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Test: Adam Audio A5

(ID: 2625)

Für den „Präsenzdienst“ ist bereits der 5 ½-Zöller zuständig. Der arbeitet bei der Wiedergabe von Gesangstimmen und Soloinstrumenten gut mit dem Hochtöner zusammen. Das Klangbild ist auch in den oberen Mitten sehr gut durchhörbar und breit gestaffelt.

Im Grundtonbereich um die 1 kHz und darunter wirkt die A5 dagegen ein wenig künstlich. Das Stereopanorama gerät zwar in tiefen Frequenzregionen recht breit, aber wenig tief. Der Eindruck, einem „Lautsprecher“ zu lauschen, bleibt bestehen.

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Der Bassbereich präsentiert sich schlank und diszipliniert. Gerade bei geringen Lautstärken fehlt es aber an einer gewissen Rundheit. Der A.R.T.-Hochtöner bleibt auch bei geringen Pegeln präsent, aber den Bass konnte ich wirklich erst zu höheren Lautstärken hin kontrollieren, eben „ spüren“. Ich war ständig bestrebt, ein wenig lauter zu hören und habe schließlich mit dem Room EQ etwa 3dB unterhalb der Grenzfrequenz von 150 Hz hinzugefügt.

Die Strömungsgeschwindigkeit in den „Bassreflexdüsen“ nimmt bei größeren Lautstärken derart zu, dass es einem von der Meterbridge lustig ins Gesicht bläst, die Wiedergabe eines Kontrabasses beschert vernehmliche Strömungsgeräusche.“Ausgeblasen“ wird dabei vermutlich auch der ein oder andere Fussel des Dämm-Materials im Inneren der Box, welches sehr nach konventioneller Mineralwolle aussieht, mit einem etwas zweifelhaftem Ruf für die Gesundheit der Atemwege.

Der Workspace eines Musikanten im Jahre 2008...

Der Workspace eines Musikanten im Jahre 2008…

 

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...und wie ihn der Hersteller sah.

…und wie ihn der Hersteller sah.

Die Lautsprecher können für ihre Größe durchaus laut aufspielen. Das gilt besonders für die Höhen, aber auch für die weiterhin sauberen Mitten. Anders sieht es im Frequenzkeller aus: Bei hohen Pegeln bekommt eine knackige Kickdrum eine gewisse Pappigkeit, was auf das Eingreifen einer Limiterschaltung schließen läßt, die sowohl den Hub des Tieftöners begrenzen als auch das Clipping-Verhalten der Endstufen-IC freundlicher gestalten kann. Letzteres scheint vorrangig der Fall zu sein.

Bemerkenswert erscheint, dass sowohl der Hochton- wie auch der Tiefmitteltonzweig der A5 gleichermassen an einem 25 Watt Verstärker betrieben werden. Der Hochtöner besitzt bei dieser Leistung noch Reserven, verrichtet er doch auch in erheblich größeren Modellen des Herstellers seinen Dienst.

In der A5, wie in fast allen Lautsprecherboxen dieser Baugröße, definiert der maximale Hub des Tiefmitteltöners den zu erreichenden Schalldruck. Der Höreindruck läßt vermuten, daß gerade im Tiefmitteltonbereich etwas mehr Verstärkerleistung sinnvoll wäre: Wenn es etwas zur Sache gehen soll, klingt das Rohacell-Chassis stets etwas gebremst und macht den Eindruck, als könne es mit mehr Leistung deutlich knackiger aufspielen. 

Wie auch immer: Mit ihrem gutmütigen Verhalten im Grenzbereich erscheint die A5 tauglich für Präsentationen, Vernissagen, Kneipen und gesittete Parties in Räumen bis zu 25 Quadratmetern.

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Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Danke für den Test! Bitte testet die A5 noch zusammen mit dem Sub7.
    Würde mich interessieren, ob das ein besseres Ergebnis bringt, als die A7 alleine…

  2. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Danke für den Test!

    Hat jmd. ne Idee welche günstigeren Monitorlautsprecher im 5-Zoll Tieftöner-Bereich vom Autor des Artikels gemeint sein könnten, die bessere Bässe/Mitten haben sollen (siehe Fazit des Artikels)? KRK RP5?

