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Test: Elektron Digitone, Groovebox & FM-Synthesizer

11. April 2018

Mit Chowning in der DJ Lounge

Den Elektron Digitone haben wir voller Spannung erwartet. Vor allem FM-Liebhaber sind nun gespannt, wie der 4-Operatoren-FM Neuling mit achtstimmiger Polyphonie überzeugen kann.

Begleitet von einem Elektronauts-Interview mit John Chowning, dem Entdecker des Algorithmus für die Phasenmodulation (1967), kündigten Elektron zur Winter NAMM den Digitone als modernisierten FM-Synthesizer an – laut Handbuch der vielleicht einzigartigste Synthesizer, den sie jemals entwickelten. Zwar boten bereits Elektrons Machinedrum und Monomachine vereinfachte FM-Varianten, jedoch stand diese Synthesemethode dabei nicht als einzige im Mittelpunkt. Ob der Digitone der vollmundigen Marketingkampagne gerecht wird und wie er grundsätzlich einzuordnen ist, gilt es im Folgenden herauszufinden.

Elektron Digitone

Äußerlichkeiten Elektron Digitone

Hinsichtlich seines Designs schließt der Elektron Digitone zunächst an den Sample-Spezialisten Digitakt an und reiht sich damit in die Gruppe der derzeit kompaktesten Elektron-Geräte ein. Das Testgerät wurde mit der derzeit aktuellen Firmware-Version (1.02), einem passenden Netzteil samt Gerätekabel, einem schwarzroten textilverkleideten Elektron-USB-Kabel sowie einer Kurzanleitung geliefert. Das vollumfängliche 86-seitige Handbuch steht hingegen als Download zur Verfügung und sei jedem ans Herz gelegt, der noch kein Elektron-Gerät besaß. Einmal ausgepackt, macht der Digitone einen rundum stabilen Eindruck. Sämtlicher Drehregler sitzen fest, die Taster scheinen Jahre des Gebrauchs aushalten zu können und das gelb beleuchtete OLED-Display eignet sich für sämtliche Beleuchtungssituationen und lässt sich aus jedem Blickwinkel gut ablesen. Rückseitig ist der Digitone mit einem Netzschalter, einem Eingang für das Netzkabel, einem Kopfhörerausgang, einem Stereoausgang sowie Stereoeingang, MIDI In-, Out-, Thru-Buchsen und schließlich einem USB-Port ausgestattet. Der Digitone ist ein class-kompatibles Gerät, das zur Erkennung durch den Computer keiner zusätzlichen Treiber bedarf. Auch Elektrons Overbridge-Software soll das Zusammenspiel zwischen dem Digitone und einem Computer bzw. einer DAW durch entsprechende Standalone- und Plug-in-Formate und eine Audio-via-USB-Option erleichtern. Derzeit heißt es jedoch noch ganz unbestimmt: „Overbridge for Digitone will be free of charge, and become available at a later date.”

Elektron Digitone

Auf der Bedienoberfläche des Elektron Digitone finden sich links vom Display der Lautstärkeregler und darunter ein Dateneingaberegler, der zur Justierung der Lautstärke einzelner Spuren oder aber zum Scrollen genutzt werden kann. Rechts vom Display befinden sich acht Dateneingaberegler, mit denen sich Synthesizer-, Effekt-, MIDI- und Sequencer-Parameter einstellen lassen. Die je spezifische Funktion der Regler wird durch den Menükontext bestimmt. Zugang zu zwölf solcher zum Teil zweiseitiger Menüs (unter anderem für Trigger-, Synthesizer-, Arpeggiator-, Effekt- und Mixer-Einstellungen) erhält man über die sechs doppelbelegten Tasten darunter. Zudem gibt es Bestätigungs- und Abbruchstasten, die zugleich zum Speichern oder Laden eines Patterns genutzt werden können, vier Cursortasten, mit denen sich überdies Klänge oktavtransponieren oder Mikrotiming-Verschiebungen einstellen lassen und die sogenannte PAGE-Taste, mit der man durch bis zu vier Abschnitte einer Sequenz navigieren oder aber Fills erzeugen kann. Direkt unter dem Display befinden sich Taster für globale Einstellungen, das Speichern von Projekten, den Import und Export von Daten, die Handhabung der acht Stimmen, den Unisono-Modus und Tempoeinstellungen. Dem folgen Aufnahme-, Wiedergabe- und Stopp-Taster, mit denen sich zugleich verschiedene Aufnahmemodi für den Sequencer-Betrieb aufrufen sowie Kopier- und Einfügungsvorgänge durchführen lassen.

Am linken Rand des Elektron Digitone befinden sich die Taster, mit deren Hilfe man zur Konfiguration aller MIDI-relevanten Einstellungen, den Noteneinstellungen je Spur und der Aktivierung des Arpeggiators gelangt. Zudem sind hier die Taster für die Auswahl von Bänken und Patterns untergebracht, mit denen man auch ein Metronom und einen globalen Stummschaltemodus aktivieren kann. Für die durchgehend doppelbelegten Tasten gibt es die türkisfarbene FUNC-Taste. Hält man sie gedrückt und betätigt anschließend eine der bisher genannten Tasten, so wird deren Zweitfunktion aktiviert. Die Unterseite zieren schließlich diejenigen Tasten, die im Live-Betrieb neben den Parameterreglern wohl am häufigsten gebraucht werden: die multifunktionalen 16 Trigger-Tasten und die vier bonbonfarbenen Spurentaster. Die Trigger-Tasten lassen sich als einoktaviges Keyboard spielen (die aktiven 12 Töne werden hintergrundbeleuchtet), zum Setzen von Noten und Parameter Locks nutzen oder aber dazu, um Bank- und Pattern-Nummern zu bestimmen. Mit den vier Spurentasten wählt man hingegen eine der gewünschten Synthesizer- oder MIDI-Spuren des multitimbralen Digitone aus oder schaltet sie stumm.

