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Test: Spectrasonics ATMOSPHERE Dream Synth Module

(ID: 3696)

Die Benutzeroberfläche
Nach der Installation präsentiert sich eine sauber aufgeräumte Benutzeroberfläche, die sich auf Anhieb auch ohne Studium des Handbuches benutzen lässt.

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Die Auswahl der rund 1000 Sounds erfolgt durch Klicken in das Namensdisplay. Dort erscheint dann als PopUp Fenster eine Liste aller Patches sortiert nach verschiedenen Kategorien. Verwendet man die Up- und Down-Taster, so kann man auch die einzelnen Patches durchsteppen. Aber Achtung: pro Patch werden manchmal bis zu 60 MB an Daten in den Computer geladen. So kann das Umschalten je nach verwendeter Rechnerhardware schon mal mehrere Sekunden dauern, was ein schnelles Durchhören, wie man es von Hardwaresynthesizern gewohnt ist, unmöglich macht. Ein Memory-Display zeigt den Speicherbedarf des aktuellen Patches in Megabyte.

Ein Atmosphere-Patch kann aus maximal zwei unterschiedlichen Layern bestehen, die man mit dem A und B-Taster umschalten oder auch kombinieren kann. Mit Hilfe des Mixers kann die Lautstärke pro Layer reguliert werden. Unterhalb der Umschalttaster befindet sich das Layer-Auswahlmenü. Schon hier wird klar, dass sich aus den vorhandenen Layern mehr als 1 Million neue Patches erstellen lassen. Spectrasonics verspricht sogar neue Samples für die Zukunft. Eigene Patches können separat abgespeichert werden. Ein bisschen ärgerlich ist die Tatsache, dass bei Wechsel eines Layers alle Einstellungen in Atmosphere überschrieben werden. Hat man also einen Sound mit Filter, Modulation und Co. erstellt und möchte nur mal eben ein anderes Layer ausprobieren, gehen alle zuvor vorgenommenen Einstellungen verloren. Ich weiß, ein Layer ist nun mal keine Wellenform – trotzdem hätte ich mir hier einen kleinen Schalter gewünscht, mit dem man das Überschreiben der Werte verhindern kann.

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Die Atmosphere-Library
Die Core-Library enthält über 1000 Patches und Layer und ist in verschiedene Kategorien unterteilt. Die Ambient-Kategorie ist dabei die größte Sammlung mit 17 Subkategorien. Hier findet man viele geheimnisvolle und abwechslungsreiche Klangtexturen. Die Kategorie Belltones enthält multigesampelte Sounds, die einen glockigen Klangcharakter haben. Big Swells sind extrem fette, anschwellende Sounds, deren Geschwindigkeit über das Modulationsrad gesteuert werden kann. Evolving Moods sind multigesampelte Sounds, die sich langsam und stimmungsvoll im Laufe der Zeit entwickeln. Die Sounds aus der Kategorie Intricate Motion verfolgen ein ähnliches Konzept wie die Evolving Moods Abteilung, mit dem Unterschied, dass die Bewegung in diesen Sounds viel intensiver, schneller und komplexer ist. In der Kategorie Noises befinden sich eine große Auswahl nichttonaler Sounds. Die spielbarsten Sounds befinden sich in der Kategorie Pads. Diese Sounds weisen nur wenig Bewegung auf und können in beliebigen Akkorden gespielt werden. Die Kategorie Solo enthält klassische analoge Synthsounds der 70er Jahre. Synthetische und akustische Streichersounds findet man in der Strings-Abteilung. Hier liegt lobenswerterweise bei einigen Patches der Hall auf dem 2. Layer und kann per Mixer beliebig hinzugemischt werden. In der Sweeping-Kategorie findet man Sounds, die sich für dramatische Übergänge oder als bewegte Flächen eigenen. Auch Bässe findet man in Atmosphere: in der Kategorie Synth Bass versammeln sich eine Auswahl klassischer analoger Basssounds. Eine große Auswahl an klassischen und fetten Synth- und Technosounds findet man in der Abteilung Synths. Störgeräusche jeder Art findet man in der Kategorie Vinyl. Den Abschluss bildet die Kategorie Waveform Utility. Hier findet man Grundwellenformen wie Sinus und Sägezahn sowie Testtöne.

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Qualität der Samples
Typisch für Spectrasonics ist die hohe Qualität des verwendeten Samplematerials. Die Samples liegen auf der Festplatte in 16 Bit vor und werden mit 16 Bit oder 32 Bit von den Synthesefunktionen bearbeitet. Mit Hilfe des 32 Bit-Modus kann man die Wiedergabe der Patches „transparenter“ erklingen lassen und Transponierungsfehler minimieren. Außerdem wird die Computer-CPU im 32 Bit Mode weniger belastet. Nachteil: der Speicherplatzbedarf steigt auf das Doppelte.

Beispiel:

Mit einer 2,5 Ghz P IV CPU verbraucht Atmosphere ca. 20 % der Leistung, im 32 Bit Modus verringert sich dies um ca. 5 %.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    kann man das Instrument auch stand alone mit einem Masterkeyboard ansteuern ?
    Dann wäre es interessant !

  2. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Öhm, hast Du schonmal auf das Datum des Testberichts geschaut (ich mußte mehrfach auf das Datum Deines Beitrags schauen … ;))? Das Ding ist inzwischen nicht mehr regulär erhältlich. Der Nachfolger heißt Omnisphere, kann viel mehr, ist aber nicht ganz billig. Als Standalone läuft aber weder Atmosphere noch Omnisphere, allerdings spricht nichts dagegen, das Plugin in ein kleines Hostprogramm ohne DAW Funktionalität zu laden. Das ist dann so gut wie stand alone.

  3. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Hi danke Andy ! Das Programm lag bei mir schon Jahre in der Schublade, weil es mir als reines plugin nie was genutzt hat. Zufällig stieß ich auf diese website und habe einfach mal gefragt. Jetzt probier ich nochmal rum, ist ja gerade Zeit dazu. Schöne Feiertage ! Raisl

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