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Test: Behringer UB-Xa Analogsynthesizer mit polyphonem Aftertouch

Polyphoner Analogsynth der Edelklasse

27. Dezember 2023
Test: Behringer UB-Xa Analogsynthesizer mit polyphonem Aftertouch

Test: Behringer UB-Xa Analogsynthesizer mit polyphonem Aftertouch

Der lang erwartete Behringer UB-Xa Synthesizer mit 16-facher Polyphonie, voll analogem Signalweg und Tastatur mit polyphonem Aftertouch, kam kurz vor Weihnachten bei uns in der Redaktion an. Die Reinkarnation des legendären Oberheim OB-Xa Synthesizers wurde sofort von Florian Anwender einer umfangreichen Betrachtung unterzogen. Viel Spaß.

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Dieser Test beginnt mit einem Geständnis: Als aus der AMAZONA.de Redaktion der Aufruf kam, wer denn den Behringer UB-Xa testen wolle, fiel mir siedend heiß ein, dass mein Oberheim OB-Xa seit über einem Jahr darauf wartet, repariert zu werden. Mein Exemplar des „Nadelstreifen-Boliden“ (O-Ton Michael MacNeil) bleibt nämlich seit einem schönen Nachmittag im Herbst 2021 im Boot-Vorgang hängen. Technisch wohl letzlich eine Kleinigkeit, aber wenn Kleinigkeiten sich wie die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen verstecken, dann kann es mühsam werden. Vor dieser Mühsal habe ich mich gedrückt und das rächt sich jetzt, denn für den Test des Behringer UB-Xa fehlt mir das Vorbild doch immer wieder.
Andererseits hat das den Vorteil, dass ich den UB-Xa in gewisser Weise unbelastet betrachten muss und mich nicht immer auf den Vergleich zurückziehen kann. Dieser Test wird daher zwar das eine oder andere Mal auch auf den Ahnen aus dem Hause Oberheim Bezug nehmen, aber in erster Linie soll es darum gehen, was wir Musiker heute mit dem Behringer UB-Xa bekommen.

Behringer UB-Xa und Oberheim OB-Xa Synthesizer

Der Behringer UB-Xa ist deutlich kompakter als das Vorbild aus dem Hause Oberheim

Wer sich über die Historie der Oberheim-Vorbilder schlau machen möchte, der sei auf den Artikel zum OB-Xa von Theo Bloderer und die Einleitung des Tests des aktuellen Oberheim OB-X8 von AMAZONA.de Autor Obie69 verwiesen.

Überblick: Der Behringer UB-Xa

Wovon sprechen wir hier überhaupt? Der Behringer UB-Xa ist ein polyphoner Synthesizer, der mit analoger Klangerzeugung klassische subtraktive Synthese betreibt. Das Instrument kann entweder als 16-stimmige monotimbraler Synthesizer betrieben werden, also: 16 Stimmen mit dem gleichen Klang spielen. Oder er erzeugt zwei verschiedene Klänge, die man dann entweder auf der Klaviatur in verschiedenen Bereichen spielen kann (=Split-Modus) oder die man als Klangdoppelung über die gesamten Klaviatur spielt (=Double-Modus). Im Split- und Double-Modus stehen pro Klang dann 8 Stimmen zur Verfügung.
Defacto kann man das Instrument aber auch als zwei separate achtstimmige MIDI-Expander betreiben. Man legt die beiden Split-Teile auf separate Seite der Stereo-Balance, betreibt sie auf verschiedenen MIDI-Kanälen und schon hat man zwei Öltanks … ähhhh, nein: zwei Synthesizer-Expander.

DIe Bedienoberfläche des Behringer UB-Xa

Die Bedienoberfläche des Behringer UB-Xa ist sehr übersichtlich strukturiert

Zu guter Letzt gibt es noch einen Unisono Modus, der in den Standard-Einstellungen alle 16 Stimmen auf einem einzigen Ton vereint – ein beeindruckendes Erlebnis. Im Split- beziehungsweise Dual-Modus hat man dann acht Stimmen für die Unisono-Spielweise. Mit dem Verweis auf die „Standard-Einstellungen“ ist klar, dass es auch andere Einstellungen gibt, und zwar in ungeahnter Vielfalt. Behalten Sie das im Hinterkopf, es ist essentiell für die Bewertung des Behringer UB-Xa.
Neben der Möglichkeit, den Synthesizer über das Keyboard, DIN-MIDI und USB-MIDI zu spielen, findet sich noch ein Arpeggiator sowie ein einfacher Step-Sequencer im Stil des Roland JX-3P.
An dieser Stelle ein kurzer Seitenblick auf den Oberheim OB-Xa: Der hatte nur 8 Stimmen (in den Split/Double-Modi 2x 4), und Arpggiator oder Sequencer gab es dort nicht.

Die Bedienung des Behringer UB-Xa

Die Bedienung erfolgt über ein relativ reduziertes Set an Drehreglern und Tastern für die Standard-Parameter des Synthesizers. Ein „Shift“-Taster erlaubt bei den meisten Reglern Zugriff auf eine zweite Ebene von Parametern. Eine überwältigende Anzahl von Spezialparametern für die Feinanpassung ist dann nur über das (leider schlecht ablesebare) Display und einen Endlos-Regler in Untermenüs zugänglich, die mit „Shift“ und einem Taster ausgewählt werden.

Das Display des Behringer UB-Xa

Display, Endlosdrehgeber und zwei Value-Taster geben Zugriff auf die unzähligen Spezial-EInstellungen

Auch das Auswählen der Presets erfolgt darüber. Das ist grundsätzlich in Ordnung, allerdings setzt Behringer ein sogenanntes Endlos-Potentiometer mit Tastfunktion ein, das insbesondere dann kniffelig einzustellen ist, wenn ein Parameter sehr viele mögliche Werte hat. Da flutscht man schon gerne mal über den gewünschten Zielwert hinaus. Allerdings kann man mit zwei „+“ und „-“ Tastern die Werte auch schrittweise einstellen. Letztlich kommt man also schon ans Ziel. Ich würde aber trotzdem einen klassischen Encoder mit Raststellungen bevorzugen. Zumal beispielsweise zum Aufrufen eines Presets der Tastknopf des Endlosreglers gedrückt werden muss – und da ist es mir nicht nur einmal passiert, dass ich durch die Fingerbewegung den Wert doch noch mal um eins weitergedreht hatte und damit dann das falsche Preset ausgewählt habe. Auf der Bühne wäre sowas richtig schlecht!

Die Anzeige der Auto-Tune-Routine des Behringer UB-Xa

Während der Auto-Tune Routine kann man dem UB-Xa bei der Arbeit zusehen

Ebenfalls leider nicht gelungen ist die Wahl des roten Displays. Nicht nur dass die Anzeige bei Bühnenbeleuchtung durchaus schwer lesbar sein dürfte. Etwa 10 % aller Menschen hat eine Rot-Grün-Farbsehschwäche. Besonders clever ist da ein rotes Display nicht. Da sollte bei einer zukünftign Serie unbedingt eine andersfarbige Anzeige gewählt werden.
Gewöhnungsbedürftig ist auch das Fehlen eines dedizierten „Exit“- oder „Return“-Tasters. Um in eines der Spezial-Menüs zu gelangen, wählt man dieses mit „Shift“ und einem Taster der Bedienoberfläche aus. Um das Spezial-Menü zu verlassen, muss man nochmals „Shift“ und wieder den entsprechenden Taster drücken. Wenn man nun zwischen mehreren solchen Menüs gesprungen ist, dann kann es im Extremfalls zu einem echten Rätselspiel werden, wie man nun wieder zurück in die Preset-Auswahl gelangt. Als Workaround kann man zwar oft die „Compare“-Taste zweimal drücken, um zur Klangauswahl zurückzukehren, aber besonders intuitiv ist das nicht.

Behringer UB-Xa
Behringer UB-Xa
Kundenbewertung:
(17)

Die Stimmarchitektur

Der Behringer UB-Xa hat eine recht konventionelle Stimmarchitektur. Das Signal von zwei VCOs und einem Rauschgenerator wird in eine Tiefpass-VCF-Stufe geführt und dann durch einen VCA. Für VCF und VCA gibt es jeweils eine Hüllkurve. Für die Oszillatoren und das Filter steht ein LFO zur Verfügung. Die VCOs können nochmals über einen zweiten LFO in der Pitchbend-Sektion neben der Tastatur moduliert werden. VCO2 kann von der Filter-Hüllkurve angesteuert werden. Darüberhinaus gibt es noch eine umfangreiche Modulationsmatrix auf der Untermenü-Ebene.

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Die VCO-Sektion des Behringer UB-Xa

Die zwei spannungsgesteuerten Oszillatoren des Behringer UB-Xa basieren auf den V3340-Chips vom zum Music-Tribe-Konzern gehörenden Chiphersteller Cool-Audio. Es stehen pro Oszillator die Schwingungsformen Sägezahn, Rechteck und Dreieck zur Verfügung. VCO-1 kann wie beim OB-Xa im Standard nur in drei Oktav-Schritten gestimmt werden. Mit Funktionen, die über Menues erreichbar sind, ist eine Einstellung in Halbtonschritten und in einem deutlich weiteren Bereich möglich. Der VCO-2 lässt sich von vornherein in Halbtonschritten einstellen und kann zudem noch über einen „Detune“-Regler feingestimmt werden.

DIe Oszillator-Sektion des Behringer UB-Xa

Drei Regler und sechs Taster müssen für die Bedienung der VCOs genügen

VCO-2 kann von VCO-1 hart synchronisiert werden und zudem vom Hüllkurvengenerator des Filters moduliert werden. Dabei wird die Modulationsauslenkung der Hüllkurve leider vom Regler für die Hüllkurvenmodulation des Filters bestimmt. Das ist beim originalen Oberheim OB-Xa auch so; bei der Behringerschen Version kann man allerdings die gesamte Weite der Tonhöhenänderung bei maximaler Modulationstiefe in den sogenannten „Voice“-Properties einstellen, sodass man nicht auf die vergleichsweise „brave“ Konstellation des OB-Xa beschränkt ist.
Die Pulsbreite wird grundsätzlich für beide Oszillatoren gemeinsam eingestellt. Allerdings kann man sie – anders als beim OB-Xa – auch separat vorgeben, indem man den „Pulse“-Taster des jeweiligen VCOs drückt, während man am PW-Regler dreht. Allerdings wird diese Einstellung nicht als Offset zum gemeinsamen Wert gesehen. Sobald man den PW-Regler ohne gedrückten Taster dreht, sind beide Oszillatoren wieder auf den gleichen Wert eingestellt. Da wäre ein entsprechendes Firmware-Update sicher nett.
Die Tonhöhen- oder Pulsbreiten-Modulation aktiviert man in der Modulations-Sektion, in der sowohl Modulationsziel als auch Intensität eingestellt werden.

Die VCF-Sektion des Behringer UB-Xa

Das Filter des Behringer UB-Xa ist ein Tiefpass-Filter. Es kann zwischen 12 dB/Okt. und 24 dB/Okt. umgeschaltet werden. Direkt am Filters findet sich ein „Modulation“-Regler, der die Beeinflussung der Kennfrequenz durch die Hüllkurve bestimmt. Die Ansteuerung des Filters durch den LFO erfolgt – wie bei den VCOs – in der Modulations-Sektion. Das Keyboard-Tracking kann nur ein- bzw ausgeschaltet werden. Um das Keybard-Tracking auf andere als diese „Entweder-oder“-Werte zu setzen, muss man den Umweg über die Modulations-Matrix in den Menüs gehen. Dort kann man dann einen negativen, aber jetzt regelbaren Einfluss des Keyboards auf die Kennfrequenz des Filters einstellen, und somit vom 100 % Tracking auf der Bedienoberfläche wieder etwas abziehen.

Die Filtersektion des UB-Xa

Die Filtersektion des UB-Xa

Die Resonanz des Filters geht in den Standard-Einstellungen nicht bis in die Eigenschwingung. Das war auch beim Oberheimschen Vorbild so. Aber auch das kann in den Menue-Einstellungen des Behringer UB-Xa geändert werden, sodass das Filter klingeln und zwitschern darf, dass es eine Freude ist.
Eine Besonderheit des Oberheim OB-Xa ware es, dass sich hinter der Umschaltung zwischen 12 dB/Okt. und 24 dB/Okt. nicht einfach zwei verschiedene Abgriffe von der gleichen Filterschaltung verbergen (wie etwa beim Roland Jupiter-8). Tatsächlich hat Oberheim damals eine komplette zweite Filterschaltung pro Stimme eingebaut. Diese zweite Schaltung entspricht dem Filter des OB-X und des Oberheim SEM. Vermutlich war Oberheim der Meinung, dass ihre bisherigen Kunden den neuen Filterklang nicht mögen könnten. Leider verpasste Oberheim aber die Chance, diese beiden Filter gleichzeitig nutzbar zu machen – insbesondere, da die Schaltung des 12 dB/Okt. Filters auch als Hochpass oder als Bandpass genutzt werden könnte.

Behringer hat das Konzept im UB-Xa ebenfalls übernommen und leider damit auch das unterschiedliche Verhalten der beiden Filter beim Aufdrehen der Resonanz. Das 24 dB/Okt. Filter verliert nämlich deutlich an Lautheitseindruck, sobald die Resonanz hörbar wird, also in Richtung Eigenschwingung geht. Das Verhalten haben eigentlich alle Filterschaltungen, aber es gibt Schaltungskniffe, wie man das Verhalten umgehen kann (siehe dazu auch die beiden AMAZONA.de Artikel zur Geschichte der Roland-Filter https://www.amazona.de/die-geschichte-der-vcfs-in-roland-juno-jupiter-synthesizern/). Oberheim hat diese Kniffe leider nicht verwendet und die Synthentwickler bei Behringer haben diese, hmmm …, Schwäche des Original ob des Bemühens um Vorbildtreue übernommen. Besitzer des UB-Xa können sich allerdings behelfen, indem sie in der Modulationsmatrix den Wert des Resonanz-Reglers als Kontroll-Quelle für die Lautstärke des jeweiligen Patches verwenden.

Die VCA-Sektion und die Hüllkurvengeneratoren des Behringer UB-Xa

Wie bei vielen anderen Synthesizern ist die VCA-Sektion nur durch die vier Regler der Lautstärke-Hüllkurve repräsentiert. Tatsächlich kann der VCA mehr als nur Hüllkurve. Es sind nämlich zwei VCAs, jeweils einer für links und rechts. Da alle Steuersignale im Voiceboard-Prozessor des UB-XA digital gerechnet werden, ist es möglich, nicht nur die Hüllkurve, sondern gleichzeitig auch die Patch-Lautstärke, die Panorama-Position und eine Tremolo-Modulation über die zwei VCAs abzubilden. Die VCAs basieren auf den CoolAudio-Derivaten den SSM2164. Das beschert dem UB-Xa vermutlich einen etwas saubereren Klang, als ihn der Ahn aus dem Hause Oberheim aufwies. Der nutzte nämlich den „Ur-OTA“ CA3080. Dieser Chip erforderte, dass das Signal vor dem Regelschaltkreis deutlich leiser gemacht wird, um danach wieder massiv angehoben zu werden. Das führt zwangsweise zu Rauschen, schlechterer Dynamik und gegebenenfalls auch zu Verzerrungen – das trug aber auch zum Teil zum charakteristischen Klang des OB-Xa bei.

Die Hüllkurven-Sektion des Behringer UB-Xa

Die beiden Hüllkurvengeneratoren. Die über den „Shift“-Taster erreichbaren Funktionen sind grau beschriftet.

Wie schon erwähnt, stehen im Behringer UB-Xa zwei ADSR-Hüllkurvengeneratoren zur Verfügung, die direkt das Filter beziehungsweise die VCA-Sektion ansteuern. Über die Shift-Funktion erreicht man zwei weitere AD-Hüllkurven, die in der Modulations-Matrix verwendet werden. Die Hüllkurven sind – wie schon erwähnt – digital gerechnet. Digitale „Zipper Noises“, wie man sie von ähnlichen hybriden Vintage-Synthesizern noch kennt, gibt es beim UB-Xa natürlich nicht mehr. Die möglichen Hüllkurvenzeiten überstreichen einen großen Bereich: Attack-Zeiten sind von 7 Millisekunden bis 12 Sekunden drin, die Release-Zeiten gehen sogar bis 20 Sekunden. Die Auflösung der Regler für die kurzen Zeiten ist auch sehr gut, allerdings wird für mein Gefühl den langen Zeiten zuviel „Regler-Platz“ gegönnt. Ab ungefähr der 11-Uhr-Stellung der Regler beginnt etwas, das ich als Mittelbereich bezeichnen würde, aber der geht bestenfalls bis zur 13-Uhr-Position. Ungefähr das obere Drittel des Reglerweges ist dann einfach nur noch „lang“. Der Unterschied zwischen 8 Sekunden und 20 Sekunden Release ist musikalisch betrachtet nur in sehr seltenen Fällen ergiebig. Gleiches gilt für die Attack-Zeit. Das Reglerverhalten entspricht zwar wohl dem, wie eine rein analoge Reglerkontrolle wirken würde, aber das wäre ja hier nicht nötig. Viele andere Hersteller haben gezeigt, dass das auch anders geht: In der Firmware könnte man sich jede beliebige Regler-Charakteristik hindrehen. Insbesondere die Moog Phatties haben schon vor vielen Jahren vorgemacht, wie man sowas gut dimensioniert.

Die Klaviatur des Behringer UB-Xa

Das Keyboard des UB-Xa kann anschlagsdynamisch gespielt werden, liefert also MIDI-Velocity-Werte und kann sowohl monophonen als auch polyphonen „Aftertouch“ senden. In den Standard-Einstellungen reagieren die Klänge der mitgelieferten Presets allerdings nicht auf die Anschlagsdynamik. Eine entsprechende Steuerung muss man erst in der Modulationsmatrix der einzelnen Klänge einfügen. Das ist ein bisschen schade. So ein pauschaler Default in den Presets, den man – wie auch immer – global aktivieren könnte wäre nicht schlecht. Allerdings weiß ich von meinem Rhodes Chroma Polaris, dass globale Velocity-Einstellungen dann eben auch sehr pauschal agieren und nicht für jeden Sound passen. Die Möglichkeiten, die der UB-Xa hier in der Modulationsmatrix bietet, sind da schon sehr beeindruckend. Bei den Klangbeispielen gibt es einen dedizierten Track dazu.


Für den polyphonen Aftertouch (=Polypressure) gibt es drei „Härtegrade“, die natürlich nicht mechanisch spürbar sind, aber eben unterschiedlich Reaktionskurven auf das erzeugte Steuersignal legen. Die Polypressure ist bei diversen Presets auf die Filterkennfrequenz oder auf die Vibrato-Intensität gelegt, was auch von pianistisch weniger Geübten ganz gut handhabbar ist. Vom Spielgefühl bin ich zwar derzeit durch das Osmose von Expressive E in Sachen Poly Pressure extrem verwöhnt und ja: An das Spielgefühl von Osmose kommt die Behringer Klaviatur nicht heran, aber im Vergleich mit anderen Klaviaturen mit Poly-Aftertouch-Fähigkeiten kann sich die Behringer-Klaviatur durchaus sehen lassen.

Die Klaviatur ist übrigens eine komplette Neuentwicklung des Synthesizer-Teams von Music-Tribe. Die Klaviatur samt den Polypressure-Sensoren wird von einem Prozessor unter der Klaviatur abgefragt.

Unterseite der Klaviatur des Behringer UB-Xa

Die Unterseite der Klaviatur des Behringer UB-Xa. Der Pfeil weist auf den Prozessor.

