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RIP: Rapperin Gangsta Boo gestorben

Three 6 Mafia Rapperin Gangsta Boo (43) ist verstorben

3. Januar 2023

Quelle: Shutterstock

Die Rapperin Gangsta Boo ist am 1.01.2023 im Alter von 43 Jahren verstorben.

Auf einem Nachwuchswettbewerb entdeckte DJ Paul die damalige 14-jährige Rapperin. Mit ihrem Einstieg wurde die schon bestehende Gruppe Da Serial Killaz in Three 6 Mafia unbenannt. Mit Three 6 Mafia nahm sie zwischen 1995 und 2001 6 Alben auf. Ihr erstes Solo-Album Enquiring Minds wurde 1998 veröffentlicht und enthielt den absoluten Überraschungshit Where Dem Dollas At!?

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Insgesamt hat sie 3 Alben aufgenommen, die sich alle in den amerikanischen R&B/Hip-Hop Charts platzieren konnten. Ihr Talent wurde von der Rap-Szene gewürdigt, indem sie unzählige Gast-Raps beisteuern durfte. Sie arbeitete mit Eminem, OutKast, E-40, La Chat, Run the Jewels, Junglepussy und Blood Orange und vielen mehr zusammen. Zwischen 2006 und 2014 nahm sie außerdem 10 Mixtapes auf.

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Die Texte von Gangsta Boo sind nicht für zartbesaitete Seelen. Mit der Schilderung von Drogen, Sex und Gewalt hatte sie keine Probleme. Besonders in den Alben von Three 6 Mafia zelebrierte sie den sogenannten Hip-Hop Stil Horororcore. In diesen bildhaften Texten wird genau das beschrieben, was die Worte Horror und Core ausdrücken. Dementsprechend düster wurde auch die Musik gestaltet: fette Bässe und fette Beats.

Ruhe in Frieden Gangsta Boo

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Forum
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      Eisenberg

      @digital-synthologie Scheinbar irgendeine weitere gewalt- und kriminalitätverherrlichende Gestalt, die das Karma eingeholt hat.
      Warum man sowas kritiklos als “Künstlerin“ laufen lässt, wird mir ewig unklar bleiben.
      Das Bild dazu im Artikel ist im Übrigen völlig daneben.

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        OscSync AHU

        @Eisenberg Well, ich kenne jetzt weder die Dame noch ihr Werk, versuche aber selber alles erstmal als Kunst zu akzeptieren, was Ergebnis eines kreativen Prozesses ist und Kunst sein will. Ob mir das gefällt, steht auf einem ganz anderen Blatt. Leuten das Künstlertum aufgrund persönlicher oder geschmacklicher Kriterien abzusprechen bringt einen ganz schnell auf sehr dünnes Eis. Nebenbei muss Darstellung nicht immer gleich Verherrlichung sein. Mit diesem Argument könntest Du breiten Teilen der Metalszene das Künstlersein absprechen…..

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          Eisenberg

          @OscSync Sorry, muss gerade lachen. Habe mir deine Stellungnahme in Zusammenhang mit „Rechtsrock“ vorgestellt 🤣
          So eine Grundhaltung ist bestenfalls naiv…

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            OscSync AHU

            @Eisenberg Wie gesagt, ich sage ja nicht, dass ich das inhaltlich oder handwerklich gut finde. Klaro gibt es halt auch Künstler, die Arschlöcher, Menschenfeinde usw sind.
            Wie würdest Du denn Deinen Kunstbegriff auf Wagner anwenden? Ist die Diskussion dann immer noch so naiv?

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          Flowwater AHU

          @OscSync Da bin ich voll auf Deiner Seite. Mich persönlich würde zwar schon das Bild von ihr mit der Waffe im Anschlag im Zusammenhang mit ihrem Namen so abschrecken, dass ich mir niemals etwas von der Dame anhören würde. Aber ich räume durchaus die Möglichkeit ein, dass ich da falsch liege.

  1. Profilbild
    OscSync AHU

    Die Tatsache, dass New York Times, FAZ, Spiegel, DLF und andere Nachrufe posten legt nahe, dass Gangsta Boo irgendeine Relevanz gehabt haben muss und zeigt mir mal wieder, wie kunterbunt und groß die Popwelt ist und wie wenig ich darüber weiß.

