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Besuch auf der Synthesizer Messe Superbooth 23

AMAZONA.de Autor Toby B. gönnte sich die Superbooth 23

16. Mai 2023

Das war die Superbooth in Bildern und Worten

Tag Eins auf der Superbooth 23

Wie immer in der zweiten Maiwoche fand auch 2023 die Superbooth in der mittlerweile etablierten Location FEZ statt. Die diesjährige  Superbooth bot auch wieder einen sehr guten Mix aus Musik, vorzugsweise elektronisch erzeugt, neuem Gear und jeder Menge guter Kollegen und Musikerinnen, Musiker und Menschen. Die in den letzten Jahren einführten Gesprächskonzerte, Workshops wurden weiter ausgebaut und nehmen jetzt deutlich mehr Raum ein. Was der Superbooth gut tut.

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Wir von AMAZONA.de waren natürlich auch am Start, hier mit Jim und seinem News Marathon. Sonja und Delaydude für Videos, unser Autor Sven Rosswog als Liveact und eben Toby. Und Leser haben wir auch angetroffen im AMAZONA.de T-Shirt.

Tatsächlich war die Superbooth 23 am Eröffnungstag im Gegensatz zu den vorherigen Jahren sehr gut besucht. Zunächst hat sich der Strom über das Foyer ergossen, verteilte sich dann aber im gesamten Areal. Einige Firmen wie Korg mit ihrem Iglu findet man relativ leicht, da wird mit der Örtlichkeit nicht experimentiert. Korg hat zu dem noch einen Bauwagen am Start, wo wirklich etwas neues präsentiert werden soll. Dazu später mehr. Viele Neuigkeiten waren schon vorab durchgesickert. Embargos sind irgendwie unerheblich. Aber gut.

Generell ist positiv anzumerken, daß von Seiten der Firmen die Superbooth auch als „Leitmesse“ gesehen wird und hier Highlights und wirkliche Neuheiten vorgestellt werden. Siehe UDO Gemini und Oberheim. Ebenso das die großen Namen auch vertreten sind, wenn es nichts Neues zu zeigen gibt. Yamaha oder Moog. Was sicherlich enttäuschend ist, Roland fehlte wieder. Die Frage ist, ob virales kleinteiliges Marketing über VLogger und Blogger zielführend ist? Es ist kostengünstig aber wo erreicht man Kunden einfacher als auf einer Messe? Andere Firmen sind auch zu finden, deren Produkte werden in einer Vielzahl von Studios tagtäglich genutzt. Aber man kennt sie kaum. Dennoch sind sie auf der Superbooth zu finden.

Ein Highlight war wieder der Arturia Booth. Auch hier gab es mit dem Upgrade des Microfreak viel zu entdecken. Mein Wunsch wäre noch ein vergrößerter Minifreak!

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Damit sind wir dann auch schon beim ersten Tag und dem ersten Rundgang. Wer oft auf die Superbooth geht, kennt die ungefähre Position der einzelnen Hersteller schon. So das man den Lageplan nur noch zur groben Orientierung benötigt. Tobys Tagesziel heute, einige Interviewtermine machen und filmen. Aber vorab ein kleiner Rundgang.

Mein erstes persönliches Highlight war der neue Oberheim als Desktopmodul. Die Bedienung kommt richtig gut und das klangliche Ergebnis ist über jeden Zweifel erhaben. Man mag nun anführen, der Preis sei heftig. Allerdings ist er angemessen. Wer einen Oberheim kauft, braucht im allgemeinen diesen Sound. Und wo wir hier schon mal sind, einige Propheten, Pro 3, Trigon sind in auch in Reichweite. Der Trigon irgendwo zwischen Take 5 und Prophet 5 platziert kling ebenfalls Klasse mit seiner 3 VCO Architektur. Gut für den Geschmack des Autor stechen die Holzteile ins Auge. Aber die Farbe der Holzteile ist nun kein Qualitätsmerkmal. Und wo wir schon mal in der Vintage Ecke sind, einige Räume weiter ist der Syntholymp zu finden, hier in Form eines spielbereiten CS-80(„inklusive Entschuldigung fürs fehlende Tremolo.“) und die Königstreppe bestehend aus Prophet5, Oberheim und Moog Model D.

Okay ein Jupiter-4 und Jupiter-8, nebst ARP2600 waren auch am Start. Aber der CS-80 ist schon faszinierend. Also schnell mal die Doctor Who Line gespielt. Zeit für Synth Pool Karaoke muss sein. Man ist ja nicht nur zum Spass hier.

Was auch gefällt, neben den Synth Herstellern finden sich auch Studioausrüster wie Zähl Audio, Tegeler Audio Manufaktur und SSL. Die richtige Konsole für den Workflow möchte ja nun auch gefunden werden. Empfehlung des Autors, SSL Big Six.