Elektron Digitone

Grundsätzliches: Die Datenstruktur des Elektron Digitone

Der Blick auf das Bedienfeld deutet zwar schon einige Funktionen an, jedoch sei an dieser Stelle darauf eingegangen, wie der Digitone intern organisiert ist. Auf der übergeordneten Ebene befindet sich der sogenannte +Drive, der Datenträger des Digitone, auf dem sämtliche Projekte und Sounds gespeichert werden. Insgesamt finden auf dem +Drive bis zu 128 Projekte und 2048 Klänge Platz. Letztere bilden die Sound Library, die in acht Bänken zu je 256 Klängen organisiert ist. Ausgeliefert wird der Digitone mit 512 Sounds, also zwei vollen Bänken der Sound Library. Mit Bezug auf die Verwaltung von Sounds sei hier erwähnt, dass der Sound Browser des Digitone vorbildlich umgesetzt wurde. So lassen sich im entsprechenden Menü die Klänge aus der Sound Library sowohl alphabetisch als auch nach Attributen filtern. Darüber hinaus hat man auch die Möglichkeit, textbasiert nach einem Klang zu suchen.

Zurück zur Datenhierarchie: Ein geladenes Projekt ist im Elektron Digitone die Voraussetzung für den Betrieb des Digitone, das heißt, worauf man unmittelbar Zugriff hat, wenn man den Digitone einschaltet. In der Praxis kann dies ein DJ-Set oder eine Ansammlung verschiedener Tracks sein. Ein Projekt beinhaltet jeweils alle globalen Einstellungen und 128 Patterns, die in acht Bänken zu je 16 Patterns organisiert sind. Die Patterns hingegen setzen sich zusammen aus bis zu vier Sounds und allen Sequencer-Daten inklusive Tempo-, Swing-, und Taktarteinstellungen. Die einzelnen Sounds bestehen schließlich aus sämtlichen Synthesizer-Parametern und lassen sich sowohl in der allgemeinen Sound Library als auch in einem projektspezifischen Sound Pool abspeichern. Letzterer hat eine Kapazität von 128 Speicherplätzen.

Elektron Digitone

Elektrons Rahmenbedingungen für den Digitone

Ein Elektron-Synthesizer wäre kein Elektron-Synthesizer, wenn nicht ein Sequencer das Herzstück wäre, an dem alle Stränge zusammenlaufen. So kommt der Digitone – FM-Klangerzeugung hin oder her – zunächst einmal als Groove-Box daher, die unmissverständlich deutlich macht, dass die Sequencer-Funktionalität für die Performance im Mittelpunkt steht.

Insgesamt lassen sich mit dem Sequencer des Elektron Digitone bis zu acht simultane Patterns zu erzeugen, die sich hinsichtlich Taktart, Tempo, Swing, Parameterautomatisation und Notenlängen unterscheiden können. Für jedes Pattern gibt es eine Spur. Das macht in Gänze vier Spuren, mit denen der interne Synthesizer getriggert wird und vier Spuren, mit denen sich externe MIDI-Geräte steuern lassen. Jeder Spur bzw. jedem Pattern kann ein gesonderter MIDI-Kanal zugewiesen werden. Je MIDI-Pattern lassen sich pro Schritt bis zu acht externe Stimmen triggern. Die vier Synthesizer-Patterns teilen sich hingegen die insgesamt acht verfügbaren Stimmen. Damit es nicht zu unerwünscht abgezogenen Stimmen kommt, kann man Regeln für die interne Stimmenverteilung festlegen. Hierzu gibt es vier Modi des sogenannten Voice Stealing: Der erste operiert zyklisch, das heißt, die erste Stimme, die zugunsten einer neuen Note abgezogen wird, ist diejenige, die zuerst getriggert wurde. Nachdem die achte Note getriggert wurde, ertönt also die erste Stimme für die neunte Note, die zweite Stimme für die zehnte Note usw. Im zweiten Modus lassen sich Stimmenprioritäten unter den Spuren festlegen. Hinsichtlich der Stimmenverteilung kann die erste Spur Priorität über Spuren 2-4 haben, die zweite Spur Priorität über Spuren 3 und 4 usw. Schließlich hat man noch die Möglichkeit festzulegen, ob entweder die derzeit tiefste oder aber die derzeit höchste Stimme zugunsten einer nachfolgenden Note abgezogen werden. Außerdem lassen sich je Spur Stimmen sperren. Sie stehen dann den anderen Spuren nicht mehr als Stimmenreserve zur Verfügung. Selbiges gilt, wenn man für den Unisono-Modus einer Spur eine bestimmte Anzahl von Stimmen festlegt.