Nach dem Zusammenbau wird jede einzelne Tastatur Taste für Taste von einem Messroboter gespielt und gemessen; die indivuellen Messergebnisse sind dann im EEPROM des Prozessors der Tastatur gespeichert. Der federführenden Entwickler Luigi Scarano erklärte mir, dass viele Vorteile hat: Die Leitungswege sind deutlich kürzer und sie sind viel unempfindlicher gegenüber Störsignalen. Die Verbindung zwischen Keyboard und Synthesizer ist kein hyperempfindliches Multipin-Flachbandkabel sondern besteht aus nur noch vier Adern. Zudem kann man im – hoffentlich nicht eintretenden – Reparaturfall schnell eine fertig eingemessene Klaviatur im Tausch einbauen.

Eine Klaviatur des Behringer UB-Xa im Einmessroboter

Eine Klaviatur des Behringer UB-Xa im Einmessroboter

Und darüberhinaus wird man wohl davon ausgehen können, dass es demnächst eine reine MIDI-Klaviatur mit Polypressure von Behringer gibt. Davon dass der ominöse, seit Langem Marketing-geleakte Behringer DS-80 (einem Klon des Yamaha CS-80) diese Klaviatur auch dringlichst brauchen wird, ganz zu schweigen.

Die Performance Sektion des Behringer UB-Xa

Links von der Klaviatur befindet sich die für Oberheim typisch gestaltete Performance-Sektion: Statt eine Modulations-Rädern kommen hier Hebel zum Einsatz, für die ein amerikanische Zeitschriften schon in den achtziger Jahren den schönen Begriff „Oberheim Paddles“ erfunden haben. Ein separater LFO kann über das rechte der beiden „Paddel“ die VCOs ansteuern (separat schaltbar), über den Regler Depth kann man den LFO aber auch unabhängig von der Betätigung des „Paddels“ auf die VCOs geben.

 

Die Performance-Sektiondes Behringer UB-Xa mit den Oberheim-typischen "Paddles"

Die Performance-Sektiondes Behringer UB-Xa mit den Oberheim-typischen „Paddles“

Das linke der beiden Paddel ist der Bender, der wahlweise auch nur auf VCO-2 alleine wirken kann, was vor allem das Spielen von Sync-Sounds wichtig ist. Für den Umfang des Bendings kann man zwischen zwei Werten (zwei Halbtöne oder ein Oktave) wählen. Und schließlich befinden sich noch Taster für die Transponierung nach oben und nach unten. Ein einfacher Tastendruck verschiebt alles um eine Oktave nach unten beziehungsweise oben, drückt man noch mal auf dieselbe Taste, geht es noch eine Oktave weiter. Die Transponierung betrifft auch einen laufenden Arpeggiator oder Sequencer sowie per Hold-Taste gehaltene Akkorde. Das finde ich leider gar nicht gut. Zumindest würde ich gerne irgendwie selbst bestimmen, wie die Transponierung sich auswirkt.

Arpeggiator und Sequencer

Damit wären auch bei Arpeggiator und Sequencer. Für den Arpeggiator gibt es drei Taster: On schaltet das Arpeggio (wer hätte das gedacht) ein. Hold lässt das Arpeggio weiterspielen, wenn man die Tasten losgelassen hat und Settings aktiviert im Display die Auswahl für drei Untermenüs, in denen man den Teilerfaktor gegenüber dem Clock-Signal, die Gate-Länge der einzelnen Noten sowie unterschiedliche Abspiel-Algorithmen wählen kann.

Der Arpeggiator Sektion des Behringer UB-Xa.

Der Arpeggiator ist eine Besonderheit des Behringer UB-Xa. Beim OB-Xa gab es den nicht.

Die Hold-Funktion arbeitet übrigens auch ohne aktivierten Arpeggiator. Aber leider muss man alle zu haltenden Tasten gleichzeitig gedrückt halten und dann den Hold-Taster betätigen. Wenn Umfang der gewünschten Töne deutlich über eine Dezime hinausgeht, dann findet man sich schnell in der Situation, mit zwei Händen den Akkord zu greifen und zu versuchen mit der Nasenspitze den Holdtaster zu treffen. Auch hier haben andere Hersteller gezeigt, wie man das macht: Hold-Taster gedrückt halten, mit einem Finger nacheinander die gewünschten Tasten drücken und dann den Hold-Taster loslassen. Und wo wir schon beim Meckern sind: Die gleiche funktionsweise wünsche ich mir sogar nochmal für die Chord-Memory-Funktion.
Nur ein bisschen zu meckern gibt’s hingegen beim Step-Sequencer. Der funktioniert, wie man es von den Sequencern in SH-101 oder JX-3P kennt: „Record“ drücken, Tastenreihenfolge spielen, „Stop“ drücken, „Play“ drücken, sich freuen! „Tie/Rest“ alleine drücken ergibt einen Leer-Schritt, „Tie/Rest“ drücken, während ein Taste gespielt wird, verlängert die entsprechende Note um einen Schritt. Alles wunderbar. Wie der Arpeggiator lässt sich die Sequenz zu einer externen Clock mit verschiedenen Teilfaktoren synchronisieren.

Die Sequencer Sektion des Behringer UB-Xa

Einfach, aber wirkungsvoll: der Sequencer des Behringer UB-Xa

Leider dient die Klaviatur automatisch zur Transponierung der Sequenz, sobald man „Play“ gedrückt hat. Einfach noch händisch zur Sequenz dazuspielen, geht nur, wenn man den Split- oder Double-Modus verwendet. Dann kann man in einer Abteilung die Sequenz laufen lassen und in der anderen Abteilung dann händisch dazuspielen. Besonders eingängig ist das nicht. Hier sollte einfach die Transponierung nur bei gedrückter Shift-Taste erfolgen und ansonsten sollte man normal dazuspielen können.
Sehr schön ist wiederum, dass man Sequencer und Arpeggiator kombinieren kann. Der Arpeggiator spielt dann Akkorde, die der Sequencer vorgibt. Das wird vorallem dann reizvoll, wenn der Sequencer in einem deutlich langsameren Teilerfaktor als der Arpeggiator läuft. Nutzt man dann noch den Arpeggio-Algorithmus „Order“, in dem die Noten in der Reihfolge der Tastendrücke gespielt werden, so bekommt man eine sehr lebendige und weitaus umfangreichere „Sequenz“, als sie der Sequenzer alleine produzieren könnte.

Wie klingt der UB-Xa Analogsynthesizer?

Ich habe mir schon lange nicht mehr so schwer getan, den Klang eines Synthesizers zu beurteilen. Zunächst gilt es da zu berücksichtigen, dass der UB-Xa über acht sogenannte „Atrophy“-Presets verfügt. Das sind generelle Einstellungen aus etwa 40 Hintergrundparametern, die zum einen das Verhalten gealterter Bauteile imitieren, zum anderen Limitierungen des Oberheim-Vorbildes reproduzieren. Ben Booker, seines Zeichens Betreuer der zwanzig UB-Xa Beta-Tester bei Music Tribe, erläuterte mir, dass acht Beta-Tester einen originalen OB-Xa besaßen, der Rest einen Oberheim OB-X8. Durch die Rückmeldungen der Beta-Tester stellte das Entwicklerteam fest, dass die Beta-Tester bestimmte Eigentschaften völlig unterschiedlich bewerteten. Die einen empfanden etwas als „perfekte Reproduktion“, was gleichzeitig andere „für überhaupt nicht original“ hielten. Bald kam das Entwicklerteam darauf, dass das schlicht am unterschiedlichen Zustand der verschiedenen OB-Xas lag. Also beschlossen sie, in den UB-Xa Trimmungs-Presets auf Software-Ebene einzuführen, damit die Betatester ihren UB-Xa an den jeweiligen OB-Xa angleich konnten. Aus diesen Trimmungs-Presets entwickelten sich dann die Atrophy-Settings, die jetzt alles mögliche imitieren, vom modernen, aktuellen Synth aus dem Jahr 2023, über den perfekt renovierten OB-Xa bis hin zum komplett wackelig verstimmten Kellerfund. Im Auslieferungszustand ist ein Atrophy-Setting gewählt, das einen ok erhaltenen, aber doch gealterten OB-Xa imitiert. Das mag für Historismus-Fanatiker schön sein, aber es schränkt den UB-Xa unnötig ein. Zumindest ich war beim ersten Anspielen eher mäßig beeindruckt (und das ist noch freundlich gesprochen). Die wahre Qualität dieses Behringer UB-Xa kommt nach meinem Geschmack erst dann zum Tragen, wenn man diesen elektronisch erzeugten Museums-Mief wegmacht und dem UB-Xa die Chance gibt, im vollen Glanz seiner Möglichkeiten zu erstrahlen. Die meisten der nun folgenden Klangbeispiele sind daher mit einer von mir selbst gewählte Einstellung gemacht, die noch ein klein wenig Ungenauigkeit bei Tracking von VCOs und VCF zulässt, aber auf alle sonstigen Einschränkungen verzichtet. Insbesondere kann das Filter in „meiner“ Einstellung komplett in die Eigenschwingung gehen (was der OB-Xa nie konnte) und der Ambitus der Filterkennfrequenz ist auf das komplette Frequenz-Spektrum ausgedehnt.

Das erste Klangbeispiel heißt nicht umsonst „Volle Pracht“. Die VCOs liefern leicht gegeneinander verstimmte Sägezahn-Signale, das 12 dB/Okt. Filter steht kurz vor der Eigenschwingung, die Kennfrequenz steht etwa auf 11-Uhr die Filterhüllkurve moduliert das Filter bis zum oberen „Anschlag“. Der Sound wäre auch für einen OB-Xa sehr typisch.

Bei „pwm-stringz“, wurde die Pulsbreite der beiden VCOs unterschiedlich breit eingestellt und dann eine relativ schnelle Pulsbreitenmodulation darauf gesetzt. Zudem erhält VCO2 ein leichtes Vibrato vom LFO der Bendersektion. Der Klang ist – wie alle Klangbeispiele – ohne zusätzlichen Effekt aufgenommen. In einer „echten“ Produktion müsste hier jetzt ein flirrender Hall drauf, um die Herzen höher schlagen zu lassen.

Dieses Klangbeispiel demonstriert den Pegelausgleich bei aufgedrehter Resonanz, wie er über die Modulationsmatrix zu erreichen ist. Dazu wird der Resonanzregler als Quelle für die Ansteuerung der Ausgangslautstärke benutzt. Dreht man die Resonanz auf, wird einfach der Klang proportional lauter gemacht. Im Klangbeispiel hören Sie zunächst die Sequenz ohne Resonanz, dann wird die Resonanz aufgedreht, aber noch ohne Beeinflussung der Lautstärke. Nachdem der Klang wieder ohne Resonanz zu hören war drehe ich bei etwa 0:17 den Einfluss auf die Lautstärke auf, was dann zum Tragen kommt, wenn ich anschließend wieder die Resonanz erhöhe. Abschließend habe konnte ich es nicht lassen, den Klang nochmal vom modernen Pluck-Sound in die Richtung alter Oberheim Klänge zu verdrehen. Auch schön!

Hier vergleiche ich das 12 dB/Okt. Filter mit dem 24 dB/Okt. Filter. Bis 0:17 hört man das 12 dB/Okt. Filter, im nöchsten Durchgang der Filterfahrt dann das 24 dB/Okt. Filter. Danach gibt es nochmals den gleichen Durchlauf mit erhöhter Resonanz. In diesem Fall wurde ein Atrophy-Setting verwendet, das das Filterverhalten des OB-Xa simuliert.

Das Klangbeispiel zur Velocity nutzt Modulationen durch die Velocity auf sechs verschiedene Parameter: Filter Envelope-Amount, Audiolevel, Attack von VCF- und VCA-Hüllkurve invertiert (niedrige Velocity = längere Attackzeit) und das Decay der beiden Hüllkurven direkt (niedrigere Velocity = kürzere Decay-Zeit); für alle sechs Parameter werden unterschiedliche Modulationstiefen verwendet. Der hier ohne Effekt wiedergegebene Klang kann leider nicht die Wirkung vermitteln, die dieser Klang hat, wenn er komplett in eine Produktion mit Hall eingebettet ist. Doppelt man diesen Klang mit einem Klavier-Sound, so kann das sehr ergreifend klingen.

Ein Beispiel für die Möglichkeiten des polyphonen Aftertouchs. Die „poly pressure“ moduliert sowohl die Filterkennfrequenz als auch die Lautstärke der einzelnen Stimmen.

In diesem Beispiel vergleiche ich die drei verschieden starke „Voice-Detune“ Einstellungen im Unisono-Modus.

Ein Hersteller-Preset aus der Bank D, das sehr schön die Möglichkeiten der zusätzlichen AD-Hüllkurven aufzeigt. Die eigentliche Filterhüllkurve macht nur einen kleinen, kaum wahrnehmbaren Tupfer auf den Notenanfang. Das Filter wird zum einen vom Sägezahn-LFO moduliert, dessen Geschwindigkeit wiederum von der ersten AD-Hüllkurve bestimmt wird, während die zweite AD-Hüllkurve mit 0 Attack-Zeit und langem Decay invertiert die Filterkennfrequenz zum Notenende hin aufzieht.

Nochmals Unisono-Modus. Diesmal mit einem Hard-Sync-Sound. Die Filterhüllkurve moduliert dabei die Auslenkung des synchronisierten VCO 2. Diese sehr weite Modulation ist nur möglich, wenn man im Atrophy-Setting die Reichweite des Filter-Envelopes auf den Oscillator 2 auf Maximum dreht.

Abschließend ein Beispiel für die Kombination von Sequencer und Arpeggiator. Der Sequencer spielt jeden der fünfstimmigen Akkorde für zwei Schritte, nutzt aber nur einen Clock-Teilerfaktor von 1/4. Der Arpeggiator wiederum ist im „Order“ Modus, er spielt also das Arpeggio in der Reihenfolge der Noten, wie ich sie bei der Eingabe des jeweiligen Sequenz-Schritts gespielt habe; der Clock-Teilerfaktor des Arpeggiators beträgt hier 1/32.

Best Buy Auszeichnung des Behringer UB-Xa

Die Redaktion hat dem Behringer UB-Xa die Bewertung BEST BUY verliehen. Für die BEST BUY Auszeichnung muss eine 3-Sterne-Bewertung des Autors vorliegen. Entscheidet dann die Redaktion, den Artikel zum Zeitpunkt der Vergabe das getestete Produkt auf Platz 1 einer Chart zu setzen, erfolgt automatisch das Upgrade zum 4-Sterne-BEST BUY Logo.

Der Behringer UB-Xa on YouTube

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Fazit

Den Behringer UB-Xa bis in den letzten Winkel all seiner Möglichkeiten auszuleuchten und zu bewerten, das kann und will dieser Artikel nicht leisten. Nach gerade mal einer Woche war es mir möglich, einen ersten Eindruck zu gewinnen und mir ein paar der wirklich unzähligen Spezialfunktionen anzusehen. Diverse Aspekte wie die MIDI-Anbindung (der UB-Xa ist komplett über MIDI bedienbar und zwar sowohl über CC- als auch über NRPN-Befehle; Sysex-Dump sowieso), die MPE-Fähigkeiten, Double/Split-Programmplätze und ähnliches habe ich in der knappen aber präzisen Bedienungsanleitung gelesen, aber nicht wirklich ausprobiert. Das war in der Kürze der Zeit nicht machbar. Beim allerersten Anspielen empfand ich den Klang des UB-Xa nicht unbedingt berauschend, was ganz sicher an den sehr altbackenen Presets der ersten Speicher-Bank liegt, die Kopien der Presets des Vorbildes OB-Xa sind. Mir musste auch erst klar werden, dass so manche Begrenztheit dem Atrophy-Setting geschuldet ist, das bei Auslieferung voreingestellt ist. Ich denke, Behringer hat sich keinen Gefallen getan, hier noch auf die Marketingwirkung eines Vorbildes von vor 40 Jahren zu setzen. Der Synthesizer muss heute verkauft werden und zwar mit dem Sound von heute. Erst als ich mich mit eben diesen Atrophy-Einstellungen beschäftigt hatte, wuchs der UB-Xa zu seiner wahren klanglichen Größe heran und begeisterte mich.
Es brauchte auch etwas Zeit, bis ich die diversen Verästelungen der Einstellmöglichkeiten durchblickt hatte, aber jetzt fordern diese meinen Respekt vor den Entwicklern des UB-Xa. Mit dem UB-Xa hat das Synthesizer-Team von Music-Tribe wirklich bewiesen, dass sie ein großartig klingendes, hochwertiges und in vielen Details durchdachtes Instrument bauen können. Man darf vermuten, dass mit der Polypressur-Klaviatur auch die letzte Hürde zum schon lange angekündigten Behringer DS-80 genommen ist. Aber tatsächlich freue ich mich auf den Tag, an dem Behringer sich wieder traut, einen eigenständigen Synthesizer zu designen. Dass der dann großartig klingen wird, hat Behringer mit dem UB-Xa jetzt schon bewiesen.

Plus

  • prachtvoller Gesamtklang
  • Klaviatur mit polyphonem Aftertouch
  • Arpeggiator und Step-Sequencer
  • als zwei 8-stimmige Expander nutzbar
  • vielfältige Anpassungsmöglichkeiten
  • Preis-Leistungs-Verhältnis

Minus

  • etwas mühsame Bedienstruktur
  • kontrastarmes Display

Preis

  • 1.298,- Euro
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Klangbeispiele
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    • Profilbild
      tenonen

      @Inductor Hallo Musikfreunde in Deutschland! Ich bin aus Tschechien, ich habe mich hier frisch
      registriert, aber lese Amazona mit Vergnuegen seit mehreren Jahren. Ich bin begeistert von neuestem Oberheim-Clon von Behringer. Allerdings scheint mir dessen Klang manchmal duennner als bei dem Original (YouTube). Aber der Preis ist so guenstig, das ich ueberlege es zu kaufen. Vielleicht warte ich noch auf eine Version ohne Tasten.

  1. Profilbild
    Atarikid AHU

    Danke für die ausgezeichnete 1. Weihnachtsfeiertagslektüre! Wunderbarer Test. Also mir scheint, als wär das der beste Behringer bisher. Das Klangbeispiel Nr. 5 hat mir dabei am besten gefallen. Der Klang füllt wahrlich den Raum aus. Wahnsinn! Ich könnte nicht sagen, ob er jetzt nah am Original ist, aber das spielt auch gar keine Rolle. Für den Preis ist der Behringer ein echter Hammer.

  2. Profilbild
    Viertelnote AHU

    klanglich habe ich keinerlei Vergleichsgrößen.
    Ich habe nur den Matrix-6 (andere Baustelle)
    Der Klang des neuen Behringers ist jedenfalls sehr gut, die Hardware scheint auch
    solide zu sein, ebenfalls die Tastatur.

    Wenn er verfügbar ist, werde ich das für mich alles testen, bzw. meinen Mann mit zu Rate
    ziehen. Was aber aus meiner Sicht nicht geht, ist das Rot auf Rot Display.
    Das war beim Juno Di auch so. Absolut unverständlich, da das nicht wirklich ergonomisch ist.
    Noch was zum Splitmodus: Kann ich die Stimmen dynamisch zuorden? (also zb. 1/15)

    Ich kann aber mit einem Erwerb warten, leben will man ja schließlich auch noch (Chips schmecken elektronisch nicht so gut:-))

    freundlicher Gruß an alle🙂

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    phil32

    Hmm, mich hauen die Klangbeispiele jetzt gar nicht vom Hocker. Kann es sein , dass der UB ziemliche Schwächen besonders im Bassbereich hat? Das kenne ich von einem Oberheim aber anders. Was mir auffällt ist auch ein unangenehmes Verhalten Filterresonanz.Beim OBXa klingt es immer offen und seidig. Beim UB sehr scharf und fast schon störend. Für das Geld geht der Klang aber in Ordnung würde ich sagen. Den Vergleich zu einem alten oder selbst zum X8 kann er meiner Meinung aber nicht bestehen.

