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Test: Elektron Digitakt, Drumcomputer und Sampler


Der neue Schweden-Hammer?

Die Nation atmet auf, denn der sehnsüchtig erwartete Elektron Digitakt ist gelandet. Die schwedische Groovebox-Manufaktur Elektron scheint einen perfekten Lauf zu haben, denn spätestens seit Erscheinen des Octatracks und nicht zuletzt des Analog Rytms haben sie sich den Respekt der Community ertüftelt. Eine findige Marketingstrategie, geprägt von mysteriösen Videos und kryptischen Hints taten ihr Übriges: Der Hype um den Elektron Digitakt wurde gewaltig. Ob das groovende Äquivalent des neuen Harry Potter Buchs diesem  auch gerecht werden kann? Das und einiges mehr erfahrt ihr im folgenden Testbericht.

Frontalansicht des Elektro Digitakts

Es ist soweit

Mit acht Stimmen ausgestattet lautet die Typbezeichnung des Digitakts „digitaler Drum Computer & Sampler“. Das klingt etwas komplizierter, als es eigentlich ist. Um es einfach auszudrücken, ist der Digitakt ein Sampler, der acht Spuren mit je einem Sample gleichzeitig abspielen kann. Dazu werden weitere acht MIDI-Spuren addiert und fertig ist die Groovebox.

Wie beim Sprung von der älteren Garde aus Monomachine und Machinedrum zur „Dark Trinity“ (Anm. des Autors: Elektronauten-Slang für das Trio aus Analog Four, Octatrack und Analog Rytm) wurde am Äußeren einiges geändert. Sämtliche Bedienelemente wurden aktualisiert: Neues OLED-Display, neue hochauflösende Encoder und neue Buttons. Also alles neu soweit und gerade beim Display eine willkommene Verbesserung. In Sachen Lesbarkeit schon eine ordentliche Steigerung ist auf dem Display auch genug Platz für grafische Darstellungen. Auf diesen Punkt werde ich später noch zurückkommen.

Korrespondierend zum neuen Bildschirm bekamen auch die Taster ein Update. Die altbackenen runden Knöpfe wurden durch eckige, illuminierte ersetzt. Weitergehend wurde bei der Beschriftung das eher blasse Rot durch ein warmes Orange ersetzt, das sich besser vom schwarzen Untergrund abhebt.

Das neue Display

Aufnehmen und aufdrehen!

Als Eingang dienen dem Elektron Digitakt zwei 6,3 mm Klinkenbuchsen. Durch diese beiden Monoeingänge kann einzeln oder gleichzeitig aufgenommen werden, Resampling ist auch möglich, indem man den Input auf „internal“ stellt. Die Sampling-Prozedur ist bis jetzt noch etwas gewöhnungsbedürftig, da die Navigation umständlich erscheint. So kann man zwar die „Monitoring“-Funktion einstellen, um die Inputs auch bei nicht laufender Aufnahme zu hören, leider wird der Sound aber ausgeblendet, sobald der gewünschte Teil aufgenommen wurde und gespeichert werden soll. Dass der Digitakt noch das Nesthäkchen in der Elektron-Familie ist, merkt man dann eben doch und verbleiben tut da nur die Hoffnung auf eine Verbesserung per OS-Update.

Nachdem dann aber ein Sample aufgenommen wurde, kann es noch mit „Trim“ zurechtgestutzt werden, bevor es benannt und gespeichert wird. Ähnlich der MPC gibt es auch einen „Threshold“, der die Aufnahme automatisch startet, sobald der gesetzte Pegel überschritten wird. In einem Projekt können 127 Sampleslots mit einem Maximalgewicht bis zu 64 MB entweder intern aufgenommen oder über USB-Verbindung mit Dateien vom Computer gefüllt werden. Zu diesem Zweck haben Elektron einen neuen Samplemanager erstellt, was angesichts des mehr schlecht als rechtem C6 dringend nötig war. Die Samples werden im Sampleordner hinterlegt, aus dem man sie in neue Projekte hineinladen kann. Die Soundausgabe erfolgt bisher nur über einen Kopfhörerausgang oder die Left- und Right-Outputs. Mit den kommenden Updates sollte der Digitakt aber über Overbridge laufen und somit auch Einzelspuren abgegriffen werden können.

