Test: Analogue Systems Modularsystem

13. Juni 2009

Analogue Systems 1

Schon lange auf dem Markt, aber von uns bisher unbeleuchtet möchten wir uns in einer kleinen Reihe mit den Modulen der Firma Analogue Systems aus England widmen. Bob Williams, der federführende Entwickler, zählt mittlerweile zu den Synthesizer-Veteranen und hatte sich schon früh zu den alten Systemen von Moog, ARP und EMS bekannt, um diese in der Neuzeit und in ausgesuchten Teilen wiederaufleben zu lassen, ohne sie direkt zu kopieren.

Leider, und das sei gleich vorangestellt, hat er sich im Gegensatz zu anderen Herstellern nicht an den mittlerweile als Eurorack bekannten Standard von Doepfer Musikelektronik gehalten. Seine Anschlüsse an die interne Stromversorgung und die Normen für die Bohrungen lassen ohne weitere Hilfsmittel den Einbau seiner Module neben Eurorack-Standardmodulen nicht zu. Ein eigener Rahmen, von denen es diverse im Angebot gibt, ist grundsätzlich anzuraten, um auch die Garantieansprüche zu gewährleisten. An dieser Stelle kann ich gleich vorwegnehmen, dass die Service-Leistungen von Analogue Systems als gut zu beurteilen sind, ein vielleicht nicht ganz unwichtiger Aspekt in Zeiten von leider existierenden windigen Herstellern. Damit schon genug der Vorrede, wenden wir uns lieber den Ergebnissen der Entwicklungsarbeit von Analogue Systems zu. Beginnen möchte ich (wie außergewöhnlich) mit dem RS95 Oszillator, der mir auch in der Ausführung als RS95E vorliegt.

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RS95/RS95E Oszillator

Der Unterschied der beiden Versionen ist durch den Tuning-Regler begründet, der sich fast als miniaturisierte Fassung des entsprechenden augenfälligen Reglers von EMS Synthesizern in der RS95E-Variante darstellt. In der Tat lässt sich der Oszillator sehr genau stimmen, und damit die Stimmung nicht verändert wird, kann der Regler gerastet werden. Ich will es gleich in diesem Zusammenhang loswerden: Geben Sie ruhig etwas mehr Geld für die RS95E-Version aus, es lohnt sich, denn mit dem normalen Regler kann die Stimmungsarbeit in leichtes Gefummel ausarten, wenn es sehr genau sein soll. Es klappt zwar auch recht schnell, aber in der Live-Situation kann so etwas schon einmal zum Aufreger des Moments werden.

Zum Ausgleich des Vorhandenseins nur eines Reglers zur Stimmung lassen sich per Kippschalter drei Bereiche, quasi grob, mittel und fein wählen, sie nennen sich in diesem Fall WIDE, STD und -2 OCT. Der Frequenzbereich des RS95(E) beläuft sich von 0,3 Hz bis 17 kHz.

Zur Frequenzmodulation bieten sich sowohl ein 1V/Oktave-Eingang als auch eine mit einem Eingangsregler ausgestattete Buchse an.
Die Pulswelle ist manuell und per Kontrollspannung modulierbar, dasselbe trifft auf den Sägezahn zu, der vom fallenden über Dreieck zum steigenden Sägezahn ge-„morpht“ werden kann.

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An Ausgängen stehen Pulswelle, Sägezahn/Dreieck und Sinus parallel zur Verfügung. Eine Besonderheit des Sägezahn-/Dreieckausgangs spiegelt sich in der Zweitverwendung als Kontrollspannungseingang zum Modulieren der Sinus-Schwingungsform wieder. Abgerundet wird das Angebot an Eingängen durch die Option der Oszillatorsynchronisation. Alles in allem ein sehr flexibler Oszillator, den Bob Williams da zusammengestellt hat.

RS420 Octave Controller

Dieses Modul ist in einer späteren Entwicklungsphase entstanden und unterstützt den Anwender bei der gezielten Frequenzmodulation im Oktav-Intervall. Als Inputs stehen zwei CV-Eingänge  zur Verfügung, deren Zustände auf drei CV-Ausgänge gemischt gelenkt werden. Schließen Sie bei CV1-In einen Sequencer an, lassen sich dessen Steuerspannungen zur Bestimmung der Tonhöhe an bis zu drei Oszillatoren weiterreichen. Ein Fine Tune-Regler bietet die Möglichkeit, auf die Frequenz aller drei Ausgänge gleichzeitig Einfluss nehmen zu können.

