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Praxistest Mooer GE100: Gutes Multi ohne viel Firlefanz

26. März 2023

Allgemeines zum Mooer GE100 Multieefekt

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Ich suchte ein Multieffektgerät bis maximal 200 Euro, erstens für den Anschluß am Wohnzimmer-Marshall MG 10 und zweitens, das man auch mal mitnehmen und ohne Amp, nur mit Kopfhörer spielen kann und was nicht so übergroß ist.

Ich hatte mal den Line6 Spider V30 weil ich mir ein Multi sparen wollte, der hatte mir aber viel, zu viele Amp- Simulationen, Effekte, etc., da hat man mehr programmiert, ausprobiert & eingestellt, als man Gitarre gespielt hat.Daher habe ich den Spider wieder verkauft und mich dann doch für ein Multi entschieden, das meine persönlichen Anforderungen erfüllt.

  • KEIN USB
  • KEIN Bluetooth
  • KEINE Bedienung per App
  • Leicht einstellbar am Gerät
  • Gut ablesbar
  • Beleuchtetes Display
  • Nicht viele Ampsimulationen
  • Nicht viele Verzerrepedalesimulationen
  • Nicht zu viele Effekte
  • Kopfhöreranschluss
  • Leistungsstarker Prozessor (daran scheiterte bei mir das Zoom G1 Four)

Gehäuse

Kunststoffgehäuse, mit Metallbodenplatte

Die Taster sind alle aus Metall, die Dreh-/Drückknöpfe sind ebenfalls aus Kunststoff mit Metallapplikation.

Bedienung

Einfachste Bedienung mit 2 Regler beim Editieren und Erstellen der Presets / Patches. Ebenso einfach lässt sich das Pedal den entsprechenden Parameter zum Steuern zuordnen.Das Zuschalten von Drum und dem Looper ist genauso einfach, per Knopf zu- oder abschalten. Leider lassen sich die Drums nicht mit dem Looper aufnehmen, was ja nicht allzu schlimm ist, da ja die eingestellten Drums beim nächsten Abrufen, wieder vorhanden sind. Also nicht unbedingt ein Kritikpunkt. Die Drums können in der BPM ediert werden, für ein Gerät in dieser Preisklasse ist das schon erstklassig. Klasse finde ich, das die Helligkeit des Dispaly geregelt werden kann und man einstellen kann ob der Output über Amp oder Pult erfolgt. Zudem kann man problemlos die einzelne Patches auf einen anderen Speicherplatz verschieben. Das geht wie folgt: z.B Patch Nr.1 aufrufen, dann den Taster rechts mit dem Pfeil nach oben, betätigen, so sieht man dann auf dem Display ganz oben die Einstellung U1 die kann man dann durchschalten bis U80, wenn man dann den Platz gefunden hat, wo man das Patch speichern will, wie z.B. U30, drückt man den Saveknopf und das Patch ist jetzt statt auf U1 auf U30 gespeichert.

Sounds

Sound sind immer Geschmackssache, besondert bei Werkspresets (Für mich wäre es toll, wenn die Geräte KEINE Werkspresets hätten). Wem die Werkspresets auch nicht gefallen, kann ja Eigene (User-Presets) erstellen und da liegt schlechter Sound meistens an der Konfigurierung, also den selbstgemachten Einstellungen.

Presets

Die Werkspresets, sind wie bei den meisten Geräten, ein Sammelsurium an Fantasiesounds des Programierers und wild durcheinander gemischt. Nur 3-4 Werkssounds sind brauchbar. Man kann auch die Userpresets mit Namen benennen (13 Buchstaben / Zeichen / Leerplätze sind machbar) ohne dümmlich Abkürzungen benutzen zu müssen. LEIDER sind auch hier 80 User Speicherplätze VIEL ZU VIEL !!! Ich habe nur 10 Plätze belegt. Was wäre optimal, wenn es Multis, OHNE Werkspresets und mit nur max. 15 Userspeicherplätze geben würde. Mehr habe ich (und wahrscheinlich auch die Mehrheit von Euch) bei noch keinem meiner Multis, benötigt und ich hatte schon viele.

