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Test: Hercules DJControl Inpulse 300 MK2, DJ-Controller

Auflegen lernen zu einem fairen Preis?

23. März 2023
Test: Hercules DJControl Inpulse 300 MK2, DJ-Controller

Hercules DJControl Inpulse 300 MK2

Hercules DJControl Inpulse 300 MK2 – mit diesem DJ-Controller soll der Einstieg in das wunderbare Thema des Auflegens gelingen. Was der 2-Kanal Controller kann, für wen er sich eignet und was man lernen kann, gucken wir uns heute für euch an.

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„Mix Easy, become a DJ“ – mit diesem Slogan wird der Hercules DJControl Inpulse 300 MK2 beworben, aber was genau bekommen wir hier? Ein Blick auf die Oberfläche des DJ-Controllers und wir wissen mehr.

Die Oberfläche des Hercules DJControl Inpulse 300 MK2 im Detail

Test: Hercules DJControl Inpulse 300 MK2, DJ-Controller

Mit Abmessungen von 48,0 x 28,6 x 5,2 cm (B x T x H) und einem Gewicht von 1,8 kg passt das Gerät in jede Tasche und ist erweist sich so mehr als portabel.

Uns erwartet beim Hercules DJControl Inpulse 300 MK2 ein klassisches Layout: zwei Track-Decks und eine Mixer-Sektion. Die identischen Track-Decks sind maßgeblich geprägt von den 15 cm großen Jogwheels und den acht Performance-Pads, bei denen man per dediziertem Button auswählen kann, ob die Pads im Hot Cue-, Loop-, Slicer- oder Sampler-Mode arbeiten sollen.

Über die Shift-Taste werden noch weitere Modi verfügbar.

Test: Hercules DJControl Inpulse 300 MK2, DJ-Controller

Die Performance-Pads des Hercules DJControl Inpulse 300 MK2

Natürlich haben wir aber auch separate Loop-Buttons, um Wiederholungsschleifen zu setzen. In Kombination mit der Shift-Taste kann man hier auch schnell die Loops verdoppeln oder halbieren. Neben den klassischen Buttons wie Play/Pause, Cue und Sync haben wir zudem noch die Möglichkeit, einen Effekt zu aktivieren und mit zwei Potis den „Depth“- und „Beat“-Parameter zu verändern. Das Jogwheel kann zwischen den klassischen Modi Vinyl und CD auch noch in einen Slip-Mode versetzt werden.

Mit dem Q-Button, welcher via Shift die Pitch-Range einstellt, lässt sich zu dem noch die Quantize-Funktion aktivieren.

Wie man hier schon merkt, wurde den meisten Buttons via Shift noch eine zweite Funktion zugewiesen. Durch die Beschriftung und strukturierte Oberfläche findet man sich jedoch schnell zurecht. So kann bei der Kombination von gedrückter Shift-Taste und dem Drehen des Jogwheels auch im geladenen Track vor- oder zurückgespuhlt werden.

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Die in der Mitte angesiedelte Mixer-Sektion ist klassisch aufgebaut: zwei identische Kanalzüge bestehen aus einen Load-Button zur Auswahl des gewünschten Tracks, einem Gain-Poti, einem 3-Band-Equalizer, einem bipolaren Poti zur Verwendung des Filters, einem Cue-Button und 4 cm langen Kanal-Fadern. In der Mitte darf natürlich der Crossfader nicht fehlen, über einen Push-Encoder können wir Songs in der Software auswählen und durch Drücken des Encoders zwischen Playlists wechseln. Dabei haben wir noch den „Assistant“-Button, der euch passende Songs anzeigen soll.

Test: Hercules DJControl Inpulse 300 MK2, DJ-Controller

Natürlich haben wir noch ein Poti für die Lautstärke des Master-Out und der Kopfhörer.

Zudem haben wir noch eine je fünfteilige LED für jeden Kanal und in Stereo-Ausführung für den Master-Out, um eine visuelle Repräsentation der Lautstärke zu haben.

Die Vorder- und Rückseite des Hercules DJControl Inpulse 300 MK2 – nur das Nötigste?

Auf der Vorderseite befindet sich die Kopfhörerbuchse in 3,5 mm Ausführung. Eine Ausführung für 6,3 mm Klinke, welcher immer noch der Standard ist, wäre schön gewesen, ist aber definitiv kein muss. Zwar kann so jeder handelsübliche Kopfhörer angeschlossen werden, aber ein guter Adapter kostet nicht die Welt. Dennoch kann man hier anführen, dass so gerade Anfängern ein kleines Hindernis genommen wird. Kopfhörer rein und los kann es gehen.

