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Test: Elektron Digitakt V1.50, Drumcomputer und Sampler

Im Rausch der Loops und Vintagesounds

10. November 2023
Elektrin Digitakt Firmware 1.50

Elektron Digitakt V1.50, Drumcomputer und Sampler

Mit der Firmware in der Version 1.50 hat Elektron dem Digitakt „Drum Machine and Sampler“ ein von vielen Usern völlig unverhofftes Update spendert. Es ist schon erstaunlich, mit welchem Erfindungsreichtum Elektron aus “jahrealten” Geräten völlig neue Funktion entwickelt, wie etwa der Song Mode im letzten Update für alle Boxen im Digi-Format.

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Die neuen Funktionen helfen vor allem dem Umgang mit Loops auf ganz neue Sprünge. Ob Loops von Breakbeats, Bässen oder Melodien – oder auch Sequenzen, die mit dem Digitakt von anderen Synths abgesampelt wurden.

Den Test zum Digitakt in der ursprünglichen Firmware Version findet ihr hier.

Digitakt 1.5: Sampling und Resampling im Handumdrehen

Auch das Sampling und Resampling geht nun endlich effizient von der Hand durch die Möglichkeit, dass die Aufnahme nach einer bestimmten Länge gestoppt wird. Zur Auswahl für die Länge stehen 1, 2, 4, 8, 16, 32, 64 und 128 Sechzehntel im aktuell eingestellten Tempo. Das bedeutet, man kann mal eben den Audioausgang eines Synthesizers mit dem Digitakt verbinden, das gewünschte Tempo einstellen, die Aufnahme am Digitakt scharfstellen und dann am Synthesizer Play drücken: Wie von Geisterhand ist der Loop in der richtigen Länge fertig.

Elektron Digitakt – die Machines

Mit der Firmware-Version 1.50 wird das Konzept der “Machines” nun auch zum Digitakt gebracht. Insgesamt gibt es nun vier “Machines”, wobei die “Oneshot”-Maschine dem bisherigen Normalmodus des Digitakts entspricht: Samples werden für jeden Trigger einmal oder in Schleife in Vorwärts- oder Rückwärtsrichtung abgespielt. Die anderen drei Machines zielen auf einen jeweils anderen Stil der Sample-Wiedergabe ab. Mit den Machines kommen auch neue LFO-Ziele, die sich in der Auswahl-Liste zeigen, je nachdem, welche Machine ausgewählt ist.

Die neuen „Machines“ des Digitakt

Allen neuen Machines ist gemeinsam, das sie nur mit Samples funktionieren, deren Länge ein Vielfaches von 16 Sechzehnteln = 4/4 = 1 Takt aufweisen. Das heißt aber nicht, dass krumme Taktarten nicht möglich wären, denn die Länge der Patterns, auf denen sich die Samples tummeln, ist nach wie vor frei wählbar. Das bedeutet, für 14 Sechzehntel Länge nimmt man einen 16 Sechzehntel langen Loop, die übrigen 2 Sechzehntel werden dann nicht abgespielt.

Werp – Vintage Timestretching im Elektron Drumcomputer

Der erste neue Modus bzw. die erste neue Machine heißt “Werp” in Anlehnung an „Time Warping“. Diese streckt (stretcht) das Sample (im Idealfall einen Loop) automatisch auf das Tempo und die Länge eines Patterns. Entscheidend ist, dass eine Änderung der Tonhöhe hier nicht mehr das Timing des Samples beeinflusst.

Der Digitakt erreicht dies durch das Zerschneiden des Samples in feine Segmente, die nacheinander abgespielt werden, in Anlehnung an die Verfahren von Vintage-Samplern (zum Beispiel Akai S-Serie). Die Anzahl der erstellten Segmente und die Gesamtlänge der Schleife können dabei eingestellt werden. Die Segmente selbst können vorwärts, rückwärts oder in sich geloopt sein.

