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Test: Ibanez JBM100 BK Jake Bowen, E-Gitarre

8. Oktober 2015

Djent-Machine!

Entgegen der weitläufigen Meinung ist Metal eine sehr vielseitige Musikrichtung, die vor allem im progressiven Bereich viele Einflüsse vereint und zu einem neuen Stil vermischt. Dabei ist das allgegenwärtige Internet ein Medium, dessen sich viele Musiker bedienen, um ein geeignetes Umfeld für kreative Entfaltung zu schaffen. Unter diesen modernen Bedingungen entstand die relativ neue Stilrichtung Djent, die dank des Internets binnen kürzester Zeit an Bekanntheit gewann und sich neben diversen anderen Kategorien als Subgenre des modernen Metals etablieren konnte.

Die amerikanische Band Periphery nimmt in dieser Entwicklungsgeschichte durch ihre Pionierrolle eine ganz besondere Stellung ein. Sie wurde im Jahre 2004 von Misha Mansoor gegründet und das erste, gleichnamige Album verbreitete sich wie ein Lauffeuer in der Welt der Foren und des Filesharings. In der Stilistik Djent steht der stark Gitarren-lastige Gesamtsound im Mittelpunkt. Durch komplexe polyrhythmische Riffs, für die eine gewöhnliche E-A-D-G-H-E Stimmung nicht einmal ansatzweise tief genug wäre, konnte sich die Band auch bei Fans der typischen Progmetal-Szene schnell einen guten Ruf aufbauen. Dabei spielt die Verwandtschaft zwischen Jake Bowen, einem der drei Gitarristen von Periphery und seinem Onkel John Petrucci, der als Gitarrist von Dream Theater sicher nicht weiter vorgestellt werden muss, eine nicht unerhebliche Rolle.

Um den neu entstandenen Markt zu bedienen, stellten sich viele Gitarrenhersteller sehr schnell auf die Anforderungen der „Djenter“ ein. Insbesondere Ibanez erkannte die Erfolgschancen der frischen Musikrichtung frühzeitig und brachte Reihenweise 7- und 8- sowie etwas modifizierte 6-saitige Gitarren auf den Markt. Eine davon, genauer gesagt die Ibanez JBM100 Jake Bowen Signature, betrachten wir heute etwas genauer. Dabei stehen sowohl die besonderen Bedürfnisse hinsichtlich des Sounds als auch der vergleichsweise ungewöhnlichen Spielarten im Mittelpunkt.

Front

— Die Ibanez JBM100 BK Jake Bowen —

Facts & Features

Schlichte Eleganz erfreut das Auge eines Gitarristen von der ersten Sekunde an, in der Jake Bowens Ibanez aus dem mitgelieferten Case enthüllt wird. Ein schwarzmattes Finish bedeckt den Mahagonibody mit seiner Ahorndecke und bildet mit den goldenen Tonabnehmern in leichtem Vintage-Look eine sehr ansehnliche Einheit. Ein schlicht makellos verarbeitetes Binding umhüllt den Korpus und lässt ihn dadurch noch ein Stück eleganter und „sportlicher“ erscheinen. Alle Kanten des Bodys wurden mit wesentlich tieferen Ausschnitten versehen als die gewöhnlichen Ibanez-Modelle, was sowohl das Aussehen noch ein Stück moderner gestaltet, als auch die Anschmiegbarkeit an den Körper verbessert.

Die im selben Farbton wie die Pickups gekleideten Mechaniken, die aufgrund des Reversed Headstocks in diesem Fall an der Unterseite der Kopfplatte zu finden sind, wurden mit Trim-Lock Tunern aus dem Hause Sperzel versehen und erlauben somit einen schnellen Saitenwechsel.

Klangbeispiele
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