Rückansicht

Zur Verarbeitung der Samples stehen acht Parameter zur Verfügung. Neben der Auswahl des Samples und dem Volume finden sich hier auch weitaus spannendere Parameter. Zuerst sollte die Entscheidung des Abspielmodus getroffen werden. Hier hat man die Qual der Wahl zwischen den Modi Forward, Forward-Loop, Reverse oder Reverse-Loop. Anschließend werden Start und Länge des Samples eingestellt und gegebenenfalls noch der Loop-Point justiert. Dank den neuen High-Res-Encodern kann in unglaublich feinen Schritten gearbeitet werden.

Wo bei den Vorgängern noch gerade Werte benutzt wurden, ist der Elektron Digitakt auf zwei Stellen hinter dem Komma genau. Selbstredend beherbergt die Sampleengine auch einen Tune-Parameter, der von -24 bis +24 den Notenwert des Samples verschiebt. Für Liebhaber von crunchigen oder arg verzerrten Klanggebilden könnte die Bit-Reduction eine regelmäßige Anlaufstelle werden, die bei starkem Gebrauch teils verblüffende Resultate erzielt. Am interessantesten in der Samplesektion ist für mich der Loop-Parameter.

Nach Auslösen des Samples fährt dieser bis zum durch die „Length“ festgelegten Endpunkt und hält den Bereich zwischen Loop- und Endpunkt. Dieses Feature ist vielseitig anwendbar und kann zum Beispiel für Decay-Fahnen bei Drumsounds oder Glitch-Effekten bei längeren Klängen genutzt werden.

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    VAyv

    Danke für die ausführliche schöne Beschreibung. Doch was mich besonders interessiert und leider nicht im Artikel oder in den Beispielen vorkommt: Kann das Gerät wie damals die Machinedrum auch Techno?

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    • Profilbild
      fkdiy ••

      Falls es kein Witz war: Als Sampler kannst du mit dem Gerät natürlich auch Sounds abspielen, die für Techno-Produktionen taugen.

      Im Gegensatz zur Machinedrum hat der Digitakt aber keine eigene Synthesefunktion – du musst ihn also erst mit Klängen füttern, die du von irgendwo anders herbekommst.

      Ich persönlich hätte mir das (und nun bin ich wieder beim Sonic Potions LXR) allerdings sehr gewünscht. Reines Sampleplayback und etwas digitale Bearbeitung würde ich bei meinem Workflow nicht aus der DAW in ein externes Gerät verlagern.

      Für Live-Situationen sieht es sicher wieder ganz anders aus.

    • Profilbild
      Jonas Bonk RED

      Hallo VAyv,
      grundsätzlich ist der Digitakt für so ziemlich alles geeignet. Einen sehr spezifischen Klang hat er nicht, der wird fast nur durch deine Sampleauswahl bestimmt. Wie im Test unschwer zu erkennen ist, schwöre ich auf den Sequencer und der bietet definitiv alles um die genretypischen Strukturen im Techno locker umzusetzen.

  2. Profilbild
    fkdiy ••

    Wie oben bereits geschrieben, bin ich mit dem Digitakt ziemlich enttäuscht.

    Auf Grund der News, die ich im Vorfeld gelesen hatte, bin ich davon ausgegangen, dass es zusätzlich zum Sampling noch verschiedene Syntheseformen (Analog Modelling, FM usw.) pro Spur geben würde, die sich digital auch locker hätten realisieren lassen.

    So bleibt nur der (für mich) uninteressanteste Teil übrig, und kostet tut es noch 100,- € mehr als damals angekündigt/angedeutet.

    Potential in meinen Augen nicht ausgeschöpft, und damit auch nicht mein Einstig in die Elektron-Welt.

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    Haymaker

    Ich finde das Teil stinkt gegen die MPC Live ziemlich ab. Das Sample Management ist, wie beim Rytm, einfach überhaupt nicht zeitgemäß und für mich manchmal ein ziemlicher Kreativitäts Killer.