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      AMAZONA Archiv

      @OscSync Na dann muss ja was dran sein. Wem die betreffende nichts sagt muss sich weder dagegen noch dafür positionieren. Mir ist klar daß drüben massenhaft Frauen missbraucht werden und Gewalt eher die Regel als Ausnahme ist, in bestimmten Milieus.Wenn sie dies mit dem Nagel auf dem Kopf beschrieben hat, dann ist für mich alles tutti.

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        OscSync AHU

        Mache ich ja auch nicht. Bin nur selber immer wieder erstaunt, wie viel im Popuniversum so an einem selbst vorbeigeht, was für andere anscheinend relevant ist. Ich habe Svens Nachruf gelesen und gedacht „WTF, wen interessiert das?“ und mich selber dabei ertappt, wie ich meine Maßstäbe auf etwas anwende, von dem ich keine Ahnung habe.

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        Eisenberg

        Nur fehlt den „Künstler_innen“ leider oftmals die kritische Distanz zu den glorifizierten, völlig dissozialen Lebenseinstellungen.
        Passend dazu hat sie ja scheinbar ein Drogenunfall gerissen.
        Die Mainstream-Journalist_innen scheinen da eine – für mich nicht nachvollziehbare – romantisierende Grundhaltung einzunehmen.

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          OscSync AHU

          @Eisenberg Absolut! Mir persönlich schmeckt sowas auch überhaupt nicht. Drücke nur mein Erstaunen aus, wie weit sich die Popwelt aus meinem Wahrnehmungshorizont entfernt und entfremdet hat….

  2. Profilbild
    alpenblueser

    Vielleicht bin ich spießig, aber die Verherrlichung von Gewalt finde ich absolut daneben. Und dass es Leute gibt die sich diesen – mit Verlaub – Gangsta-Schwachsinn als Vorbild nehmen, hat man jetzt erst wieder an Silvester in Berlin und anderen Städten gesehen.
    Abgesehen davon finde ich es vollkommen Panne, dass hier auf Amazona ein Bild gewählt wird, auf dem Personen mit Waffen hantieren.

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      Softek

      @alpenblueser Ich bin da zwiegespalten. Auf der einen Seite kann ich mit diesem musikalischen Genre auch nichts anfangen, auf der anderen Seite finde ich, dass auch sogenannter Gangsterrap von der Kunstfreiheit gedeckt ist und deshalb seine Daseinsberechtigung hat. Auch sehe ich es kritisch, welche unterschiedlichen Maßstäbe an Songtexten und (andere) Literatur angelegt werden: Während beim geschriebenen Wort den meisten klar ist, dass der Inhalt (außer in besonderen Fällen, bspw. Biographien), nicht eins zu eins als Offenbarung des Autors und seiner persönlichen Ansichten interpretiert werden kann, scheint genau dies bei der Interpretation von Songtexten die Regeln zu sein. Das mag zum Teil daran liegen, dass Songtexte von ihren Verfassern in der Regel auch selbst eingesungen werden, daher intuitiv eine größere Nähe zwischen Text und Autor herrscht und es Hörerinnen und Hörern schwerer fällt Songtexte als die Fiktion zu erkennen, die sie meist sind. Da müsste schon in der Schule viel mehr Kompetenz vermittelt werden, bspw. indem im Deutschunterricht nicht nur über Goethe und Schiller, sondern auch mal über Songtexte gesprochen wird. Mit gleichem Maß gemessen: Sollte man Literatur verbieten, die von Gewalt handelt, oder sogar offen verherrlicht, wie es griechische Sagen tun? Oder sollte man es Goethe anlasten, dass sich viele Menschen den jungen Werther zum Vorbild nahmen? Ich denke nein.

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        chardt

        @Softek Ich habe mir den Text ihres großen Hits durchgelesen. Sie beschreibt darin eine Welt, in der eigentlich nur folgendes wichtig ist:
        – „Niggas“ (Typen, Kerle)
        – „Hoes“ (Nutten)
        – Statussymbole und Drogen, um das alles auszuhalten.
        Dazu ein guter Schuss „Ich bin die Größte!“.
        Kurz: Belangloser Text und die genre-übliche langweilige Musik.