Im Klangbeispiel habe ich einen Breakbeat-Loop in Werp geworfen und mit dem Tune-Regler gespielt. Besonders bei einem sehr hohen Tuning kommen die typisch oldschooligen, resonatorartigen Artefakte zum Vorschein. Die Kick liegt auf einem anderen Track und dient in den Beispielen als Orientierung.

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Die Samples müssen jedoch schon korrekt geloopt sein, denn im “Werp”-Modus lassen sich weder Start- noch Endpunkt einstellen. Wer wirklich gerade so eine nicht richtig geloopte Aufnahme im Digitakt herumfliegen hat und sofort benutzen möchte, ohne Umweg über den Rechner, kann man die Aufnahme immerhin im Digitakt resampeln und dann vor dem Speichern beschneiden.

Repitch

Die zweite neue Machine nennt sich “Repitch”. Hier ist ebenfalls das Ziel, ein Sample an die Länge eines Patterns anzupassen, dies wird jedoch klassisch durch simple Änderung der Abspielgeschwindigkeit erreicht. Das bedeutet, die Tonhöhe wird vom Digitakt automatisch so berechnet, dass der Loop genau passt und ist dann fixiert. So ist es ein Kinderspiel, einfach mal ein paar Loops in ein Arrangement zu werfen sowie verschiedene Loops “on the fly” im musikalischen Kontext durchzuhören. Ein Feature, das richtig Spaß macht.

Im Gegensatz zu “Werp” stehen hier auch wieder die Einstellungen für Startpunkt und Länge des Samples zur Verfügung. Es wäre allerdings wünschenswert gewesen, die vom Digitakt errechnete „Tune“-Werte des Repitchings angezeigt würde, denn dieser Wert wäre sehr praktisch für die im folgenden behandelte „Slice“-Machine.

Elektron Digitakt Firmware 1.5: Slice

Die letzte und in ihrem Nutzwert und ihrer Auswirkung auf kreatives Soundbasteln bedeutendste neue Machine ist “Slice”: Die Idee dahinter ist es, Loops in sogenannte “Slices” – Audiofragmente in der Länge konkreter rhythmischer Werte – zu zerteilen und wieder zusammenzusetzen.

Die neue „Slice“ Machine des Digitakt

Dabei kann ein Loop in bis zu 64 Slices unterteilt werden, die dann in Reihenfolge zufällig oder manuell sequenziert werden können. Dies ermöglicht es, nicht nur Tonhöhe und Geschwindigkeit voneinander getrennt zu verändern, sondern auch völlig neue Loops zu generieren. So kann aus langweiligen Loops etwas Aufregendes werden, aber auch den eigenen Ideen auf die Sprünge geholfen werden.

Wenn die Slices manuell sequenziert werden, ist der “Slice”-Parameter für die Wahl des Slices (bzw. des Ausschnitts im Loop) zuständig. Zusammen mit den anderen für Elektron üblichen Parameter-Locks ist hier sehr viel möglich, bis hin zu generativer Musik.

Bei ”Slice” wie auch “Werp” müssen Startpunkt und Länge des Samples korrekt sein für einen Loop und können nicht innerhalb der Machine verändert werden. Wie unter „Repitch“ angedeutet, muss man bei „Slice“ den Wert für „Tune“ selber herausfinden, um das Sample an die Geschwindigkeit anzupassen.

Doch das ist noch nicht alles: Der in Version 1.40 hinzugekommenen Keyboard-Modus wird mit der „Slice“-Machine zum Fingerdrumming-Modus. So lassen sich live Variationen von Hand spielen, auch während der Track spielt.

Im Klangbeispiel habe ich ein kleines Synthriff in das Digitakt gesampelt und dann in “Slice” geworfen. Zuerst erhöhe ich das Tempo, was keine Auswirkung auf die Tonhöhen hat. Dann lasse ich das Digitakt mehrfach würfeln und es kommen immer neue Riffs dabei heraus. Am Schluss erhöhe ich leicht die Tonhöhe, ohne dass sich Tempo ändern würde. Im darauffolgenden Beispiel habe ich das Riff in kleinere Slices zerteilen lassen, um so auf jedem rhythmischen Wert eine Filterhüllkurve haben zu können.

