Test: Korg PA600, Arranger Keyboard

1. Mai 2013

Korgs neuer Alleinunterhalter!

Nach einigen Jahren der Ruhe bringt Korg mit dem Korg PA600 endlich ein neues Mittelklasse-Keyboard auf den Markt. Ein aktuelles Design, eine neue Klangerzeugung und viele nützliche Funktionen sollen dem PA600 möglichst viele Käufer bescheren. Wir hatten das neue Korg zum Test und wie es sich da geschlagen hat, zeigt der folgende Bericht.

Korg PA600

Korg PA600

Das neue Outfit

Vergleicht man den Vorgänger des aktuellen Modells, das PA500, mit dem neuen Korg, fällt sogleich die neue Grundfarbe des Gehäuses auf. Schwarz ist immer wieder gern gesehen, so dass in diesem Fall auch Korg auf diese Farbe vertraut. Ebenfalls neu ist das große TFT-Display, was in dieser Art zum ersten Mal bei Korg zum Einsatz kommt. Zwar haben die Workstations und die größeren Entertainer-Modellen des Herstellers schon länger solche Touchdisplays, aber der TFT des PA600 wurde komplett neu entwickelt und somit profitiert endlich auch die Mittelschicht von dieser Technik. Mit einer Auflösung von 800 x 480 Pixel und einer Größe von rund 15,5 x 8,5 cm ist das Display dazu sehr großzügig ausgefallen. Die Reaktionszeit ist sehr gut und bereits leichtes Berühren des Bildschirms löst die gewünschten Funktionen aus. Sehr gut.

Das große TFT-Touchdisplay

Das große TFT-Touchdisplay

Bedienung und Anschlüsse

Die Bedienoberfläche des PA600 ist klar gegliedert und man findet sich sofort darauf zurecht. Komplett weggefallen sind die von früheren Modellen bekannten Style-Tasten, die zur Anwahl der selbigen genutzt wurden. Dies geschieht nun alles per Touch-Display. Ergonomisch gut platziert hat Korg wieder alle Bedienelemente, die direkt während des Spielens benötigt werden. Dazu gehören neben den Funktionstasten der Begleitautomatik auch die Performance-Tasten, über die man schnell an Soundzusammenstellungen kommt. Wie bei den größeren Modellen werden komplette Registrierungen weiterhin im Songbook abgespeichert. Dazu später mehr.

Auf der Rückseite des Keyboards findet man alle Anschlüsse des PA600. Neben jeweils einem Line Ein- und Ausgang (beide mit 2x 6,3 mm Klinke) findet man dort zwei Pedalanschlüsse, MIDI In/Out, zwei USB-Anschlüsse für Speicherstick und Computer und einen Micro SD-Kartenslot. Sehr löblich ist, dass Korg das Netzteil des Keyboards ins Gehäuse des PA600 verfrachtet hat. Somit benötigt man zum Anschluss lediglich ein einfaches Netzkabel.

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Schade finde ich, dass es auf der Vorderseite des Gerätes zwar die Bohrung für den Kopfhöreranschluss gibt, dieser aber leider aus bisher unerfindlichen Gründen auf die Rückseite verlegt wurde. Die vordere Bohrung wurde einfach mit einer Blindniete zugestopft. Dabei macht es doch viel mehr Sinn, den Kopfhöreranschluss von vorne zu erreichen. Klingt zunächst nach Produktfehler aber wer weiß, vielleicht wird das ja nachträglich irgendwie mal genutzt werden können.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Markus Galla  RED

    Ein Vergleich mit dem Vorgänger PA500 (Musikant) wäre schön gewesen. Das PA600 scheint mir in vielerlei Hinsicht abgespeckt zu sein. Zwar lockt das schönere Display, doch der Verzicht auf die direkte Anwahl der Styles über Gruppentaster sowie der fehlende zweite Sequenzer wiegen schon schwer. Neu ist die Abspielmöglichkeit für MP3s, dafür muss man die Musikant-Erweiterung nachkaufen. Die Styles ind Klänge, die hier präsentiert werden, klingen auch nicht anders oder besser als bei meinem PA500. Eigentlich schade.

    • Profilbild
      FenderRhodes  

      Von „abgespeckt“ würde ich beim PA 600 nicht sprechen.
      Es fehlt tatsächlich der zweite Sequenzer sowie der „assignable Slider“. Überhaupt hat der PA 600 relativ wenig Controller, lediglich einen Fußtaster.

      Dafür aber hat er eine entscheidende, neue Funktion, nämlich den „Chordsequenzer“, mit dem sich die Akkordfolgen eines ganzen Songs speichern und als Loop zum Jammen abspielen lassen, und das mit jedem beliebigen Style kombinierbar!

      Außerdem hat der PA 600 eine ganze Bank neuer Contemporaray Styles, die von ausgezeichneter Qualität sind und die beim PA 500 fehlen.

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