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Test: Elektron Syntakt, Synthesizer & Groovebox

11. Mai 2022

Quadratisch, praktisch, genial

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Überraschend hat Elektron den Syntakt angekündigt, eine Groovebox mit rein synthetischer Klangerzeugung im Gehäuseformat des Digitakt. Noch überraschender war die Tatsache, dass der Syntakt bereits lieferbar ist, und so steht ein Seriengerät vor mir auf dem Studiotisch, das laut Aufkleber in der KW14, also eine Woche vor Zustellung  gefertigt wurde – Syntakt frisch auf den Tisch.

Äußerliches und harte Ware

Der Formfaktor und das Bedien-Layout entsprechen dem Digitakt aus gleichem Hause, auch die Anschlüsse sind identisch, ebenso die verbauten Taster und Potis. Der Syntakt ist ca. 100 g schwerer als der Digitakt, das dürfte den analogen Schaltungen geschuldet sein, die im Syntakt zusätzlich enthalten sind. Auch an der Auflösung des OLED-Displays hat sich nichts geändert. Dieses leuchtet nun grobpixelig in Weiß, im Digitakt und im Digitone war noch Gelb die Farbe der Wahl. Zugegeben, die zum Teil animierte Pixelgrafik ist wirklich liebevoll gemacht und Teil des Elektron–Stils, die Auflösung von 128×64 Pixel ist aber aus meiner Sicht einfach nicht zeitgemäß.

Synthesizer, Drumcomputer & Sequencer

Der Elektron Syntakt ist ein Synthesizer und Drumcomputer mit einem 12-spurigen Sequencer mit allen für Elektron typischen Möglichkeiten. Über diese 12 Spuren können die insgesamt 35 internen Soundgeneratoren analogen oder digitalen Ursprungs angesteuert werden, man kann aber auch extern über MIDI-Out und USB andere Klangerzeuger triggern. Die Verteilung intern/MIDI extern ist dabei frei, es ist auch möglich, den Syntakt als reinen MIDI-Sequencer zu betreiben. Die Zuweisung der Machines zu den 12 Spuren ist aber nicht völlig flexibel. Den Spuren 1 bis 8 können nur digitale Klangerzeuger zugewiesen werden, den Spuren 9 bis 12 nur analoge Klangerzeuger.  Die digitalen Machines können pro Track mit digitalem Overdrive, Multimode- und Base-With Filter sowie 2 LFOs bearbeitet werden, die analogen Machines mit analogem Overdrive, Multimode-Filter und je 2 LFOs.

Als Send- Effekte stehen digitales Delay und Reverb zur Verfügung.

Die Signalkette der digitalen Klangerzeugung des Syntakt

Die Signalkette der analogen Klangerzeugung des Syntakt

Der analoge Effekt-Block

Eine weitere Besonderheit des Syntakt im Vergleich zum Digitone ist der analoge FX-Block. Die Ausgangssignale der einzelnen Machines, der externen Eingänge und die Effekt-Returns können durch eine globale analoge Drive-, Filter- und Amp-Schaltung geroutet werden. Dieses Routing lässt sich getrennt für jeden der 12 Tacks einzeln aktivieren.

Das Routing des analogen FX-Blocks des Syntakt

Das Routing-Menü für den Feed der analogen FX-Schaltung

Die Datenstruktur des Elektron Syntakt

Auf dem internen Flash-Drive des Syntakt werden auf der obersten Hierarchieebene Projects und Sounds abgelegt. Insgesamt können 128 Projekte und 2048 Sounds abgelegt werden. Ein Projekt kann bis zu 128 Patterns beinhalten. Im Pattern werden jeweils die maximal 12 Sounds der Audio-Tracks sowie die Sequenzen samt Parameter-Locks, BPM, Track-Länge, Swing und Time-Signature  mit abgespeichert. Der Sound-Pool eines Projektes besteht aus maximal 128 Sounds. Die Sounds dieses projektspezifischen Soundpools können pro Step des Patterns einer Audiospur über Sound-Lock zugewiesen und auch umgeschaltet werden. Ein in ein Pattern importierter Sound ist dann aus der obersten Ebene der 2048 Sounds herausgelöst und fixer Teil des Patterns. Wird er auf Pattern-Ebene abgeändert, bleibt der Ursprungssound unverändert.