Findige Elektron Nutzer haben schon früh entdeckt, dass die „Slice“-Machine nicht nur mit Loops arbeitet, sondern auch mit Ketten („Chains“) aus Einzelsampels. Dafür gibt es inzwischen auch das „Digichain“-Webtool, Entwickelt von Elektron Nutzer brian3kb. Dieses findet sich hier, die dazugehörige Github-Seite hier.

„Digichain“, freie Webapp eines findigen Elektron Nutzers

Da im Gegensatz zu „Repitch“ die Tonhöhen frei wählbar bleiben, sind hier der Phantasie kaum Grenzen gesetzt, ob nun ganze Kits aus Drumsamples, Multisamples einzelner Percussion-Instrumente oder Synthesizersounds mit unterschiedlichen Filtereinstellungen oder Wavetable-Positionen.

Im Klangbeispiel hört ihr zuerst 8 Noten mit verschiedenen Wavetable-Positionen, die ich so direkt ins Digitakt gesampelt habe. Das habe ich dann in die Slice-Machine gepackt und eine kleine Melodie damit sequenziert. Mit einem der LFOs werden die Slices durchfahren. Ab der Hälfte benutze ich auch das Filter.

Loopcloud App Integration, Elk-Herd Status

Mit der neuen Firmware gibt Elektron auch die Zusammenarbeit mit Loopcloud bekannt. Loopcloud ist eine Online-Bibliothek lizenzfreier Samples, die von sich behauptet, die größte der Welt zu sein. Der günstigste Loopcloud Account beläuft sich auf 6,99 Euro pro Monat und das Erwerben von Samples funktioniert über ein Punkte-System. So erworbene und mit der App bearbeitete Samples können heruntergeladen werden, um nicht auf die Loopcloud Cloud angewiesen zu sein.

Loopcloud-App mit Digitakt Integration (Screenshot von Elektron)

Die Loopcloud-App verspricht eine nahtlose Integration mit dem Digitakt: Sobald das Gerät mit der Loopcloud-App verbunden ist, hat man direkten Zugriff auf +Drive, RAM und die Samples der jeweiligen Tracks im aktuellen Pattern des Digitakt.

Diese Verwaltungsfunktionen stehen allerdings auch über die reguläre kostenlose Elektron Transfer-Software zur Verfügung, d. h. Loopcloud ist glücklicherweise nichts zwingendes und wir dürfen weiter offline mit dem Digitakt musizieren.

Leider funktioniert die von einem anderen findigen Elektron Nutzer mit den Namen mzero  – zu finden hier – erstellte Software Elk-Herd bisher nicht mit der Firmware 1.50 zusammen. Diese Web-App mit dem kuscheligen Namen ermöglichte über Elektron Transfer hinausgehende Funktionen. Es wurden inzwischen sogar 124 Unterschriften mit einer Online-Petition gesammelt, um Elektron zu einer Zusammenarbeit mit mzero zu bewegen.

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HiFi bis LoFi in allen Variationen: Digitakt 1.5

Auch eine neue klangformende Funktion gibt es, nämlich neben der bisher verfügbaren Bitratenreduktion nun auch die Samplerate-Reduktion. Diese kann vor oder hinter den beiden Filtern ihr Unwesen treiben. Zusammen mit Werp können hier sämtliche Vintage-Sampler Klangfarben mit dem Digitakt eingfangen werden.

Im Beispiel habe ich ein ohnehin schon LoFi klingendes Sample mit Werp gestretcht und dann Samplerate-Reduction aufgedreht, wodurch sich der Sound komplett verändert.

Was glaubt ihr, wird Elektron möglicherweise in naher Zukunft das „Machines“-Konzept auch bei ihrer FM Groovebox Digitone einführen?

