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Künstliche Intelligenz erzeugt Melodien

Melodie schreiben? Nö, mach du mal künstliche Intelligenz

25. Mai 2023

Künstliche Intelligenzen, die Musik generieren, finden sich wie Sand am Meer. Doch das ist für uns Musiker und Musikerinnen nicht sonderlich interessant und kreativ, weil wir ja immer noch selber Musik machen wollen. Künstliche Intelligenzen können uns dabei helfen, unsere Ziele schneller zu erreichen.Vielleicht hat man mal einen Tag, an dem nicht kreativ ist und die Melodien nicht fließen. Für dieses und viele ähnliche Beispiele könnte es eine Lösung geben.

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Auf der Website Dopeloop arbeitet eine künstliche Intelligenz namens Melody Generator, die euch auf Knopfdruck Melodien ausspuckt. Melody Generator ist in der Lage, euch die Tonleiter, den Grundton, die Taktlänge und die Noten der Tonfolge anzuzeigen. Praktischerweise wird von der Tonfolge auch ein MIDI-File zum Download bereitgestellt.

Zum Vorhören stehen 10 Instrumente zur Auswahl, die bei der Entscheidung helfen können, ob sich der Download des MIDI-Files lohnt oder nicht.Das Tempo lässt sich ebenfalls bestimmen und ein Metronom kann hinzugeschaltet werden, welches darüber informiert, ob die Tonfolge auch über einen Groove verfügt. Diese MIDI-Files können als Ausgangslage und Inspiration für neue und frische Ideen im kreativen Alltag sein.

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Die Ergebnisse können sich durchaus hören lassen, obwohl ich sie jetzt nicht unbedingt als Melodien bezeichnen lassen. Da die Tonfolgen geloopt werden, erinnern sie mich an Basslines. Ich nutzte den Begriff Bassline deswegen, weil die Tonfolgen über eine gewisse Rhythmik verfügen, die an Basslines erinnern. Da sind wir auch schon bei den Nachteilen des KI Melody Generators. Nicht jede Tonfolge soll zum Tanzen animieren. Man wünscht sich auch mal getragene Melodien oder Tonfolgen. Neben all den detalierten Angaben fehlt mir die Bestimmung einer Taktes. Die Welt von Melody Generator besteht einzig aus dem 4/4-Takt. Wie schön wäre es gewesen, sich beispielsweise eine Melodie im 3/4-Takt generieren zu lassen und damit einen Walzer zu erstellen.

Statement von Dopeloop zur rechtlichen Frage der Melodien

Die Website weist ausdrücklich darauf hin, dass die erzeugten Tonfolgen Royalty Free sind, also in jedem Kontext genutzt werden dürfen. Somit ist nicht damit zu rechnen, dass Dopeloop euch verklagt, wenn ihr überall erzählt, dass euer Megahit auf Grundlage von einer erzeugten Tonfolge von Melody Generator entstanden ist. Doch wer will es wirklich darauf ankommen lassen?

Die Benutzung der Website ist übrigens kostenfrei. Wenn ihr die App für iOS oder Android nutzen wollt, fällt eine Gebühr an.

Nutzt ihr künstliche Intelligenzen zum Musizieren?

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Forum
  1. Profilbild
    Filterpad AHU 1

    Ist ja total verrückt. Was da in Zukunft noch kommen mag? Lieber nicht daran denken. Einen Nachteil sehe ich darin, was ja schon zu sehen ist, Musik wird immer weniger Wert und verliert an Bedeutung. Kein Wunder das Leute von Jung und Alt nur noch zu Konzerten von GnS, AC/DC und Kiss trubeln. Das fand übrigens auch das Rolling-Stone Magazin heraus. Ich persönlich nutze noch keine KI. Aber zugegeben: So Algorithmen von Software ist schon geil! 🤭

  2. Profilbild
    UKoPo

    Ja, verrückt…

    Ich glaube, dass bereits in wenigen(!) Jahren die „Gebrauchsmusik“ (also quasi alles, was sich so in den Top-100 tummelt) komplett AI-generiert sein wird.
    Schaut/hört z.B. mal hier: https://jukebox.openai.com/ Und ja, die Qualität ist noch eher schlecht und es gibt noch andere Artefakte, aber das wird sich (sehr schnell) ändern.

