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Hans Zimmer hat einen Oscar für Dune gewonnen und erklärt wie der Soundtrack entstanden ist

30. März 2022

Hans Zimmer erklärt, wie sein oscarprämierter Soundtrack zu Dune entstanden ist

Am 27. März 2022 wurden die Oscars vergeben. Die alljährliche Auszeichnung, welche die besten Werke rund um die Filmindustrie würdigt.

Den Preis für die beste Filmmusik ging dieses Jahr an Hans Zimmer für den Science-Fiction Film Dune. Den ersten Oscar gewann er 1995 für „König der Löwen“. Damit kann er zwei Oscars für sich verbuchen. Hans Zimmer konnte an der Verleihung nicht teilnehmen. Er absolviert derzeit eine Konzerttournee, die ihn auch nach Deutschland führen wird.

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AMAZONA.de freut sich natürlich sehr über diesen Preis für Hans Zimmer, aber vielmehr interessiert uns, wie die Filmmusik von Dune entstanden ist.

Das berichtet der Komponist in dem Video „How ‚Dune‘ Composer Hans Zimmer Created the Oscar-Winning Score“.

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Den Science-Fiction Klassiker Dune von Frank Herbert hat Hans Zimmer als 13-Jähriger gelesen. Es war ihm beim Komponieren sehr wichtig, sich in das Gefühl zu versetzen, welches er als junger Leser hatte. Hilfreich war, dass er weder die Verfilmung von David Lynch kannte und die Dune Serie nie gesehen hatte.

Schon als Jugendlicher war er darüber verwundert, dass viele Science-Fiction Filme mit orchestralen Soundtracks ausgestattet waren. Für Hans Zimmer bedeutet Science-Fiction fremde Welten, unbekannte Kulturen und Lebewesen. Es war das Ziel, einen futuristischen, fremdartig klingenden Soundtrack zu erschaffen.

Ich möchte nun nicht jedes Detail verraten, aber Hans Zimmer berichtet in dem Video über die Wirkung des Kompressors als Effektgerät für die menschliche Stimme.

Screenshot aus dem Video„How ‚Dune‘ Composer Hans Zimmer Created the Oscar-Winning Score“ mit einem Instrument von Chas Smith

Der Klang der Blechbläser wird eindringlicher gestaltet, wenn man ihn über den Resonanzkörper eines Flügels spielt. Ein sehr wichtiger Einfluss waren die Klangskulpturen von Chas Smith. Hans Zimmer schwärmt immer noch von der Stimme von Loire Cotler, dem Dudelsack und wie man mit einer Holzflöte Windgeräusche erzeugt.

Screenshot aus dem Video„How ‚Dune‘ Composer Hans Zimmer Created the Oscar-Winning Score“ Loire Cotler

Sehr sympathisch ist, dass Hans Zimmer nicht sich selbst als Erschaffer des Soundtracks darstellt, sondern immer von „We“, also „Wir“ spricht. Eine echte Gemeinschaftsarbeit, deren wichtigsten Protagonisten in diesem Video gewürdigt werden. Der Soundtrack entstand während des Covid-Lockdowns.

Wer mehr über Hans Zimmer erfahren möchte, kann dies in unserem zweiteiligen AMAZONA.de Interview tun. Teil 1 findet ihr hier und Teil 2 hier.

Hans Zimmer in seinem Studio in London beim Besuch der AMAZONA.de Redaktion.

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Forum
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    Nik Elektrik

    Die Gegenüberstellung der konventionellen Orchestersoundtracks und des Ansatzes bei DUNE ist überwältigend. Wenn auch bereits Goldsmith z. B. bei den opening titles von ALIEN sehr experimentell, technisch und somit musikalisch „in der Zukunft“ war. Dennoch eine faszinierende Leistung, wie Zimmer durch Konzept, Leidenschaft, Vernetzung unterschiedlichster Musiker und moderne Technik das Genre Soundtrack auf ein insgesamt neues Level hebt.

  2. Profilbild
    calvato

    Mega…..! Sehr spannend und äußerst sympathisch, die Beteiligten vorzustellen. Den etwas exzentrischen Flötisten kennt man ja schon von dem Behringer-Video :D

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    Flowwater (Henrik Fisch) AHU

    Großartig, ganz großartig. Hans Zimmer zuzuhören, wie er was gemacht hat, ist sowieso immer eine Show. Mal abgesehen davon, dass ich größte Bedenken bei dem Film an sich hatte … und dann aber sowas von positiv überrascht wurde. Dass in großen Kinofilmen (endlich) auch mal etwas »anderes« probiert wird, das ist mit schon bei »Tenet« aufgefallen (den ich auch ganz herausragend finde).

    Die »geräuschartige« Herangehensweise erinnert mich auch an die Musik von Sasu Ripatti aka Vladislav Delay, der auch alle möglichen Federn und Schrauben an Dingen befestigt und einfach mal drauf haut. Oder auch sonst alles mögliche perkussiv zweckentfremdet. Und diese Samples dann mit Synthesizer-Sounds mischt, die wiederum ebenfalls alles andere als konventionell sind. Meine ewigen Meisterwerke von ihm sind »Whistleblower« und das Ein-Stunden-Epos »Anima« (welches jetzt gerade remastert auf Vinyl erneut erschienen ist).

    Jedenfalls finde ich es toll, dass Herr Zimmer in der Filmmusik die ausgetretenen Pfade verlässt und die Filmproduzenten ihn auch machen lassen.

    • Profilbild
      Stenberg

      Fun Fact: Eben für Tenet hatte Zimmer abgesagt, weil er lieber den Dune Soundtrack machen wollte. Deswegen kam Ludwig Göransson für Tenet zum Zug und hat einen sehr, sehr starken Score abgeliefert. :)

  4. Profilbild
    MichBeck

    Ich schließe mich allen Vorkommentatoren an.

    … aber das Beste an dieser Doku ist: Sie ist inspirierend und man bekommt richtig Bock mal ähnlich unkonventionelle Sachen auszuprobieren.

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