Das Digitakt on Youtube

Tutorial für fortwährende („generative“) Slice-Variationen auf dem Digitakt, nicht nur für Breakbeats geeignet:

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Offizielle Vorstellung von Elektron:

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Fazit

Angesichts der beeindruckenden Updates, die das Digitakt seit seiner Einführung erhalten hat, könnte man sich staunend fragen, ob es sich immer noch um dasselbe Gerät  handelt. Die Einführung der „Machines“ hebt den Funktionsumfang – und nicht zuletzt auch den Spaßfaktor – dieses Samplers auf ein völlig neues Niveau.

Plus

  • einfach zu bediendendes Experimentierfeld für Loops
  • erweiterte Möglichkeiten der Klangformung

Preis

  • 855,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Tyrell RED 1

    Der Test kommt zum richtigen Zeitpunkt. Ich stelle mir gerade Live-Set zusammen. Basis ist der Octatrack (besitze ich bereitsI, der wird noch ergänzt durch einen Analog A4 MKII (auf dem Weg) und eben durch …?? Entweder MPC ONE oder DIGITAKT, wobei mir die Struktur des MPC ONES mehr liegt. Auf jeden Fall hat mich Dein Testbericht nochmals ins Grübeln gebracht. :)

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      Bave the Dutcher

      @Tyrell Ich kann irgendwie keinen Vorteil des Digitakt im Vergleich zum MPC erkennen. Die Bedienung wirkt für mich als alter MPC- User ehrer widerspenstig und gespreizt. Schlimmer noch beim Octatrack, ich möchte aus der Bedienung eines Samplers keine Doktorarbeit machen, der musste wieder gehen. Shortcuts ohne Ende, die ich wieder vergesse… Einzig beim analog heat+fx bin jch jetzt wieder schwach geworden, und der ist schon richtig cool!

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        Tyrell RED 1

        @Bave the Dutcher Danke für die Info… ja, die Eingewöhnung in den Octa ist schon heftig gewesen. Wenn der Digitakt noch komplizierter in der Bedienung ist, wäre das schon ein ko-Kriterium. Das spielerische Durcheinanderwürfeln der Slices hat mir halt schon sehr gut gefallen.

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          Bave the Dutcher

          @Tyrell Mich hat das morphing mit dem Slider beim Octatrack geflasht, aber leider war mir das Gesamtkonzept zu stachelig. Morphing per QLink am MPC, das wäre mal ein spitzen Update…

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          Modellwelle

          @Tyrell Im Vergleich zum Octatrack war mir der Digitakt aber recht zugänglich in vielen Punkten. Man kommt durch die 8 Endlosencoder, die übersichtlichere Struktur und dem Sequenzer recht schnell zu guten Ergebnissen. Ich denke die Schnelligkeit durch Einfachheit ist auch der Vorteil zur MPC One, die natürlich viel mehr Funktionen hat.

          Was mich nur stört: Kits (also alle 8 Samples + Soundeinstellungen) und Pattern sind beim Digitakt fest miteinander verbunden und ich kann kein Kit kopieren, ohne auch das Pattern an der eingefügten Stelle mit zu überschreiben. Es gibt da zwar auch eine Methode, dass man beides überschreibt und anschließend wieder das ursprüngliche Pattern wieder herstellt (von fleißigen Eltron-Nutzern herausgefunden😁), aber dass Elektron da keine direkte Funktion für hat, finde ich echt nervig. Man will ja nicht immer alle Sounds pro Pattern manuell anpassen oder jeden der 8 Sounds einzeln kopieren.

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            Tyrell RED 1

            @Modellwelle Klingt anstrengend. Hab das auch beim Octatrack. Das gibts auch einen Workaround, aber sobald man ein Pattern wechselt, wechselt auch das Kit.

            • Profilbild
              Modellwelle

              @Tyrell Ja, der Octatrack hat die 4 Parts pro Bank, die man auf den 16 Pattern pro Bank beliebig zuweisen kann.

              Ein Part ist ja wie ein Kit, also Samples und die jeweiligen Soundeinstellungen. Aber Parts lassen sich wenigstens kopieren, sogar zwischen den Bänken und ich glaube sogar zwischen Projekten (wenn ich das richtig in Erinnerung habe).