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      defrigge AHU

      @phil32 Höre ich ganz ähnlich: der Synth klingt im Vergleich zum Original – bei allen erkennbaren Ähnlichkeiten – insgesamt etwas dünn und hohl und in den hohen Mitten und Höhen scharf statt seidig. Ich weiß, dass ein OB-Xa nicht so fett klingt wie ein OB-X, aber dieser UB-Xa klingt m.E. klar dünner und unangenehmer/schriller als ein OB-Xa.

      Ich finde den UB-Xa technisch ok gemacht. Und es ist so immer noch ein guter Analog-Synth. Aber für mich ist er klanglich nicht so sehr ein Xa wie Behringers Mini dem Model D nahe kommt oder Behringers Odyssey dem Original.

      Design und Funktionen gut gemacht, Klangqualität für mich aber nicht ganz überzeugend und wie erwartet.

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        Phil23

        @defrigge Ja er ist ok wenn man nicht erwartet, einen Oberheim Klon vor sich zu haben. Dass man sich dem Oberheim Klang annähern kann haben diverse VSTs bereits gezeigt. Besonders OPX
        Wenn ich mir die Klangbeispiele hier und auch bei YouTube anhöre, kommt überhaupt kein Assoziation zu Oberheim auf. Das ist umso erstaunlicher, da sehr viel Entwicklungszeit in diesen Synthesizer geflossen ist.

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        allforjupiter

        @defrigge Hab meinen auch kurz vor Weihnachten bekommen – und muss sagen, der klingt nicht ein bisschen dünn. Ganz im Gegenteil. Hab hier auch einen Original Jupiter-8 stehen. Die beiden ergänzen sich fantastisch. Gerade aber der polyphone Aftertouch ist eine wahre Bereicherung.
        Meine Erwartungen hat er weit übertroffen, auch klanglich – und ich war bislang eher immer kein Freund von Behringer-Produkten.

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    heimannrudolf

    Ich gehörte zu den glücklichen frühen Vögeln, welche den UB-Xa bereits im Dezember erhalten haben. Aber ich habe ihn zurückgeschickt, was ich zuvor noch nie gemacht habe. Jetzt verstehe ich, warum: Die „Atrophy“-Werkseinstellung nebst Presets klingt angestaubt, die fehlende Velocity macht vieles grottenlangweilig – letzteres habe ich trotz meines „alter-Hase-Status“ nicht einmal bemerkt, da ich nur auf den wunderschönen Poly AT fixiert war. Meine Schuld.

    Behringer wird’s egal sein, leider hat „t“ mein Teil danach als B-Stock billiger rausgeben müssen. Sorry, „t“! Hätte ich erst diesen wunderbar ins Detail gehenden Testbericht gelesen, hätte ich wahrscheinlich erst eine Woche lang rumgeschraubt und ihn natürlich behalten. Die gute Tradition, vor den Händlern erst die Redaktionen mit Testgeräten zu versorgen, wäre hier ein schlauer Schachzug gewesen, Uli. We hear you.

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    Stratosphere AHU

    Wirklich beeindruckend !
    Software kann so etwas nicht.
    Werde auf den Expander warten, da ich keinen Platz mehr für Keys habe.

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    Flowwater AHU

    Tja, was sagt man dazu? Das wir das noch erleben dürfen: Es gibt den »UB-Xa« jetzt tatsächlich zu kaufen, er bietet eine Menge sinnvoller Erweiterungen gegenüber dem Oberheim-Vorbild, er ist auch noch 16stimmig und duotimbral … und zudem klingt er auch noch. Ich hätte es nicht für möglich gehalten; vor allem letzteres nicht.

    Ich muss auch hinzu fügen, dass dieser Test das ERSTE MAL Soundbeispiele enthält, die mich nicht zum Gähnen bringen (die Vorstellung der peinlichen Tröt-Sounds von hippen YouTubern von vor ca. 1 1/2 Jahren lassen wir mal ganz unter den Tisch fallen), sondern welche, von denen ich gerne mehr hören würde. Das hier klingt tatsächlich nach einem … Synthesizer. Und zwar nach einem ziemlich universellen. Und es klingt auch noch gut. Vielen Dank an Florian für die Mühe der Soundprogrammierung und dem Einspielen der Beispiele. 🙂👍

    Ob der UB-Xa jetzt den sahnigen Wumms des Vorbilds liefert, ist mir bei dem Preis eigentlich schon egal. Das Ding scheint ziemlich universell zu sein. Und ihr könnt mir glauben: Wenn Behringer bei der langen Entwicklungszeit und dem allgemeinen Gehabe gepatzt hätte, dann hätte ich mit Freuden den verbalen Hammer heraus geholt. Aber, nein, das Ding scheint ein echt brauchbarer inspirierender Synthesizer zu sein. Ich bin echt verblüfft.

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      Filterpad AHU

      @Der_Brechreiz Ich warte hingegen auf den PPG Wave oder CS-80 Klon von Behringer. 😃 Aber interessant mit den „Atrophy-Settings“. Wäre es nicht einfacher gewesen, diesen einen Regler zu spendieren wie beim OB6? 🤔

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    j.keys

    Super Bericht! Ich verstehe einfach nicht warum mit den ganzen clones und reissues immer auch die damaligen technischen Einschränkungen und katastrophale Bedienung übernommen werden. Seit ich einen Arturia Polybrute mein Eigen nenne, bin ich ziemlich wählerisch was das Bedienkonzept eines Synths betrifft.

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      Joey*~

      @j.keys Ich hab beide und ja ich denke mir auch ständig: warum kann ich hier jetzt nicht einfach eine Modulation Koppeln… xD aber der Sound ist schon ziemlich anders… Hab bisher nix in der Richtung gehabt…

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    starstreet

    Ich habe den UB-XA kurz im Studio gehabt und habe noch meinen OB-8 aus den 90er als Referenz im Kopf. Die Atrophy Einstellung habe ich auch nicht ausprobiert. Aber ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass der UB-XA so schmal klingt und überhaupt nicht fett. Dann diese vielen cheesy klingenden Orgeln und Pianos in den Presets. Da klang im Vergleich der OBX von Gforce um Längen wuchtiger, breiter und für mich besser. Ich habe es zumindest nicht hingekriegt, einen halbwegs überzeugenden Jump Sound zu kreieren. Das klang alles zu steril. Das kriegt mein Roland Integra sogar besser hin und das dürfte eigentlich nicht sein. Aber vielleicht sollte man sich noch mal Ein Gerät kommen lassen, vielleicht von der Rack Version. Das Display hab ich als eine Unverschämtheit Empfunden. Kaum von unten lesbar, sondern nur von direkt oben. Ich habe nirgendwo einen Regler gefunden, mit dem ich den Blickwinkel einstellen konnte.

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    iggy_pop AHU

    Deutlich besser angelegtes Geld — klanglich und funktional — als so eine dämliche Endlosbaustelle wie der Polysix.

    Was natürlich nur meine Meinung ist und nicht die der Redaktion.

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    RalfT

    Super, danke für den ersten Eindruck und deine sehr informative Sichtweise/Tipps samt Soundbeispielen. 2 Fragen, die du vielleicht beantworten kannst:

    1. SEM-Filterschaltung bedeutet hier wohl basierend auf den 3320 Chip und nicht diskret, oder? (was auch immer das am Ende soundtechnisch bedeuten würde)

    2. Lässt sich das Mischverhältnis der Oszillatoren irgendwie auch frei einstellen, anstelle der über die Drucktaster einstellbaren festen Verhältnisse von 1:1, 1:2…?

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      Florian Anwander RED

      @RalfT Wg SEM-Filterschaltung: Ja, das meint ein SVF wie im „Long Datasheet“ des CEM3320 in Figure 5 beschrieben. Das SEM ist ja auch nicht diskret, da ist die Schaltung halt mit CA3080E und 741ern aufgebaut.

      Wg Mischverhältnis: nein, das lässt sich nicht frei einstellen, das steckt kein VCA dahinter. Das ist ein Widerstand im Ausgang des zweiten 3340, der per VC-Switch „ge-bypassed“ werden kann.

  11. Profilbild
    columbo

    Wieder mal ein absoluter Preisknaller Behringer, aber das war´s dann schon. Das Problem ist halt, dass Behringer (ver-) altete Syntheszizer klont. So, wenn ne China Automobil Firma den Käfer oder den Golf wieder kopieren würde… Und Moog, DSI, OB u.a. haben ihre „alten“ Teile ja zumindest in weiter entwickelter Form wieder aufgelegt, auch wenn der Prophet 5 ne 1:1 Kopie des alten ist, und der OB-X8 hat aber zumindest -fast- die komplette Oberheim Geschichte authentisch unter der Haube! 1299 EUR für nen alten Synth ist allerdings auch GELD, und Kultstatus selbst einer Kopie wird kein Behringer wohl erreichen.
    Hab im Laden neulich den neuen Behringer Pro 800 Prophet Clone angetestet, bald aber den Kopfhörer weggelegt. Der klingt einfach nicht, und da hab ich schon eine Vergleichsgrundlage in meinem eigenen Setup (P5 -neu, OB6, OB-X8, P08, P6). Vielleicht liegt es auch an den Programmen, ich glaube nicht dass Behringer das standing von Moog, Sequential etc hat, um die besten Programmer an Land zu ziehen. Wollen sie auch gar nicht, ist ja ne Kostenfrage.
    Von Behringer hab ich Ody+2600, das sind alles gute Synths, ohne aber einen auffallenden eigenen Charakter, sauber, clean, austauschbar. Wie der Tester allerdings einen Behringer in Verbindung mit dem Wort EDEL (Nadelstreifen Design ?) bringt, vermag ich nicht nach zu vollziehen. Und das wird Behringer selbst nicht gefallen, denn deren Credo ist doch Masse!
    Werde aber dennoch den UB-XA antesten und mich gerne eines Besseren belehren lassen.

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      THo65

      @columbo Mit deinem oben genannten Setup spielst du eh in einer anderen Liga. Wozu also ein Gerät schlecht machen, wenn es vielleicht nur annähernd in die richtige Richtung geht, aber dafür nur ein Bruchteil kostet.

      Und wenn ich mir parallel hierzu den Testbericht zum Trigon6 ansehe, da kaufe ich mir lieber zwei UB-XA und habe noch was übrig….

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        Round Robin AHU

        @THo65 Sorry, da liegst Du falsch. Behringer klont Vintage Synths und gerade deswegen muss sich Behringer ein Vergleich gefallen lassen. Auch wenn es dich stört, sowas gehört dazu.

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          Atarikid AHU

          @Round Robin Das kommt drauf an aus welcher Perspektive man das betrachtet. Will man einen adäquaten Ersatz für ein Original, dann wird das wohl nix. Mit keinem der Behringers. Ich sehe das eher so, dass die Geräte von den Originalen inspiriert sind (klar, sind schon sehr inspiriert ^^). Wenn man einfach Musik machen möchte, dann passt das einwandfrei. Das Problem generell ist, dass man als Synthesizer-Spieler einfach auch Nerd ist. Der technische Aspekt spielt da sehr oft eine Rolle. Das versaut einem dann auch immer wieder mal den Spaß, den man haben könnte. Auch wenn ich das mit den Behringers nicht so eng sehe, verstehe ich aber deinen Standpunkt

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      iggy_pop AHU

      @columbo Zitat: „Wie der Tester allerdings einen Behringer in Verbindung mit dem Wort EDEL (Nadelstreifen Design ?) bringt, vermag ich nicht nach zu vollziehen. Und das wird Behringer selbst nicht gefallen, denn deren Credo ist doch Masse!“

      Das ist ein bißchen so wie bei Aldi und Lidl mit den exquisiten Luxus-Genußmarken zu besonderen Anlässen: Dann hat das Fußvolk wenigstens auch mal das Gefühl, etwas Erlesenes auf dem Teller zu haben, ganz so wie die, die nicht zum Fußvolk gehören.

      Steht dann dort noch „Sansibar“ drauf oder „Robert Geissen“, schon ist es extra edel — diese Leute kennen sich schließlich aus und würden uns keinen Scheiß andrehen.

      Niemals. Großes Indianerehrenwort.

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    Tai AHU

    Ich freue mich auf ein Masterkey von Behringer. Wäre für mich noch deutlich universeller. Und klangliche Gründe wären aussen vor.

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    AMAZONA Archiv

    “Edel“ verstehe ich auch nicht so ganz. Vielleicht hat der Tester doch für einen Moment noch an die Weihnachtsgans gedacht?;)

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      Kazimoto

      Oder an einen Matrix 1000? Nach Ablauf der 30 Tage Rückgabe kommen bestimmt so einige Tauschangebote bei den Kleinanzeigen.

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    ach herrjemine

    Klingt irgendwie recht dünn das Ganze. War Oberheim nicht eher für fett bekannt?

    Ist auch kein gutes Zeichen wenn der gänzlich unvoreingenommene Tester im Fazit schon auf den nächsten und übernächsten Synthesizer des Herstellers verweist der dann ganz bestimmt „grossartig“ klingen wird.

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      Archivicious

      @ach herrjemine Selektives Lesen ist wirklich praktisch. Da kann jeder aus jedem Text genau die Aussage herauslesen, die ihm passt. Man muss halt nur bestimmte Informationen beim Lesen aussondern. 🙄

      Falls du den letzten Satz wirklich nicht verstanden hast: der Autor hofft, dass Behringer in Zukunft mal einen EIGENSTÄNDIGEN Synth entwickelt, welcher dann sicherlich genauso großartig klingen werde, wie der UB Xa.

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        ach herrjemine

        @Archivicious Ja, Lesen ist im Allgemeinen recht praktisch.

        Da steht nicht „sicherlich“.

        Der großartige Klang der Eigenentwicklung ist sogar bereits BEWIESEN!

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        Tyrell RED

        @Archivicious Florian lobt den UB-Xa in höchsten Tönen, bleibt dabei aber sachlich und kritisch. Nicht ohne Grund erhielt der UB-Xa die Höchstwertung, die bei AMAZONA nur sehr selten vergeben wird.

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          Flowwater AHU

          @Tyrell Kein Schleim von mir, sondern nur ein Gegengewicht: Ich habe das genau so verstanden, und Florians Soundbeispiele unterstreichen das.

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          ach herrjemine

          @Tyrell Sorry Tyrell, da bin ich anderer Meinung.
          Ein paar Kritikpunkte machen für mich den Test noch nicht sachlich.
          Diese Kombination von Lobhudelei mit ein paar eingesprengten Kritikpunkten ist auffällig wenn die Klangbeispiele die Begeisterung nicht nachvollziehbar machen.
          Ist ja auch nicht der erste Beringer Test bei Euch, der so ausfällt.

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      Florian Anwander RED

      @ach herrjemine > War Oberheim nicht eher für fett bekannt?

      Im Gegenteil. Die Oberheim-Synths waren immer für mittigen Sound bekannt, und haben sich deswegen so geschmeidig in den Mix eingepasst. Wo man bei einem Jupiter8 erstmal die Bässe absenken musste und bei einem Prophet die Höhen zähmen, konnte man den Oberheim nehmen wie er ist.

      Und dann gilt es mal wieder den tausendfachen Irrtum zu korrigieren: „Der Sound“ eines heute als „Vintage“ betitelten Synths wurde in der Hochzeit dieser Instrumente nicht mit dem Synth gemacht, sondern mit dem Studioequipment, durch das der Synth geschickt wurde. Der EQ des Pultes, der Kompressor im Kanal, Chorus oder Flanger über einen Auxweg und natürlich Delay und Reverb. Erst das alles zusammen macht den Sound aus. Der jeweilige Synth hatte da vielleicht 40% Anteil daran.

      Erst seit es Workstations mit immer mehr eingebauten Effekten gibt, glauben Amateurmusiker, dass der Sound aus dem Synth kommt. Nein: Der Sound kommt aus der gesamten Produktion.

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        AMAZONA Archiv

        @Florian Anwander Dass er moderner und meinetwegen einen Tick dünner klingt als alte Oberheims ist offensichtlich (ich habe – wie viele Andere auch – die ganzen alten Modelle von Sem über Ob1, OBX bis OBMX zumindest schon mal angespielt).

        Aber bei dem UBXA gefällt mir diese moderne Variante sehr gut, da nervt nichts, im Gegenteil, es berührt, das ist in den sehr guten Demo Tracks ja bestens zu hören.

        Heiligsprechen kann ich B deswegen dennoch sicher nicht, da gibt es einfach zuviel Fragwürdiges.

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        Phil23

        @Florian Anwander Herr Anwander, das stimmt einfach nicht was sie da sagen.
        Denn es ist genau andersherum. Der Jupiter8 klingt mittig und lässt sich deshalb immer sehr gut im Mix unterbringen. Sowohl FVS, TVS, OB-X als auch OB-Xa bringen sehr viel Tiefe und Bass Anteile im Sound mit, die im Mix schwer zu bändigen sind. Ein OB kann alles zumatschen wenn man ihn zu sehr „reindreht“ bzw die Tiefen nicht bändigt. Und genau diese Tiefe im Klangbild vermisse ich beim UB gänzlich. Er klingt sehr mittig. Und die Höhen teilweise leider auch unangenehm.
        Ein OB-Xa klingt sehr bassbetont, wenn man mag.
        Es stimmt einfach nicht was sie da sagen. 😕

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          ach herrjemine

          @Phil23 Haargenau!!!
          Es gibt keinen (und ich meine keinen) anderen Synth der sich so leicht in den Mix integrieren lässt wie der Jupiter 8. DAS ist sein claim to fame. Die Oberheims sind so breitschultrig das man sich vorsehen muss den Mix nicht zuzumachen.

          Damit hat das hier vorgestellte Synthesizerchen nu mal gar nichts gemein.

          Es freut mich riesig, dass hier auch Leute mit Erfahrung und guten Ohren unterwegs sind!

          Wie jemand mit dem Background von Florian Anwander so falsches Zeug verbreiten kann ist mir unerklärlich.
          Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

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            Phil23

            @ach herrjemine Ich sehe es so, mit dem Synthesizer kann man Musik machen. Sicher kann ein er unter erfahrenen Händen auch gut klingen aber hier geht es ja um einen so bezeichneten Klon des OBXA und so muss er sich genau an diesem messen lassen. Da kann man jetzt auch nicht sagen, naja für den Preis ist es aber ok. Ich sehe hier klanglich keinen Zusammenhang mit einem Oberheim Synthesizer. In einem anderen Gehäuse könnte es ebenso ein x beliebiger Synthesizer sein . Niemand würde auf die Idee kommen, dass hier ein Oberheim Synthesizer Pate stand. Ich halte das Konzept für eine Marketing Blase. Aber so verkauft man Synthesizer heutzutage. Wer weiß denn schon noch wie ein echter Oberheim klingt.

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            Phoenix

            @ach herrjemine Hm….wenn der original Oberheim aufgrund seines basslastigen fetten Sounds so schwer in den Mix zu bringen ist/war, dann wäre der etwas „dünnere“ Sound des UBXA in dieser Hinsicht ja eher als Vorteil zu betrachten…

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            GiorgioMaserati

            @ach herrjemine wie armselig, dass du extra einen zusätzlichen Account erstellt hast um dir selbst zuzustimmen. und dann auch noch das upvoten der eigenen Kommentare, hast du gar nichts besseres zu tun?

