Test: ESI, Gigaport HD+, USB-Audiointerface

Offiziell bewirbt ESI das Gigaport HD+ als 24-bit Interface. Dies trifft jedoch leider nur eingeschränkt zu. Nutzt man nämlich alle acht Ausgänge, liegt die maximale Auflösung bei 16-bit und 44,1 kHz. Stufenweise erhöht sich das Ganze auf bis zu 24-bit und 96 kHz. Dann hat man aber auch nur noch einen normalen Stereoausgang zur Verfügung. Wer die gute Mitte sucht, darf das Gigaport HD+ wahlweise mit sechs Ausgangskanälen (max. 44,1 kHz / 24-bit) oder vier Ausgängen (max. 48 kHz / 24-bit) betreiben. Ein vollwertiges 24-bit / 96 kHz Interface funktioniert anders, aber ESI stellt dies auf seiner Website auch direkt klar.

Installation

Das Gigaport HD+ arbeitet sowohl mit Windows XP, Vista, 7 und Mac OS X zusammen. Für Windows liegen gesonderte Treiber im 32- und 64-bit Modus vor. Der Mac erkennt das Interface ohne zusätzliche Treiber Installation. Die Installation unter Windows 7 erfolgt vollkommen problemlos. Passendes Setup starten,  nach erfolgter Installation das Gigaport HD+ an den USB Port anhängen, bestätigen und los geht’s. Nach der Installation findet man in der Taskleiste ein kleines Control Panel, mit dem man alle wichtigen Einstellungen vornehmen kann. Der Aufbau ist genauso simpel wie die Bedienung. Acht Fader für die Ausgänge, ein Master Regler und die von anderen ESI Produkten bekannten Settings wie Latency, Factory Default, Mouse Wheel, Sample Rate etc.

Einstellung der Sample Rate mit Anzahl der dann verfügbaren Kanäle

Einstellung der Sample Rate mit Anzahl der dann verfügbaren Kanäle

Das Gigaport HD+ arbeitet mit allen gängigen Sequencer-Programmen wie Cubase, Sonar oder Logic zusammen und wurde im Test von Cubase sofort erkannt. Als kleines Extra liegt dem Interface eine Lizenz der Software Deckadance LE von Image-Line bei. Die Software muss von der Website des Herstellers selbst heruntergeladen werden und wird danach mit dem beiliegenden Lizenzcode aktiviert und freigeschaltet.

Praxis

Während des Tests gab es insgesamt keine Probleme mit Installation, Betrieb oder Einstellung des Gigaports HD+. Der Hörtest ergab im maximalen Modus mit 24-bit und 96 kHz ein sehr klares und deutliches Klangbild. Besonders die hohen Frequenzen werden sehr sauber und detailgetreu abgebildet. In den Mitten fehlt mir persönlich etwas die Präsenz und ich hatte den Eindruck, dass dieser Bereich im Gesamtbild des Signals etwas untergeht. Der Bass ist schön rund und auch kurze prägnante Signale kann das Gigaport HD+ gut abbilden. Für den Surroundbereich und einen möglichen Einsatz mit Filmen oder Multimedia Anwendungen ist das Gigaport HD+ gut ausgelegt und bietet eine sehr gute Ortung der einzelnen Signale. Nutzt man das Gigaport HD+ im Mehrkanal-Modus und muss dementsprechend auf 16-bit / 44,1 kHz herunterschalten, merkt man zwar einen Qualitätsunterschied. Dieser ist in der Praxis jedoch bei weitem nicht so gravierend, wie es zunächst auf dem Papier aussehen mag. Denn ich gehe davon aus, dass die meisten DJs bzw. User ihre MP3s ohnehin nicht in 24-bit und 96 kHz vorliegen haben bzw. der Klangunterschied bei den meisten Einsatzbereichen zu verschmerzen ist.

Das Control Panel

Das Control Panel

Forum
  1. Profilbild
    Drahtzieher

    Genau so etwas habe ich gesucht. Die Audioqualität der Rechner eigenen Ausgänge ist ja meist mittelmäßig bis bescheiden. Mit dem Gerät kann man endlich ein Noteboock mobil als qualitativ hochwertige Soundquelle nutzen, ohne gleich Wandler und Vorverstärker für Mikros mitzukaufen, die man für einen solchen Zweck nicht braucht. Dazu ist es minimal klein. Eigentlich überfällig so etwas.

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