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Feature: Behringer RD-8, Roland TR-808,TR-8, TR-08

12. Oktober 2019

Der andere Blick

Vorwort der Redaktion

Die Behringer RD-8 ist wohl derzeit das am meist gekaufte Produkt am Synthesizer-Markt. Die Vorbestellungen sind geradezu astronomisch hoch. Aus diesem Grund legen wir auch noch einen dritten Artikel zum Produkt nach, da vor allem der erste Vergleichstest zum Vorbild Roland TR-808 herbe Kritik einstecken musste. Auf der anderen Seite hat Gregor Scherer dem Behringer RD-8 im direkten Test Bestnoten verliehen.
Wie versprochen, haben wir deshalb Florian Anwander gebeten, nochmals ganz neutral seine persönliche Meinung zur TR-808 und ihren verschiedenen Klonen abzugeben.

An dieser Stelle daher auch meinen herzlichen Dank an Florian, der sich kurzfristig Zeit genommen hat, diesen erneuten Vergleich anzustellen. Wir nennen diesen Betrag daher auch ganz bewusst nicht Test, sondern einfach nur Feature. Quasi von Community für Community :-)

Behringer RD-8 im Vergleich zu TR-808, TR-8 und TR-08

Peter Grandl hat es ja schon im Vorwort zu Gregor Scherers Testbericht angekündigt: Er hat mir die Behringer RD-8 und seine Roland TR-808 geliehen, damit ich nochmals Aufnahmen machen kann. Ich habe noch meine Roland TR-8 dazugestellt (und meine TR-08, doch dazu später). Dies soll hier also nicht noch ein Testbericht werden, sondern einfach nur eine Ergänzung aus meiner völlig subjektiven Sicht.

Der Audiovergleich

Als Masterclock diente ein MIDI-Pal von Mutable Instruments, die Konvertierung zum DIN-Sync für die 808 übernahm ein Mungo-Sync.

Für die erste Aufnahme habe ich jedes Instrument auf jeder Maschine einen Schlag machen lassen und dieser Dreierfolge nach einer Pause nochmals wiederholt. Zum Beispiel BD_TR-808, BD_RD-8, BD_TR-8, Pause, BD_TR-808, BD_RD-8, BD_TR-8. Das Becken habe ich in zwei verschiedenen Einstellungen aufgenommen, einmal mit „Tone“ komplett aufgedreht, einmal komplett zugedreht.
Wenn man die Klänge am jeweiligen Instrument verändern kann, wie das Decay bei der Bassdrum oder das Tuning der Toms, dann habe ich versucht, die drei Maschinen möglichst gleich klingen zu lassen. Ich musste allerdings feststellen, dass das sich nicht perfekt einjustieren lässt, da man da schon an die Grenzen der mechanischen Genauigkeit der Regler stößt. Insofern kann ich jetzt auch aus eigener Erfahrung verstehen, dass es Gregor nicht perfekt geschafft hat.

Das Clock-Setup für den RD-8-Vergleich

Der MIDI-Pal rechts liefert das Clock-Signal, der Mungo-Sync wandelt MIDI-Clock in DIN-Sync

Bei der TR-8 kommt hinzu, dass sie über Parameter verfügt, die es bei den beiden anderen Maschinen nicht gibt. Hier gibt es z. B. bei den Toms Abweichungen, die bei der RD-8 oder der originalen 808 nicht vorkommen könnten.
Das Ergebnis wurde aus den jeweiligen Summenausgängen auf separate Spuren in Logic Pro aufgenommen und dann pro Instrument und pro Gerät normalisiert.

Das Gleiche gäbe es auch nochmals mit der TR-08 als viertem Instrument. Leider ist mir erst bei der Aufbereitung der Aufnahmen aufgefallen, dass ich an der TR-08 die Cowbell minimal aufgedreht hatte. Bei der Aufnahme hatte ich das wegen des parallel mitlaufenden Clicks aus Logic bemerkt. Da war aber mein Versuchsaufbau längst wieder abgebaut. Wen diese Variante interessiert: Ich werde sie auf meinem Soundcloud-Account hochladen.