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Die Dateistruktur des Syntakt

Der Hardware-Sequencer des Elektron Syntakt

Der Sequencer der Elektron Geräte ist Legende und auch Bestandteil  des Syntakt. Wer schon mit dem Digitakt gearbeitet hat, findet sich hier sofort zurecht. Für jedes Projekt können 8 Bänke zu 16 Patterns, also 128 Patterns abgelegt werden. In einem Pattern sind neben den reinen Notenwerten auch die Syntheseparameter des jeweils zugewiesenen Sounds, Delay- und Reverb Sends sowie die Mixer-Settings, die Parameter des FX-Tracks, Quantisierungseinstellungen, Lock-Trigs, Parameter- und Sound-Locks sowie die Track-Länge und Taktart abgelegt.

Das Songtempo kann manuell festgelegt oder per Metronomtaster eingegeben werden, selbstverständlich kann auch über MIDI synchonisiert werden, unter Overbridge läuft der Syntakt ohnedies automatisch synchron zur DAW.

Steps können mit den Tastern im Grid-Mode gesetzt, live eingespielt oder im Step-Recording-Mode eingegeben werden. Mittels Micro-Timing können Steps abseits des Rasters positioniert werden , mittels Retrigger-Funktion können allseits beliebte HiHat-Figuren oder Ratcheting-Sequenzen on the fly erzeugt werden. Mittels Quantize kann auch nachträglich quantisiert werden. Track-Längen und Taktart lassen sich pro Track getrennt einstellen, Polyrhytmisches und Frickelbeats sind also möglich.

Micro-Timing – Korrekturen im Feinbereich

Parameter-Locks ermöglichen es, pro Step-Parameter der internen Syntheseengines oder MIDI-Control-Parameter zu fixieren. Bis zu 72 (!) Parameter  lassen sich über Parameter-Locks automatisieren.

Sound-Locks ermöglichen es, jedem Step einen der 128 Sounds des dem Projekt zugehörigen Soundpools zuzuweisen. Ein anderer Snare-Sound auf der Drei? Keine zusätzliche Spur notwendig! Es können allerdings pro Spur nur Sounds derselben Machine pro Step gesetzt werden, ein Synthese-Wechsel innerhalb einer Spur ist nicht möglich.

Trig-Conditions und Conditional-Locks ermöglichen es, Steps für die Fill-Funktion zu setzen, Triggerverhalten über über Steps von Nachbarspuren zu beeinflussen, Steps nur in jedem x-ten Durchlauf zu triggern, Wahrscheinlichkeiten zu setzen, Loop-Längen der Durchläufe zu variieren, gewöhnliches wie Copy, Paste, Clear sind natürlich auch an Bord.

Patterns können jederzeit in einen temporären Speicher zwischengespeichert werden, sodass man zumindest immer auf diesen Status zurückgreifen kann, wenn man etwas verschlimmbessert hat.

Der Syntakt verfügt wie seine Vorgänger leider über keinen Song-Mode. Immerhin lassen sich Patterns mit bis zu 64 Steps verketten, allerdings ist nur das Erstellen einer Chain möglich, die beim Wechsel zu einer neuen Bank oder einem neuen Pattern verloren geht.

Der Syntakt als MIDI-Sequencer

Statt der Audiotracks (also der internen Klangerzeugung) können auf jeder der 12 Spuren auch MIDI-Noten samt Informationen über Kanal, Programmnummer, Bender, Anschlagsdynamik und Aftertouch aufgezeichnet werden. Die 8 Drehregler neben dem Display können 8 Control-Change-Messages zugewiesen werden. Reglerbewegungen lassen sich aufzeichnen, auch Parameter-Locks sind programmierbar. Über die LFO-Page können die 8 zugewiesenen Control-Change-Parameter moduliert werden. Zur Einordnung – vor Jahren war das beim Jazzmutant Lemur revolutionär, hier ist das ein beiläufiges Feature.

Effekte Automatisieren mit dem FX-Track

Über den FX-Track werden die Parameter der analogen Effekteinheit sowie die digitalen Reverb- und Delay-Effekte gesteuert und automatisiert.

Audio-Tracks, interne Klangerzeugung, Machines

So umfangreich und frickelig der Sequencer des Syntakt für manche auch ist, so einfach ist der für Elektron typische Zugang der mit dem Sequencer verwobenen Synthese. Wie auch schon beim Digitone die FM-Synthese genial auf wenige Parameter heruntergebrochen wurde, so sind auch die Synthesemodelle des Syntakt – egal ob digitalen oder analogen Ursprunges – konsequent auf 8  Parameter begrenzt.

Auf der Syn-Page sind die Parameter des jeweiligen Synthesemodells mit aussagekräftigen und liebevoll gestalteten Icons dargestellt und den acht Drehreglern neben dem Display zugewiesen.