        Kann man das Kunst nennen? Ja.
        Darf sie das machen? Ja!
        Muss ich mir das anhören? Nein – und das ist auch gut so ;)

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          Wolfgang

          @chardt Naja super, du hast dir mal nen Text angehört, und den Spruch abgelassen, ob man das Kunst nennen darf. Kommst mir ziemlich kleinlich vor mit so Floskeln! Sag mal drei Deiner Lieblingslieder, um Dich besser kennenzulernen :)

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            chardt

            @Wolfgang Ich hab mir auch noch das verlinkte Video zu „Bitch don’t look at me“ gegeben. Sorry, mehr muss echt nicht sein.
            Mein „Fazit“ ist eine Reaktion auf den Beitrag von Orest, der fragt, ob z.B. Gewalt-Verherrlichung verboten werden sollte. Und da sage ich, dass die Sachen von Boo natürlich zulässig sind, egal ob ich sie Scheiße finde.
            (Meine ganz persönliche Einstellung: Musik darf alles, außer langweilig sein – und Rap finde ich einfach langweilig.)

            Was meinen Geschmack betrifft, so nenne ich mal ein paar Alben:
            – Genesis: The Lamb lies down on Broadway
            – Michael Rother: Sterntaler
            – Schmetterlinge: Proletenpassion (Seiten 1 bis 4)
            – Rainbow: Live on Stage
            – Joe Jackson: Body and Soul
            – Iron Butterfly: In-A-Gadda-Da-Vida
            – Tangerine Dream: Phaedra
            – Dead Kennedys: Fresh Fruit For Rotten Vegetables
            – Blues Brothers: OST

  3. Profilbild
    Sven Blau AHU

    Ein Nachruf für Eduard Artemjew, der bereits am 29.12. an Covid starb, wäre mit Sicherheit spannender gewesen…

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      AMAZONA Archiv

      @Sven Blau Das hast du bereits unter dem Jahresrückblicks Artikel geschrieben. Da hat es gepasst.
      Aber findest du es passend, unter dem Nachruf einer anderen Person sowas zu schreiben? Wohl kaum.

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        Wolfgang

        Pietätlosigkeit nennt man das Verhalten. Der Typ, Sven Blau, hat nen Artikel hier geschrieben?
        Ehh, echt jetzt..

        Ok, ich hab mal geguckt, ja Morricone natürlich einer der ganz Großen!

  4. Profilbild
    Wolfgang

    Ruhe in Frieden, Gangsta Boo

    Nun leider eine Künstlerin weniger, die imstande ist, solch einen Hit zu kreieren:
    „Gangsta Boo & La Chat – Bitch Don’t Look At Me“.

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        Wolfgang

        @chardt Na gut, weiß nicht ob du Hip-Hop oder Rap hörst, und ob’s dir gefällt?
        Ich find den track/song ganz gut, und höre den immer mal wieder, wenn die Stimmung passt. Mir gefällt die Club-Atmosphäre mit viel Energie, die eingängigen Refrains, einfache Raps mit slang, die sich gut anhören. Auf diese Weise hab ich Crunk & Dirty South kennen gelernt, in den Clubs, und mag es bis heute ab und zu. Ich selber hör eigentlich so insgesamt keinen Hip-Hop mehr. Wenn nicht in Clubs, dann muß es sich auch im Car-Audio gut anhören, wenn du verstehst.

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          chardt

          @Wolfgang Hallo Wolfgang, Danke für die ausführliche Antwort! Gerade weil ich damit so rein gar nix anfangen kann, war ich neugierig, was genau Dir gefällt.

          Mein Problem mit Rap / Hip-Hop: Ich höre da ein interessantes Intro und mach mir Hoffnung, dass es jetzt so interessant weitergeht – und dann kommt die Loop. Egal wie toll z.B. das Drum-Sample ist – nach drei bis vier Minuten ist selbst der beste Groove einfach tot. Kurz, die Musik finde ich – vom Intro bestenfalls abgesehen – strunzlangweilig. Speziell bei „Bitch …“ finde ich das Power-Krach-Sample übrigens bloß nervig; ich vermute, dass es Dir gefällt wg. „Energie“.