Das zweite Beispiel habe ich nur mit RD-8 und TR-808 aufgenommen. An welchem Klassiker sich mein Beat orientiert, dürfte sicher klar sein. Da dort aber Cowbell und Ride nicht vorkommen (und um Urheberrechtsprobleme zu vermeiden), habe ich den Rhythmus etwas variiert.

Da ich die RD-8 schon mal im Haus hatte, konnte ich nicht umhin, einige Stunden mit ihr zu jammen. Daher schreibe ich noch auf, was mir dabei aufgefallen ist.

Bisschen kritteln

Zunächst musste ich mich an den Record-Taster gewöhnen. Bei der TR-808 schaltet man ja zwischen einem Write-Modus und einem Play-Modus hin und her – und das geht nur im gestoppten Zustand. Pattern-Wechsel geht auch nur im Play-Modus. Den Zwang zu stoppen, gibt es bei der TR-08 Gott sei Dank nicht mehr. Sonst verhält sie sich aber wie die 808. Bei der TR-8 wiederum ist man irgendwie immer im Record-Modus. Es gibt zwar auch einen reinen Play-Modus, aber wenn man von der 808 kommt, dann ist der Griff zum „TR-Rec“-Taster fast automatisch. Bei der RD-8 hingegen ist man eher immer im Play-Modus und aktiviert dann Record zusätzlich.
Das ist auch sinnvoll, denn man kann auf der RD-8 zum laufenden Pattern einzelne Instrumente manuell dazuspielen. Das kann die TR-8 auch. Aaaber! Die RD-8 verfügt auch im Play-Zustand über einen Step-Modus. Das bedeutet: Ich kann gezielt im Voraus bestimmte Steps des aktuell gewählten Instruments setzen und beim nächsten Pattern-Durchlauf werden diese Steps gespielt und dann wieder gelöscht. Das ist ziemlich cool – nein, es ist sogar verdammt cool.

Weniger cool fand ich eine Layout Sache: Die TR-808 hat über den Step-Tastern die Markierungen für die Clock-Auflösung in Form von grauen Feldern. Die schwarze Spalte zwischen den unteren grauen Balken markiert so auch den Beginn des dritten Viertels im 4/4-Takt.

Die Position des scharzen Trennstrichs bei der TR-808

Die Position des schwarzen Trennstrichs bei der TR-808

Bei der RD-8 hat Behringer zwar das Gestaltungselement der grauen Felder übernommen, aber sie haben nichts mehr mit der Position im Takt zu tun. Zumindest in den sechs Stunden, die ich mit der RD-8 verbracht habe, konnte ich mich nicht daran gewöhnen, dass die „Drei“ eben nicht beim schwarzen Strich ist, sondern eins weiter links. Natürlich sind die Taster farbig markiert, aber offensichtlich orientiere zumindest ich mich sehr viel mehr an den Feldern über den Tastern.

RD-8_Markierung

Die Position des schwarzen Trennstrichs bei der RD-8 – leider eins zu weit rechts

Es mag sein, dass ich mich auf die Dauer umgewöhnen würde, aber zumindest jetzt habe ich es als Manko empfunden, das mich beim Programmieren deutlich langsamer gemacht hat. Doch damit bin ich dann mit der Krittelei durch.

Sehr viel Freude

Was hat mir gut gefallen? Sehr vieles, wenn nicht gar fast alles. Zum Beispiel die Swing-Funktion: Bei der TR-8 ist die minimale Stufe gleich mal ein ziemlich auffällige Änderung, das geht da fast in Richtung „Holzhammer“. Bei der Behringer RD-8 lässt sich der Swing zum einen sehr dezent einfahren und hat dann auch was. Ich bin mir nicht mal sicher, ob da nicht eventuell sogar ein ausgefuchsterer Algorithmus als das schlichte Verzögern der Off-Sechzehntel arbeitet. Das müsste man mal in einer ausgiebigen Messung nachprüfen.