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        TobyB RED

        @Florian Anwander ,so ist es. 40 % sind der Synth. Der Rest kam, kommt und wird immer aus der Kette kommen,

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          AMAZONA Archiv

          @TobyB Dann lassen wir doch das Feiern von herausragenden Synths und kümmern uns ab jetzt ausschließlich um Ketten! 40%……
          bullshit

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            Kazimoto

            Wenn das Instrument aus ist müssten also noch woppende 60% übrig bleiben. Sollte reichen. 😜

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            TobyB RED

            ,das Bullshit häng ich mir dann im goldenen Rahmen an die Wand. Wenn dem nicht so wäre, das der Sound in der Kette entsteht. hab ich in den letzten Jahren viel Geld verbraten. Mein SSL Kram, der WA Krempel, Pultec, und die Vintage FX können nebst Konsolen weg. Spart ja auch Platz. Ich schmeiß die dann die Interfaces mit weg und fahr alle Produktionen mit Low Budget Gear. Reicht ja, wenn ich in der DAW mit Chromaverb und Stock Plugins arbeite. Und ich Depp wollt mir ne SSL Konsole unters Dach stellen. Können wir dann bitte, bitte, wieder sachlich argumentieren. Danke.

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        Flowwater AHU

        @Florian Anwander Danke, dass Du das mal deutlich schreibst. Ich werde es nie verstehen, dass sie Leute ihre Synthesizer-Sounds in der DAW nicht mit EQs und Kompressoren und so weiter bearbeiten, obwohl das bei den meisten aktuellen DAWs kostenlos mitkommt. Vor 35 Jahren musste man im Studio einen Affenzirkus mit Outboard-Zeugs veranstalten. Heute hat das so gut wie jeder automatisch im Werkzeugkasten.

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          AMAZONA Archiv

          @Flowwater Sorry, aber wer macht das denn heutzutage NICHT? Denkst Du ernsthaft, alle anderen haben so gar keine Ahnung? Da sagen mir aktuelle Produktionen – auch von „Amateuren – aber etwas ganz anderes… ich finde es teils sehr beeindruckend, wie gut die jungen Produzenten mit all den tools umgehen.

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            Flowwater AHU

            Ach, ey … jetzt fühl‘ Dich doch nicht gleich auch den Schlips getreten. Du weißt doch, was ich meine … !

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              AMAZONA Archiv

              @Flowwater alles gut ich persönlich fühle mich nicht angesprochen, ich bin ja auch ein alter Sack;). Ich denke nur, dass die meisten Leute heute ein ziemlich hohes Level haben.
              Wenn ich mir allein plugins wie scaler und so ansehe, mit was sich schon junge user heute alles beschäftigen.

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        ach herrjemine

        @Florian Anwander Tut mir leid, aber da kommen wir wohl nicht zusammen.
        Wir hören das anscheinend komplett unterschiedlich.

        Danke für die Kurzvorlesung zum Thema „Klassische Synthesizer“.
        Das ist hier für mich nicht der Rahmen um Deine Fehleinschätzungen zu Jupiter 8 und Oberheim zu diskutieren. Das Attribut dünn habe ich jedenfalls noch nie im Zusammenhang mit Oberheims gehört.

        Signalkette hin oder her die Oberheims (vintage oder aktuell) die bei mir im Studio waren klangen schon vom Grundsound her komplett anders als der Synth in Deinen Klangbeispielen.

        Vielleicht liegt es ja an Deiner Signalkette aber das klingt für mich nicht nur überhaupt nicht nach Oberheim, sondern auch allgemein für einen Poly-Synth auffallend dünn und teilweise sogar gradezu unmusikalisch.

        Da retten auch die besten Effekte nicht viel.

        Ich kann Deine Lobeshymne auf den Klang dieses Produkts daher nichtmal im Ansatz nachvollziehen.

  15. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Für das Geld eine Menge Synth, egal ob wie das Original oder nicht. Erstaunlich emotional, also auch klanglich in sich wohl stimmig.

    Es sprechen viele Gründe für den UBXA wie auch dagegen, die haben allerdings eher mit Geschäftsmodell, Whitewashing, Umgang mit Kunden, Marketing, Umwelt und Anderem zu tun.

    Aber die Welt ist eh zurück auf Konsum. „Was tun, wenn es brennt? Tanz auf dem Vulkan!“ Hans-a-Plast, 1979.

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    Soundreverend AHU

    Vielen Dank für den Bericht!

    Ich habe auch einen UB-Xa ergattert. 😁 Hatte bei der Bestellung eigentlich mit Februar oder März gerechnet aber er war dann doch schon im Dezember da. Danke Thomann!! 👏

    Sehr schöner Synthesizer. Klingt auch wirklich super. Insbesondere das Stereo Panning entspricht genau meiner Erwartung. Ich habe einige andere analoge Synths die können das halt nicht.

    Die Tastatur ist leichtgängig aber trotzdem schön zu spielen. Klackert nicht, sehr leise. Aftertouch ist auch gut.

    Die Preset Bänke sind halt (sorry) Schrott, ausser die Bank C, die geht noch. Die Presets können und sollten nicht zu einer Kaufentscheidung wirklich beitragen. Dafür hat man ja 30 Tage.

    Und natürlich ist der Geschmack des Testers oder auch sonstiger Demos entscheidend, wenn man andere Sounds bevorzugt, wird einem eine Demo nicht gefallen. Es gibt genügend Demos die mir nicht gefallen. Nicht in diesem Fall!

    Wenn ich mir so einen Synthesizer kaufe, dann werden die Presets erst mal gelöscht. Und dann wird selber geschraubt.

    Und da klingt auch nichts „dünn“ wenn man es nicht will. Aber ich brauche halt auch auf jeden Fall etwas Hall drauf, ein kleiner Raum.

    Ich habe mich noch nicht für einen der 8 Vintage Modes entschieden bzw. habe gerade angefangen mir einen eigenen zu erstellen, dafür passt der (für mich) nutzlose „Aged“ Mode hervorragend, kann ich überschreiben.

  17. Profilbild
    Tyrell RED

    Sehr aussagekräftige Soundbeispiele Florian – großartig. Gelten die Atrophy-Presets immer für alle Sounds – also global? Kann man die acht vorgegebenen Presets überschreiben oder gibt es eigene Speicherplätze für eigene Atrophy-Einstellungen? Vielen Dank im voraus für die Antworten :)

    • Profilbild
      Florian Anwander RED

      @Tyrell > Gelten die Atrophy-Presets immer für alle Sounds
      > – also global?
      Wenn ich es richtig verstanden habe: ja.

      > Kann man die acht vorgegebenen Presets überschreiben
      > oder gibt es eigene Speicherplätze für eigene Atrophy-
      > Einstellungen?
      Man bearbeitet die acht existenten Speicherplätze. Das ist aber wirklich kein Problem. letztlich genügen drei Einstellungen: Alt kaputt, super-straight modern, und dann das persönliche Setting.

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    Mac Abre

    Hoffentlich gibt es den irgendwann als Zwei- oder Drei-Oktaver. Bei Behringer leider eher unwahrscheinlich.

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      SynthNerd AHU

      @Mac Abre Dass neben der 61er noch ’ne 37er Variante vom UB-Xa kommt, halte ich auch für unwahrscheinlich. Macht für mich bei einem 16-voice bi-timbralem Schiff auch nicht so viel Sinn.

      Aber mit Deepmind-6, MS-1, B-Odyssey, Poly-D und MonoPoly gibt’s doch schon einige 37er zur Wahl. SH-5 und Kobol-Keyboard kommen vielleicht noch.

      Mein Favorit: der Deepmind. Die 1024 Presets sind ab Werk auch unnötig „zugemüllt“, aber man kann sich den Sound gut da hin schieben, wo man ihn braucht. Ein Schnäppchen ist er sowieso.

  19. Profilbild
    costello RED

    Es ist doch absolut großartig, dass es einen achtstimmigen Polysynth mit 2 Oszillatoren pro Stimme, direkten Zugriff auf die Parameter, Double- und Splitmode, Arpeggiator und Sequenzer für 1.300 Euro gibt. Mein Polysix kostete mit einem Bruchteil dieser Features Anfang der 80er über 3.000 DM. Erstaunlich aber, dass der Synth Florian und einige andere hier klanglich nicht in der Form überzeugt hat, in der er ausgeliefert wurde. Und die ja, wenn ich es richtig gelesen habe, einen Vintage-OB-Xa abbilden soll.
    Ich kenne eigentlich niemanden, der von einem OB-X, OB-Xa oder OB-8 sagen würde, er würde angestaubt klingen. Die Original-Oberheimer brauchten weder Filtereigenresonanz noch erweiterte Hüllkurven, um brachial gut zu klingen. Dazu tragen die vielen kleinen Abweichungen von Stimme zu Stimme bei – was z.B. Cutoff, Detune oder auch PWM angeht. Sie machen ja gerade die Lebendigkeit beim OB-Xa aus und es wäre ein großes Mißverständnis zu glauben, dass diese Eigenschaften erst im Laufe der Jahrzehnte dazugekommen wären. So klang der OB-Xa bereits in den 80ern.

    • Profilbild
      swissdoc RED

      @costello Offenbar erwartet die Clientel von heute, dass man Cutoff von offen bis geschlossen mit einem Regler-Dreh regeln kann. Genauso bei der Modulationstiefe. Die OBs boten das nicht (ein Moog-Modular wohl auch nicht). Hier kann man nun mit Atrophy wählen. Warum es aber schlecht sein soll, so wie Tom Oberheim und Team sich das damals ausgedacht haben, verstehe ich auch nicht.

  20. Profilbild
    jupiter8

    “Leider dient die Klaviatur automatisch zur Transponierung der Sequenz sobald man „Play“ gedrückt hat…” ich würde stattdessen sagen “GOTT SEI DANK und ENDLICH dient die Klaviatur automatisch zur Transponierung der Sequenz sobald man „Play“ gedrückt hat.”

  21. Profilbild
    Hamudi2000

    was bin ich doch nach dem Anhören der ersten Demos froh, dass die Entwicklung des UBXa so lange gedauert hat. Da hab ich gespart und gespart und letztendlich so viel zusammen gespart, dass ich mir in der Zeit unter Anderem einen OBX-8 und einen Prophet 10 kaufen konnte. Danke Behringer :D

  22. Profilbild
    Anjin Sun

    @fanwander
    Vielen Dank für den Test und die Erläuterung der Klangbeispiele (es ist immer eine Bereicherung Artikel von dir zu lesen) !!

  23. Profilbild
    Sven Blau AHU

    Ich bin nicht überrascht über das Testergebnis. Wiedermal ein durchweg solider Synth von Behringer, der aber wie so oft bei Geräten von denen an Details krankt. Display, Systemsoftware, Bedienung, Featuritis…

    Aber, man muss schon sehr degeneriert sein, wenn man meint, dass man für das Geld eine exakt wie das Vorbild klingende Kopie erhält. Das geht schlichtweg nicht, weder weil schon jedes Original im Detail anders klang, noch weil heutzutage ganz andere Bauteile verwendet werden als damals. Auch wenn es davon wiederum auch Kopien gibt.

    Was das Teil ist – ein günstiger Polysynth, der vielleicht Anleihen an einen Oberheim hat. Nicht mehr und nicht weniger.

  24. Profilbild
    columbo

    Das Testergebnis verstehe ich so, der UB-Xa klingt als Oberheimer mit den vom Hersteller implementierten Voreinstellungen (eigentlich) schlecht, befreit man ihn von diesen Fesseln, wird er zu einem grandiosen Synthesizer. Die berechtigte Frage stellt sich dann aber, klang das Original auch so schlecht ? Oder haben wir hier einen Wolf im Schafspelz, der sich als Oberheim ausgibt, aber doch viel besser ist ? Ob Uli B. das auch so sieht….

    Auch die Aussage, dass am besten ein (Pre-) Test durch die Fachpresse abzuwarten ist, um Retouren von Kunden zu vermeiden, kann nicht wirklich dem Anspruch des Herstellers gerecht werden.

    Hier ist es auch abwegig, dass die Aussage einiger hier, die das Gerät bereits antesten konnten, der Sound sei zu dünn, entspricht nicht den vintage Erwartungen etc. durch womöglich „falsche“ Vintage Voreinstellungen verursacht wird.

    Ein Synth heutzutage muss nach dem Einschalten (musikalisch) klingen, oder nicht, und das kann man sich nicht schön reden durch einen nachfolgenden Testbericht.

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      Filterpad AHU

      @columbo Es ist tatsächlich genau so! Aber wie im Beitrag erwähnt wurden keine fabrikneuen Oberheims, sondern alte und kurz vor dem abkratzen verfügbare Modelle dbzgl. her genommen. Dazu kommt noch das analog = warm bedeutet. Aber in Zeiten von Softwaresynthesizern und Katy Perry die Hörgewohnheiten sich nach über 40 Jahren geändert haben. So jedenfalls meine Ansicht zum Thema. Aber das gute daran ist das man sich entscheiden kann: Vintage oder 2023 😄

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      costello RED

      @columbo Hi Columbo, genau diesem Fehlschluss wollte ich mit meinem Post oben vorbeugen. Die alten Oberheim-Synthesizer klangen grandios. Warum hätte sich Uli wohl sonst den OB-Xa als ersten Vintage-Poly vorgeknöpft? Das Problem scheint eher die Atrophy-Schaltung zu sein, die eher nach Arthrose klingt, und etwas altbackene Presets.

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        swissdoc RED

        @costello Die Atrophy-Settings sind ein sehr ausgefuchster Ansatz, den Synth zwischen alt und neu und auch sonstwie befreit von alten Limits zu konfigurieren. Es ist m.M. flexibler als der Vintage Knob, aber eher etwas für Schachspieler als Knöpfchendreher.
         
        Was die Presets betrifft, so sind die eben so albacken wie die vom Original. Das ist bei einem OB-Xa oder anderen Oberheims aber genauso. Es ist halt ein 80er Jahre Analog-Synth mit limitierter Struktur und man wird daraus weder PPG Clipper Sounds herausbekommen noch Korg M1 Lore oder gar ein DX7 Tines.

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      Kazimoto

      @columbo Es riecht schon sehr nach der üblichen Connection und Herr Anwander gibt den Vorturner. Wahrscheinlich wurde der Synth totgespart und Atrophy ist nur zum zurechtfrickeln von Dingen die gut designte Synths ab Werk können. Auch die Aussagen mit den Amateuren die Keine Ahnung haben und die Produktion die den Sound macht, das hört sich alles nicht gut an.

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        ach herrjemine

        @Kazimoto Du bringst es genau auf den Punkt.
        Viel besser und weniger emotional als ich es oben geschrieben habe.
        Glasklar analysiert. Danke!

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          AMAZONA Archiv

          @ach herrjemine Er bringt gar nichts auf den Punkt, sondern labert sein Übliches.

          Das Ersetzen der div. Abgleichs-Trimmpotis, die der OB-Xa noch einsetzte (u.a. die fürs Voice-Panning), durch VCAs und DACs ist genial, ermöglicht es doch eben die Anpassung der von 40(!) Parametern auf den persönlichen Geschmack, und eröffnet die Möglichkeit zum digitalen Abgleich während der Produktion. Unter anderem die Resonanz bis zur Selbstoszillation, welche das Original eben nicht hatte.

          Womit wir bei Dingen, die das Original nicht hatte, bleiben:
          – 16 Voices
          – Arp
          – Atrophy (wie gesagt weit mehr als ein schnöder vintage-Knob)
          – benennbare Patches
          – MIDI inkl. CC
          – Modulationsmatrix: 8 Slots, 41 Quellen, 38 Ziele (einschließlich Filter Attack und Decay)
          – MPE
          – Page 2-Funktionen des OB-8
          – PolyAT (Eigenentwicklung; mit individuellem Abgleich pro Taste, Kalibrierungsprofilen im Tastatatur-Kontroller abgelegt = einfacher Austauch mit vorkalibrierter Tastatur, Verzicht auf die Sollbruchstelle Flachbandkabel, nur 4 Pins nötig)
          – polyphones Unison
          – Sequenzer
          – USB
          – Velocity
          – verstellbare Hüllkurven, zusätzliche Hüllkurven

          Und das für ~1300, in UK für noch weniger. Bitte!?

          Aber wie gesagt, Hauptsache erstmal Klicks generieren, indem man durch Polemik und Dünnes daherreden bewusst polarisiert, nein provoziert. Sowas riecht stark nach Benn Jordan bzw. ehemaligen Amazona-Mitgliedern.

          PS: Den Kontrast des Displays kann im Menü angepasst werden, ein Wert von 10 sollte passend sein, geht bis 32. Ach ja, ist nichtmal so ein simples numerisches wie im aktuellen 5k teuren Sequential Trigon, aber da meckert keiner weil ist ja Sequential ;)

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            Florian Anwander RED

            > PS: Den Kontrast des
            > Displays kann im
            > Menü angepasst werden,
            > ein Wert von 10 sollte
            > passend sein, geht
            > bis 32.
            Kurz dazu: es geht nicht um Kontrast im konventionellen Sinne. Ich selbst habe (wie 10% bis 15% der Y-Chromosomträger dieser Welt) eine Rot-Grün-Farbsehschwäche. Wie sich diese auf die Wahrnehmung auswirkt, ist leider einem Normalsichtigen nicht wirklich erklärbar. Ich hab mal im Bild vom Autotune-Display das Rot durch Blau ersetzt und dann in Photoshop mit den Kontrasten gespielt, bis ich den gleichen „Unschärfe“-Eindruck wie bei Rot habe. Dann habe ich das rote Original und die Blau-bearbeitete Version beide in Graustufen gewandelt. Das Ergebnis kann man hier betrachten:

            https://florian-anwander.de/colourblind/

            Oben das Original, darunter das Original direkt in Graustufen gewandelt, ganz unten die von mir über den blau-Umweg generierte Graustufen-Version. Nicht böse sein, aber mir hilft die Kontrasteinstellung nicht.

            Sorry ein Display oder eine Beschriftung Rot auf Rot zu machen, bringt nur dann was, wenn man unbedingt auf knapp ein Achtel der potentiellen Kundschaft verzichten will.

            Naja, es handelt sich um ein HD44780-kompatibles Standard-Display. Ich bin sicher, dass es in kürzester Zeit Kits für den Austausch geben wird.

            Ansonsten natürlich 100%ige Zustimmung zu Deiner Aussage!

  25. Profilbild
    MaschinenMensch

    Schöner Test! Ich durfte den UB-XA vor einigen Tagen auch anspielen. Ich finde er klingt mehr als gut und hat eine anständige Tastatur.

  26. Profilbild
    astral_body

    Ich sehe den Synth mehr als eigenständigen 2023er 16 fach polyphonen Polysynth.

    Nehmen wir an der Synth hieß „Venus 16“ und wäre silbermetallic.
    Wäre das dann ein guter Polysynth in 2023 für das Geld?

    Und ganz ehrlich: Bei Roland kling der Jupiter X auch nicht wie ein Jupiter 8. Und auch der Korg 2600 klingt nicht wie der ARP 2600.

    Ist doch eigentlich auch egal.

    Die Frage ist doch: Ist es ein schönes, eigenständiges Instrument?
    Rein rational sollte man ein Instrument an seinen realen Eigenschaften bewerten.

