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Vergleichstest: Behringer RD-8 vs TR-808 vs Yocto

16. September 2019

Behringer RD-8 gegen den Rest der Welt

Behringer Rhythm Designer RD-8 im Test

Im folgenden muss der Behringer RD-8 ausschließlich beweisen, wie nahe er dem Klang der original Roland TR-808 kommt. Möchten Sie hingegen einen vollständigen Test zur RD-8 lesen, der sich vor allem auf alle Leistungsmerkmale und den günstigen Preis bezieht, KLICKEN SIE BITTE HIER.

Wer zu allen übrigen Synthesizer- und Drumcomputer-Projekten von Behringer den aktuellen Status wissen möchte, klickt HIER zu unserem Statusreport.

Die Wurzeln der Behringer RD-8 Drummachine

Die Roland TR-808, Erscheinungsjahr 1980, ist die Königin unter den Drumcomputern. Obwohl sie mittlerweile auf die 40 zugeht, ist ihre Beliebtheit ungebrochen.

Trotzdem war das Gerät, erdacht als preisgünstige Begleitautomatik, zunächst ein Ladenhüter und kommerzieller Misserfolg für Roland. Die Zeit war damals eben noch nicht reif für den Siegeszug der elektronischen Beats.

Der japanische Konzern stellte die Produktion daher 1983 nach Produktion von ca. 12.000 Einheiten ein (bzw. brachte als vermeintlich realistischere Alternative die TR-909 und weitere samplebasierte Drumcomputer auf den Markt).

Der Yocto Clone

Dennoch absolvierte sie schon in den 80ern unzählige, oft legendäre Einsätze, etwa im Soul/Pop (beispielsweise bei Marvin Gaye, Michael Jackson, Phil Collins), Hiphop/Electro (z. B Africa Bambaata, Beastie Boys, Run DMC, Cybotron) und House (z. B. Adonis, Lil Louis). Und so ging es weiter: Ganze (Sub-) Genres verdanken ihre Existenz der Maschine, so wären z. B. Miami Bass, (Oldschool) Electro oder Trap Beats ohne die dröhnenden Bassdrums, satten Schepper-Snares und Claps oder klirrenden HiHats der „808“ kaum denkbar.

Die Popularität wuchs und wuchs immer weiter. Spätestens der Siegeszug der elektronischen Musik ab Ende der 80er (damals konnte man eine TR-808 mit Glück gebraucht für umgerechnet unter 100 Euro erwerben) ließ die Gebrauchtpreise kontinuierlich ansteigen. Ab Mitte der 90er lag der Gebrauchtpreis bereits meist über dem ursprünglichen Verkaufspreis.

Rolands verpasste Gelegenheit

Trotz der allgemeinen Renaissance analoger Klangerzeuger im aktuellen Jahrzehnt weigerte man sich bei Roland standhaft, eine Neuauflage auf Grundlage der originalen analogen Schaltkreise auf den Markt zu bringen. Das Flehen der versammelten Internet-Producer-Gemeinde fiel bei den Japanern auf taube Ohren. Stattdessen gab es verschiedene digitale Hardware-Emulationen, die zwar Käufer finden, aber den Wunsch nach einem authentischen Ersatz für das seltene und teure Sammlerstück nicht befriedigen konnten.

Der Wunsch nach einer echt analogen 808 ist so mächtig, dass ein auf den alten Schaltungen basierender Selbstbau-Klon, die e-licktronic Yocto, seit Jahren erheblichen Absatz findet. Ansonsten gab bzw. gibt es noch kleinere Selbstbauprojekte einzelner Module, Elemente für Modularsysteme und seit 2018 die 8raw8, einen fertigen Expander ohne Sequencer.

Behringer will Nachfolge der TR-808 antreten

Behringers handbeschrifteter Prototyp währen der SB 2018 – damals noch RD-808

Behringers Ankündigung eines analogen Nachbaus zum sensationell günstigen Preis im Jahr 2018 schlug entsprechend in der Produzentengemeinde ein wie eine Bombe. Der zum Musictribe Konzern gehörende Hersteller ist seit Langem für äußerst kostengünstiges Studioequipment bekannt und sicher ebenso lange auch umstritten. Dem Erfolg des Unternehmens, das sich entgegen allgemeinen Trends dauerhaft auf Expansionskurs zu befinden scheint, tat dies aber keinen Abbruch.

Die Behringer RD-8 Beurteilung in zwei Teilen

Test 1 – Sound und nichts als Sound

In diesem Bericht beantworten wir die heiß diskutierte und wichtigste Frage: Klingt der Klon (so gut) wie das Original? Wir haben dafür die Sounds der RD-8 ausgiebig mit einer originalen Roland TR-808 aus den 80ern sowie dem bekanntesten Selbstbau-Klon, der Yocto, verglichen.

Hierbei spielt weder der Preis noch die Verarbeitung oder das optische Erscheinungsbild eine Rolle. Es geht ausschließlich um den von Behringer selbst gewählten Anspruch, einen perfekten TR-808 Klon erschaffen zu haben.

Test 2 – Ein analoger Drumcomputer im Test

Wäre der Behringer RD-08 einfach nur ein analoger Drumcomputer, inspiriert durch den Klassiker TR-808, wie würde er dann in einem Test abschneiden? Genau damit beschäftigen wir uns in wenigen Tagen in einem zweiten Bericht. Verarbeitung, Preis und Features spielen dann bei der Beurteilung eine entscheidende Rolle.

Zu den Testobjekten des Vergleichstests

Dies noch vorweg: Die zum Test verwendete originale TR-808, obwohl voll funktionsfähig, unterliegt als Vintage-Gerät natürlich ggf. altersbedingten Veränderungen, die auch zu klanglichen Unterschieden gegenüber einem Neugerät führen könnten. Zudem klingt wegen der Fertigungs- und Bauteiltoleranzen keine TR-808 wie die andere. Und dann gab es noch diverse Revisionen und Veränderungen über den Produktionszeitraum – so wurde z. B. die Tonhöhe der Snare in späteren Revisionen verändert.

Die für die Klangbeispiele herangezogene Yocto ist ein nicht ganz perfekt aufgebauter und abgestimmter Klon, der aber die wesentlichen Merkmale einer TR-808 allesamt erfüllt.

Die RD-8 haben wir so eingestellt, dass alle zusätzlichen Funktionen und Modifikationen deaktiviert sind, sie also möglichst nah an der originalen TR-808 ist.

Die mächtige TR-808 vor der schlanken Behringer RD-8

Die Sounds im Vergleich: RD-8, TR-808, YOCTO

Die vollständig analog erzeugten Schlagzeugklänge haben bekanntermaßen mit einem echten Drumset wenig Ähnlichkeit, ihre synthetische Herkunft liegt auf der Hand. Trotzdem weisen sie überaus organische Qualitäten auf. Die japanischen Ingenieure führten umfangreiche Tests durch und wählten teils sehr spezielle Bauteile, um diesen Klang zu erreichen. Das markante Zischen des Snare-Teppichs wurde beispielsweise mit einem wegen seines zu hohen Rauschens eigentlich aussortierten Transistors erzeugt (mehr dazu hier: https://secretlifeofsynthesizers.com/the-strange-heart-of-the-roland-tr-808/).

Anders als bei späteren Geräten löst bei der TR-808 ein einzelner Impuls alle Sounds auf einem Schritt aus, d. h. diese spielen wirklich genau gleichzeitig. Ob sie spielen oder nicht, entscheidet bei jedem Schritt ein elektronischer Schalter, jeweils vor dem Trigger-Eingang eines Klangs. Modifiziert wird dieser Impuls noch durch den global stufenlos wählbaren Accent, der den Impuls verstärkt.

Die einzelnen Klangschaltungen reagieren sehr sensibel auf den Trigger, wie ich mit selbstgebauten Instrumenten herausfinden konnte. Eine Zehntel Millisekunde mehr oder weniger und der Attack der Bassdrum klingt gleich anders. Klar ist bei diesen Schaltungen, dass sie hochkomplex und teils chaotisch reagieren, und daher Abweichungen bei den Bauteilen, Schaltung, Stromversorgung usw. sich hörbar auswirken können.

Diese TR-808 besitzt leicht modifizierte Seitenteile für einen besseren Grip und höhere Stabilität

Technische Unterschiede

Die originale TR-808 hat ein lineares Netzteil mit eingebautem Trafo. Der RD-8 dagegen ein externes +16 V Schaltnetzteil. Die benötigten unterschiedlichen Versorgungsspannungen für digitale und analoge Schaltkreise werden anschließend im Gerät generiert. Geschieht dies entsprechend aufwendig, so kann man auf diesem Wege prinzipiell gute Ergebnisse erzielen. Nimmt man hier Abkürzungen, können beispielsweise Störeinflüsse aus dem Hochfrequenzbereich oder Einbrüche unter Last sich hörbar negativ auswirken.

Als die TR-808 Anfang der 80er gebaut wurde, war die Durchlochmontage Standard. Verwendet wurden Kohleschichtwiderstände, große Elkos (auch bipolare), Polyesterkondensatoren, diskrete Japan-Transistoren und bipolare Operationsverstärker.

Und die RD-8? Ich habe das Testgerät selbst nicht auseinandergebaut, im Internet gibt es dankenswerterweise aber vollständige Bilder der Platinen.

Natürlich sind die alten Transistoren nicht mehr erhältlich, die Behringer Ingenieure mussten also nach möglichst ähnlichem Ersatz suchen. Selbst ohne Inflationsbereinigung war die TR-808 Anfang der 80er um ein Vielfaches teurer, als die RD-8 es heute ist. Bei einem Gerät, das vollständig in Durchlochmontage gefertigt würde, wäre der Verkaufspreis nicht zu halten gewesen, also mussten in der Mehrzahl moderne SMD- (Oberflächenmontage) Bauteile herhalten. Elkos und Polyesterkondensatoren (durchlochmoniert) sind aber vorhanden, das ist aus verschiedenen Gründen gut und wichtig.

Die TR-808 enthielt teils selektierte Bauteile, beim Klon ist auch dies eher unwahrscheinlich.

Außerdem wurden die bipolaren 4560er OpAmps durch TL074 ersetzt. Hier sehe ich aus meiner Erfahrung auch einen Ansatzpunkt für klangliche Abweichungen.

Die RD-8 im Praxisvergleich zur TR-808 und Yocto

Bei der RD-8 scheint Behringer einige Koppelkondensatoren eingespart zu haben, denn schon beim Umstecken der Einzel- und Multiausgängen gibt es ein furchtbares Geräusch und der Wandler zeigt deutlichen Offset an. Bei TR-808 und Yocto bleibt es dagegen schön ruhig.