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          kiro7

          @Tyrell So neu ist das aber auch nicht, kann mein Yamaha A5000 auch, sogar in zig „Groove-sinnvollen“ Varianten. Nennt sich da Loop Remix.
          Timestretching in Echtzeit und modulierbar gibt es auch, nennt sich Beatchange.

          Für Live-Setup muss ich aber abraten, ist ein echter Brocken! 😁

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      Sven Rosswog RED

      @Tyrell Da sieht man mal, wie unterschiedlich die Wahrnehmung ist. Bei den Akais hat es ne Weile gedauert, bis ich das Konzept verstanden habe. Wenn man es einmal begriffen hat, läuft es super. Jetzt habe ich seit ein paar Wochen ein Digitakt, weil ich wissen wollte, ob die Elektrons echt so kompliziert sind und bei mir hat es sofort funktioniert. Ich will ihn nicht mehr hergeben. Ich musste viel weniger, als bei den Akais in das Handbuch schauen. Natürlich sollte man den Funktionsumfang berücksichtigen und da bekommt man bei Akai mehr, z.b. CV und Synthesizer. Ich würde übrigens eine Akai Live2 der One vorziehen. Die ist von der Bedienung her ein bisschen komfortabler.

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        Jeanne RED

        @Sven Rosswog Hey Sven! Eine coole Sache ist, das Du jetzt Syntakt, Digitone (aber auch A4 und/oder Rytm) theoretisch nicht mehr erlernen musst, da die Bedienung gleich ist ;)

        • Profilbild
          Tyrell RED 1

          @Jeanne Hey Jeanne, dieses tolle Durcheinanderwürfeln von Slices geht aber nicht am Octatrack, oder doch?

          • Profilbild
            Jeanne RED

            @Tyrell Hey Peter, doch – das geht in ähnlicher Weise. Rechts FUNC + AED gedrückt und man kommt ins Slice-Menu, dann unter dem Bildschirm AMP drücken und es kommt eine Liste, in der man zuerst automatisch slicen kann in z.B. 16 slices, und dann genau wie beim Digitakt entweder Linear Locks oder Random Locks = würfeln erstellen kann. Es ist aber typischerweise weniger flüssig in der Bedienung als beim Digitakt ;)

            • Profilbild
              Tyrell RED 1

              @Jeanne Hat die rytm mkii diese feature auch? Finde nichts dazu 😬. Liebe Grüße, Peter

              • Profilbild
                Jeanne RED

                @Tyrell Lieber Peter, Rytm MKI/MKII haben leider keine Unterstützung für Slices irgendeiner Art (von aufwändigen „zu Fuss“ Workarounds abgesehen) … Viele Grüße! – Jeanne

        • Profilbild
          Sven Rosswog RED

          @Jeanne Das habe ich eigentlich als selbstverständlich angesehen. Schön, dass du es bestätigt. Ist aber wohl auch ein Hinweis darauf, dass es in der Vergangenheit nicht immer so war. Ich habe viel darüber gelesenen, dass Elektron so kompliziert sei und ich hatte wirklich die Einstellung: wenn ich nicht klarkomme, dann zieht er weiter. Das Gegenteil ist der Fall. Ich kann wirklich nur dazu ermuntern, die Geräte selbst auszuprobieren. Ich habe mit Akai und Ableton viel härter kämpfen müssen, bis ich verstanden habe, wie sie ticken. Bei diesen Produkten wird die Lernkurve nicht thematisiert. Fakt ist, dass es bei allen Geräten eine Lernkurve gibt. Die Frage ist, wie sehr einem die Bedienung liegt. Ich bin bei Elektron mit 1.5 eingestiegen und kannte mich unglaublich schnell aus. Das kommt nicht oft vor.