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Mit dem Kippschalter neben CV1-Out  lassen sich die Ausgangsspannungen an allen drei Ausgängen bipolar um eine Oktave verändern. Bei CV2- und -3-Out trifft das nur auf den jeweils angeschlossenen Oszillator zu, da aber dann in beide Richtungen um bis zu 2 Oktaven. Um z.B. ein Vibrato zu erzeugen, speisen Sie am CV2-In das Signal eines LFO ein, das dann auf alle drei Ausgänge addiert wird. Ein Slew Limiter zur Erzeugung von Portamento vervollständigt das Angebot des RS420. Auch wenn man keinen Bedarf für einen Analogue Systems Synthesizer verspürt, ergibt sich dadurch für die „faulen“ Anwender unter uns doch die Möglichkeit, z.B. dem ARP 2600 Synthesizer einen Oktavwahlschalter zu spendieren. Das klappt nämlich ganz wunderbar und kann sich, wenn mal schnell ein neuer Klang eingestellt werden muss, als brauchbares Helferlein manifestieren.

Natürlich lassen sich auch andere Steuerspannungen durch dieses Modul leiten und entsprechenden Modulationszielen zugeführt werden. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

RS100 Low Pass Filter

Dieses an das Minimoog-Low Pass Filter von Robert A. Moog angelehnte 24 dB Filter klingt wirklich sehr nach seinem Vorbild. Die Ausstattung mit Anschlussmöglichkeiten ist nicht üppig, aber ausreichend. Zwei in der Eingangslautstärke regelbare Audioeingänge, ein Audioausgang, ein Modulationseingang mit  1 V/Okt-Charakteristik und einer mit regelbarer Eingangsverstärkung stellen die Verbindung zur Außenwelt dar. Dazu kommen noch ein Cutoff- und ein Resonanzregler, fertig ist die ganze technische Beschreibung.

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Da nun mal alles über den Klang geht, richte ich mein Ohrenmerk genau darauf. Dieses Filter packt zu, selbst bei der Erhöhung der Resonanz verliert es etwas weniger an Lautstärke als andere Konkurrenzprodukte der Post-Moog-Ära. Die Sättigung klingt nicht verzerrt, aber es macht sich eine deutliche Zunahme des Drucks bemerkbar. Für meine Begriffe ein wirklich gutes Filter, wenn auch einfach in seiner Handhabung gestrickt. Ich habe noch eines der alten Bauart, Bob Williams hat mittlerweile eine überarbeitete Version herausgebracht, die dem Moog-Klang noch näher sein soll. Ich habe es aber bisher noch nicht gehört.

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RS180 VCA

Zunächst einmal kann dieser Verstärker als  2 in 1-Mischer verwendet werden, verfügt er doch über 2 regelbare Audioeingänge, die einem Audioausgang zugeordnet werden. Zu Modulationszwecken kann eine Steuerspannung sowohl in einen linearen als auch in einen logarithmischen Eingang geschickt werden. Natürlich können auch an beiden Eingängen unterschiedliche Kontrollspannungen anliegen. Mit einem Initial Level-Regler kann ein Offset eingestellt werden. Dieser VCA erweist sich als neutral und wirklich gut klingend.

RS60 Envelope Generator

Auf den ersten Blick erkennt man sofort den in den meisten Hüllkurvengeneratoren vorliegenden ADSR-Aufbau. Ein fünfter Regler sorgt dafür, dass sowohl die Ausgangspolarität als auch die Ausgangsstärke der Hüllkurve eingestellt werden kann. Mittels einer Kontrollspannung kann gleichzeitig die Decay- und die Release-Zeit gesteuert werden. Die Hüllkurve steht an zwei Ausgängen gleichzeitig zur Verfügung. Ausgelöst werden kann der Hüllkurvengenerator mittels diverser Möglichkeiten. Zuerst einmal stehen zwei Eingänge zur Verfügung, die einmal ein Trigger-Signal, zum andern ein Gate-Signal verarbeiten.