Dann ist da die Möglichkeit, kleine Rolls und Fills im Play-Modus hinzuzufügen. Das kann die TR-8 zwar auch, aber die Bedienung der Funktion ist dort umständlicher als bei der RD-8. Ganz fein ist auch die Randomisierung, wobei diese mir noch etwas sehr zufällig erscheint. Meine Sonic Potions LXR hat da einen Algorithmus, mit dem ich zwischen wichtigeren und weniger wichtigen Positionen im Pattern unterscheiden kann. Aber möglicherweise habe ich bei meinem Test mit einem Beat herumprobiert, der nicht wirklich für die Randomisierung geeignet war.

Sehr toll sind die beiden Klangbearbeitungsfunktionen. Das Filter tut das, was ein DJ-Filter tun sollte. Es sweept ordentlich durch Bässe oder Höhen. Prima ist natürlich, dass man bestimmte Instrumente einschränken kann, während andere ungefiltert weiterspielen. Wollte man das mit einem externen Filter realisieren, wäre ungeahnter Aufwand nötig. Die Resonanz ist die typische 12 dB SVF Resonanz: etwas arg sauber. Der Sound der resonierenden Filterfahrten gewinnt deutlich, wenn man hinter die RD-8 noch einen leichten Overdrive hängt. Eine leichte Übersteuerung tut aber der 808 und ihren Anverwandten eh gut.

Noch mehr gefällt mir der sogenannte „Wave Designer“. Das mag auch daran liegen, dass ich den SPL „Transient Designer“ (anderer Name, gleicher Effekt) erst vor einem Jahr für mich entdeckt habe. Es ist aber wirklich bemerkenswert, was dieser Effekt mit einer 808 anstellt, wenn man nur bestimmte Instrumente damit bearbeitet und andere nicht. Für mich, der ich bisher immer nur die gesamte 808 durch diese Attack-Maschine schicken konnte, war das so, als ob ich noch mal eine zweite Drummachine dazu bekommen hätte. Wer auch immer im Hause Behringer diese Idee hatte, ihm sei auf Knien gedankt. Ich will es ja nicht übertreiben, aber ich könnte mir eh vorstellen, dass diese Einbindung von Effektgeräten direkt in die Drummachine und ihren internen Mischer wegweisend sein könnte. Wenn ich da einen Tipp ans Behringer Entwicklerteam abgeben dürfte: Besorgt euch mal einen Alesis Bitrman und hängt den hinter die RD-8. Ich bin mir sicher, dass euch der Rest dann schon selber einfallen wird.

Viermal 8er Drum-Maschine

Das 8er Quartett von links unten im Uhrzeigersinn: Behringer RD-8, und Rolands TR-8, TR-08 und TR-808

Fazit

Was ist mein Fazit? Was den Klang betrifft, sind die größten Unterschiede in den Klangbeispielen für mein Gefühl beim Becken zu hören. Das liegt sicher daran, dass an Peters TR-808 die zwei justierbaren Oszillatoren, die für die Cowbell und für Becken und Hihat verwendet werden, etwas anders gestimmt sind als üblich. Meine eigene TR-808 (die wegen einigen Modifikationen aber nicht wirklich vergleichbar ist) ist mit ihrem Beckenklang deutlich näher an der RD-8 oder der TR-08 als an Peters Maschine. Insgesamt finde ich, dass die RD-8 eine Spur eleganter und luftiger klingt als die TR-808.
In Sachen Programmierung und Bespielbarkeit empfinde ich die Behringer RD-8 als wirklich wegweisend. Keine der hier versammelten Techniken ist neu. Auch nicht für einen Drumcomputer. Mit einer Elektron Machinedrum lässt sich das alles auch machen – nur muss man sich dort dummerweise ewig durch Routings und Submenüs durchwursteln. Aber mal schnell einen nicht vorbereiteten Effekt auf der Bühne für vier Takte dazuschalten? Das kann man an der Machinedrum vergessen. Mit der RD-8 ist eine abwechslungsreiche Live-Performance ein Kinderspiel. Da kann man wirklich ein Instrument spielen, statt Preset-Patterns abzufeuern. Für die RD-8 wurde eine so genial einfache wie wirkungsvolle Bedienoberfläche geschaffen, die viele andere Rhythmusmaschinen hinter sich lässt. Die RD-8 ist wirklich im besten Sinn Synthese: zwischen Maschine und Musikinstrument.

