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Test: Peavey PVXp 12, Aktivboxen

11. Oktober 2013

Der Herausforderer

Nachdem kürzlich die große Schwester PVXp 15 bei mir zum Test erschienen war, gibt es heute die Variante Peavey PVXp 12″ mit dem 12″ Woofer. Da die beiden Boxen aus der gleichen Serie stammen, verweise ich ergänzend auf meinen Test der PVXp15 und werde hier vorwiegend die Unterschiede aufzeigen. Gleichzeitig möchte ich dem geneigten Leser noch den Artikel meines Kollegen Sigi Schöbel ans Herz legen, der den passiven Ableger PVX12 unter die Lupe genommen hat.

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Lieferumfang

Das Test-Paar kommt in zwei Kartons bei mir an. Neben dem Lautsprecher enthalten diese jeweils ein Powerkabel (Europa und England), Sicherheitshinweise und Garantiekarte auf Papier und die Bedienungsanleitung auf CD.

Merkmale

Das Gehäuse der PVXp12 besteht aus Kunststoff, es sind drei Tragegriffe, Hochständerflansch, Gummifüße, Flugpunkte vorhanden, genau so wie bei der größeren Version. Die Abmessungen betragen 62,2 x 40,9 x 38,1 cm, wobei sich das Gehäuse nach hinten verjüngt und eine Monitorschräge vorhanden ist. Das Gewicht ist mit 19,5 kg angegeben.

Die Peavey PVXp12 ist mit einem 12″ Tieftöner und einem 1,4″ Horn bestückt. Das Horn ist dasselbe wie in der 15″-Variante, hat einen Abstrahlwinkel von 100° x 50° und ist 10° nach unten geneigt. Beide Einheiten sind mit einem separaten Stahlgitter geschützt. Der Frequenzgang ist mit 60 Hz – 20 kHz in den Tiefen nur minimal eingeschränkter als bei der PVXp15, die bis 57 Hz runter geht. Die Trennfrequenz liegt bei 2,8 kHz. Eine blaue LED in der Front zeigt an, dass Strom anliegt.

Auch die Amp-/Elektronikeinheit entspricht der 15″-Box, 800 Watt Spitzenleistung stehen zur Verfügung, die sich in 650 W für den Tieftonbereich und 150 W für den Hochtöner aufteilen. Eine RMS-Leistungsangabe sucht man vergeblich, das hatte ich im letzten Test schon bemängelt und mache ich hier nochmals: Wir befinden uns hier im Pro-Audio Bereich und nicht in der Krabbelkiste vom Elektronikversender, da gehört diese Info einfach dazu.

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Es steht eine Eingangsbuchse zur Verfügung, diese ist allerdings mit XLR oder Klinke zu beschicken. Die beiden Wege haben unterschiedliche Eingangsempfindlichkeiten, so kann man an die XLR-Buchse sogar ein dynamisches Mikrofon anschließen. Bei Verwendung dieses Eingangs mit Line-Signal reicht es, den Pegelsteller auf 12 Uhr zu bringen, das entspricht dann der Vollaussteuerung beim Betrieb über den Klinken-Eingang.

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Ausgangsseitig stehen sowohl XLR wie auch Klinke zur Verfügung, um das Signal auf weitere Boxen zu schleifen. Der schon erwähnte Pegelsteller ist als Drehpoti ausgeführt. Eine LED zeigt die Betriebszustände „Signal“ und „Limiter“ in den Farben grün und rot an. Als Limiter hat Peavey die hauseigene DDT-Schaltung in der Elektronik verbaut. Der „Contour“-Schalter zur Höhen- und Bassanhebung ist natürlich auch wieder vorhanden.

Es gibt hier auch den Expansion Slot, für den es wohl noch keine Module gibt, gekühlt wird die Elektronik durch einen Lüfter, der deutlich vernehmbar arbeitet.

Abgeschlossen wird der Block durch das Powerschalter-, Sicherung- und Netzbuchsen-Trio.

Klang

Da die Ausstattung von PVXp12 und PVXp15 bis auf das kleinere Gehäuse und den kleineren Woofer identisch ist, ist natürlich interessant, welche Auswirkungen diese beiden Komponenten auf den Sound haben.

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Wieder lasse ich diverse Musikstücke aus verschiedenen Genres, mal laut, mal leise über das Boxenpaar laufen. Im Bassbereich kommt der Speaker nicht an die 15″er heran, das war auch nicht anders zu erwarten. Dafür sind die Tiefmitten präsenter, hier scheint eine etwas andere EQ-Abstimmung gewählt worden zu sein, um Bässe zu suggerieren. Das klingt grundsätzlich nicht schlecht, der Bass-Schub einer Kickdrum ist da, wenn auch nicht so differenziert wie bei der großen Schwester. Bassmelodien sind lauter im Klangraum abgebildet als bei der PVXp15, besonders trifft das auf Stücke mit Kontrabass zu. Im Bereich der Trennfrequenz ist die 12″er etwas druckvoller, Stimmen kommen direkter zu tragen. Anscheinend ist die 12″/1,4″ Kombi hier etwas optimaler, der 15″er muss sich schon etwas mühen, um an die 2800 Hz ran zu kommen.

Insgesamt möchte ich der PVXp12 ein etwas kompakteres Klangbild zugestehen, die PVXp15 klingt indes etwas offener. Falls ein Subwoofer vorhanden ist oder sowieso keine tiefen Bässe gebraucht werden, würde ich aus Gründen des Gewichts und der Größe zur PVXp12 greifen, mit der PVX15 hat man hingegen die Chance, auch mal eine Bassdrum ohne Basserweiterung auf die Anlage geben zu können.

Fazit

Für die Peavey PVXp12 trifft das gleiche Fazit zu, wie für die 15″-Variante: Gutklingendes und mit Know-How konstruiertes Klangprodukt, das auch noch durch eine sehr moderate Preisgestaltung zu gefallen weiß.

Auch die Minuspunkte hat die PVXp12 übernommen, der Lüfter ist deutlich zu hören und bitte endlich nachvollziehbare Leistungsangaben.

Plus

  • Preis/Leistung
  • guter Klang
  • sinnvolle Ausstattung
  • Mikrofoneingang

Minus

  • lauter Lüfter
  • keine RMS Leistungsangabe

Preis

  • UVP: 469,- Euro
  • Straßenpreis: 389,- Euro
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