Beim ersten Test fällt gleich auf, dass der RD-8 Mix-Output im Vergleich zu Yocto und TR-808 sehr leise ist. Außerdem gibt der RD-8 Mix Ausgang das Signal phasenverkehrt aus, zumindest hier liegt also eine Abweichung im Signalpfad vor. Da man absolute Polarität durchaus hören kann und das Signal nun verkehrt herum startet (die Lautsprecher Membran geht beim ersten Impuls erst rein statt raus), sollte man dies am Mischpult oder nach der Aufnahme korrigieren.

Die Einzelausgänge der RD-8 geben dagegen die korrekte Phase aus und die Lautstärke stimmt auch.

Klangbeispiele RD-8, TR-808 und Yocto

Bei den Klangbeispielen habe ich nacheinander ähnliche Extremeinstellungen (z. B. ganz links, mittig, ganz rechts) gewählt und die Lautstärke der Instrumente nachträglich normalisiert. Jeder Sound wird immer abwechselnd mit und ohne maximalen Accent abgespielt.

Die Klangbeispiele wurden (abgesehen von Loop 1 und 2, die noch durch mein Pult gingen) direkt über einen Prism Dream AD-2 Wandler aufgezeichnet, der höchsten Ansprüchen genügt.

Die Loops wurden über die Mix-Ausgänge aufgenommen, die Einzelinstrumente dagegen über die Einzelausgänge.

Nun endlich zu den einzelnen Sounds. Bei den folgenden Beschreibungen habe ich die Yocto zwar außen vorgelassen, anhand der Klangbeispiele kann sich aber jeder auch diesbezüglich ein eigenes Bild machen.

Bassdrum

Die berühmte Roland TR-808 Bassdrum mit dem selbstoszillierenden Filter kriegt die Behringer RD-8 sehr gut hin. Das Original hat aber mehr Knackigkeit, der Impuls beim Behringer Gerät ist im Vergleich stumpfer.

Snare

Die Snare der Roland TR-808 erhält den charakteristischen Klang des Teppichs aus gefiltertem Rauschen eines selektierten Transistors (siehe oben). Gleichzeitig wird das Rauschen auch für Clap und Maracas eingesetzt.

Das besondere blecherne Scheppern der echten TR-808 gelingt der Behringer RD-8 nicht. Das liegt nicht nur am anderen Spektrum des Rauschens, sondern auch an der fehlenden Knackigkeit des Attacks.

In einer Produktion würde ich daher eher zum Sample des Originals greifen.

Toms und Congas

Die Sounds der Behringer Drummachine RD-8 klingen dünner und weniger solide, im Vergleich etwas künstlicher. Die je nach Accent unterschiedlich ausgeprägten Pitch-Hüllkurven sind vorhanden, wirken aber weniger gut abgestimmt.

Der stilbildende Klassiker TR-808

Auf vielfachen Wunsch haben wir hier noch einmal Tonhöhen- und Lautstärken-angepasste Loops mit Toms und Congas von TR-808 und RD-8 erstellt:

Clave

Der Holzblock klingt bei der Roland TR-808 fast wie ein echter, bei der getesteten RD-8 klingt das Instrument dagegen viel zu schnell aus – Fertigungstoleranzen?

Rimshot

Der Rimshot der Behringer RD-8 war beim Testgerät im Vergleich zu allen anderen Instrumenten viel zu laut eingestellt. Für die Klangbeispiele musste ich daher die Lautstärke des Sounds herunterregeln, um den Wandler nicht zu überfahren.

Bei der RD-8 klingt er leider im Vergleich zum satten Sound des Originals dünn und künstlich, vielleicht auch weil die Schaltung intern übersteuert.

Clap

Bei der Behringer RD-8 nicht schlecht, aber auch hier klingt die Roland TR-808 krachender und voller.

Maracas

Nur etwas Rauschen mit Hüllkurve, oder? Bei der Roland TR-808 klingt es allerdings gleichzeitig weicher und klarer (mehr Höhen aber ausgewogener Frequenzgang), bei der Behringer RD-8 hört man deutlich die verwaschenen Höhen.

Geniales Konzept – die TR-808

Cowbell

Hier müsste die originale Roland TR-808 wohl nachgestimmt werden. Die Behringer RD-8 klingt deshalb für meinen Geschmack tatsächlich besser als die TR-808.

Cymbal

Deutliche Unterschiede, vielleicht Geschmackssache, im Mix (Loop 2) scheint die TR-808 aber besser zu passen und weniger zu stören.

HiHats

Bei den Klangbeispielen der HiHats hört man immer zuerst den Mixausgang und dann die Einzelausgänge.  Geschnitten habe ich bei der Behringer RD-8, um die heftigen Störgeräusche aufgrund des Umsteckens zu beseitigen.

Isoliert betrachtet hat die Roland TR-808 deutlich mehr „Höhenglitzer“. Im Mix funktioniert sie m.E. dadurch besser und gibt diesem mehr Klarheit und Knackigkeit. Aber das könnte auch Geschmackssache sein.

Der Vergleichstest auch als YouTube-Video

Fazit

Für mich ist es keine Frage: Die Roland TR-808 ist und bleibt klanglich ungeschlagen.

Im Vergleich klingt die Behringer RD-8 weniger spritzig, statischer, es fehlt etwas von der Dynamik, die sowohl TR-808 als auch Yocto erzeugen. Zumindest die hier getestete Yocto klingt auch dünner und weniger ausgewogen als die echte TR-808.

Rolands Original 808 besitzt eine gewisse Solidität und Lebendigkeit, die beinahe an einen Drummer erinnert. Die Instrumente selbst klingen feiner und detaillierter, fast schon akustisch, mehr HiFi und knackiger als die Klone, insbesondere als die RD-8.

Die RD-8 kann die TR-808 klanglich also nicht ersetzen. Ob sie dennoch ein tolles Studio- und Live-Spiel- und Werkzeug ist, und was sie mehr kann als das Original, beleuchten wir demnächst im ausführlichen RD-8 Test.

Klangbeispiele
Forum
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    psv-ddv  AHU

    Und noch ein grossartiger, fachlich kompetenter Original vs Klon Vergleichstest. Diesmal sogar mit mastering-tauglichem Referenzequipment aufgenommen und mit Erwähnung der technischen Gründe für die Klangunterschiede. Auf einer solchen Grundlage kann jeder selbst für sich entscheiden ob die Klone wirklich preiswert im eigentlichen Wortsinn sind. Danke, ich bin begeistert!

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    Numitron  AHU

    Wow! Sehr interessant, da habt ihr euch mühe gegeben!
    hab den artikel gleich in einer großen synthiegruppe auf facebook geteilt.

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    Jörg Hoffmann  RED

    Danke für den sehr guten Test. Krass, wie weit das Original klanglich vorne liegt. Im direkten Vergleich stehen Behringer und auch der Yocto weit hinten an.

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    mudi2000

    Beim doch eher enttäuschenden Ergebnis für die RD-8 stellt sich meiner Meinung auch die Frage, ob es denn unbedingt analog sein muss. Es wäre spannend gewesen, wenn man auch noch die Boutique-Version TR-08 sowie TR-8 und TR-8S mit in den Vergleich genommen hätte, obwohl sie digital sind.

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    penishead  AHU

    Sehr sehr sehr interessant. Hammerhart dieser Vergleich. Jetzt hätte ich noch gerne gewusst wie die Roland TR-08 unter den gleichen Bedingungen klingt. Vielleicht ist diese ja noch näher dran am Original wie die Derivate?

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    AMAZONA Archiv

    Naja! Die Hörbeispiele kann man getrost in die Tonne treten, da weder die Pegel noch die Tonhöhen der Instrumente angeglichen wurden (Ich sag nur Snare und Toms). Mit anderen Worten: völlig unbrauchbar….

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      SimonChiChi  AHU

      Ganz klar.. absolut unbrauchbar – jetzt wo du es sagst. Tolle Kritik – und so wunderbar differenziert vorgetragen.

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      Tyrell  RED 2

      Ich war sehr gespannt auf den Vergleich und bin happy damit. Die Lautstärkeunterschiede stören mich gar nicht. ich kann sehr wohl die von Gregor beschriebenen Klangunterschiede hören.
      Radikale Aussagen wie Deine, sind weder zielführend noch honorieren sie in irgendeiner Weise die Arbeit, die sich Gregor gemacht hat.

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        AMAZONA Archiv

        Fakt ist: Die Stimmung und Pegel, insbesondere von Snare und Toms, differieren ganz erheblich. Somit ist eine Vergleichbarkeit der Geräte nicht gegeben. Sorry, da gibt es nichts zu beschönigen.

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          TimeActor  AHU

          Da muss ich aber Knutinge mal vehement zur Seite eilen! (auch wenn ich der Meinung bin, dass er seine Aussage auch etwas netter hätte formulieren können).
          Ich bin in der Hifi HighEnd Ecke beruflich zu finden und seit jeher nehmen wir damit eine objektive und nicht geschönte Vergleichbarkeit bei z.B. Lautsprechern gegeben ist, eine Pegelanpassung vor. Ohne diese ist ein Vergleichshören nach zielführenden (den für sich besten Lautsprecher zu finden) Maßstäben absolut nicht möglich. Der Mensch ist immer so gestrickt, dass er den lauteren Speaker zunächst als den besseren wahrnimmt. Anderes Beispiel: vor einer TV Wand mit 30-40 TV Geräten wird der TV mit dem hellsten Bild als das beste wahrgenommen was aber nicht zwingend der Fall ist! Diese Erkenntnis basieren auf ca. 40 Jahre Erfahrung. Das alles ausschließende Wort „unbrauchbar“ würde ich jetzt nicht verwenden wollen und eher abgemildert vllt. folgendermaßen ausdrücken: „in Teilen brauchbar“ ;-)
          (warum es jetzt dafür einen Daumen runter gibt bleibt wohl ein Geheimnis des Voters…hahaha.)

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          penishead  AHU

          Ich habe aber anhand der Beispiele gedacht, das die Klänge gar nicht anders klingen können im Vergleich zur Original 808. Also, kann man das so anpassen, das es dann doch gleich in der Stimmung ist? Ich nahm echt an, das das für den Vergleich schon alles, so gut es ging angenähert wurde. Dann finde ich die Vergleiche aber auch sehr hinkend. Warum hat der Autor nicht die Sounds in die richtige Stimmung gebracht. Jetzt weiß ich auch nicht wie die Behringer 808 in Wirklichkeit klingt. Echt blöd jetzt!

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            g.scherer  RED

            In der Stimmung verändern lassen sich bei der TR-808 nur Toms und Congas. Und zwar in definierten Frequenzbereichen.

            Wie der Test zeigt, treffen die Klone diese Frequenzbereiche nicht ganz.