    Der „Nutzer“ wird in Zukunft nur noch Stimmung/Stil/favorisierter Künstler (wie z.B. „…spiel mir Musik im Stil von Prince mit viel Saxophon-Solos“) bestimmen und die KI wird in (quasi) Echtzeit die passende, individuelle Musik generieren.

    Stellt euch drauf ein. Und die meisten Leute (nicht Musiker) werden es noch nicht einmal bemerken. Nur Live Musik wird noch einen wirklichen „Wert“ haben (was ja schon jetzt eigentlich Realität ist…). Handgemachte Musik wird nur noch für ein Nischen-Publikum interessant sein.

    Trübe Aussichten!

    • Profilbild
      Herr Rakete

      @UKoPo „Der „Nutzer“ wird in Zukunft nur noch Stimmung/Stil/favorisierter Künstler (wie z.B. „…spiel mir Musik im Stil von Prince mit viel Saxophon-Solos“) bestimmen und die KI wird in (quasi) Echtzeit die passende, individuelle Musik generieren.“

      Spannend finde ich dann die Frage, wie die nächsten Generationen wohl definieren werden, was sie hören wollen. Die Anweisung „Spiele mir Musik im Stile von XYZ“ funktioniert ja nur, wenn ich den entsprechenden Künstler und seine Werke kenne.

      Vielleicht läuft das dann über „virtuelle Künstler“. Die KI veröffentlicht ähnliche Tracks immer unter dem gleichen Pseudonym.
      Wäre der feuchte Traum jedes Labels. Einen Künstler den man nie bezahlen muss :D

      • Profilbild
        Sven Rosswog RED

        @Herr Rakete Ich glaube es geht dann gar nicht mehr darum, die Welten von anderen kennenzulernen,wie z.b. von Künstlern sondern es wird darum gehen, was gerade im Moment den körperlichen und emotionalen Bedingungen entspricht und dahingehend wird etwas erzeugt, was mein Bedürfnis perfekt erfüllen wird. Vieleicht unternimmt man auch Ausflüge in Welten von anderen Personen, aber letztendlich wird die Melodie und Text, die auf mich selbst perfekt zugeschnitten wurde und meiner Stimmung perfekt entspricht die grössere Faszination sein. Man wird sein eignes Konzert, Film, Buch oder was auch immer sein. Die totale Individualisierung von allem also. Die Trends sind schon absehbar. Es geht nicht mehr so sehr um lps, aber Playlists. Kein Song ist da mehr drauf, der mich stören könnte, wie auf einer Lp. Wir sehen immer weniger linear, sondern wann wir wollen. Bald wird die Uhrzeit 20.15 nichts mehr bedeuten. Wir individualisieren einfach alles und wollen es zur jeder Zeit in allen Formen Verfügbar haben. Das steht am Ende, jetzt kommt sicher bald so geschichten, dass ich als Eltern bestimmen kann, welche Teile eines Filmes etc. Mein Kind sehen darf und im nächsten Schritt es Optionen geben wird, die weit über den directors Cut hinausgehen, siehe Computerspiele mit verschieden Ausgängen, je nach dem was für Entscheidungen ich treffe, aber ich meine eher, dass wir dann den Ausgang von wirklich alles bestimmen, also zu einer Art Gott im virtuellen Raum werden, wen man die monatlichen Gebühren aufbringen kann.

        • Profilbild
          Anjin Sun

          @Sven Rosswog Zitat: … sondern es wird darum gehen, was gerade im Moment den körperlichen und emotionalen Bedingungen entspricht und dahingehend wird etwas erzeugt, was mein Bedürfnis perfekt erfüllen wird.

          Quasi das Credo jeglicher Chartmusik, für den schnellen Konsum. Das wird sicherlich absehbar KI übernehmen.

          Die größte individuelle Erfüllung erlebt der Mensch im Schöpfungsprozess. Übernimmt diesen eine KI, entfällt diese Erfüllung, Glückseligkeit. Dieser Schöpfungsprozess gleicht einer Tiefenmeditation, in der ein Zustand des „es musiziert/schöpft in mir“ stattfindet. Eine KI wird diese Reise in´s Ich nie ersetzen können. Zu deiner Gott im virtuellen Raum Aussage: Willst du Gott erkennen, so erblicke seine Schöpfung.