Elektron Digitone

Patterns mit bis zu 64 Schritten können wie auf allen Elektron-Geräten auf zweierlei Arten erstellt werden: im Grid-Modus und im Live-Modus. Im Grid-Modus werden Trigger-Ereignisse Abschnitt für Abschnitt mithilfe der Trigger-Tasten gesetzt, im Live-Modus werden direkt gespielte Trigger-Ereignisse unmittelbar bei gleichzeitiger Wiedergabe der Sequenz aufgezeichnet, wobei man gleichzeitig von einem Metronom Gebrauch machen kann. Grundsätzlich gibt es drei Trigger-Typen: Noten-Trigger, Parameter Locks und Sound Locks. Noten-Trigger dienen der Programmierung von Melodien und Akkordfolgen in bis zu acht verschiedenen Skalen (Chromatisch, Ionisch, Dorisch, Phrygisch, Lydisch, Mixolydisch, Äolisch und Lokrisch). Überdies kann man Notenereignisse mit der Mikrotiming-Option aus allzu starren Quantisierungsrastern lösen – so denn die Quantisierung aktiviert ist – und in Sequencer-Schritten vor- und zurück verschieben, falls man ein Pattern umorganisieren möchte. Mit den Parameter Locks lassen sich hingegen sämtliche Synthesizer- oder MIDI-Parameter (mittels CC-Nummern) je nach Spurentyp (Synthesizer- oder MIDI-Spur) automatisieren. Die sogenannten Sound Locks erlauben darüber hinaus, innerhalb von einer Spur verschiedene Klänge anzusteuern. Letzteres ist enorm hilfreich, wenn es darum geht, „platzsparend“ Rhythmen zu kreieren. So lassen sich ohne Weiteres auf ein und derselben Spur eine Bass und eine Snare Drum triggern. Voraussetzung dafür ist, dass die entsprechenden Sounds im Sound Pool des Projekts abgespeichert werden.

Für sämtliche Trigger-Ereignisse lassen sich sogenannte Conditional Locks erstellen. Dabei handelt es sich um zeitlich gesetzte Bedingungen, die darüber bestimmen, ob ein Trigger-Ereignis eintritt oder nicht. Die Wahrscheinlichkeiten können von anderen Trigger-Ereignissen, benachbarten Spuren, der Anzahl der Pattern-Durchläufe oder aber einem prozentualen Wert abhängig gemacht werden. Hobby-Stochastiker und Kybernetiker können sich hier also nach Lust und Laune austoben, um generative Patterns zu programmieren. Wer mit Variablen sparsamer umgehen und stattdessen nur hin und wieder ein Fill einstreuen möchte, kann dies mithilfe der ebenfalls zu den Conditional Locks zählenden Fill-Bedingungen tun. Die Trigger-Ereignisse, die mit einer Fill-Bedingung markiert wurden, werden als Pattern-Variation nur dann wiedergegeben, sobald man die Tasten YES und PAGE gleichzeitig drückt. Der Fill-Modus lässt sich auch einrasten, wenn man die Taste PAGE vor der Taste YES loslässt.

Während der Sequencer-Wiedergabe mit dem Elektron Digitone kann man jederzeit das Pattern wechseln. Das aktuelle Pattern läuft dann bis zum Ende durch und anschließend wird übergangslos das nächste aktiviert. Startet das neue Pattern, klingen die Hallfahne und das Echo des vorangegangenen Patterns in aller Ruhe aus, falls diese Effekte aktiviert waren. Überdies lassen sich bis zu 64 Patterns auch einem Song-Modus entsprechend miteinander verknüpfen – einzig speichern lässt sich diese Verknüpfung leider nicht.

Elektron Digitone

Elektrons FM-Variante im Digitone

Kommen wir nun endlich zu dem, wodurch sich der Elektron Digitone von allen anderen gegenwärtigen Elektron-Produkten absetzt: dem integrierten FM-Synthesizer. Dazu vorweg ein Einwurf in Sachen Terminologie: Bei der FM-Variante, mit der wir es beim Digitone zu tun haben, handelt es sich grundsätzlich um die sogenannte Phasenmodulation, die von Yamaha – basierend auf Chownings Forschungsarbeit an der Stanford University – zur Entwicklung der DX-Reihe verwendet wurde. Wer sich für die Unterschiede zwischen den einzelnen FM-Varianten interessiert, dem sei an dieser Stelle der lesenswerte Workshop-Artikel von Holger Gerdes ans Herz gelegt.

Vergleicht man den Digitone beispielsweise mit dem Klassiker DX7, so lässt sich zunächst festhalten, dass es sich beim vorliegenden FM-Synthesizer gleichermaßen um eine vereinfachte und in Teilen erweiterte Variante handelt. Anstelle von sechs Operatoren pro Stimme verfügt der Digitone über vier, anstelle von 32 Algorithmen über acht. Gleichzeitig wurde der FM-Baukasten des Digitone eher als ein komplexer Tongenerator konzipiert, der am Anfang eines Signalwegs steht, der sich ansonsten eher an subtraktiven Synthesizern orientiert. So folgen dem FM-Tongenerator des Digitone in Serie ein Overdrive, zwei Filtertypen und schließlich das Verstärkermodul. Nichts von alledem lässt jedoch die FM-Variante des Digitone als Lappalie erscheinen.