            Davon abgesehen ist es aber letztlich für den Vergleich nicht wirklich wichtig, ob z.B. die Tom einen Halbton höher oder tiefer spielt, wenn beim Original etwa bei der Mid-Tom zugemischtes Rauschen hörbar ist und beim Klon nicht, oder die Pitch-Hüllkurve bei der TR-808 im oberen Pitchbereich hörbar ist und beim Klon eben nicht.

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              penishead  AHU

              ok, aha! Also kann die RD-8 genau den gleichen Halbton treffen? Du hast es eben nur nicht so eingestellt? Das wäre doch mal eine Aussage, bzw. Korrektur. DIe RD-8 kann also genau die gleichen Töne erzeugen, der Regelbereich ist also vorhanden, aber die einzelne Soundcharakteristik ist bei manchen eben etwas anders.
              Übrigens: Das mit der Phasenlage beim Stereo-Out finde ich echt verblüffend. Das ist doch ein echter Makel, bzw. ist Behringer wohl einfach durchgerutscht. Darauf hat bestimmt niemand geachtet. Das wird bald einen MOD dazu geben.

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                g.scherer  RED

                Natürlich gibt es einen Überlappungsbereich, in dem sich die Grundtonhöhe dieser 3 (oder besser 6) Instrumente gleich einstellen lässt. Das sollte aber außer Frage stehen. Ich habe mit den Extremeinstellungen gezeigt, ob die Klone die Frequenzbereiche des Originals treffen.

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                g.scherer  RED

                Bzgl. Phasenlage: Hier wurde bewußt der Signalpfad geändert. Beim Schaltkreis-Design mit Operationsverstärkern ist die Phase immer Thema, soetwas passiert nicht aus Versehen.

                Meine Vermutung wäre, dass man die Schaltung angepasst hat, da FET- statt bipolaren Operationsverstärkern eingesetzt wurden, und die Änderung der Phase dabei in Kauf nahm.

                • Profilbild
                  Br

                  Die Phasenlage kann man durch einen zweiten OPAMP nach dem Summenverstärker (Mixer) m.E. leicht wieder drehen. Bei den angeblich verwendeten TL071ern eine Sache von ca. 80 Cent und Lötkünsten. Das hätte aber Ulli, der Vintage Revivor, als der er sich stilisiert, selbst veranlassen sollen (Zwinker). Ich frage mich die ganze Zeit aber, ob die fehlenden Höhen bei den Behringer Geräten (siehe Vocoder Test) auf die neuen Kondensatoren zurückzuführen sind. Nimmt die Kapazität ab, wenn Kondensatoren altern?

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          Florian Anwander  RED

          Ich vermute, der Kollege knutinge meint das Youtube-Video. Da habe wir es tatsächlich mit zum Teil großen Tuning und Level-Unterschieden zwischen den drei Geräten zu tun. Bei den Audio-Beispielen träfe es tatsächlich nicht zu.

          Aber mit den Audiobeispielen kann zumindest ich nicht so viel anfangen. Da hätte ich mir durch aus direkte Vergleiche gewünscht: Alle drei Instrumente am gleichen Clock, die TR-808 bekommt das jeweilige Instrument auf die 1, die RD-8 auf die 2 und die Yocto auf die 3, und dann lässt man diesen Pattern laufen. Damit könnte ich viel besser Unterschiede bewerten. Ich weiß aber nicht wie es anderen damit geht.

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            AMAZONA Archiv

            Danke Florian! Meine Kritik richtet sich tatsächlich (und ausschließlich) gegen das Youtubevideo. Eine genau Abstimmung der Instrumente hätte der Gegenüberstellung gut zu Gesicht gestanden. So entsteht m.E. der Eindruck, der Autor hätte ein bestimmtes Ziel verfolgt. Und allem Anschein nach sehen das viele Youtubekommentatoren ähnlich.

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      g.scherer  RED

      Die Aufnahmen der einzelnen Instrumente aus den Einzelausgängen sind normalisiert. D.h. jede Audiodatei zu einem Sound (und auch jeweils den Toms / Congas kombiniert) ist zwischen den 3 Geräten in der Lautstärke anggeglichen.

      Relative Lautstärkeunterschiede bei gleicher Einstellung (Potiposition am Gerät) ergeben sich aus dem unterschiedlichen Verhalten der Geräte. D.h. wenn ein Gerät weniger ausgewogenen bei unterschiedlicher Stimmung klingt, so zeigt das diese Aufnahme.

      Die Stimmung bei Toms und Congas ergibt sich wie beschrieben durch die Extrempositionen (ganz links und ganz rechts) sowie mittig der Potis. Offenbar stimmen die Parameter bei den Tonhöhen der Klone nicht mit dem Original überein. Auch das zeigt der Test.

      Die Stimmung der Snare ist bei keinem der Geräte veränderbar. Man hat mit dem „Tone“.Regler lediglich die Wahl bezüglich des Mischverhältnisses der beiden Snare- Oszillatoren. Bei der Tonhöhe der Snare gibt es wie beschrieben auch innerhalb der TR-808 Produktion Unterschiede, aufgrund von Seitens Roland vorgenommener Revisionen.

      Im Übrigen sollten die charakteristischen Klangunterschiede aufgrund der Viehlzahl der Klangbeispiele dem verständigen Hörer deutlich werden. D.h. konkret bspw., dass die exakte Tonhöhe einer Conga nicht so entscheidendend für Klangeindruck und Brauchbarkeit ist, wie ihr Ein- und Ausklingverhalten und der spektrale Verlauf.

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        TimeActor  AHU

        Sehr stark würde mich interessieren wie die Statements ausgefallen wären, wenn man nicht weiß welches Instrument spielt!? ;-)
        Also quasi eine Blindverkostung.

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          asquith

          Es gab schon auf sequencer.de und gearslutz Blindtests, mit erwartbarem Ergebnis: In der Praxis ist die Unterscheidung wesentlich schwieriger, für die meisten gar unmöglich, wenn man nicht weiß welches Gerät spielt. Auf Sequencer.de hielten sogar die meisten die RD-8 für die TR-808.

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        camarillobrillo  

        „Relative Lautstärkeunterschiede bei gleicher Einstellung (Potiposition am Gerät) ergeben sich aus dem unterschiedlichen Verhalten der Geräte.“

        „Die Stimmung bei Toms und Congas ergibt sich wie beschrieben durch die Extrempositionen (ganz links und ganz rechts) sowie mittig der Potis. Offenbar stimmen die Parameter bei den Tonhöhen der Klone nicht mit dem Original überein. Auch das zeigt der Test.“

        Potis haben i.d.R. eine Toleranz von etwa 30 %. Bei gleicher Potistellung zu vergleichen ergibt somit überhaupt keinen Sinn, wenn daraus anschließend allgemeine Aussagen über den Klang einer ganze Baureihe abgeleitet werden sollen.

        In den Extrempositionen ist das noch unsinniger: Dort erreicht man natürlich auf Grund der Toleranzen Einstellungen, die selbst auf einem baugleichen Gerät nicht mehr unbedingt möglich sind (Sofern nicht gerade dieser Parameter noch irgendwo auf der Platine kalibierbar ist. )

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      penishead  AHU

      Ich kann Deine Meinung teilen, denn jetzt weiß ich auch nicht mehr wie vorher. Wenn der tune nicht passt! Die Lautstärke kann ich verschmerzen. Gerade wenn man so einen Test macht, welcher ein Heißes Eisen ist, und wir nun 40 Jahre auf einen richtigen Klon gewartet haben, sollte man auch wirklich alles mögliche ausschließen um gar nicht solch eine Diskussion aufkommen zu lassen.
      Die Youtube Test zwischen Model D oder MS-1 mit den Originalen machen das Stück für Stück und hier sieht man, das man keinen Unterschied finden kann. Genauso sollte man das auch für diesen Test machen. Original 808 mit Behringer RD8 und jeden Sound durchgehen und auf der RD8 den Spot finden, damit es genauso klingt. Wenn nicht dann fließt das eben ins Urteil mit ein.

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        amyristom  

        Das hat dadurch jetzt leider so einen Touch von „Wir stellen auf Original Synthi A eine Pulswelle ein und auf Klon B auch eine Pulswelle, aber mit einer anderen Pulsweite und werfen dann dem Klon vor, dass dessen Pulswelle jetzt aber nicht identisch mit der Pulswelle von Original Synthi A klingt (die aber vielleicht gleich geklungen hätte, wenn man die gleiche Pulsweite eingestellt hätte)“

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    SimonChiChi  AHU

    Klasse Vergleich. Aus meiner Digitakt kommt übrigens eine 808 die sich gewaschen hat. Da kann die RD-8 nicht mithalten. Die arbeitet zwar mit Samples, aber gerade ich greife dabei auf dutzende von Samples jedes 808-Sounds zu und kann diese dann auch noch beliebig verfremden. Reicht mir vollkommen.

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    amyristom  

    Danke für den detaillierten Vergleichstest und auch die Infos zu den technischen Hintergründen. Was mich an der Stelle aber noch interessieren würde ist, in wie weit die im „Trockenvergleich“ hörbaren Unterschiede noch hörbar / relevant sind, wenn man die drei Drummaschinen in den Kontext eines Tracks setzt. Also wie stark sind die Unterschiede tatsächlich noch hörbar, wenn sich die TR-808 und ihre Klone in einem musikalischen Arrangement befinden und die Geräte identisch mit Kompressoren, EQs usw. so bearbeitet sind, wie es für das jeweilige Genre üblich ist. Bleiben die Unterschiede oder verschwimmt das ganze dann ggf. ins wenig bis ununterscheidbare? Letztlich hört sich ja kaum einer eine TR-808 furztrocken isoliert an. Entscheidend ist also letztlich, wie ähnlich die Klone zum Original im Kontext eines Track-Arrangements funktionieren, oder?

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      g.scherer  RED

      Aus meiner Erfahrung würde ich davon ausgehen, dass die Unterschiede zwar mit Mixequipment teilweise auszugleichen sind, andererseits sich aber die echte TR-808 (die sauberer, dynamischer und detallierter klingt) viel besser mit hochwertigen Kompressoren und EQs bearbeiten lässt.

      Man kann auch z.B. das spezielle Scheppern des Snareteppichs nicht nachträglich einfach hinein-EQen.