          • Profilbild
            Herr Rakete

            @Anjin Sun „Die größte individuelle Erfüllung erlebt der Mensch im Schöpfungsprozess…..“

            Das wird ja auch so bleiben, nur blöderweise wird sich niemand mehr unsere Schöpfungen anhören.
            Ist ja nicht so, dass die Künstler keine Lust mehr hätten, etwas zu produzieren, aber ihnen bricht der Markt weg.

            • Profilbild
              Sven Rosswog RED

              @Herr Rakete Naja,
              @ Herr Rakte
              es gibt ja einen Markt. Auch jetzt gibt es einen Markt. Die Frage ist nur, ob man in der Lage ist diesen Markt zu bedienen. Wenn Kunst unter dem Maßstab einer Wertschöpfungskette betrachtet wird, dann bleibt einem nichts anderes übrig, als in ihr zu agieren. Dann ist aber auch die Frage berechtigt, ob das überhaupt noch Kunst ist, wenn daraus ein Produkt wird? Ist es dann nicht ehrer ein Produkt, dass für den MArkt produziert wird um Bedürfnisse der angepeilten Zielgruppen zu befriedigen? Das ist eben die Frage, auch als Musiker : Mache ich kunst oder kriere ich nach allen Regeln des Marktes ein Produkt. Nach letzerem lechzen wirklich sehr viele, hat aber halt nichts mehr mit Kunst zu tun, sondern ist dann Dienstleistung, was auch voll ok ist. Beides folgt aber ganz anderen Vorrausetzungen.

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            Sven Rosswog RED

            @Anjin Sun Ja,
            aber die meisten Menschen drehen sich nun mal gerne um sich selbst und sich darauf einzulassen ist eine große Verführung. Nicht nur zu sprüren was man ist, sondern auch in Bildern, Texten, Filmen, Musik und anderen Formen gezeigt bekommen, wie man ist, ist unglaublich. Das was ich meine, ist dann auch keine Interpretationsfrage, sondern die perfekte Analyse dessen, was ich brauch. Du kannst instant glüklich werden und nagtrülich eigent sich diese technologie dann auch ideal um den Alptraum in dir auszulösen. Die Hirnfroschung macht immer größere Fortschritte. Mittlerweile wissen wir schon, dass das Hirn sich schon für etwas entschieden hat, obwohl unser Ich noch Möglichkeiten abwägt. Hunde können riechen wie es uns und ihrenn Menschen daruf hinweisen, dass er jetzt in eine Depression fällt, oder sein Diabetis Medikament nehmen muss. So wird jetzt schoin gearbeitet. Dies technisch umgesetzt, plus das Bedürfniss zu erschaffen wird alle Kunstforemn auspielen können, die wird gerade im Kopf sehen. Es wird keine Umwege mehr gehen und das ist druchaus nahe der allumfassenden göttlichkeit, wenn man in der Lage ist die monatlichen Gebühren zu errichten, die für diesen Service fällig werden.

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          AMAZONA Archiv

          @Sven Rosswog Glaubst du wirklich wir Menschen sind zu so einem Leben in der Lage? Soll sich ein Precht darüber in sinnlosen Talkshows darüber den Kopf zerbrechen. Ich gehe jetzt Radfahren, die Sonne scheint und es ist noch angenehm kühl, die Natur ist mein Soundtrack. Earbuds nein danke! 😉