FM-Synthese als Baustein eines subtraktiven Signalwegs

Den Ausgangspunkt bilden die bereits genannten acht Algorithmen und vier Sinusschwingungen-Operatoren. Im Synthesizer-Menü sind die 4 Operatoren in drei Spalten organisiert: C, A und B, wobei es sich bei B um eine Gruppe der Operatoren B1 und B2 handelt. Dass der erste Operator C heißt, lässt sich von „Carrier“, also Modulationsträger herleiten. So ist Operator C in sämtlichen Algorithmen der Träger. Operator A ist hingegen immer ein Modulator. Wenn in der Operatorgruppe B ein Modulationsverhältnis besteht, so moduliert Operator B2 stets Operator B1. Die Operatoren unterscheiden sich nicht nur namentlich, sondern auch hinsichtlich der einzustellenden Frequenzverhältnisse, die das harmonische Verhältnis der Operatoren zueinander bestimmen. Da Operator C immer als Träger auftritt, lässt sich seine Frequenz vorwiegend in ganzzahligen Vielfachen festlegen. Dies sind die Frequenzverhältnisse 0,25, 0,5, 0,75 und ohne Zwischenschritte 1 bis 16. Die Auflösung der Frequenzverhältnisse ist bei Operator A feiner, da er nur als Modulator wirkt und demzufolge auch in der Lage sein muss, disharmonische Obertöne zu erzeugen. Hier lassen sich die Frequenzverhältnisse in folgenden Schritten justieren: 0,25, 0,5, 0,75, 1, 1, 25, 1,5, 1,75, 2, 2,25, 2,5, 2, 75, 3, 3,25, 3,5, 3,75, 4, 4,25, 4,5, 4,75, 5, 5,5, 6, 6,5, 7, 7,5, 8, 8,5, 9, 9,5, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16.

Die Skala der Frequenzverhältniswerte von Operator B1 und B2 entspricht wiederum derjenigen von Operator A (0,25, 0,5, 0,75, 1-16). Da beide Operatoren als Gruppe organisiert sind, lassen sich die hier verfügbaren Frequenzverhältnisse nur über einen gemeinsamen Regler justieren, nicht separat. Die diesbezügliche Encoder-Steuerung funktioniert hier im Prinzip wie bei einer Uhr mit Minuten- und Stundenzeiger. Dreht man den Encoder im Uhrzeigersinn, so wird zunächst der Zyklus der Frequenzverhältnisse von Operator B2 durchfahren, während das Frequenzverhältnis von Operator B1 konstant bleibt. Konkret äußert sich das folgendermaßen: Der niedrigste Wert für das Frequenzverhältnis beider Operatoren beträgt 0,25. Dreht man den Encoder im Uhrzeigersinn, dann durchläuft man für Operator B2 die Werte 0,25 bis 16 während für Operator B1 das Frequenzverhältnis 0,25 bestehen bleibt. Nachdem man den letzten Wert für Operator B2 erreicht hat, springt das Frequenzverhältnis von Operator B1 auf den nächsten Wert (0,5), während der Zyklus der Frequenzverhältnisse von Operator B2 wieder beim niedrigsten Wert (0,25) beginnt usw.

Die acht Algorithmen des FM-Tongenerators

In sämtlichen Algorithmen moduliert ein Operator sich selbst. Die Intensität dieser Selbstmodulation lässt sich mithilfe eines Feedback-Parameters justieren. Bei einer Feedback-Intensität von etwa einem Drittel wird ein Sägezahn-ähnliches Timbre erzeugt, bei voller Intensität ein Rauschen. Die auf vier limitierte Anzahl der Operatoren wird durch zwei Funktionen kompensiert, durch die sich die Ausgangstimbres zusätzlich modifizieren lassen. Zunächst gibt es da den Parameter DETUNE, der über die Verstimmung zwischen den Frequenzverhältnissen von Operator A und B2 bestimmt. Damit lassen sich Chorus-ähnliche Resultate erzielen oder aber inharmonische Frequenzrelationen drastisch verstärken. Dem folgt der Parameter HARMONICS, mit dem sich das Obertonspektrum der Operatoren C, A und B1 modifizieren lässt. Der Parameter lässt sich bipolar steuern. Negative Werte wirken sich auf Operator C aus, positive Werte auf die Operatoren A und B1. An dieser Stelle machen sich Elektron eine Technik der additiven Synthese zunutze, da hier mehrere Sinusschwingungen als Partialtöne addiert werden, um das Timbre der oben genannten Operatoren zu modifizieren. Aufgrund einer graduell variierten Akzentuierung von geradzahligen und ungeradzahlingen Partialtönen lässt sich mithilfe dieses Parameters ein Kontinuum von Timbres durchfahren, das von einer Sinusschwingungsform über Sägezahn- und Rechteckschwingungsformen bis hin zu glockigen Schwingungsformen reicht. Dies tröstet nicht nur über die geringe Anzahl der Operatoren hinweg, sondern ermöglicht auch eine schnelle und intuitive Klangfarbenänderung, die – wenn man diesen Parameter mit einem LFO moduliert – dem Klang durchfahrener Wavetables nicht unähnlich ist.