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        amyristom  

        Da ja noch ein 2. Teil dieses Tests folgt, daher vielleicht als Anregung: Könnte man da noch Audiobeispiele nachreichen? Also wie beschrieben TR-808, RD-8 und ggf. Yocto bearbeitet wie es üblich ist innerhalb eines kompletten Tracks? Dann könnte jeder für sich beurteilen, wie stark dann noch die Unterschiede hörbar sind (und ob einem diese Unterscheide den Preisunterschied wert sind). Wie gesagt, nur eine Anregung. :-)

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    Atarkid  AHU

    Hättet Ihr meine 808 zum Vergleich herangezogen, wär das Resumee unter Umständen anders ausgefallen. Ich denke man kann da auch mit EQ’s noch ne Menge machen. Und den Preis darf man auch nicht außer Acht lassen.
    Interessant ist das Ergebnis aber allemal. Man hört auch Unterschiede, aber ich weiß noch nicht so ganz, ob mich das stört… Die Behringer „Bleche“ tönen jedenfalls besser als bei der TR-8

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      TobyB  RED

      Hallo Atari,

      bei der TR8 macht es dann auch noch mal die Verarbeitung des Signals, dann passt das schon aber die Unterschiede zum Original, mit Streuung sind zu hören, insbesondere bei Clap und Snare. Bei der TR 8 musst du da im EQ noch einen 3 zinkinge Pommesgabel EQ drüberlegen damit Clap und Snare „knallen“. Und da Kiste am Ende des Tages digital ist, rauscht es halt weniger und klingt cleaner und statischer. Bei der RD8 fehlen für mein Gusto in Clap und Snare etwas Beef. Bei der Kick wäre mal ein Kickbass interessant gewesen.

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      lectrolurch  

      sehe ich auch so…
      und wozu hat man denn Einzelouts wenn man keinen EQ mehr einsetzen „darf“ macht man ja sowieso.
      Deshalb muss man die geile Maschine nicht gleich schlechtreden.
      Zeigt mir eine andere 808 ähnliche Beatbox für das Geld .

  10. Profilbild
    Emmbot  AHU

    Danke. Toller Artikel mit viel Backgroundwissen. Die Soundbeispiele ziehe ich mir später rein. Gibt es sowas für die 303 schon?

  11. Profilbild
    cd.duenkel

    Wer hätte das gedacht; die Maschinen unterscheiden sich auch noch. Man darf sicherlich nicht außer acht lassen, was sonst noch so im Arrangement passiert und wie das dann mit der 08er-Drummachine zusammenpasst. Wenn man davon absieht auf den Text zu starren, während die Hörbeispiele durchlaufen, müsste man merken, dass alles recht brauchbar ist. Ich glaube nicht, dass die Technorevolution gescheitert wäre, wenn man mit der RD-8 angefangen hätte und die TR-808 heute der Klon wäre.

  12. Profilbild
    funkensteen  

    Warum können wir die RD8 nicht selber bewerten ?

    Ich finde diese Bewertung nicht fair . Nur weil ein Fachmann sie Testet und mit 2 Sterne bewertet muss das Ergebnis auch korrekt sein . Ich finde die RD8 in diesem Fall unterbewertet .

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      penishead  AHU

      Dem stimme ich ebenfalls zu, denn man darf ja wohl nicht vergessen, das wahrscheinlich nicht nur der Sound hier bewertet wurde? Oder doch? Geht aus der Bewertung nicht hervor. Und da der Funktionsumfang der RD-8 viel viel größer ist als die Originalmaschine, sollte ein sehr gut wohl drin sein. Aber der richtige Einzeltest wird ja wohl noch kommen. Dann ging es wahrscheinlich wirklich nur um den Sound. Aber andererseits ist die Behringer Maschine doch soundtechnisch deutlich flexibler, allein schon durch den WaveDesigner. Fragen über Fragen!

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        tomk  AHU

        Mach dir doch nicht so nen Kopp … 300€ ist jetzt keine Summe an der man sich tot sparen würde. 2000-2400€ ist da schon ne andere Nummer. ;)

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          penishead  AHU

          Nee, klar nicht. Das ist nicht mal ein Budget. Solche Geräte gehen rein wie raus aus dem Studio, wenn nicht gefällt.

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      Tyrell  RED 2

      Das geht im nächsten Test (siehe Text) – bei einem Vergleichstest können Leser nie bewerten. Das sind technische Voraussetzungen die wir nicht ändern können und auch keinen Sinn machen. Überleg mal, wenn wir 10 Produkte vergleichen, dann müsste es eine Tabelle mit 20 Einzelbewertungen geben. Hoffe du hast dafür Verständnis.

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    teeemey

    Was für ein, sorry für meine Wortwahl, unglaublich verseuchter Artikel. Da kommt die mit Spannung erwartete und unter Musikern im Hardware-edm Bereich vielleicht wichtigste Neuerscheinung im Jahre 2019 raus. Ihr lasst ausgerechnet denjenigen den Artikel schreiben der es sich quasi zu Mission gemacht hat gegen Behringer zu Trollen wo es nur geht. Hätten wir die frühen 80er würde wohl die selbe Person die 808 als unbrauchbares Kinderspielzeug für Amateure bezeichnen. Fällt einem schwer das Ganze ernst zu nehmen.

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      penishead  AHU

      Ach, ist das so? mmh, das ist ja wiederum ein neuer Aspekt, der das alles nicht leichter macht. Vielleicht hätte so einen Artikel Peter himself machen sollen, aber dann rufen diejenigen wieder, das er zu Nahe am Uli dran ist. Ich denke mal, eine richtige Lösung gibt es nicht. Der Artikel ist durchaus sachlicher Natur und glaubhaft. Ja, bei diesem Gerät sollte nicht nur einer einen Test machen, sondern evtl. ein Team, und das durchleuchtet das Gerät aus verschiedenen Blickwinkeln. Nur wir hier haben die Möglichkeit im deutschsprachigen Raum der RD-8auf den Zahn zu fühlen. In der Beat und in anderen Magazinen wird das alles nur wieder in 5 Fazitsätzen ohne Inhalt glattgebügelt. Da gehts nie richtig in die Tiefe.

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        Tyrell  RED 2

        haha… ganz genau. Und deshalb wird es eben ZWEI Tests geben – wie oben beschrieben. Und mal ganz ehrlich. Reine Lobhudelei zur RD-08 gibt es im Netz zuhauf. Ich denke da hat auch eine kritische Stimme Platz.

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      g.scherer  RED

      Wie kommen Sie zu dieser Ansicht?

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      Tyrell  RED 2

      Das ist eine haltlose Unterstellung: Wie bereits im Text beschrieben, stellt sich die RD-08 in diesem test dem eigenen Anspruch, ein unverwechselbarer Klon zu sein. Das ist sie aber laut Gregor nicht – und das konnte er auch gut belegen.
      In einem zweiten Test, wir die RD-08 losgelöst von einem Vergleich zur TR-808, rein als preisgünstiger, analoger Drumcomputer bewertet. Mit all seinen Features und seinem Mehrwert.
      Also ruhig Blut und einfach den ganzen Artikel lesen, da wurde das nämlich ausführlich erklärt.

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    tomk  AHU

    Wer zu 100% den Originalklang will, braucht das Original. So einfach ist das!

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      penishead  AHU

      Ja, aber das führt in den nächsten 10 Jahren auch zu nichts. Was macht Du den mit den alten Elkos darin, und manch anderem Bauteil. Die werden auch nicht besser. Das Gerät wird immer mehr rauschen. Wir warten alle auf eine Ablösung des Originals und deswegen ist das Produkt so interessant.

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        tomk  AHU

        Alle?!
        Ich nicht … ich habe meine schon vor Jahren verkauft, ohne Reue. Machinedrum UW & Rythm! Hoch qualitative 808/909 Samplepacks gibts für lau genug im Netz. Wenn man aber einen analogen 808 Clon will so nun für 300€. Schlag zu … oder vielleicht doch die Acilab Miami?

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          penishead  AHU

          Ich meine mit alle nur die, die darauf warten, oder zumindest die, die sich dafür interessieren.

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            tomk  AHU

            Ich würde nicht kommentieren wenn ich mich nicht dafür interessiert hätte. Aber allein dadurch wurde mir erneut klar, dass der Klang der 8er bei mir endgültig durch ist. Da genügen ein paar Samples – z.B. HH. Denke aber, obwohl jetzt B nicht so meine Firma ist: Für den Preis haben die das klasse hinbekommen! Somit …

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      teeemey

      Es gibt eigentlich kein richtiges Orginal mehr, das ist der Witz. Der Sound von einer 808 zur nächsten ist zum Teil so grotesk immens. Plus den Abermillionen samples, Clones usw. Ein ehrlicher Vergleich wäre das Verhältnis einer B808 zu zwei oder mehr „Orginalen“ gewesen. Diese first world problems erinnern mich zum Teil an des Kaisers neue Kleider. Es bleibt jedem überlassen was er sieht, hört, fühlt. Der einzige Punkt ist der dass ich mir ne objektivere Basis gewünscht hätte. Die ist durch den Autor defakto nicht gegeben (das halte ich für eine Tatsache und nicht nur für meine persönliche Meinung/Einbildung). Hab einfach das Gefühl dass das unverantwortlich ist.

  15. Profilbild
    division  

    Also meine RD-8 klingt super fett, nicht statisch und sogar ziemlich nach 808!
    Ob die Sounds im direkten Vergleich jetzt wirklich zu 100% wie das Original klingen, wage auch ich zu bezweifeln. Allerdings spielt das für mich keine Rolle, da selbst die originalen Geräte, wie wir ja alle wissen, auch nicht alle identisch klingen. Ich kann das ganze gebashe hier nicht nachvollziehen.
    Das Dingens groovt und bumst ordentlich und dieses ohne, daß irgendwelche Sample-Stunts (Parameter Locks) veranstaltet werden müssen.

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      Robocob11  

      Genau „ziemlich“ – und mehr hat Gregor ja gar nicht behauptet. Ziemlich ist eben nicht 1:1. UNd wie er ja geschrieben hat. Sein eigentlicher Test kommt ja noch, wo er die TR-808 NICHT als Referenz heranzieht. Da wird das urteil sicher besser ausfallen.

  16. Profilbild
    zeitweh

    Hi,

    Ich denke jeder der ehrlich ist hört bei Loop 1 und Loop 2 das die Roland und die Yokto mit komplett anderer Dynamik aufgenommen wurden. Loop 3 ist die Snare viel leiser bei der RD-8.
    Bei Loop 3 wo zwar die Snare leiser ist – schaut die Behringer schon nicht mehr so schlecht aus.
    Bei Loop 2 spielt die Roland auch noch ein anderes Pattern ab!
    Und warum müssen bei der Behringer die Lautstärke Potis genau in der selben Stellung stehen wie bei den anderen? Das angleichen der Pegel im Gerät sollte doch kein Problem darstellen? Gainstaging usw? Und noch mir ist es völlig egal was Behringer baut, clont oder zum Mond schießt!
    Grüsse

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      g.scherer  RED

      Alle Reglereinstellungen sind gleich. Die Snare der RD-8 ist bei gleicher Einstellung (selbst beim Maximalwert noch) deutlich leiser.

      Zum direkten Vergleich gibt es die normalisierten Aufnahmen der Einzelinstrumente.