Auf der Syn-Page wird die jeweils gewählte analoge oder digitale Machine auf 8 Parameter reduziert dargestellt

Gleiches gilt für die Filter-Page(s), über die die Filterhüllkurve, Cutoff,  Resonance und der Filtertyp eingestellt werden. Die Filter der digitalen Synthesemodelle sind dabei immer digitaler Natur, die Filter der analogen Drum- und Synth-Module sind immer ebenfalls analog, eine Durchmischung ist (aktuell) nicht möglich.

Die Filter-Page des Syntakt

Auf der Amp-Page werden die Lautstärkehüllkurve, Panorama, Level und der Send der digitalen globalen Effekte Delay und Reverb eingestellt.

Die Lautstärkehüllkurve kann dabei als AHD-Kurve arbeiten, wobei H (Hold) ein fixer Wert sein kann oder durch Note on/Note off definiert wird, sie kann aber auch klassisch als ADSR-Kurve eingestellt werden. Zusätzlich kann die Lautstärkehüllkurve mit jedem Trigger neu gestartet werden oder unabhängig von weiteren Notentriggern weiterlaufen.

Die LFO-Page ist dann das letzte der umfangreichen Klangbearbeitungsmenüs. LFOs bringen Bewegung und Rhythmus in den Klang und sind daher gerade bei Geräten wie dem Syntakt essentiell. Entsprechend hat Elektron hier sehr umfangreiche Möglichkeiten aufgefahren.

Die LFO-Page des Syntakt, durch erneuten Druck auf den LFO-Taster gelangt man in die Page des zweiten LFOs – diese Methodik funktioniert bei allen Pages des Syntakt

Es ist ein klarer Pluspunkt, dass zwei LFOs pro Synthesemodell zur Verfügung stehen, wobei LFO 2 den ersten sogar auch modulieren kann. Es stehen sieben Schwingungsformen von klassisch bis Sample & Hold parat, die freilaufend, getriggert, on hold, als ganzer und als halber Durchlauf schwingen können. Die Geschwindigkeit kann über die Kombination aus Multiplier- und Geschwindigkeitseinstellungen von einer 128-fachen ganzen Note bis zu einem 1024stel einer ganzen Note eingestellt werden.

Folgende Klangerzeuger bzw. Machines können den Spuren 1-12 zugewiesen werden:

Die digitalen Machines, Tracks 1 bis 8

BD Modern, SD Basic, SD Vintage, PC Carbon, CP Vintage, CY Alloy, SY Bits, SY Tone, SY Chord, und SY Toy

Die analogen Machines, Tracks 9 bis 11

BD Classic, BD FM, BD Plastic, BD Silky, BD Sharp, BD Hard, SD FM, SD Natural, SD Classic, SD Hard, RS Hard, RS Classic, UT Utility Noise Generator, UT Utility Impulse, SY Dual VCO

Die analoge Cymbal Machine, Track 12

CH Classic, OH Classic, CH Metallic, OH Metallic, HH Basic, CY Classic, CY Metallic, CY Ride, CB Classic, CB Metallic, UT Utility Noise Generator, UT Utility Impulse

Die Auswahl ist vom Umfang her beeindruckend, aber auch die Qualität passt. Masse und Klasse sozusagen. Man merkt die jahrelange Erfahrung von Elektron bei den digitalen Modellen wie auch in der analogen Abteilung. Die Beschränkung auf die wenigen, aber effektiven Parameter ist wie schon beim Digitone gelungen, außerdem – wie viele klangformende Parameter hat eine Roland 808 eigentlich?

Trig-Modifiers

Die Trig-Modifiers sind eine Feature, das es ermöglicht, den Sound und das laufende Pattern spontan manuell zu beeinflussen. Die Trig-Modifiers sind den Tasten 13-16 fix zugewiesen und verändern auf Knopfdruck das Retriggerverhalten, Velocity oder andere zugewiesene Modulationsparameter. Obwohl die Trig-Modifiers eigentlich für die Live-Performance  gedacht sind, kann die Performance mit der Live-Recording-Funktion auch aufgezeichnet werden.

USB und Overbridge

Über USB kann der Syntakt entweder MIDI senden und empfangen, Audio und MIDI senden und empfangen und als class-compliant USB-Audiointerface betrieben werden oder mittels der Overbridge-Software als Audio- und MIDI-Plug-in direkt in den Signalfluss der DAW eingebunden werden.