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    xtront

    Klingt insgesamt gut, mit nicht weniger habe ich auch gerechnet.
    Was mich am meisten interessiert: kann der Digitakt auch Loops (ein- oder mehrtaktige Audioloops!) an das aktuelle Tempo anpassen? Der Octatrack macht das mit Bravour.

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    j.rauner RED

    Guter Test, der den Digitakt in wenigen Zeilen charakterisiert und aufzeigt. Gefällt mir!
    Was ich persönlich am Digitakt schwierig finde, ist die Limitierung des Speichers: 64 MB kann ich mir im Angesicht des Analog Rytm und der Möglichkeiten des Digitakt irgendwie noch schön reden – wobei ich es nicht gut finde, aber wieso gibt es die Limitierung von 1 GB Festplattenspeicher. Das ist aus meiner Sicht ein dicker Minuspunkt. Ein SD-Kartenslot hätte Elektron kein Vermögen gekostet. Aber anscheinend bauen sie schon für den Digitakt Plus vor. Schade!
    Ein Feature hast du unerwähnt gelassen. In den Videos wurde gezeigt, dass jeder Track bei Bedarf seinen eigenen BPM-Wert haben kann. Ein Feature was ich sehr begrüßenswert finde und so von keinem anderen Gerät her kenne.

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      Jonas Bonk RED

      Hallo Johannes,
      vorab vielen Dank für das Lob. Das von dir erwähnte Feature war mir selber noch nicht bekannt. Könntest du einen Link zu besagtem Video posten?

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        j.rauner RED

        Nein, tut mir leid. Ich habe es irgendwo in den vielen Videos von der Superbooth gesehen.

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          Jonas Bonk RED

          Also dass jedem Pattern eigene BPM- und Swingsettings zugeordnet werden kann, habe ich erwähnt und ich bin mir fast sicher, dass es keine pro-Track-Einstellung gibt. Eventuell hat sich ein begeisterter Reviewer versprochen?

          • Profilbild
            adzix

            Nein, das wurde tatsächlich gesagt, und zwar im Supersonic Preview Video. Da wird ein loop abgespielt und nur die BPM des einen tracks geändert. Keine Ahnung, wie das dann insgesamt funktionieren soll, aber das war die message ;)

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              Jonas Bonk RED

              Ist vielleicht der „Scale“-Parameter gemeint? Mit ihm kann man die Abspielgeschwindigkeit eines Patterns variieren, was vielleicht als Änderung der BPM empfunden werden könnte. Zum Beispiel könnte man das Pattern mit 3/4X auf ein Drittel des Ausgangstempos runterschieben.

  7. Profilbild
    benni bst

    Cooler Testbericht, da habe ich mich schon drauf gefreut. Das mit den fehlenden Synthese-Modis finde ich aber auch ein wenig schade, so kann das meine Machinedrum nicht ersetzen. Aber Elektron meinte ja auch schon im Vorfeld dass das Digitakt auch sehr gut als Gefährte zu den anderen (Elektron-)Geräten oder (Drum-)Synths passt :) Ein Schelm wer da böses denkt.

    Wieso es aber keine Drum-Kits mehr gibt und alles in den Pattern gespeichert wird kapier ich nicht. Das fand ich eigentlich vorher gut gelöst. Die Einzelausgänge gibt es später über den Rechner, jedoch leider nur für Overbridge Premium für nochmal 80 €. Ich warte erstmal ab und schaue was in kommenden Updates noch dazu kommt, insgesamt sieht es ja schon nach Spaß aus.

    P.S.: Habe grade noch ein schönes Video auf YouTube gefunden, da sieht man auch endlich mal die MIDI-Funktionalität in Aktion :-P

    https://youtu.be/6XwOwzL-GS0

    • Profilbild
      Jonas Bonk RED

      Hallo Benni,
      auch dir danke ich für das Lob und stimme voll und ganz zu: die Kits haben ihre Daseinsberechtigung zumindest im Rytm. Meiner Meinung nach wurde das aber beim Digitakt ausgelassen, um ihn noch gradliniger wirken zu lassen. Vom Funktions- und Optionsumfang ist der Digitakt (noch ) nicht mit den „großen“ Elektrons zu vergleichen. Mich beschliech sowieso der Verdacht, dass der Digitakt primär nicht für die Stamm- sondern potenzielle Neukunden optimiert wurde. Sp zumindest meine Vermutung.