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        camarillobrillo  

        Gleiche Reglerstellungen sind auf Grund von Potitoleranzen schon bei baugleichen Geräten vollkommen bedeutungslos, s.o.

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          g.scherer  RED

          Nicht in den Extrema. Zwei der Einstellungen waren hier jeweils ganz links oder ganz rechts.

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            camarillobrillo  

            Gerade in den Extrempositionen… (30% Toleranz)

  17. Profilbild
    psv-ddv  AHU

    Ich finde das ganze Gemäkel, Rumgeheule und Schöngerede hier im Forum sehr aussagekräftig.
    Es wird leider nix helfen. Die nackte Wahrheit ist oftmals brutal.

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      teeemey

      Ja!! Stimmt dem zu 100% zu!!

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        tomk  AHU

        Nur Original ist Original …

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          zeitweh

          dem stimme Ich absolut zu

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      zeitweh

      Mir ist es völlig egal ob die Behringer wie die Original klingt! Wir haben unsere 808s immer getauscht wenn man einen anderen Sound brauchte aber tontechnisch stimmen die Beispiele einfach nicht

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      psv-ddv  AHU

      Das „leider“ meine ich durchaus ernst. Mir sind die Roland Originale mittlerweile zu teuer, daher besitze ich keine 808.

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        Robocob11  

        100%ige Zustimmung. Einfach purer Wahnsinn. Und auch wegen der Gefahr, dass die Teile irgendwann ihren geist aufgeben, hatte ich wirklich sehr gehofft, dass Behringer das Kunststück gelingt die 808 nun 1:1 nachzuahmen. Ich war enttäuscht, als ich dann die RD-8 zum ersten mal ausprobierte.

  18. Profilbild
    costello  RED

    Ich verstehe die ganze Aufregung hier nicht so ganz. Die Behringer und der Yokto sind doch mit „gut“ bewertet worden. Nicht mit befriedigend oder gar schlechter. Und das im direkten Vergleich mit der Roland-Maschine. Vielleicht sind die beiden Drummachines für sich genommen ja sogar sehr gute Instrumente. Aber hier mussten sie sich halt im Vergleich zum Original beweisen. Und wenn der Tester Unterschiede findet, die nicht trivial sind, dann hat er doch gar keine andere Chance, als eine differenzierte Bewertung abzugeben. Und ein „gut“ bedeutet doch allemal: Das Gerät lohnt sich, dass ich es selber mal teste und sehe, ob es zu mir und meiner Musik passt.

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      TobyB  RED

      Ich fand den Test sehr gut und hab jetzt Marvin Gaye „Sexual Healing“ und „I cant stand the rain“ von Tina Turner im

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      amyristom  

      @costello: Der Kritikpunkt scheint mir doch hier zu sein, dass das Testfazit tendenziös gegen den Klon ausgefallen ist.

      a) Wir wissen, dass keine 808 exakt wie die andere klingt. Hier im Test wird dem Klon aber explizit vorgeworfen, dass er nicht exakt wie das Vergleichsexemplar tönt. Das ist einfach zweierlei Maß und geht so nicht!

      b) Es wurde festgestellt, dass die Parametrisierung nicht identisch mit dem Vergleichsoriginal ist. Allerdings wurde dann nicht versucht, die Sounds soweit möglich anzugleichen, sondern es wurden hart die gleichen Einstellungen verwendet und es im Test hingestellt, als könne der Klon gar nicht ähnlich klingen. Tendenziös. Korrekt wäre gewesen auf den Fakt hinzuweisen und in den Beispielen trotzdem zu versuchen, die Parameter bestmöglich anzugleichen.

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        g.scherer  RED

        Nein. Bitte noch einmal den Artikel lesen. Es wird auf die Qualitäten der echten TR-808 (quasi -akustischer Klangeindruck, markant scheppernder Snareteppich, HiFi, druckvoll, spritzig, dynamisch) hingewesen, bezüglich derer sich der Klon schwertut.

        Die Tonhöhe eines Sinus zu treffen ist gegenüber diesen Dinge völlig trivial. Soll heißen, mir wäre es egal, ob die Snare in der einen oder anderen TR-808 oder in der RD-8 etwas höher oder tiefer ist (einen Widerstand zu ändern reicht an dieser Stelle), solange der Punch und das richtige Scheppern da ist.

        Es gibt ja genug bekannte Musikstücke, auf denen die echte TR-808 zu hören ist. Diese Qualitäten haben alle Originale. Zumindest wenn sie korrekt eingestellt sind.

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        Robocob11  

        Ich habe beide zu Hause. Hab mir das DIng einfach aus Spaß bestellt. Wird morgen schon wieder an den Händler zurück geschickt. Ist lustig – aber mehr nicht. Nimms einfach hin, die RD-8 kann dem Original bei weitem nicht das Wasser reichen. Da hilft auch dein Gezeter nichts. Echt arm, wie du hier verzweifelt versuchst das Ding schön und den test schlecht zu reden.
        Klar, Behringer hat da einen super günstigen, schönen Drummy gebaut, aber eben keine ebenbürtige 808. Das hat ja leider noch nicht mal Roland selbst geschafft. Hätte ich das Original nicht, wäre die RD-8 sicher die erste Wahl. Kann man sich aber entscheiden und würde man dich blind vor die beiden Kisten stellen, würdest du ganz sicher zur 808 greifen. Auf den Audiobeispielen kommt das noch gar nicht mal so krass raus… aber im Original ist der Unterschied einfach frappierend!!!!
        Aber freu dich doch jetzt einfach, dass es für dich so ein schönes, günstiges Imitat gibt – und las den Besitzern die Freude darüber, dass das Original eben weiterhin unerreicht bleibt.

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          teeemey

          Weiß nicht ob ich amüsiert bin oder Mitleid hab!! Die Hängengebliebenheit von manch einem hier ist wirklich bedenklich.

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          amyristom  

          @Robocob11: Gleich vorweg gesagt: Mir persönlich ist es egal ob die RD-8 an eine TR-808 herankommt oder nicht. Einfach deshalb, weil ich persönlich für meinen Anwendungszweck mit diesen Drummaschinen nichts anfangen kann. Daher brauche ich da auch nicht zwingend Partei zu ergreifen. Mir ging es hier eher um das Formale: Wenn schon verglichen wird, dann sollte das „Prozedere“ auch korrekt sein und nicht zu ungunsten eines Testkandidaten ausfallen.

          @g.scherer: Danke nochmal für deine Klarstellung, so kann ich dein Urteil viel besser einordnen und nachvollziehen. Das hat kam mir für mich aus dem Originalfazit nicht so deutlich heraus. :-)
          Und nochmal damit das in Relation gesetzt ist: Insgesamt top Test, ich fand nur diesen Teil des Tests suboptimal gelöst.

  19. Profilbild
    klingend  

    Also für das kleine Budget das Behringer im Vergleich zum wahrscheinlich gigantisch hohen Gebrauchtsmarktpreis für eine echte 808 aufruft, sollte es nicht viel zu meckern geben.

    Vielleicht bessert Behringer sogar an dieser Stelle nochmal nach – wer weiß? Zutrauen würde ich es ihm und seinem Team definitiv.

    Für mich sind das Musikinstrumente, die von der Kreativität des Menschen leben, der damit arbeitet.

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    iggy_pop  AHU

    Was ist der einzige Zweck der Cowbell? Trigger damit zu programmieren, um die analogen Sequenzer mitziehen zu können (oder um den Arpeggiator im JP-8 damit rhythmisch anzutriggern).

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      ISE500  

      Stimmt nach Kerri´s „Bar A Tym“ und dem passenden Youtube-Comment „Needs more Cowbell“.

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      komabot  

      Korrekt. Macht mit der note/step Repeat Funktion zusätzlich Spaß.
      Nur blöd wenn der MS-101 aus gleichem Hause so gar nicht auf die Triggerei reagieren will :(
      Die SH-01A aber macht da brav mit. ;)

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    Son of MooG  AHU

    Toller Vergleichstest; sehr aufwändig gemacht. Anfangs dachte ich noch, dass ich ja gut mit Drummies versorgt bin und keinen TR-808-Clone brauche. Mittlerweile überlege ich jedoch, ob ich meinen geschätzten RhythmWolf in Rente schicken würde, um Platz für eine RD-8 zu machen. Ein Vergleich der Behringer-Maschine mit der Roland TR-08 und TR-8S würde mich auch interessieren; als TR-09 User schätze ich ihr Verhalten im Mix, die selbst ohne Bearbeitung schon etwas bearbeitet klingt. Das könnte auch bei der TR-08 zutreffen..?

  22. Profilbild
    g.scherer  RED

    Auf vielfachen Wunsch habe ich noch einen Loop mit Tonhöhen- sowie Level-angepassten Toms/Conga aufgenommen (siehe Klangbeispiele).

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      penishead  AHU

      Hey, danke! Auf dem billigen 2.1 System am Bürorechner klingt das doch schonmal identisch. Geht doch!

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        g.scherer  RED

        Über eine hochwertige Abhöre werden die Unterschiede deutlicher. Aber die Toms/Congas sind weitaus näher dran als bspw. Snare-Drum oder Clave.

  23. Profilbild
    penishead  AHU

    Ach, an alle die jetzt gleich bestellen wollen. Es gibt noch 73 Stk. bei einem deutschen Shop mit dem Buchstaben X im Namen.
    Überall in D, auch in UK ausverkauft.
    Jetzt sinds nur noch 65 Stk. Huch, wie schnell das geht!

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      zeitweh

      Ich bin sowieso der Meinung wenn es Hardware sein muss das ist man mit einer Roland TR-8S oder einer MPC-1000 eh am besten dran. Analog hin oder her. Spass hat man so bestimmt genug.

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      iggy_pop  AHU

      Wie wir alle wissen, sollte man nicht zu den ersten Käufern eines Gerätes gehören — vor allem dann nicht, wenn womöglich noch das Eine oder Andere ausgemerzt werden muß und der Endkunde unbezahltes Betatesting vornehmen darf (oder das nächste Upgrade die alte Kiste unspielbar macht, weil X mit Y nicht kann und Z gerade nicht verfügbar ist…).

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        penishead  AHU

        Iggy, na und! Ist ja mein Geld.

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    Marco Korda  AHU

    Ich wollte mal was auf den Punkt bringen: die Behringer 808 klingt super!!! Der Vergleich ist schön und wichtig weil alle danach geschrien hätten. Ich finde, die RD hat unter der Betrachtung, dass Bauteile anders sind einen guten Job gemacht. Und für 300 Euro ist die Annäherung sensationell.
    Dafür und auch für den detaillierten Bericht beide Daumen hoch!!!