Stationen aus dem Kontinuum des modifizierbaren Obertonspektrums

Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass jeder Algorithmus zwei ausgehende Audiosignale produziert, die von zwei Trägern direkt zu den Ausgängen X und Y geleitet werden. Das Mischverhältnis zwischen diesen Audiosignalen kann mit einem Mixer variiert oder aber durch einen LFO moduliert werden. Überdies gibt es zwei Varianten des Trägerausgangssignals: In einem Fall wird das Trägersignal nicht durch den Hüllkurvengenerator des Modulators beeinflusst (im Display wird eine gestrichelte Linie angezeigt), im anderen Fall schon (im Display wird eine durchgezogene Linie angezeigt).

Dies führt schließlich zu den letzten Elementen des FM-Tongenerators: den Hüllkurvengeneratoren. Auch in diesem Bereich ist der Digitone vereinfacht aufgestellt, insofern es nur zwei Operatorhüllkurven gibt. Eine steuert die Modulationsintensität von Operator A, die zweite die Modulationsintensität der Operatoren B1 und B2. Mit den Hüllkurven lässt sich über drei Phasen bestimmen: der Attack- und Decay-Phase sowie dem Schlusspegel. Letzterer ist der Pegel, auf dem die Decay-Phase endet. Wie intensiv sich die durch die Hüllkurven gesteuerte Modulation auswirken soll, bestimmt schließlich ein dafür vorgesehener Regler je Hüllkurvengenerator. Für das Verhalten beider Hüllkurven gibt es darüber hinaus zwei Optionen. Im Trigger-Modus operiert die Hüllkurve als ADE-Hüllkurve (Attack-Decay-End), im Gate-Modus als ASDE-Hüllkurve (Attack-Sustain-Decay-End). Im Gate-Modus wird also aus der Decay-Phase eine Release-Phase, die eintritt, sobald man eine Taste loslässt. In Sachen Trigger-Verhalten lässt sich außerdem bestimmen, ob der Phasenzyklus verschiedener Operatoren zurückgesetzt wird oder nicht. So viel zum FM-Tongenerator des Digitone.

Weitere Klangparameter des Elektron Digitone

Die nächste Station des Synthesizers bilden zwei Filtertypen. An erster Stelle steht ein mit einem ADSR-Hüllkurvengenerator ausgestattetes resonanzfähiges Multi-Mode-Filter. Es erlaubt die Auswahl zwischen einem 2- oder 4-poligen Tiefpassfilter oder einem 2-poligen Hochpassfilter. Im nächsten Filter-Menü findet sich ein sogenanntes 1-poliges Base-Width-Filter, bei dem es sich um nichts anderes als ein in Serie geschaltetes Hoch- und Tiefpassfilter handelt. Hier lassen sich einzig die äußeren Frequenzbänder verschieben. Es lässt sich also als zusätzliches Hoch- oder Tiefpassfilter nutzen oder aber als Bandpassfilter. Da dieses Filter über keinen Hüllkurvengenerator verfügt, dient es eher Equalizer-Zwecken. Als nächstes folgt der mit einem ADSR-Hüllkurvengenerator ausgestattete Verstärker. Hier lässt sich die Lautstärke des jeweiligen Sounds festlegen und mittels eines Overdrive-Parameters einstellen, mit welchem Grad der Übersteuerung das Signal des FM-Tongenerators den Filtern zugeführt wird. Mit einem weiteren Parameter kann man überdies die Positionierung im Stereopanorama bestimmen.

Elektron Digitone

Zwei LFOs erlauben dem Elektron Digitone schließlich die Modulation sämtlicher FM-, Filter- und Verstärker-Parameter, wobei LFO 2 zusätzlich die Parameter von LFO 1 modulieren kann. Als Schwingungsformen stehen zur Verfügung: Dreieck, Sinus, Rechteck, Sägezahn, eine Exponentialkurve, umgekehrter Sägezahn und eine Zufallsform. Einstellbar sind Frequenz (absolut oder zur Clock synchronisiert), Modulationsintensität und der Startpunkt des Phasenzyklus. Zudem kann die LFO-Modulation ein- oder ausgeblendet werden. Über verschiedene Trigger-Modi lässt sich festlegen, ob ein LFO freischwingt, er mit jeder Note erneut getriggert wird oder ob der aktuelle Amplitudenwert des freischwingenden LFO im Phasenzyklus bis zum nächsten Trigger-Impuls gehalten wird. Ferner hat man die Wahl, getriggerte LFOs nur für die Länge eines ganzen oder aber eines halben Phasenzyklus auszulösen.

Nicht zu verschweigen ist, dass zwecks MIDI-Steuerung je Sound fünf kontinuierliche Controller (Pitchbend-Rad, Anschlagsstärke, Modulationsrad, Breath Controller und Aftertouch) die zusätzliche Modulation von bis zu jeweils vier Synthesizer-Parametern übernehmen können. Außerdem steht für jeden Sound noch ein Arpeggiator bereit. Der Arpeggiator verfügt über vier Modi: Die Noten werden entweder in der Reihenfolge wiedergegeben, in der sie eingefügt wurden, aufwärts, abwärts oder aufsteigend und dann absteigend. Einen Zufallsmodus gibt es leider nicht. Dafür kann man ein Arpeggio – wie auch bereits beim Octatrack MKII – mithilfe eines kleinen Mini-Sequencer-Fensters in bis zu 16 Schritten frei arrangieren und die Notenlängen bestimmen. Zur Ausstattung gehören ferner ein Tempoparameter, der die Einstellung der Geschwindigkeit in Relation zum projektspezifischen Tempo erlaubt, und ein Parameter für den Oktavumfang, der eine Arpeggio-Wiedergabe durch bis zu acht Oktaven ermöglicht. Positiv hervorzuheben ist, dass der Arpeggiator im Zusammenspiel mit dem Sequencer läuft und somit die rhythmische Komplexität eines Patterns enorm bereichern kann.