Overbridge hat eine lange Entwicklungsgeschichte und für die Elektron User-Gemeinde war es auch eine lange Leidensgeschichte. Mittlerweile bei Version 2.1.1 angekommen, funktioniert das System aber tadellos. Ich habe es im Rahmen des Tests mit Cubase 12/Windows 10 in eine Produktion in 96 kHz eingebunden und es hat problemlos funktioniert. Overbridge bietet  einige Vorteile wie Parameter-Editierung und Automation über ein VST-Plug-in in der DAW und direktes Audiostreaming aller 12 Spuren samt der Möglichkeit non-destruktiver Nachberbeitung mit Plug-ins in der DAW. Aber auch klassisches Aufnehmen von den (leider nur) 2 Audioausgängen des Syntakt macht Laune, weil der Sound der 48 kHz AD/DA-Wandler druckvolle Bässe und klare Höhen liefert und überzeugt.

DIN-Sync

Eine weitere Besonderheit sei hier noch erwähnt – der MIDI-Out-Port des Syntakt kann auch DIN-Sync-Signale senden, somit kann analoges Vintage-Equipment auf diese Weise zum Syntakt synchronisiert werden.

Zusammenfassung des Elektron Syntakt

Quadratisch, praktisch, genial

Die eng mit dem Elektron Sequencer verwobene Klangerzeugung liefert synthetische Drumsounds auf höchstem Niveau. Die Modelle und Parameter der Machines sind clever gewählt, durch die Reduktion kommt man schnell zum Ziel, ohne beim Schrauben zu stark eingeschränkt zu werden. Mit den analogen Effekten kann man dezent Wärme und Sättigung hinzufügen, aber auch brachial zerstören. Die Klangpalette ist ausgesprochen umfangreich und für so gut wie alle elektronischen Stile offen. Der Sequencer von Elektron ist ein sehr mächtiges Werkzeug, mit den Parameter- und Sound-Locks und den Trig-Modifiern lassen sich ungemein lebendige und moderne Tracks produzieren.

Elektron Syntakt

Elektron Syntakt

Zu bemängeln gibt es natürlich auch etwas

12 Drumspuren verlangen definitv nach mehr als einem Stereoausgang. So gut die Anbindung über Overbridge im Studio auch funktioniert, live ist das dann doch sehr mager, wenn man nicht einmal die Bassdrum gesondert rausschicken kann. Der fehlende Songmode ist auch ein Manko. Die eine Pattern-Chain ersetzt diesen nicht.

Durch die geringen Abmessungen wäre es auch ein sehr naheliegendes Szenario, den Syntakt mobil zu nutzen. Leider ist kein Batteriebetrieb vorgesehen. Die gute Nachricht, mit einer entsprechend potenten Powerbank ist das möglich.

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Fazit

Wer druckvolle synthetische Drumsounds für seine Produktionen sucht, sollte sich den Syntakt unbedingt näher anschauen. Aus einem Pool von 35 Klangerzeugern analoger und digitaler Natur in Kombination mit dem umfangreichen Elektron Sequencer und seinen Automations- und Modulationsmöglichkeiten lassen sich erfrischend moderne Beats bauen, die mit den analogen Effekten noch veredelt werden können. Der Syntakt bemüht sich nicht darum, analoge Klassiker im Detail zu emulieren, obwohl man diese Sounds auch aus ihm holen kann. Warum auch – Klone davon gibt es genug und wer diese will, hat diese ohnedies bereits im Studio oder gleich die Originale. Der Syntakt ist sein eigenes Ding und das ist gut so! Er bietet eine größere Soundpalette und viel tiefergehende Bearbeitungsmöglichkeiten als so manche Legende samt deren Clones. Auch Synthesizersounds – Bässe, Sequenzen – und einfache Chord-Stabs lassen sich damit überzeugend erstellen. Der Preis ist für mein Gefühl schon an der Oberkante angesetzt. Betrachtet man die Summe der Möglichkeiten und die Tatsache, dass zusätzlich zur Hardware des Digitakt noch die analogen Komponenten dazugekommen sind und derzeit die Preise generell anziehen, ist er dennoch argumentierbar. Ich empfehle – antesten!

Preis

  • 949,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Anthony Rother AHU

    Vielen Dank, ich werde den Syntakt auf jedenfall anspielen so bald der im Laden steht.

    Bei einem Preis von fast 1000 € hätten 2 zusätzliche Einzelausgänge einfach drin sein müssen, wäre für mich ganz sicher auch ein Minuspunkt.

