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Falco Konzert: 30 Jahre Donauinselfest

Legendäres Konzert: Vor 30 Jahren rockte Falco die Donauinsel

26. Juni 2023

Eins, zwei, drei Na, es is nix dabei, wenn ich euch erzähl‘ die G’schicht…Am 27.06.1993 gab Falco ein legendäres Konzert vor 150.000 Menschen auf dem Donauinselfest in Wien. Das ist jetzt genau 30 Jahre her. Das erste offizielle Donauinselfest wurde 1983 veranstaltet und wird seitdem jährlich von der Stadt Wien organisiert. Das Festival ist für das Publikum kostenlos und wird jährlich von etwa 3 Millionen Menschen besucht.

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Doch was hat das alles mit Falco zu tun? Österreichs einziger Popstar mit Welthits wie „Rock Me Amadeus“, „Der Kommissar“, „Jeanny“ und „Vienna Calling“ war 1993 alles andere als angesagt. Seine letzten beiden Alben (Data de Groove und The Remix Hit Collection) floppten gnadenlos und sein aktuelles Album „Nachtflug“ verkaufte sich nur in Österreich gut. Die letzte Tournee fand 1988 statt und musste wegen geringer Nachfrage abgesagt werden. Auch die Nachtflug Tournee stand unter keinem guten Stern. Angeblich kamen zu einem Konzert in München nur 25 zahlende Zuschauer. Zwischen Mai und Juni spielte Falco und seine Band insgesamt 18 Konzerte. Nicht gerade die beste Ausgangslage, um eines der letzten Konzerte dieser Tournee mit 150.000 Menschen zu rocken. Doch Falco lieferte!

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Bei den ersten vier Stücken (Les Nouveaux Riches, Junge Roemer, Auf der Flucht, der Kommisar) merkt man, dass die Band perfekt aufeinander eingespielt ist und das Repertoire beherrscht. Doch dann kommt „Ganz Wien“. Spätestens jetzt lässt sich die Band von der Musik tragen und es entsteht eine Magie, die weit über professionelle Musikalität hinausgeht. Diese Nonchalance können Falco und seine Musiker Thomas Rabitsch (Bandleader und Keyboards), Robert Pistracher (Bass), Tom Lang (Schlagzeug), Peter Paul Skrepek (Gitarre), Bernhard Rabitsch (Trompete, Percussion, Keyboard) bis zum Ende des Konzertes aufrechterhalten.

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Dadurch gewinnen die Falco-Songs eine Kraft, die mich auf den regulären Veröffentlichungen nie wirklich überzeugen konnten. Falcos Botschaft überträgt sich in dieser Form perfekt. Die Musik verdeutlicht, dass sich hinter all den Skandalen, der zur Schau gestellten Arroganz, Egozentrik und Pop-Star-Attitüde ein Mensch befand, dem Musik wirklich sehr wichtig war.

Dass Falco auch was zu sagen hatte, machen seine Texte deutlich. Deutsch und Englisch so miteinander so zu verweben, dass Texte mit sinnvollen Inhalt enstehen, ist große Dichtkunst. Beim Zuhören fällt das nicht immer auf, weil die Worte so schnell hintereinander gereiht werden, dass man erst über sie nachdenken kann, wenn sie verklungen sind.

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Ein weiterer Punkt machte dieses Konzert legendär. Ein Gewitter entlud sich über dem Konzert, doch das Publikum blieb und ergriff nicht die Flucht. Während des Songs „Nachtflug“ krachte es ab Minute 2.21 plötzlich. Ein Blitz schlug ein und Wasser lief in die PA. Irgendwie schafften es die Techniker, das Konzert wieder zum Laufen zu bringen, aber Falco durfte nur noch „It’s All Over Now, Baby Blue“ und „Helden von heute“ spielen.

Das Publikum forderte im strömenden Regen ohne Unterlass Zugaben. Doch dann wurde das Konzert vom Veranstalter abgebrochen. Falco konnte seinen größten Hit „Rock Me Amadeus“ nicht spielen. Doch vermisst man diesen Song? Es ist verschmerzbar, weil das Konzert von solch einer Spielfreude geprägt war. Die damalige Falco-Tournee dauerte pro Konzert 100 Minuten und er konnte davon 62 Minuten auf dem Donauinselfest zeigen.

Falco Publikum im Regen

Dieser Auftritt wurde erstmals 2004 veröffentlicht und aus heutiger Sicht fragt man sich, warum so lange gewartet wurde. Falco-Spezialisten erklären, dass die Tour insgesamt gesehen ein Flop war. Außerdem wurde das Konzert nicht in voller Länge gespielt und so gab es keinen Grund, sich weiter mit diesem Material zu beschäftigen. 1996 stürmte Falco noch einmal als TMA mit „Mutter, der Mann mit dem Koks ist da“ die Charts. Eine neue LP war in Vorbereitung. Out of the Dark (Into the Light) erschien posthum und hob Falco endgültig in den Olymp der Popstars, doch dass hat er eigentlich schon auf der Donauinsel erreicht.

Wart ihr damals bei diesem legendären Konzert dabei? Könnt ihr die Begeisterung für das Konzert nachvollziehen? War Falco ein wichtiger deutschsprachiger Musiker? Schreibt es uns in die Kommentare.

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Forum
  1. Profilbild
    dAS hEIKO AHU

    Hans Hölzel – abseits seiner Erfolge eine tragische Figur wie Dr. Jeckyl und Mister Hyde. Sein Alterego immer auf der Flucht vor Mittelmäßigkeit und Bodenständigkeit. Um dann im Moment des größten Erfolges von der Angst vor dem Versagen zerfressen zu werden… Im schlimmsten Fall mit Alkohol und Drogen dafür zu sorgen, DASS es so kommt.
    Musikalisch war da immer das gewisse Etwas. Und die Sinnkrise in den Technojahren haben auch andere nur mit guiltypleasures überstanden.
    Aber an seinen Fans hätte er jedenfalls nie zu zweifeln brauchen. Vor einem 150.000-Publikum zu spielen, davon können nicht viele berichten. 25 Jahre ist es jetzt her…und irgendwie vermissen wir sie beide: den Hansi und den Falco.

