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Test: HK-Audio Premium Pro, PA-System

Für wen ist die Premium Pro-Serie richtig?

Dass es sich hier um keine Hobby-Lautsprecher handelt, sollte klar geworden sein. Natürlich spricht nichts dagegen, wenn sich ein qualitätsbewusster Hobbymusiker diese Teile in sein Musikzimmer stellt, hat er damit auch gleichzeitig eine Partyanlage der Superlative. Grundsätzlich aber ist es eine PA für Leute mit professionellem Anspruch: tourende Bands von Tanzmusik bis Rock, DJs, Entertainer mit viel Publikum, Verleihfirmen und professionelle Beschaller. Das ist die erste Klientel für diese robusten und wohlklingenden Arbeitstiere aus St. Wendel.

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Grundsätzliches zur Premium Pro-Serie, Vergleich zur „Elements“

Von HK-Audio habe ich über die Jahre nun schon einiges getestet und kenne deren Konzepte recht gut. Die modulare „Elements“ (hier der Test) hat sich ja zu einem richtigen Renner entwickelt und dagegen ist die Premium Pro eine eher konservative Sache. Aber ist sie deshalb schlechter?

Keinesfalls! Denn sie hat einen unbestreitbaren Vorteil: Man kommt mit wenigen Teilen zu einem richtig amtlichen Sound. Während eine kleine Ausbaustufe der „Elements“ doch noch irgendwie den richtigen „Rumms“ vermissen lässt, hat man hier mit zwei aktiven 08 A und dem 210 Sub A mit drei Teilen bereits diesen „Rumms“ – und zwar einen mehr als ordentlichen.

Nachteilig ist das höhere Gewicht der verschiedenen Subwoofer (der 210er ist der leichteste) und der Topteile, auch die Abstrahlung in die Tiefe geht nicht so gleichmäßig vonstatten wie bei der „Elements“: Wenn es hinten gerade richtig ist mit der Lautstärke, halten sich vorne die Leute die Ohren zu. Das alte Problem. Grundsätzlich klingt die „Elements“ edler, gleichmäßiger und feinsinniger, die Premium Pro hat aber deutlich mehr Rock’n’Roll (halt im Sonntags-Ausgehanzug).

Was im Test besonders aufgefallen ist

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Die Verarbeitung aller hier getesteten Lautsprecher ist vorbildlich und kaum zu toppen. Alles ist sauber eingepasst, die Buchsen und Potis sind von einer sehr guten Qualität. Diese Anlage wird man viele Jahre in Gebrauch haben können, alle Ersatzteile sind von HK-Audio flott zu bekommen und nicht zu teuer.

Die eingebauten Lüfter arbeiten extrem leise und stören selbst bei leisen Signalen und leisem Publikum in keinem Betriebszustand die Performance der Musiker.

Die hier getestete Anlage kann immens laut gefahren werden, man darf 1,8 kW Gesamtleistung FOH und 2x 500 Watt Monitor keinesfalls unterschätzen. Dabei bleibt die Premium Pro stets souverän und HiFi-mäßig im Sound. Sie klingt, wie man das von HK-Audio allgemein kennt: eher weich und schön. Wobei „weich“ keinesfalls für verschwommen steht, im Gegenteil. Die Bässe sind sehr konturiert und alle Instrumente stehen schön griffig vor den Lautsprechern. Nur eben eher im Ausgehanzug als in der Nietenjacke.

Die hier getestet Anlage passt komplett in den Kofferraum einer alten Mercedes E-Klasse und somit auch locker in einen Golf mit umgelegter Sitzbank. Für eine soundmäßig so stattliche Anlage benötigt dieses Paket erstaunlich wenig Platz.

Und vielleicht das Wichtigste: Die Anlage ist in dieser Größenordnung noch einigermaßen von einem Mann alleine zu stemmen. Ein Ersatz-T-Shirt empfehle ich zwar auch hier, aber wenn mal wirklich keiner zum Ausladen da ist, geht es auch alleine.

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Fazit

Eine Anlage der angehenden Oberklasse zu einem mehr als vernünftigen Preis gibt es mit der Lautsprecher-Serie HK-Audio Premium Pro. Das „Pro“ ist wörtlich zu nehmen, diese Lautsprecher sind für „on the road“ gebaut, alles ist robust und solide. Sie sind keine Plärren und keine Mittensägen, eine gewisse HiFi-Affinität kann man ihnen einfach nicht absprechen: insgesamt warm, eher weich in der Gesamtabstimmung und samtig in den Höhen. Auch kreischende Gitarren werden damit zu erträglichen Klanggewändern. Aber nichts Wischi Waschi: Konturierte Bässe und klar definierte Klangkörper lassen ihren audiophilen Kern stets erkennen. Bravo, ihr Saarländer, das hat was! Volle Punktzahl ohne Mecker-Minus.

Plus

  • hervorragender, audiophiler Klangcharakter mit "Rock'n' Roll"
  • robuste Verarbeitung
  • hohe Leistung der Endstufen bei den Aktivteilen
  • hohe Belastbarkeit der passiven Lautsprecher
  • sehr leise Lüfter
  • vielseitig und erweiterbar
  • nicht teuer für diese gute Qualität

Preis

  • Premium Pro 08 A: 749,- (UVP); ca. 550,- (Straße)
  • Premium Pro 10X: 425,- (UVP); ca. 330,- (Straße)
  • Premium Pro 210 Sub A: 899,- (UVP); ca. 650,- (Straße)
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Forum
  1. Profilbild
    Markus Galla  RED

    Das ist doch mal ein tauglicher Testbericht! Warum? Die Anlage wurde nicht in einem konstruierten Szenario getestet, sondern unter Bühnenbedingungen und da auch nicht in einem abgehobenen Setting, sondern bei einer Band, die tatsächlich so eine Anlage auch kaufen und spielen würde. Einige Leute werden die Nase rümpfen, weil der FoH-Platz so gestückelt ist, ein Powermixer für die Monitore herhalten muss etc. Aber so ist das im wahren Leben. Bands kaufen Equipment nach und nach und altes Equipment muss für diverse Aufgaben weiter genutzt werden. Punkt. Die Umschreibungen des Sounds sind gut nachvollziehbar. Der Vergleich mit „Elements“ treffend, so höre ich das auch.

    Einzig den fehlenden Tragegriff oder eine ausgefräste Griffmulde hätte ich doch als Minuspunkt gegeben, denn bekanntlich halten die Griffe an Schutzhüllen nicht besonders lange und reißen aus. Da ist mir dann eine oben sitzende Griffmulde, die auch mit Schutzhülle erreichbar ist, doch lieber.

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      An dieser Stelle nicht nur ein Lob für den wirklich guten und realistischen Test des Onkels (ich schließe mich ganz ung gar meinem Vorredner an), sondern auch explizit an dich, Amaros, für deine stets fundierten und gut formulierten Kommentare.
      Viele (und da nahme ich meine gar nicht aus) Kommentare hier pendeln zwischen durchaus profundem Know-How und unsäglichem Sechszehntelwissen, deine jedoch sind wirklich immer von gleichbleibender hoher Qualität, ohne Geschwafel oder sonstiges Drumherum.
      Daumen hoch für den Kommentator des Monats :)

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