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Test: KORG MPS-10, Sample-Pad

Neues Drum-Sample-Pad aus dem KORG-Universum

5. April 2024
Korg MPS 10 test sample pad

KORG MPS-10, Sample-Pad

Nach der legendären WaveDrum hat KORG in den letzten Jahren eher mit Drum-Synths auf sich aufmerksam gemacht. Nun erschien Ende 2023 mit dem KORG MPS-10 Sample-Pad ein klassisches Drum-Pad mit quadratischen Schlagflächen. Preislich steht es eindeutig in einer Liga zum Topmodell von ROLAND. Was das KORG Drum-Pad mitbringt und ob es sich vor dem Wettbewerb verstecken muss, beleuchten wir in unserem aktuellen Testbericht.

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Wie ist das Sample-Pad KORG MPS-10 aufgebaut?

Wie die Vielzahl der Multi-Drum-Pads bietet das KORG MPS-10 quadratische Schlagflächen – allerdings nicht durchgehend identisch in zwei Reihen übereinander angeordnet, sondern mit einer Aussparung in der Mitte der unteren Reihe. In diese wurde das Bedienfeld gesetzt und so formieren sich die 6 quadratischen Pads in einem Halbkreis um die Kommandozentrale herum.

Somit ähnelt es etwas mehr einer klassischen Snare- und Tom-Anordnung bei einem Drum-Set und ermöglicht daher das ergonomische Schlagen von linker Hand auf die Schlagfläche links außen (wie bei einer Snare am Drum-Set) und analog mit der rechten Hand auf die Schlagfläche rechts außen (quasi dem Stand-Tom am Drum-Set). Somit ist es ein Stück weit breiter als die anderen Modelle am Markt ausgefallen und ist ein längliches Rechteck. Dies ermöglicht durch die beiden äußeren Pads nicht nur ein Drumming im Halbkreis, sondern beim Spiel der beiden äußeren Pads auch einen komfortableren Abstand zwischen linker und rechter Hand zueinander.

Das KORG MPS-10: Eher Raumschiff oder umgedrehtes DrumKaT-Design?

An die obere Reihe der vier Quadrate fügen sich noch einmal 4 Schulterpads an. KORG bezeichnet sie als revolutionäre Continuous Control Pads (kurz „CC Pads“), denn sie erkennen, an welcher Stelle sie angeschlagen werden. Diese sind nach hinten abgerundet ausgelegt und ermöglichen im Direktzugriff, Effektparameter über die Anschlagsposition zu kontrollieren. Sie erhöhen demnach die Gesamtzahl auf 10 Schlagflächen (passend zur Zahl 10 in der Bezeichnung).

CC Pads nennt KORG die Schlagflächen am oberen Rand.

Unterhalb jeder Schlagfläche befindet sich ein LED-Streifen, der dauerhaft leuchtet, jeden Anschlag mit stärkerem Aufleuchten bestätigt und farblich auf Einzelschläge reagiert (rot), bei wiederholten Schlägen blau wird und grün zeigt, wenn das Pad stumm oder nicht zugewiesen ist. Zur optischen Trennung der Spielflächen gibt es kleine Lichtflächen, die anhaltend weiß leuchten und die Ecken senkrecht und waagerecht abgrenzen. Das ist im Dunkeln natürlich sinnvoll.

Die Bedienoberfläche des Sample-Pads

Das Bedienfeld erinnert optisch ein wenig an das Roland Top-Modell. Die Grundfläche ist leider ebenfalls spiegelnd ausgelegt und wird ausreichend zu den Gummiflächen versenkt und bietet in der Größe von zwei Schlagflächen 4 Drehregler und 18 Taster. Das farbige LC-Display nimmt eine vergleichsweise kleine Fläche ein, ist aber gut lesbar. Die Drehregler sind zwar griffig, für größere Finger jedoch recht niedrig von der Höhe her. Neben der separaten Lautstärkereglung des Stereo-Outputs und der Kopfhörerlautstärke gibt es einen Endlosdrehregler, der die Auswahl auf dem Display verändert und mittels Drücken die Auswahl aktiv schaltet (wie etwa beim Durchscrollen der Kits). Der vierte Knopf regelt die Geschwindigkeit des Metronoms und kann dies durch Drücken ein- und ausschalten. Jeweils links und rechts des Reglers blinkt das Tempo dann mittels roter LED auf.

