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Test: Mr. Black Gilamondo, Effektpedal für Gitarre


Phasen in acht Phasen

Auch wenn der Phaser-Effekt mit den Jahren aus der Mode gekommen ist, so ganz weg war er doch nie. Gitarristen mit Hang zum psychedelischen Sound werden ohne diesen Effekt vermutlich nicht auskommen (wollen), dessen Klang viele Gitarrensounds der 60er und 70er Jahre maßgeblich prägte und auch so manches Fender Rhodes zu neuen Ausdrucksmöglichkeiten verhalf. Das Mr. Black Gilamondo Phaserpedal bearbeitet das Signal gleich mit acht Allpassfiltern, was eine farbige und facettenreiche Modulation verspricht. Ob das so ist und welche weiteren Qualitäten diese Tretmine zu bieten hat, erfahren wir im folgenden Test.

Front

— Mr. Black Gilamondo —

Facts & Features

Bei einem handgefertigten Pedal, für das immerhin 229,- Euro im Handel angeboten wird, sollte die Qualität der Hardware stimmen. Die drei Potis entsprechen soweit den Erwartungen, sie sind gut zu greifen und weisen einen nicht zu leichten Drehwiderstand auf, um einem versehentlichen Verstellen entgegenzuwirken. Punktabzüge gibt es aber zum einen für das Anbringen der Netzteilbuchse auf der Platine, was bei einem eingesteckten Netzteil und einem unglücklichen Tritt böse Schäden nach sich ziehen könnte. Zum anderen wirkt die Anbringung der Fassung für die rote LED alles andere als sauber in das Pedal eingesetzt, denn sie wackelt deutlich in ihrem Sitz und lässt sich darüber hinaus gut und gerne 5 mm aus dem Gehäuse herausziehen. Hier war wohl der Bohrer eine Nummer zu groß.

Ein Netzadapter gehört nicht zum Lieferumfang des Mr. Black Gilamondo, ein entsprechender 9-Volt-Adapter aus dem Zubehör tut es aber auch hier. Wer es lieber mit einer Batterie versuchen möchte, der kann nach Abnahme der Unterseite einen 9-Volt-Block einsetzen.

inside

— Mr. Black Gilamondo mit abgenommener Unterseite – was will uns die Message bloß sagen? —

In- und Output sitzen an den Gehäuseseiten. Hier gilt es also wieder, etwas zusätzlichen Platz links und rechts des Gilamondo für die Verkabelung freizuhalten, sollte man das Pedal auf einem Floorboard befestigen wollen. Nach dem Treten auf den Metallschalter zeigt das Mr. Black Gilamondo seine Betriebsbereitschaft durch das Aufleuchten einer roten LED aus besagter wackeliger Fassung an. Wollen wir mal hören, was für Wellen uns entgegenschlagen.

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    dilux AHU

    phaser sind natürlich immer auch für uns tastenjungs interessant und ich muss zugeben, der hier klingt phänomenal! bisher hatte ich eigentlich immer einen mxr im auge, aber der gilamondo ist viel variantenreicher…der preis ist natürlich schon ein kleiner spassverderber – um kurz den stammtisch zu wort kommen zu lassen „da kriegt man ja einen halben synthie für“ – vielleicht ist das aber der preis, den man zahlen muss, um anders zu klingen…

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Mr. Black Gilamondo

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