  2. Profilbild
    Flowwater AHU

    Für mich unvergessen (neben den bekannten Nummern):

    Einzelhaft (auf »Einzelhaft«)
    Alle anderen Stücke auf der Scheibe sind ja alle irgendwie witzig. Hier wurde es dann plötzlich ernst. Ein grandioser Abschluss des Erstlings.

    Crime Time (auf »Emotional«)
    Ich könnte der Erzählung Falcos stundenlang lauschen. Eine Liebeserklärung an Dashiell Hammett, »Der Maltheser Falke«, Humphrey Bogart und den »Film noir«. Wenn das nicht geil ist, dann weiß ich’s auch nicht.

    Auf ewig ein Fan! 😎

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    Numitron AHU

    Thomas lang ist heute übrigens der bekannteste Drummer aus Österreich behaupte ich Mal.
    der hat eine schöne Karriere hingelegt.

  4. Profilbild
    fitzgeraldo

    Ein Konzert, an das ich mich gerne zurück erinnere. Trotz oder wahrscheinlich auch wegen des heftigen Gewitters. Auf und über der Bühne …

  5. Profilbild
    iggy_pop AHU

    „[…] Die damalige Falco-Tournee dauerte 100 Minuten […]“

    Das ist in der Tat kurz bei 18 Konzerten…

    Eine neue Dimension für das Wort „Quickie“.

    • Profilbild
      Sven Rosswog RED

      @iggy_pop Echt? 1,5 bis 2 Stunden finde ich normal. Sehr kurz fand ich Prodigy mit knapp 60 min. Überdurchschnittlich lange empfand ich Konstantin Wecker und Maceo Parker mit 3 Stunden und mehr, da ist das Publikum nach dem offiziellen Part nach und nach gegangen und am Ende war nur noch der harte Kern da.

      • Profilbild
        Sven Blau AHU

        @Sven Rosswog Ich glaube, du hast den Witz nicht verstanden.

        Er meinte 100 Minuten für insgesamt 18 Konzerte.
        Ich bin ganz schlecht in Mathe, aber du darfst gerne mal 100 durch 18 rechnen :D

        • Profilbild
          Sven Rosswog RED

          @Sven Blau So kann man es natürlich auch lesen, wenn man will. 🙂👍 Für alle Liebhaber der deutschen Sprache habe ich ich noch ein Pro Konzert eingefügt…

          • Profilbild
            Sven Blau AHU

            @Sven Rosswog Alles gut, war kein Vorwurf an dich. Aber es ist eben eine gute Vorlage für Menschen mit einem bösen Humor ;)

  6. Profilbild
    Sven Blau AHU

    Ich persönlich konnte mit Falco nie viel anfangen – bis „Out of the Dark“ kam. Wenns mir heute scheiße geht, singe ich das laut mit. Es gibt wenig Lieder, die es schaffen, mir so viel Kraft zu geben.

  7. Profilbild
    Filterpad AHU 1

    Zur Biographie und auch was den Auftritt beim Donauinselfest anbelangt, kann ich den Spielfilm „Falco – verdammt wir leben noch!“ wärmstens empfehlen. Ein kurzweiliger, schauspielerisch hervorragender Film mir viel Musik.

  8. Profilbild
    Organist007 AHU

    HÖLZEL: „Es ist Wasser in der Anlage“

    Ich war da !!!

    Die Band phenomenal – Peter Paul Skrepek !!!!

    Schaute aus wie ein Maturant aber ließ es ordentlich krachen.

    Hammerkonzert !! Ab da war mir Falco sympathisch…

    „Ganz Wien“ wird nur noch von der Nina hagen version getoppt.

    • Profilbild
      Sven Rosswog RED

      @Organist007 Bendeidenstwert. Schön, dass sich der Eindruck als Zuhörer bis heute bestätigt. Ich war ja nicht da, aber als ich das Konzert zum ersten mal sah…wau…

      • Profilbild
        Organist007 AHU

        @Sven Rosswog Ich mochte Falco vorher nicht.
        Aber diese Band hat das im Rockkontext super umgesetzt.
        Thomas Rabitsch und Bernd Rabitsch, Bertl Pistracher, Thomas Lang, Peter Paul Skrepek.
        Klingt auch heute noch gut.
        Its all over now baby blue als letzte Nummer ist auch top und hat mich überrascht.
        Nach dem Blitzeinschlag war alles finster. Danach sagte Falco nur knapp: „Das Wasser ist in der Anlage“
        aber es ging dann trotzdem weiter….der Rest ist Geschichte…

  9. Profilbild
    Sphinx

    Ich war auch dort. Unfassbarer Regenguss war das, bis auf die Unterwäsche komplette Durchnässung. Ich hatte dann Falco mal ganz kurz im For Music angetroffen.
    Kenn auch einige seiner Musiker aus den 90ern ziemlich gut.
    Viel später hab ich seinen ersten Produzenten Robert Ponger immer wieder technisch unterstützt in seinem Einfamilienhaus-Studio, das er sich aufgebaut hat.
    Überall lehnten die Vintage Synths und Keyboards rum, im separaten Raum das Synclavier (sehr laute Lüfter bekanntlich). Dann gab’s auch noch einen Yamaha VP-1 als Langzeitleihgabe (wollt ich mal absamplen, aber hat sich nicht ergeben).
    Fun Times.

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