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Test: Framus FD-14MCE VS, Akustik-Gitarre

(ID: 110114)

Sound & Praxis

Na, nach so viel Lob bei der Begutachtung der Framus FD-14MCE VS kommt hier nun der erste Minuspunkt – und der betrifft die Werkseinstellung. Bei einer Saitenhöhe von fast 6 mm in der Oktavlage kann bei unserem Testinstrument kein wirklicher Spaß beginnen. Zumindest dann nicht, wenn man die Freiheit des Cutaways nutzen und auch mal zu einem Solo jenseits des zwölften Bundes ansetzen möchte. Sicher, für Leute, die ausschließlich „Akkordschlachten“ mit heftigstem Strumming veranstalten, mag das o.k. und vielleicht auch irgendwie sinnvoll sein. Alle anderen sollten die notwendigen Arbeiten, wie Halskrümmung einstellen und Höhe der Stegeinlage anpassen bzw. reduzieren, am besten gleich beim Kauf im Shop des Vertrauens veranlassen. Schade, dabei besitzt die Gitarre dank der gut verarbeiteten Bünde eigentlich ideale Voraussetzungen für eine bequeme Saitenlage.

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Das war es aber im Prinzip auch schon mit den negativen Punkten an der Framus FD-14MCE VS, denn das Instrument überrascht mit einem Klang, den man in dieser niedrigen Preisklasse niemals erwarten würde. Allem voran steht dabei die enorme Bassentfaltung, die zugleich auch zu einem sehr warmen Grundsound führt, der auch in puncto Sustain durchaus überzeugen kann. Und dass Dreadnought-Acoustics richtig laut sein können, beweist auch unser Testinstrument eindrucksvoll!

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Etwas Abstriche machen muss man allerdings beim Attack-Verhalten, hier spielt die Deckenkonstruktion aus Mahagoni eine entscheidende Rolle. Druck und Wärme gibt es genug, bei schnellen Pickings kann die Ansprache aber, gegenüber einem Modell mit Fichten- oder Zedern-Decke, von dem einen oder anderen Spieler als etwas gedämpft und verzögert wahrgenommen werden.

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— Bei entsprechendem Lichteinfall erscheint die Mahagoni-Decke fast schon rötlich —

Akkorde und Voicings wiederum profitieren natürlich von einer guten Portion Sustain und einer kräftigen Basswiedergabe, was die Framus FD-14MCE VS somit zur idealen Einsteiger-Akustik macht, die dank ihres schlanken Halsprofils auch jüngere Spieler vor keine ernsthaften Probleme beim Greifen stellen dürfte – vorausgesetzt, die Werkseinstellung wurde korrigiert bzw. korrekt eingestellt. Dann klappt’s auch mit dem Solo spielen.

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Fazit

Bis auf die mehr als dürftige Werkseinstellung hinterlässt die Framus FD-14MCE VS im Amazona-Test ein starkes Bild. Verarbeitungsmängel sind absolut keine auszumachen und auch die Ausstattung mit dem Fishman Isys+ Preamp, massiver Ahorndecke und einem Cutaway sind in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit. Dabei klingt das Instrument sehr warm, laut und druckvoll mit guten Sustainwerten, Abstriche muss man lediglich beim Attack-Verhalten hinnehmen, was bei den verwendeten Hölzern auch mehr oder minder zu erwarten war. Und eines sollte man natürlich nicht vergessen – die Framus FD-14MCE VS sieht einfach verdammt schick aus!

Klangbeispiel 1 wurde mit einem AKG C3000 Mikro aufgenommen, die übrigen direkt aus dem Isys+ Preamp.

Plus

  • Klang
  • Verarbeitung
  • Optik
  • angenehm schlankes Halsprofil
  • Fishman-Preamp
  • Preis-Leistungs-Verhältnis

Minus

  • Werkseinstellung des Testinstruments

Preis

  • Ladenpreis: 379,- Euro
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Klangbeispiele
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