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    camarillobrillo  

    Ich empfinde es schon lange als bedauerlich, dass bei Vergleichstests von alten Geräten und neuen Nachbauten immer genau ein altes Original als Referenz heran gezogen wird. Jede kleine klangliche Abweichung von diesem einen Original wird dann dem Nachahmer angekreidet, ungeachtet der Frage, wie sehr das eine Original repräsentativ für die Original-Geräte insgesamt ist.

    Methodisch besser wäre es, mehrere Originalgeräte gegen mehrere Nachahmer antreten zu lassen. So ließen sich die Toleranzen in Fertigung und Kalibrierung und auch die Auswirkung der Alterung der Bauteile besser abbilden. Mit anderen Worten: Man bekäme einen Überblick über die tatsächliche klangliche Bandbreite des alten und neuen Geräts. Leider ist das natürlich auch sehr viel aufwendiger und bei manch alter Hardware kaum noch darstellbar.

    Gerade bei der TR-808 ist allerdings hinlänglich bekannt, dass sich die Original-Geräte klanglich massiv unterscheiden. Man lausche z.B. mal hier, was Roland zu *dem* Klang der TR-808 zu sagen hat: https://www.youtube.com/watch?v=YnP7H1dcqd4&feature=youtu.be&t=152 . (Bei 2:32 sagt der Roland Produktmanager: „Side by side they all sound different.“ )

    Es scheint also nicht sehr vernünftig, überhaupt zu erwarten, dass hier ein Gerät wie das andere klingen kann.

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    RaHen  

    Mich hätte ein Vergleich zur TR 8 interessiert. Vielleicht klingt die näher am Original wie die Clones und vielleicht war Roland es bewusst, das ein neuer Clone niemals so klingen kann wie ein Original Vintage Gerät. Und daher die Entscheidung für eine Klangerzeugung wie bei der TR 8.

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      defrigge  

      Guck mal auf Youtube oder in Gearslutz: da gibt’s solche Vergleiche – und zwar, soweit ich sehe, klar zugunsten der RD-8.

      Ich habe inzwischen ziemlich viele Demos gehört und komme für mich zu dem Ergebnis, dass die Behringer nach dem Original und vor dem kompletten Rest des Feldes heute erhältlicher Alternativen die Nummer 2 unter den 808s ist.

      Ich würde sie jederzeit sämtlichen digitalen Rolands, und auch der Yocto vorziehen. Ich finde aber trotzdem, dass man mit ALL diesen Geräten sehr gut Musik machen kann.

      Die Digitakt-Sample-Lösung (ich benutze eine Analog-Rytm MkII für so was, oder in der DAW Beat Agent) ist für mich keine wirkliche Alternative zu einem analogen Gerät, da ich mich nicht mit Sample Round Robins und dem Programmieren von Parameter Locks aufhalte, wenn ich mit einer analogen Drummachine und ihren Controllern flüssig spielen will. Für begrenzte Einsatzzwecke (auch Aufnahmen) ist das ok, aber als kompletter Ersatz für die RD-08 oder das Original aus meiner Sicht im praktischen Gebrauch nicht tauglich.

      Übrigens: den Test fand ich sehr gut und hilfreich! Ich verstehe und teile trotzdem die Kritik an Entscheidungen wie den Extremeinstellungen und mangelndem Level- und Ton-Abgleich, die natürlich stärker die Unterschiede als die Gemeinsamkeiten herausstellen.

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    Uwe Reiher

    Danke für den Test, wobei ich die hier geäußerte Kritik teilweise nachvollziehen kann. Vielleicht wäre das ja ein denkbares Community-Projekt? Der ultimative 808-Vergleich von mehreren Leuten?

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    Soundreverend  

    Leute was geht denn hier wieder ab? :-) Ich bedanke mich erst einmal für den tollen Test und die vielen Beispiele, da steckt ne Menge Arbeit drin!

    Mir persönlich gefällt die Snare der RD-8 besser, weil sie tiefer ist. Eher so wie die TR-808 die ich einmal hatte. Auch kann ich mich nicht erinnern, dass die 808 Claps sooooo eine lange Hallfahne hatten.

    Ich hatte mal diesen Vergleich zwischen 808 und Tr-8 als Bookmark gespeichert, die 808 die dort zum Einsatz kommt (nicht die TR-8!) klingt so wie in meiner Erinnerung:

    https://bit.ly/2mffjJW

    Ich finde es gut, dass es mehr Auswahl für 808 Sounds gibt, kann sich jeder aussuchen was ihm am besten gefällt, Samples, ACB, analog. Je nach Taschengeld. Ich glaube ich bleibe erst mal bei Samples und dem Roland Cloud Plugin.

    Oder hier:

    https://bit.ly/IqT6zt

  29. Profilbild
    Gul Dukat  

    Der Test ist gut und ja, es gibt Unterschiede! Aber die sind so minimal, dass ich das eher als Erbsenzählerei empfinde. Bisher habe ich noch keinen 808 „Experten“ getroffen (und da habe ich einige im Bekanntenkreis), der bei einer moderneren Produktion aufgesprungen wäre und behauptete „…ganz klar eine originale 808!“ Das wird m.E. auch nicht (mehr) möglich sein, weil man schon so nah am Original ist. Und ganz klar, Marvin Gaye, Whitney Houston, Vince Clarke und wie sie alle heissen – sie hätten ihre Hits auch mit einer RD-8 gemacht, hätte sie damals existiert! ;-)

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      anttimaatteri   1

      In Standardmusikendprodukten (Reverb ohne Gnade, Delays, Kompressionen, EQ von mindestens 4 Instrumenten mit Stimme) hört kaum noch einer irgendwas^^. Da läuft bei den meisten Kopfkino ab :D.

  30. Profilbild
    tuonodriver  

    Also im direkten Vergleich mag die RD-808 zum Orginal vielleicht abstinken aber mal ehrlich Freunde der Musik, bei 299 Taken glaube ich nicht das irgendjemand das in nem Mix raushört und brüllt….ey…das is aber n Clone! Das man nicht an den kKlassiker rankommt war ja fast klar und ich glaube auch nicht das dies auch in Zikunft irgendein CLone ob VST oder Hardware schafft-muss er auch gar nicht! Dafür hat die RD Features die halt die TR nicht hat und das macht das ganze doch auch wieder interessant.

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    amyristom  

    Losgelöst von diesem konkreten Vergleichstest fällt mir persönlich bei diesen Vergleichstests von analoger Hardware (Original <-> Klon) in letzter Zeit auf, dass wir alle (Tester, Lesende) hier vielleicht zu sehr mit der Erwartungshaltung aus der „digitalen Ära“ an die Sache gehen:
    Auf der einen Seite stimmen viele wohl überein, dass selbst analoge Geräte der gleichen Marke, sei es Minimoog, Prophet 5 oder hier auch eine TR-808 nie alle untereinander gleich klingen und es sogar teils deutliche Unterschiede von einem Exemplar zum anderen gibt.
    Auf der anderen Seite aber erwarten alle, dass bei einem Vergleichstest ein Exemplar der Kopie möglichst exakt wie das originale Vergleichsobjekt zu klingen hat! Das kann man mit der digitalen Kopie eines digitalen Synthesizers machen, aber beim Vergleich analoger Hardware ist diese „digitale Vergleichsweise“ vielleicht nicht wirklich so zielführend. Oder sehe ich das falsch?

  32. Profilbild
    volcarock  

    Erstmal Danke für den ausführlichen Test,
    Beim Durchhören ist mir aufgefallen, dass bei
    27. „TR-808_HH_OH“ alles harsch klingt UND als ob in der ersten Hälfte Hall im SIgnalweg ist (?),
    bei 15. „RD-8_HH_OH“ klingt es dumpf und dry.

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      g.scherer  RED

      Kein Hall, sondern OH und HH gleichzeitig.

  33. Profilbild
    Flying C   1

    Hallöle,

    erstmal vielen Dank für den Test und die Fülle an Klangbeispielen.
    Sehr interessant wie stark der Artikel polarisiert und vor allem wie unterschiedlich die Klangbeispiele wahrgenommen werden.

    Sehr entscheidend für die Wirkung des 808-Sounds sind doch

    a) der Aufbau des Patterns/Songs
    b) die Einstellung der Instrumente am Gerät, insbesondere Decay
    c) das Tempo mit dem das Pattern/Song gespielt wird

    Alleine durch herumspielen mit b) & c) ist der Unterschied bei ein und demselben Pattern bereits Signifikant. Aus dem eben noch soften Beat à la Sexual Healing kann mit 2-3 Handgriffen ein Deephouse-Groove werden, ich bin immer wieder angenehm überrascht wie zugleich hart und soft dieses Instrument klingt.

    Bei Loop 1-3 ist das durch den etwas unterschiedlichen Grundsound bzw. der unterschiedlichen Grundstimmung der 3 Geräte sehr gut zu hören. In der „Gesamtheit des 808-Sounds“ hat m.M.n.
    bei Loop 1 ganz klar die Yocto die Nase vorn, bei Loop 2 ist es die RD und bei Loop 3 die 808 dicht gefolgt von der RD.

    Die Einzelnen Sounds der RD klingen, losgelöst aus dem Kontext dieses Artikels, ganz klar nach 808. Ich bin davon überzeugt das sich bei einem Live-Set niemand über den Sound beklagen wird. Und wenn doch, werde ich hier darüber berichten.

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      Flying C   1

      „Grundstimmung“ ist etwas daneben formuliert, ich meine eher die mehr oder weniger unterschiedlich langen Decay-Zeiten bei gleicher Poti-Stellung an allen 3 Geräten.

  34. Profilbild
    swift  

    Da habt ihr euch ja ein schönes Ei gelegt!

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      penishead  AHU

      Ja, ist klar. Aber wo sonst kann man sich so schön nerdig darüber austauschen? Einen Stammtisch gibts ja nicht, und in meiner Stadt finde ich niemanden mit dem man darüber quatschen kann. Auch über Modularsynths gibt hier niemanden. Deswegen entschuldigt meine rege Beteiligung. Haha!

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    anttimaatteri   1

    Tonhöhen teils unterschiedlich, Lautstärken teils unterschiedlich, sogar Tempiveränderunge hörbar. Supertest.

    War da nichtmal was mit Grundregel 1: im Vergleich gewinnt immer die größere Lautstärke.

    Im direkten Vergleich hintereinander hört sich sogar das leicht langsamere Soundfile immer scheisse an.

    Bei einem Beispiel fand ich sogar den Sound vom Yokto um Längen besser als bei der echten 808. Aber alles in allem hochgerechnet mit dem eigenen Audiointerface zwischen den abstehenden Ohren, muss man doch ein wenig deutlich konstatieren, daß da Behringer noch einiges Optimieren muss bei einer zweiten Generation seiner 808 (falls man den Soundbeispielen trauen kann ;P)
    Mehr Druck Uli, da muss mehr Druck

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    Round Robin  

    Im Vorfeld möchte ich mich für den sehr ausführlichen und gut aufgebauten Test von Herrn Scherer bedanken. Rein technisch bestätigt dieser Test meinen eigenen Höreindruck zwischen der Roland TR-808 und des Behringer RD-8.

