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Test: Native Instruments, Abbey Road 70s Drums

14. April 2011

Rock Heavyness

“… and she’s buying her drum kit to heaven”, nachdem Native Instruments mit den Abbey Road 60s Drum für Kontakt eine extrem steile Vorlage lieferte, wagen sich die Toningenieure Mirek Stiles (The Beatles Anthology 5.1 Remix) und Peter Cobbin (Abbey Roads Director of Engineering) im Studio 2 der Beatles Studios an eine weiter Dekade. Die siebziger Jahre: Psycheledic-, Progressive- und Krautrock, Disco, Punk und Electronica. Neben den Experimenten mit Drogen, Liebe und Frieden. Bei der großen Vielfalt und Verworrenheit dieses Jahrzehnts stellt sich natürlich die Fragen: Kann NI mit den 70s Drums den Fokus behalten oder verlieren sie sich im dunstigen Nirvana?

NI Abbey Road 70s Drums

NI Abbey Road 70s Drums


Zunächst die technische Seite

Die 70s Drums sind im NI-Shop als DVD und als Download verfügbar. Der Download beträgt 6,56GB und wird zügig von den schnellen NI-Servern angeliefert. Der Link ist 30 Tage lang aktiv. Aktiviert wird das Paket über eine Seriennummer im NI Service Center Programm, die in der Installation enthalten ist. Eine einmalige Online-Verbindung zur Autorisierung kann über einen beliebigen Rechner erfolgen. Einzelheiten finden sich im PDF-Handbuch.  
Die Dateigröße enthält allerdings auch einige Tücken. Deswegen gibt es für Nutzer, die noch FAT32-formatierte Festplatten betreiben, PC-spezifische DVD-Images, die kleiner als 4GB sind. Für Festplatten mit NTFS und HFS+ gibt es eine DVD ISO-Imagedatei im Multiformat für Mac und PC.  
Das direkte Brennen der ISO-Datei als DVD-Image auf eine Dual-Layer DVD-R verursachte bei mir allerdings eine fehlerhafte DVD. Das Brennen des ISO-Images als Datei auf eine DVD-DL für Mac und PC war allerdings problemlos. Wem DVD-DL zu teuer sind, dem kann ich als Mac-Benutzer das Programm Split&Concat ans Herz legen. Es segmentiert Dateien in mehrere kleine Häppchen und benutzt außerdem das OpenSource Archivierungsformat .par und .par2. Das bedeutet, dass jedes halbwegs aktuelle Entpack-Programm, auf welchem Betriebssystem auch immer und in absehbarer Zukunft, die Daten auch wieder entpacken kann. Außerdem ist .par2 auch sehr robust gegen ein Beschädigung der Archivdateien, was beim Lesen von älteren DVD- etc. Medien sehr hilfreich sein kann. Ok, zurück zum Thema.

70s Drums – Die Auswahl

– Open Kit

NI Abbey Road 70s Drums - Open Kit

NI Abbey Road 70s Drums – Open Kit


Das Sample-Paket ist exklusiv für Kontakt 4, dem Sampler-Flaggschiff von NI, produziert worden. Das erste Kit ist ein Ludwig® VistaliteTM Tequila Sunrise aus der Mitte der 70er. Es besteht aus einer 26″ Kick-Drum, einem 14″ Rack-Tom sowie 16″ und 18″ Floor-Toms. Das transparente Plastik (Acryl), aus dem die Toms gemacht sind, stand für den Namen Vistalite Pate. Aufgenommen wurde das Kit einmal mit Raumklang und einmal mit dem “Glyn Johns” Setup. Dabei wird ein Mikrofon direkt über der Snare-Drum mit Ausrichtung auf die Mitte des Schlagfells positioniert. Das andere Mikrofon wird in der Nähe der Floor-Tom mit Ausrichtung auf das HiHat positioniert. Diese Kombination, zusammen mit der direkten Snare- und der Kick-Abgriffen, war sehr beliebt in den 70ern und machte wesentlichen einen Teil des “70er-Sounds” aus. Die traditionelle Stereo-Overhead-Mikrofonierung darf natürlich auch nicht fehlen.

– Tight Kit

NI Abbey Road 70s Drums - Tight Kit

NI Abbey Road 70s Drums – Tight Kit


Das zweite Kit ist das sehr begehrte vintage Premier® der 1922 gegründeten Premier® Drum Company, direkt aus den 70ern. Es wurden die Schlagwerke der Größen 22″, 13″, 14″ und 16″ gesampelt. Zusätzlich wurde noch die großen schwenkbaren Schallwände des Studio 2 sowie etliche ausgelegte Teppiche benutzt, um ein möglichste tightes und trockenes Klangbild des Premier zu erhalten. Die Mikrofonierung war ansonsten gleich.

Zusätzlich zu beiden Kits wurden noch weitere vintage Schlagwerke benutzt. Das Ludwig® Supra-Phonic 402 chrome 14×6.5, das Premier® 2000 14×5 und das Ludwig® Black Beauty 14×6.5 komplettierten die Snare-Drums. Während eine Auswahl von vintage 70s PaisteTM 2002 und ZildjianTMs die Cymbals stellten.

Klangbeispiele
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