Test: Reloop RP-4000 MK2

26. Juli 2018

Günstiger Dreher für den Einstieg?

Update für das Update vom Update. Hey Reloop, zumindest für den, der sich damit ein wenig beschäftigt, für den wird es langsam unübersichtlich. Es gab einen Reloop RP-4000M. Es gab einen Reloop RP-4000M3D, einen Reloop RP-4000 MKII … und nun gibt es einen Reloop RP4000 MK2, der der Nachfolger vom Reloop RP4000 ist. Nicht aber von dem ersten RP-4000 natürlich, sondern von dem zweiten, der nach dem RP-4000 MKII kam. Im Klartext, den 4000er gab es schon und als die Modelle RP7000 und RP8000 auf den Markt kamen, wurde auch der 4000er neu aufgelegt. Nun gibt es ja für den RP7000 schon die RP-7000 MK2-Version und so wurde dem RP-2000 und dem RP-4000 mit der RP-2000 MK2- und der RP-4000 MK2-Version ebenso ein Facelift verpasst. Quasi: Alt, Alt MKII, Neu, Neu MK2. In der Reihenfolge.
So genug von unterschiedlichen Versionen. Der Reloop RP-4000 MK2 ist nun die überarbeite Version von Reloops Plattenspieler im niedrigen Preissegment. 289,- Euro ist die unverbindliche Preisempfehlung, nicht viel für einen DJ-Plattenspieler.
Wie so viele kommt auch dieser Dreher jedoch aus der bekannten Schmiede mit Sitz in Taiwan und Produktion in China und erfahrungsgemäß haben einige der Modelle aus dem Hause in diesem Preissegment unschöne Fehler. Klappernde Tonarme, Motorengeräusche. Hoffen wir mal, dass der Reloop RP-4000 MK2 diese Eigenschaften nicht mit sich bringt.Reloop RP-4000 MK2

Reloop-RP4000 MK2 – ein erster Blick

Die Qual der Wahl gibt es beim 4000er nicht – den gibt es nur in Schwarz. Eine Silber-Version wie bei einigen Modellen vorher gibt es nicht. So weiß man, was einen erwartet, wenn man den Karton öffnet.

Verpackt ist der Plattenspieler wie gewohnt in Einzelteilen. Bei Seite liegt sowohl der Plattenteller, Slipmat, Kabel als auch das Gewicht für den Tonarm.

Auch findet sich im Lieferumfang ein Tonabnehmer-System, vormontiert am Headshell, das Reloop OM Black. Das System besitzt einen sphärischen Schliff und ist als Tonabnehmer für DJs durchaus geeignet. Produziert werden die Reloop Tonabnehmer wie das OM Black oder die Concorde Systeme von Ortofon in Dänemark, lediglich mit Reloop Logo.

Der Zusammenbau ist einfach, Plattenteller rauf, Stromkabel ran, Headshell mit System verschrauben am SME-Anschluss des Tonarms und das Gegengewicht anbringen, Auflagegewicht einstellen. Das Audiokabel mit parallel laufender Erdung ist fest am Gerät verbaut, ein Cover mit Scharnieren gibt es optional zum Kauf, mitgeliefert wird es nicht. Kein Problem, bei den meisten Nutzern liegt dieses eh nur im Karton herum.

Alles aufgebaut? Zeit, einen Blick auf das Gerät zu werfen.

Der Reloop RP-4000 MK2 ist ein direkt-betriebener DJ-Plattenspieler für Einsteiger oder auch „Fortgeschrittene“, wie der Hersteller verspricht. Schwarz dominiert die Oberfläche, Bedienteile wie auch Tonarm sind silbern, sei es Alu oder Kunststoff wie die Tasten.

Reloop RP-4000 MK2

Tonarm des RP-4000 MK2

Vom Design erinnert das Modell natürlich an die anderen RP-Modelle und auch ganz klar an das All-Time-Vorbild, einen Technics 1210. So ist der On/Off-Schalter links auf den Strobe-LEDs zu finden, Start/Stop-Taste wie auch die Tasten für die Geschwindigkeiten befinden sich vorne links.
Hier kann man bereits feststellen, dass der Plattenspieler über drei Geschwindigkeiten verfügt: 33 1/3, 45 und 78 RPM.

Noch mehr Geschwindigkeit gibt es beim Pitchfader. Dieser, rechtsseitig angeordnet, bietet klassisch 8 % Pitchrange, erweiterbar auf 16 % durch Tastendruck.
Neben der Einstellung der Pitchrange gibt es tatsächlich auch eine Reverse-Taste.

Reloop RP-4000 MK2

Pitch-Range und Reverse-Tasten

Verbaut ist ein s-förmiger Tonarm, Aluminium, auf einer schwarzen Kunststoff-Base. Ebenso finden wir eine versenkbare Nadelbeleuchtung aus Aluminium mit einer klassischen Glühbirne.

Forum
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    Bloom  

    Ich kann mich dem super Bericht vom Bolle nur anschließen. Für den Anfang und dem Wissen das man sich später was neues Kaufen wird, ist das Ding mit Sicherheit OK. Nur kauft man bekanntlich bei günstigen Sachen immer zweimal. Ein Kumpel von mit arbeitet ab und zu bei Reloop auf Messen und hat meinen Eindruck von diesem Teil bestätigt. Ich persönlich finden den 7000er oder 8000er genial mit meinem VirtualDJ Pro DVS Setup.
    Aber nochmals zum Einstieg mit dem Wissen das man über kurz oder lang Upgraden wird, sind die schon OK.

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      Bolle  RED

      :)
      Vielleicht nutzt man sie am Anfang ja auch nicht so hart….ich hab mit Omnitronic angefangen, die haben die ersten Jahre gut gehalten, bis ich das Geld für Technics hatte…bzw. überhaupt wusste, dass es Technics gibt und was das ist und, dass man die haben muss :)
      Omnitronic und Behringer, das war mein Einstieg und es war kein schlechter… :)

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