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Test: Alesis SR18, Drumcomputer

Dauerbrenner unter den Drumcomputern

20. Januar 2023
Test: Alesis SR18, Drumcomputer

Test: Alesis SR18, Drumcomputer

Nach gut 18-jähriger Dienstzeit des beliebten, ALESIS SR16, führte Alesis 2008 einen Nachfolger ein, den Alesis SR18. Und auch der hat mittlerweile 15 Jahre (!!!) auf dem Buckel und läuft…. und läuft…. und läuft.

Wir haben deshalb diesen Dauerbrenner nochmals unter die Lupe genommen, der nach wir vor im Handel gelistet ist:

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Alesis SR18 Drumcomputer

Man kann sich zu recht fragen, für wen sind Geräte der Gattung Hardware-Drum-Machine in Zeiten von Software-Sequenzern und Sample-Playern in Verbindung mit klangstarken Drum-Sound-Libraries heute eigentlich noch interessant, wo doch diese flexiblen Softwarelösungen alles bieten, um professionelle Schlagzeugtracks zu produzieren. Autark funktionierende Drumcomputer bieten für viele Menschen einen entscheidenden Vorteil: Sie sind in der Regel wertbeständiger, da sie im Gegensatz zu Musikanwendungssoftware unabhängig von der jeweils aktuellen PC/MAC-Betriebssystemversion bzw. -hardware auch nach vielen Jahren unverändert weiterhin und sicher ihren Dienst verrichten, dank MIDI-Schnittstelle auch im Systemverbund mit anderen Geräten.

Alesis SR18, Drumcomputer

Da es nicht notwendig ist, sich in immer neue Funktionen von Softwareupdates einzuarbeiten, hat man als Anwender tatsächlich die Chance alle Eigenschaften seiner Drum Machine im Laufe der Jahre kennen zu lernen und sich somit auf das wirklich Wesentliche zu konzentrieren – nämlich auf das Machen von Musik. Häufig gehören Gitarristen und Bassisten zu den Käufern von Drumcomputern, diese verwenden sie als nimmermüde Übungspartner oder als Kompositionshilfe. Aber auch gestandene Musikproduzenten sollen angeblich schon mal darauf zurückgreifen, um schnell und unkompliziert Songabläufe zu organisieren und diese dann via MIDI zur Weiterverarbeitung in den (Software-)Sequenzer zu laden.

Alesis scheint mit seinem neuen Modell SR18 durch stark aufgewertete Qualität und Quantität der Sound- und Patternausstattung, zusätzlicher Bassspur, umfangreichen Steuerungsmöglichkeiten per Fußschaltern und der Möglichkeit des Batteriebetriebes, neben den klassischen Drumcomputer-Usern verstärkt auch den Anwenderkreis live spielender Musiker ansprechen zu wollen.

Alesis SR18

Alesis SR18

Kundenbewertung:
(188)

Alesis SR18 Verarbeitung

In dem anthrazitfarbenen pultartigen Kunststoffgehäuse des Alesis SR18 fällt im eingeschalteten Zustand sofort das blauschimmernde hintergrundbeleuchtete Display auf – schon mal ein großer Vorteil zum Alesis Vorgänger SR16, denn bei diesem blieb die Anzeige dunkel und erschwerte doch oft erheblich die Bedienbarkeit. Rechts vom Display angeordnet befindet sich ein groß dimensioniertes Endlosrad zur Parametereingabe. Links davon machen eine grün blinkende Tempo-LED und eine, bei Aufnahme eigener rhythmischer Ideen, rot leuchtende Recording-Status-LED auf sich aufmerksam. Direkt unterhalb der drei beschriebenen Bedienelemente sind 36 Gummitasten angeordnet, die für die gesamte Steuerung und Programmierung des kleinen Drumcomputers zuständig sind (Wiedergabe, Pattern-Auswahl, Song-Auswahl, Sound-Auswahl, Lösch- und Speicheroperationen, Systemeinstellungen, User-Pattern- und Song-Programmierung sowie MIDI-Konfiguration).

