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Test: Carl Martin, Quattro, Gitarren-Multieffektpedal

Sound/Praxis

Bereits nach ersten, wenigen angespielten Tönen und Akkorden bemerkt man die charakterstarken Sounds des Carl Martin Quattro. Analoge Mythen hin oder her, der Grundsound des Quattro begeistert mit einer sehr ausgeprägten Dynamik und einem äußerst geringen Rauschverhalten. Selbst bei sämtlichen angeschalteten Effekten weht nur mehr als ein laues Lüftchen aus dem Speaker des Verstärkers und lässt so auf die hohe Qualität der verwendeten Bauteile schließen. Verblüffend gut gelungen ist insbesondere die Overdrive-Sektion, welche zwar keine Metal-Sounds mit endlosem Gain bietet, sich in ihrer Qualität aber hinter keiner röhrenbasierten Verzerrerschaltung verstecken muss. Durch die zwei vorwählbaren Overdrive-Stufen kann man sehr schnell einen Rhythmus- sowie einen Leadsound kreieren, welcher für viele Stilistiken geeignet ist und sich wunderbar dynamisch spielen lässt.

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Ebenso ein Fest für die Ohren: der Vintage-Chorus. Selbst im Mono-Betrieb, also nur mit einem Verstärker, lässt dieser analoge Chorus den Sound regelrecht durchs Zimmer schweben. Vom schwirrenden, fast schon „eirigen“ Sound bis hin zum tief rotierenden und warmen Klangteppich sollten hierbei keine Wünsche offen bleiben.

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Dem reiht sich nahtlos das Vintage-Echo an. Diesen Echo-Effekt mit dem Ursprung der Echogeräte in Eimerkettenspeicher-Technik zu vergleichen, wird der Sache bei Weitem nicht gerecht. Hier merkt man, dass die Analog-Freaks aus Dänemark den Fokus zwar auf einen Vintage-Sound legen, die Nachteile wie etwa verstümmelte und dynamiklose Echo-Wiederholungen aber bewusst ausgegrenzt haben. Wer einmal ein Echo-Gerät aus den frühen 80ern gespielt hat, wird wissen, von was hier die Rede ist.

Während der Testdauer (welche ja oft leider viel zu kurz ist) habe ich mich auch immer wieder dabei ertappt, den Compressor immer aktiviert zu lassen. Denn so schön, wie dieser Dynamik-Effekt den Klang andickt, kann man sehr schnell nach diesem Sound süchtig werden!

-- Reduced to the Max - das Carl Martin Quattro --

— Reduced to the Max – das Carl Martin Quattro —

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Fazit

What you see is what you get! Die Optik des Carl Martin Quattro allein schon verspricht eine Reise zurück in die Jahre, in denen Effektgeräte für uns Gitarristen noch ohne das Studieren von hundert Seiten umfassenden Bedienungsanleitungen genau das machten, wofür sie angeschafft wurden, nämlich die Erweiterung des Sounds und der Ausdrucksmöglichkeiten für die eigene Spielweise, den eigenen Stil. Verpackt in eine Hardware, welche fast einen Atomschlag überstehen dürfte, präsentiert das Team um den Firmengründer Soren Jongberg mit dem Quattro ein Multieffekt, welches mit seinem warmen, analogen Sounds das Gitarrensignal besonders zu veredeln vermag und dabei mit einfachster Bedienung – und trotz komplett analogen Layouts – nur mit einem geizt: dem Rauschen. Absolute Kaufempfehlung!

Plus

  • Sound
  • Verarbeitung
  • robust bis in alle Ewigkeit
  • Netzteil integriert
  • einfache Bedienung

Minus

  • kein Netzschalter

Preis

  • UVP: 665,- Euro
  • Straßenpreis: 475,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    olerabbit

    Das Quattro bietet leider keinen FX Loop.

    Es kann also nur – wie im Test ja so ganz nebenbei im Kleingedruckten angemerkt – VOR einem (am besten nur 1-kanaligen) Amp betrieben werden.

    Hat man einen 2-kanaligen Amp (Clean + Lead) mit einen FX Loop – so wie ich -, kann man entweder nur die Pre- oder nur die Post-Effekte des Quattro verwenden. Die 4-Kabel-Methode ist mit diesem Gerät leider nicht machbar.

    Das ist für mich ein großer Minuspunkt, der im Test leider unerwähnt bleibt.

    • Profilbild
      Stephan Güte  RED

      Hi olerabbit,

      das Quattro besitzt einen FX-Loop, was man im Artikel auch nachlesen kann.

      ..“sowie ein Effektweg, der es erlaubt, externe Effekte wie das heiß geliebte Distortion-Pedal oder andere unverzichtbare Effekte einzuschleifen und somit dem Gesamtsound des Quattro beizufügen. Sein Platz liegt zwischen dem Overdrive- und dem Delay-Modul,..“

      Gruß,

      Stephan

      • Profilbild
        olerabbit

        Danke für den Hinweis, das muss ich wohl überlsen haben, sorry.

        Dann klingt das Teil also nicht nur gut, man kann es auch mit der 4KM nutzen. Perfekt.

        • Profilbild
          Stephan Güte  RED

          Ja, man kann es so nutzen wie Du beschreibst. Und es lohnt sich wirklich, das Teil klingt ma richtig FETT!

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