    Hype oder Nostaliga kann man nicht hören ;-)

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      Kazimoto

      @astral_body Als neutraler Venus 16 und mit über Atrophy einstellbare Charakteristiken hätte daß sehr gut vermarktet werden können. Man stelle sich vor es gäbe dazu noch sowas wie ROM-Karten für die Atrophy-Engine und klassische FX. Mit dem möchtegern Klonzeugs macht Behringer sich das Leben unnötig schwer. Der Deepmind ist doch super erfolgreich ohne daß Uno-6 drauf steht.

  27. Profilbild
    t-hiho RED

    Toller Testbericht, in dem viel Arbeit steckt! Ich bin heilfroh, dass ich grade an anderen Tests schrieb, als der Rundruf kam, wer den oBehringerheim testen mag! Das ganze Thema polarisiert enorm. Bei aller gebotener Objektivität – ein Test ist IMMER auch (!) subjektiv, sonst können wir gleich ChatGPT testen lassen. Und SPRECHEN über das was wir hören, assoziieren und empfinden ist komplex: Musikalische Phänomenologie nennt sich die Fachwissenschaft davon. Des Einen „fett“ ist nunmal des anderen „matschig“. Was sind silbrige Höhen? Glänzt ein Avalon 737 mehr als ein Dolby Cat22 Trick? Bei Prince finde ich die OBSX-Patches nicht gerade warm und fett, eher mittig, wie Florian sie beschreibt. Andernseits nutze ich persönlich gern meinen OB1 als Basslieferant. Aber eben WEIL er nicht so viel Raum beansprucht wie ein Bass meines Minimoogs. Ich halte es nicht für eine „Fehleinschätzung“, wenn ein erfahrener Vollprofi einem klassischen Gerät bestimmte Klangeigenschaften zuspricht, während andere das komplett anders empfinden. Ich bin froh, dass wir Menschen unterschiedlich hören (Googletipp: Obertonhörer). Den UB-Xa werde ich sicher NICHT kaufen. Mir gefällt sein Klang nicht. Aber das hier ist in jedem Fall ein lesenswerter und informativer Test!!

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      swissdoc RED

      @t-hiho Würdest Du denn einen der original Oberheims kaufen, oder gar einen OB-Xa? Kosten und Vintage-Geht-Kaputt-Panik mal aussen vor.

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        t-hiho RED

        @swissdoc Da muss ich nicht lang überlegen: Hätte ich die Kohle, ich würde ohne zu zögern einen vintage OB-Xa oder einen vintage OB8 kaufen. Beides sind Synths, die ich schon auf einigen Produktionen anwenden durfte, leider waren es nie meine eigenen. Ich liebe sie. Und ich liebe die unzähligen Kultplatten, auf denen sie verewigt sind. Meine all-time-fav Oberheim-Hymne und thematisch brandaktuell: Jean-Luc-Ponty „Incantations for World Peace“ von 1983: https://open.spotify.com/intl-de/track/5MuBjMmG7ve0ZEm7aKWBZi?si=ea0ad88c0c4842ed
        Ein zeitloses Meisterwerk! Oder Simple Minds, Mike Oldfields „Crisis“, Styx…
        Der urtümliche OBX von ’79 lässt mich allerdings eher kalt. Das ist für meinen Geschmack klanglich noch zu wenig eigenständig. Der „klassische Oberheim-Sound“ entwickelte sich erst mit dem OB-Xa für mich.

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          Unimoog

          @t-hiho Hast du eine Gelegenheit gehabt, den OB-X8 zu spielen? Dein Eindruck würde mich sehr interessieren.

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            t-hiho RED

            @Unimoog Ja, hatte ich. Hm, jetzt wirds schwer. So angeheizt wie die Stimmung hier grade ist, habe ich ein wenig Bedenken, dass man mich in der Luft zerreißt, was immer ich antworte… ;-) Ich halte den OB-X8 für ein solides und vielseitiges modernes Werkzeug von einem Hersteller mit Klasse Support und wertiger Verarbeitung. Klanglich ist er FÜR MICH kein favorisierter klassischer Polysynth. Es fehlt das gewisse etwas. Für mich klingt er etwas zu steril und zu berechnend. Er spricht nicht zu mir, wenn ich ihn spiele. Das tut mein Akai AX80 hingegen schon. Ich schreibe dies alles mit einem gewissen Vorbehalt. Denn hier neben mir stehen mein Sequential T8 und der aktuelle Prophet 10 Rev4: Da ist meine emotionale Haltung ähnlich. Nur nutze ich den Prophet 10 Rev4 dennoch häufig. Ähnliches habe ich bei meinem Test des Waldorf M erlebt. Was ein tolles Gerät. Am Ende habe ich ihn aber nicht privat gekauft und freue mich über meinen Microwave 1 RevA. Das Ganze wird immer mehr zu meiner Besessenheit. Aktuell baue ich mir aus alten Original-Teilen einen Roland System 700 VCA und einen Serge Resonant EQ, denn ich möchte gern selbst bestimmen, welche Bauweise und Alter die Bauteile haben. Ich hab auch schon die Kondensatoren in meinem vintage Neve 1073 ausgetauscht. Welch Blasphemie…

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          swissdoc RED

          @t-hiho Verstehe, Dein den Klang nicht mögen bezieht sich also auf das vom UB-Xa Gerhörte und nicht auf den Typ Synthesizer an sich, den ein OB-Xa repräsentiert. Was Du weiter unten schreibts, kann ich nachvollziehen und ich bevorzuge i.d.R. auch das jeweilige Original. Wobei mir die modernen DSI und Sequential Synths (mit Ausnahme des Evolvers) so recht gar nichts geben. Ein direkter Vergleich von einem P6 zu einem Akai AX60 hat damals ganz klar der AX60 gewonnen, beim Chorus hat der P6 gar kein Land gesehen. Allerdings gab es damals nur Slop und noch keinen Vintage Knob. In Sachen OB-Synths bleibe ich beim OB-8 und warte sehnsüchtig auf die Interpretation des OB-X Themas von Abstract Instruments. Dort kommt dann eine weiter Variante in Sachen Vintage an den Start. Version A wird das Tuning wie beim Original bieten. Version B dann mit mehr Auflösung und mehr Stützstellen. Fast so wie beim Jupiter 8 mit 12- oder 14-Bit Wandlern.

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        defrigge AHU

        @swissdoc Tatsächlich würde ich alles mögliche tun – außer einen Analog-Synthesizer kaufen, dessen Klang mir so grundlegend nicht gefällt wie der des Behringer UB-Xa. Das hieße ja, sich ständig beim Programmieren und Spielen an diesem Klangcharakter zu reiben und Schwierigkeiten zu haben, die gewünschten Sounds zu spielen.

        Für Oberheim-Sounds insgesamt gibt’s glücklicherweise genug gute Hardware- (OB-X8, OB6) und Software-Alternativen (OPXPro-II, GForce OB-E und OB-X etc.) .

        Beim Xa Klangcharakter (den ich im Original mag, wenn auch nicht so sehr wie den des OB-X, bin kein großer Curtis-Filter Fan) wird’s spezieller und schwieriger. Aber auch da würde ich eher auf eine GForce OB-Xa Software-Version warten, als den Behringer zu kaufen. Den haben sie m.E. einfach schlechter getroffen als andere ihrer Clones (Mini. Odyssey, Mono-Poly) die entsprechenden Originale, was angesichts der langen Entwicklungszeit etwas überrascht.

        Fazit: Mangels aktueller Hardware-Xa-Alternative ist das aus meiner Sicht noch keinen UB-Xa Kauf wert. Ich wette, es gibt demnächst einen GForce OB-Xa. Wenn sie den so gut hinkriegen wie ihren OB-X, dann wäre das bereits eine Alternative zum Behringer. Und benutzbare Oberheim Controller für haptischen Gebrauch gibt es ja auch schon.

  28. Profilbild
    NDA

    Clones – generelle Aussage: erwartet bitte keinen 100% „Originalklang“, sofern nicht versucht wird mit extremem Aufwand all (!) die Toleranzen der Originale nachzubilden.

    Was macht einen Sound „fett“ & „lebendig“?
    Bsp: Geigen im Orchester mit x Violinisten. Ist dort jede Geige 100% identisch & exakt gleich gestimmt? Gleiches für jeden Toneinsatz & Bogenstrich? Eben!
    Es sind all die kleinen Abweichungen, die das „lebendige“ Klangbild erzeugen.

    Bei den alten Synthesizern kommt diese Lebendigkeit von den – erstmal eigentlich unerwünschten – Toleranzen der vielen Einzelbauteile. Das gilt so auch für die integrierten analogen Schaltungen (ICs). Das Verhalten über die Temperatur ist ebenfalls von großer Bedeutung.

    Bitte berücksichtigen: Bauteile wie z.B. Kondensatoren & Transistoren wie ICs wurden mit den damals verfügbaren Maschinen & Methoden gefertigt.
    Ein exakter Nachbau nur mit den „alten“ Schaltplänen ist deswegen allein noch keine 100% exakte Kopie. Bei einem IC kann das Schaltungslayout im Chip einen Einfluß bei der Fertigung & im Betrieb haben. Ein IC-clone müßte also mit altem Layout und Maschinenpark produziert werden.

    Perfekte Reproduzierbarkeit (=> Digitaltechnik) ist genau dann erwünscht, wenn z.B. bei Rechnungen immer das exakt gleiche Ergebnis rauskommen soll – in der Finanzbuchhaltung wie in der Raumfahrt. Hört sich steril und damit wenig musikalisch an, oder?

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        AMAZONA Archiv

        @Filterpad Nicht davon ausgehen, dass wirklich „100% legendär“ drin ist, nur weil „100% legendär“ draufsteht. Nicht mehr als 80% vom Klon erwarten. Wenn es mehr wird – wie im Fall UBXA – dann ist das doch schön. Merke: auch ein tauber Klon findet mal den Zauber Ton. Sorry musste jetzt sein ;)

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          t-hiho RED

          @growl …das hast Du wundervoll formuliert! Kann ich das bitte zum Geburtstag als Blechschild für meinen Arbeitsplatz bekommen, bitte? 🙂

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            AMAZONA Archiv

            @t-hiho Ich habe leider keine Zeit, aber ich frage mal meinen Klon!

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              t-hiho RED

              @growl …falls der nicht kann, nehm ich auch nen Klon Centaur. Aber bitte keinen Nachbau! 🙂

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                AMAZONA Archiv

                @t-hiho jaja…

                Kommt’s zur Klampfe klagt der Klon
                „Ist ja gut ich troll mich schon…“
                und sogar der Kemper kotzt
                weil auch bei ihm der Toni motzt

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                  NDA

                  „TTK – Technik trifft Kunst“ (oder „TMA – technology meets art“; wenn’s denn gleich ein globales statement & Kürzel sein darf)

                  Wie schön: ein rein technisch nüchterner Kommentar inspiriert die Leser zur Diskussion und sogar Poesie – und das um 02:00 Uhr in der Früh!
                  Frei nach Nena: „Mann, wer hätte das gedacht?“ (dürfte bei den 99 Luftballons gewesen sein)

                  Ist es nicht irgendwie faszinierend: ein Synthesizer ist mit das am technischste (Musik-) Instrument überhaupt (und die Moog-Modular Schrankwand könnte dem Erscheinungsbild nach genauso gut aus dem Cockpit bzw. dem Panel des Bordingenieurs vom Jumbo-Jet stammen).
                  Künstler nutzen dieses Equipment um damit kreative Klänge zu schaffen und teils wundervolle Musik zu machen – die wiederum Techniker zum Staunen & Schwärmen bringt.

                  Für mich ist genau diese Verbindung sehr reizvoll, weil es Techniker und Künstler direkt zusammenführt – wo es sonst vielleicht fast überhaupt keine gemeinsamen Berührungspunkte gibt.
                  Die ganzen „Clones“ (können) helfen, Generationen miteinander zu verbinden und zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch zu bringen. Respekt vor den Errungenschaften und dem Können der Vergangenheit genauso wie Aufgeschlossenheit für Neues (letzteres sehr schön zu sehen bei einigen Synth-Pionieren).

                  Wir sollten das im Auge behalten und uns nicht in diesen unnötigen „Glaubenskriegen“ und Geschmacksfragen verzetteln.

      • Profilbild
        NDA

        @Filterpad Forist „growl“ hat bereits eine treffende Antwort gegeben.

        … und es geht mir nicht um „Moral“, sondern zu helfen, eine gewisse Sachlichkeit in die zahlreichen Diskussionen zu bringen.

        Beschreibungen wie z.B. „dünn / fett“ und „hohl“ kommen aus einer (teils subjektiven) Wahrnehmung; und es gibt hier kein „richtig oder falsch“. Das subjektive Empfinden von Klängen wird durch solche Begriffe aber etwas besser „greifbar“ .
        Sie können de facto aber in technische Parameter umgesetzt und sogar meßtechnisch erfaßt & erklärt werden – das hilft (wenn überhaupt) aber nur einem Techniker und vielleicht dem Künstler, der sich intensiv mit der Materie auseinandersetzt.

        Nur: die Inspiration und der „Zauber“ sollten dabei besser nicht verloren gehen …

        Deshalb ist’s gut & hilfreich, wenn sowohl Techniker wie Künstler sich hier austauschen und das Wissen & Können des anderen akzeptieren (s.a. mein anderer Kommentar hier in diesem Verlauf).
        Ist ja kein Zufall, daß keiner der technischen Synth-Pioniere gleichzeitig auch Top-10 Hits produziert hat.

  29. Profilbild
    Synthpark

    Sorry, wenn ichs mal so formuliere: Der Autor scheint die Atrophy Settings aus musikalischer Sicht nicht ganz gewürdigt zu haben. Entsprechend klingen die Beispiele eher wie der Sound aus Plugins. Ich habe Beispiele gehört, da hört man positiv den Einfluss von diesen Settings, zum Beispiel Atrophy 8.

    Die Resonanz muss nicht umbedingt zur Selbstoszillation reichen, das ist nur dafür da, mit einem Analogsynthie einen Sinus zu generieren.

    Danke für die bedientechnischen Hinweise und Anmerkungen.

    • Profilbild
      Florian Anwander RED

      @Synthpark > Die Resonanz muss nicht umbedingt zur
      > Selbstoszillation reichen, das ist nur dafür
      > da, mit einem Analogsynthie einen Sinus
      > zu generieren.
      Naja, wenn ich einen Resonanzwert unterhalb der Selbstoszillation haben will, dann drehe ich den Resonanzregler halt nicht voll auf. Dazu brauche ich keine interne Limitierung. (ich fahr halt auch Volvo – Volvofahrer sind Menschen die stundenlang 120km/h fahren, obgleich die Kiste auch 100 Stundenkilometer schneller geht)

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        Synthpark

        @Florian Anwander Naja, ganz so einfach ist es nicht.

        Zugegeben: mein Juno 60 macht Selbstresonanz und klingt trotzdem fett.

        Aber im allgemeinen kann es sein, dass sich ein bestimmter Vintage Sound und Selbstresonanz sich gegenseitig ausschließen.

        Zum Beispiel: wenn man zwei Filter vorliegen hat wie hier, dann kann es sein, dass eine leichte Verstimmung der beiden Resonanzfrequenzen zu einem breiteren, wohlklingenden Resonanzverhalten führt, aber eben dadurch keine Selbstresonanz erreicht wird.

        Auch der Drive der Oszillatoren macht viel aus. Eine sauberere Resonanz als Pfeifton ergibt sich bei niedriger Aussteuerung ohne Gain Compensation. Dafür klingts aber relativ dünn. Bei stärkerem Drive verschmilzt die Resonanz mit dem Sound, aber es klingt fetter.

        Ich habe selbst mal ein Ladderfilter programmiert und in einen Korg User Oszillator gepackt.

        Insgesamt sind also die Atrophy Settings für mich demnach eine Bereicherung. Bei Atrophy 8 höre ich, was ich hören möchte, insbesondere bei Flächensounds.

  30. Profilbild
    mdesign AHU

    danke für den tollen und umfassenden test. sehr interessant, einiges gelernt!

    mein UB-Xa klingt super. und er ist nahe am original – wie nahe, ist ansichtssache. bei mir weckt er das gefühl, das ich in den 80ern mit meinem OB-Xa hatte. das war und ist bei anderen synths nicht so. die presets sind größtenteils schrott, aber da lösche ich eh die meisten. ein paar mal gedreht, und ich bin 40 jahre zurück. wer die erwartung hat ‚einschalten und boom, toller, moderner sound‘ ist hier falsch. das ist ein instrument, das gestreichelt werden will – und dann kommt auch was. allerdings im rahmen eines 80er-synths. trotz der vielen zusätzlichen features ist das ein klon. das muss man akzeptieren. trotz ein paar kleinigkeiten im UI wie im test beschrieben (nervig: die fehlende exit-taste), würde ich den UB-Xa sofort wieder kaufen.

  31. Profilbild
    mdesign AHU

    noch eine ergänzung zum test: wem der UB-Xa nicht fett genug ist, der kann mit shift unison die stimmen im poly modus anpassen, zB auf 8 stimmen à 4 oszis . oder 4 stimmen à 8.

  32. Profilbild
    Wursthaut

    Die Aussage dünn will ich zurücknehmen. Ich hab mir jetzt noch etliche Soundbeispiele im Netz angehört und finde er hört sich eher mittig an.
    Auch fehlt es ihm an Lebendigkeit. Dahingehend hat mich der OB-XA im Vergleich zu den Alten aber auch nicht überzeugt.
    Ich hab nen P5 rev4 und der hört sich leider auch nicht so an, wie die Vorgänger.
    Trotzdem um Welten besser, als der Pro800 von Behringer.
    Genauso finde ich, verhält es sich mit dem OB-XA zu dem Ub-Xa….
    Ich rede nur vom Sound.
    Für den Preis ist der Ub-Xa bestimmt ein guter Deal. (Vorausgesetzt die Haltbarkeit ist dementsprechend, was die Zukunft zeigen wird)
    Best Buy find ich aber auch überzogen…

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      Tyrell RED

      @Wursthaut BEST BUY bezieht sich auf die 3-Sterne-Wertung vom Autor PLUS starkem Preis/Leistungs-Verhältnis.

  33. Profilbild
    Phoenix

    Dass es natürlich wieder eine kontroverse Disskussion über Behringers neustes Produkt geben wird, war klar. Mich wundert, wie viele aus den nahezu 100 Kommentatoren genau wissen, wie das Original klingt und wie dann der UBXA zu klingen hat.

    Gewiss – Behringer hat ja jahrelang dafür die ganz große Werbetrommel aufgefahren und muss sich nun auch dem Vergleich stellen. Obwohl ich selbst sogar schon 2 Mal auf den drei Oberheims (OBXA, OBX und OB8!) spielen konnte, möchte ich überhaupt kein Vergleich zu diesen ziehen.

    Anstatt den Vergleich in Richtung „Luxusklasse“ zu ziehen, stelle ich mir lieber die Frage, was bekomme ich Vergleichbares fürs gleiche Geld…und da wird es dann schon richtig dünn auf dem Markt. Und dass sich hier nicht wenige über Einstellungen oder Displays mokieren – das ist schon jammern auf hohem Niveau! Zumal andere exclusive Hersteller sich ähnliche Vaupax leisten ( Numerisches Display bei Sequential…)

    Wenn man das Instrument mal eigenständig betrachtet, ist das schon ein „Preisbrecher“. Presets waren noch nie Behringers Stärke. Die Sounds auf meinem Deepmind waren fast alle für die Tonne…aber wenns mir um die Presets geht kann ich mir nen Rompler kaufen.

    Auch der Gebrauchtmarkt wirds nun schwerer haben, in der gleichen Preisregion die Vintage-Synths an den „Mann“ zu bekommen. Ich bin gespannt, was dort geht. Ich denke, die Preise fallen.