Elektron Digitone

Abgerundet wird der Synthesizer des Elektron Digitone durch eine Effektsektion. Diese beinhaltet in Serie einen Chorus, ein Delay und ein Reverb. Sie sind nach dem Prinzip von AUX- bzw. Send-Effekten organisiert, das heißt, im Verstärker-Menü wird bestimmt, wie hoch der Anteil des Audiosignals sein soll, der den jeweiligen Effekten zugeführt wird. Für den Chorus-Effekt stehen Parameter für den Ausgangspegel, die Modulationstiefe und dessen Geschwindigkeit parat. Mit einem Hochpassfilter lässt sich außerdem das eingehende Audiosignal filtern. Überdies kann man die Stereobreite des Effekts variieren. Zwei weitere Parameter bestimmen schließlich, wie hoch der der Anteil des Chorus-Signals sein soll, der dem Delay und dem Reverb zugeführt wird. Mit dem Delay lassen sich Echozeiten relativ zum aktuellen Tempo einstellen und die Stereobreite des Effekts bestimmen. Das Echo-Feedback lässt sich nicht nur in seiner Intensität regeln, sondern auch mithilfe eines Hoch- und eines Tiefpassfilters zähmen. Überdies kann man einen Pingpong-Modus aktivieren, der das Echosignal wechselseitig im Stereopanorama verteilt. Das Ausgangssignal lässt sich auch hier gesondert einstellen und man kann festlegen, wie hoch der der Anteil des Delay-Signals sein soll, der dem Reverb zugeführt wird. Für den Reverb lassen sich der Ausgangspegel, das Pre-Delay und die Hallintensität bestimmen. Mithilfe eines Shelving Filter und eines Shelving Gain kann man außerdem einstellen, wie sich der Halleffekt artikulieren soll, von präzise bis verwaschen. Schließlich kann auch das dem Reverb zugeführte Audiosignal noch mithilfe eines Hoch- und eines Tiefpassfilters bearbeitet werden.

Die drei Effekte des Elektron Digitone lassen sich zudem für in den Digitone eingespeiste Audiosignale nutzen. Nach dem Send-Prinzip lässt sich dazu im sogenannten Master-Menü bestimmen, wie hoch der Anteil des eingehenden Audiosignals sein soll, der den jeweiligen Effekten zugeführt wird. Die Pegel für das eingehende linke und rechte Audiosignal können hier außerdem gesondert festgelegt werden. Mit zwei Parametern lassen sich ferner beide eingehenden Audiosignale separat im Stereopanorama verteilen. Auch die Lautstärke des derzeit aktivierten Patterns wird hier geregelt. Und wem es am Ende des Signalwegs an Schmutz fehlt, der kann im Master-Menü noch einen Overdrive-Effekt hinzufahren.

Elektron Digitone

Elektron Digitone Klangbeispiele

Die ersten beiden Aufnahmen präsentieren die klangliche Qualität und Flexibilität des Elektron Digitone im Schnelldurchlauf. Im laufenden Sequencer-Betrieb wurden nacheinander die 16 Patterns der Bänke A und B angewählt. Damit sind alle Patterns demonstriert, mit denen der Digitone ausgeliefert wird.

Hier wird klar, dass man trotz der eingeschränkten Anzahl von Operatoren keine klanglichen Engpässe zu befürchten hat. Überdies ist gut hörbar, dass es beim Umschalten von Patterns und Presets zu keinerlei Artefakten kommt. Der Ausklang von zeitlich basierten Effekten überlagert stets nahtlos den Beginn eines neuen Patterns.

Alle folgenden Tracks ab dem 3. Eintrag, sind im Grunde „von Hand gespielte“ Stichproben aus der Sound Library des Elektron Digitone. Hier ging es vorwiegend um die Frage, wie sich der Digitone als über ein externes Keyboard gespieltes Soundmodul jenseits der mit Elektron verknüpften Genrekonventionen schlägt.

Deutlich wird hier, dass der Elektron Digitone nicht nur zu herausragenden perkussiven Sounds fähig ist, wie man es von einem FM-Synthesizer erwartet, sondern er unter anderem auch als Ambient-Flächenleger taugt. Doch auch wenn sich der Digitone klanglich jenseits von Groove-Box-Klischees als tauglich erweist, so tut er es Software-seitig nicht. Wo liegt das Problem? – Wenn man den Digitone mithilfe eines externen MIDI-Controllers inklusive Haltepedal anspielt, muss man feststellen, dass er keine MIDI-Haltepedalsignale versteht, sprich die standardmäßig zugewiesene CC-Nummer 64 in ihrer herkömmlichen Funktion nicht unterstützt. Ein Blick ins Elektronauts-Forum verrät, dass bereits Analog-Four-User dieses Defizit vor Jahren beklagten. Das lässt nicht hoffen, sondern vielmehr darauf schließen, dass Elektron bewusst einige Standardansprüche von Keyboardern ausklammert. Ein klares No-Go für jeden, der beabsichtigt, den Digitone auch als Synthesizer-Expander einzusetzen.