Klangbeispiele
Forum
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    Kosh  

    hallo Florian, vielen dank für deinen Artikel, auf den habe ich tatsächlich gewartet. eine frage noch: in dem ursprünglichen vergleichstest zwischen rd-8, tr-808 und yocto wurde geschrieben, dass der mix-ausgang der rd-8 das Signal phasenverkehrt ausgeben würde. leider hat in den Kommentaren dann niemand mehr dieses Thema erneut aufgegriffen, bevor die kommentarfunktion dort geschlossen wurde. ich vermute, du hast das gleiche gerät bekommen wie damals gregor? konntest du dieses verhalten auch beobachten? irgendwie irritiert mich das , dass das das „normale“ verhalten der Serienprodukte sein soll… falls aus der amazona-community schon jemand ein exemplar besitzt, würde ich mich ebenfalls über Feedback zur phasenverkehrung am mix-ausgang freuen. lg und ein schönes WE :)

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      Florian Anwander  RED

      Ich gestehe, ich verstehe das Problem nicht, das hinter dem (potentiellen) Phasendreher stecken soll. Entweder ich benutze für ein Instrument den Single Out oder den Mix Out. Und mal davon abgesehen, dass es bei der 808 eh nicht geht (da wird das Instrument aus dem Mix genommen, sobald ich es einzeln abnehme): Ich wüsste nicht wann oder wie ich beide gleichzeitig in einer Weise nutzen könnte, dass ein Phasendreher relevant wird. Jegliche Anwendung, die mir einfällt, hängt ein weiteres Gerät in einen der beiden Signalwege – und an der Stelle bin ich dann längst in dem Bereich, wo diese weitere Komponenten eh die Phasenlage verändern können.

      Irgendwie ist das ein Problem, das nur Leuten aufstoßen kann, die nicht aus der Praxis kommen.

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        Kosh  

        du hast vollkommen recht, ich komme nicht aus der Praxis. bin bestenfalls ein hobby-schrauber, der viel zu selten an den kisten sitzt. nur las es sich für mich aus dem test von Gregor so raus, dass das irgendwie ein Problem darstellen könnte. vielen dank für die antwort und ein schönes WE :)

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        network-909  

        Übrigens: Bei der 909 ist laut Schaltplan der Main Out auch gegenüber den Einzelouts phasengedreht. Gestört hat es in den letzten 36 Jahren niemanden. Komisch, dass sowas immer nur bei Behringer hochkommt…

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          TobyB  RED

          Hallo Network,

          das macht ja auch Sinn das da eine Phasendrehung drin ist gegenüber den Einzelouts. Ich bin mal gespannt, wann der Erste drauf kommt ;-)

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            Florian Anwander  RED

            Ok, ich komme offengestanden nicht drauf, warum das speziell sinnhaft sein sollte.

            Bei der 909 hängt hinter dem Mixer nur ein invertierender OpAmp für die Mischersumme.
            Bei der 808 sitzt hinter dem gleichen Summierungs-OpAmp noch mal eine eigentlich unnötige 1:1 Inverter-Stufe, die die Phase wieder „gerade“ dreht.

            Gruß Florian

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              TobyB  RED

              Hallo Florian,

              zeitgerechtes Triggern mit ansteigender Flanke eines anderen Gerätes zur elektrischen Schwingungserzeugung. Vermutlich war Roland der Meinung das ewig mit ansteigender Flanke getriggert wird. Vermutlich meinte Roland das analoge Elektronik so träge ist, das man nie eine Interferenz erzeugt.

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                Florian Anwander  RED

                > Vermutlich meinte Roland das
                > analoge Elektronik so träge ist,
                > das man nie eine Interferenz erzeugt.
                Da bin ich mir ganz sicher, dass die das nicht geglaubt haben. Ich denke eher, dass ihnen das egal war, weil es garnicht möglich ist, beide Signale gleichzeitig zu hören.