Alesis SR18, Drumcomputer

Wiederum darunter befinden sich 12 anschlagdynamische Pads, ebenfalls aus Gummi, zum Spielen der eingebauten Schlagzeug-, Percussion- und Bass-Sounds. Darüber hinaus können komplette Rhythmus-Patterns über diese Pads getriggert werden. Die in weiß und blau ausgeführten Tasten- und Pad-Beschriftungen lassen sich auch bei nicht ganz so günstigen Lichtverhältnissen sehr gut ablesen. Alles in allem geben die Bedienelemente dem Anwender keine allzu großen Rätsel auf. Ist einem die grundsätzliche Arbeitsweise mit einer programmierbaren Drum Machine vertraut, wird man sich auf der SR18 schnell zurecht finden.

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Anschlüsse des Alesis SR18

Auf der Rückseite des Gerätes befinden sich die Audioausgänge. Als Hauptausgang für den Anschluss an Mischpulte, Audioverstärkern oder Harddiskrekordern usw. dienen zwei 6,3 mm Monoklinkenbuchsen, welche bei gleichzeitiger Belegung den rechten bzw. linken Kanal des Stereosignals führen. Bei beliebiger Belegung nur einer der beiden Buchsen steht das Gesamtsignal mono zur Verfügung. Eine mit AUX L/R bezeichnete Stereobuchse kann als Einzelausgang genutzt werden, so ist es beispielsweise einfach möglich, Drums und Bass getrennt auszugeben und einer gleichzeitigen separaten Weiterverarbeitung (z.B. Audioverstärkung oder Mehrspuraufnahme) zuzuführen.

Alesis SR18, Drumcomputer

Natürlich ist auch ein Kopfhörerausgang vorhanden, über den die Signale parallel zum Hauptausgang abgehört werden können. Einen koaxialen oder optischen S/PDIF-Digitalausgang sucht man aber leider vergebens. Musiker, die den SR18 als Übungspartner nutzen möchten, werden sich über den Instrumenteneingang freuen. Hier eingespeiste Signale werden intern mit der Rhythmusbegleitung gemischt – so sind spontane Übungs-Sessions auch ohne Verwendung eines Mischpultes möglich. Der Eingang ist empfindlich genug, um auch passive E-Gitarren und Bässe anzuschließen. Deren Signale werden jedoch völlig clean und unbeeinflusst wiedergegeben, interne Effekte zur Klanganreicherung des Instrumenteneinganges sind nicht vorhanden. Möchte man mit amtlichem Gitarren-Sound spielen, bedarf es zusätzlicher Gerätschaften wie z.B. einem Modeling-Preamp (POD oder ähnlichem). Die obligatorische MIDI-Schnittstelle zur Kommunikation mit anderem Equipment ist selbstverständlich auch vorhanden und zwar in Form einer MIDI-IN und einer kombinierten, umschaltbaren MIDI-OUT/THROU-Buchse.

Zwei weitere Klinkenbuchsen, beschriftet mit START/STOP bzw. COUNT/A/B/FILL, dienen zum Anschluss von Fußschaltern oder -tastern zum Starten und Stoppen der Wiedergabe, sowie zur Aktivierung einer Tap-Tempo-Funktion, um die Abspielgeschwindigkeit der virtuellen Rhythmusgruppe zu beeinflussen. Genaueres hierzu folgt im Abschnitt Bedienung und Programmierung.

Darüber hinaus befinden sich auf der Geräterückseite noch ein Poti zur Regelung der Gesamtlautstärke, der Anschluss für das mitgelieferte 12 V Steckernetzteil und ein On/Off-Schalter.

Damit einem der SR18 nicht vom Schreibtisch fällt oder gar gestohlen wird, kann er mit einem Kensington-Schloss gesichert werden.

Batteriebetrieb möglich

Auf der Unterseite des Alesis SR18 ist ein Fach für 6 x 1,5V AA Batterien eingelassen. Eine Übersichtsliste der eingebauten Rhythmus-Patterns klebt praktischerweise auf dem Gehäuseboden.

Alesis SR18, Drumcomputer

Sequencer der Alesis SR18

Konzeptionell gehört der SR18 zur Familie der pattern-orientierten Drumcomputer. Die kleinste im Speicher organisierbare und mit Namen identifizierbare Einheit der rhythmischen Aufteilung ist hierbei das so genannte Pattern. Ein Pattern besteht aus einer rhythmischen Phrase, die bis zu 128 Taktschl uml;ge umfassen kann. Jedes Pattern wiederum kann vier Sub-Patterns enthalten, zwei unabhängige Hauptvariationen A/B (Alesis nennt diese auch Main-Pattern), z.B. für Strophe und Refrain sowie zwei Fills zur Überleitung zwischen A und B bzw. wieder zurück. Die nächstgrößere speicherbare Einheit ist der Song. Songs bestehen beim SR18 aus maximal 254 so genannten Steps, wobei ein Step einem Pattern (Main- oder Fill-Pattern) entspricht.

