCF 1 und 3 sind Tiefpässe mit 12 dB und 24 dB, die sich durch Oszillatoren modulieren lassen. VCF 2 und 4 können zwischen Bandpass und Hochpass umgestellt werden. Im Text zu eine der Videos war auch von Formant-Filtern die Rede, es scheint also noch mehr Modi zu geben.
Für alle Filter gibt es separates Key-Tracking und Steuerung durch unterschiedlichen Hüllkurven.

Zur Modulation sind drei LFOs mit jeweils eigener Tap-Taste und vier ADSR-Hüllkurven vorhanden, wobei zwei über einen Curve-Regler verfügen.
An der Seite ist in ungewöhnlicher Vertikalanordnung ein 16-Step-Sequencer vorhanden, dessen Werte auch im Display dargestellt werden und dort noch weitere Funktionen zeigt. Ebenso sind eine Arpeggiator-Taste sowie zwei VCAs mit Panning und Mute zu erkennen.

Ab hier die Meldung vom 14.2.2021

Baloran The Pool Synthesizer

Laurent Baloran zeigt die Fortschritte bei der Entwicklung des neuen Synthesizers Baloran The Pool. Für die bisherige Ansammlung von Platinen gibt es inzwischen auch den Entwurf einer Oberfläche, aber die Entwicklungsphase ist noch lange nicht abgeschlossen.

Leider gibt es noch keine wirklichen Informationen zu Baloran The Pool. Aus den Videos kann man lediglich entnehmen, dass der Synthesizer über einen Sequencer verfügt, im Moment mit nur einem Voiceboard arbeitet, was wiederum darauf schließen lässt, dass es für mehrere Voiceboards konzipiert ist und somit polyphon wird. Im jüngsten Video werden die Formant-Filter demonstriert, die offenbar digitaler Natur sind. Der bisher zuhörende Sound unterscheidet sich deutlich vom Analogsynthesizer Baloran The River. Die beiden Synthesizer werden wohl nur die großzügige Dimensionierung und gehobene Preisklasse teilen.
Was die genauen Spezifikationen der Klangerzeugung von Baloran The Pool sind (Oszillatoren, Modulatoren, Effekte etc.) angeht, kann man im Moment nur spekulieren.

Das erste Video:

Mit der Gestaltung und Ergonomie des Panels scheint Laurent Baloran soweit zufrieden zu sein. Die Oberfläche ist auch wirklich großzügig bemessen und mit einer Vielzahl von Reglern und Tastern ausgestattet. Außerdem gibt es einen Touchscreen, mit dem weitere Funktionen bedient werden.

Baloran The Pool wird voraussichtlich zum Synthfest France SFF, das vom 4. bis 6. Juni 2021 stattfinden soll, präsentiert werden. Bis dahin gibt es sicherlich mehr Informationen.

Fortschritte:

Der derzeitige Stand:

Forum
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      D-Joe  

      sieht sehr vielversprechend aus,
      hoffentlich bekommen die Potis auch nette Kappen!!!!!

  1. Profilbild
    KrauTronicA  RED

    Ohne mir jetzt die Videos angesehen zu haben und rein von den Bildern her zu urteilen, dürfte The Machin wohl eine interessante Mischung aus Arturia’s Origin und Waldorf‘s Quantum / Iridium werden :-).

    Schon jetzt Hut ab wenn Laurent das wieder im Alleingang und wie im Artikel erwähnt sogar mit Touch Display macht.
    Die Anzahl und Anordnung der Regler und Taster / Schalter ist klarer Hinweis das wieder sehr starker Wert auf gute Bedienbarkeit mit direktem Zugriff auf viele Parameter gelegt wird.
    Das alles am besten noch in Verbindung mit MPE Unterstützung; schon gibt’s „The next big dream-synth“ :-).

    Teil 2 als Fortsetzung mit meinen Vermutungen zur technischen Umsetzung.

    • Profilbild
      KrauTronicA  RED

      Teil2:
      Die beiden identischen Platinen oben links und mittig links dürften wohl die voice-(control-)boards mit Oszillatoren, Mischer und Filtern sein:
      * Ganz links die Oszillatoren mit ihren typischen Reglern (Octave, Pitch, Fine, Waveform, Shape) sowie 3 Regler für Modulationen. Nachdem es zwei auffällige Gruppen mit je 4 Tastern / Schaltern gibt, dürften es wohl 4 Oszillatoren pro voice-board sein. Insgesamt also 8 Oszillatoren, was auch zur Philosophie des The River passen und eine gewisse Wiederverwendung der Steuerelektronik ermöglichen würde.
      * Die jeweils 4 senkrechten Regler wohl für die Mischer (würde somit zu 4 Oszillatoren passen).
      * Rechts dann vermutlich Dual-Filter; also 2 Filter pro voice-(control-)board.

      Die Platine links unten könnten 3 LFOs sein.

      Das große board mit dem Display dann für:
      * Hüllkurven [die 2x (4+5) Regler oberhalb des Displays]; evtl. sogar multi-funktional [8 Kanal Mischer ?]
      * Sequencer (die 16 Encoder senkrecht ganz rechts); vermutlich für 8 Spuren (die 2 x 4 Taster ganz unten rechts).
      * Touch-Display für die Auswahl von verschiedenen Modulen und Modellen mit luxuriösen 2 x 4 + 2 x 2 Encodern.

      Bin schon gespannt wie es in der finalen Version dann tatsächlich umgesetzt ist.

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    Filterpad  AHU 1

    Da stimme ich dem Autor zu das es vermutlich eher die gehobene Preisklasse sein wird, wenn man die Firma und deren bisheriges Schiff „The River“ kennt. Die Mitte (von 5000€) wären also mindestens 2500€. Da The River nach dem bekannten Moog Source klingt, dürfen wir gespannt sein welchen Synth sie sich diesmal auserkoren haben: Digital? Vielleicht ein JD-800, DX-7 Klon mit Potis? Man darf gespannt sein!

  3. Profilbild
    iggy_pop  AHU

    Offensichtlich kein Hartmann-Design — es ist *noch* unübersichtlicher.

    Hoffentlich wird da nochmal nachgebessert.

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    tomma242  

    „The…Machin“ versteht sich als „the Dingsbums“ und wird überhaupt nicht der Namen des neuen Synthesizer werden, Laurent möchte den Namen nur noch nicht enthüllen.

    Was wir aber schon wissen:

    -es wird ein hybrid Synth werden
    -aufrüstbar von monophon bis poly X Voice (8-10-16?), eine Voice Card kann im Mono, Dual, Paraphonic und Polyphonic mode betrieben werden.
    -2 VCO und 2 digital Filter per voice
    -4 multimode VCFs in 12 und 24dB
    -2 mixer
    -3 LFO, 4 EG und 2 VCA
    -ARP und Sequencer
    -Morphing
    -Touchscreen

  5. Profilbild
    Benny  

    ich tippe auf eine Kombination mit additiver Synthese. Das Teil sieht sehr interessant und durchdacht aus, da bin echt mal gespannt.

  6. Profilbild
    SynthNerd  AHU 1

    Na vielleicht kommt damit nun die eierlegende Wollmilchsau…
    Das Konzept macht jedenfalls schon mal einen sehr mächtigen Eindruck.
    Wenn’s dann wirklich so vielseitig und überzeugend klingt…
    … wird’s wohl der Preis sein, der dann meine Euphorie bremst…

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