          Und was die Texte betrifft, so lese ich immer wieder, dass es da total interessante Sachen geben soll, aber irgendwie sind die mir noch nicht über den Weg gelaufen.

  5. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    1979 gab es die sog. “disco demolition night“ in einem US-Baseballstadion. Eigentlich eine PR-Aktion schlug die Stimmung schnell um, es brannten nicht nur Disco-Platten, es wurde auch Jagd gemacht auf Clubgänger…..

    Anfang der 90er gab es immer wieder Demonstrationen von Sittenwächtern, besorgten Bürgern, Menschenrechtlern gegen Gangster-Rap. Auch dort brannten Platten und CD‘s…..

    Gangster Rap ist zu 95% Show.
    Wenn bestimmte Klientel die Texte für bare Münze nehmen ist das ein Bildungsproblem.
    Ich habe schon von einem Volkssänger gehört mit OK-Kontakten🥶

    Bitte zurücklehnen und entspannen

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        AMAZONA Archiv

        @Eisenberg Zum Glück sind letztes Jahr keinerlei Rocker oder DJs eines unnarürlichen Todes gestorben.
        Wieviele Hippedie Hopper sind nochmal Mitglied im Club der 27?
        Künstler sind schon immer eines unnatürlichen Todes gestorben. Egal ob in der Klassik oder im Jazz.
        Dazu kommt die besondere Situation in den USA, namens „Opiod Krise USA“. Such mal danach.
        Wenn es dich denn interessiert?

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        @Eisenberg Die neue Generation versucht die Vorbilder im negativen zu toppen. Das Jungrapper in der USA die Nähe zu Gangs suchen ist tatsächlich extremer geworden und fast wöchentlich gibt es tote Jungstars zu beklagen. Aber das liegt weniger am Genre, eher an tiktok, insta und co…….

  6. Profilbild
    Tai AHU

    Ich habe immer Probleme damit, wenn „Haltung“ plakativ zur Schau gestellt wird. Für so was bin ich zu alt. Ist im HipHop genau so wie beim „Machismo“-Gehabe vieler Metaller. Beides verhindert meinen Zugang zu deren Musik, aber ich bin ja auch nicht deren Zielgruppe.

    • Profilbild
      Wolfgang

      @Tai Hab das Phänomen, daß sich „Metaller“ auch mit Rap, insbesondere Deutsch-Rap beschäftigen, wahrgenommen. Unbegreiflich für mich… Denke mal, die meisten von denen haben was verpasst und versuchen es aufzuholen und in die Gegenwart zu bringen. Quasi wie Judgement Night, oder Ice-T. Nun auf Deutsch, etwas später.

      • Profilbild
        chardt

        @Wolfgang Och, der Crossover ist ja nicht gerade neu, und „I’m the Man“ von Anthrax (1987!) kann ich mir sogar anhören ;)
        In Sachen Metal-Machos ist für mich der Tiefpunkt / Fremdschäm-Höhepunkt bei Manowar erreicht. Und gibt es deutschen „Gangsta-Rap“, der nicht peinlich ist?

  7. Profilbild
    Daniel De Stijl

    naja der nachruf einer vulgären rap figur, die die meisten nicht kennen, mich inklusive, ist auf amazona schon etwas deplatziert. die ausgelöste diskussion in den kommentaren macht es aber leider wieder spannend. ich denke halt auch who cares. auch wenn es eine kunstfigur sein soll, es ist halt ein spiel mit dunklen energien und die tragen mit dem einhergehenden lifestyle halt ihren tribut. mich wundert es nicht, dass die meisten rapper in den spät dreissigern oder später dann eine sinnkrise erleiden und mit psychischen problemen und suchtverhalten dann wieder zum thema werden. siehe sido. für mich ist ein gutes beispiel wie man sich halt positiv entwickeln kann immer noch curse. der hat die kurve schon lange gepackt und ist vom ursprünglich gangster rap in die richtige richtung gegangen.

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