Sieht man sich die Ausstattungsliste des Alesis SR18 an, wird sich der Besitzer des Vorgängermodells fragen, was sich denn eigentlich im Vergleich zum SR16 geändert hat. Beim ersten Blick in die technische Spezifikation fällt auf, dass der SR18 im Gegensatz zu seinem Vorgänger nur noch über die Hälfte der Pattern-Speicherplätze verfügt (SR18: 100 Preset/100 User, SR16: 200 Preset/200 User). Diese Angabe ist allerdings etwas verwirrend, da Alesis beim SR18 in aller Bescheidenheit hier nur die Anzahl der übergeordneten Patterns angibt. Berücksichtigt man die Tatsache, dass jedes Hauptpattern wie bereits erwähnt aus vier Sub-Patterns besteht (A / B / A- FILL / B-FILL), kommt man auf die stattliche Zahl von tatsächlich 800 möglichen Patterns.

Die Anzahl der Songspeicherplätze ist hingegen gleich geblieben, nämlich genau 100 bei beiden Maschinen. Zu beachten ist hier allerdings, dass sich die gesamte speicherbare Notenkapazität mehr als verzehnfacht hat (SR18: 150.000, SR16: 12.000). Die Anzahl der Drumkits hat sich im Vergleich zum SR16 verdoppelt (SR18: 100 Preset/100 User, SR16: 50 Preset/50 User).

Polyphonie und Samples

Auch die zur Verfügung stehende Anzahl an Sounds ist nahezu verdoppelt worden (SR18: 500, SR16: 233). Der SR18 verfügt über eine 32-stimmige, auf 16 Bit Multisamples basierende Klangerzeugung, inklusive Bassspur. Der SR16 ist dagegen lediglich 16-stimmig polyphon, nutzt ebenfalls 16 Bit Samples und gibt ausschließlich Schlagzeug- bzw. Percussion-Sounds wieder. Die Wortbreite des DA-Konverters hat sich beim SR18 zeitgemäß von 18 Bit auf 24 Bit erhöht.

Alesis SR18, Drumcomputer

Bedienung und Programmierung

Das Kernkonzept des SR18 beruht, wie bereits gesagt, auf der Verwendung von Rhythmus-Patterns. Die ab Werk eigebauten Preset-Patterns können sofort genutzt und abgespielt werden, z.B. für spontane Jamsessions. Dadurch, dass pro Pattern vier Sub-Patterns zur Verfügung stehen, sollte so schnell beim Jammen keine Langeweile aufkommen. Als Ausgangsmaterial für ein selbst gestricktes User-Pattern kann ein beliebiges Preset-Pattern auf einen freien User-Speicherplatz kopiert und anschließend im Step-Edit-Mode den eigenen Anforderungen angepasst werden. Dabei sind weitreichende Eingriffe in die rhythmischen Abläufe des Pattern möglich. Eine Viertelnote wird beispielsweise dabei in 96 Sub-Beats aufgeteilt.

Innerhalb dieser Teilung können weitere beliebige Events eingefügt oder bereits bestehende in der Lautstärke verändert oder auch gelöscht werden. Der Step-Edit-Mode bietet sich vor allem für die Programmierung der Bass-Parts über die Einspiel-Pads an. In Abhängigkeit der gewählten Quantisierung bietet ein mit Gate bezeichneter Parameter (Wertebereich 0-99) die Möglichkeit, die zu erklingende Bassnote in ihrer Dauer recht genau festzulegen. Ein Beispiel dazu: Quantisiert man auf Viertelnoten, bewirkt ein Gate-Wert von 49 genau die Dauer einer Achtelnote, ein Wert von 99 entspricht folgerichtig einer Viertelnote. Zum Triggern der Drum- und Bass-Sounds dienen, wie bereits beschrieben, zwölf mittelgroße Gummi-Pads, welche durch ihre Beschriftungen, wie z.B. Kick, Snare1, Snare2, HiHat, die Kategorien von Drum-Klängen eindeutig kennzeichnen. Für die Kennzeichnung der Bass-Noten sind die Pads zusätzlich mit Notennamen von C-B in Halbtonschritten beschriftet. Bei zwölf vorhandenen Pads ist folglich eine volle Oktave für den Anwender direkt erreichbar. Die Oktavlage kann natürlich eingestellt werden, dazu muss eine Kombination der weiter oben liegenden Gummisteuertasten gedrückt werden.

