Test: Plush, Extreme Cream, Gitarren-Verzerrerpedal

6. März 2012

Plush Extreme Cream

Verzerrer-Pedale gibt es bekanntlich ja wie Sand am Meer. Seien es nun Geräte mit hohen Gainreserven für alle, die den schwachbrünstigen Gitarrenamp mal so richtig aus der Reserve locken wollen, oder für diejenigen, für die ein mehr oder weniger stark ausgeprägter Booster zum „Andicken“ ihres Sounds ausreicht. So findet sich am Markt eine riesige und fast schon unüberschaubare Anzahl von diesen kleinen Tretminen, mal mit digitaler oder auch ganz traditionell in analoger Bauweise. Das Bild wird beherrscht von den Großen am Platze, allen voran natürlich von Firmen wie BOSS oder Digitech, die meist zu einem günstigen Preis zu haben sind und ihre Aufgaben auch recht gut erfüllen.

Jenseits dieses „Mainstreams“ gibt es aber auch eine ganze Reihe von Pedalen, welche sowohl klanglich als auch von der Optik mit Liebe zum Detail und meist in Handarbeit gefertigt werden und es oft schwer haben, sich am Markt erfolgreich zu behaupten. Meist steckt nur ein kleines Team dahinter, und die Ausgaben für Werbung sprengen dabei oftmals das Budget, sodass nur eine „Mund zu Mund-Propaganda“ oder die Foren im Netz zu deren Bekanntheitsgrad beitragen können.

Eines dieser eher „exotischen“ Verzerrerpedale erscheint nun heute zum Test auf Amazona, das Plush Extreme Cream.

-- Plush Extreme Cream --

— Plush Extreme Cream —

Die Firma Plush existiert eigentlich schon seit den sechziger Jahren und wurde von der amerikanischen Amp-Schmiede Fuchs übernommen. Fuchs-Amps sind zur Zeit auch bei uns in deutschen Landen ein absoluter Geheimtipp, wenn gleich der Anschaffungspreis eines solchen US-Handmade Verstärkers schon ein ordentliches Loch in die Haushaltskasse reißen kann. Wir hatten den Fuchs Mantis ja in einem Test schon bereits vorgestellt, für interessierte Leser sei auf den Link am Ende dieses Artikels hingewiesen. Nun aber zum Pedal.

Das Plush Extreme Cream erscheint in einem blau lackierten Aluminiumgussgehäuse und besitzt die Maße von 12,7 x 14,6 x 3,8 cm. Also etwas voluminöser, wie man es von den klassischen Bodentretern mit ihren eher „zigarettenschachtelgroßen“ Maßen gewohnt ist. Vermissen tut man an diesem Design eigentlich gar nichts, bis auf die nicht vorhandenen Gummifüße (oder Ähnlichem) auf der Unterseite des Gehäuses. Hier besteht also zumindest auf glatten Bühnenböden Rutschgefahr, und der Besitzer sollte das am besten gleich nachrüsten, damit jeder Tritt auf die beiden Metallswitches auf der Oberseite auch wirklich sicher sitzt. Etwas mühselig gestaltet sich auch das Wechseln der Batterie, denn einen Schnellverschluss auf der Unterseite gibt es hier nicht. Somit bleibt nur das Lösen der kompletten Bodenplatte mithilfe der vier Kreuzschlitzschrauben.

Wie üblich in der Kategorie „Boden-Tretmine“, besitzt auch das Extreme Cream an seinen Außenseiten einen Klinken In- und Output, auf der rechten Seite gibt es zusätzlich noch einen Anschluss für ein 9-Volt-Netzteil, was aber im Lieferumfang nicht enthalten ist. Auch auf das Beilegen einer Bedienungsanleitung wurde verzichtet, diese kann man aber auf der Website von Plush/Fuchs runterladen. Wirklich nötig ist das aber nicht, denn die Bedienung des Extreme Cream erklärt sich eigentlich von selbst und sollte niemanden vor ernste Probleme stellen.

Das mit einer analogen Schaltung ausgerüstete Gerät ist zweikanalig, was bedeutet, dass man sowohl einen weniger verzerrten Kanal für Riffs oder einen stark verzerrten für Soli voreinstellen kann. Hierfür dienen sechs fest mit dem Gehäuse verschraubte Potis, welche satt und nicht zu leicht ihren Dienst verrichten. Unterteilt in die Kanäle WARM und HOT, bieten diese Potis jeweils die Einstellmöglichkeiten für GAIN, TONE und LEVEL, zwei sehr helle und blau strahlende LEDs dienen zur optischen Überwachung des angewählten Kanals.

Klangbeispiele
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