          • Profilbild
            Sven Rosswog RED

            Für mich ist es sinnvoll, ja. Zum einem will ich nicht irgendwelchen Fernsehnasen das Denken überlassen und selbst, wenn ich es mir mal anschaschauen würde, möchte ich in der Lage sein den Gedankengänge von solchen Menschen etwas zu entgegnen. Für mich stellt sich auch als Kulturschaffender die Frage, wohin sich etwas bewegt und das kann sich dann z.B. in der Musik geltung verschaffen und mit meinen begrenzten Möglichkeiten auf Entwicklungen einfluß nehmen. Du siehst ja selbt, dass sich hier in der Diskussion um die KI schon ganz andere Fragen stellen, die sich kaum noch damit beschäftigen, dass da Melodien ausgespuckt werden. Warum redet keiner über die fehlenden Taktarten, die ich bemängelt habe? Wenn man dann halt das geschriebene hier aufgreift und sich ein bsischen Gedanken macht, kommen sehr viele interresante Gedanken und plötzlich kann das was Arthur C. Clarke, Isaac Asimov, Merry Shelly und viele andere sich ausgedacht haben plötzlich zum greifen nah. Klar ist das noch alles am Anfang, aber noch nie waren wir Hal9000 so nah und Clarke hat noch über die Computertechnlogie hinausgeblickt.

            Viel spass beim Radeln.

            • Profilbild
              TobyB RED

              @Sven Rosswog Nichtstun und ignorieren ist bezogen auf AI/KI der falsche Ansatz. Für mich sieht das so aus. Jetzt tobt hinter den Kulissen bereits ein Kampf der großer KI-Unternehmen um die Modalitäten der Zukunft: Wie sieht die Welt der KI generierten Musik aus? Wem dient sie? Und wer wird an ihr verdienen? Schlussendlich das Moment der Originalität. Ich höre doch Musik, weil der Urheber so auf den Punkt gekommen ist und mich das Ergebnis anspricht. Wenn wir uns als Musiker/Produzenten hier nicht einmischen, nimmt man uns eben genau dieses Momentum der Originalität weg. Tools die helfen Routineaufgaben zu erledigen sind eben was anderes als eine selbstlernende KI. Und letztere brauchen Regeln. Noch überzeugt mich musikalische KI/AI nicht, die Ergebnisse dieser Deep Toughts klingen ungefähr so sinnvoll wie 42 oder vogonische Lyrik, welches die drittschlechteste im Universum ist.

              „Oh zerfrettelter Grunzwanzling
              dein Harngedränge ist für mich
              Wie Schnatterfleck auf Bienenstich.
              Grupp, ich beschwöre dich
              mein punzig Turteldrom“

  3. Profilbild
    MichBeck

    Sich von KI Melodien oder ganze Lieder generieren zu lassen, ist so, wie sich durch unzählige Sound-Presets zu steppen.
    Gut und zeitsparend, aber nicht das eigene, geistige und ästhetische Gewächs.

    Ich weiß, dem größten Teil an Konsumenten wird das so was von schnuppe sein…

  4. Profilbild
    BouncyHunter

    Ich nutze gerne Riffer von Audiomodern.Wenn die Grundeinstellungen erstmal nur soft verändert werden kommt da für mich oft ordentlich Zeug (Midifiles)raus.

  5. Profilbild
    MartinM.

    Software zum „Generieren“ von Melodien oder Ähnlichem gibt es schon länger, die hat nur bislang keiner als KI bezeichnet — beispielsweise Melody Sauce. Und in den USA gibt es doch jemanden, der permanent Tonfolgen zufallsgenerieren lässt, um das Urheberrecht auf Tonfolgen zu torpedieren. Ich kann mich natürlich durch diesen ganzen generierten Kram durchhören, um irgendwann auf etwas Nützliches zu stoßen, dann ist aber schon wieder meine Kreativität gefragt, um das Nützliche zu erkennen. Ich bezweifle, dass der durchschnittliche Musikkonsument dazu in der Lage ist, der lässt sich viel zu leicht von Stil, Stilelementen und Effekten beeindrucken. Und wenn ich nun schon Talent und Musikalität brauche, um das Potenzial einer Tonfolge zu erkennen und diese danach auch herauszuarbeiten und zur Geltung zu bringen, dann kann ich mir wohl auch Schritt Nr. 1 sparen — das Durchhören von generiertem Kram. Wenn ich improvisiere oder vor mich hin singe, mache ich ja etwas ganz Ähnliches, nur eben zielgerichteter und in Echtzeit beeinflussbar.
    Bei so mancher Musik, wie zum Beispiel Filmscores, die ausschließlich aus Drones bestehen, erkenne ich ohnehin kaum eine Schöpfungshöhe. Da besteht die Arbeit des Musikers eben in der Realisation. So etwas könnte durch KI wohl übernommen werden.