Alesis SR18, Drumcomputer

Vielleicht hat man aber auch komplett neue rhythmische Ideen, die von keinem der eingebauten, im übrigen sehr musikalisch groovenden, Preset-Patterns abgedeckt werden. Dann bietet sich der Realtime-Aufnahmemodus an. Der Alesis SR18 unterstützt den Anwender mit seiner eingebauten Quantisierungs- und Swingfunktion; damit ist es wirklich fast ein Kinderspiel, im Loop-Recordingverfahren metronomgestützt, nacheinander die einzelnen Drumparts einzuspielen. Auch Trommelwirbel sind dabei recht simpel zu erzeugen: Das gleichzeitige Drücken eines der Drumsound-Triggerpads und des mit „ROLL“ bezeichneten Button im Steuertastenfeld bewirkt Schlagwiederholungen, die dem gewählten Quantisierungsnotenwert entsprechen.

Die Trommelwirbel können durch Einsatz der Swingfunktion den Charakter von „leicht punktiert“ bis regelrechtem Shuffle annehmen. Die Bassspur des Pattern kann natürlich auch in Echtzeit über die Pads eingespielt werden, was meiner Meinung nach allerdings recht umständlich ist. Wer damit, wie ich, nicht gut klar kommt, kann den Bass-Part aber auch über ein angeschlossenes MIDI-Keyboard oder einen Guitar-to-MIDI-Konverter in den Alesis SR18 einspielen. Passieren bei der Aufnahme rhythmische Fehler, die auch die Quantisierungsfunktion nicht befriedigend hinbiegen kann, lässt sich der falsche Part genauso einfach wieder löschen, indem gleichzeitig das entsprechende Einspiel-Pad und der Erase-Button im Steuerblock während der Wiedergabe des Spielfehlers gedrückt wird. Feinanpassungen im so erstellten User-Pattern sind dann wie geschildert im Step-Edit-Mode natürlich immer noch machbar.

Songs bestehen aus beliebigen Folgen von User- oder Preset-Patterns. Diese können ebenfalls im Step-Edit-Mode aneinander gereiht werden oder auch per Echtzeitaufnahme erstellt werden. Hilfreich ist hierbei die Möglichkeit, den Einspiel-Pads einzelne Patterns zuzuordnen, die dann bei Aufnahme einfach in der gewünschten Reihenfolge gedrückt werden müssen. Gefällt das Ergebnis, braucht es nur noch auf einen freien Song-Speicherplatz gesichert werden.

Alesis SR18, Drumcomputer

Fußschalter für für Live-Gigs

Um den SR18 in Live-Situationen besser einsetzen zu können, hat Alesis die Möglichkeit der Steuerung einiger Funktionen per Fußschalter vorgesehen. Da man in der Regel beim Spielen eines Instrumentes keine Hand zum Bedienen anderer Gerätschaften frei hat, kann die Wiedergabe sinnvollerweise mit einem Fußschalter-/Taster beliebigen Typs (der Alesis SR18 erkennt selbstständig die Polarität der angeschlossenen Schalter/Taster bzw. ob es sich um einen so genannten „Öffner“ oder „Schließer“ handelt) in Gang gesetzt und angehalten werden.

Über das Tastenbedienfeld kann mittels eines Tap/Tempo-Buttons die Wiedergabegeschwindigkeit der Patterns und Songs durch rhythmisches Eintippen mit den Fingern beeinflusst werden und zwar vor dem eigentlichen Start, aber auch während der laufenden Wiedergabe des Drumcomputers. Schließt man einen Fußschalter an die mit Count/A/B/Fill beschriftete Buchse auf der Gehäuserückseite des SR18 an, kann das Song- bzw. Pattern-Tempo auch mit dem Fuß eingetastet werden. Allerdings mit der Einschränkung, dass das Abspieltempo so nicht während der laufenden Wiedergabe beeinflusst werden kann, sondern ausschließlich vor dem Start. Letzteres erweist sich jedoch als recht praktisch: wenn man z.B. ein Gitarrenintro spielt, gleichzeitig den Rhythmus „einstampft“ und dann den Drumcomputer startet, setzt dieser mit exakt abgestimmtem Tempo ein. Sehr schön!