Elektron Digitone

Alternativen zur Elektron Digitone

Vielleicht nicht wirklich echte Alternativen, aber zumindest erwähnenswert als ausgezeichnete FM-Grooveboxen, sind Yamahas DX200 sowie Korg Volca FM.

Fazit

Worum handelt es sich nun beim Elektron Digitone? Um einen vollwertigen FM-Synthesizer oder um eine Groove-Box mit FM-Dreingabe? Die Antwort ist: beides. Und genau darin besteht sein Alleinstellungsmerkmal. Ein ähnliches Konzept wurde bisher höchstens mit dem Korg Volca FM realisiert, der im Grunde einen dreistimmigen DX7 in der Verpackung eines sehr einfach gehaltenen Sequencers darstellt, minus Kontrolle über die Auswirkung der Anschlagsstärke im Zusammenspiel mit einem externen MIDI-Keyboard. Ein Vergleich wäre aber bereits anhand des umfangreichen Elektron-Sequencers absurd. Ebenso absurd wäre ein Vergleich in die Gegenrichtung, etwa mit einem Yamaha Montage, der den Digitone zwar eindeutig in Sachen FM-Komplexität schlägt, aber grundsätzlich auf ein ganz anderes Publikum zugeschnitten ist und ein Vielfaches mehr kostet.

Nein, für Leute, die einfach nur irgendeine Form der FM-Synthese oder aber eine besonders komplexe Form der FM-Synthese im Hardware- oder Software-Format suchen, ist der Elektron Digitone sicherlich nicht die erste Wahl. Das Konzept des Digitone geht dennoch voll auf, macht er doch aufgrund seiner klanglichen Flexibilität deutlich, dass vier Operatoren inklusive einiger sinnvoller Erweiterungen wie beispielsweise dem Harmonics-Parameter keine Kastration darstellen müssen. Überdies klingt er einfach hervorragend und lässt sich gleichzeitig als Effektprozessor für externe Instrumente nutzen. Und bei alledem ist noch kein Wort über die umfangreiche Sequencer-Funktionalität verloren, aufgrund derer man den Digitone auch als MIDI-Kontrollzentrale nutzen kann, die die Steuerung von bis zu acht Modulationszielen je MIDI-Pattern erlaubt.

Das Gesamtpaket macht die Musik. Und in diesem Sinne ist Elektron ein eigenständiger Synthesizer gelungen, der spielerisch an die FM-Synthese heranführt und deren Potential in Richtung intuitiv erzeugter artifizieller Klänge betont. Somit ist er interessant für alle, die bis jetzt vor der Komplexität der FM-Synthese zurückschreckten und solche, die einen umfassenden Desktop-Sequencer mit klanglicher Abwechslung suchen, weil eben die subtraktive Synthese allein nicht das Maß aller Dinge ist.

Plus

  • Konzept: spielerische FM-Synthese
  • klangliche Flexibilität
  • Qualität der Effekte
  • Verarbeitung
  • Portabilität
  • Parameter Locks für Klangauswahl
  • Trigger-Wahrscheinlichkeiten
  • verschiedene Längen und Taktarten pro Spur
  • Arpeggiator kann im Sequencer-Modus genutzt werden
  • komplexe Parametersteuerung von externen MIDI-Instrumenten

Minus

  • kein Zufallsmodus für den Arpeggiator
  • kein Portamento
  • verknüpfte Patterns lassen sich nicht speichern
  • Haltepedal wird nicht über MIDI unterstützt
  • steile Lernkurve für Elektron-Neulinge
  • noch keine Overbridge-Unterstützung

Preis

  • Straßenpreis: 777,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    adzix

    Also bei mir steht der Digitone jetzt seit Ende Februar im Studio, übrigens mein Erstling von Elektron.
    Zum Thema Overbridge braucht man eh nix mehr sagen, darauf wartet man einfach verbissen ;)

    Obwohl der Digitone nur vier Operatoren hat, ist die klangliche Bandbreite schon wirklich mehr als beachtlich, nicht zuletzt Dank der vielen Eigenheiten der schmucken Kiste, wie eh im Test beschrieben.
    Besonders viel Freude macht halt echt der Sequencer, Parameter Locks (mit denen man auch mal nen kompletten Drumloop auf einer Spur realisieren kann, dank zuweisbarem Sound per Step) und die Trig Conditions, mit denen man komplexe und sehr variable patterns erstellen kann.

    Die Lernkurve ist steil, keine Frage, vor allem wenn man zusätzlich ein Neuling im Bereich FM Synthese ist.
    Sehr empfehlenswert finde ich da die Videos von Andrew Huang und Cuckoo Music, die sicher dem einen oder anderen ein Begriff sind. Gerade Cuckoo hat letzte Woche ein eineinhalbstündiges Tutorial zum Digitone gemacht, da bleiben eigentlich keine Fragen mehr offen.