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Mooer GE100 Box Guitar Multi FX
Mooer GE100 Box Guitar Multi FX
Kundenbewertung:
(125)

Ampsimulationen

7 Amps

Am besten gefällt mir der British 800, welcher den Marshall JMC 800 Simulieren soll.

Ob alle Ampsimulationen tatsächlich die original Sounds der jeweiligen Amps, simulieren vermag ich (wohl auch sonst kaum Jemand) zu beurteilen.

Effekte

Die meistens genutzten Effekte sind an Bord, deren Klang sich editieren lässt, was aber unter Umständen etwas dauert bis man seine Effekteinstellungen, wie Tiefe, Geschwindigkeit, und Zeit etc. eingestellt sind, das ist aber bei jedem Effektgerät so.
Ob die Effekte im Punkto Klang, nun den Geschmack des Nutzers treffen ist individuell, dass ist aber auch bei einem Gerät von mehreren 100 Euro so. Effekte sind wie Sounds persönliche Geschmackssache, daher kann man Effekte und Sounds eigentlich nicht pauschal bewerten, sondern immer nur nach persönlichem Gefallen. Dennoch hätte man bei der EQ Sektion Bass-Mid – Höhen angeben sollen statt 160 für Bass – 800 für Mitten – 3,2K für Höhen. Für mich das beste Distortion Patch ist das Metal Land und das Metal Man in Verbindung mit der Ampsimulation British 800 und das Distortion patch, Distortion ohne Ampsimulation also der Ampeffekt , Off.

Pedal

Das Pedal kann jedem Preset frei zugeordnet werden um damit die gewünschten Parameter zu steuern

Anschlüsse

Gitarren Input, Output für Kopfhörer oder zum anschließen an den PC für zum Beispiel Aufnahmen mit Audacity zu machen, ein Auxeingang für MP3 Player etc. und ein Netzteil

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Gerätes bedarf keiner Kritik, nichts wackelt oder ist lose. Die Beschriftungen sind alle gut leserlich, die Regler laufen gut die Knöpfe sprechen beim drücken auch direkt an, ohne das man die fast in das Gerät drücken muss. Das Pedal ist gut gängig mit entsprechendem Widerstand, heißt, es klappert nicht in der Gegend rum. Auch muss es nicht mit übertriebenem Kraftaufwand betätigt werden. Macht auch ein wertiges Gefühl unter dem Schuh / Fuß. Die Displays sind schön groß, beleuchtet und sehr gut ablesbar, die Kunststoffscheibe des Display und der Effektanzeige sind klar bis in die Ecken, da ist nichts angelaufen oder matt. Kurz gesagt, die komplette Verarbeitung ist Top, könnte von der Verarbeitung her, ein Gerät einer höheren Preisklasse sein.

Soundfiles

Soundfiles sind immer so eine Sache, auf der einen Seite bei der Vorstellung der Geräte klingen die echt toll oder echt mies. Probiert man nun zu Hause, das Gerät (egal welches Modell & welche Marke) ohne Vorbehalt aus, so ist es ehr wahrscheinlich das der Sound völlig andeers ist als beim Vorstellungstest. Das liegt aber nicht (nur) an dem Gerät, sondern auch an der verwendeten Gitarre. Daher möchte ich mir nicht unbedingt die Arbeit machen und Soundfiles erstellen.

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Fazit
Das Mooer GE100 ist ein Top Multieffektgerät, das keine Wünsche offen lässt. Die Drumsektion mit Drumsimulation und Metronom sind nicht nur für Anfänger hilfreich. Der Looper ist ein schönes Extra. Was besonderst einem Anfänger gefallen wird ist die Lessonsektion, das habe ich noch nicht mal bei Geräten gesehen, die 500 Euro und mehr gekostet haben. Die Effekte und die Zerrsounds gefallen mir (persönlicher Geschmack). Die unterschiedlichen Ampsound mehr als annehmbar. Anfänger, Fortgeschrittene oder (Semi-) Profis könnten an dem Gerät gefallen finden, da es leicht ist und mitgenommen werden kann und man Sound- / Songideen mit dem Mooer GE100 sofort und in Echtzeit umsetzen und hören kann. Mir persönlich gefällt, dass das Gerät KEINEN USB und KEINEN Bluetooth hat und sich die Änderungen direkt am Gerät, ohne PC etc, einfach einstellen bzw. verändern lassen. 5 Steren und volle Kaufempfehlung, nicht nur für Anfänger.