    • Profilbild
      gs06

      @Phoenix Das ist auch meiner Ansicht nach äußerst bemerkenswert: So viele Leute haben perfekte Erinnerungen daran, wie die Original-Synthesizer vor über 30 Jahren vor ihrer Alterung geklungen haben und wissen sofort – teilweise noch bevor sie sich selber mit einem UB-XA intensiv beschäftigen konnten – dass der Behringer zu dünn, fade, langweilig und überhaupt auf jeden Fall ganz und gar nicht wie das Original klingen kann…

      Mal ganz unabhängig davon, ob er denn nur ein wenig, vollständig oder auch überhaupt nicht wie das Original (welches?) klingt – was für die meisten Musiker (!) nebenbei bemerkt auch völlig unerheblich sein dürfte – drängt sich mir im Moment vor allem folgender Gedanke auf: Wer mit dem UB-XA keine nach Belieben dünnen, mittigen und fetten Sounds erstellen kann oder möchte, sollte sich einfach nach anderen Geräten umsehen.

      Für mich ist mit dem Gerät ein Jugendtraum in Erfüllung gegangen – aber wir träumen halt jede(r) auf seine/ihre eigene Weise… ;-)

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      costello RED

      @Phoenix Soweit ich das überblicke, ist das Erdbeben auf dem Gebrauchtmarkt bisher noch jedes Mal ausgeblieben, wenn ein neuer Klon das Licht der Erde erblickt. Die Oberheim-Synths haben preislich lange hinterhergehinkt im Vergleich etwa zu Memorymoog, Elka Synthex, Chroma, den PPG’s, vom Jupiter 8 ganz zu schweigen. Ein OB-8 war vor ein paar Jahren noch richtig preiswert. Jetzt hat sich das alles in der Region zwischen 8.000 und 10.000 Euro eingespielt. Daran hat der OB-X8 nicht gerüttelt und ich würde mich sehr wundern, wenn sich das durch den UB-Xa ändern würde.

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        Phoenix

        @costello Ich schrieb auch „in der gleichen Preisregion“ – soll heißen Gebrauchte um die 1200-1500 Euro. Von den von dir genannten war noch nie einer annähernd in dieser Preisregion (zumindest die letzten Jahre).
        Um mal bei den klassischen analogen zu bleiben, spreche ich da eher vom Polysix oder Juno106 und anderen ähnlichen Synths in diesem Segment. Auch historische Monosynths gehen nicht mehr ohne Weiteres im Gebrauchtmarkt weg. Manch einer wird sich sicherlich überlegen, ob er sich nicht lieber fürs gleiche Geld so ein UBXA ins Studio stellt. Dass dieser ein „Mehrwert“ darstellt (musikalisch als auch Zuverlässigkeit), steht außer Frage.

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          costello RED

          @Phoenix Hi Phoenix, da kann tatsächlich was dran sein, wenn es um P6 und Konsorten geht. Wobei: Der Juno 60 hat schon seinen ganz eigenen klanglichen Reiz, den würde ich nicht eintauschen wollen. Aber 3.500 bis 4.500 Euro (derzeit auf Reverb) ist schon insane.

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            TobyB RED

            @costello , es ist natürlich klar wenn ich die Originale will, muss ich die Börse tief aufmachen. Aber ich denke es gibt durchaus Ersatz. Oder Neue Synths die da mithalten können. Wenn man Florians und Tobys Mantra, 40% kommen aus dem Synth, folgt. Nicht das ich meinen Vintage Kram jetzt auf die Seite oder Reverb stelle. Nur find ich zB die Roland Sachen unter produktionstechnischen Aspekten richtig gut. Mein Neffe beschwert sich immer das der Juno 106 immer erstmal bedient werden will und ohne FX, wie eine Hupe klingt. Und andersrum, ich hab neulich „Moments in Love“ fix eingespielt, ganz klassisch mit Noten vom Blatt. Aufnahmeknopf gedrückt. Danach hab Ichs Kollegen Sven geschickt. Der meinte dann nur, „Welche Version ist das?“, „Meine“. 😀

  34. Profilbild
    8-VOICE AHU

    „Zur Zeit nicht auf Lager, aber bestellbar
    NEUEINFÜHRUNG
    Voraussichtliche Lieferung: 2 – 5 August 2024“ Steht bei Gear4music.
    Geht also noch eine Ewigkeit….
    Was heisst Best Buy? Soll er besser klingen als der Oberheim OB-X8? Besser als der Sequential OB-6? Das bezweifle ich……..

    • Profilbild
      defrigge AHU

      @8-VOICE Die einzige Möglichkeit, diesen Synth „Best Buy“ zu nennen, geht wohl über den Preis. Für einen analoger Polysynth mit diesem Leistingsumfang ist das ein sehr günstiges Angebot. Es gibt aber haufenweise analoge Polysynths, die m.E. deutlich besser klingen als dieser.
      Das gilt ganz sicher für beide von Dir genannten Synths mit OB-Klang.

      Inzwischen hab ich haufenweise UB-Xa Klangbeispiele gehört und es ist glasklar, dass dieser Synth mir nicht ins Haus kommt: dieser Klang ist wirklich gar nicht mein Ding.

      Für Vintage Obee-Sound (auch OB-Xa Sound) taugt er nicht so richtig, und für modernere Analog-Poly-Sounds würde ich den Arturia Polybrute trotz deutlich höheren Preises immer vorziehen.

  35. Profilbild
    justme

    Danke für einen sehr ausführlichen Test/Beschreibung.

    Wurde bei den Beispielen zum polyphonen AT absichtlich so kantig moduliert, um es klanglich schnell deutlich zu machen ?
    Weil, wenn das nicht nuancierter und weicher zu modulieren geht taugt es definitiv nicht.

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      justme

      @justme Naja, und eins kann ich mir auch nicht verkneifen… dass das ein mindestens Best-Buy wird war ungefähr so klar wie die (d.d. Red. gekürzt, bitte keine Politik).

      Argumentieren könnt Ihr dagegen an soviel Ihr wollt – es wirkt schon überdeutlich, dass bei Euch alles zum B gehyped wird.

      Insgesamt ist aber das, was Amazona leistet, schon wirklich klasse und damit lässt sich diese dunkle Seite der Macht…äh Musik bei Euch leicht generös übersehen😂

      Ein bestes 2024 für Euch und alle👍

    • Profilbild
      Florian Anwander RED

      @justme Ich nehme die Sachen nicht dezidiert für die Klangbeispiele auf, sondern lasse beim Ausprobieren einen Recorder mitlaufen, und schneide dann aus diesen Aufnahmen die Klangbeispiele raus. Das kann natürlich dazu führen, dass etwas nicht so perfekt ist. Wenn ich mich richtig erinnere, ist das Aftertouchbeispiel der Durchgang mit der „weichesten“ Einstellung (bei den anderen Einstellungen hatte ich mich zu sehr verspielt). In der Einstellung sind geräte einem dann das „Nachdrücken“ etwas kräftig. Denn letztlich bedeuten diese drei Einstellungen vermutlich nur exponentielle, lineare und logarthmische Reaktion auf den Druck.
      Da ich den UB-Xa schon auf den Weg zu Peter Grandl gebracht habe, kann ich das nicht mehr nachprüfen, aber vielleicht kann er (oder ein anderer Amaozona-Leser, der einen UB-Xa sein Eigen nennt) das nochmal nachsehen.

      • Profilbild
        m-ex

        @Florian Anwander RESPEKT ! (absolut ernst gemeint)
        Da stellt Dir jemand eine Frage, unterstellt Dir keine 10 Minuten später im Nachgang eine Interessengemeinschaft mit Behringer, benötigt dafür einen an den Haaren herbeigezogenen Vergleich mit einer politschen Partei (mittlerweile ist der Beitrag ja gekürzt) und erhält trotzdem von Dir eine fundierte Antwort.
        Diese Größe (des Antwortgebers) muss man erst einmal aufbringen.

        Soviel Zeit muss sein, auch kurz vor Jahresende.

        Dir alles Gute für 2024.

  36. Profilbild
    Tyrell RED

    Ich habe, dank eines Freundes der UB-Xa-Beta-Tester war, seit Jahren immer wieder mal den Entwicklungsstand des UB-Xa hören dürfen. Vor ungefähr einem guten Jahr hatte die Entwicklung dann einen Punkt erreicht, an dem ich mich von meinem Oberheim OB-Xa verabschiedet habe.
    Zum einen lag der Kurs für einen gut gepflegten und original OB-Xa sehr hoch, zum anderen gab es mit dem Klassiker immer wieder Probleme mit einem der Voice-Board.
    Nachdem ich beide sehr ausführlich und direkt vergleichen konnte, fiel mir die Trennung aber nicht schwer. Schon damals war der Klangunterschied im Blindtest nur noch minimal. Das ist meine Meinung und dazu stehe ich. Und nein, ich werde von niemanden gedrängt diese Zeilen hier zu schreibem.
    Florian hat einen wunderbaren, kritischen Test verfasst, bei dem er seine eigene Skepsis nachzeichnet und sich am Ende trotzdem vom Klang des UB-Xa überzeugen hat lassen. Wer Florian kennt, weiß, dass auch er absolut integer ist.
    Oder anders gesagt: Für das kleine Budget das wir für solche Tests bereitstellen, bin ich heilfroh, dass wir so kompetente Autoren wie Florian haben, die richtig Herzblut in jeden Test legen.
    Die Annahme, dass die Tests – von wem auch immer – beeinflusst werden, ist schlichtweg absurd.
    Selbstverständlich steht gleichwohl jedem frei bei der Beurteilung des Klanges eine eigene Meinung zu haben.

    • Profilbild
      allforjupiter

      @Tyrell Lese viel und gerne von Florian – auch in anderen Foren. Ich kann echt nicht verstehen wie hier solche Verschwörungstheorien zustande kommen. Fällt es wirklich so schwer zu glauben, dass der UB-Xa einfach ein geiles Teil geworden ist?

      • Profilbild
        Flowwater AHU

        @allforjupiter Ich mag die Firma Behringer nicht. Der Klang des UB-Xa passt nicht so recht zu meiner Musik (wie viele andere analoge Synthesizer). Und ich habe jede Menge anderen einstaubenden Kram hier herum stehen. Das sind für mich drei sehr gute Gründe, warum ich den UB-Xa NICHT kaufen werde.

        Aber … bei aller Abneigung gegenüber der Firma Behringer … der UB-Xa scheint wirklich ein richtig gutes Produkt geworden zu sein. Und dann auch noch zu dem Preis. Das muss ich einfach neidlos anerkennen.

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        @allforjupiter Es scheint hier auf jeden Fall alles zu geben, von Instrument bezogen bis zu Meta Ebenen (und wenn die bei Behringer nicht erlaubt sind, wo denn dann?), von „Alles einfach supi“ über nachvollziehbare Differenzierung (Kommentar d.d. Red. gekürzt, bitte keine Politik)

        Für mich ist der Test sehr informativ und aussagekräftig. Nur, da Behringer zu 100% über den Sound und Fame der Klassiker wirbt, fände ich einfach bei jedem neuen Klon dazu einen A-B Vergleich mit dem jeweiligen Original noch angebracht.

  37. Profilbild
    elbonzoseco

    Schöner Test zu einem sehr guten Produkt. Bei aller (teilweise) berechtigten Kritik an Behringer, ist der UB Xa an sich einfach gelungen. Gerade was die Expressivität angeht, ist das schon beachtlich (sowohl Poly AT als auch die Atrophy Settings).

    Schade, dass scheinbar mal wieder nicht sein kann, was nicht sein darf. Die Verschwörungstheorien finde ich langsam auch ermüdend..

  38. Profilbild
    Bave the Dutcher

    Naja. Ich habe mir das jetzt mal alles durchgehört und bin überrascht, ich hätte nach lesen einiger Kommentare grässliches fiepen und kratziges tröten erwrtet. Dies ist aber keineswegs eingetreten, besonders den fehlenden Bassanteil kann ich nicht nachvollziehen, mein Subwoofer hatte genug zu tun, also dort mal keine Lücke. Und wenn ich einen Bassound will greif ich sowieso zu einem Monophonen mit 24dB/Oct Filter der mit M anfängt. Seidig ist er vielleicht nicht, dafür kann man andere Sachen damit anstellen. Mich hätte noch ein intensiveres Beispiel zum Thema polyphones Glide interessiert, der OBXa hatte da ja ein sehr spezielles Verhalten. Und ungefilterte tiefe töne, auch da war der OBXa sehr interessant.

    Da ich aber einen Polybrute besitze und ihm die hier vorgestellten Sounds durchaus zutraue ist das Thema sowieso nicht relevant, ausserdem finde ich viele Geschäftspraktiken der Firma B ekelhaft.

    • Profilbild
      Anjin Sun

      @Bave the Dutcher Das Brutekonzept finde ich super, allerdings kann ich bei bestem Willen übergreifend mit dem Klang der Oszillatoren von Aturia nichts anfangen. Folge ich verwerflichen Geschäftspraktiken für meinen Konsum, dann wird die Liste eng – sehr, sehr eng !!

  39. Profilbild
    heimannrudolf

    Nachdem ich mir Florian Anwanders Klangbeispiele über’s Mischpult mit externen Delays und Reverbs (UA Golden Reverberator, dreadbox Darkness) angehört habe, finde ich ihn (UB-Xa) mittlerweile – auch dank der vielen Zusatzinformationen und Tipps hier im Forum – richtig geil! Ich klebe mir „Venus 16“ auf die Rückseite und alle Diskusionen sind einfach weg. Nur die fehlende Exit Taste, das ist tatsächlich übel, auch für 999€. Uli, bitte ein Softwareupdate – we hear you.

  40. Profilbild
    columbo

    Der Behringer Einheitsbrei ist für mich als jahrzehntelangen Hardware-Fan nun der beste Grund mich mal der PC Software verstärkt zuzuwenden. Allein Arturia zB hat so tolle preiswerte und gutklingende Synth zu bieten, die brauchen keinen Platz und keine klimaschädliche Ressourcen. Gerade Behringer beweist doch inwischen zur Genüge, dass simple ANALOG nicht unbedingt immer die 1. Wahl ist, gut gemachte Experten Software erfahrener und engagierterer Unternehmen klingt nämlich besser als die 08/15 China Analog Kopierer. Und insoweit ist Behringer ja auch regional passend verortet. Innovation = 0 Kopie = 10. Wenn aber schon Kopie, dann lieber digital zu einem fairen Preis. Ansonsten einfach sparen und in Kult und Qualität Hardware investieren!

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      @columbo .
      – Behringer
      – Einheitsbrei
      – Software
      – klimaschädlich
      – 08/15
      – China
      – Kopierer
      – Innovation
      – Kult(!)

      Ja mei, da wollte jemand unbedingt beim BS-Bingo gewinnen, was?

      Die ewig Gestrigen, die weiterhin in Ihrer Welt von vor 30, 40 Jahren leben, die erkennen keine Innovation wenn man sie explizit darauf hinweist.

      Was Musictribe da an hauptsächlich digitaler Innovation an ihren PH, CN- (und nun bald am neuen MY-)Standorten aufgezogen hat, das ist so in dieser Branche nicht verbreitet. Guckt doch wie Korg, Roland, Sequential entwurfs- und fertigungstechnisch hinterherlaufen. Dazu müsste man sich allerdings ein wenig mit Prozess-Veränderungen in der Geschäftswelt, und gerade in der Elektronikbranche, auskennen, und das geht nicht mit einem Wissenstand welcher auf Vergangenem („China-Müll“) basiert.

    • Profilbild
      falconi RED

      @columbo Ganz schön anstrengend, wieviel Weltschmerz man hier mittlerweile als Autor über sich ergehen lassen muss, nachdem man viel Aufwand und Muse in einen sachkundigen und in jeder Hinsicht fundierten Beitrag gesteckt hat, in dem Mutmaßungen und subjektive Eindrücke klar als solche gekennzeichnet sind, der aber trotzdem weit besser mit technischen Fakten unterlegt ist als sämtliche mir bisher bekannten Publikationen zu dem Produkt.

      Interessant finde ich auch, wieviele objektive Unzulänglichkeiten „zwanzig Beta-Testern“, die sich ja im Wesentlichen mit der „Verbesserung“ der Firmware befassen sollen, immer noch durchrutschen, obwohl die ja wohl deutlich mehr als „eine Woche“ Zeit haben:

      Vielleicht stecken die Beta-Tester zuviel Zeit in die Verbesserung ihrer yt-Videos – in denen ja meist alles flutscht und toll klingt?

      Vielleicht muss mal ein professioneller Anwander ran?

      • Profilbild
        Florian Anwander RED

        @falconi > Interessant finde ich auch, wieviele objektive
        > Unzulänglichkeiten „zwanzig Beta-Testern“, die
        > sich ja im Wesentlichen mit der „Verbesserung“
        > der Firmware befassen sollen, immer noch
        > durchrutschen, obwohl die ja wohl deutlich
        > mehr als „eine Woche“ Zeit haben:

        Da ich selbst inzwischen ja auch Module baue und Firmware (auf deutlich einfacherem Niveau) programmiere, weiß ich, wie betriebsblind sowohl der Programmierer als auch die Betatester mit der Zeit werden können.
        Bei der Software für meine VMC-Module kamen entsetzlich grundlegende Fehler erst durch die Rückmeldung durch Kunden auf, obgleich drei Beta-Tester die Software über ein dreiviertel Jahr begleitet haben und wirklich oft einsetzen.

        Die Lösung ist vermutlich nicht der Einsatz eines „Anwander“ ;-) sondern schlicht, dass ab und zu die Betatester gewechselt werden.

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          Kazimoto

          @Florian Anwander Erstmal sorry daß du hier zwischen die Fronten geraten bist. Wer erinnert sich noch an die Lawsuit Behringer vs. Oberheim, als man sich die Namensrechte einfach so unter den Nagel reißen wollte? Dessen geistiges Kind ist dieser UB-XA, ob er nun wie ein Oberheim klingt ist dabei vollkommen egal. Auch daß Atrophy implementiert wurde, warum eigentlich? Es gibt doch klare Vorgaben wie ein OB-XA aufgebaut ist und innerhalb welcher Parameter er funktionieren muss? Kann es sein daß Atrophy nur dafür da ist, um etwaigen Auseinandersetzungen mit Tom Oberheim, der ja noch immer lebendig ist, aus dem Weg zu gehen? Durch Atrophy „kann“ der UB-XA (doofer Name) wie ein Oberheim klingen, muss aber nicht. Genau aus diesem Grund geht hier die Kritik weiter. Sollte Tom Oberheim mit Uli anstoßen und die große Partnerschaft (wie bei Dave Smith) verkünden, ich wäre sofort still. Mir stinkt das hier zum Himmel! Schade um ein etwaiges gutes Instrument, kommt halt aus dem falschen Stall.

          • Profilbild
            Florian Anwander RED

            @Kazimoto .
            > Es gibt doch klare Vorgaben wie ein
            > OB-XA aufgebaut ist und innerhalb
            > welcher Parameter er funktionieren muss?
            Da muss ich Dich enttäuschen. Die Oberheim Synths waren konstanten Änderungen unterworfen. zB beim OB-8 gab es 36 „Explanations of Change“. Vom OB-Xa kenne ich die vollständige Anzahl entsprechender Änderungen nicht.