  6. Profilbild
    Olaf Strassen

    Ich bin überzeugt, dass wir schon in naher Zukunft Apps auf unser Handy laden werden, die uns rund um die Uhr weltweit „einzigartige“, toll klingende und abwechslungsreiche Musik auf Knopfdruck kreieren. Was uns gefällt, wird für uns gespeichert und beeinflusst die weitere, speziell für uns neu generierte Musik. Solange „Teslas Roboter“ die Beherrschung von Instrumenten und Entertainment noch nicht erlangt haben, gehören die Bühnen noch den echten Menschen. Doch auch diese Grenze wird eines Tages verschwimmen. Hitparaden werden zunehmend von KI durchdrungen sein, während ältere Generationen (wie ich) noch der „guten alten Zeit“ nachtrauern.

    Unsere Freude am Musizieren wird dadurch nicht gemindert, denn diese kann uns niemand nehmen. Aber KI wird, zusammen mit ausgeklügelten KI-gesteuerten Werbestrategien, den Markt der wirklich erfolgreichen Songs und Interpreten durcheinanderwirbeln und maßgeblich beeinflussen.

    Ob wir das heute als gut oder schlecht empfinden, spielt eigentlich keine Rolle. Es wird so oder so geschehen und wir Menschen werden uns daran gewöhnen müssen. Ständig kommen neue Generationen dazu, die dann nichts anderes kennen und mit KI aufwachsen, sowohl als Konsumenten als auch als Musiker.

  7. Profilbild
    Felyon

    Ich habe seit jetzt fast schon vier Jahren eine totale musikalische Blockade.

    Die Gründe waren meine Erfahrungen bzw. Gespräche mit den Konsumenten und „Fans“, die sich durch Playlisten durchsteppen und sich in Live-Konzerten mit ihren Freunden unterhalten, in der einen Hand eine Wurst und in der anderen das hochgehaltene Handy im Aufnahmemodus.

    Dann eine unschöne Bandauflösung und letztendlich bei der Arbeit das unerträgliche Radioprogramm als Zwangsbeschallung oder gestreamte Musik von Youtube, wobei alles mögliche getan wird, um die Werbung und „Bist du noch da“-Wiedergabestopp zu umgehen.

    Als ich kurz anmerkte, wie es wäre für den Content zu bezahlen, kam nur „Das wird nie passieren“.

    So bin ich also in die Krise geraten, warum tue ich mir das alles eigentlich an?
    Investieren, Komponieren, Arrangieren, Mischen, Mastern, gefälligen Merch entwerfen, wochenlang Bandproben etc, der ganze Semiprofessionelle Wahnsinn halt.
    500km fahren, damit 50.-€ hängen bleiben und man für 1000.-€ neues Zeug kauft.

    Natürlich bin ich in die GAS-Falle getappt, um dadurch mehr Möglichkeiten, mehr Inspiration und Motivation zu erringen.
    Letztendlich war es nur noch ein Durchsteppen von Sounds und Loops in der Hoffnung, das mich irgendetwas antriggert, selbst bei den Hardware-Synths habe ich nur noch die Presets genutzt.

    Ich möchte einfach nur die Freude am Musizieren zurückbekommen.

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      @Felyon Das kannst du nicht erzwingen. Das Problem haben bestimmt einige hier und auch ich habe eine fast 10 Jährige Pause hinter mir. Musik auf der Arbeit haben wir zum Glück nicht und auch zu Hause werde ich zum Tier, wenn schon beim Frühstück sinnloses Gebrabbel und Musik aus dem Radio tönt. Wer mit Musik Geld verdienen muss, für den ist sowas natürlich krass aber Sinnkrisen, Abgestumpftheit etc. gibt es überall. Pause, Verkauf des belastenden Gear, generell anderer Fokus? Manchmal muss man seine eigene Veränderung akzeptieren lernen und Dinge loslassen. Einges kommt wieder, anderes ist für immer weg. Sehe es als Reise und nicht alles hat man selbst in der Hand. 😘

    • Profilbild
      MartinM.