Auch in der Modular Ecke gab es viel zu entdecken. Moon Modular feiert sein 15 jähriges Jubiläum. Herzlichen Glückwunsch dem Team. Und spendiert einige neue Module und dem Sequenzer eine Upgrade Platine. Aber auch andere Hersteller wie Radikal Technologies, um Mastermind Jörg Schaaf waren nicht untätig. Dieter Döpfer zeigte ebenso neue Module im Bungalowdorf.

Hier war dann auch der UDO Gemini zu finden. Wenn man so möchte ein Retrofuturistischer Synthesizer der dritten Art. Kein Display, klare Fokussierung auf die einfache und flache Bedienung mit einen Extra an Sound. Der Gemini polarisiert in seiner Kompromisslosigkeit. Ich kann ich nur den Vergleich zu Sportwagen bringen, der eine mag halt einen Hightech Sportwagen, aus Freude am Fahren. Andere sitzen gerne 20 Zentimeter über dem Boden, wollen Öl riechen und die Gänge reinhauen. Beides ist gut und beides erlaubt.

Retrofuture ist auch Teenage Engineering, hier scheiden sich wirklich die Geister. Die Formsprache ist irgendwo zwischen Rahms und Ive verortet. Irgendwie die Braun Atelier in Micro und weißer Farbe. Tatsächlich sind die Produkte auch die neuen von einem hohem Nutzwert. Ob man nun alles mit einem Smartphone abhandeln muss oder zum Aufzeichnen ein separates TE Gerät benötigt ist eine Grundsatz Frage. Möglich ist beides. Entscheidend ist die Einfachheit in der Bedienung. Und das ist bei TE Produkten durchaus gegeben. Die Preisfrage ist eine andere.

Der letztjährige Moog Circus ist in diesem Jahr eine Video und Sound Chillout Lounge. Wer von der Geräuschkulisse genug hatte fand hier Entspannung für Auge und Ohr. Profitipp des Autors, AirPods Pro und den Transparenzmodus einschalten, wenn es zu laut wird. Kommt sehr gut!

Interessant war auch der Prototyp eines elektroakustischen Synthesizers namens Phase 5, den Korg Berlin neben dem Zirkus in einem Bauwagen präsentierte. Das Gerät hatte zwar noch einen Prototypen Charme, ist aber durchaus im derzeitigem Zustand schon sehr eindrucksvoll. Korg zeigt hier relativ deutlich das man durchaus in der Lage ist, neue Wege zu beschreiten.

Wir nähern und langsam dem eigentlichen Highlight des Tages „Livemusik“ heute, The Tunegirl auf der Beachbühne. Dem einen oder anderen dürfte sie schon bekannt sein. Und man sollte sich nicht von den Äusserlichkeiten blenden lassen. Auch ich rolle meinen roten Teppich aus und heisse die Königin der Basslines willkommen. Das Set anfänglich bretthart mit Beats aus der RD-9(sic!) und Acid Basslines aus einem Modularen System wandelte sich und hatte viele Höhepunkte. Da weiss jemand was er macht und kann die Menge zum tanzen bewegen.

Funfact, tanzende Radiomoderatoren sieht man selten in freier Wildbahn. Extrem lässig. Interessant ist oder war auch die Metamorphose des Sets hin zu chordalen Pattern zum Ende hin. Ich kann es nicht anders sagen. Bravo The Tunegirl.

Tag Zwei auf der Superbooth 23

Tag Zwei ist nun etwas kürzer beginnt aber traditionell mit einem großen Braunen von Effie Biest und der Charles Matuschewski Morning Show. So kommt man gut in den Tag. Was haben wir heute auf dem Zettel. Bücher von BJBooks und das was gestern noch nicht besucht wurde.

BJBooks ist nun auch kein Unbekannter mehr. Dementsprechend war der Stand auch nicht mehr im Westflügel zu finden sondern in vergrösserter Form auf der Hochebene. Was der Präsentation gut tat. Ein Buch benötigt nun mal eine andere Form der Darstellung. Das DIY auch hier ein Thema ist, konnte man an Moog Grandmother und KARP2600m diverse Patches nachbauen. Achtung sowas macht süchtig. Hands on und DIY sind auf der Superbooth gerne gesehen und werden auch sehr gut angenommen.

Das macht das Konzept der Superbooth auch so einzigartig. Es steht eben nicht die die Maschine im Vordergrund sondern das was ich mit der Maschine in allen Formen, Farben und Größen machen kann. Und hier erinnere ich wieder an das Motto Musik als Träger von Ideen.