Die Rückseite besteht lediglich aus einem USB-B-Anschluss, einem Cinch-Out als Master-Channel und einem Anschluss für „Hercules Add-On“, dieser ist wohl aktuell nur für „research and internal purposes“ so Hercules DJ auf Instagram.

Wie durch die Rückseite zu erkennen ist, benötigt man für den Hercules DJControl Inpulse 300 MK2 kein externes Netzteil. Der Controller kann vollends via USB mit Strom versorgt werden. Ein dem entsprechendes USB-Kabel liegt dem Lieferumfang anbei.

Die Audioauflösung des Hercules DJControl Inpulse 300 MK2 wird mit 24 Bit/44,1 kHz angegeben. Nichts Besonderes, aber für zu Hause absolut ausreichend.

Für wen eignet sich der DJ-Controller?

Wie die Ausgänge und der Kopfhörerausgang in 3,5 mm Ausführung schnell verraten, handelt es sich um ein Einsteigerprodukt. Genau diese Zielgruppe wird hierbei aber gerecht angesprochen, kein unnötiger Mikrofoneingang oder zu viele Effekte auf der Oberfläche des Gerätes, halten das Layout übersichtlich, sodass man sich auf das Wesentliche konzentrieren kann. Um das Auflegen zu lernen und sich nicht direkt mit der Verwendung des Sync-Buttons zufrieden zu geben, gibt es hier einige visuelle Hilfestellungen. So haben wir auf den Track-Decks neben den Pitch-Fadern LEDs die anzeigen sollen, ob der Song vom Tempo langsamer oder schneller eingestellt werden muss, um den laufenden Track auf dem anderen Deck zu matchen. Um den Takt zu synchronisieren, gibt es zudem noch LEDs unter dem Jogwheel, die einem visuell anzeigen, in welche Richtung man das Jogwheel bewegen muss, um den Takt anzugleichen.

Gerade für Einsteiger eine gute Idee, Audio zu visualisieren und die Grundkonzepte des Auflegens zu vermitteln. Über den LED-Pegelanzeigen befindet sich ein extra Button für den Beatmatch Guide, welcher diesen auch deaktivieren kann. Wer also sicher genug mit dem Mixen ist oder die Funktionalität nicht nutzen möchte, kann diese also auch schnell ausstellen.

Für den Nachfolger gibt es beim Hercules DJControl Inpulse 300 MK2 neben der Software DJUCED noch die Einbindung an Serato DJ. Hierbei gibt es die kostenlose Version Serato DJ Lite, aber auch Serato Pro kann mit dem DJ-Controller verwendet werden, jedoch muss die Lizenz dafür separat erworben werden.

Durch die Performance-Pads kann hier auch das neue Stem-Feature in Serato gesteuert werden. Hierbei ist es wichtig, dass ihr die aktuellste Version von Serato DJ Lite habt, da erst damit der Hercules DJControl Inpulse 300 MK2 erkannt wird. Sobald ihr diese installiert habt, ist der DJ-Controller, genau wie bei der Software DJUCED, sofort via Plug & Play bespielbar.

Die Software DJUCED verfügt über die Anbindungsmöglichkeit von verschiedenen Streaming-Diensten: Beatport, Beatsource, SoudCloud GO+, TIDAL oder Qobuz. So hat man Zugriff auf fast jeden gewünschten Track. Dies ist ein weiterer Punkt, der uns gut gefällt. Die Verwendung von Streaming-Servicen im privaten ist schier allgegenwärtig. Immer weniger Menschen haben noch CDs oder die Songdateien und spätestens, wenn man mit dem Auflegen anfangen möchte, würde man sich genau das wünschen.

Durch die Anbindung der Streaming-Dienste wird dadurch eine Hürde genommen, die auch finanziell zu Buche schlagen kann. So hat man immer die aktuelle Musik und kann diese bequem im Vorfeld katalogisieren, um so mit dem Hercules DJControl Inpulse 300 MK2 dann den gewünschten Mix zu erzeugen.

Wie schlägt sich der Hercules DJControl Inpulse 300 MK2 in der Praxis?