Plus

  • KEIN USB 
  • KEIN Bluetooth
  • KEINE Bedienung per App
  • Leicht einstellbar am Gerät
  • Gut ablesbar
  • Beleuchtetes Display
  • Nicht viele Ampsimulationen
  • Nicht viele Verzerrepedalesimulationen
  • Nicht zu viele Effekte
  • Kopfhöreranschluss
  • Leistungsstarker Prozessor

Minus

  • Leider auch sehr viele User-& Werkspresets
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Forum
      • Profilbild
        Killnoizer

        @KRYPTYK Wenn sich das nicht von selbst erschließt…. Es ist möglich die Optik einer Kamera VOR dem auslösen so zu justieren das der relevante Teil,der Abbildung SCHARF dargestellt wird , dann kann man meist auch erkennen was abgebildet ist . Und wenn man nur so ein labbriges Foto zur Verfügung hat muss man es eigentlich auch nicht zeigen . Ich weiß auch nicht warum man sich im Text und dem Fazit mehrfach über zuviele Speicherplätze und Presets beschweren muss . So ein Gerät wird im Idealfall an 100.000 verschiedene Nutzer verkauft, die haben erstmal nicht alle den gleichen Geschmack, und ganz normal, grad für die Einsteigerklasse, ist doch das durchsteppen und umändern von Presets. Ein Großteil der Nutzer hat nicht mal Interesse daran die gravierend zu ändern ( meist mangels Durchblick ) .
        Und ich speichere selbst unendlich viele Entwürfe für Sounds um darauf zurück zu greifen, allerdings weiß ich auch ungefähr wie ich mit den Effekten umgehen muss , und dann wird natürlich für jeden Song ein Preset abgespeichert .
        Ist doch toll . Und ich bin NICHT gezwungen den gesamten Speicher auszunutzen .
        Und die Frequenz beim EQ anzugeben ist gar nicht so verkehrt, irgendwann ist es doch ganz praktisch zu wissen wo die Regler eigentlich zugreifen . Zumindest wenn man ernsthaft Töne produzieren will .

  1. Profilbild
    Aljen AHU

    @Kryptyk: wenn ich mir Deine Qualitätskriterien so ansehe – möglichst keine Verbindung zur Außenwelt, möglichst wenige Presets, dafür klanglich einwandfrei & mit kräftigem Prozessor – dann wäre für Dich ein Multieffekt von Strymon oder Meris das Richtige. So denn solche Unternehmen an derartige eierlegenden Viecher überhaupt mal denken würden.

    Da bekämest Du auch noch „kein Display“ obendrauf. Das alles aber sicherlich nicht unter 200 Euro. Irgendwas ist immer.

    Doch Stopp! Selbst solche Boutique-Hersteller bauen mittlerweile so Häresien wie dieses moderne Deibelszaich „USB“ ein. Kann doch gar nicht angehen.

    Die Welt wird eine immer unwirtlichere.

    P.S. was die Fotos im Beitrag angeht, so teile ich die Meinung meines Vorredners „Killnoize“. Nimm es bitte als konstruktive Kritik an: die Bilder sind einfach unbrauchbar, da völlig unscharf und am Thema irgendwie vorbei. Auch die Fotografie ist ein Handwerk und eine Kunst zugleich & will gelernt werden. Sogar mit einem halbwegs modernen Smartphone kommen dann teils beeindruckende Fotografien zustande. Ist das Lernen der Basics nicht möglich, nicht gewollt oder beides – dann wirklich lieber die Bilder Bilder sein lassen.

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