  3. Profilbild
    falconi RED

    Abgebildet sind die Prodipe Pro 5, sehr ähnlich den alten KRK RP5 ROKIT. Bereits uneingeschränkt „vollbereichstauglich“ sind die Pro8, für manche Nutzer sicher aber zuviel des Guten. Hier leidet auch die Mittenauflösung ein wenig. Dennoch sehr gut.
    Vielleicht ein idealer Kompromiß sind die KRK RP6 ROKIT G2. Ich habe sie aber noch nicht gehört. Am besten antesten!

    Gruß,
    Falk.

  4. Profilbild
    klaus4578

    Ich habe die A5, die inzwischen günstig als Auslaufmodell zu erstehen sind, in den letzten Tagen zu Hause ausprobiert. Die Räumlichkeit ist für Stimmen überwältigend. Sänger stehen direkt im Zimmer. Mir fehlt aber etwas Timbre und Wärme. Die Box klingt gegenüber meinen alten Dynaudio Foccus ganz leicht pappig und kommt im Bassbereich gar nicht. Die Durchzeichnung ist aber wesentlich besser. Die Höhen sind schon sehr spitz, mit -1-2 db fand ich sie perfekt. Was mir allerdings gar nicht gefiel, was der Bass. Der Anfang von „Memphis Soul Stew – King Curtis & The Kingpins“, ein souliger Basslauf ist fast nicht hörbar. Mit den A 5 beginnt das Stück erst mit Einsetzen der Drums. Das finde ich gar nicht gut, da bringen meine alten passiven IQ Lady mehr rüber. Ich hatte den Eindruck, die A5 seien da irgendwie abgeregelt. Mit Subwoofer fand ich den Bass natürlich wesentlich besser, bei mir im Wohnzimmer ist die Aufstellung jedoch kritisch. Ich werde die Lautsprecher gegen die A7 tauschen.
    Trotzdem würde ich die A5 empfehlen. Nicht als Hifi-Lautsprecher fürs Wohnzummer, sondern als Monitor für den PC, vor allem für Jazz und Stimmen, da habe ich noch nichts besseres gehört.

    • Profilbild
      falconi RED

      @klaus4578 Danke für Deine Einschätzung, dich ich teile.

      Einen guten Rutsch,
      Falk.

    • Profilbild
      klaus4578

      @klaus4578 Noch ein Nachtrag zum ersten Test. Dass der Bass nicht hörbar war muss ich etwas einordnen. Natürlich hört man, dass der Bass gespielt wird, die Tiefe war aber war dünn und schwach und die A5 hörte sich damit überfordert an. Die A5X macht das etwas knackiger, doch ich finde die A7 ist, als frei stehender Hauptlautsprecher im Wohnzimmer, der besseren Kauf .

  5. Profilbild
    klaus4578

    Ich habe die A5 auch mit Subwoofer getestet. Er bringt etwas mehr Kraft in die Tiefe, aber ich hatte in meinem Wohnzimmer Schwierigkeiten mit der Aufstellung. Der Übergang war nicht sauber und ich hatte immer den Eindruck das Ganze sei nicht ausgewogen. Mann muss auch je nach Lautstärke den Sub nachregulieren. Das Klangbild ändert sich auch je nach Hörposition. Stand der Subwoofer genau mittig zwischen den A5 war es besser, diese Platzierung kommt aber für mich im Wohnzimmer so nicht in Frage. Ich habe jetzt alternativ die A7 ausprobiert und: das ist es. Hervorragende Abbildung und ein ausgewogenes Klangbild. Vor allem bleibt auch bei wechselnder Lautstärke das Klangbild gleich. Sensationell, ich bin zufrieden.

    • Profilbild
      falconi RED

      @klaus4578 Vermutlich ist dem so.

      Zu den derzeitig aufgerufenen Rausverkaufspreisen wäre die A5 immer noch nicht der Monitor meiner Wahl, im Bereich „Architectural Acoustics“ bietet sie aber nunmehr ein sehr konkurrenzfähiges Preis-/Leistungsverhältnis.

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