Test: Gibson, Buckethead Les Paul Studio, E-Gitarre

Die Bünde wurden sauber eingesetzt, dort gibt es nichts zu mäkeln, allerdings besteht bei dem Übergang der Lackierung zum Rand des Griffbretts auf beiden Seiten des Halses ein deutlicher Versatz. Das merkt man zwar nicht unbedingt beim Bespielen der Gitarre, es fühlt sich aber trotzdem nicht schön an und hinterlässt keinen guten Eindruck. Und wenn wir schon mal bei Kritik sind: Auch die Qualität des verwendeten Lackes kann nicht überzeugen. Speziell auf der Vorderseite tendiert die weiß-matt lackierte Schutzschicht schon sehr zur „Orangenhaut“, also versetzt mit Luftbläschen und mit unterschiedlich dick aufgetragenen Schichten. Das ist auf der Rückseite deutlich besser gelungen, denn dort ist die Lackschicht gleichmäßig und nicht zu dick aufgetragen und ermöglicht so dem Korpus ein ungehindertes Schwingen.

-- Licht (Rückseite) und Schatten (Vorderseite) bei der Qualität des Finish --

— Licht (Rückseite) und Schatten (Vorderseite) bei der Qualität des Finish —

An der ebenfalls weiß lackierten Kopfplatte sitzen sechs verchromte Locking-Mechaniken von Schaller. Ein mühsames Kurbeln entfällt bei der Buckethead Les Paul also, die Saiten werden eingeführt und mit den Schrauben festgezogen, fertig. Nach etwa einer Umdrehung steht die Saite dann in Stimmung und sollte diese auch weitestgehend halten. Im Test funktionierte das auch reibungslos, zu keiner Zeit gab es Probleme mit dem Tuning der Gitarre. Dem gegenüber sitzen auf dem Korpus die Tune-o-Matic-Bridge und das typische Gibson Tailpiece. Beides verchromt und beides auch in der Höhe verstellbar.

-- Hals mit Kopfplatte und den verchromten Schaller Locking-Mechaniken --

— Hals mit Kopfplatte und den verchromten Schaller Locking-Mechaniken —

Elektronik

Gegenüber der Serien-Les Paul wurde bei der Les Paul Buckethead der Dreiwege-Toggle-Switch nicht am oberen Ende des Korpus (also am Halsansatz) platziert, sondern befindet sich genau gegenüber am unteren Ende des Korpus nahe der Klinken-Outputbuchse. Platz machen musste der Schalter nämlich einem sogenannten „Killswitch“, welcher sogar in zweifacher Ausführung, nämlich auch noch am unteren Korpusteil, in die Decke der Gitarre eingelassen wurde. Diese beiden roten Kunststoff-Buttons dienen zum Unterbrechen der Soundausgabe der Buckethead und wirken so, als ob man sie aus einer Atari-Spielekonsole der frühen 80er entnommen hätte. Kein Wunder, dass Gibson diese beiden Buttons auch mit „Arcade Style Buttons“ bezeichnet. Sehr treffend.

Die beiden Humbucker-Pickups sind von keiner Blechkappe bedeckt. Es handelt sich hierbei um den 496R in der Halsposition, am Steg sorgt ein mittels des Push/Pull-Tonepotis splitbarer 500T für den nötigen Dampf. Und der Toggle-Switch hat zwar seinen angestammten Platz verloren, sitzt aber dennoch gut zu erreichen hinter den beiden Potis und wurde mit einer roten Kunststoffkappe versehen. Die Qualität der Potis und auch des Dreiweg-Schalters muss man als gut bezeichnen, anders sieht das bei den beiden „Killswitches“ aus. Sie wirken nicht sehr hochwertig und werden vermutlich als erstes defekt gehen – noch lange bevor irgendein anderes Bauteil der sonst robust gefertigten Elektronik und der Hardware das Zeitliche segnen sollte.

Klangbeispiele
Forum

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