  2. Profilbild
    Spargelranger

    Schöner Überblick über die neuen Funktionen, die der Digitakt zuletzt bekommen hat und die ihn zu einem komplett neuen Gerät haben werden lassen. Was langfristige Produktpflege angeht, sollten sich viele Hersteller bei Elektron eine Scheibe abschneiden. Der Digitakt kam 2017 raus und wie bei allen Geräten liefert Elektron regelmäßig noch große Updates. A4, Rytm und Octatrack sind denke ich ausgereizt, da kam schon länger nichts mehr, aber wenn man sich anschaut, wann die Geräte rauskamen, relativiert sich das ganz schnell.

    Hatte fast alle Geräte von Elektron schon hier, den Digitakt habe ich dummerweise mal verkauft, was ich schnell bereut habe. Digitakt, Syntakt und Digitone gebe ich nicht wieder her. Die „große“ Trinity musste wieder gehen. Bei der „kleinen“ Trinity ist der Workflow super schnell und einfach zu erlernen, da sich wie bereits von Jeanne erwähnt, auf alle 3 Geräte übertragen lassen. A4, Rytm und Octratrack waren mir zu tief von den Möglichkeiten her, was mich immer eher gehemmt, als vorangebracht hat. Trotzdem sind das tollte Geräte.

  3. Profilbild
    Anjin Sun

    Erstaunte Frage in die Runde: Stören euch die fehlenden Einzelausgänge denn nicht?
    Für mich ein K.O. Kriterium und völlig unverständlich.

    • Profilbild
      martin stimming

      @Anjin Sun und von mir auch eine erstaunte Frage in die Runde: stört euch die mono-Architektur denn nicht? für mich – mittlerweile – ein K.O. Kriterium und völlig unverständlich.

      • Profilbild
        GAFR

        @martin stimming Ja, das ist mir leider beim Analog Rytm MK2 auch erst viel zu spät aufgefallen. Nach Recherche sind scheinbar bei allen Elektrons die Samples nur in mono nutzbar. Unglaublich…

      • Profilbild
        mfk AHU

        @martin stimming Einzelausgänge gibt es notfalls via USB. Vermisse ich aber nicht.
        Stereo wäre schon ok, ist aber für mich kein Ausschlusskriterium.
        Es sind ja meistens Drumsamples, da reicht mir mono.
        Notfalls eben einen weiteren Track nutzen und ensprechend pannen.
        Oder zum Octatrack greifen.

        Ich benötige auch einfach kein Stereo-Ausgangsmaterial – Stereo mach ich lieber selber. Allein schon wegen der Kontrolle.

        Hoffentlich kommen noch ein paar Updates. Der Abstand zum Syntakt ist schon groß.
        Ich hätte gerne ein paar neue Machines. Richtung Wavetable. Oder aus dem Syntakt abgeschaut. Mit Sample-Material als OSC.
        Und den FX-Track von Syntakt.
        Und Chorus. Und ein Shimmer-Reverb.
        Mehrere Loops innerhalb eines Samples, die nacheinander durchfahren werden.
        Und ein Tool zum Nullstellen in den Samples finden.
        Und eine Zoom-Funktion im Editor (ich glaube, das geht nicht, weil die Wellenform nur ein ungenaues Bild ist)
        Und überhaupt: Ein Macro-Menü wie beim A4.

        Da ist viel Luft nach oben.
        Aber ich finde den Status Quo schon ok. …hatte davor aber auch eine E2S. Das war im Vergleich gruselig.

    • Profilbild
      Jeanne RED

      @Anjin Sun Mich persönlich nicht, da ja das Digitakt und die anderen Digi-Boxen genug Möglichkeiten haben den Sound so zu formen, dass es gleich Bombe klingt und nicht hinterher gefixt werden muss. Das einzige was mich beim Digitakt wirklich stört ist, das es keinen Overdrive für die Summe hat, im Gegensatz zu Digitone (Master Overdrive) und Syntakt (der geniale FX Bus).
      Die weiter unten erwähnte Beschränkung auf Mono-Samples lässt sich umgehen durch hard panning zweier Tracks (entweder gegeneinander verstimmt dasselbe Sample oder linke und rechte Seite eines Originalsamples), wodurch sich wiederum neue Möglichkeit geben (z.B. LFO auf Filter, aber links und rechts unterschiedliche Phase).
      Eine „Stereo Machine“ wäre natürlich eine gelungenes weiteres Firmware update ;)