    Ob es technisch möglich wäre die Inputs auch als Outputs zu verwenden ?

    • Profilbild
      Chonishvili

      Der Syntakt macht auf jeden Fall sehr viel Spaß, weil er den flüssigen und nicht so stark verkopften Workflow vom Digitakt hat und dazu noch die schönen Synthesizer vom Analog Rytm und Model Cycles. Der Preis ist leider echt heftig :(

      LG Kai

    • Profilbild
      Lapin

      Elektron sieht es wahrscheinlich so, dass
      es für Einzelausgänge ja eh Overbridge gibt. Bei meiner rytm schaffe ich damit 6 Einzelausgänge plus master l r

      • Profilbild
        Anthony Rother AHU

        Ich arbeite nicht mit Overbridge und nutze noch ein richtiges Mischpult. :-)
        Andere Hersteller haben bei analogen Einzelouts mehr als „NICHTS“ zu bieten.

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          Anjin Sun

          Ich schließe mich diesbezüglich an.
          Für mich ist eine Drummachine in dieser Preisklasse ohne zusätzliche Einzelausgänge unbrauchbar. Schade!

    • Profilbild
      moinho AHU

      Abgesehen davon, daß Anschlüsse einfach was sind, was man gern wegstreicht weil „kostet viel“ seh ich auch nen möglichen Gedanken des Elektron-Produktmanagement, daß man nicht dem Analog Rytm Markt wegnehmen will…

    • Profilbild
      Basicnoise AHU

      Das war auch mein erster Gedanke. Es ist ja nett, dass viele Hersteller diese Inputs bieten, aber ich hab die ehrlich gesagt noch nie genutzt. Ich möchte lieber mit einzelnen Spuren ans Mischpult und externe Effekte einschleifen. Es wird alles auf Minisetups ausgelegt und ich finde, dass der Syntakt dafür in einer zu hohen Liga spielt. Das trübt den Gesamteindruck und geht für mich dann doch wieder in Richtung Spielzeug.

    • Profilbild
      Humpink

      Rein technisch wäre das möglich, das würde aber voraussetzen dass das hardwareseitig von vornherein explizit so vorgesehen wurde, was ich jetzt mal bezweifeln würde. Per einfachem Firmware-Update unmöglich.

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      toneup RED

      So wie beim Arturia Microfreak , wo der Headphone Out auch als Micro-IN benutzt werden konnte mit dem Vocoder-Update, nur eben umgekehrt? Das Wäre schön, aber lt. Spezifikationen und Manual aktuell leider nein. Nachdem der Formfaktor und die Anordnung der Ein-Ausgänge ident mit dem Digitakt sind, liegt die Vermutung nahe, das der digitale Teil wohl sehr eng verwandt wenn nicht baugleich ist. Auch dem Digitakt hätten 2 Ausgänge mehr nicht geschadet, aber der ist nach wie vor unverändert. Also war das wohl nicht im Layout vorgesehen, daher wird das leider nix.
      Über USB ließe sich aber vielleicht was externes realisieren, Audio über USB kann er ja.

    • Profilbild
      mfk

      Technisch möglich ist das wahrscheinlich nicht.
      Es gibt aber im Elekton-Forum was über eine Break-Out-Box, die über USB geht.
      Ob die fertig entwickelt wurde und wie dann die Latenz ist, weiß ich leider nicht.
      Mehr Ausgänge wären wirklich nett. Aber wahrscheinlich sind die konzeptionell den großen Elektron-Geräten vorbehalten.
      Vielleicht erwartet uns hier irgendwann noch ein großer Digitalsynth.
      Der analoge Teil des Syntakts findet sich ja schon im Rytm.

      Der Kosten sind schon hoch.
      Ich habe meinen mal aufgeschraubt. Der Preis erklärte sich dann beim Blick auf die Platine.
      Die ist dicht bestückt und doppelt so groß wie beim Digitakt.

  2. Profilbild
    Emmbot AHU

    Danke für den Bericht. Es ist schon beeindruckend wie viele Mashines da drin stecken (gerade die analogen). Ich finde die Begrenzung auf 8 Parameter nicht wild. Hier muss man sich halt merken welche Mashine welche Parameter hat und was die können. Wenn man die Mashines „drauf“ hat sollte es ja laufen wie am Schnürchen.