  8. Profilbild
    Radeon

    Habe ich vielleicht im Testbericht überlesen, aber: Ist der Midi-Sequencer polyphon? Falls ja: Wieviele Noten lassen sich gleichzeitig spielen?

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      Jonas Bonk RED

      Hallo Radeon,
      ja der Midi-Sequencer ist polyphon und zwar 4-fach. Das habe ich im Test wohl unterschlagen, werde es aber ergänzen.
      Vielen Dank für den Hinweis.

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      aszent

      4-fach polyphon ist er, jedoch lässt sich mit externer Tastatur nur eine Note (!) einspielen, auch wenn ein Akkord mit 4 Noten gespielt wird. Was soll das bitte?? Gerade die Midi-Funktion hätte mich interessiert, mit dieser Arbeitsweise kann ich auch bei meiner alten Machinedrum bleiben.
      Schade!

  9. Profilbild
    tobymoby

    Danke für den Test, aber für mich die größte Frage ist, was ist gegenüber dem OT neu? Ich habe den A4, OT und Rytm. Warum sollte ich den Digitakt kaufen, wenn er eigentlich ein abgespeckter OT ist!? Ich verstehe den Schritt von ELEKTRON nicht wirklich, Sinn hätte meiner Ansicht nach ein voll digitaler aller Monomaschine mit viel FM als Ergänzung zu OT,A4 und Rytm gemacht.

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      Jonas Bonk RED

      Hi Toby,
      diese Frage ist durchaus berechtigt, wird sie doch ( nebst dem „MPC Live vs. Digitakt-Thread“) heiß im Elektronauts-Forum debattiert.
      Persönlich habe ich nicht genug Hands-On-Erfahrung mit dem OT gemacht um genauer zu urteilen, der gravierendste Unterschied scheint mir aber Overbridge zu sein. Das wird es für den OT nie geben und wird ja immer mehr von Elektron forciert. Ohne Overbridge hätte Elektron den Digitakt niemals ohne Indivdual-Outputs rausbringen können. Zumindest nicht ohne sh*tstorm.

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      Everpure ••

      Ich denke auch, dass die Marketingidee hier ist, eine neue Einstiegsdroge für all diejenigen zu haben, denen die 1000-1500 € der anderen Geräte bisher zu viel waren. Genauso hat man ja Overbridge bisher kostenlos angeboten, was mit Einführung des Digitakt aufhört: Ab sofort gibt es die abgespeckte Version kostenlos und dazu eine „Premium“ Version mit all den schicken Features, die man eigentlich gerne hätte. Womit wir wieder bei der Einstiegsdroge wären.

      Wenn man einen Octatrack hat, gibt es meiner Meinung nach überhaupt keinen Grund, den Digitakt zu wollen. Der OT kann alles (außer Overbridge) und mehr, wie zum Beispiel den Arranger (aka Song Mode), den es im Digitakt offensichtlich nicht gibt. Oder das Streamen von sehr langen Samples, mit direktem Timestretching.

      Dafür kostet der Neue eben auch nur ungefähr die Hälfte.

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        fkdiy ••

        Gerade Overbridge bindet die Kiste aber auch wieder an einen PC/Mac, und damit geht dann viel vom Stand-Alone Charm, den so ein Gerät ausübt verloren, finde ich.

        Und damit kommen dann auch wieder Geräte wie die NI Maschine als Konkurrenz in Frage, die oberflächlich betrachtet den gleichen Markt bedienen („Ich will coole Beats machen“).

        Und wenn ich recht überlege, kommt bei mir auch die Frage auf, warum ich nicht alles in den Rechner verlagere, wenn dank Digital-Out nicht mal die Wandler irgendwie zum Klang beitragen (oder halt nur Stereo) und ich das Ding mit Overbridge wie ein Plugin bediene.