Breites Bedienfeld und gut ablesbares Display beim KORG MPS-10

Die Flächen der 18 Taster in länglicher und quadratischer Form sind allesamt matt gummiert und beschriftet, somit sind die Beschriftungen gut ablesbar. Dass Beschriftung für die Lautstärkeregler auf dem glänzenden Hintergrund stehen, ist verschmerzbar, denn sie haben keine weitere Funktion. Die Funktion des Endlosdrehreglers definiert sich anhand des Display-Status und der Metronome-Regler wird bei den Einstellungen als zweites Einstellrad einbezogen.

Die Vielzahl an Taster erklärt sich schnell, sodass ich auch ohne den Blick in den mehrsprachig auf Papier beigefügten Quick-Guide gut zurechtkomme.

Welche Maße hat das KORG MPS-10 im Vergleich zu anderen Drum-Pads?

Wie bereits erwähnt, wurde das MPS-10 etwas breiter als andere Multi-Drum-Pads ausgeführt. Durch die vorm Spieler beidseitigen Abschrägungen zur Mitte des Korpus hin wirkt es recht gefällig. Das Pad ist 42,4 cm breit und somit um etwa eine Handfläche breiter als der Wettbewerb. Die maximale Höhe in der Mitte des Pads liegt bei 26,4 cm und 24 cm an den Seiten.

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Die Tiefe des Geräts ist mit 7,5 cm vergleichsweise „gängig“. Aufgrund der abgerundeten Ränder wirkt es sogar dünner. Durch vier längliche Gummistreifen auf der Unterseite ist es auch als rutschsicheres Tischgerät einsetzbar. Das Pad ist überraschend leicht und auch handlich: Nur 2,3 kg bringt es auf die Waage und lässt sich dank einer leichten Kartonverpackung mit Griff auch fürs Erste gut transportieren.

Welche Anschlüsse bietet das KORG Sample-Pad?

Schauen wir uns mal die Rückseite des Gerätes an. Hier befinden sich ausschließlich 6,3 mm Klinkenbuchsen. Von links nach rechts sind dies ein Stereoausgang für die Kopfhörer (tja, leider auch kein Anschluss auf der Vorderseite, das ist schade). Daneben zwei L-/R-Mono-Ausgänge und zwei weitere Sub-Ausgänge in Mono – also maximal 4 Ausgänge.

Zudem Stereo-Line-In als Zuspieler und einmal „Mic In“. Na sowas, das ist doch einigermaßen überraschend; wozu sollte denn ein Mikrofoneingang bei einem Drum-Pad benötigt werden? Da das MPS-10 mit einer Sampling-Funktion ausgestattet ist, kann dies sowohl über die Audioeingänge als auch den Mikrofoneingang Sounds sampeln, speichern und triggern. Und zwar ausschließlich mit Mikrofonen ohne Phantomspeisung, intern kann dazu zwischen symmetrischen und unsymmetrischen Signal umgeschaltet werden.

Korg Rückseite

Die Anschlüsse beim MPS-10 befinden sich allesamt auf der Rückseite

Zwei Stereo-Trigger-Eingänge (sprich 4 Mono-Trigger) sowie zwei Fußschalter und einmal der Anschluss “Expression Pedal“ sind ebenfalls vorhanden. Dies ermöglich mittels Y-Kabel den Anschluss von Kick-Pedal, Snare, HiHat und Ride-Becken. Durch den vorbelegten Bass-Drum-Sound auf Pad-Eingang 11 für die Kick ergeben sich damit bis zu maximal 15 Sounds – sprich spielbare Pads.

Zudem gibt es noch einen MIDI-Ausgang zum Ansteuern externer Klangquellen, einen USB-Anschluss für einen Memory-Drive und einen USB-Port to PC Out. Dieser liefert bei der Audioausgabe gleichzeitig die Main- und Sub-Kanäle. Betrieben wird das MPS-10 mit einem externen 9 V Netzteil, sodass es dazu noch eine Minibuchse gibt sowie ein Kensington-Ohr für eine entsprechende Sicherung.