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                  TobyB  RED

                  Hallo Florian,

                  kann auch sein. Im Prinzip ist nur ein Detail. Solange der Trigger richtig auslöst ist alles gut :-)

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    tomk  AHU

    Um eine Drummachine lebendig klingen zu lassen, probiere ich zumindest immer, in die einzelnen Schlägen leichte Variationen rein zu bekommen. Eine 808 ist ja auch gerade durch dies von sich aus so lebendig, sowohl im Timing wie im Klang! Diese Klänge in den Soundbeispielen hintereinander sagen mir persönlich gar nichts, außer das eine Cowbell furchtbar eiert! :)
    Beim Beat liegt eindeutig die 808 vorn!
    300€ für eine ClonB 808 … also bitte! Wer will soll auf die zweite oder dritte Auflage warten und gut.

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    costello  RED

    Die RD-8 verkauft sich von ganz alleine und braucht kein „Heile, heile Gänschen“ von Amazona ;-)
    PS: Bei „Marvins“ swingt und klingt das erste Beispiel über mein McBook, da muss ich noch nicht mal Kopfhörer aufsetzen.

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    llIIllIlIIIlllIIllI  

    Frage zu den Klangbeispielen: Es ist deutlich hörbar, dass die einzelnen Instrumente unterschiedlich gestimmt sind. Warum hast du das nicht angeglichen, wenn die TR8 und RD8 doch die Möglichkeit bieten, die Tonhöhe zu verändern? So fällt dieser „das klingt aber anders“ Effekt sehr deutlich auf.
    Dennoch ein sehr informativer Vergleich, der für mich wie bisher auf das Fazit herausläuft „klingt ein bisschen anders, aber nicht so, dass mir der Unterschied 3000,-€ wert ist“.

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      Florian Anwander  RED

      > Warum hast du das nicht angeglichen

      Das habe ich doch geschrieben: genauer geht es nicht. Entweder lassen sich die Instrumente garnicht stimmen (zB bei der Snare kann man nur die Balance zwischen Oscillatoren einstellen, aber nicht die Tonhöhe). Oder die mechanische Genauigkeit der Regler lässt es nicht zu.

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    Justchris

    Die RD-8 lässt meine Wunsch nach einer echten 808 komplett verschwinden. Danke Behringer, ihr macht Vintage Analog für wirklich jeden bezahlbar.

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    Maximilian

    Sehr subjektiv geschrieben – Toll, dadurch hat der Artikel mich voll erreicht :-). Ich brauche eigentlich nicht noch ein drum machine, aber die RD 8 lässt mich nicht kalt. Warum schafft es Behringer in kurzer Entwicklungszeit die Bedienung so viel zu verbessern? (vgl. Tr-8 )

    Von wegen nur ein Klon :-).

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    heimannrudolf  

    Mich interessieren diese „A/B“-Vergleiche nicht mal ansatzweise, da ich niemals eine TR-808 oder TR-909 besaß oder besitzen werde, wohl aber diverse Adaptionen und Samples verwendet habe. Vom Boss Drumcomputer über die Drum Station bis zu Native Instruments Libraries tauchten diese Sounds auch in meinen Produktionen immer wieder auf.

    Mich interessiert auch nicht der „Drumcomputer“, da ich lieber altdeutsch im „Main Sequencer“ bzw. der DAW programmiere. Der/die Behringer RD-8 ist aber das geilste, was ich in diesem Nischenbereich der Musikproduktion seit langer Zeit gehört habe! Für den aufgerufenen Preis ist m. E. zudem jedes kritische Wort reine Zeitverschwendung in der praktisch angewendetenen Mischkalkulation.

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    Hectorpascal  AHU

    Ich weiß auch nicht mehr wie man sowas noch kritisieren soll. Ich fühle mich in die 80er versetzt, dazu noch ein Model D und Pro 1 und die Zeitreise kann beginnen. Das wird ein retro-progressiver Clash der Hörerfahrungen.

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    iggy_pop  AHU

    Kann man auch auf die Trigger-Ausgänge Flams und Rolls programmieren? Welche Clock schickt das Ding raus, welche empfängt es (und wie tight läuft die RD-8 an einer externen analogen Clock)?