        Ich möchte wirklich ungerne wie ein Miesmacher rüberkommen, aber ich verstehe das Konzept des Gerätes nicht. Ist der Elektron Workflow wirklich so gut, die Effekte so klasse und der Sequenzer so genial, dass ich dafür so in die Tasche greife?

  10. Profilbild
    tomk ••

    Ich kann dem Gerät keinen Kaufgrund abringen. Bei aller Liebe zu Elektron! Allen voran: nur L/R-Out und Monosampling??? Sehr fragwürdig? MPC Live als aktuellen Konkurrent, wenn das mal nicht in die Hose geht.

  11. Profilbild
    Kyotonic AHU

    Der Analog Four ist in Würde gealtert und hätte ein Update verdient. Der Octatrack könnte ebenfalls eine Überarbeitung vertragen. Der hier ist zu sehr abgeritten auf DSP-Algos und Firmwares die mindestens 8 Jahre alt sind und das hört man auch. Da ist eine alte Monomachine wesentlich innovativer. Wie wäre es mal mit was wirklich neuem liebe Elektrons?

  12. Profilbild
    lightman ••••

    Ich würde gerne wissen, ob man mit dem Digitakt Multisamples erstellen und auf eine externe Tastatur verteilen kann, zudem interessiert mich, ob es möglich ist, einzelnen Samples, Projects und/oder Spuren eigene MIDI-Kanäle zuzuweisen.
    .
    Und überdies: Hab ich das richtig verstanden – nur je EIN Sample pro Audiospur?

  13. Profilbild
    Artic

    Hallo Jonas,
    mir hat der Testbericht auch wieder gut gefallen, vielen Danke.
    Ich hätte aber noch ein Fragen: Die lange braucht den ein „Projekt“, welches man von dem Drive+ in den Ram laden will ( bei den vollen 64 MB Ram)?. Für Live vielleicht nicht ganz unwichtig.
    Und wenn ich das richtig verstanden habe, der Digitakt hat zwar 2 Eingänge, aber Sterosampling ist nicht möglich ? pro Spur nur ein Monosample ?
    Und kann man die Midispuren (ggf. auch die Audiospuren) beim Starten auch transpo-nieren ?
    Schon mal vielen Dank für die Antworten. Schön Grüße Andreas

    • Profilbild
      Jonas Bonk RED

      Hallo Artic,
      vielen Dank für die lieben Worte. Um direkt zu deinen Fragen zu kommen:
      1. Bei mir waren es jetzt immer nur 1 bis maximal 2 Sekunden, wenn ich das „Preset“-Projekt geladen hab. Ich denke, dass das ziemlich voll sein sollte. Allerdings brauchten die Samples auch noch 3 – 5 Sekunden. Insgesamt handelt es sich deifinitv um Zeiträume, die mit einem effektvollen Hall locker „überspielt“ werden könnten ;)
      2. Das hast du genau richtig verstanden. Die zwei Eingänge können zwar summiert werden, bleiben aber mono.
      3. Meine Wissens nach ist das bis jetzt noch nicht möglich. Allerdings kann man bei gedrückter „FUNC“-Taste den Tune-Parameter um 24 Schritte verschieben. Bei Gedrückthalten des Encoders springt er um 2er Werte.Das funktioniert auch bei der Ausgangsnote der Midi-Spuren, allerdings erfolgt hier der Sprung nur zwischen dem C0, E5 und G10.
      Das könnte sich allerdings noch ändern.

  14. Profilbild
    Nawa Shibari

    Dumme Frage:

    Muss ich meine 2.000.000 Drum-One Shots in Mono umwandeln, bevor ich sie via Overbridge auf den Digitakt lade, oder wandelt die Kiste das Zeug selbstständig um?

    • Profilbild
      glain

      C6 wandelt die automatisch um beim Rytm. Darum gehe ich aus, dass das beim Digitakt auch ist.

      Problem sind die Namen. Außer ich mach das verkehrt. Kann sein, dass das auch per Overbrige geht.