    Die Audiodemos sind auch klasse, gerade Loop1 ist genau mein Ding. Ich musste mich gerade an das Tearservideo erinnern. Alle Audiodemos hier sind um Welten besser als der Teaser (war der schrecklich). Srry Elektron

  3. Profilbild
    Tyrell RED 1

    Der Syntakt gehört bei Elektron zur B-Linie, die immer schon einige Einschränkungen hatte. Ich gehe mal schwer davon aus, dass es irgendwann 2022 auch ein neues Top-Modell geben wird, dass dann auch mit Einzelausgängen aufwartet. Leider dafür aber deutlich kostspieliger werden wird. :(

  4. Profilbild
    DefSteph

    Gab es nicht mal fuchsige Leute, die eine USB-Breakoutbox (Einzelausgänge) für die Digis bauen wollten bzw. angefangen haben diese zu entwickeln? Das wäre ja der Knüller.

    Weiß jemand, ob die Entwicklung weiter fortgeschritten ist?

  5. Profilbild
    Spamn

    Interessantes Konzept, jedoch für mich wenig überzeugend. Habe noch kein Video zu diesem Gerät gesehen, bei dem mir dessen Sound gefällt. Vielmehr wird mit einem besonders breiten Klangspektrum geworben. Stelle mir die Synth-Sektion etwa so grausam, wie die des Analog Rytms, nur mit mehr `Maschinen` vor. Das Funktionalistische Design der Elektron-Reihe gefällt mir ebenso von Generation zu Generation ästhetisch immer weniger. Der analog Drive von Elektron gefällt mir auch nicht so sehr. Vielmehr werden immer mehr Sounds in immer kleinere Geräte gesteckt. Als Soundquelle für Liveeinsätze wäre der SYNTAKT sicherlich gut zu gebrauchen, wenn da doch wenigstens ein Individual Out wäre. Für mich ein cooles aber teures Spielzeug für unterwegs

      • Profilbild
        Spamn

        Ich bin großer Fan von den digitalen elektrons wie Digitone, Octa, Machinedrum…
        Bei den Modellen A4, AR, syntakt geht’s mir da einfach anders…

  6. Profilbild
    Humpink

    Also was den Preis betrifft, klar ist das viel Geld. Aber so überzogen finde ich das im Vergleich zu den anderen Elektron Kisten eigentlich nicht.

    Wenn man mal die Software außen vor lässt:

    Rein von der Hardware her haben wir hier einen Digitakt in den man noch 4 analoge Stimmen des Analog Rytm eingebaut hat.

    Der Digitakt kostet aktuell 740 Euro, der Syntakt 950 Euro. Sind also 210 Euro Aufpreis für die zusätzliche Hardware.

    Wenn man dann noch berücksichtigt dass die Entwicklung der Firmware ja auch Geld kostet, dann sind die 210 Euro Aufpreis doch absolut OK?

    • Profilbild
      MPC-User

      Der Digitakt ist ein Drumcomputer und Sampler.
      Und mit Samples kann der Syntakt nichts anfangen.
      Dieses Gerät ist eher vergleichbar mit dem Model: Cycles
      Und er hat ein bisschen was vom Digitone + 4 Stimmen von Rytm

      Ich hatte ihn jetzt 2 Wochen und dachte er könnte meinen Digitakt, Digitone und den Rytm MK1 ersetzen.
      Aber nein die bleiben und er musste gehen.

      • Profilbild
        Humpink

        Ich meinte das rein auf die Hardware bezogen, da werden Digitakt und Syntakt erstmal ziemlich identisch aufgebaut sein. Mit dem Unterschied dass im Syntakt zusätzlich noch 4 Analog Rytm Stimmen verbaut sind. Und dafür finde ich die 200 Euro Aufpreis eigentlich ok. Wie gesagt, rein auf die Hardware bezogen.

        Es ging mir hier nur darum dass einige den Preis als zu hoch empfinden. Finde ich eigentlich nicht, zumindest in Relation zu den anderen Elektron Kisten.

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          MPC-User

          Evtl kommt ja ein Update damit er zumindest Samples lesen kann.
          Dass er selbst samplen kann wird wohl nicht kommen.
          Dann wäre ja der Digitakt überflüssig.

  7. Profilbild
    HOLODECK Sven

    Ich bin early Adopter des Syntakt. Mein Fazit nach 2 Wochen:

    „Interessantes Best Of Elektron Gerät, aber dennoch zu wenig“

    Ich beschränke mich auf „zu wenig“, ich möchte den Elektron-Fanyboys keine Konkurrenz machen. Ja, steckt super viel drin. Aber von einigem fast schon zu viel aber bei den für mich wichtigen Dingen zu wenig.

