Test: Schecter Synyster Gates Custom S

Das Silberstreifen-Design setzt sich auch an der schwarzen Kopfplatte fort, welche die ebenfalls schwarzen Closed-Type-Mechaniken von Grover trägt. Es handelt sich hierbei um Mechaniken der Rotomatics-Serie, die mit einem Übersetzungsverhältnis von 18:1 für eine deutlich bessere Stimmstabilität sorgen sollen. Etwas versteckt auf der Rückseite der Kopfplatte findet sich dann auch die Signatur des Meisters.

-- Rückseite der Kopfplatte mit der Signatur von Synyster Gates --

— Rückseite der Kopfplatte mit der Signatur von Synyster Gates —

Hardware/Elektronik

Die Synyster Gates Custom S besitzt ein Original Floyd Rose-Vibratosystem, welches ebenso wie auch die Grover-Mechaniken in Schwarz erscheint. Obwohl ein Vibratosystem dieser Kategorie in der Regel keinerlei Probleme mit dem Halten der Stimmung hat, kränkelt unser Testinstrument doch etwas in diesem Bereich. Trotz ausreichendem Festziehen der Schrauben am Sattel ist die Stimmung des Instrumentes nach etwas härterem Einsatz (Down-Bending) nicht mehr ganz sauber. Abhilfe schafft dann nur das Ziehen am eingeschraubten Vibratohebel in die andere Richtung (Up-Bending), um die korrekte Stimmung wieder herzustellen. Wir reden hier nicht über 1-2 Cent auf der Skala eines Tuners, die Verstimmung ist deutlich auch mit den Ohren wahrzunehmen und lässt Fragen nach der Ursache dieses Problems aufkommen. Es entsteht bei genauerer Betrachtung die Vermutung, dass dieser Umstand wohl auf die Qualität der Stehbolzen, welche ja die Messerkanten des Vibratoblocks aufnehmen, zurückzuführen ist. Eventuell hat sich Schecter hier für ein zu weiches Material bei der Konstruktion dieser Bolzen entschieden. Schade ist es allemal – und sollte bei einem Instrument dieser Preisklasse wirklich nicht auftauchen.

Wesentlich mehr Freude bereitet da schon die elektrische Abteilung der Synyster Gates Custom S. Hierfür sorgen die beiden Tonabnehmer aus dem Hause Seymour Duncan, welche über einen Dreiwegschalter angesteuert werden. In der Bridge-Position sorgt ein SD Invader für ordentlich Dampf, am Hals hat man sich ein besonderes Schmankerl aufgehoben. Hier wurde ein Seymour Duncan Sustainiac-Pickup eingesetzt, der dem Instrument jederzeit und auch ohne voll aufgedrehtes Röhrenamp-Feedback ein endloses Sustain beschert und somit dem kreativen Musiker ein hochinteressantes und inspirierendes Tool an die Hand gibt. Für die Aktivierung der Sustainiac-Schaltung sorgt ein Mini-Toggleswitch, ein weiterer dreistufiger Miniswitch entscheidet, ob der gespielte Ton unverändert im Sustain verlängert wird oder ob dem Sound natürliche Obertöne hinzugefügt werden. Das System funktioniert fantastisch gut, nicht nur einzelne Töne, sondern auch komplette Voicings erhalten so ein völlig neues Klangbild und bieten eine große Spielwiese für Inspirationen.

Ein Volume- und ein Tonepoti bilden den Abschluss der elektrischen Schaltmöglichkeiten der Synyster Gates Custom S, wobei das Volumepoti allerdings etwas leichtgängiger auf seiner Achse laufen dürfte.

-- Rückseite mit Fräsungen für Batterie-, Vibrato- und Elektronikfach --

— Rückseite mit Fräsungen für Batterie-, Vibrato- und Elektronikfach —

Die notwendige Energieversorgung erhält der Sustainiac-Pickup über ein Batteriefach auf der Rückseite des Instruments. Hier erhält man auch Zugang zur gesamten Elektronik der Synyster Gates Custom S und zum Vibratofach. Alles ist sehr sauber und ordentlich verarbeitet und bietet an dieser Stelle keinen Anlass zur Kritik.

Klangbeispiele
Forum

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