  15. Profilbild
    polyaural ••••

    Mir fällt es schwer der Kritik am Digitakt zu folgen. Vor allem wenn es um Features geht, die dem Digitakt „fehlen“. Wenn ich mich umsehe dann nutzen viele den Octatrack als Maschine um Samples abzufeuern (OneShots und chromatisch), und um mit MIDI Externes zu kontrollieren. Also quasi ein aufgebohrter, samplebasierender Drumcomputer mit MIDI-Sequencing.
    .
    Dafür ist er eigentlich etwas teuer, oder?
    .
    Und jetzt gibt es einen Digitakt, der exakt diese Zielgruppe bedient, und dabei einiges besser macht als der Octatrack, und vieles vom großen Bruder einfach weg lässt. Die ultravariable Flex-Maschine des OT braucht der nicht. Pickup-Maschine ebenso.
    .
    Auf diese Weise wird der Digitakt günstiger. Sehr gut. Und das er einen „Heath“-Knopf bekommen hat macht mich als OT-Besitzer schon ein wenig neidig.
    .
    Wer auch noch Syntheseformen will braucht was Größeres: Den Analog Rythm. Wo also ist das Problem?
    .
    Ich würde die vielen Effekte des OT vermissen wenn ich einen Digitakt hätte. Vor allem den Compressor im Masterkanal. Aber hey, einen Tod stirbt man immer. Oder?

    • Profilbild
      ISE500

      Guter Kommentar. Schaut man sich Kommentare zum Digitakt auf Youtube oder Facebook an, bemerkt man, daß sehr viele sich einen Hardware-Sequencer gewünscht und ihre Hoffnung in den Digitakt gesetzt haben! Sehe es ähnlich wie Du, allerdings wird ja zu Recht bemängelt daß der Digitakt kein Pattern-Chaining und keinen Song-Mode hat. Man will ja einen Sequencer fürs Leben, vielleicht wäre es schlauer gewesen, dann gleich 800-850 anzupeilen und ein „rundes“ Produkt abzuliefern. Stereo-Samples wären auch nett gewesen! Ansonsten Topgerät für mich.

    • Profilbild
      fkdiy ••

      Ich wollte weniger kritisieren als meiner Enttäuschung Ausdruck verleihen, den Digitakt so unglaublich langweilig zu finden. Um wirklich fundierte Kritik üben zu können, müsste ich das Gerät erst einmal benutzt haben, finde ich.
      .
      Für mich hat ein guter Drumcomputer aber nun einmal eine eigene Klangerzeugung, da ich sonst keinen Vorteil gegenüber den Samplern sehe, die jede DAW von Haus aus mitbringt, und die, was z. B. das Dateimanagement angeht, sicher auch einfacher zu bedienen sind.
      .
      Oder anders gesagt: Warum sollte ich mir die Mühe machen und irgendwelche Oneshots in den Digitakt laden, die ich dann hinterher womöglich noch direkt aus der DAW triggere, wenn ich einfach eine Instanz eines fast beliebigen Samples starten kann und damit schneller zum Ziel komme. LFOs, Modulation etc. bieten viele ja auch direkt an.
      .
      Ich sehe nun einmal nicht einen einzigen Vorteil gegenüber teils sehr günstiger Software, was die Kiste damit für mich zu einem glorifizierten, 769,- € teuren Play-Button macht.
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      Wie gesagt: Dieses Unverständnis bezieht sich primär auf den Studioeinsatz und nicht auf Live-Situationen, und auf die Tatsache, dass ich es mit einem Rechner betreiben muss um mehrere Ausgänge zu haben.
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      Und ja, es besteht auch eine sehr gute Chance, dass ich „es einfach nicht begreife“ und mein Geist an der Stelle etwas beschränkt ist – aber das nur am Rande. ;)
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      Freue mich aber natürlich für alle, die dem Ganzen mehr Spaß abgewinnen können.