Das interessante an diesem Modul sind allerdings die unterschiedlichen Modi, die unter Zuhilfenahme zweier Kippschalter eingestellt werden können. Neben dem Standard können Sie hier unterschiedliche Reaktionen bis hin zur dauerhaften Wiederholung im Stile einer komplexeren LFO-Wellenform erreichen.

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RS165 Signal Mixer/RS160 CV Mixer

Diese beiden Module sind einfach erklärt. Die jeweils 4 Eingänge können in ihrer Stärke geregelt und gemischt einem Ausgang zugeordnet werden. Beim Signal Mixer ist der Ausgang unipolar, beim CV Mixer hingegen bipolar, d.h. Sie können auch negative Spannungen zu Modulationszwecken erzeugen.

RS200 Sequencer 

Die hervorstechenden Eigenschaften dieses Sequencers sind die drei Reihen mit jeweils 8 Schritten, die pro Reihe vorhandenen einstellbaren Frequenzbereiche und natürlich die dazugehörigen individuellen CV- und Gate-Ausgänge. Die reizvollen Lauflichter fehlen ebenso wenig  wie die Möglichkeit, den Ablauf und die Geschwindigkeit intern und extern zu steuern, zu starten, zu stoppen, einzelne Schritte zu überspringen oder ein Zurücksetzen, sei es manuell oder per Steuerspannung zu gewährleisten. Am Ende jedes Durchlaufs, egal um wie viele Schritte es sich handelt, wird ein Signal gesendet, mit dem man z.B. ein RS150 Sequential Switch zum Weiterschalten veranlassen kann.

Ein Slew Generator sorgt für die bekannten Glide-Effekte, kann aber auch zur Modulation anderer Spannungen eingesetzt werden. Die Geschwindigkeit der einzelnen Schritte kann ebenfalls über eine Steuerspannung geregelt werden wie auch eine Random-Wiedergabe bei entsprechender Verkabelung möglich ist. Im Bereich der momentan erhältlichen analogen Sequenzer ist er in jedem Fall zu den anspruchsvolleren zu zählen. Wer es ganz genau wissen will: Zu allen Modulen gibt es auf der Website des Herstellers die Bedienungsanleitungen zum Lesen und Herunterladen, allerdings nur in englischer Sprache. Der Punkt 12 des Manuals drückt es deutlich aus: Have fun!

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RS130 Quantizer 

Ein Quantizer sorgt dafür, dass vom Sequencer oder anderen Kontrollspannungsquellen geschickte Signale in tonal sinnvolle Halbtonschritte umgesetzt werden, damit die Programmierarbeit (wir setzen jetzt einfach mal den RS200 Sequencer voraus) wesentlich schneller durchgeführt werden kann. Das erste Mal wurde diese Funktion in Serie beim ARP 1611 Sequencer geboten und die Live-Tauglichkeit dieser Maschinen wurde dadurch erheblich bereichert. Noch komplexere Quantizer wie das hier vorgestellte RS130 Modul  können sogar auf Dur- oder Moll-Tonarten eingestellt werden.

Darüber hinaus bietet der RS130 Quantizer noch ein Arpeggio-Paket ebenfalls in Dur- und Moll-Charakteristik an. Wenn am Offset 0 eingestellt ist, am Trans In kein Signal anliegt und der Quantizer-Modus auf  C maj Arp steht, werden am Ausgang nur Steuerspannungen für die Töne C, E und G ausgegeben. Doch damit nicht genug, denn der Anwender kann noch ein eigenes Schema zulässiger Töne erfassen, nach dem quantisiert werden kann.