      • Profilbild
        Sven Rosswog RED

        @Jeanne Das kann ich bestätigen. Der Digitakt hat einen eigenen Sound. Diese Eigenständigkeit habe ich bei Akai und Gotharman nicht gefunden. Weiß auch nicht, wie ich das beschreiben soll. Schon geil. Die haben da schon was ganz Spezielles gefunden und an diesem Umstand gearbeitet. Jedenfalls klingt für mich Akai im positiven Sinne nach PC.
        Wegen Overdrive auf dem Master: Stört mich nicht so, weil es ja so viele Möglichkeiten gibt, die 8 Spuren individuell anzuzerren. Der Makeup Gain reicht mir. Mich stört: Ich würde gerne die Slices selber setzen können ;-)

        • Profilbild
          Atarikid AHU

          @Sven Rosswog Akais waren schon immer recht „neutral“. Das ist aber auch immer erwünscht gewesen (bei mir). „Färben“ kann sich selbst, dafür brauch ich keine Hardware die einfach nicht anders kann ^^… Das hat mir bei den „großen“ Samplern immer gut gefallen, bei den MPCs ebenso.. Gott sei Dank auch bei den neuen MPCs..

    • Profilbild
      Spargelranger

      @Anjin Sun Das stört mich persönlich weniger, die Kiste ist halt sehr kompakt und Einzelausgänge für Audio 8 Tracks hätten wohl nur schwer an die Rückseite gepasst. Ansonsten hat man bereits im Gerät Filter und Delay/Reverb Sends usw. je Track. Ferner gibt es im Rahmen einer Rechnerumgebung ja zumindest Overbridge für „virtuelle“ Einzelausgänge.

      Stereo Samples wären natürlich schön, aber ich kann schon verstehen, weswegen man dem OT nicht sämtliches Wasser abgraben möchte. Das mögen vielleicht „künstliche Barrieren“ sein, aber aus betriebswirtschaftlicher Sicht verständlich.

    • Profilbild
      Sven Rosswog RED

      @Anjin Sun Ja, wie schon gesagt kann der Digitakt Einzelausgänge über USB und man kann den Digitakt auch als Audiointerface nutzen. Das ist ja dann vor allem wichtig, wenn man mit dem DIgitakt im Studio arbeiten möchte. Klar, vielleicht auch auf der Bühne, wobei ich eher das Motto fahre: Keep ist Simple.
      Grundsätzlich sollte man auch festhalten, wer den Komfort einer DAW möchte, wird mit Akai, Elektron usw. nicht glücklich werden. Live und Logic hängen diese Grooveboxen ohne Probleme ab. Eine Groovebox ändert aber die Herangehensweise an das Musizieren. Die Beschränkungen zwingen einen sich auf das wesentliche zu konzentrieren und diese Geräte sind halt im Gegensatz zu einem Laptop wirklich zum Musikmachen gedacht und das merkt man. Brauchen tut man sie nicht, billig PC und Live reicht. Ein Digitakt kann nichts anderes außer Musik. Dafür zahlt man und nicht für die Leistungsmerkmale von Chip, RAM und Festplatte.