Die Unterseite des MPS-10 mit optionalen MP-1 Mount

Auf der Unterseite befindet sich die Befestigungsmöglichkeit mittels optionaler Halteplatte, die das Drum-Pad z. B. auf einem Stativ einsatzbereit macht. Die Schrauben dazu sind bereits im Gehäuse eingedreht.

Wie lässt sich das KORG MPS-10 bedienen?

Das KORG MPS-10 lässt sich komfortabel bedienen. So kann ich mit den Plus- und Minus-Tastern die Kits durchklicken oder mittels Knopf durchscrollen (hierzu nicht vergessen, den Knopf mit der Auswahl auf der Kitnummer zu aktivieren).

Das hintergrundbeleuchtete LC-Farbdisplay mit 320 x 240 Pixeln zeigt in der Standard-Ansicht gut abgesetzt die aktuelle Kitnummer, dessen Bezeichnung und das Tempo an. Beim Umschalten erscheinen alle weiteren Auswahlpunkte teils in unterschiedlichen Farben – das erleichtert die Orientierung.

Im unteren Abschnitt befinden sich vier quadratische Platzhalter für den 4-fachen Looper sowie passend dazu das Tempo, die Lautstärke und die Loop-Länge für ebendiesen. Die Felder füllen sich bei der Verwendung der Loop-Funktionen und signalisieren wiederum farbig ganz logisch den jeweiligen Status wie Play, Record und Stop der 4 Kanäle.

Display mit aktiven Looper beim KORG MPS-10

Im Untermenü finde ich die Einstellungen des Kits sowie die Abbildung aller Pads und Pedaleingänge zur Orientierung bei der Sound-Auswahl. Die Auswahl erfolgt über Instrumenten-Kategorien, sprich unter Snares befinden sich akustische, elektronische, Side Snare, EFX-Snares etc. Damit ich die unterschiedlichen Sounds anhören kann, ist jeder Sound mit dem Drücken des Knopfes zu bestätigen, d. h. beim Durchscrollen erklingt nicht sofort der nächst gewählte Sound. Das ist schade und wäre eine echte Erleichterung bei der Sound-Suche. Die Taster sind analog zu den Schlagflächen aus weichem Kunststoff gestaltet und reagieren mit gutem Druckpunkt.

Einstelloptionen des Loopers

Welche Einstellungen sind für die Pads und die externen Anschlüsse möglich?

Die Vielfalt der Einstellungen sind umfangreich. Mittlerweile standardisiert sind etwa generelle Einstellungen hinsichtlich Pad-Trigger (Sensitivität, Threshold, Retrigger, X-Talk sowie den Pedal-Kalibrierungen), MIDI, Display und den Audio-Ein- und Ausgängen (Routing auf Main oder SUB bzw. Off je Pad). Beim Metronom ist es natürlich die Taktart, der Metronom-Sound (hier stehen 10 Sounds zur Auswahl) und die Lautstärke. Systemseitig können USB-Speicher mit bis zu 2 TB angeschlossen, formatiert und gelöscht sowie das System upgedatet und auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden.

Jedes Kit und jedes Pad ist hinsichtlich der Lautstärke veränderbar. Bei den Pads kann zudem PAN (L16 bis R16), Pad Mode (Normal, Exklusive zum Stummschalten aller anderen Pads, Series für eine sequentielle Wiedergabe der anderen Pads, Random für eine Zufallswiedergabe der anderen Pads oder Latest also der Übernahme der Einstellungen des zuletzt angeschlagenen Pads), Pitch (von -24 bis +12 in Halbtönen und Stimmwerten), drei Velocity-Abstufungen definiert sowie ein Effekt zugewiesen werden.

Ansicht KIT EDIT beim KORG MPS-10

Über „Kit Edit“ lassen sich auch die Equalizer-Parameter des aktuellen Kits einstellen: neben EQ Eingangs- und Ausgangspegel auch 3 Frequenzbereiche (Low, Mid, High) und die jeweiligen Gain-Level von -18 bis +18 dB (in 0,5 dB Schritten).