    – digitale Synthese klingt durchweg dünn – aber super für Blip/Blob, Minimal, Chip Tunes (sorry, nicht meine Tasse Tee)

    – Monophon (bei digitaler Synthese) ernsthaft Elektron?

    – Nach wie je zuvor 2 FX Busse – bei 12 Tracks, in 2022?

    – keine Chorus, der den Monosound etwas „andicken“ würde

    – Nach wie vor nur 4 Takt Pattern und kein Song-Mode – ist das eigentlich eine Elektron Religion?

    – immer noch kein Transponieren von Pattern möglich

    – MIDI Noten werden nur ausgegeben wenn der Track umgewidmet wird und damit als Sounds Quelle verloren geht.

    – Nach wie vor nur ein Undo Schritt! ich verstehe es nicht.

    – ja, Overbridge ist super aber leider immer noch keinen Zugriff auf den Sequencer im die Pattern bequem zu bearbeite

    Alles in allem (ja die analogen VCOs kling gut, der analoge Overdrive auch, aber wie schon gesagt (für mich) zu wenig für 950€

    Ich hab es versucht mich zu verlieben. Aber es wurde nichts. Ich werde (leider auch) dieses Elektron Teil wieder zurückschicken. 🤷🏼‍♂️
    Mit reicht mein Model Samples & Cycles

    • Profilbild
      Spamn

      Die Featureliste des Syntakt würde ich ein wenig erweitert gerne in so etwas wie einer Neuauflage des Octatrack sehen.

    • Profilbild
      toneup RED

      Den Sequencer über Overbride am Bildschirm editieren zu können wäre schon fein, das würde das von mir erwähnte Manko des Mäusekineos ausgleichen. Wird halt super aufwändig zu realisieren sein. Aber zumindest die Pattern in die DAW ziehen und dort weiter editieren, wäre für den Produkionsalltag ein super tool. Das wären ja dann „nur“ Midi Daten.

      • Profilbild
        torsten rausch

        Gerade beim sequencer bin ich froh, dass er nicht über overbridge bedienbar ist. Ich bin an der Hardware mit zwei Händen um einiges schneller, wie mit der Maus am Rechner. Alleine die Grundlagen wie accent, Swing etc. sind in Sekunden gesetzt.

      • Profilbild
        Spamn

        Overbridge im Octa wäre schon alleine Hammer wegen der individual outs. Und sicherlich für einige auch die nachträgliche Bearbeitung in der DAW.
        Das zweite wären dann zeitgemäßere Effekte.
        Drittens: Mir gefällt der Ansatz des Syntakt, digitale und analoge Welten zu vereinen. Ein neues Octatrack könnte daher vielleicht auch mit analogen Filtern, Analoger distortion und vielleicht dem ein oder anderen digitalen Synth daher kommen. Ich fände es jedenfalls wunderbar

    • Profilbild
      Lapin

      Meine rytm mk1 dürfte mehr als 10 Jahre alt sein und hat Song mode also keine Religion sondern kapitalistische Produktpolitik.

      Vielleicht wäre die rytm mk1 eher was für dich kostet weniger als der syntakt und Samples klingen durch den analogen Overdrive plus filter eigentlich immer besser als vorher

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      tmk009

      Sehe das in den meisten Punkten leider genauso wie du, und ich bin ein Elektron Fanboy und early adopter des Syntakt.

      Ich finde den digitalen Grundsound irgendwie „hohl“, kann es nicht genau beziffern. Es ist denke ich ein tolles Gerät um zu starten, wenn man sonst noch keine Geräte hat. Aber da ich die Kombination aus OT+DN+DT fahre, ist dieses Gerät obsolet, das können die vorgenannten deutlich besser.

      Erinnert mich konzeptuell an die Monomachine, klingt nur 1000mal besser, trotz hohlem Sound :D

      Schade, meiner geht auch zurück.

    • Profilbild
      Steril

      Ich bin nicht unbedingt der größte Elektron-Fan, und die meisten Deiner Kritikpunkte teile ich – aber dünn klingen die FM-Machines definitiv nicht. Wahrscheinlich bist Du in der kurzen Zeit nicht dazu gekommen, wirklich eigene Sounds zu schrauben, und die meisten Presets klingen in der Tat eher wie von Dir beschrieben. Aber wenn man eigene Sounds schraubt, können einige der digitalen Machines richtig fett klingen, mit jeder Menge Power auch im tiefen Bereich, und gefallen mir persönlich oft besser als die analogen Machines.