            • Profilbild
              Kazimoto

              @Florian Anwander Hmmm, der OB-Xa scheint davon nicht so sehr betroffen zu sein. Prozessor-Boards, Patch-Speicher und Portamento-Schaltkreis, lese ich da lediglich. Darauf wollte man sich bei Behringer anscheinend nicht festlegen. Wenn du Oberheim von SEM, OB-X, OB-Xa und OB-8 her denkst, dann gibt es natürlich etliche Varianten aber dasselbe gilt z.B. für die Roland Jupiter 4-8.
              Zu den Lawsuits oder auch nicht. Etliche Forenlöschungen, Shitstorms, „Sorry, wir wussten nicht daß Tom noch Interesse an seiner Marke hat!“ später, brauche ich keinen Beweis dafür, daß Behringer auf persönliches geistiges Eigentum nichts gibt. Gibson war da auch noch mit drin und Tom hat warumauchimmer noch schön danke gesagt oder sagen müssen. Sehr faul war das Ganze. Hier gibt es einfach nichts schönes zu sehen.

          • Profilbild
            TobyB RED

            @Kazimoto , Einspruch. zwischen Behringer und Oberheim gab es noch kein „Lawsuit“. Music Tribe wollte für sich die Nutzung der Marke BEHRINGER OBERHEIM in den USA registrieren, was die Patentbehörde ablehnte.

            „…the surname OBERHEIM in the applied-for mark unmistakably points to the Tom Oberheim, who is so well-known in relation to applicant’s type of goods and within the relevant industry that the public would reasonably assume a connection between Tom Oberheim and the applicant’s goods. Because a written consent to register the mark by Tom Oberheim is not of record, registration is refused under Trademark Act Section 2(c)“ und nebenbei die Registrierung wurde dann aus diesem Grund verworfen, „TRADEMARK APPLICATION ABANDONED FAILURE TO TIMELY RESPOND TO OFFICE ACTION“ siehe auch USPTO.

          • Profilbild
            AMAZONA Archiv

            @Kazimoto Und warum ist das alles so relevant für Dich, dass Du Dich dermaßen echauffierst? Denkst Du dass sich Tom Oberheim und Co. genauso um Deine Belange kümmern würden? Bist Du inn dieser Story irgendein Stakeholder?

            Wen es nichts schönes zu sehen gibt, tja, dann… schau einfach nicht hin!?

            Außerdem betonst Du doch auf Schritt und Tritt, dass Du nur noch SW einsetzt; dies macht Deine explosiven Reaktionen noch unverständlicher.

            Ich vermute (hier wird ja viel vermutet) hier steckt einfach nur tiefer Frust dahinter. Woher auch immer der kommt.

        • Profilbild
          falconi RED

          @Florian Anwander Das ist eine wohlmeinende Anwort.
          In Wahrheit denke ich, dass viele – prominente – „Beta-Tester“ einen doppelten pekuniären Nutzen aus der Tatsache generieren, dass man ihnen frühzeitig so ein Teil umgebunden hat, und daher noch lieber die Funktion als „Beta-Testimonial“ einnehmen.

          Was wiederum auch so mit dem Hersteller vereinbart sein dürfte…

          Wie auch immer: Dinge, die den Basic Workflow stark unüblich machen („No Exit“), müssten eigentlich beim Product Launch schon raus sein…

    • Profilbild
      falconi RED

      @columbo Ansonsten könnte ich jetzt hier noch eine halbe Stunde lang genüsslich fortsetzen, was @BerndF begonnen hat. Mache ich aber nicht, denn die Sonne scheint in Berlin, und das Leben ist kurz.

      Guten Rutsch!

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        @falconi > Mache ich aber nicht, denn die Sonne scheint in Berlin, und das Leben ist kurz.

        Das ist eine schöne Einstellung. Rausgehen, Leben genießen, sich über die vielen Möglichkeiten am Markt freuen, das Maulen den langjährigen kritischen Experten hier überlassen.

        Guten Rutsch Dir!

  41. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Danke für den wirklich tollen Testbericht. Würde ich wieder Hardware nutzen, dann wäre der UB-Xa sicher mit an Bord. Alles was ich von dem Synth gehört habe klingt nach Oberheim. Wenn einige wenige was anderes hören, dann steht es ihnen frei dieses Sahnestück nicht zu kaufen.

  42. Profilbild
    Atarikid AHU

    Boah, da ist man mal einen Tag nicht da ^^…. Ich kann verstehen, dass jeder ganz individuelle Vorstellungen hat. Vor allem wie ein Clone zu klingen hat. Ich finde wirklich, dass der Behringer toll klingt. Aber das Beste überhaupt ist: Wer mit dem Sound nicht klar kommt, kauft sich das Teil nicht. Soll natürlich nicht bedeuten, dass man nicht darüber diskutieren darf und soll. Aber ich hab ja schon erwähnt, dass ich die Behringers nicht mit dem Original vergleiche. Wichtig ist doch, dass eine neue Anschaffung eine Lücke schließt oder die Arbeit erleichtert. Ich muss zur Zeit leider gezwungenermaßen mit PlugIns arbeiten und ich hasse es! Aber brauche ich deshalb einen Original Oberheim, oder Moog? Nein, nicht zwangsläufig. Ich will aber auch keine Sounds 100%ig nachbauen. Ein bißchen Signature ist mir da schon wichtig (auch wenn das mit so alten Kisten logischerweise gar nicht so einfach ist, da sind in der Vergangenheit schon andere auf diverse Einstellungen gestoßen).
    Mit dem 100% Vergleichen tut man sich keinen gefallen. Es gibt Behringers die wirklich unterirdisch sind (303 Clone zum Beispiel), aber viele andere Teile sind doch toll, gerade wenn man sich darauf einlässt. Leute mir ist vor Weihnachten das Studio ausgebrannt, ihr könnt mir glauben, da ist man froh wenn überhaupt etwas tönt! ^^…. In diesem Sinne, lasst euch nicht ärgern und kauft was ihr braucht und wollt.

  43. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Btw:
    „Ben Booker, seines Zeichens Betreuer der zwanzig UB-Xa Beta-Tester bei Music Tribe, erläuterte mir, dass acht Beta-Tester einen originalen OB-Xa besaßen, der Rest einen Oberheim OB-X8.“

    Müsste zum Rest da nicht OB-8 stehen? Ergäbe Sinn, wenn ich mir das Posting bei FB dazu durchlese:
    https://t.ly/BWOvQ

  44. Profilbild
    calvato

    Mir fallen dazu drei Sachen ein:
    – jeder Artikel/Test über ein Behringer-Klon entfacht derbe Grundsatzdiskussionen über das Für und Wider von Klonen, der Firma Behringer, Behringer-Synths und ob VSTs nicht sowieso besser sind. Witzig!

    – immer wenn ein Behringer-Klon im Test eines sehr kompetenten Testers gut bis sehr gut weg kommt, wird Amazona die Nähe zu Thomann oder Behringer vorgeworfen, das geht bis zum Vorwurf der Bestechlichkeit.

    – Instrumente sollten die Kreativität fördern. Und wie das für den Einzelnen funktioniert, ist extrem individuell. Viele hier scheinen auf Kreativität keinerlei Wert zu legen, da geht es um Technik, Genauigkeit, darum, dass irgendetwas besser, fetter, seidiger klingt. Dabei sind das keine objektiven Einschätzungen. Ich höre mir oft die Soundbeispiele hier an dir mir absolut zu 1000% nichts sagen, weil ich mit der Art Musik und/oder dem Geschmack des Testers gar nichts anfangen kann. Wenn ich dann selbst am Gerät herum schraube, ergibt sich plötzlich ein völlig anderes Bild. Man liest hier dann solche Statements wie „Der Jupiter ist super bassig, der Oberheim ist sehr mittig“ „Nein, im Gegenteil, der Juptiter ist mittig und der Oberheim bassig!“ Ja neee sicher is klaaaar (sagt man bei uns im Ruhrgebeat)

    • Profilbild
      egmmond

      @calvato Du hast absolut Recht! Hier geht es doch um ein Musikinstrument, und dieses Fokussieren auf die Beispielklänge ist mir auch sehr unverständlich.
      Ich kaufe das Gerät doch um damit Musik zu machen und entweder der Synthesizer animiert mich dazu Klänge und dann Musik zu machen oder nicht.
      Das reine Nachbauen von bekannten Sounds oder anderen Geräten interessiert mich dabei nicht. Ich kaufe ja auch keinen Schuh von Usain Bolt und bin dann beleidigt, wenn ich trotzdem nicht so schnell laufen kann.

  45. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Zu deinen 3 Punkten:

    B selbst fährt seit mehreren Jahren eine gigantische Kampagne, die sich fast nur aus dem Klonverprechen speist. Daran müssen sie sich dann halt auch messen lassen. Dazu kommen manche Dinge, die klar diskutabel sind. Zb Leute auf social media schnell bei Lob mit „TopFan“ zu ettikettieren, diese aber bei kritischen Fragen aus bestimmten Gruppen auszuschließen. Das sind belegbare Sachen.

    Dann gibt es Unbelegbares wie Absprachen zu Reviews etc – das sind Spekulationen und wenn Peter sagt, diese finden so nicht statt, dann sollte man das auch so akzeptieren und nicht diffuse VTs in die Welt setzen. Ich würde es zumindest nicht tun.

    Und zum Sound: das ist einfach subjektiv, da muss man einfach akzeptieren, dass verschieden gehört wird. Es gibt Leute, die finden Les Pauls nicht gut. Oder nur ganz bestimmte Les Pauls.

    Ich habe auf jeden Fall gelernt: je besser ich einen neuen Klon von B finde, desto größer mein Dilemma als Konsument und um so mehr poste ich dann dazu. Dass das Reviewer eher nervt wie auch Leute, die solche Nebenfragen besser ausblenden können, das ist leider so. Ich werde versuchen, mich da mehr rauszuhalten, finde es aber schade, dass es kritisches Nachfragen bei Firmen im Musikbereich zu dem einen oder anderen Punkt scheinbar nicht mehr gibt. Eine sporadische Rubrik „Nachgefragt“ fände ich persönlich spannend, weil sonst geht es halt nur um „Produkt Kunde Geld“.

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      AMAZONA Archiv

      Warum speziell bei Firmen im Musikbereich? Warum nicht in jedem Bereich des Lebens? Ach ja, ist ja ein Musikerportal.

      xxx Gekürzt durch die Red. Bitte keine politischen Diskussionen anstoßen xxx

      Sorry, diese stete Kritik an „Behringer“ (und immer nur diese eine Marke aus dem MT-Universum) klingt nach „ich steigere mich da mal gern & selektiv rein evtl, lasse meinen angesammelten Frust raus, auch weil diese eine Meinung eine recht populäre Meinung ist, aber verschließe die Augen vor anderen Belangen, auch in der gleichen Branche“.

      Macht Euch m.M.n. nicht glaubwürdiger.

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      calvato

      Aber ist es nicht oft der Traum vieler Synthestesisten einen Minimoog, einen Jupiter, einen OBX zu besitzen? Und sind wir mal ehrlich: Roland zB scheiterte bislang kläglich mit seinen Versuchen, einen Jupiter neu aufzulegen. Ich finde es tatsächlich sogar gut, dass sich jemand findet, der solche Synths neu und zu einem erschwinglichen Preis baut. Daran finde ich persönlich nichts verwerfliches, im Gegenteil, es spricht für mich für die Liebe zu alten Synths und den Versuch dessen Geheimnisse zu ergründen. Das scheint nicht so leicht zu sein, denn die meisten Firmen scheitern daran.

      Was die Firmenpolitik auf Social Media angeht kann ich da wenig zu sagen, interessiert mich nicht.

      Zum letzten Punkt: keine Ahnung, ich weiß nicht einmal wer du bist :D

      Im Grunde ist es ja gut, Fragen zu stellen und auch mal etwas in Frage zu stellen. Schließlich ist der Test auch nicht komplett positiv ausgefallen, es gab viele Kritikpunkte die jeder für sich selbst bewerten muss. Aber dieses ewige gebashe ist für mich persönlich zu absehbar und nervt mich zunehmend.

  46. Profilbild
    Flowwater AHU

    Ich habe mich noch einmal auf die Suche nach Soundvergleichen zwischen dem UB-Xa und einem echten Oberheim begeben. Da bin ich auf den Kanal »synthlegends« von Rüdiger Gaenslen gestoßen. Laut eigener Angabe war er wohl Teil des Test-Teams und hat mitgeholfen, die Presets des OB-Xa auf den UB-Xa zu übertragen.

    Auf seinem Kanal habe ich zwei Videos gefunden, die mich voll von der Qualität des UB-Xa überzeugt haben:

    Vergleich der Preset-Sounds OB-Xa vs. UB-Xa
    https://www.youtube.com/watch?v=593BKo-n2YE

    Selbstgebaute Sounds
    https://www.youtube.com/watch?v=qJrbFL4DvC0

    Für meine Ohren klingt der UB-Xa so nahe am Original, wie es nur sein kann. Und zwar mit Tischhupe, Kopfhörern und Monitoren. Natürlich höre ich Unterschiede, die mir aber völlig egal sind. Da ist NIX dünn oder flach oder wasweißich. Für mich klingt das Ding genau so – aber wirklich exakt – wie Florian in seinem Test geschrieben hat.

    Man muss Behringer nicht mögen (tue ich auch nicht) … aber deswegen ein gut entwickeltes Produkt schlecht machen? Ganz bestimmt nicht.

    • Profilbild
      Codeman1965 AHU

      @Flowwater Jau, der Preset-Vergleich ist ziemlich aufschlussreich…
      Mein Eindruck (erstes Video) ist, daß der Sound schon hinkommt. Unterschiede höre ich (!) hauptsächlich in den Hüllkurven, da sind beim UB-Xa immer wieder Decay und Release zu lang, was den Sound so ein wenig zahnlos werden lässt. Und ab und an fehlen ihm die Höhen.
      Aber das muss ja nichts heissen. So ein Gerät würde ich ja nicht als Presetschleuder nehmen, von daher halb so wild…

      Der Sound gefällt mir, die Aufmachung auch.
      Aber was die Leute sich bei dem orangen Display gedacht haben, weiss wohl nur der Abendwind…

      Wenn ich doch noch mal einen analogen Poly anschaffen sollte, dann wäre der UB-Xa z.Z. erste Wahl. Gibt schon ein paar Sachen, bei denen der Sound gut passen würde…

      • Profilbild
        Flowwater AHU

        @Codeman1965 Wie gesagt: Ich höre auch Unterschiede. Die sind für mich aber so marginal, dass es mich nicht weiter interessiert. Im Gegenteil: Dass Behringer so nahe an das Original heran kommt … da kann ich einfach nur den Hut ziehen. Echt, großer Respekt vor den Entwicklern. (Das selbe Phänomen hatte ich schon, als @Tyrell den Vergleich hier auf AMAZONA zwischen einem echten Korg »MonoPoly« und einen Behringer »MonoPoly« gezogen hat.)

        Rotes Display … keine Ahnung, was die geritten hat. Vielleicht ein »witziges Alleinstellungsmerkmal« oder so. Aber bei dem Preis?

        Ich würde ihn mir zwar nicht kaufen – die Gründe stehen weiter oben – aber dass der UB-Xa kein guter Synthesizer ist? Nee, das kann man nun wirklich nicht behaupten. Man muss das Gerät nicht schlecht machen, weil man Behringer nicht mag.

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      Vati

      @Flowwater Danke für den Link !
      Das ist für mich schon sehr beeindruckend , was der UB-Xa da abliefert. Großes Theater !
      Ich verstehe da nicht die Kommentatoren von wegen dünner 08/15 Klang.
      Ach, wie konnte ich vergessen: Da gehts ja nicht um das Instrument sondern um die „Klonefirma Behringer“. Hoffentlich baut Elon Musk auch bald elektronische Instrumente, dann gibt es wieder echte Neuentwicklungen ;)
      Übrigens sind mir beim Oberheim Decay und Release zu kurz, da ist der Sound fleischlos ;)
      Grüße von Vati

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        Florian Anwander RED

        @Vati Das mit den Decay/Release-Zeiten dürfte dem auch von mir bemängelten geringen Bewegungsbereich für mittlere Zeiten geschuldet sein. Man ist am UB-Xa leider ganz schnell dabei diesbezüglich übers Ziel hinauszuschießen.

        Ich darf übrigens nochmal auf einen ganz tollen, samtigen Sound in dem von der Redaktion eingefügten Video von Synthking hinweisen, ab ca 1:15.
        https://youtu.be/xitEIzAsI7o?t=77
        Der User Nick Name im sequencer.de Forum hat mich darauf aufmerksam gemacht:

        Bass und obere Noten sind wohl zwei verschiedene Sounds, denn er ist ja laut LEDs im Split-Mode. Das Portamento im Bass trägt zwar auch ein bisschen was zur Weichheit bei, aber wichtig ist wohl der obere Sound. Der geht im Prinzip mit anderen Synths auch, aber ist schon ein bisschen speziell UB-Xa:
        Wie man an den LEDs in der VCO-Sektion sieht, nutzt er zwei VCOs mit Saw, VCO2 ist gesynct und vom Filter-Evenlope moduliert. Wie sehr die Filtermodulation aufgedreht ist kann man nicht sagen, da die Potiposition nicht unbedingt dem aufgerufenen Preset entsprechen muss. Das Filter ist 24dB/Oct.
        Das wichtigste sind aber zwei UB-Xa Spezialitäten:
        1.) Der Sound hat ja trotzdem Schwebungen drin. Und die kommen meines Erachten von einem Poly-Unisono-Mode, also zwei Voices pro Note im Polymode.
        2.) Die Anschlagsdynamik arbeitet die eigentlich eher zahme Wirkung des Envelopes auf Sync und Filter erst so richtig raus.

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        Flowwater AHU

        @Vati Ich verstehe das Argument mit dem Klang auch nicht. Sowohl bei Florians-Original-Sounds hier im Test als auch beim Soundvergleich vom Herrn Gaenslen vibriert bei mir schon die Tischplatte, wenn ich lediglich meine PC-Brüllwürfel verwende. Mit Kopfhörern und Monitor-Boxen ist das für mich ein Klanggenuss. Und – ganz wichtig, so ähnlich hat es Florian ja auch geschrieben – der Klang ist halt so, dass man im Nachhinein im Mix nicht viel machen muss, bzw. dass man ihn bewusst nachträglich ohne Probleme in eine bestimmte Richtung drehen kann. Ich bin wirklich baff erstaunt.

  47. Profilbild
    iOwner

    Klanglich ein guter Synth. Warum hier ein rotes Display verbaut wurde, erschließt sich mir nicht. Viele Leute hören die Flöhe husten, wenn es um die Unterschiede geht. Ein 1:1 Replikation kann und wird es in diesem Preisbereich nicht geben. Ich schaue mir lieber Software Plugins vom OBX an, bevor ich mir einen solchen Synth zulegen würde. Darüber hinaus wird es die Zeit erst zeigen, ob bei evtl. Problemen mit der Hardware ein versierter Techniker das schöne Stück reparieren können. Ich wage das zu bezweifelt. Deshalb würde ich mir einen solchen Synth nicht kaufen. Ein von mir gekaufter Deepmind hat auch ein Problem mit einer Taste, die mal hängen bleibt und mal nicht. Ich bin deshalb etwas vorsichtiger geworden und kaufe nicht mehr nur nach Preis. Wer billig kauft, kauft oft zwei mal. Wobei der aufgerufene Preis ja auch nicht als billig zu bewerten ist.