Die Sample-Sektion bietet Aufnahmen von bis zu 60 Minuten Dauer an. Sounds können von extern über LINE IN aufgenommen und bearbeitet werden. Dazu erscheint das Sample in Wellenform im Display. Mit dem Value-Regler kann ich hier die Start- sowie Endposition des Samples definieren. Abgeleitet aus der Sample-Länge wird die Anzahl der Takte (Measure) und die Taktart (Beat) automatisch errechnet und als BPM angezeigt. Zudem kann zwischen OneShot und Repeat gewählt werden. Abschließend kann das Sample noch vom Pegel her normalisiert, beschnitten, in der Frequenz verändert und hinsichtlich der Länge „gestretcht“ werden.

Recorder Setup beim KORG MPS-10

Die CC-Pads können eine Transponierung, ein Delay der Note, einen Effekt oder ein Filter erzeugen. Zum Ändern der Parameterinhalte über die Anschlagsposition kann unter neuen Mustern ausgewählt werden.

Die 9 Muster-Varianten der CC-Pads beim KORG MPS-10

Die Ausgabe der Sounds erfolgt wahlweise in 44,1 oder in 48 kHz / 16 Bit mit maximal 48-stimmiger Polyphonie. Als abspielbare Dateiformate können WAV- und AIFF-Formate in Mono oder Stereo importiert werden.

Die Set-List-Funktion erlaubt bis zu acht Set-Listen mit bis zu 24 Kits anzulegen. Natürlich kann hier je Kit das jeweilige Tempo und die Taktart hinterlegt werden.

Es kann zwar die Set-Liste umbenannt und in der Reihenfolge verändert werden, allerdings sehe ich nur die Abfolge der Kits in der Setlist, denn ich kann keine Songnamen definieren. Möchte ich eine Setlist analog zu der Song-Reihenfolge meines Konzerts erstellen, so bleibt nur die Möglichkeit, für jeden Song eine Kopie des verwendeten Kits anzulegen und es analog zum Namen des Songs zu benennen. Komfortabler wären hier, Set-Listen mit der Erstellung von Songnamen zu ermöglichen und diesen jeweils ein Kit zuzuordnen, dann müssen keine Kits kopiert werden und der Speicherplatz der 100 Userkits reduziert sich dadurch nicht.

Die Set-Listen Editierung beim MPS-10

Wie spielt sich das KORG MPS-10 Drum-Pad?

Auch wenn die Gummierung der Schlagflächen weich und angenehm griffig ausgelegt ist und diese angenehm zu spielen sind, so eignen sich diese nicht wirklich für das Fingerdrumming. Bei der Emission (Klangbeispiel 1) bewegt sich das MPS-10 überraschenderweise eher im Mittelfeld und gehört demnach nicht zu den leisen Vertretern dieser Produktgruppe.

Die Oberfläche der Pads beim KORG MPS-10

Die CC-Pads unterscheiden sich beim Anschlagen zu den sechs herkömmlichen Pads nicht. Wenn diese kontinuierlich von links nach rechts gespielt werden, so kann dies etwa einen Effektgrad darstellen, der über die vier Pads hinweg als Weglänge des Effekts (0 – 100 %) zu verstehen ist. Dies wird bei aktivierter CC-Funktion dann als Balken im Display dargestellt. Möchte ich diese Funktion ein- und ausschalten, drücke ich die Taste SW-Mode und wechsele auf CC-Pad.

Drücke ich während des Spiels die Taste „Sound off“, so erlöschen die Querbalken unter den Schlagflächen und geben somit eine optische Rückmeldung, dass nun beim Anschlagen kein Ton mehr ausgegeben wird.

Welche Sounds und Effekte bietet das KORG MPS-10?

Insgesamt sind auf dem KORG MPS-10 werkseitig 3.002 Samples bei 2.350 Instrumenten zu finden. Neben einigen akustischen Drum-Sets stehen jede Menge elektronische Drums sowie SFX, Hits oder Loops zur Verfügung. Die Klangreise bei der enormen Auswahl an Percussion-Sounds geht von Brasilien über Afrika nach Asien und bietet auch viele Mallets bis hin zur Orchester-Perkussion. Neben Wasser- und Spielzeugklängen gehören auch ein Video-Games-Kit oder ein Vinyl-Scratch-Kit dazu.