      @Felyon An dieser Stelle würde unweigerlich irgendein Altstar mit seinen „Du musst an Dich glauben, Du musst es immer wieder versuchen und nicht den Mut verlieren“-Sprüchen ankommen. Ich selber gehöre aber zu denen, deren Musik auf Soundcloud nachzählbar nur von den Wenigen angehört wird, die ich extra dazu angespitzt habe. Und so kommentiere ich eben: „Dann verlier halt den Mut und gewinne Abstand zu dem ‚Semiprofessionellen Wahnsinn‘!“ Kauf kein neues Zeug mehr. Lehn Dich zurück und höre Musik. Gute Sachen, für die Du Dir bisher nie Zeit genommen hast. Klassik vielleicht. Die meditativen Synthesizer Adaptionen von Isao Tomita könnte ich empfehlen.
      Warum kommst Du in einem Kommentar zu KI generierten Melodien darauf? Der Kaberettist Hanns Dieter Hüsch hat das 1985 mal als „polyphone Krankheit“ bezeichnet. Alles ist so widersprüchlich, dass es keinen Sinn mehr ergibt. Man müsste eigentlich aufhören mit allem. Keine Schublade mehr aufmachen, man muss sie ja doch wieder zumachen. Keine Musik mehr komponieren, die Leute hören ja doch nicht zu und erkennen nicht mal den Unterschied zu KI Generat.

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        Felyon

        @MartinM. „Warum kommst Du in einem Kommentar zu KI generierten Melodien darauf? “
        Die Kommentare bezüglich des schöpferischen Prozesses haben mich da irgendwie getriggert.
        Ausserdem hatte ich über den Einsatz von KI nachgedacht, bin aber davon wieder abgekommen.

        Momentan höre ich tatsächlich viel Musik aus den 80ern (Ultravox, OMD, Depeche Mode), also meiner Sturm- und Drangzeit, wo ich mit der Musik begonnen hatte.

        Auch die Alben, die mich in meiner Kindheit musikalisch geprägt haben, z. B. die frühen Werke von JMJ, Kraftwerk, Walter (Wendy) Carlos, Mike Oldfield, Pink Floyd, aber auch Bach.

        Meine Eltern waren da sehr breit gefächert und haben Musik sehr bewusst genossen, oft mit Kopfhörern und geschlossenen Augen.

        Mit dem heutigen Wissen und meiner gesammelten Erfahrung betrachtet, beginne ich die Genialität dieser Künstler zu bewundern, wie sie die damaligen technischen Einschränkungen überwunden und trotz „kalter lebloser“ Elektronik z. T. emotional sehr berührende Werke geschaffen haben.

        Das schafft keine KI, da sie ihre Grenzen nicht überwinden kann.

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          Sven Rosswog RED

          @Felyon Es ist immer gut Wegmarken zu haben an denen man sich orientieren kann und aus diesen wird man sich seinen eigenen Weg schaffen. Aus meiner Sicht sind KIs Werkzeuge und es liegt an uns, wie wir mit ihnen umgehen werden. Ein Virtuose hat immer etwas faszinierendes, ein Lernprozess unterstütz uns auf dem Weg zur Selbstfindung. Ich möchte daran erinnern, dass der Synthesizer und Sampler auch als Teulfeszeug abgetan wurde und Aufnahmen im Radio nur zu gewissen Zeiten gespielt werden durften, weil Musiker und Musikerinnen Angst um ihre Jobs hatten. Die Drummachine hat keinen Drummer ersertzt. Sie exisierten nebeneinaner, Phil Collins hat so viel mit Drummachines gemacht. Er als Schlagzeuger hat sich hingestellt und gefragt, was kannst du? Die Frage ist immer, was man für einen Anspruch an sich selbst hat und wie man sich definiert und für sich Entscheidungen trifft. Ob das dann die der richtige Weg war, wird sich zeigen. Man muss ja auch so flexibel bleiben und einsehen, dass eine Entscheidung auch in eine Sackgasse führt. Daran wachsen wir. Auf dem Rummelplatz feiern kann jeder. Jean Michel-JArre Oxgene = Nur ablehnungen von den Plattenfirmen, weil keine Vocals, alle Titel haben den selben Namen.Seine Exfrau Chralotte Rampling meinte als sie es zum ersten mal hörte, entweder es hebt total ab oder es wird ein Flopp. Jetzt sehen wir ihn da auf dem Tron und starren gebannt auf sein Werk. Die Frage ist doch blos, wie würde er heute als 20-jähriger KIs einsetzten? Wie würde Beethoven heute Musik machen? Aus meiner Sicht ist es so: Wenn man ein bisschen mit den Tools arbeitet,merkt man es ist derzeit noch wie Wikipedia: Schon irgendwie geil, aber auch nicht immer das gelbe vom Ei. :-)