  48. Profilbild
    Baeno

    Ja, Behringer polarisiert eben. Und es fällt vielen Mensche schwer, Dinge zu trennen. Ich zum Beispiel störe mich an einigen Dingen bei Behringer und habe deshalb schon vor langem entschieden, nichts mehr von denen zu kaufen.
    Dafür muss ich mir aber nicht die Produkte schlecht reden. Das ist eine rein moralische Entscheidung. Viele ihrer Produkte sind einfach gut oder zumindest konkurenzlos. Und die Leute bei Behringer, die (in meinen Augen) schlechte Entscheidungen treffen, sind ganz andere, als die, die Synthesizer entwickeln/nachbilden.Das sind eben zwei paar Schuhe.
    Das Dilemma ist im Grunde aber das gleiche, wie es auch mit einigen Künstlern auftritt.Manche sind so schlechte Menschen, dass es mir ihre Kunst verdirbt. Das heisst aber nicht, dass es schlechte Kunst ist, die sie schaffen. Das heisst nur, das ich sie nicht ohne schlechtes Gewissen genießen kann. Und das heisst auch nicht, dass ich von anderen erwarte kann, genauso zu fühlen wie ich.
    Kurzum, die Diskussion hier geht häufig am Thema vorbei. Ein bischen Distanz und Abstraktion können da helfen.

  49. Profilbild
    justme

    @Florian Anwander : Würde mich immer noch über eine Antwort auf meine Frage vom 27.12. , 16:27Uhr freuen… Danke im voraus !

  50. Profilbild
    Unimoog

    Unabhängig von der B-Diskussion: Ich habe selten erlebt, dass die Meinungen von erfahrenen Leuten über den Klang (auch ohne den Vergleich zum „Vorbild“) so extrem divergieren. Erstaunlich.

  51. Profilbild
    Sven Blau AHU

    @Redaktion

    Man könnte die Kommentarfunktion bei Tests ja auch mal zulassen. Wüsste nicht, was die bisher groß gebracht hätte, bis auf Ausnahmen.

    Meistens reden sich die Leute die Köppe heiß, nur ein unwesentlicher Teil der Kommentierenden hegt überhaupt Kaufabsichten des Testobjekts.

    Man gewinnt den Eindruck, es geht einzig und allein um das Darstellen und Durchdrücken eigener Befindlichkeiten – manchmal auch auf beiden Seiten, Autorenschaft und Lesende.

    Bei einigen Tests oder Workshops reagieren die Autoren gar nicht auf Fragen, Einwände oder Kritik der Lesenden. Ich möchte keine Namen nennen.

    Wie sinnvoll soll denn da bitte eine Kommentarfunktion sein?

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      Kazimoto

      @Sven Blau Klicks, Werbung und Aufmerksamkeit? Ü100 Kommentare sagen alles. Amazona wird sogar bei dem Amis zitiert, was die so alles lesen…..

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        Sven Blau AHU

        @Kazimoto Ja, ist mir klar, warum. Aber sinnvoll finde ich das nicht. Ein Test sollte für sich selber stehen. In Fachzeitschriften gibts ja auch keine Kommentare, allenfalls Leserbriefe, auf die später redaktionell eingegangen wird.

        Und bevor wieder alle nach „Zensur“ schreien.. das hat mit dem Wunsch nach Zensur nix zu tun.

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      Viertelnote AHU

      @Sven Blau aber gerade deshalb, um meine Befindlichkeit auszudrücken, nutze ich die Kommentarfunktion.
      Wie etwas auf mich wirkt, klanglich optisch usw. ist ja das, worüber ich mich gerne austausche.
      Es wäre doch jammerschade, wenn das fehlen würde.😭

      Ich diskutiere gern mit anderen, und eine sachliche Ebene gibt es immer, gerne auch mal offtopic
      abschweifen, dann wieder zurück zum Thema. Was man daraus macht, das liegt doch an jedem selber.
      Wenn es ausufert in Bashing oder man wird persönlich ect. dann sind WIR doch allein schuld
      und keine Kommentarfunktion.

      von meiner Seite aus: Kommentarfunktion lassen🙂

      lieber netter Gruß

  52. Profilbild
    8 Bit Fighter

    Die Kiste klingt ganz nett, aber leider gibt es zu viele versteckte Parameter, Lüfter und keine Crossnudulation. Als Alternative gibt es Freeware Plugin mit ählichen Sounds.

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    GearSlasher

    Also, ich hatte das Teil hier und dachte mir so: Endlich wieder einen Oberheim (oder so). Vom Gehäuse, den Reglern und der Form her geht das Teil auch voll durch. Ich mag ja diese dicken Synthies wie den P10-R4 oder moog matriarch, weil damit wieder Bedienelemente gleichwertig in das Spiel einbezogen werden, was echt essentiell ist. Das ist beim UB-Xa auch der Fall. Daher bin ich auch gleich mal in die Sound-Engine eingestiegen. Da wird schön gesägt und pulsiert und dann kam auch schon die erste schwarze Wolke am Synhi-Himmel: Die PWM! Bei 50% Pulsweite wird die untere Hälfte des LFOs einfach abgeschnitten. Also, rein in die Geriatrie-Settings und geschraubt, was das Zeug hält, aber keine Änderung. PWM von 10% bis 90% geht nicht. Nur von 50% ab. Hm, da sah ich das Ding ja schon wieder auf dem Rückweg nach Treppendorf. Naja, mal ein bisschen die Presets durchhören und da stolperte ich gleich in die nächste Kiste: A-2 Clavinet. Der Attack kam mir merkwürdig vor. So’n komisches Klopfen im Attack. Unison an, da wurde es noch viel schlimmer. Schnell mal den Sound auf dem P10 nachgestellt: Kein Klopfen! Also, DAW an und mal Wellenform checken und siehe da: der VCA Offset ist völlig im off. Da ist ein Gleichspannungsanteil, der mühsam mit HPFs ausgefiltert wird. Vielleicht ist das auch der Grund für den nicht so geilen Bass. Auch Recalibrate half da nicht, also weg damit.

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      hoshigoshi

      @GearSlasher Das mit der PWM ist beim Original wohl auch so. Da muss man die Pulsbreite dann erst anpassen. Grundsätzlich ist das eben eine Kopie einer nicht sehr leistungsfähigen Synth Engine und einge Besonderheiten wurden da mitkopiert.
      Nur ein monophoner LFO (sieht man vom Performance LFO ab, der nicht speicherbar ist) ist auch nicht jedermanns Sache. Dieses Klopfen könnte vielleicht auch ein „Quirk“ des Originals sein- Ich meine, dieses Klopfen bei manchen Soundbeispielen vom OB-Xa auch zu hören. Vielleicht weiß ein Besitzer eines Originals dazu ja mehr.

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        GearSlasher

        @hoshigoshi Dieses Klopfen tritt nur auf, wenn die Attack-Zeit sehr kurz ist. Hier ist der Vergleich des Clavinet Presets: https://youtu.be/593BKo-n2YE?si=u7hE_oSdNnZrjK_N bei 1:26. Beim OB-Xa geht das Geklopfe noch, beim UB-Xa ist es sehr stark. Meine „Ferndiagnose“ ist ein mangelhafter Abgleich des VCAs. Das Original hatte ein Poti „VCA Offset“, mit dem man dieses Artefakt beheben kann. Ich weiss nicht, warum dieser Abgleich beim UB-Xa möglich ist. Ein Recalibrate brachte keine Verbesserung.

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            GearSlasher

            Es gibt noch so’n Recalibrate, bei dem der Synthi für ein paar Minuten irgendwas kalibriert, Auto-Tune für alles so zu sagen. Der VCA-Offset in dem Handbuch müsste eigentlich eher VCA Cutoff oder VCA Bias heissen. VCA Offset bezeichnet in den alten OB-Xa Service-Manuals ein Trimmpotentiometer, mit dem die Offsetströme an den Eingängen des CA3080 so kompensiert werden, daß die Kontrollspannung (genauer Strom) nicht am Ausgang erscheint. Wenn das nicht ordentlich gemacht wurde, dann hört sich das so an, als ob die Gate-Spannung hörbar ist.

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            Florian Anwander RED

            Dieser Parameter ist dazu da, die Lautheits-Unterschiede zwischen Unisono, 12dB-Modus und 24dB-Modus auszugleichen. Es ist ein Verstärkungs-Offset.

            Das hat nichts mit dem Gleichspannungs-Offset zu tun, den @GearSlasher anspricht. Bei dem geht es darum, dass das aus dem VCA kommende Wechselspannungs-Audiosignal kein Ungleichgewicht in Richtung Plus oder Minus aufweisen soll.

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              AMAZONA Archiv

              @Florian Anwander Und warum heißt er dann wie er heißt, wenn die Intention eine andere ist? (wie oben angemerkt)

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                Florian Anwander RED

                Naja, „Offset“ ist nur ein Begriff für „Abstand-Einstellung“ (oder so) und kann halt für verschiedene Arten von „Abständen“ genutzt. Genauso wie „Level“ zB. sowohl die Lautstärke eine Tons als auch die Intensität eine Pulsweitenmodulation beschreiben kann.

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      Florian Anwander RED

      @GearSlasher > PWM von 10% bis 90% geht nicht.

      Aaah, ein Connaisseur. Der würde sogar einen Jupiter 8 oder Juno 60 oder Trident nach Treppendorf zurückschicken, bei denen das auch so ist (wie bei ca 80% aller analogen Synthesizer mit Pulsweiteneinstellung)

      Dir ist sicher klar, dass es keinen Unterschied zwischen 10%-50% und 50%-90% gibt. Oder? Und Dir ist auch sicher klar, dass da nicht die LFO-Halbwelle abgeschnitten wird. Und vermutlich ist Dir auch klar, dass man die PWM wunderbar über die 0% Marke rhythmisch hinaus moduliere kann (Suicide und Front242 lassen grüßen). Ach, was red ich … lasst uns froh sein, dass es hier keinen FacePalm-Smiley gibt.

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        GearSlasher

        @Florian Anwander Florian,
        Ich habe einen Prophet 10, da kann ich die PW auf 50% stellen und mit dem LFO mit der Dreieckswelle von 0-100% modulieren. Klingt wunderbar fett. Der Ur-OB-X konnte das meines Wissens auch, Jupiter und Junos sowieso. War ein beliebter Trick, um einen Oszillator wie zwei gegeneinander verstimmte Oszillatoren klingen zu lassen. Der minimoog konnte den umgekehrten Trick mittels steigendem und fallendem Sägezahn. Wie auch immer, beim UB-Xa ist das merkwürdig beschnitten und klingt doof. Also zurück mach Treppendorf mit dem Teil. Der Prophet bleibt natürlich.
        Also, Palmface on you!

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          Florian Anwander RED

          @GearSlasher Bitte besuche:

          https://florian-anwander.de/pulsewidth/

          Die oberste Grafik zeigt was hoffentlich wir beide als 50%, 10% oder 90% Pulswelle verstehen. Zwischen 10% und 90% besteht kein klanglicher Unterschied! Der graue Doppelpfeil beschreibt die Modulationsweite des Jupiter oder des Juno

          Die zweite Grafik ist der entsprechende Ausschnitt aus der Bedienungsanleitung des Juno-6. Hier wird grafisch gezeigt, dass der Minimale Faderwert(=Modulationswert) einem Tastverhältnis 50:50 entspricht, und der maximale Fader-/Modulationswert inem Tastverhältnis 1:99

          Die dritte Grafik ist der entsprechende Ausschnitt aus der Bedienungsanleitung des Jupiter-8. Hier wird das gleiche in Worten beschrieben.

          Die vierte Grafik ist der entsprechende Ausschnitt aus der Bedienungsanleitung des Prophet 10

          Die fünfte Grafik zeigt wie eine komplette Dreiecksschwingung jeweils beim Jupiter 8 (obere Kurven) und beim P10 (untere Kurven) moduliert.

          Das entscheidende ist, dass die Pulsverhältnisse 25:75 und 75:25 gleich klingen. Wie auch 10:90 identisch klingt wie 90:10. Das ist mit den grauen Doppelpfeilen in der fünften Grafik gekennzeichnet.

          Der einzige Unterschied ist, dass die LFO-Frequenz beim P10 (grün) halb so schnell sein muss wie beim Jupiter-8 (blau), um das gleiche klangliche Ergebnis zu bekommen.

          • Profilbild
            GearSlasher

            @Florian Anwander Florian,
            ich rede hier nicht über statische Pulsbreiten, für deren Spektren > 0 Hz gilt:
            N = 100-N mit N in % als Pulsbreite. Das der Pulsbreiten von 50% – 0% bzw. 50%-100% geht, ist nicht mein Kritikpunkt, das war ja beim OB-X auch schon so ist ist ja auch sinnvoll.
            Es geht um die Modulation derselbigen durch den LFO. Und da ist (zumindest bei meinem Exemplar) die Pulsbreite trotzdem begrenzt. Es ist mir nicht gelungen, die Pulsbreite symmetrisch um die 50% zu modulieren, trotz rumprobieren in den Atrophy-Settings. Ich habe das Gerät leider nicht mehr, sonst würde ich ein Video davon drehen.
            Trotzdem vielen Dank für Deinen PW-Faktencheck!

  54. Profilbild
    GiorgioMaserati

    Vielen Dank für den Test Herr Anwander! Aber auch nach dem Lesen ändert sich meine Meinung zum ub-xa, die ich seit den ersten Videos der Beta Tester habe, nicht: Der Grundsound ist dürftig und ersetzt das Original nicht, die vielen Stimmen und extra Funktionen sollen dies nur kaschieren. Ist für den Preis natürlich trotzdem toll, man muss halt wissen was man möchte. Ein moderner Analogsynth mit tausenden Features für wenig Geld? Da sollte man zugreifen. Ein authentischer Nachbau eines Klassikers der 80er? Dann vielleicht eher nicht.

      • Profilbild
        GiorgioMaserati

        @Flowwater Hi Flowwater, danke. Ich kenne dieses Video schon und finde es ehrlich gesagt überflüssig, da ein Soundvergleich mit diesen absolut unmusikalischen und schrecklich klingenden patches relativ sinnlos ist. mal im Ernst, was treibt dieser Gänslen denn da?

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          Flowwater AHU

          @GiorgioMaserati Naja – ohne hämisch zu sein, echt nicht – Du sagst:

          > […] Der Grundsound ist dürftig und ersetzt das Original nicht […]

          Dann zeigt das Video, dass der Sound des UB-Xa nahezu identisch mit dem des Vorbils OB-XA ist. Dann schreibst Du daraufhin:

          > […] Soundvergleich mit diesen absolut unmusikalischen und schrecklich klingenden patches relativ sinnlos ist […]

          Ja, die Patches sind nach heutigem Standard sicherlich nicht soooo brauchbar bzw. genauer inspirierend. Allerdings zeigt das Video doch sehr deutlich, dass der UB-Xa zumindest mal den Sound der Standard-Patches ausgezeichnet gut hin bekommt. Warum sollte er also nicht auch die »fetteren« Sound des OB-Xa erzeugen können? Das machte für mich keinen Sinn.

          Wenn Du auf dem Kanal vom Herrn Gaensken weiter forschst, dann findest Du auch von ihm neu gebaute Sounds (Link weiter oben in meinem Posting). Und die klingen fett. Aber sowas von.

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            GiorgioMaserati

            @Flowwater Ich meine damit, dass ich jede Kombination zweier synths gleich klingen lassen kann, wenn ich es drauf anlege. Nur sind diese Sounds dann (wie im Video) evtl völlig unbrauchbar. Wie dem auch sei, vielleicht gebe ich dem Rüdiger nochmal eine Chance.

        • Profilbild
          Florian Anwander RED

          @GiorgioMaserati > da ein Soundvergleich mit diesen
          > absolut unmusikalischen und
          > schrecklich klingenden patches
          > relativ sinnlos ist.
          Spannenderweise haben zig Bands mit diesen „unmusikalischen und schrecklich klingenden“ Patches aus dem OB-Xa Welthits produziert. Es ist doch ein Armutszeugnis für den heutigen Musiker, wenn er einen spannenden Patch braucht, der die Belanglosigkeit seiner Musik vertuscht.

          • Profilbild
            BÄM

            @Florian Anwander Du meinst, so wie die gestrigen Musiker spannende Patches unverändert für erfolgreiche Musik verwendet haben? 😁

  55. Profilbild
    8plateau

    Ich hatte mehrere OB-Xa, OB-X, OB-8, OB-SX, Matrix 12. Mein UB-Xa klingt hervorragend, ist sehr gut verarbeitet (den OB-X musste man aufschrauben, um die Panpots zu bedienen!), hat 16stimmige Polyphonie, poly-Aftertouch…

    Was soll das Gemähere, er ist ein moderner analoger Polysynth und man sollte froh sein, dass es ein solches Gerät überhaupt gibt.

    Dank an Uli Behringer und sein Team! Der UB-Xa ist geglückt und Ihr habt einen modernen Klassiker geschaffen.

    • Profilbild
      BigT

      @8plateau Also ich war erst 17 als damals die Originale kamen und musste mich mit einem günstigen Juno 6 begnügen, hörte aber den Unterschied bzw. die Eigenständigkeit des Oberheimklangs beim Testen der „Grossen“ im Musikhaus klar heraus. Diese Erfahrung ist mir geblieben.

      Wenn ich mir die Soundbeispiele jetzt anhöre, erkenne ich bei einigen sehr viel Oberheim-Charakter.

      Viel Spass damit!

  56. Profilbild
    ICE D

    Ich bin ja eh nicht so der behringer Fan, der einzige synth der bisher wirklich alle Erwartungen übertroffen hatte war das model d, der klang wirklich sensationell und stand dem original im nichts nach aber schon den poly d haben sie verkackt. Ich bin stolzer Besitzer eines p5 klar das ist kein oberheim aber klanglich trotzdem ne wucht und das ohne jedliche Effekte. Ich habe mir den ob6 und den ob x8 zu genüge angehört und muss sagen das ich bisher im Vergleich nicht überzeugt bin. Außerdem nervt dieses ankündigen von zich Geräten wovon dann eins nach 4 Jahren fertig ist. Den ich bin schon sehr scharf auf die lm drum oder auf die bmx da ich mir keins der Originalgeräte leisten kann aber man überlegt warte ich noch 3 Jahre bis eins davon fertig ist oder hole ich mir eine sequential drumtraks( die bekommt man noch im Preisbereich zwischen 800-1200€ und ist klanglich genau dazwischen) für die kann ich mir noch die Eproms von der dmx wie für die linndrumm kaufen. Aber zurück trotzdem überlege ich sie zu kaufen gibt ja Merkmale wo ich gleich weiss ob sie es verkackt haben zb. wenn bei hoher Resonanz der Bass immer dünner wird. Das sollte bei einem oberheim eigentlich nicht sein. Ich meine man kann ihn ja bestellen und sollte er nicht dope sein schick ich ihn halt zurück. Die Verarbeitung sieht schon solide aus, und ein 16 stimmiger synth für das geld ist mehr als günstig.

  57. Profilbild
    tonijxn

    Ich konnte das gute Stück bei einem Kumpel antesten und kann nur sagen es klingt Mega. Die presets sind zwar nicht so dolle aber das was man aus dem Gerät rausholen kann ist einfach hammer.

  58. Profilbild
    DerSalzmann

    Ich habe mich Jahrelang auf diesen Synth gefreut und war auch bei der ersten Thomann-Rutsche vor Weihnachten dabei. Leider musste ich ihn zurückschicken. Ich habe das Envelope-Ploppen nicht in den Griff bekommen. Bei jedem Tastenanschlag auch mit hoher Einschwingphase (Filter und Amp) gab es ein lautes Plopp. Leider nicht zu gebrauchen. Mal sehen, ob ich mir bald mal ein anderes Exemplar kommen lasse, wenn er wieder verfügbar ist.

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