Es stehen insgesamt 77 Effekte zur Verfügung. Diese lassen sich als Master Reverb, Filter, Main Effekt und als 2 Insert Effekte pro Kit nutzen. Hierbei gibt es Kompression, Overdrive, Chorus, Distortion, Echo, Delay, Flanger, Phaser, Tape Echo, Wah sowie Lowpass, Highpass, Reverb, Hall, Small Room und Early Reflections.

Zudem gibt es beim MPS-10, wie bereits erwähnt, einen 4-Spur-Looper mit eigener Effektsektion sowie die Möglichkeit der Spurensynchronisation und Exportfunktion für Einzelspuren.

Sehr praktisch ist die vorhandene Smooth-Sound-Transition-Technologie, die bereits gestartete Sounds eines Kits noch ausklingen lässt auch wenn ich das Kit umschalte. Nur zu gut kennt man das lästige Abschneiden von Sounds beim „zu frühen“ Umschalten des Kits im Live-Betrieb.

Einblick in den Web-Editor für das MPS-10 Sample-Pad

Besonders einfach lassen sich die einzelnen Sounds und Kits mit der kostenlosen Editor-Software verwalten. Diese ist Browser-basiert und damit plattformunabhängig nutzbar.

Wie klingt das KORG MPS-10 Drum-Pad?

Das KORG MPS-10 klingt bekannt und auch modern zugleich. Die Vielfalt liegt klar bei den akustischen Percussion-Sounds sowie den elektronischen Klängen. Die Anzahl akustischer Drum-Kits ist recht übersichtlich.

Hier die Klangbeispiele, beginnend mit den Emissionen (Beispiel 1) sowie dem akustischen Kit „000 Adr:Funk Kit“ (Beispiel 2).

„009 SFX:in the Forest“ bringt Klänge wie Talking Drum, Dream Pop Toms, ein Coil Chime sowie Kalimba-Töne, Shaker mit Whistle und Vogelgezwitscher mit (Beispiel 3).

Das „057 Cajon Kit“ enthält High-, Mid- und Low-Slaps, ein Splash und einen kräftigen Cajon-Basstone (Beispiel 4).

Zu den selteneren Klängen gehört das „082 Angklung“ in Beispiel 5 sowie die „085 PolyPipes“ (Beispiel 6). Bei letzteren Beispiel wird die Smooth-Sound-Transition-Technologie hörbar: Das Beispiel beginnt mit einigen Sounds aus dem Velo Perc Kit des vorherigen Speicherplatzes; bei 0:08 erfolgt das Umschalten auf die Pipes, während die vorherigen Cymbal-Sounds noch erklingen – diese werden beim Umschalten nicht abgeschnitten, sondern klingen aus.

Das „015 Eclectic Soul Kit“ bietet neben Bass-Drum, Snare-Drum und Clap auch Effekt- und Becken-Sounds (Beispiel 7). Die CC-Pads-Funktion wird im Kit „010 CC Pad Filter“ beispielhaft genutzt (Beispiel 8): Die CC-Pads bilden hierbei über alle 4 Pads den Einsatz eines Filters von 0 bis 100 % ab – auf allen CC-Pads ist zudem ein Jingle-Sound platziert, das bedeutet jedes Mal, wenn ein Jingle-Sound zu hören ist, wird ein CC-Pad angeschlagen.

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Kundenbewertung:
(2)

So beginnt das Klangbeispiel mit einem akustischen Snare-, Rim- und Bass-Drum-Groove in normalem Pegel und ohne Filter. Von 0:09 bis 0:27 wird Stück für Stück das Filter bis zum maximalen Maße über die CC-Pads aktiviert und wieder aufgehoben. Ab dem Schlag mit dem Crash (0:34) läuft durch das Anschlagen eines Pads ein interner Percussion-Loop, der ebenfalls schrittweise bis zu 0 % Filter „gemutet“ und wieder „aufgehoben“ wird. Von 0:52 bis 1:02 wird das Muten über die CC-Pads mit dem Anschlagen des Sounds „Band Hit 1“ wiederholt und ebenso mit dem Schlagen des Ride-Sounds bis zu 1:13. Danach erklingen alle verwendeten Sounds noch einmal ohne Filter.