    Ansonsten ein Gerät, das zum Schrauben und Experimentieren einlädt, für mich war’s die richtige Wahl.

  2. Profilbild
    Ralle373  

    Guten Morgen, sehr schöner und ausführlicher Testbericht! Vielen Dank dafür…
    Ich habe bereits den Digitone und finde das Konzept von Elektron echt Klasse! Jedoch hätte ich den Digitone gerne im Gewand des Analog Four MK II gesehen. Auch hätten 8 Einzelausgänge dem Gerät echt gut getan. Natürlich wäre der Preis von 777 EURO dann nicht mehr zu halten, aber ich wäre bereit gewesen diesen Aufpreis zu bezahlen. Naja, und was Overbridge betrifft… hier war die Marketing Abteilung mal wieder schneller wie die Entwickler!!! Wenn man auf die Website von Elektron schaut was Overbridge alles kann… Wir sind gespannt ob und wann da mal geliefert wird. Mich ärgert so etwas immer fürchterlich! Kommt demnächst ein neues Auto und die Räder werden irgendwann später durch den Hersteller nachgeliefert… Aber das ist wohl meckern auf hohem Niveau! Die kleine Kiste rockt!!!

    PS.: Gibt es da drausßen eien Elektron Nutzer wohnhaft zwischen HH und HB der Zeit und Lust hat mir bei der Konfiguration von Elektron Geräten zu helfen??? Ich bin leider sehbehindert und das mit dem Display funktioniert dann so nicht wirklich…

    Danke und Gruß

    Ralle 373

  3. Profilbild
    acidnoid  

    Schick schick … evtl. noch erwähnenswert der Yamaha DX200? Hat grade nur absurde Gebrauchtmarktspreise …..

    • Profilbild
      knossos  

      Ein Angebot aus Italien wurde im August bei 162,- beendet. Die Japaner verlangen recht viel dafür, aber in Europa scheint man nix mehr dafür zahlen zu wollen. Ob daran der Digitone schuld ist ? Oder der Reface DX ? So mancher DX7 geht zum gleichen Preis weg wie der DX100. Strange world….

  4. Profilbild
    hvyen

    Vielen Dank für den tollen Testbericht. Der Digitone steht zusammmen mit dem Analog Rytm MK2 ganz oben auf meiner Liste. Obwohl es zur Zeit Lieferschwierigkeiten gibt, konnte ich den Digitone bereits im Musicstore (Köln) ausführlich testen und muss schließlich zugeben, dass ich schwer beeindruckt bin. Allein die Demo Patterns und die Sounds habe ich so von keiner anderern Hardware bisher gehört. Eine Frage an die Glücklichen, die es bereits haben: Werden die 8 Stimmen von den MIDI Tracks beeinträchtigt? Also wenn ich bspw. mit den Synth Tracks schon alle 8 Stimmen belegt habe, ist es dann noch möglich, mit den MIDI Tracks einen externen Synth anzusteuern ohne das Stimmen der internen Synths wegfallen?

    • Profilbild
      adzix

      Ahoi hvyen!
      Also die 8 Stimmen sind immer zur Verfügung, eben auf die 4 internen Spuren je nach Gebrauch verteilt.
      Die zusätzlichen Midi Spuren haben darauf keinen Einfluss.

      • Profilbild
        hvyen

        Hallo adzix!
        Danke für die Info! Das hört sich doch gut an. Wäre auch zu schade gewesen, wenn die Midi Tracks die Stimmen des internen Synths klauen würden.

  5. Profilbild
    kritik  

    Super synth engine.
    Aber wieder mal die typischen Limitierungen die zum Produzieren nichts taugen .
    Was soll mann mit 64 Steps anfangen .
    Automation über 64 Steps nur ein Gimmick.
    Keine Entwicklung von Sounds möglich .Dazu brauch mann 8 bis 16 Takte .
    Auch die 8Stimmen auf 4 Spuren nicht toll.
    Dazu fehlende Sample oder Drum engine.

    Künstliche Limitierung um mehrere Geräte zu kaufen
    Man kocht auch nicht in mehreren Küchen:
    Wann kommt endlich mal ne vollständige Groovebox mit vollständigem Sequencer und guter Synth Sample engine ?

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      Timm Brockmann  RED

      Man hat ja die Probability Funktionen, da kann man schon so viel Variationen in die 64 Steps packen, dass es sich defintiv nicht wiederholt nach 4 Takten. Ich finde, es hat auch schon einige Vorteile, mit der Limitierung zu arbeiten. 64 Steps ist für einen per Step editierbaren Step Sequenzer schon recht gut, alles andere geht dann ja mehr in Richtung DAW. Wie viel legendäre Musik wurden denn schon auf klassischen Step Sequenzern geschrieben… Die haben es ja auch offenbar geschafft, damit etwas anzufangen.
      So eine vollständige Groovebox wäre dann eben schon wieder ein anderes Gerät, und ich persönlich würde dann eher diese Form hier wählen.

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    Jupiter Six  

    Hatte den Digitone erst überhaupt nicht auf dem Schirm, aber nach und nach reizt mich das Teil. Sequenzer in Verbindung mit FM gab zwar schon, aber hier scheint doch ein neuer Level erreicht wurde zu sein.

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