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        Anjin Sun

        @Sven Rosswog Hallo Sven, hallo Jeanne, bei mir gehts aus den Kisten rein in die Patchbays, folglich in´s Mischpult. Also ich bin mit Elektron in Verbindung mit der DAW sehr glücklich, kein Sequencer ist vielfältiger als (bei mir) Cubase. Schon beim Octatrack verstehe ich die Limitierung der Einzelausgänge nicht. Beim Digitone ist es mir wurscht, da ich dann eben nur einen Track nutze. Aber ein (Drum)Sampler ohne Einzelausgänge? Die FX der Elektrons sind ja ganz nett, mehr auch nicht.
        ABER … viele Musiker sind begeistert von diesen drei kleinen Kisten! Mich begeistert nur der Digitone. Machinedrum und AR sind die Drummer schlechthin.
        Auch kenne ich das fummeln in solch Kisten, Grooveboxen, mir gehen da die Limitierungen immer sehr schnell auf den Senkel, inspiriert nicht wirklich. Schon gar nicht im Arangement. Ich sehe mein gesamtes Studio als Instrument, nicht eine einzelne Kiste, diese sind nur Teil des Gesamten.
        Mich stinkt inzwischen an das ich damals keine Monomachine gekauft habe, als selbige noch im Handel erhältlich war.

    • Profilbild
      Mutlu1Moog

      @Anjin Sun Klar, wäre cool aber stört mich garnicht, auch das die samples in Mono sind. Es hat seinen eigenen Charakter und Sound, gefällt mir alles wie es ist. Ich nehme eh meist meine Tracks live als Stereo Summe auf und geht nur noch ins Studio zum mastern. Man kann intern sehr gut arbeiten und mixen mit den digi Kisten. Wenn man Einzel outs brauch ist overbridge perfekt dafür. Wenn ich nen super cleanen Sound will und jede Möglichkeit haben möchte nutze ich Ableton aber komme sehr selten in diese Laune. Digitakt, syntakt, modular und bluebox reichen total aus.

  4. Profilbild
    nicolasG

    Hier ist der Link zur Petition

    (Anm. der Red.: Bei langen Links bitte Link-Shortener verwenden, sonst haut es uns auf der Seite die Umbrüche durcheinander)

  5. Profilbild
    Loqzer

    Ähm hab ich irgendwie was nicht mitbekommen? Das Update 1.50 ist doch schon Monate her? Wieso jetzt der Artikel? Ich war völlig euphorisch aber es gibt aktuell mit Updat 1.51 ja „nur“ ein neues Feature für den LED Screen. Stattdessen hat Elektron seit dem letzten Update im März nur ein paar Kabel und ein repaint rausgebracht.

    • Profilbild
      Jeanne RED

      @Loqzer Hi, 1.50 ist ein substantielles Update, für das es hier bisher keinen Test gab. Nun gibt es einen ;) Welche Features hattest Du erhofft?

      • Profilbild
        Loqzer

        @Jeanne Das richtete sich nicht gegen den Test, ich war nur sehr verwundert weil das Update schon so lange draußen ist und hatte kurz die Hoffnung ein neues Feature Update wäre da.
        Erhoffen würde ich mir für die VST Integration das zu bekommen was es mit abo-variante von loopcloud gibt, samples in den RAM schieben ohne eine nervige zusätzliche Software. Ansonsten der oft gewünschte Traum doch nochmal Stereo zu bekommen oder zumindest die Möglichkeit zwei Channel zu verlinken aber daraus wird wohl nichts werden.

        • Profilbild
          Jeanne RED

          @Loqzer Wegen der Sache mit dem Stereo (sowie ratchets über Midi) bin ich jetzt doch tatsächlich in die Octatrack-Falle getappt. Weniger Spass (für mich ist „Spass“ immer eng damit zusammenhängend, wie schnell und flüssig sich arbeiten lässt), dafür mehr Stereo ;)

  6. Profilbild
    Matic0ne

    Ich denke der wird es demnächst mal zum Syntakt werden jetzt wo die gebrauchtpreise sich nach der Preiserhöhung wieder erholt haben.

    • Profilbild
      Jeanne RED

      @Matic0ne Ich habe das Syntakt seit fast nun zwei Jahren und es ist nach wie vor mein Lieblingsgerät ^_^

  7. Profilbild
    MerkDak

    Digitakt ist ein seltener Genuss. Ich verwende es als meine Haupt-Drum-Maschine und als meinen Haupt-MIDI-Sequenzer und meine Uhr. Es ist so unglaublich vielseitig.

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