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Test: Pioneer DDJ-WeGO3, DJ-Controller

6. November 2014

Pflichtkauf für iPad/iPhone-DJs?

Gut zwei Jahre ist es jetzt her, dass ich an dieser Stelle den ersten DDJ-WeGO vorgestellt habe. Was mir aber auch erst wieder einfiel, als ich durch Amazona blätterte („Wer hat eigentlich die Vorgänger getestet? Oh – das war ja ich“). In der Zwischenzeit ist bereits ein WeGO2 erschienen, nun also der Dritte – Pioneer scheint sich da auf einen jährlichen Turnus einzuschießen., was für einen gewissen Erfolg der WeGO-Reihe spricht. Nun also der Pioneer DDJ-WeGO3. Der sieht auf den ersten Blick etwas „seriöser“ und erwachsener aus als sein Vorgänger, nicht mehr ganz so poppig, ist aber dennoch – laut Hersteller – vor allem für Einsteiger entwickelt worden. Was hat sich sonst noch geändert? iPad/iPhone-Anbindung (PC und Mac sowieso), integrierte Soundkarte, Pulse Control, beleuchtete Jogs – das alles hatte auch schon der Zweier. Machen wir uns also auf die Suche.

Der WeGO3 mit iPad: Fast eine Traumehe

Der WeGO3 mit iPad: Fast eine Traumehe

Ausgepackt

Da uns Pioneer dankenswerterweise eine Vorabversion des WeGO3 zur Verfügung gestellt hat, kommt der Controller im handbeschrifteten neutral-weißen Karton – noch ohne Handbuch oder CD. Später sollen dann aber auch zumindest Serato DJ Intro und Virtual DJ LE als Download mit zum Lieferumfang gehören. Aber die beiden DJ-Software-Evergreens wird inzwischen eh fast schon jeder auf der Platte haben, der jemals in den letzten 50 Jahren einen Controller gekauft hat – denen kann man ja noch weniger entgehen als U2 auf iTunes. Ein (auch deutschsprachiges) Handbuch gibt’s jedenfalls auch auf der Website von Pioneer.

Was schon bei unserem Testmuster mit dabei war: Ein Netzkabel (das übrigens beim Vorgänger noch fehlte) für den iPad/iPhone-Betrieb (ohne Klotz, aber mit alternativem US-Stecker = zwei mal Daumen hoch und meine Steckdosenleiste bedankt sich) und ein Verbindungskabel WeGO3 auf iOS/Lightning. Wofür das genau benötigt wird, klären wir gleich genauer.

Angeschaut

Beim Design seines WeGO3 kehrt Pioneer wieder zu einer weniger verspielten Form zurück; auch die Alu-Faceplate zeigt, dass es optisch ein wenig mehr in Richtung „stabil und edel“ gehen soll. Der (abnehmbare) „Henkel“ der Zweier-Ausgabe mit dem Benjamin Blümchen-Charme, der irgendwie an Kinder-Kassettenrecorder erinnerte, wurde eliminiert, für die Aufnahme von iGeräten gibt es jetzt einen ins Gehäuse integrierten, fest verbauten nüchternen Schacht. Gestrichen wurde auch die extrem abgerundeten vorderen „Ecken“ (also… Runden), auch ist der Controller nicht mehr so stark abgeschrägt. Zudem ist auch kein rotes Modell mehr im Angebot wie noch beim WeGO2 (den Einser gab es ja sogar noch in fünf Farben); der WeGO3 ist „nur noch“ in schwarz und weiß erhältlich.  Anscheinend hat sich das feuerrote Spielmobil im letzten Jahr wohl nicht so richtig durchsetzen können –  DJs ziehen anscheinend die Nüchternheit vor.

Der alte "Henkelmann": Der  Vorgänger WeGO2

Der alte „Henkelmann“: der Vorgänger WeGO2

Forum
  1. Profilbild
    LittleGizzmo  

    Hallööööle,

    genau den hab ich seit seinem Erscheinen ins Auge gefasst. Ich arbeite seit Jahren mit VirtualDJ, allerdings ohne Controller. Ist auf einem Live Event bissl nervig, mit Maus (bzw Touchpad) und Tastatur zu arbeiten, bislang bastele ich mir einen Automix zurecht, der zeitlich zur Veranstaltung passt….. ich habe allerdings im Test eher technisches vermisst:

    Wie ist denn der Kopfhörerausgang? Ordentlich Dampf?

    Dann die Main Outs, sind die von ordentlicher Qualität und brummfrei oder sollte man sich gleich eine (Stereo-) DI Box dazubesorgen?

    Und auch nicht unwichtig, wie ist denn die Reaktionszeit an einem Windows Laptop, ich habe teilweise Controller getestet (preiswerter als auch ähnlich teuer), wo der Response meiner Aktionen auf dem Controller in der Software jenseits von gut und böse ist, synchrones arbeiten nicht möglich ist.

    • Profilbild
      m.steinwachs  RED

      Oops, ganz übersehen, sorry. Also: Der Kopfhörerausgang ist ok, bläst einem aber nun auch nicht gerade das Hirn raus. Lässt sich aber mit arbeiten. Brummen an den Mainouts hatte ich nicht festgestellt – DI Box sollte man aber ja eh immer im Haus haben ;) Und die Reaktionszeit am Laptop hab ich nicht getestet – wie schon geschrieben hatte ich den Hauptaugenmerk hier auf das Zusammenspiel mit dem iPad gelegt, weil Pioneer das auch in der Produktbeschreibung in den Vordergrund geschoben hatte.

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