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Test: Paul Reed Smith, McCarty Korina VN, E-Gitarre

14. Oktober 2008

PRS McCarty Korina

Paul Reed Smith polarisiert seit Bestehen seiner Firma die Musiker in zwei diametrale Lager. Die Einen schätzen die mit hochwertigen Komponenten ausgestatteten und erstklassiger Verarbeitung kredenzten Gitarren als eins der besten Produkte, welche der E-Gitarrenbau je hervor gebracht hat, die Anderen titulieren die Instrumente aufgrund ihres High-Price-Segments und ihrer zuweilen ausufernden Optik als „Zahnarzt-Gitarren“ oder „Wohnzimmertische“ mit mangelnder Eigenständigkeit.

Die mir zum Test vorliegende McCarty Korina wird die oben genannten Lager nun auch nicht in gemeinsame Freudentaumel ausbrechen lassen, allerdings kommt das erste Erscheinungsbild deutlich moderater daher als einige der optisch hochgezüchteten Private Stock Modelle. Obwohl das mit dem Wohnzimmertisch….;-)

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Namensgeber der McCarty Reihe war übrigens Theodore „Ted“ McCarty, welcher, obwohl selber niemals Musiker, ab 1950 Präsident von Gibson Guitars wurde und als Mentor von Paul Reed Smith gilt. Unter seiner Führung konnte Gibson aufgrund verschiedener wegweisender Erfindungen, wie zum Beispiel der Tune-o-matic Bridge, angeblich seinen Gewinn verfünfzehnfachen.

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Konstruktion

PRS versuchte damals wie heute mit seinen Instrumenten einen Mittelweg zwischen den beiden großen Protagonisten Gibson und Fender zu finden. Auch bei dem McCarty Modell treffen diese beiden Welten wieder aufeinander und werden zum Teil fusioniert, zum Teil in einzelnen Parts abgearbeitet.

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Fangen wir doch zunächst einmal mit der Holzauswahl an, welche eindeutig die Gibson Führung trägt. Das verwendete Korpus- und Halsholz Korina, eine Mahagoni-Unterart, war aufgrund massiven Raubbaus vor einigen Dekaden noch streng geschützt und durfte über Jahre nicht im Intrumentenbau verwendet werden. Durch entsprechende Aufforstungsmaßnahmen konnte der Bestand jedoch gerettet werden und steht nunmehr wieder für den Instrumentenbau zur Verfügung.

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Korina ist eine extrem leichte Mahagoni-Art, welche auch in dieser PRS zur Geltung kommt. Man soll es nicht glauben, dass es sich hierbei um Mahagoni handelt, wenn man die Gitarre aus dem (um ein Vielfaches schwereren) mitgelieferten Koffer holt. Für Musiker, welche immer gerne eine Paula spielen wollten, denen aber das Gewicht zu „männlich“ erschien, finden in Korina einen adäquaten Ersatz.

Die Korpusform hingegen hat zweifelsohne den berühmten Strat-Touch, was sich auch in dem dezenten Shaping auf der Rückseite, der Vorderseite (Violin-Shaping) und einer sehr praxisgerechten Aushöhlung im unteren Cutaway zwecks Bespielbarkeit in hohen Lagen bemerkbar macht.

Der mit einem Palisander Griffbrett ausgestattete Hals ist im so genannte „Fat Neck“ Shaping ausgeführt. Man sollte sich hier nicht in die Irre führen lassen, der Hals ist durchaus praxisgerecht ausgeführt, lediglich der „Fleischanteil“ ist etwas höher als bei anderen Hälsen. Für jemanden wie mich, welcher ohnehin den halben Baseball-Schläger als „normale“ Halsform empfindet, ist dieser Hals sogar eher schlank ;-)

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Forum

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