Während der SR18 spielt, kann das Tempo allerdings, wie gesagt, nicht mehr mit dem Fuß beeinflusst werden. Jetzt übernimmt der vormalige TAP-Tempo Fußschalter die Funktion der Pattern- und Fill-Umschaltung. Zusätzlich kann damit in vorprogrammierten Songabläufen das Abspielen des aktuellen Pattern für endlose Soloeinlagen verlängert werden.

Alesis SR18, Drumcomputer

Alle Funktionen des SR18 sind ausführlich in einem, leider nur in englischer Sprache beiliegendem, Referenzmanual beschrieben. Für den Schnelleinstieg ist immerhin eine deutschsprachige 14-seitige Kurzanleitung vorhanden, mit der man aber ganz gut arbeiten kann.

Sounds und Effekte

Die Pads des Alesis SR18 ermöglichen das Spielen der eingebauten Sounds in achtstufiger Anschlagdynamik, über MIDI sind bis zu 128-Dynamikstufen möglich. Die Empfindlichkeit der Pads ist an unterschiedlich stark anschlagende Spielertypen anpassbar, auch feste Velocity-Werte sind möglich.

Möchte man sich eigene Drumsets aus dem Soundvorrat des SR18 zusammenstellen, so steht dem nichts im Wege. Jeder Klang ist jedem Trigger-Pad zuortbar, wenn gewünscht sind auch Mehrfachbelegungen machbar. Die Sounds können in zahlreichen Parametern beeinflusst werden (Lautstärke, Stereopanning, Tuning, Tiefpassfilterung, Hüllkurve, Zuordnung-Audioausgänge und noch einiges mehr). Diese Einstellungen werden pro Pad in dem erstellten Set abgespeichert. Über sogenannte Layer sind im jeweiligen Set Schlagzeug-, Percussion- und Bass-Sounds gesondert erreichbar und manipulierbar. Die gebotenen Klänge zahlreicher akustischer und elektrischer Schlagzeug- und Percussionsinstrumente sowie E- und A-Bässen sind stilistisch vielfältig einsetzbar. Die Soundqualität der verwendeten Samples ist exzellent und wird auch sicher professionellen Ansprüchen gerecht. Dank Multisamples sind anschlagabhängige Soundänderungen möglich, welche nicht unwesentlich zur Natürlichkeit des entstehenden Klangbildes beitragen.

Alesis SR18, Drumcomputer

Der Alesis SR18 ist mit einem digitalen Effektprozessor ausgestattet, welcher 21 Reverb- und 14 Kompressor-/EQ-Algorithmen zur Veredelung der eingebauten Sounds bietet. Effekte werden immer über die Hauptausgänge ausgegeben. So ist es z.B. beim Mehrspur-Recording möglich, die unbearbeiteten Klänge des SR18 über den AUX L/R-Ausgang und den FX-Anteil separat aufzunehmen. Auch die Qualität der Effekte kann als hochwertig bezeichnet werden, die druckvollen Sounds des SR18 gewinnen dadurch nochmals erheblich an Substanz.

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Fazit

Der legendäre Drumcomputer Alesis SR16 hat im Alesis SR18 einen würdigen Nachfolger gefunden, der auch im Jahr 2023 absolut Sinn macht. Das Bedienkonzept ist absolut stimmig, die Sounds zeitgemäß hochwertig und die potentiellen Einsatzmöglichkeiten bei Studio- und Live-Anwendungen recht vielfältig. Wünschenswert wäre wenigstens ein S/PIF-Digitalausgang, der das Gerät heutzutage nur geringfügig verteuern würde, aber sicher von einigen Anwendern begrüßt werden dürfte. Trotzdem, der Alesis SR18 scheint auch für die nächsten 18 Jahre gut gerüstet zu sein. Für einen Straßenpreis von ca. 250€ bekommt man auf jeden Fall sehr viel Drum Machine für’

Plus

  • Bedienkonzept
  • Qualität-/Quantität der eingebauten Rhythmuspatterns
  • Sounds
  • Preis/Leistung

Preis

  • Straßenpreis: 249,00 €
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Haurein

    Diese Bassspur ist ja extrem nervig. Solch ein Gerät lädt doch gerade mit den Fusschaltern zum improvisieren ein – eine vorher festgelegte Bassspur verhindert aber genau das.