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    penishead  AHU

    Meine Meinung ist, das Du den Kern der neuen Features gut in Worte gepackt hast. Auch das zukunftsträchtige Konzept hat bisher noch niemand erwähnt.
    Gefreut habe ich mich über das Detail des Trennstrichs, denn mehrmals stand ich an der Maschine und musste übelegen. „Hä? – Da passt doch was nicht?“ Das war am Anfang wirklich komisch. Sich daran gewöhnen kann ich mich bis jetzt immer noch nicht. Schon interessant wie das Hirn, diese Separierungen automatisch macht. Das das bei den ganzen Prototypen niemanden aufgefallen ist?

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    Son of MooG  AHU

    Der RD-8 ist erstmal auf meiner Thomann Wishlist; ich warte lieber ab, bis der erste Rush vorbei ist. Ich hatte mal den TR-8S im Auge, den ich wegen fehlenden analogen Sync-Optionen und auch wegen dem recht hohen Preis ausschloss. Der RD-8 bietet ja neben Sync-Anschlüssen auch 3 Trigger-Ausgänge, auf die hier leider wieder nicht eingegangen wurde. Sind diese unabhängig oder an ein Instrument gebunden?

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      AMAZONA Archiv

      Ein Trigger läuft über die Cowbell,einer über Accent,Nummer 3? ,mehr habe ich nicht herausgefunden,also denke ich das die wohl wie beim Orginal nicht unabhängig sind,

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      dilux  AHU

      aus gregors testbericht:

      „Drei eigenständige Trigger-Ausgänge mit +5 V, 1 ms Impuls. Trigger 1 und 2 sind mit Clap und Cowbell verbunden. Trigger 3 ist mit dem ACCENT verbunden – darauf muss man erst einmal kommen. In der Anleitung findet sich übrigens gar nichts zur Zuordnung der Trigger.“

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        Florian Anwander  RED

        Die Belegung der Triggerouts ist bei der 808 ja genauso (CB, CP, AC). Ich vermute, dass das für die Entwickler so selbstverständlich war, dass sie vergessen haben es in die Anleitung reinzunehmen.

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        Son of MooG  AHU

        Vielen Dank für die Aufklärung; habe eben nochmal nachgeschaut. Mein Gedächtnis ist halt nicht mehr das jüngste…
        Der RD-8 wird definitiv noch angeschafft; der RhythmWolf kommt dann in Rente. Er wird dann auch als Master-Clock fungieren, wobei die Trigger-Ausgänge wunderbar meinen Pittsburgh Modular Sequencer u.a. rhythmisieren können. Beim TR-09 hat der Trigger-Out zwar seinen eigenen Track und ist unabhängig von anderen Instrumenten, allerdings ist der Impuls nicht besonders stark; z.B. mein Korg SQ-1 wird trotz korrekter Einstellung nicht getriggert.

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          TobyB  RED

          Tipp 2: EHX Clockworks. falls es dir das Geld wert ist. Ich beseitige damit etwaige Fehltrigger und habe dann noch die Möglichkeit den Triggerimpuls zu teilen.

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            Florian Anwander  RED

            Wenn man eh schon Eurorack hat, dannn..
            …Tipp 3:
            Den Trigger der RD-8 in ein beliebiges Hüllkurvenmodul schicken, den Envelope-Out (sic!) in den Trigger-In des MS-101, Attack auf null, und dann Decay od Release so weit aufdrehen, bis der MS-101 triggert.

            … Tipp 4:
            Das Doepfer A-142-1 ist das geniale Modul, um Triggerlängen zu kontrollieren. Das A-162 geht auch, aber das 142-1 kann man halt auch noch für viele andere Sachen verwenden.

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              Son of MooG  AHU

              Ich verwende den A-133 Dual Polarizer zum verstärken des Trigger-Impulses, das geht meistens auch.
              Das A-142 VC Decay mag ich auch, sei es als einfache Hüllkurve oder als VC Trigger-to-Gate. Schade finde ich nur, dass es keine Bus-Steuerung bietet, wie z.B. das A-140 ADSR oder das MFB Loop ADSR…

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                Florian Anwander  RED

                Auch wenn das A-133 ein prima Modul ist, so nützt es in dem Fall leider nichts, weil es ja nur den Pegel anhebt, aber nicht die Dauer des Impulses verlängert.