    Zu den einzelnen Kommentaren kann ich nur sagen, dass ich echt verwundert bin, dass hier gewisse Personen keinen nötigen Anstand besitzen. Man kann kritisieren und seine Meinung vertreten. Jedoch hier so über das Leder zu ziehen, das geht einfach gar nicht. Wo bleibt denn hier die Wertschätzung? Herr Scherer hat hier einen guten Job geleistet. Wer es besser kann, der kann seinen eigenen Test inkl Bericht der Redaktion vorlegen. Nur mal so am Rande.

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    Round Robin  

    Fakt ist, die TR-808 klingt einfach besser. Nicht weil ich ein Fan bin, sondern weil man es einfach hört. Last einfach mal die Klangbeispiele über die Studiomonitore laufen. Und wer wirklich ehrlich ist und tatsächlich Ahnung hat (Jemand, der eine echte 808 sein eigen nennt), gestehen sich das auch ein. Die RD-8 hat einige Problem bei der Lautstärke und mit der Dynamik. Das größte Problem der Klone sind die High-Hats. Diese sind bei „allen“ TR-808 seidig und perlend. Das bekommt „kein“ Klon hin. Die Snare hat wesentlich weniger Punch. Und das kann man so weiterführen. Es gibt bei den einzelnen Sounds tatsächlich unterschiede. Das ist Fakt und das lässt sich nicht wegdiskutieren.

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    Round Robin  

    JEDOCH: Die TR-808 wird zu Mondpreisen verkauft und diese Maschine wird über die Jahr nicht besser. Ganz im Gegenteil. Behringer hingegen hat für „günstige“ 299 Euro eine coole analoge Drummachine im Angebot. Für mich ist das der beste Klon überhaupt, da kann auch die Miami komplett einpacken. Mit etwas „Know How“ kann man die klanglichen Unterschiede mit Mixer und Dynamikprozessoren locker ausgleichen. Die RD-8 wird in einem fertigen und gut produzierten Song eine gute Figur machen.

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      dilux  AHU

      „da kann auch die Miami komplett einpacken“…also bitte, im leben nicht, die miami hat viel mehr soul und punch, klingt allerdings auch nicht 100%ig nach 808…

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        tomk  AHU

        Würde ich jetzt unbedingt eine analoge „8er“ haben wollen, ich würde zur Acidlab Miami greifen!

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    Round Robin  

    Fazit: Da die RD-808 ein Klon ist, muss sich diese einen Vergleichstest gefallen lassen. Auch wenn es hier einigen Personen nicht gefällt. Aber bitte achtet künftig auf den Umgangston. Wir sind hier nicht auf Facebook bei irgendeinen Shitstorm. Gerade hier hätte ich mir mehr Anstand und Wertschätzung erwartet. Besonders wenn sich „freie“ Redakteure für „EUCH“ die Arbeit machen.

    Alles gut? Ja, alles gut….

    PS: Lautstärke sagst nichts über Klang und Dynamik aus. Einen guten Punch höre ich auch aus leisen Signalen raus. Ist doch nicht schwer, oder…..?

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    psv-ddv  AHU

    Ich schliesse mich den Kommentaren von Round Robin grundsätzlich an, auch wenn ich nicht glaube, dass man die Unterschiede in der Nachbearbeitung ausgleichen kann. Höchstens kaschieren.
    Zu ergänzen wäre, dass das Argument mit den Lautstärkeunterschieden nicht wirklich relevant ist, Fletcher-Munson hin oder her. Der Effekt wirk vor allem dann, wenn man zwei identische Signale unterschiedlicher Lautstärke/Lautheit vergleicht und kann keine solch komplexen Klangunterschiede verursachen. Jeder halbwegs geübte Hörer kann die Klangunterschiede im Video (die sich genau so auch in den lautstärkeangepassten Klangbeispielen finden) von den reinen Lautstärkeunterschieden unterscheiden. Das Argument der Serienstreuung der Originale wird immer wieder in Klondiskussionen hervorgekramt. Das ist kompletter Unsinn. Die Unterschiede durch Bauteiltoleranzen und Alterung ein- und desselben Produktes bewegen sich in gänzlich anderen Größenordungen und Bereichen als Klangunterschiede durch einen abweichenden technischen Aufbau, bei dem nur die Schaltung mit modernen als Bauteilen nachgeahmt wird. Jeder der in seinem Leben mehr als einen Vintage Klangerzeuger der selben Bauart in der Hand hatte weiss das. Der Test zählt es ja auf. Die Verwendung anderer Op Amps und elektronischer Bauteile, von SMD-Technik, abweichenden mehrschichtigen Platinenlayouts, Gehäusekonstruktion, eines Schaltnetzteiles führt zwangsweise zu erheblichen und konstanten Klangunterschieden im Vergleich zu allen intakten Originalen. Der Klon wird dem von Behringer selbst implizierten Anspruch des identischen Klanges nicht gerecht. Wer das nicht hört, ist vom Marketing verblendet. Ob man damit leben und Musik machen kann muss jeder selbst entscheiden.

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      psv-ddv  AHU

      @Tyrell: Ich hätte wirklich gerne ein etwas grösseres Zeitfenster zum korrigieren der Posts.

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    heimannrudolf  

    Peinlichstes Behringer-Bashing. So geht das wirklich nicht, liebe Amazonacommunity! Behringer hat niemals behauptet, eine originalgetreu klingende Replik der TR-808 zu verkaufen. Dieser Test ist technisch trotz diverser Mankos letztlich völlig okay, aber im Ansatz grundlos und sinnfrei. Hier hat der Autor lediglich seine subjektive, unbegründete Erwartungshaltung („Klon“) falsifiziert. Klares Veto!

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      psv-ddv  AHU

      Ich zitiere mal die B. Webpage: „Amazing drum machine with authentic analog sound engine to create the classic sound performance“

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        dilux  AHU

        mist, genau diesen satz habe ich auch gerade in meinem copy-speicher ;D

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      anttimaatteri   1

      Das einzige, was ich dem Gerät bei so einem Test vorwerfen kann, ist daß es etwas drucklos daherkommt. Ob das nun nur 90% so klingt wie die 808 oder 99% is mir fast egal solange es insgesamt überzeugend klingt. Schwierig genug das aus Testfiles herauszuhören, denn wer weiss was mit denen angestellt wurde. Obwohl ich hier mal ein wenig Vertrauen entgegenbringe^^. Trotz der Kritik hier.

      Beim K 2 Synth isses mir sogar fast schon wumpe ob der wie der Korg klingt. Fand den Sound bisher super. Beide Geräte sind auch schon auf meiner Merkliste. Trotz des Testes hier ^^.

      Ich schliess mich jedenfalls weder dem Bashing an noch einer völligen Kritiklosigkeit. Gibt auch noch andere Quellen, deren Urteil man vertraut, z.B. Gaz Williams ^^

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    heimannrudolf  

    Zitat „Amazing drum machine with authentic analog sound engine to create the classic sound performance“

    Das bedeutet natürlich nicht „1:1 Klon in jedem Detail“. Hätte ich auch gerne so, ist aber nicht so. Muss aber auch nicht so sein. Wie so oft ist der Wunsch der Vater des eigenen Gedankens bzw. der Erwartungshaltung. Ein vernünftiger, autarker Test dieser „Drummachine“ ohne jeglichen Fetisch wäre m. E. bedeutend hilfreicher.

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      psv-ddv  AHU

      Nee, bedeutet es natürlich nicht, ist klar! :) Diese Einschränkung steht dann so aber leider nicht bei den Features.

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        psv-ddv  AHU

        Ich bin mir nicht sicher ob die feine Ironie meines vorausgegangenen Posts lesbar ist. Es impliziert natürlich genau das.

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          defrigge  

          Ich bin mir nicht sicher, was an der Ironie als fein erkennbar sein sollte :-)

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            psv-ddv  AHU

            Bin beruhigt. Dann war sie anscheinend doch erkennbar. ;)

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      dilux  AHU

      ja, aber daß sie ursprünglich rd-808 hieß und auch so aussieht wie eine, sagt schon: „ich möchte auch so klingen wie eine“…übrigens wird ganz am anfang des vergleichs darauf hingewiesen, das es noch einen eigenständigen test zur rd-8 geben wird.

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    rbtdlx  

    Mein Gott, geht Ihr hier ab! :-)

    Zwei gut gemeinte Tipps von mir:
    1. Wenn jemand seinen Senf in einem Forum abgibt, ist das IMMER seine persönliche Meinung. Da lohnt es sich gar nicht, darauf herumzuhacken, ob die Worte „Meiner Meinung nach“ fehlen oder nicht. Selbst wenn ein Professor oder der Bundespräsident einen Beitrag schreiben würde, würde ich alles, was er schreibt nur als seine persönliche Meinung aufnehmen und es nicht als unumstößliche Tatsache oder allgemeinen Konsens ansehen. Er KANN Recht haben, MUSS aber nicht. Mir ist das echt unverständlich, warum viele Leute dies nicht erkennen und jede Formulierung auf die Goldwaage legen.
    Solche Diskussionen und Herumgehacke auf kleinsten Formulierungen habe ich schon vor 25 Jahren im FidoNet gesehen, danach bei Compuserve und AOL, und seither im Internet immer wieder in Newsgroups, Mailinglisten, Foren und Blog-Kommentaren. Ich kann es echt nicht mehr mit ansehen, wieviel Lebensenergie bei solch sinnlosen Diskussionen vergeudet wird. :-)

    2. Das Ding (RD-8) kostet läppische 299 Euro. Wer nur ansatzweise mit dem Gedanken spielt, evtl. eine haben zu wollen, dann sollte er sich das Ding einfach bestellen, ausprobieren und bei Nichtgefallen zurückschicken. Wenn man der Meinung ist, das Ding hört sich authentisch an, dann ist ja gut. Wenn man der Meinung ist, das Ding hört sich zwar nicht authentisch an, für den Preis aber trotzdem ganz toll, dann ist ja noch besser. Dann hat man ein Instrument, das sich nicht wie der 40-jährige Einheitsbrei anhört. Wenn man der Meinung ist, das Ding hört sich sch***** an, dann zurücksenden. Ganz einfach. :-)

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    Thomas Columbo  

    Sorry Uli, aber Deine BEHRINGER Teile kommen mir als Musikinstrumente (!) nicht ins Haus. OK, Deine Mixer sind brauchbar. Schlichte, billige Technik.

    Was aber soll man mit den ganzen BILLIGEN krampfhaft auf den Markt geworfenen BEHRINGER Clon-Drohnen tun, die schon optisch überhaupt KEINEN Flair versprühen, und deren Marktwert nach Erscheinen sehr schnell auf ein Drittel sinken wird.