      • Profilbild
        binary_idol

        Geht abzuschalten, lt. Anleitung MUTE Taste gedrückt halten und Instrumenten Layer auswählen mit den Tasten DRUM, PERC oder BASS. Mit der gleichen Kombination kann man den Layer auch wieder aktivieren.

    • Profilbild
      Sebastian SBL

      Ja, der Bass lässt sich per Knopfdruck muten (zwei Tasten: Mute + Bass). Bei Patternwechseln bleibt der Bass weiterhin gemuted.

  2. Profilbild
    gaffer AHU

    Was habe ich meine HR 16 + HR 16B Kombi geliebt und jahrelang eingesetzt, dazu den MMT 8. Anleitung in der Klappe von oben einzusehen. Alles war bei denen damals neu. Die Taster haben die Jahre allerdings nicht gut überstanden. SR 16 war ein guter Nachfolger. Und wer jetzt einen Drummi braucht, ist damit bestimmt nicht schlecht beraten.

    S/P Dif zu integrieren ist aber nun wirklich kein Hexenwerk oder Kostenfaktor. Das Signal muss für analog ja erstmal gewandelt werden. Entfällt für S/P Dif. Also eine Buchse mehr und ein Standardchip für die optical Wandlung.

  3. Profilbild
    Tomtom

    Es ist schon erstaunlich! Die Musictech Bubble steht auf immer neue Geräte, immer neue Features, immer neue Trigger für das Gear Acquisition Syndrome – und doch gibt es sie! Die Marathonläufer, die Dauerbrenner, die heimlichen Klassiker! Der SR 16 ist beileibe nicht allein auf weiter Flur, man denke an den Microkorg, der noch länger in Produktion ist… und sogar der allgemein nasengerümpfte Roland Gaia ist seit über 10 Jahren auf dem Markt. Schön.

    • Profilbild
      gaffer AHU

      Mir würden da noch einige Geräte einfallen, die einfach weitergebaut/verkauft hätten werden können. (doofer Satz; Tai)

  4. Profilbild
    Sebastian SBL

    @d.petz: Danke für den Artikel! Hätte ich nicht mit gerechnet, da das Gerät ja wirklich schon lange am Markt ist. :-)
    Praxistipp: Die Pattern als Midi in der DAW aufnehmen (und ggf. anpassen / erweitern) – so hat man schnell ein Midi-Pack für Rhythmen zusammen. Ist für mich einerseits eine Inspirationsquelle, andererseits eine Lernmöglichkeit, Qualität von Rhythmen zu verstehen / heben.
    Gute Woche allen!

    • Profilbild
      Sebastian SBL

      Ich wollte noch ein Missverständnis teilen: Irgendwie dachte ich, mit den Pads könne man sehr dynamisch Rhythmen einhämmern, also wie auf einer Klaviatur. Es gibt sogar Einstellungsmöglichkeiten zur Dynamik. In Wahrheit sind die Pads aber kaum dynamisch, und man muss die Feinheiten (im Sequencer oder DAW) nachjustieren. Das habe ich im Nachhinein bei anderen Geräten besser erlebt.
      Aber einmal programmiert, ist die Dynamik wirklich gut.

  5. Profilbild
    Vati

    Das Problem ist, es gibt keine Alternatinen zu diesen Alesis Maschinen. Es sind die einzigen, die LIve! im Patternmodus einigermaßen gut eingesetzt werden können. Wir benutzen das Teil immer dann, wenn kein Naturschlagzeug erwünscht ist. Und das wird immer öfters.
    Leider werden weder SR 16 noch SR18 von Alesis updatet. Beim SR 18 vermisse ich ein Softwareupdate was z.B. das oben beschriebene Problem mit der Bassspur beheben könnte. Ganz zu schweigen von einem Hardwareupdate mit SD-Karte für Backup, USB Buchse und eigene Samples laden. Schade das dies wohl auch in den nächsten Jahrzehnten nicht passieren wird.
    Grüße von Vati

  6. Profilbild
    Wolferl

    Die Sounds – bei allem Respekt – klingen eher nach Begleitautomatik als nach echtem Drumset. Klinisch – ja künstlich. Ein moderner Drum- Computer sollte organischer, dynamischer klingen – auch nicht so 100% quantisiert.

  7. Profilbild
    Rod-Jah

    Was ich mich jedoch seit jeher frag, warum das Ding keine Möglichkeit hat, mit anderen Geräten zu synchronisieren. Unverständlich :-( Oder bin ich zu doof und kapier das nicht?

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