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Test: Native Instruments Session Horns Pro

Cooles Gebläse für heiße Sommertage

6. August 2014

Im Radio läuft ein Knallersong von Earth Wind & Fire. Während ich die Melodie inspiriert vor mir hinsumme, frage ich mich verzweifelt und trotzdem voller Hoffnung, wie ich solche Bläsersätze authentisch und gut klingend auch als Schlagzeuger hinbekomme, ohne eine Brass-Section einfliegen zu lassen.

Eine Lösung liegt in dem neuen Plug-in von Native Instruments Session Horns Pro. Eigentlich ist es kein wirkliches Plug-in, sondern eine Sample Library, die über NIs Sampler Kontakt eingesetzt wird. Da wird jetzt ein paar Lesern bereits auffallen, dass die Anschaffung von Session Horns Pro, besonders dann, wenn noch kein Kontakt Sampler im eigenen Rechner umherwabert, einigermaßen teuer wird oder doch nicht? Nein, denn das neue Gebläse lässt sich auch über den kostenlosen Kontakt 5 Player nutzen – zum Glück. Das wäre schon mal geklärt.

Bewertung

Native Instruments Session Horns Pro

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Dennoch ist Session Horns pro kein absolut preisgünstiges Plug-in, denn die unverbindliche Preisempfehlung liegt mit 299,- Euro im höherpreisigen Segment. Dennoch bekommt man für das Geld eine ganze Menge guter Bläsersounds, die selbst für Drummer gut beherrschbar sind und hervorragende Ergebnisse ermöglichen.

Session Horns Pro Kauf und erste Schritte

Die Sample Library kann ausschließlich auf der Homepage von Native Instruments unter folgender Adresse käuflich erworden werden:

http://www.native-instruments.com/de/products/komplete/orchestral-cinematic/session-horns-pro/

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass sie in keinem anderen Shop erhältlich ist und man sich mit dem Shop von Native Instruments arrangieren muss. Nach dem Kauf wird der NI Service Center installiert, die Software heruntergeladen, installiert und per Seriennummer freigeschaltet und los geht’s.

Nachdem man die ca. 30 GB große Library installiert hat und zum ersten Mal Kontakt 5 oder den Kontakt Player öffnet, sieht man gut überschaubar auf der linken Seite das neue Tool: die Session Horns Pro.

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— 1. Übersicht auf das neue Plug-in —

Beim Klicken auf „Instruments“ öffnen sich weitere Optionen, aus denen man seine Instrumente auswählen kann.

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— Wahl zwischen Keyswitch, Performance und Solo Instruments —

Ich habe mich für die Performance.nki Variante entschieden, worauf folgendes Menü erscheint.

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— Die erste Brass Section steht —

Hier hat man nun verschiedene Möglichkeiten, nach denen man seine Brass Section oder auch einzelne Instrumente zusammenstellen kann.

Unter Section Preset hat man die Wahl zwischen 38 voreingestellten Brass Sections. Mit einem Klick werden die Instrumente dem Preset entsprechend ausgewählt und im Panorama voreingestellt.

In den Presets selbst können natürlich, je nach Präferenz, eine eigene Auswahl geladen werden.

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— Vielleicht anstelle eines Saxophons eine Tuba? —

Darunter befinden sich weitere Einstellmöglichkeiten der Bläsersounds, die z.B. charakteristische Sounds wie Vibrato, Rips, Grace Notes, Growl usw. ermöglichen.

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— Charakteristische Brass Sounds können hier eingestellt werden —

Richtig interessant wird es dann im Bereich Animator. Gerade für ungeübte Trompeter wie mich macht hier die Spielerei mit den Voreinstellungen wirklich viel Spaß, denn es kommen mit wenigen Klicks gleich professionelle Bläsersätze zum Vorschein. Diese könnten natürlich auch (mühselig) per Hand kreiert werden, aber ich verlasse mich einfach mal auf die Möglichkeiten des Animators.

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— Der Animator macht sofort viel Spaß —

Auch hier kann man sich wieder auf aussagekräftige Preset-Namen verlassen und einen Bläsersatz z.B. nach Pop, Soul, Funk, Latin, Reggae/Ska oder Indie auswählen. Darüber hinaus ist es möglich, dass man noch die Attribute SloMo, Heavy Horns, Getting Out und ein paar weitere zur Auswahl hinzufügt und so ad hoc hochwertige und absolut authentische Hooks erzeugen kann.
Neben der korrekten Tonart kann außerdem zwischen Harmonisch oder Unisono ausgewählt werden und ob der Satz nur einmal oder im Loop wiedergegeben werden soll (One Shot).

Ganz links und ganz rechts befinden sich noch Drehregler, mit denen der „Swing-Grat“ und der „Human Touch“ eingestellt werden können. Lustig: Extrem untighte und sehr genaue Brass Fills sind so ein Kinderspiel.

Geht man noch weiter in die Tiefe, dann kann man selbstverständlich auch Einfluss auf Hallräume, Kompression, EQ und vieles mehr nehmen.

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— Unzählige Einstellmöglichkeiten —

Nicht weniger als 28 voreingestellte Hallräume stehen für die individualisierte Klanggestaltung zur Verfügung. Und wer sich drauf einlässt, der kann sich hier in stundenlangem Herumprobieren absolut im Detail verlieren.

Neben unterschiedlichen Hallräumen wie Plate, Small Room, Liquid Sky etc. können hier auch die Lautstärke von einzelnen Instrumenten und das Panorama eingestellt werden.

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— Der richtige Hallraum für das Gebläse —

Sound

Der gewohnt hochwertige Sound der Native Instruments Plug-ins ist auch hier präsent und nach wenigen Minuten des Übens konnte ich für mich persönlich sehr zufriedenstellende Ergebnisse erzielen.

Um aber sämtliche Möglichkeiten dieser Sample Library auszuschöpfen, benötigt man sicherlich noch mehr Übung und Praxis, denn die 32 GB sind auf den ersten Blick quasi unerschöpflich.

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Klangbeispiele
Fazit

Session Horns Pro ist einfach im Handling und mit wenigen Kniffen hat man auch als ungeübter Musiker schnell ein paar sehr gute Ergebnisse für ein Projekt parat.

Die Library hat einen Umfang von 32 GB und erlaubt authentische Bläsersätze für gängige Musikrichtungen.

Wer also nach einer leicht zu bedienenden und vielfältig einsetzbaren Library für Bläser sucht, der wird hier mit Sicherheit fündig werden.

Plus

  • leicht bedienbar
  • übersichtlich
  • schnelle gute Ergebnisse möglich

Minus

  • nicht ganz billig
  • nur im NI Shop erhältlich

Preis

  • 299,- Euro
  • Update 199,- Euro
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Über den Autor
Profilbild

Keno Hellmann AHU

Freiberuflicher Musikproduzent und Schlagzeuger in Hamburg.
- Auftritte mit Elton John, Rosenstolz, Big Soul
- Teilnahme am Popkurs Hamburg 2008

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    FriFlo

    Nicht ganz unwichtig zu erwähnen wäre noch beim Preis, dass es sich eigentlich nie wirklich lohnt, ein NI Produkt zu erwerben, wenn man Komplete besitzt und doch irgendwann wieder ein Update macht … Leider immer wieder Geldverschwendung. Schade, das NI sich nicht mal was dazu überlegt – den Kunden von Komplete (Ultimate) eine faire Lösung anbietet!

  2. Profilbild
    Saxifraga

    Erinnert mich stark an meine ARX-03 Karte von Roland, die ich im Fantom G6 stecken habe. Macht mächtig fun!

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