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    adzix

    Irgendwie scheine ich der absoluten Minderheit anzugehören, denn mich kann der/das Digitakt total begeistern, ich sehe das als Ergänzung meines Setups, als kreatives Tool, mit sehr coolen und vielfältigen Manipulationsmöglichkeiten, gerade für den Live-Einsatz sicher toll.
    Für mich ist der reduzierte Ansatz von mono-samples, monophon und 8 tracks ein schöner Ansatz, um mit Limitierungen kreativ umzugehen, und daraus was zu basteln, das hat mich zum Beispiel seinerzeit dazu bewegt, mir die MPC 500 zu kaufen.
    Klar wäre Synthese prima gewesen.
    Dass hier bei zukünftigen Updates auch noch der Funktionsumfang steigt, ist zu erwarten, ich sehe das Gerät eher in einer Familie mit dem OP-1

    • Profilbild
      ISE500

      Ich habe auch eine MPC500 – allerdings ist die ja ganz anders als der Digitakt, mehr als vierfach polyphones Sequencing und auch nicht diese elendige maximal 4 mal 16 Pattern Length! Insofern kann ich Deinen Vergleich zwischen MPC500 und Digitakt nicht nachvollziehen. Und wo die MPC enttäuscht (Workflow, Display) kann der Digitakt voll punkten. Das Mantra „Einschränkungen beflügeln“ die Kreativität spielt natürlich oft den Herstellern in die Hände – es dient als perfekte Argumentation, den Benutzern weniger Features zur Verfügung zu stellen, um Geld zu sparen. Wenn allerdings der Preis heiss ist, überlegt man sich, ob man mit den Einschränkungen leben kann. Wenn Geld keine Rolle spielt, kann man sich ja den Circlon holen.

  17. Profilbild
    lightman ••••

    Ich habe mittlerweile das Manual quergelesen und mir die offiziellen Videos angesehen. Offenbar gibt es ein Mißverständnis bezüglich der Ausrichtung des Digitakt, er ist eine Drummachine mit Sampling, der Schwerpunkt liegt auf Drums und Percussion, da ist Stereosampling kein großes Thema, zumal man mit Panning und weiteren Effekten die Monosamples gut aufpeppen kann.
    .
    Anders gesagt: Der Digitakt ist weder als Alternative für den Octatrack, noch als Nachrücker für ältere Racksampler gedacht, sondern ein fortgeschrittener Drummie. Die MIDI-Implementation ist sehr umfangreich, man kann ihn auch als Samplebox nutzen und von externen Controllern oder Sequenzern ansteuern. Schön ist auch die Unterstützung des DIN SYNC-Protokolls.
    .
    Ich habe meine anfänglich durchwachsene Meinung über den Digitakt geändert, das Gerät ist durchdacht, flexibel und klingt sehr warm und voll. Der Preis geht voll in Ordnung. Man muß genau hinschauen und prüfen, ob es das ist, was man braucht – lange Loops und komplexe Produktionen mit nur einem Gerät bleiben vorerst die Domäne von MPC, Octratrack & Co., die 64MB pro Projekt des Digi sind dazu nicht ausreichend. Wer allerdings eine im Studio wie auf der Bühne gleich gut einsetzbare Sampling-Drummachine mit geilen Funktionen braucht, um ein Percussiongewitter abzubrennen, liegt mit Elektrons neuem Gerät wohl richtig.

    • Profilbild
      ISE500

      Einspruch, Eure (Leuchtende) Ehren: als RYTM-Besitzer, ebenfalls 64 MB, kann ich ihnen versichern, daß man damit auch richtig lange Tracks verwirklichen kann, problemlos. Nicht auszudenken, was der Digitakt da noch an futterstofflicher Entlastungsarbeit bringt, da er noch andere Geräte aus dem Fuhrpark pro Projekt sequenct und man weniger auf Samples angewiesen sein wird !