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            AMAZONA Archiv

            @Sven Rosswog Oder wie die Pixies 1989 bei einem Konzert sagten, „wir spielen heute Musik, die erst eure Kinder verstehen werden“. Oder ähnlich, bekomme es nicht ganz zusammen.

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          AMAZONA Archiv

          @Felyon „Das schafft keine KI, da sie ihre Grenzen nicht überwinden kann.“
          Dazu fällt mir Hans Zimmer ein. Er sagte mal in einem Interview, er hofft daß niemand merkt wie einfach er komponiert, nur um es anschließend zu erläutern. Anfangs macht er es wie Anfänger die nur 2 Noten greifen können um die Grundstimmung einer Szene zu bestimmen, was ihm krasse Wechsel der Harmonien erlaubt, die wie er sagt, „normalerweise verboten sind“. Anschließend fügt er Stück für Stück dazu und füllt instrumental auf. Dadurch wird es interessant und suggereiert Komplexität. Das übersetzen eines Zweiklangs in Szene und Emotion, das hat mich inspiriert und deckt sich auch mit meiner Erfahrung bei Synths. Oft hörst du einen Dreiklang aber es sind nur 2 Noten. Das Gehirn wird aktiv und fügt den fehlenden Klang hinzu, du wirst unbewusst aufmerksam. Eine KI kann sowas niemals. Emotionen und Musik vereinen, das können nur Menschen. Ich habe auch mal Midi-Pattern Generatoren von Altair Of Wisdom verwendet, wo du Probabilities für jeden Mist einstellen kannst und musste am Ende doch massiv editieren oder verwerfen. Selbst das mache ich nicht mehr. Regel: Selbst einspielen oder direkt in den Sequenzer malen. Hier und da ein Arpeggiator ist schon ok, der muss ja auch erstmal gespielt werden und bringt nicht selten erstaunliches zu Tage, zumindest dekodiert mein Hirn es so. Meine Wahrnehmung halt. 😂

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        Sven Rosswog RED

        @MartinM. …und ein Konstanitn Wecker hat mal gesagt, man muss weitermachen, auch wenn die ganze Welt den Arsch offen hat,oder gerade deswegen.

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          AMAZONA Archiv

          @Sven Rosswog Das hat Konstantin Wecker gesagt? Ein Kommentar mit dem eine KI so ihre Probleme hätte. 😂

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      Sven Rosswog RED

      @Felyon Hi Feylon,
      Mach einfach Musik, alles andere hat ja nicht viel mit Musik machen zu tun. Diese Dinge macht man dann vieleicht, weil man in der Musik versucht Karriere zu machen und je nach dem wie man Karriere formuliert, ist das wirklich ein unglaublicher steiniger Weg. Musik machen hat aber erst mal nichts mit Karriere, Ruhm und Geld zu tun. Ich hoffe du wirst deine Freude am Musikmachen wiedergewinnen! :-)

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        AMAZONA Archiv

        @Sven Rosswog Sehe ich genauso! Mach einfach Musik, sch**ß auf den Erfolg. Mir geht es genauso. Zick Veröffentlichungen (Download und Vinyl) und ich zahle immer drauf. Wenn man alleine die Zeit rechnet, die dabei „drauf geht“. Aber was ist die Alternative? Sei froh, dass du kreativ bist. Es gibt da draußen so viele Lemminge, die den kommerziellen Hype hinterherlaufen. Und wenn am Ende die Kreativität gegen Alzheimer geholfen hat, hat es sich gelohnt 😀. Also ran und ab ins Studio!!!

  8. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Wenn die KI glaubt dass ich mir den Spaß am komponieren nehmen lasse, dann ist die KI dumm. 🤣🤣🤣KI ist nur nützlich, aber bleibt dennoch dumm, daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.

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