    Wer kauft eigentlich diesen China-deutschen Müll/Elektro Schrott ?

    Ich kenne einige chinesische Produkte in anderen Branchen, die weitaus innovativer sind und den westlichen Platzhirschen das Fürchten lernen werden. Nur Behringer vermag das gewiss nicht.

    Die Billigheimer BEHRINGER Produkte im „Marken“ Segment sind eine sehr schlechte Investition, und musikalisch spielen sie in der Regionalliga von (Vor-) GESTERN.

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      Atarkid  AHU

      Nun, der Erfolg gibt Behringer Recht…. Und diverse Tests auch. Musst es ja nicht kaufen!
      (Hab übrigens einen Minimoog zu verkaufen – Behringer Model D reicht für meine Zwecke)

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        TobyB  RED

        Es ist schon etwas differenzierter wie in Thomas Ausführungen, Music Tribe hat ein sehr agiles Marketing. Überspitzt aggressiv. Die RD 8 ist gemessen am Preis ein Super Angebot, nur eben für mich No Thrill. Sprich, wie mit Ryan Air fliegen. Entscheidend ist meine Erwartungshaltung und wie ich mit der RD8 arbeiten kann. Persönlich glaube ich nicht, dass ein Wiederaufguss einer analogen 808 sonderlich innovativ ist. Und ich mich vom Arbeitsablauf und musikalisch verbessern kann. Interessanter finde ich dann, wie der Wettbewerb auf Music Tribe reagieren wird. Und das ist die eigentliche Frage. Wer eine 808 will, kauft sich eine. Und mir reicht die TR8 :)

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          Atarkid  AHU

          Sers Toby :) Du sagst es ja selbst: DIR reicht die TR8, und das ist auch gut so! Ich hatte sehr lange eine TR808, die ist auch für mich noch die Nummer eins. Ob das was Behringer jetzt liefert innovativ ist oder nicht, spielt doch gar keine Rolle. Das Ding wird sich verkaufen wie geschnitten Brot (Ich werd mir sicherlich auch eine holen und das ganze dann ausführlich für mich testen).
          Ob es 2019 eine Behringer 808 Kopie braucht, ist auch irrelevant. Den meisten Menschen scheint das sehr gut zu gefallen. Nur in Fachforen wird sich da extrem kritisch dazu geäußert. Für 300 Euro bleibt ein analoger Drumcomputer jedenfalls ein NoBrainer. Selbst wenn man die Klangerzeuger nicht benutzt und nur auf den Sequenzer zurückgreift.
          Und hey, ich benutze auch heute noch 303-, 909- und 808-Sounds. Ist das innovativ? Bestimmt nicht! Interessiert’s mich? Wohl kaum ^^…. Ich bin kein Profi, ich muss auf den Kommerz keine Rücksicht nehmen. Ganz ehrlich, eigentlich kann ich das Wort „Innovation“ nicht mehr hören… Weder im Music-Sektor, noch in anderen Bereichen :)
          Wie der Wettbewerb auf Music Tribe reagieren wird ist aber wirklich eine sehr interessante Frage. Das wird noch spannend werden,… Oder extrem frustig.
          Wie auch immer Toby, ich wünsch Dir ne gute Zeit. Bis zum nächsten Mal! ;)

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            TobyB  RED

            Hallo Atari,

            Music Tribe ist natürlich auch ein knallhart kalkulierendes Unternehmen und wenn die nicht doof sind, lesen die auch mal die Verkaufszahlen von Spotify und Co. Dann sehen die nämlich, das das Budget der Musiker nicht größer wird. Wir lassen mal CD getriebene Musik-Stile aussen vor. Und so haut man dann eben eine RD8 raus. Ist ok.

            Ich setz am Bass und für Acid auch die TB03 und TB3 ein. Je nach dem was ich brauche. 909/707 kommt von der TR8 und je nach dem welchen Sound ich brauche wird analog oder komplett digital verabeitet. Das macht den Unterschied, mehr nicht. Den Unterschied hört im Mix keiner. Okay etwaig anwesende Goldohren vielleicht. Und da macht die RD 8 auch einen guten Job, hab mir mal die Frequenzspektren der TD8/808 angesehen. Die RD8 braucht noch ein bissi EQ und Dynamik Prozessing, gut ist.

            Ich hoffe das der Wettbewerb entsprechend reagiert. Ich hätte gerne ein MX-2, mit verschiedenen FX Slots und Ketten und gerne mit den ollen FX Programmen aus der SE50/70. Oder einen AIRA SDE2000 Delay. Und gerne 8 gepowerte USB Anschlüsse ;-) A la

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    amyristom  

    Schießt Behringer da jetzt gegen euch?

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      SimonChiChi  AHU

      Ich habe mir mal den Post bei FB angesehen. Da gibt es weltweit 617 positive Likes. wo sind denn all die b-hater geblieben? ne ne lieber Uli, da wird doch manipuliert von euch ohne ende. Super Fail Uli.
      Zum Glück kontrolliert ihr aber nur die B-FB und nicht das Netz.hier ein schönes statement zu eurem komischen post auf einer anderen Fb-Seite: „… it depends all on ads as MrB. stated this morning. What a trumpy reaction. He seems to be very bad in reacting on criticism…“

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        fritz808  

        ja.. habe ich auch gesehen. das klang schon sehr nach trump

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    lightman  AHU

    Im Grunde ist die Sache doch ganz simpel, die RD-8 stellt das Maximum dessen dar, was man für diesen Preis bezüglich eines 808-Klons erwarten kann. Wenn man das akzeptiert hat, erhält man nüchtern betrachtet eine Menge Drummie für kleines Geld, der sich live und in der Produktion sicher gut machen wird.

    Übertriebenes Behringer-Bashing ist ebenso unsinnig wie kritikloses Hochjubeln, dieses Lagerdenken und die daraus üblicherweise resultierenden Diskussionen finde ich höchst ermüdend. Macht doch einfach gute Mucke und hört auf, normalen Leuten auf die Nerven zu fallen, vielen aber herzlichen Dank.

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      Ashatur  AHU

      Da bin ich ganz deiner Meinung. Bei allen anderen Tests gibt es kaum Kommentare aber sobald das große B. kommt dann wird gewettert und gejubelt bis sich die Balken biegen…

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      #n3rd4l3r7  AHU

      Da bin ich voll und ganz bei dir! Dieses übertriebene auf beiden Seiten ist langsam wirklich lächerlich. Aber hier mal ein schönes Beispiel wie jemand einfach deinen Vorschlag beherzigt und damit Musik macht: https://www.youtube.com/watch?v=ZVVg_QsqzEc.

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    SimonChiChi  AHU

    Sehr schöner und neutraler Vergleichstest. Bin nun gespannt auf Euren Einzeltest der RD-8.

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    swift  

    So ein Vergleich benötigt m.E. auch einen Blindtest, gerne auch mit Beispielen, welche beide Testkanditaten enthalten. Erfahrungsemäß tippen dann viele Personen, welche zuerst blumige Unterschiede (transparenter, luftiger, blumiger, voller etc.) zu hören glauben, falsch.

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      amyristom  

      Eben! Definitiv gibt es klangliche Unterschiede zwischen der Test-RD8 und der Vergleichs-TR808, unbestritten. In wie weit diese Unterschiede jetzt auch bezüglich der vorhandenen Serienstreuung der TR808s untereinander auseinanderliegen, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber ich bin mir doch ziemlich sicher, dass hier kaum einer in einem Blindtest mit einem ausproduzierten Track am Ende mit Sicherheit sagen könnte, wo eine TR808 oder eine RD8 benutzt wurde. Genauso wie bei einem Blindtest mit z.B. Mr. Firechilds „Superclone“ Video wohl kaum einer sagen könnte, ob er da einen original Roland VP-330 Vocoder oder den Behringer Clone hört.

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        anttimaatteri   1

        Ich bin mir sogar sicher, daß bei einem Blindtest zwischen einer RD 8 und einer RD 8 genügend Leute ganz eindeutig einen Unterschied hören zwischen dem chinadeutschenbilligheimerklon und dem echten, dem natürlichen 808 Klang…wenn man nur genügend exakte gleiche Bedingungen herstellt. :D
        Also wenn ich mir da im Vergleich dazu die Starsky Carr Tests ansehe…was is das bloß für ein Noob ey…^^

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          amyristom  

          Kommt drauf an wie du den Blindtest aufziehst. Vergleichst du beide Geräte trocken (also ohne weitere Bearbeitung, ohne sonstiges Arrangment drum herum), dann bin ich mir sicher, dass zumindest viele Personen, welche seit längerem mit einer TR-808 arbeiten, den Unterschied hören werden (so wie sie beim Roland Vocoder den Phasenfehler im Ensemble Effekt bei einem isolierten Audiotrack hören). Aber wenn beide Geräte durch die üblichen Studioeffekte gelaufen sind und in einem ausproduzierten Track eingebettet sind (mit Bass, mit Leads, mit Synth-Pads usw.) dann wäre ich mir da schon nicht mehr so sicher.

          Außerdem: Das Gefühl, selbst mit dem Original zu arbeiten und das Original zu besitzen, das kann dir auch der bestklingendste Klon der Welt nicht ersetzen. Ein Boog ersetzt auch nicht das gleiche Gefühl wie an einem original Minimoog zu schrauben.

          Ob man das dann auch im fertigen Track, auf der HiFi Anlage, im Auto, im Radio oder im Club hört bzw. ob dein Publikum den Unterschied wirklich hört, und sich demnach der massive Preisunterschied zwischen Klon und Original überhaupt realistisch rechnet, das ist wieder eine ganz andere Tüte.

  49. Profilbild
    Hectorpascal  AHU

    Und alles wegen so einem blöden Sound. Meine letzte Bassdrum habe ich aus einem Youtube-Demo eines Verbos Complex-Oscillator Demo gemacht. Klingt lofi und druckvoll wie……, denkt euch was aus.

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      Ashatur  AHU

      In der Produktion Ich bin auch kein großer Drummy Fan aber fürs gemütliche Jammen sind sie unschlagbar und dafür würde ich mir auch eine RD 8 kaufen. Und mein Geheimtipp für dicke druckvolle Kicks wäre der Thorn

  50. Profilbild
    fritz808  

    der behringer klon ist weit entfernt vom original, aber egal… für den preis einfach unglaublich. have fun and make music.

  51. Profilbild
    Tyrell  RED 2

    Liebe Leser, da im Prinzip alle Pro und Contras ausgetauscht wurden, schließen wir nun die Kommentarfunktion. Bezüglich unterschiedlichen Tunings und Pegel der Testprobanden, werden wir in absehbarer Zeit einen weiteren Vergleich nachreichen.

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