    • Profilbild
      MPC-User

      Ah das ist Deiner. Schon gesehen.
      Man beachte Elektrons Drainagevorrichtung. ;-)
      Witzig was manche Hersteller aufs Board drucken.

  8. Profilbild
    Slava Soloma

    Also ich finde viele Demos werden dem Gerät definitiv nicht gerecht! Für das Geld ein mörder Teil!
    techno Maschine Pur und ergänzt mein setup perfekt.
    Hier ne kleine roughere Demo vom Sound den das Gerät erzeug wenn man es richtig Pusht.
    https://youtu.be/XAaNsVkNOQ0

    • Profilbild
      mfk

      Die ersten Youtube-Hipster-Videos waren wirklich nicht ansprechend.
      Aber zum Glück haben einige Erstbesteller schnell nachgezogen und inzwischen gibt es „besseren“ Content.
      Syntakt ist eine wirklich gutes Tool für Techno. Man muss sich das aber auch erarbeiten. Eine Techno-Preset-Schleuder ist das nicht.

  9. Profilbild
    Atarkid AHU

    Syntakt > Mischpult = Stereo = mehr nicht? Für Live mag das funktionieren, im Studio wohl eher nicht. Schade, sieht ansonsten recht potent aus.

    • Profilbild
      Green Dino AHU

      Einzelausgänge über USB mit dem Overbridge Plugin/Standalone Software.

      Audio kann über Overbridge auch durch die Effekte des Syntakt geroutet werden.

  10. Profilbild
    toneup RED

    Einfach das letzte Overbridge-Manual von der elektron-Seite laden, dort ist der Signalfluss über USB zur und von der DAW ausführlich beschrieben und der ist durchaus komplex

  11. Profilbild
    Wechselzahn

    Ich habe den Syntakt ohne nachzudenken sofort gekauft (süchtig). Er ergänzt meinen Rytm um schöne digitale Maschines und auch die analoge Distortion hat was für sich. Aber wie das mit dem Analog FX Block gelöst ist verwirrt mich. Neu sind auch die Trigger Modi Tasten. Die sollen das Livespiel unterstützen, aber wie das bisher gelöst ist gibts noch Luft nach oben.

    Ansonsten sind es die Elektron typischen Vor und Nachteile.
    Entweder man findet sich mit ab und macht das beste draus oder man nutzt Geräte anderer Hersteller. Overbridge ist meiner Meinung nach revolutionär.
    Der Hardware Sequenzer macht mega Laune und kopieren von Steps inkl. der Parameterlocks ist ne geile Sache. Man bekommt so schnell so dichte Beatz gebaut.
    Mann kann ihn mit raus nehmen und man hat so ein verdammtes Kraftwerk dabei, als Schaltzentrale wo man noch weitere Midi Geräte anschließen kann.
    Er ist natürlich nicht so umfangreich wie eine DAW und wenn man so richtig alles abdecken möchte braucht man die ganze Produktpalette von Elektron.
    Aber das gilt wahrscheinlich für jeden Synth.

  12. Profilbild
    Mops58

    Sehr interessant. Der macht bestimmt geile Sounds. Für den Preis, ganz schön happig.

  13. Profilbild
    carlo cauzig

    Elektron hat meiner Meinung nach den Workflow in der elektronischen Musikwelt verändert. Nur leider bleiben die Inovationen aus. Versteht mich nicht falsch, der Syntakt ist mit Sicherheit eine tolle Kiste, nur leider nichts neues

    • Profilbild
      Jeanne

      Keine Ahnung, warum alle immer auf „the next big thing“ warten, für mich liefert das Syntakt genau das, was ich händeringend für mein Setup gesucht habe, es aber vor der Ankündung noch nicht gab!

      Das einzige Manko ist der im Vergleich zum Circuit Tracks unterirdische Sequencer Workflow (und auch sonst: jede Funktion immer einen Knopfdruck mehr) – für eine Drum Machine aber ausreichend.

    • Profilbild
      Spamn

      Ich sehe es genau wie du. Der syntakt versucht einige Elemente der Elektron-Kisten in einem einzigen Gerät unterzubringen, um so eine breite Soundpalette für Einsteiger zu bieten.
      Für alle, die bereits breit aufgestellt sind eher uninteressant aber für diejenigen, die nur 1-2 Geräte zur Verfügung haben sicherlich eine tolle Ergänzung.

      • Profilbild
        Michi

        Nein, die nicht. Aber die anderen Elektron-Boxen, mpc one und machine. Das ist eine rein subjektive Meinung, die auf dem persönlichen Fun-Faktor basiert

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