Schnell ausgepackt und genauso schnell über das mitgelieferte USB-Kabel angeschlossen steht der Hercules DJControl Inpulse 300 MK2 bereit. Stabil verarbeitet, sucht man jedoch vergebens nach Metallelementen oder gummierten Potis. Dafür eiert das Jogwheel jedoch nicht und die Buttons, Fader und Potis haben allesamt einen vernünftigen Widerstand. So weit, so gut. Via Cinch-Kabel schließen wir das Gerät dann an, um endlich aufzulegen.

Test: Hercules DJControl Inpulse 300 MK2, DJ-Controller

Mit im Lieferumfang: ein schönes Textil-USB-Kabel

Mit der Hercules eigenen Software DJUCED wird der DJ-Controller sofort erkannt und wir können loslegen. Die Software läuft sauber und durch das Browse-Poti und die Load-Button sauf jedem Kanal müssen wir den Rechner gar nicht mehr anfassen. Das gefällt uns. Was wir auch gut finden, ist, dass wir ein Filter pro Kanal haben und zusätzlich dazu noch einen weiteren Effekt steuern können. So können wir beispielsweise ein Echo aktivieren und den Song dann mit einem Lowpass-Filter ausblenden lassen. Schnell gelingt also ein ordentlicher Übergang, jedoch verliert man sich hier nicht in unzähligen parallel schaltbaren Effekten. Das finden wir für Einsteiger absolut passend, da man sich sonst schnell hierbei verlieren kann.

Soweit wir es beurteilen konnten, leisteten die LEDs für den Pitch-Fader zum Angleichen des Tempos wie auch die LEDs unter dem Jogwheel zum Angleichen vom Takt ihre Arbeit. Eine schöne Hilfe, die gerade unerfahrenen DJs Sicherheit gibt, ohne direkt auf den Sync-Button auszuweichen. Wir können uns gut in unsere Anfänge versetzen, in denen dann doch mal ein Track nicht mehr synchron läuft und die Panik, wenn man darüber nachdenkt, in welche Richtung man denn nun welches Jogwheel drehen muss, um alles wieder synchron zu bekommen. Hier genügt also ein Blick auf die LED.

Das Einzige, was uns nicht so gut gefällt ist, wie klein der Pitch-Fader ist. Zwar kann man hier mit der richtigen Pitch-Range feinfühlig arbeiten, aber dennoch ist es für unser Gefühl etwas zu klein geraten. Auf der anderen Seite haben wir hier auch einen sehr kompakten Formfaktor.

Hercules DJ Control Inpulse 300 MK2
Hercules DJ Control Inpulse 300 MK2
Kundenbewertung:
(14)

Rundum macht der Hercules DJControl Inpulse 300 MK2 einen vernünftigen Eindruck für das, was er ist: ein 2-Kanal DJ-Controller für Einsteiger zu einem fairen Preis. Dieser liegt bei 195,- Euro und ist unserer Meinung nach angemessen. Der Preis steht dem Produkt und der damit einhergehenden Leistung in einem guten Verhältnis. Natürlich darf man bei dem Preis kein Wunderwerk an verbauten Materialien erwarten. Aber dennoch wird der Hercules DJControl Inpulse 300 MK2 nicht billig.

Über die Website von Hercules gibt es auch die sogenannte „DJ Academy“, hier werden euch die Grundlagen des Auflegens vereinfach erklärt.

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Fazit

Der Hercules DJControl Inpulse 300 MK2 ist ein 2-Kanal DJ-Controller für Einsteiger. Kein Luxusprodukt, nur einen Kopfhöreranschluss in 3,5 mm Ausführung und einen Master-Out mit Cinch, aber dafür ein passender Preis von 195,- Euro. Durch den Beatmatch Guide wird einem via LEDs ein Gefühl von Tempo und Takt visualisiert, welches Einsteigern eine gute Unterstützung sein kann. Gerade durch die Möglichkeit, Songs von gängigen Streaming-Anbietern in der Software abzuspielen, wird die Hürde gemindert, sich mit der Thematik des Auflegens auseinanderzusetzen. Zudem haben wir die Möglichkeit, den Controller mit einer weitverbreiteten Software wie Serato DJ zu verwenden. Damit ist der Hercules DJControl Inpulse 300 MK2 ein faires Gesamtprodukt für Einsteiger.

Plus

  • LEDs zu Visualisierung von Tempo und Takt
  • Serato-Anbindung
  • Anbindung von gängigen Streaming-Services

Minus

  • Pitch-Fader recht klein
  • Kopfhörerausgang nur in 3,5 mm Ausführung

Preis

  • 195,- Euro
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