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Fazit

Mit dem MPS-10 stellt KORG in leichter und trotz vergleichsweiser breiterer Ausführung ein sehr kompaktes und leistungsfähiges Drum-Sample-Pad vor. Die Vielzahl der Sounds, der 4-Spur-Looper und den neuen CC-Pads zur Steuerung von Tonhöhe, Effekten oder Lautstärke sind ein klares Plus. Die Pad-Oberflächen sind weich und lassen sich angenehm spielen. Die Anschlaggeräusche sind im Vergleich nur mäßig gedämpft. Die Bedienbarkeit ist gut und verständlich. Umfassend sind die Einstellmöglichkeiten hinsichtlich Sounds, Pads und Effekten. Die Smooth-Sound-Transition-Technologie ermöglicht das Umschalten von Kits ohne lästiges Abschneiden von Sounds. Die Anschlüsse können sich sehen lassen und ermöglichen auch den Betrieb als Mini-Drum-Kit (mit entsprechenden Pedalen und Pads). Unter den Klängen finden sich viele Percussion- und Electro-Sounds. Die Anzahl der akustischen Drum-Kits ist dagegen überschaubar. Schön ist der zusätzliche Mikrofoneingang fürs Sampeln, nur wird diesen vermutlich nicht jeder zwingend benötigen. Auf jeden Fall ist das MPS-10 ein Testen wert und mit seiner Ausstattung im Drum-Sample-Pad-Markt auch sehr wettbewerbsfähig.

Plus

  • viele Sounds und Effekte
  • integrierter 4-facher Looper
  • CC-Pads zur Steuerung von Effekten
  • Mikrofoneingang zum Sampeln
  • Smooth-Sound-Transition-Technologie
  • gute Bedienbarkeit
  • kompakte Maße und geringes Gewicht

Minus

  • wenige akustische Drum-Kits
  • Fläche um das Display herum neigt zum Spiegeln
  • Emissionen beim Anschlagen lauter als gedacht
  • Set-Listen zeigen nur die Kit-Namen

Preis

  • 1.098,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Atarikid AHU

    Bei der Zahl der Konkurrenzprodukte, empfinde ich den von Korg aufgerufenen Preis doch ziemlich „ambitioniert“. Da helfen auch die, zugegeben interessanten, neuen Features nicht.

  2. Profilbild
    LostSongs

    Das Teil hat einen Looper – sehr gut – aber keinen MIDI-Eingang zum Synchronisieren mit anderen Geräten? Ich nehme jetzt einfach mal an, dass man das Gerät als Clock-Master einsetzen könnte, sonst wäre der Looper ja komplett nutzlos. Auch im Bandkontext als Click-Source für den Drummer, kommt das Master-Clock-Signal häufig vom Keyboarder.
    Der fehlende MIDI-Eingang bedeutet außerdem, dass es sich nicht einfach zur Sound-Erweiterung an ein E-Drum- oder Trigger-Modul hängen lässt.
    Was den Preis angeht, denke ich, der passt sich noch an. Wenn ich es richtig sehe, liegt die UVP unter der vom SPD-SX Pro.

    • Profilbild
      oldwired

      @LostSongs Laut Handbuch kann es MIDI und SysEx über USB empfangen. Allerdings keine Clock.