Mittels eines Reglers kann unipolar im Bereich von etwas über zwei Oktaven transponiert werden. Der gleiche Effekt lässt sich aber auch über eine von außen zugeführte Kontrollspannung (Keyboard, zweiter Sequencer usw.) erreichen. Es können bis zu zwei zu quantisierende Steuerspannungen eingegeben werden, die intern addiert werden. So können Sie den zweiten Eingang zum Beispiel zum quantisierten Transponieren nutzen. Im Modus Free Run arbeitet das Modul immer, wenn eine veränderte Kontrollspannung eintrifft, im Gate-Modus benötigt das Modul einen entsprechen Impuls von außen, z.B. vom Trig-Out eines angeschlossenen Sequencers. Am Trig Out liegt jedes Mal ein entsprechender Impuls an, wenn der Quantizer eine eingehende Steuerspannung verändert. Kurz zusammengefasst: ein ziemlich durchdachter und musikalischer Quantizer, den uns Bob Williams da präsentiert.

RS150 Sequential Switch

Beim Sequential Switch haben Sie z.B. die Möglichkeit, zwei Reihen des Sequencers zu verbinden. Sie können z.B. die Reihe 1 dreimal und die Reihe 2 einmal laufen lassen, indem Sie die Ausgabe des Reihe 1 in ein Multiple geben und die Eingänge 1 – 3 des Sequential Switch mit den Ausgängen des Multiples belegen. Die Ausgabe der Reihe 2 kommt in Input 4. Durch das am Ende jedes Durchlaufs am RS200 ausgegebene Signal wird am Sequential Switch weitergeschaltet. Sie können auch per Kippschalter die Anzahl der Ausgänge zwischen 2 und 4 wählen. Das Umschalten kann auch manuell durchgeführt werden. Ebenso lässt sich Switchen durch die Stellung „Stop“ am Kippschalter unterbinden.

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Fazit

Schon mit den wenigen hier vorgestellten Modulen lässt sich in Sachen Klang und Ablauf schon einiges bewerkstelligen. Der Grundcharakter des Systems ist druckvoll und warm, analog eben, wie man es im monofonen Bereich gewohnt ist. Bässe wie Leads lassen sich mit diesem Synthesizer auf vielfältige Weise produzieren. Dass Bob Williams Philosophie dabei mehr auf die klassischen und weniger auf die experimentellen Komponenten zielt, ist ihm nicht zu verübeln. Er macht seine Sache gut, nicht zuletzt, weil er viel Erfahrung auf diesem Gebiet hat. Nicht schön ist allerdings, dass man nur mit Hilfsmitteln Analogue Systems-Module mit dem Rest der Eurorack-Welt mischen kann, will man auf einen eigenen Modulrahmen verzichten. Lässt man sich allerdings auf diese britische Komponente der heutigen Modularwelt ein, wird man um einige Überraschungen in positiver Hinsicht nicht herum kommen. Allein die Kombination RS200 Sequencer mit RS150 Sequential Switch und RS130 Quantizer ist eine spielerische Erfahrung wert. In den Audiobeispielen sind noch einige Analogue Systems-Module wie Delay, Multiples und LFO zum Einsatz gekommen, aber alles bis auf die anschließende digitale Aufzeichnung in Cubase ist Bob Williams pur. Die Beispiele 1 und 6 enthalten auch einen Flächenklang des Clavia Nord Wave Synthesizers.

 

Example 1 soll einerseits den warmen und vollen Grundcharakter ein wenig zur Geltung bringen, aber auch die Möglichkeiten des Quantizers bei Transponierung aufzeigen. Hier wurde sowohl die Steuerspannung des Sequencers als auch die des transponierenden Keyboards vor der Quantisierung eingespeist.

 

Example 2 verdeutlicht die Frequenzmodulation eines RS95, zusätzlich wurde hier ein RS510E Trapezoid Generator eingesetzt, zu dem ich im nächsten Teil komme.

 

Example 3 stellt die Steuerung der Schrittlänge des RS200 durch die Einstellung seiner dritten Reihe dar.

 

Example 4 ist eine einfache Sequenz mit einem ebenso einfachen Soloklang, die beide ebenfalls den warmen Grundcharakter des Systems verdeutlichen.

 

Example 5 ist ein einfaches Spiel mit Tempo und Quantisierung.

 

Example 6 stellt einen spannungsgesteuerten Glide-Effekt dar, in dem die dritte Reihe des RS200 mittels Steuerspannung den RS350 Slew Limiter beeinflußt.

