Test: Steinberg UR22 MK2, Audiointerface

Aufnahme und Sound

Grundsätzlich funktionierte die Vorbereitung an meinem MacBook Pro einfach per Plug and Play. Kurz nach dem Anschließen wird das Audiointerface von meinem Rechner erkannt und ich kann Logic und die ersten Aufnahmen starten.

Sample Rate und sämtliche audiospezifischen Einstellungen werden direkt in der DAW eingestellt. So kann man zwischen 44,1 und 192 kHz mit wenigen Klicks umschalten.

Last but not least geht es natürlich noch um den Sound, den man mit dem UR22 aufnimmt. Diesen objektiv zu beschreiben, ist natürlich keine leichte Aufgabe und dennoch versuche ich es einfach mal in ein paar Worten. Für die Schlagzeugaufnahme habe ich lediglich ein AT 4040 eingesetzt – ein Kondensatormikrofon. Alle Instrumente des Drumsets sind akkurat und klar zu hören. Sowohl Bass Drum als auch Snare haben Druck und selbst die Hihat ist sehr gut herauszuhören.

Die Außenaufnahmen vom Automotor und Vogelgezwitscher sind per Laptop, UR22 und einem Stereomikrofonpaar entstanden. Auch bei den Außenaufnahmen finde ich keinen Grund zum Meckern. Leiseste Geräusche werden gut wieder gegeben und die Frequenzen werden gut ausgewogen wiedergegeben.

Loopback-Funktion

Ein weiteres und tolles Feature ist die sogenannte Loopback-Funktion. Damit kann man beispielsweise gleichzeitig den Sound eines YouTube Musikvideos und das eigene Instrument aufzeichnen. Auch für Gamer dürfte diese Funktion interessant sein. Mit ihr kann man den Sound von Videospielen und die Gespräche mit Freunden über den Spielechat aufzeichnen.

Rückseite des UR22 MK2

Rückseite des UR22 MK2

Fazit

Das UR22 MK2 von Steinberg ist ein perfekter Begleiter für Singer, Songwriter und für all diejenigen, die sowohl in den eigenen vier Wänden als auch unterwegs aufnehmen möchten.

Die iPad Konnektivität ermöglicht Mehrspuraufnahmen mit extrem wenig Equipment. Mikro, iPad, UR22 ein paar Kabel und schon kann es losgehen. Das dürfte nicht nur für Musiker, sondern auch für Filmleute und den Bereich des Fieldrecordings sehr interessant sein.

Plus

  • handlich
  • stabil (roadtauglich)
  • preisgünstig

Preis

  • Ladenpreis: 129,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    JohnDrum  

    Die Direkt- Monitorfunktion ist ganz nett, aber leider (zumindest bei meinem Vorgängermodell MK1) geht das Signal nur Mono raus. Ich muss den Weg über eine DAW gehen (also im Mix auf DAW drehen), um ein Stereosignal zu hören. Ist es beim MK2 anders?

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    utopia3000  

    Warum gab es mit keinem Wort der Vergleich zwischen Modell 1 und 2? Darauf habe ich eigentlich eher gewartet als ein Beispielsetup durchzugehen..

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        Keno Hellmann  AHU

        Da ich das Mk1 nicht getestet habe, kann ich Dir dazu nichts sagen.

        Dass nach Deinem Empfinden ein oberflächlicher Test ist, liegt vermutlich daran, dass man die Geräte nicht ewig zum Testen bei sich hat und sich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren muss.

        Trotzdem danke für Dein Feedback.

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          utopia3000  

          Das mag ja durchaus stimmen, trotzdem kann man doch eine Tabelle mit den unterschieden der beiden Modellen erstellen, damit man einen schnellen Vergleich hat.

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      Keno Hellmann  AHU

      Doch und zwar gleich auf der ersten Seite steht es.

      Der Unterschied ist die iPad Konnektivität und ein Schalter auf der Rückseite vom MK2, den es beim MK1 nicht gibt.

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        Chick Sangria  

        Das stimmt. Aber es ist auch anzunehmen bzw. zu hoffen, dass Steinberg einige Probleme des alten Geräts behoben hat, die nicht in der Produktbeschreibung stehen.
        Und durch so ein Update wird man natürlich auch auf einen Schlag alle negativen Rezensionen z.B. bei Thomann los…

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    kinsast  

    Sehr ähnlich zu den kleinen Focusrite interfaces – nichts außergewöhnliches – einfach und funktionell. Warum das Gerät für Filmleute und den Bereich des Fieldrecordings interessant sein soll ist aber schwer nachzuvollziehen…

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      Keno Hellmann  AHU

      Es ist leicht transportabel und passt in jeden Rucksack. Das Handling ist im Vergleich zu einem Zoom H5 oder einem ähnlichen Gerät sicherlich nicht so komfortabel, dennoch eignet es sich auch für Filmleute.

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    Hein Bloed  

    Ich benutze das Ding schon eine Weile und ärgere mich über den überempfindlichen Gitarreneingang. Selbst bei Pick-Ups mit niedrigen Ausgangsleisungen (Single Coils, Telecaster) wird sofort übersteuert und gekratzt, sobald der Anschlag mal ein bischen zackiger ausfällt.

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    samsistema

    Warum wird eigentlich so selten bei tests zwischen DAC und ADC unterschieden. Bei den MK1 ist der DAC wirklich nicht gut und als beatbastler zum abmischen absolut unbrauchbar. Gute verarbeitung der Hülle hin oder her. Da kann der ADC noch so gut sein. Denn mit dem ADC kann ich z.B. wenig etwas anfangen, weil ichs sehr selten nutze. Wenn einfach bestimmte Frequenzen nicht mehr zu hören sind kann man das Ding in die Tonne treten. Selbst das eingebaute meines Pioneers klingt um längen besser. Ich wünsche mir das in Zukunft auch mehr auf die Klangqualität des DAC eingegangen wird und explizit genannt wird. Auch die Charts in dem Bereich würden helfen. Falls jemand einen Tip hat welcher DAC fürs „Monitoring“ unter 300€ am besten ist, würde ich mich sehr freuen.

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    JohnDrum  

    Die Direkt- Monitorfunktion gibt immer noch nur ein Monosignal raus. Das zeigt meiner Meinung nach das Blockschaltbild in der Bedienungsanleitung. Insgesamt sind im Vergleich zu Vorgängermodell zwei Änderungen im Blockschaltbild zu erkennen.

  7. Profilbild
    Markus Schroeder  RED

    Hi samsistema,

    für €129 geht das UR22mk2 voll in Ordnung.

    Für Alternativen unter €300 würde ich mal das iConnectAudio2+ anchecken. Für €200 der Hammer und das iConnectAudio4+ kostet inzwischen auch nur noch €298.
    Den Test des Audio4+ gibts hier bei Amazona.de, den Test des Audio2+ gibt auch bald hier. In dieser Preisliga Spitzenklasse!
    Haben aber ein paar Ecken, an denen man sich stoßen kann. Overfeatured wäre das Schlagwort.
    MOTU MicroBook IIc (€265) wäre auch noch was.
    Grüße,
    M. :)

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