  3. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Wie seinerzeit bei der Wavedrum (editieren daran war der reine Horror!) kommt Korg hier mit einem nicht wirklich schlüssigen Gesamtpaket daher, wenngleich die Schwachstellen hier auf anderer Ebene liegen…

    Der Preis ist – trotz Feature-Overload – völlig überzogen. Die Halteplatte kostet auch noch extra. Das Konzept ist auf den ersten Blick zwar durchaus interessant, wird aber – wie beim Konkurenten Roland SPD-SX Pro – durch diverse Design-Schwachheiten entwertet: Kein Midi-Eingang, keine symmetrischen Ausgänge, externes Netzteil, glänzende Oberfläche des Bedienfeldes, zu laute Klopfgeräusche, Phones-Buchse hinten (Grrrrrrrr!!!)…

    Ein Käufer beim großen T moniert in seiner Rezension auch ausgiebig die mangelnde Sensitivität der Schlagflächen, weswegen die 16 (theoretisch möglichen – u.a. durch „RoundRobin“) Sounds pro Pad nicht brauchbar umgesetzt werden und beim Spiel den Groove nicht nur behindert sondern sogar eher unspielbar macht.

    Für mich ist dieser „Einstand“ nicht überzeugend gelungen… Schade, denn diese Produktgruppe könnte frische Ideen dringend brauchen… Daran ändert aber bei Licht betrachtet auch eine – wahrscheinlich zu erwartende – Preissenkung nichts, denn das behebt ja nicht die Unzulänglichkeiten.

  4. Profilbild
    Mac Abre

    Der digitale Ausgang ist mit 16 Bit und maximal 48 kHz wieder nur ein Alibi-Audio-Interface. Wann bekommen die Hersteller endlich mit, dass das schon lange nicht mehr dem Studio-Standard entspricht? Alles unter 24/96 ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Und wer immernoch mit 44,1 kHz arbeitet, weil das dem CD-Standard entspricht, hat noch nicht gemerkt, dass sich die CD seit Jahren auf dem absteigenden Ast befindet.

    Ansonsten scheint das Gerät ja ganz nett zu sein, aber preislich zu hoch angesetzt. Ich warte auf den Ladenpreis ein paar Monate nach Markteinführung.

  5. Profilbild
    Tai AHU

    Ich hatte zwei SPDs, die Urdinger direkt nach dem Octapad. Genau sowas suche ich wieder, bin kein Trommler, trommle aber seit jeher gerne. Sounds, Sampleoptionen, Sequenzer für mich überflüsssig. Aber ein bestehendes Gerät für seine Bedürfnisse abzuspecken war noch nie eine gute Idee. Wird dann wohl der Keith McMillan Suppenteller werden. Diesen Preis werden die auch für trommelnde Livemusiker nicht durchhalten.

  6. Profilbild
    gs06

    Das Bedienfeld wird bei Montage an ein Drumkit vermutlich früher oder später ramponiert werden. Mein Eindruck ist, dass Roland und Yamaha vom Thema Drums (insbesondere Drumpads) erheblich mehr verstehen – und das gilt unbeachtet des deftigen Preises für das Korg-Gerät.

  7. Profilbild
    zeitlos

    Ich habe die MPS-10 seit einigen Tagen bei mir stehen und vergleiche sie gerade mit Alesis Strike Multipad, Roland SPX Pro, Yamaha DTX-Multi 12 und der Norddrum 3. (zum Teil von Freunden geliehen). Bisher habe ich live lediglich meine Norddrum eingesetzt, weil die sich m.E. sehr gut zusammen mit einem Akustikdrum kombinieren lässt. Für meine Ohren gelingt das mit den Roland-, Yamaha- und Alesis-Kisten nicht (mit Ausnahme von „Klimper“-Percussionsounds). Es passt einfach nicht wirklich. Mit der Korg MPS-10 überraschender Weise schon! Ich finde, deren Sounds kann man sehr gut mit Akustikdrums kombinieren. Warum? Keine Ahnung.
    Aber: Die Ansprache der Pads ist eine Katastrophe! Differenziertes Spiel mit laut und leise ist einfach nicht möglich. ( auch wenn man die Triggerempfindlichkeit auf maximum stellt) Genauso mit einer angeschlossene E-Bassdrum. Man muss sie, anderes als bei allen anderen oben genannten Geräten, extrem treten. Das geht gar nicht oder man ist ein Heavydrummer.
    Ich weiß nicht, ob das Triggerproblem mit einem Update behoben werden kann. Hoffentlich!
    Aber so kann ich sie leider leider nicht gebrauchen. Wirklich schade!

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