 

Example 7 bringt drei unterschiedlich gestimmte Oszillatoren zur Geltung, das Filter wird zusätzlich zur Hüllkurvenmodulation noch durch einen subtilen Einsatz eines Sample & Hold Effekts bearbeitet.

 

Plus

  • eingestellte Stimmung am RS95/RS95E sehr stabil
  • klanglich sehr warmer Charakter des Oszillators und des Filters
  • guter VCA (klangliche Qualität, keine Klangfärbung)
  • flexible Hüllkurvengeneratoren
  • vielseitiger Quantizer

Minus

  • das Stimmen des RS95 ist etwas fummelig
  • fehlende Kompatibilität zum Eurorack-Standard bzgl. Bus-Anschluss und Normen beim Einbau

Preis

  • Da zur Zeit ein offizieller Vertrieb für den deutschsprachigen Raum nicht existiert, ist es ratsam, sich die Preise direkt bei Analogue Systems anzuschauen. Anfragen bei SchneidersBuero oder Touched By Sound können dann sicherlich helfen, aktuelle Lieferzeiten und Preise zu ermitteln, denn über diese beiden Händler lassen sich Objekte von Analogue Systems relativ kurzfristig und zu fairen Preisen erwerben.
Klangbeispiele
Forum
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    Bloderer  AHU

    Der RS-200 Sequential Controller ist defintiv sehr zu empfehlen! Ich arbeite seit gut 10 Jahren mit zweien dieser Sequenzer und habe nie irgendwelche Defizite oder Probleme festgestellt. Im Gegenteil: Der musikalische Nutzen dieser „simplen“ Schrittmacher ist enorm. Neben den 3 CV-Spuren spielt dabei auch der inkludierte 3- (bzw. 2-) spurige Triggersequenzer des RS-200 eine wichtige Rolle.

    Noch kurz eine Anmerkung zu Analogue Systems im Vergleich zu Doepfer: Ein wesentlicher Unterschied ist das Platzangebot AUF den Modulen. Doepfer bietet maximale Möglichkeiten bei äußerst kompaktem Design. AS hingegen lässt den Bedienelementen grundsätzlich deutlich mehr „Raum“, was – für meinen Geschmack – angenehm und in der Praxis sehr entspannend ist. Bei AS kann man Potis wirklich „drehen“. Liegen beim A-100 mehrere Potis (und/oder Buchsen mit Kabel) eng beisammen (was meist der Fall ist), ist das Drehen eine heikle Angelegenheit und geht meist nur Stück für Stück. Auch gesteckte Patch-Verbindungen lassen sich bei AS leichter „ablesen“ bzw. verfolgen. Mehr Platz bedeutet eben etwas mehr „Komfort“ …

    Punkto Hardware (Potis, Buchsen, Schalter) ist kein nennenswerter Unterschied auszumachen, beide Systeme sind gut verarbeitet. Doepfer-Potis haben eine „praktischere“ Farbe, beim Schwarz der AS-Potis sieht man Staub od. Ablagerungen doch relativ schnell …

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      a.jungkunst  AHU

      Der Trigger-Sequencer ist im Grunde einspurig, da das Triggersignal eines Steps wahlweise auf Trig Out 1 oder Trig Out 2 gesetzt werden kann. Zusätzlich kann das Triggersignal eines jeden Steps an Trig Out 3 abgenommen werden. Letzteres bietet sich zur Synchronisation z.B. des RS290 Sampler/Delay oder der Clock eines S/H-Moduls an.

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        Bloderer  AHU

        … „wahlweise“ trifft es auf den Punkt. Das macht die Trigger-Spuren des RS-200 so spannend. Zwei analoge Synthesizer damit angetriggert und diese auf die Kanäle R / L verteilt, das ist zB eine simple – aber sehr effektive – Einsatzmöglichkeit. Ergibt dann Stereo-Panning der beiden Sounds je nach Stellung der Trigger-Switches, mit jederzeitigem Zugriff auf das entsprechende rhythmische Gebilde, auf Wunsch mit Pausen, etc. Das Prinzip der ergänzenden Trigger-Spuren ist vom ARP Sequenzer abgeschaut, aber gerade das ist löblich … gute Konzepte der analogen Urzeit gepaart mit ansprechender, moderner Hardware … da spricht schon was dafür …

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