Fazit

Die erste „nachcorona“ Superbooth hat sich bewährt, sicher haben wir alle noch mit Nachwirkungen zu tun. Aber das Konzept von Herrn Schneider hat sich bewährt und etabliert. Ich würde sagen, auf dieser Superbooth war der Grundton ein positiver. Für mich als Autor ist die Superbooth eine Leitmesse, hier treffe ich in kürzester Zeit Kollegen, Künstler und Hersteller. Bei Hintergrund Gesprächen kann man die eine oder andere Neuigkeit erfahren. Und kann sich austauschen und einfach mit den Kollegen Spass am Gerät haben.


Zu meckern gibt es nicht viel, die Hersteller und Anbieter die der Superbooth fernblieben, mögen doch bitte ihre Haltung überdenken. Offensichtlich gibt es hier noch vereinzelt Wahrnehmungsprobleme. Was die Wirkung der Superbooth betrifft. Die Vielzahl an nationalen und internationalen Künstlern die auf der Superbooth anzutreffen sind, beweist eigentlich eher das Gegenteil. Hier, einen herzlichen Dank an Herrn Schneider!

Anmerkung In eigener Sache: Dies ist Teil Eins nur mit Fotos. Einen Teil Zwei mit Videos, Interviews und O-Tönen wird es in Kürze geben.

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Forum
  1. Profilbild
    Filterpad AHU 1

    Cool. Überraschend war die Fotoserie der Vintage Synthesizer. Hätte nicht gedacht, dass dort ein CS80 steht. Nächstes Jahr muss ich zur SB, unbedingt.

    • Profilbild
      Filterpad AHU 1

      @Filterpad Wursthaut: Vermutlich eines von vielen Highlights dieser Messe. Synthesizer frisch vom Band und Museum-Oldtimer. Man nimmt mit was geht! 😀 Aber selbst für nur einen dieser Classics anzuspielen, ist es IMO durchaus einen Besuch wert. Dazu noch die fetten Modularsysteme und Klangexperimente (z.B. Klangerzeugung mit Obst und Gemüse). Berlin wartet schon auf mich. 🙂

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        TobyB RED

        @Filterpad Beides gehört dazu die Oldtimer Ecke als auch die Neuheiten, derer gab es nun viele :-)

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      TobyB RED

      @rio Ich hab keinen PSU Dampf gerochen ;-) Aber den CS-80 bespielen zu können ist schon cool.

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        rio AHU

        @TobyB Dann lief er wohl schon eine Weile, wo ich da war. Der Geruch war unverkennbar.

  2. Profilbild
    Tai AHU

    „…hier treffe ich in kürzester Zeit Kollegen, Künstler und Hersteller“

    ich war, wie immer 3, 4 Stunden da, habe von den Herstellern einige getroffen, Künstler wenig, Amazonas gar keine. Vielleicht sollen wir das nächstes Jahr kommunizieren, was wo wann.

    Vor vier Jahren war CS 80, DX 1, DX 5, CS70M und sogar VP1 da. 20, 21, 22 habe ich ausgelassen, falls da überhaupt was stattfand.

    • Profilbild
      TobyB RED

      @Tai Künstler und Amazonas waren schon dort, eigentlich viele bekannte oder Insider. Ich hab auch amazona.de Leser getroffen. Ich mach das immer so, ich stell mich an einen Punkt und warte, die Leute kommen dann schon von alleine ;-) Warum auch immer war es dieses Jahr so, dass der Donnerstag ab 10:30 recht gut besucht war. Ab Nachmittag wars voll. Freitag wars andersrum. Bis 12:30 wars arg ruhig. Nichtsdestotrotz war die SB eine gelungene Veranstaltung. Wir sehen uns nächstes Jahr :-)

  3. Profilbild
    Stratosphere AHU

    Ich kann TobyB‘s Eindrücke nur bestätigen.
    Was für tolle Tage ! Die Superbooth ist nicht nur Messe sondern ein einzigartiges Festival für tiefe technische und musikalische Gespräche, vielfältige Inspirationen und gute Musik. Hier werde ich verstanden. Es macht einfach Spaß sich mit den Ausstellern auszutauschen, und Klangerzeuger auszuprobieren.

    In der Tat, auch einen CS80 gab es zum anspielen ! Ich kann nun versehen warum das Gerät so fasziniert – tolle Tastatur und direkte Kommunikation mit den Elektronen. Dazu gibt es für den Winter die Heizung gratis.

    Focal hatte ein hochwertiges Surround System aufgebaut um Raumklang zu erleben. Für mich habe ich gelernt dass 3D zwar durchaus faszinieren kann, aber meine Sinne über einen längeren Zeitraum überfordert. Ich bleibe bei Stereo.

    Haken Audio war im Bungalowdorf anzutreffen. Deren Tastatur kann mit etwas Eingewöhnung durchaus faszinieren, wenn da nicht der sehr hohe Preis wäre.

    In den Zelten war der Geräuschpegel schon grenzwertig hoch. Dafür ging es hier oft sehr kreativ zu.

    Die Messe ist wie Aktivurlaub. Ich freue mich schon auf das nächstes Jahr.

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