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        lightman ••••

        Lange Tracks ja, das ist kein Thema, meine Sampler haben allesamt weit weniger als 64MB, das reicht mir für meine Bedürfnisse vollkommen aus. Mit 64MB pro Project kriegst du aber keine komplette Audio-Produktion mit elend langen Loops und Backing Tracks hin, die in der Regel im mind. dreistelligen MB-Bereich liegen, das ist es, was den Digitakt z. B. vom Octratrack unterscheidet. Je nach den persönlichen Bedürfnissen kommt man da mit dem Digitakt schnell an die Grenzen des Machbaren, für sowas ist ’ne MPC wohl besser. Für mich alten Krachmacher und Liebhaber krasser Percussion ist der Digi mit seiner Drummie-Ausrichtung und tollen Effekten aber genau richtig, deshalb werde ich mal ein Sparschwein dafür eröffnen und hoffe, daß ich die Knete zusammenkriege, bevor das Gerät ausgemustert wird… wäre nicht das erste Mal… :)

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          ISE500

          JA, eine Audio-Produktion vielleicht nicht – das wäre auch nicht mein Workflow. Eventuell müßte man aber nachher im Ableton nicht mehr viel machen, das ist aber ja das schöne, daß man soviele Möglichkeiten hat, zu produzieren, bei mir rennt er offene Türen ein. Was das Sparen angeht: bei Elektron muss man sich vielleicht eher beeilen, siehe Monomachine oder Machinedrum – aber ich denke fünf Jahre wird er schon im Programm bleiben (mal schauen, was so passiert, jetzt wo Angie mit den Indern in die Kiste kriechen wird).

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    Seriamente

    Ich hab ihn (oder sie?) seit gestern auf dem Schreibtisch stehen und bin nach einer ersten ausgiebigen Testfahrt recht begeistert. Das OS fühlt sich noch etwas unfertig an. Es fehlt zB der Bandpass-Filter in der Filtersektion und ich konnte die vom Analog Rytm bekannten Accent- und Slide-Funktionen nicht ausfindig machen. Der MIDI Sequencer funktioniert, ist aber noch unstabil und hat die Kiste mehrmals abstürzen lassen. Die Kalibrierung der Encoder ist auch noch nicht ganz rund, manchmal wird es etwas fummelig. ABER – und das zählt für mich mehr als alle Kinderkrankheiten, die mit dem nächsten oder übernächsten Update sicher ausgebügelt werden – es macht unglaublichen Spaß, mit Digitakt Musik zu machen! Nach kürzester Zeit entstehen spielerisch komplexe und interessante Grooves, die diesen gewissen Elektron-Zauber haben. Klar, Digitakt kann nichts, was Ableton und Push 2 (oder eine beliebige andere Kombination von DAW und Controller) nicht auch könnten – trotzdem komme zumindest ich dank des ganz eigenen Elektron-Workflows hiermit zu ganz andern und in meinen Ohren viel musikalischeren Ergebnissen.

    • Profilbild
      ISE500

      Nach dem „Yin/Yang“-Muster würde ich sagen, daß ein Klopfspecht eher „männlich“ ist – deswegen würde ich sagen, der Digitakt ist ein „Er“.

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      Seriamente

      Inzwischen hab ich die Digitakt auch in mein digitales Setup integriert und muss leider feststellen, dass Midi-Sync sowohl über USB als auch Din noch etwas wackelig ist. Das Tempo schwankt ein wenig und es gibt – zumindest bei mir – eine kleine, aber hörbare Latenz, die meine sonstigen Geräte so nicht vorweisen. Verbuche ich unter Kinderkrankheiten und freue mich aufs nächste Update.

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        Aerocity

        Meine Erfahrung ist, dass Sync vom Rechner zu Hardware Sequencern nie ordentlich läuft auf Grund des Jitters. Synths und so gehen aber sobald es um Sequencer geht, hab ich immer Schwankungen und dann eiert der Beat.

        Erst Lösungen wie die Multiclock oder Expert-Sleepers Geräte brachten Abhilfe. Und natürlich Overbridge, damit läuft tight.

  19. Profilbild
    ToOoT

    Ich bin für meinen Teil auch sehr begeistert vom Digitakt! Kreative perkussive Rhythmen und das ganze in netten Sessions mit Freunden… klingt doch spannend! Momentan besitze ich ein paar Volcas und den Korg Electribe 2 (nicht den Sampler)
    der DT könnte eine tolle Ergänzung dazu sein oder was meint ihr?

    LG

  20. Profilbild

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