                Das Problem ist nicht, dass der Impuls zu niedrig ist, sondern dass der MS-101 einen längeren Impuls erwartet.

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      komabot  

      Man sollte noch erwähnen das die MS-101 sich nicht von den Triggerouts steppen lässt.
      Ist zwar ein MS-101 Problem aber meiner Meinung irgendwie ziemlich blöd wenn das nicht geht.
      Da sollte Behringer nochmal nachlegen.

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      Flying C   1

      Bei Cowbell & Rimshot geht der jeweilige Single out auch als Trigger, klappt zumindest beim Simmons. Die Impulse sind dann etwas ungenau weil Audio-Signal, was aber den Effekt hat das kein Schlag exakt wie der andere ist. Habe das mit den anderen Kanälen noch nicht ausprobiert, bei CH, Toms/Congas und Snare bin ich mir aber ziemlich sicher das es auch funktioniert. Und ja, die RD-8 macht verdammt viel Spass!!!

      Bitteschön: https://hearthis.at/desanto/floating-on-8/

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        Flying C   1

        P.S.: seit einigen Tagen ist übrigens das Firmware-Update 1.2.6 am Start. Die Installation lief bei mir ohne Probleme.

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    Dave the Butcher  AHU

    Danke für den Test, und obwohl ich überhaupt kein Freund der electron-Menüs bin, muss ich schon sagen dass die von dir angesprochenen Manipulationen im Livebetrieb an meiner analog rytm locker zu machen sind, Stichwort scenes Modus und perform Modus. Ich bezweifle irgendwie dass ich beide Maschinen brauche.

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    Ted Raven  AHU

    Das passt jetzt nicht ganz zu dem Test, aber ich wäre sehr daran interessiert, wie sich Uno Drum und RD-8 gegeneinander schlagen. In Sound-Beispielen und Videos klingt die Uno Drum knackiger mit mehr Punch.

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        Ted Raven  AHU

        Die Uno Drum, die ich auf der Superbooth getestet hatte, hatte nicht hörbar gerauscht. Aber ich werde sie im Laden unter etwas ruhigeren Bedingungen testen. Vielleicht bietet sich mir dann ein anderes Bild.

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        Ted Raven  AHU

        Ich habe die Uno Drum noch einmal im Laden getestet und gekauft. Kein Rauschen. Langsam habe ich den Verdacht, dass jeder, der das Gerät nicht selbst getestet hat, einfach irgendwelchen Unsinn nachplappert.

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          ISE500  

          Was ist, wenn bei einem Tester tatsächlich Rauschen aufgetreten ist.
          Zügele doch mal deine Zunge – es ist echt anstrengend, immer diese aggressiven Kommentare zu lesen.

          • Profilbild
            Ted Raven  AHU

            Das könnte natürlich sein, ich habe aber noch keinen einzigen Test gefunden, in dem von diesem ominösen Rauschen etwas erwähnt wird. Dies, plus meine eigenen Tests dreier Geräte, lassen mich annehmen, dass das Rauschen von ahnungslosen (oder gar böswilligen) Leuten frei erfunden wurde und von anderen undifferenziert verbreitet wird.

            Ergo: Es wäre eher angebracht, dass Du in diesem Fall selbst Deine Zunge zügelst und Deine Aussagen auf belastbare Fakten beschränkst.

  14. Profilbild
    psv-ddv  AHU

    Ziemlich schräger Artikel. Motto: Andere Nachbauten klingen auch nicht wie die 808. Der Versuch einer Ehrenrettung. 4 Drummachines werden aufgefahren zwei werden weitgehend ignoriert, eine davon wird bewertet (volle Punktzahl, natürlich). Ein Lobgesang auf die „geniale“ Bedienoberfläche. Tja Beringher hat wohl soeben die Lauflichtprogrammierung erfunden. Geil!
    Da könnte man ja fast drauf reinfallen. Mein Tipp: Das nächste mal kein Pattern vom Original unter die Klangbeispiele stellen. So fällt dann leider doch auf, was euer Verkaufsschlager nicht kann. Aber hey, jedem Tierchen sein Pläsierchen.

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